Normalerweise brauche ich immer länger bis neue Kapitel da sind, aber von dieser Story existieren bereits mehrere,
also kann ich sie rasch hintereinander posten ;)

Viel Spaß!

Kapitel 2

Als Harry den Zug betreten hatte begab er sich sofort auf die Suche nach einem Abteil in dem nur mehr eine Person Platz hatte, denn er hatte absolut keine Lust jetzt mit Ron und Hermine allein zu sein. Nach kurzer Zeit fand er ein Abteil in dem höchstens noch eine Person Platz hatte, denn es war ziemlich voll.

Er sah sich um und sah einige seiner Freunde: Dean Thomas, Seamus Finnigan, Neville Longbottom, Parvati Patil und Lavender Brown. „Ähm..Hallo! Ist bei euch vielleicht noch ein Platz frei? Ich hab kein Abteil mehr gefunden und..." sagte er zaghaft. „Na klar setz dich! Rutsch mal ein bisschen Seamus!" antwortete Dean.

Erst jetzt bemerkte Harry das Seamus, der jetzt zur Seite rutschte um Platz zu machen, seinen Arm um Dean gelegt hatte. Er setzte sich zum Fenster neben Dean, ihnen gegenüber saßen Lavender und Pavarti, die jetzt zu kichern anfingen. „Mann, was ist jetzt schon wieder so lustig?" fragte Seamus der, wie Harry geschockt feststellte, gerade angefangen hatte Dean durch die Harre zu streichen.

„Ihr seid so süüß!" erwiderten die Mädchen im Chor.

Dean seufzte und rollte mit den Augen. Dann wandte er sich Harry zu „Sag mal...Wieso sitzt du nicht bei Hermine und Ron wie sonst auch?". Harry wurde rot. Er wusste das diese Frage früher oder später hatte kommen müssen.

Nach einer kurzen Pause in der ihn alle anstarrten erzählte er ihnen was er am Bahnsteig gesehen hatte und wieso er nicht bei seinen ‚Freunden' sitzen wollte. Der Zug hatte sich mittlerweile in Bewegung gesetzt und sie hörten das leise Rattern der Räder unter ihnen.

Einige Zeit später wurde die Abteiltür geöffnet Hermine kam herein. „Wisst ihr vielleicht wo...oh!" sie stutzte als sie Harry bemerkte, welcher rasch zum Fenster hinaus sah. Als sie den Mund wieder öffnete sagte Dean schnell „Er will nicht bei euch sitzen falls du das fragen willst!".

Sie sah erst zu Dean dann zu Harry und sagte laut„Und kann er mir das selbst sagen oder übernimmst du das von jetzt an für ihn?". Harry schnaubte ungläubig, dann sagte er zu Hermine gewandt „Ich schätze ich bin bei euch überflüssig, wenigstens habt ihr so eure Ruhe!".

Als er fertig gesprochen hatte drehte er sich wieder um und blickte stur aus dem Fenster. Hermine starrte ihn eine Minute lang an, drehte sich dann ohne ein Wort um und ging aus dem Abteil.

Keiner wagte etwas zu sagen, da Harry ziemlich gereizt schien, doch dann durchbrach Seamus die Stille. „Ich kriege langsam Hunger...wo bleibt den die Süßigkeitenverkäuferin?". Danach unterhielten sich als wäre nichts geschehen, und als die Hexe mit dem Süßigkeitenwagen kam, kaufte Harry einen riesigen Haufen von allem, und die restliche Fahrt machten sie sich einen Spaß daraus Bertie Botts Bohnen mit geschlossenen Augen zu essen, was für manche unschön endete.

Als sie endlich in Hogwarts ankamen, (Harry's Mund brannte immer noch von einer Chilli-Bohne die er im Zug gegessen hatte) stieg er mit derselben kleinen Gruppe, mit der er schon im Zug gesessen hatte, in eine der großen Kutschen die sie zum Schloss fuhren.

