Harry Potter and the Paradigm of Uncertainty

Autor: Lori Summers

Deutsche Übersetzung: Dani und Alina

http://www.HarryPotter-Translations.de

Disclaimer:

Diese Geschichte basiert auf Situationen und Charaktere, die das geistige Eigentum von Joanne K. Rowling sowie von verschiedenen Verlegern (z.B. Bloomsbury Books, Scholacsti Books, Carlsen Verlag, etc.) sind. Weder die Autorin, noch die Übersetzer dieser Geschichte verdienen Geld damit und es liegt nicht in ihrer Absicht Copyrights oder Warenzeichen zu verletzen.

Hinweis für Minderjährige:

Diese Geschichte spielt einige Jahre nach Harry Potter und der Stein der Wesen.

Aufgrund dessen handelt es sich um eine Geschichte für Volljährige Leser.

Um dies genauer zu begründen: Die jeweiligen Charaktere sind nun erwachsen. Das bedeutet, dass in ihrem Leben auch Krieg, Gewalt und Sex eine Rolle spielen, nur um einige zu nennen.

Komplex:

Harry Potter and the Paradigm of Uncertainty ist der erste Teil der Trilogie von Lori Summersund wird von Dani und Alina übersetzt. Der zweite (the Show that never ends) und dritte (Hero with a thousand faces) werden übersetzt von Claudia, Lilly Black, Nicole, Katrin und Stephanie. HWTF wird zukünftig noch übersetzt und dann auch online gestellt, ebenso die vorhandenen Cookies.

Wer dann immer noch nicht genug hat, kann zudem die „Vorgeschichte" von POU lesen.

Diese wurden jedoch nicht von Lori Summers geschrieben, sondern sind 2 eigenständige Geschichten von Penny und Carole und lauten „A Sirius Change" und „A Sirius Affair".

Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen.

Zweites Kapitel:
Lieferung frei Haus

„Dr. Granger?" Aus dem Nichts kam die Stimme von Hermiones Sekretärin.

„Ja, Stella?", antwortete sie der Wand.

„Mr. Finch-Fletchley ist hier und möchte sie sehen."

„Schicken Sie ihn rein."

Ein paar Sekunden später trat ihr Mitbewohner herein, eine Papiertüte in der Hand und ein Lächeln auf seinem Gesicht. „Lieferung frei Haus", sagte er und setzte sich an ihren Schreibtisch. Er begann, Essen aus der Tüte zu nehmen und legte es auf ihren Tisch. Einen Becher Eistee, ein Bündel Weintrauben, einen großen Teller mit akribisch genau angeordneten Käsescheiben, eine silberne Suppenschüssel, von welcher der Duft von Georges Tomatendillsuppe aufstieg, ihrem Lieblingsessen.

Hermione lächelte irritiert, als er Geschirr und Besteck aus der Tüte zog. „Was soll das alles?"

Justin zerknüllte die Tüte. „Du jammerst immer, dass du nie Zeit für einen Bissen hast. Problem gelöst!"

Sie griff nach Schüssel und Kelle. „Oh, ich könnte dich küssen."

„Nein danke, nicht mein Ufer." Er stopfte sich ein paar Weintrauben in den Mund. „Du warst sehr still beim Frühstück."

Hermione zuckte mit den Schultern, der köstliche Duft nach Knoblauch stieg von der Suppe aus in ihre Nase. „Wer kommt schon zu Wort, wenn Cho zu Hause ist?"

Justin gluckste. „Ich hatte das Gefühl, du würdest sie mit deinen Blicken durchbohren. Was liegt das Problem?"

„Es gibt kein Problem."

„Oh, komm schon. Als ernannter Haus-Psychologe ist es meine Aufgabe zuzuhören und dabei zu helfen, sämtliche Schwierigkeiten zwischen Zimmernachbarn zu beseitigen."

Hermione dachte einen Moment nach, stellte dann ihre Suppenschüssel ab und sah Justin über ihren Schreibtisch hinweg an. „Weißt du, womit Harry seinen Lebensunterhalt verdient?"

Er war erstaunt über den plötzlichen Themenwechsel. „Ich habe schon vor Jahren aufgehört, mir Gedanken zu machen. Ich meine, hey... der arbeitsfähigste Zauberer auf unser Halbkugel und alles, was er sagt, ist, dass er ‚arbeitet'. Ziemlich vage, oder?"

„Cho scheint alle Details zu wissen."

Er runzelte die Stirn „Ist das so?"

„Sie konnte es gar nicht erwarten, mir gestern Abend davon zu erzählen."

„Und was hat sie gesagt?"

Hermione überlegte einen Moment, ob sie es erzählen sollte oder nicht... aber nur einen Moment. Entweder war es die Wahrheit, in welchem Fall sein Geheimnis bereits bekannt war, oder es war eine Lüge und wäre in diesem Fall sowieso unwichtig. „Sie sagt, er ist ein Spion.