Die Kutschfahrt verlief ziemlich ereignislos, außer das Harry erfuhr was Parvati und Lavender mit „ihr seid so süß" gemeint hatte. Dean und Seamus erzählten ihm dass auch sie seit dem Sommer zusammen waren.

Das waren eindeutig zu viele Neuigkeiten für einen Tag, und Harry war so verwirrt das er daran dachte sich nie sehnlicher ein Denkarium gewünscht zu haben.

Im Schloss angekommen gingen sie gleich in die große Halle, wo die Auswahl der neuen Schüler in wenigen Minuten beginnen würde.

Nach der Auswahl erschien das Festessen auf ihren Tellern, und Harry dessen einziges Essen die Süßigkeiten im Zug gewesen waren, merkte wie hungrig er eigentlich war. Er hatte sich absichtlich weit von Ron und Hermine weggesetzt ohne auf ihre Gesichter zu achten. Harry wusste dass er eigentlich keinen richtigen Grund hatte wütend auf sie zu sein, aber im Moment hatte er einfach keine Lust mit ihnen zu reden.

Als alle fertig gegessen hatten, erhob sich Dumbledore und hob die Hände. Die große Halle wurde sofort still. „Willkommen zu einem neuen Schuljahr in Hogwarts! Ich freue mich euch mitteilen zu dürfen dass dieses Jahr die fünften und sechsten Klassen die Möglichkeit haben sich mit Elementargeistern zu duellieren. Die Teilnehmer wurden ja bereits informiert und haben ihre Anmeldungen hoffentlich alle abgeschickt.

Ich wünsche ihnen allen viel Spaß mit ihren Geistern! Im Laufe der Woche werden sie in ihren Gemeinschaftsräumen, am schwarzen Brett, die Termine für die ersten Kämpfe vorfinden. Ihre Geister sollten heute Abend noch erscheinen, bei Problemen kommen sie bitte zu mir oder einem der Lehrer. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht!" nach dem er die letzten Worte ausgesprochen hatte, wurde es schlagartig wieder laut und alle erhoben sich, um den jeweiligen Vertrauensschülern in ihre Gemeinschaftsräume zu folgen.

Als Harry in den Gryffindor – Gemeinschaftsraum kam, waren schon einige darin, und unterhielten sich, manche der Siebtklässler schienen enttäuscht darüber zu sein, dass die siebten Klassen nicht an den Kämpfen teilnahmen, wobei einige Schüler der fünften und sechsten Klasse es nur für gerecht hielten, da sie beim Trimagischen Turnier im letzten Schuljahr benachteiligt wurden.

Ein paar Mädchen aus der sechsten schwärmten von gutaussehenden Jungen als Elementargeister, und Harry fiel wieder ein was er auf dem Formular angekreuzt hatte. Mensch – Feuer – 1-4 . Ob das eine gute Wahl war? Harry erschrak als plötzlich der Vertrauensschüler mit lauter Stimme rief „Bitte geht jetzt alle in eure Schlafsäle. Eure Begleiter werden gleich erscheinen. Ihr könnt sie morgen gegenseitig bewundern!".

Harry machte sich auf den Weg in den Jungenschlafsaal und hörte noch wie der Vertrauensschüler „Los in die Schlafsäle! Nicht bummeln!" rief, bevor die Tür hinter ihm zufiel. (a/n.: Haha.. Percy..)

Nacheinander kamen, Neville, Dean, Seamus und Ron herein. Ron sah etwas besorgt zu Harry doch dieser starrte nur trotzig zurück. Gerade als Ron den Mund öffnete um etwas zu sagen, ertönte ein lautes Zischen und neben Seamus erschienen kleine grüne Lichter. Alle starrten gebannt auf die Stelle an der es funkelte, bis es auf einmal einen lauten Knall gab, der sie zusammenfahren ließ. An der Stelle an der die grünen Lichter gewesen waren stand ein junger Mann mit blassgrüner Haut und olivfarbenen Haaren die ihm bis zur Hüfte reichten.

Er hatte tiefschwarze Augen und trug eine knielange Hose aus Leinenartigem Stoff. Oben trug er nichts, jedoch hatte er eine Art Halsband mit einem leuchtend-roten Stein darauf um den schlanken Hals gebunden. Harry fiel auf dass seine Ohren viel länger waren als die eines normalen Menschen. Sie waren spitz und ragten aus seiner wilden Haarpracht heraus.

Es schien ihn nicht zu stören dass ihn alle anstarrten, denn er drehte sich zu Seamus um und sagte „Mein Name ist Nuriko. Ich bin euer Begleiter für die Duelle. Wie soll ich euch ansprechen...Meister?". Völlig perplex starrte Seamus ihn an und sagte dann zögerlich „..Ähhmm...d-du kannst mich S-Seamus nennen...u-und es reicht wenn du ‚du' sagst...".

„Wenn du es wünschst, Seamus" antwortete Nuriko und verbeugte sich. Seamus sah leicht verwirrt aus, da er es offenbar nicht gewöhnt war dass man so mit ihm sprach. ‚Bei Malfoy sieht's da wahrscheinlich anders aus...' dachte Harry.

Dean sah leicht wütend aus, doch er hatte keine Zeit etwas zu sagen, denn Neville schrie auf als neben ihm eine Frau in einem Schwall aus dunklem Wasser erschien. Sie war noch wunderlicher anzusehen als Seamus' Geist fand Harry. Harry's erste Gedanke war das sie einer Wasserleiche ähnelte, doch als er sie näher betrachtete verwarf er diesen Gedanken wieder.

Je länger Harry sie ansah desto älter schien sie zu werden, doch wenn er einen Moment wegsah, war sie wieder wie zuvor. Ihm fiel auf, dass die Wellen die sie bei ihrem Erscheinen umgeben hatte zwar verschwunden war, sie jedoch trotzdem aussah als wäre sie unter Wasser.

Ihre langen weißen Haare schwebten um sie, und ihre Haut glänzte weiß-silbern. Sie trug ein langes weißes Kleid auf dem kleine silberne Schuppen hingen. Um ihren Hals hatte sie so etwas wie eine Kette allerdings bestand diese aus scheinbar lebenden Fischen, die langsam um ihren Hals ‚schwammen' (Hab ich aus ‚Merlin' ... tja so kreativ bin ich eben xD).

So ähnlich habe ich mir Geister eigentlich immer vorgestellt' überlegte Harry. Sie sah Neville an und als sie sprach kam es Harry vor als hörte er sie unter Wasser. Ihre Stimme hallte in dem Raum wieder, obwohl sie nicht laut sprach, und Harry hatte das Gefühl, dass sie leicht traurig klang.

„Du bist gewiss Neville...mein Meister...ich werde Queye genannt...mein Element ist das Wasser..." sie verstummte plötzlich und Harry erwachte aus der Trance in die ihn ihre Stimme versetzt hatte. Neville konnte kaum den Blick von ihr wenden bis plötzlich ein leises Lachen ertönte. Es klang nicht nach einem bösartigen Lachen und trotzdem jagte es Harry einen kalten Schauer über der Rücken.

„Das.. das klingt wie das Lachen eines Kindes..." sagte Dean. Dann ohne Vorwarnung verstummte das Lachen und neben Ron tauchte ein kleines Mädchen auf. Sie konnte nicht älter als fünf sein. Harry bemerkte dass sie, wie echte Geister, durchsichtig und von goldenem Licht umgeben war. Sie trug ein kurzes Kleidchen und hatte blonde Locken. Da das Mädchen zu Boden sah, konnten sie ihr Gesicht nicht sehen, doch dann, ganz langsam, hob sie den Kopf und Harry erschauderte.

Die Kleine hätte ja ganz niedlich ausgesehen, wären da nicht diese Augen. Ihre Augen waren pechschwarz und das was bei gewöhnlichen Augen hätte weiß sein sollen, war rot.

Ron sprang erschrocken einen Schritt zurück, was das Mädchen anscheinend lustig fand, denn sie fing wieder an zu lachen und Harry bekam ein ungutes Gefühl als er ihre spitzen Zähne bemerkte.

Wieder verstummte das Lachen und das Mädchen drehte sich zu Ron um. „Oh Gott...nein.." murmelte Ron als sie langsam auf ihn zuging. Ohne Vorwarnung fing sie an zu laufen, rannte auf Ron zu sprang in seine Arme und rief „Daddyyy!". Ron, völlig überrascht von dieser Attacke, kippte um und landete mitsamt den Mädchen auf dem Bett. Die Kleine klammerte sich fest an Ron, welcher erblasste, und sagte immer wieder „Daddy..".

Das Ganze sah so lächerlich aus, dass die anderen einfach lachen mussten, als sich schon der nächste Geist zu nähern schien, denn plötzlich hörten sie ein immer lauter werdendes Brummen. „K-Klingt wie e-ein I-Insektenschwarm, f-findet ihr nicht?" sagte Neville leise.

Und das war es auch. Wie aus dem Nichts, erschien ein Schwarm Bienenähnlicher Insekten und flog direkt auf Dean zu. Dieser schrie und sprang schnell hinter Seamus. „W-was wollen d-die?" fragte Dean, „das kann un-unmöglich mein Geist sein...".

Noch bevor jemand antworten konnte durchschnitt eine unheimliche Stimme die Luft. Eigentlich klang es mehr nach vielen Stimmen, die alle gleichzeitig sprachen und von dem ständigen Schwirren und Brummen der Insekten begleitet wurden. „Iiihr sseid unsser neueer Meisssteeeeeer...wwasss können wir für euchh tuun...".

„Irgh" sagte Seamus und drehte sich zu Dean um, der ängstlich zu dem Schwarm hinüberblickte. „*ähem*... könnt ihr nicht ein bisschen..äh..weniger..ähm.."eklig" aussehen?" fragte er und kam langsam hinter Seamus hervor.

„Wiir können uunsssere Gesstalt nicchht veränndern...Meissterr...". „Na toll...Ihr habt alle so was Cooles, und ich hab einen Insektenschwarm...was kann der schon? Meine Gegner zu Tode ekeln?" seufzte Dean und ließ sich auf sein Bett fallen.

„Jetzt fehlt nur noch Harry's Geist" sagte Seamus und blickte erwartungsvoll in Harrys Richtung. Harry war so fasziniert gewesen von dem was er sah, dass er ganz vergessen hatte dass er einen eigenen Geist bekommen würde. Alle warteten und sahen zu Harry hinüber.

Doch nichts geschah. Niemand kam. Plötzlich meldete sich Nuriko zu Wort „Verzeih mir Seamus, aber ich muss mich ausruhen um meine Kräfte zu sammeln. Es gab wieder einen Knall und an seiner Stelle schwebte eine kleine grüne Kugel in der Luft. „Hey Leute...," sagte Seamus und betrachtete die Kugel näher, „er liegt...in diesem Ding...er ist...so klein!". „ Bitte was ist?", Dean, Neville und Ron gingen zu ihm hinüber und schauten auf die kleine Kugel.

Harry setzte sich auf sein Bett und starrte die Wand an. Er hatte ein komisches Gefühl im Bauch. Warum war sein Geist nicht erschienen? Hatten sie keinen mehr übrig? Oder hatte Hedwig den Brief nicht richtig überbracht? Sollte er zu Dumbledore gehen? Plötzlich überkam in eine leichte Wut.

Wieso musste in letzter Zeit alles schief gehen? Erst ‚stritt' er sich mit Ron und Hermine, und jetzt klappte nicht mal das!

Das war's mit Kapitel 2!
Das nächste kommt bald ;)

Über Reviews freue ich mich immer!

Lg
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