Justin schien nicht überrascht zu sein. „Nun, selbstverständlich. Was sollte er sonst sein? Das müsste es sein, oder? Welche andere Karriere wäre angebracht für den weltberühmten Potter? Lehrer? Zauberspruchschreiber? Faulenzer im Ministerium?" Für einen Moment schlich sich eine Spur Verbitterung in seine Stimme. „Und es würde natürlich eine Menge erklären."

„Das dachte ich auch!" sagte sie. „Die ungewöhnlichen Arbeitszeiten, die Verletzungen, seine Geheimnistuerei..."

„Also glaubst du ihr?"

„Nun... ich schätze schon. Aufgrund fehlender Beweise für das Gegenteil."

„Das ist aber nicht, was dich wirklich beschäftigt, oder?"

„Nein. Wenn es so ein großes Geheimnis ist, dass er es jahrelang vor uns verschweigt, wieso erzählt er es dann ihr?"

Justin verzog den Mund. „Ich finde es recht unwahrscheinlich, dass er es ihr erzählt und dir nicht."

„Du meinst, sie hat es erfunden?"

„Das hab ich nicht gesagt. Ich denke bloß..." Er räusperte sich unbehaglich. „Ich denke Cho hat bestimmte Ziele im Sinn, die unseren Harry beinhalten, und ich denke, es würde ihren Zwecken dienen, wenn du denkst, dass er ihr vertraut", beendete er den Satz, wobei er seine Worte mit so diplomatisch wie möglich aussuchte.

Sie runzelte die Stirn. „Das klingt so... skrupellos. Ich kann nicht glauben, dass sie so hinterhältig ist."

„Sicher kannst du. Du kennst sie... wie lange? Zwölf Jahre? Cho hat viele wundervolle Charakterzüge und viele empfehlenswerte Qualitäten, aber der Sinn für Fairness innerhalb persönlicher Beziehungen gehört bestimmt nicht dazu. Weißt du noch, als sie ein Auge auf diesen Hufflepuff Vertrauensschüler geworfen hatte... wie zum Teufel war noch mal sein Name?"

Hermione lächelte. „Kirby Storping-Goyter.

„Genau, das war der Kerl. Nun, er war gerade mit Syren Sagyramius zusammen gekommen und es schien so, als würde Cho unter ferner liefen landen."

„Sie hat einen Blamage-Trank in Syrens Zahnpuder getan", erinnerte sich Hermione und lächelte. Die arme Syren war tagelang nicht in der Lage, über etwas anderes als Maurertechniken und die Geschichte der Kesselmetallurgie zu reden. Am Ende schien es so, als würde sie der Gefahr unterlaufen, sich selbst zu Tode zu langweilen."

„Und nachdem das wahrscheinlich das längste Date in seinem Leben war, gab Kirby Syren den Laufpass und Cho hatte freie Bahn. Ich könnte endlos fortfahren."

„Das ist nicht dasselbe."

„Ich behaupte nicht, dass es das ist. Ich schließe nur einfach nicht aus, dass sie es erfunden hat. Selbst wenn das, was sie sagt, der Wahrheit entspricht, könnte sie es auf tausend andere Wege herausgefunden haben, ohne mit ihm gesprochen zu haben. Harry hütet sein Geheimnis wie seinen Augapfel. Wenn er wollen würde, dass es irgendjemand weiß, dann hätte er es dir erzählt. Du bist seine beste Freundin, Hermione... lass dir von niemandem, besonders nicht von Cho, das Gegenteil beweisen.

Während zwei seiner Mitbewohner sich beim Mittagessen einige Kilometer entfernt über seine Karriere unterhielten, saß Harry Potter in seinem Büro und las eine Schriftrolle von einem Elfen, der für ihn in der Überwachung arbeitete. Sein Mund verzog sich, als er weiter las... es schien, als würde er in letzter Zeit nichts als schlechte Nachrichten bekommen. Ein Gesicht erschien in der offenen Tür. „Hast du die Nachricht von Sabian bekommen?"

Harry sah über den oberen Rand seiner Brille zu dem Besucher auf. „Welche Nachricht?"

Remus Lupin spazierte hinein und sah die Unterlagen auf Harrys Schreibtisch durch, bis er eine kleine, eng gerollte Schriftrolle fand. „Diese Nachricht. Lies sie."

Harry rollte sie auf und las sie mit einem Stirnrunzeln. Er sah mit weit aufgerissenen Augen zu Remus auf. „Ist das wahr? Das kann nicht wahr sein."

„Es ist wahr."

Harry warf seine Brille auf den Schreibtisch und rieb sich seinen Nasenrücken, als ob er beginnende Kopfschmerzen hatte... was auch der Fall war. „Ich dachte, die Spalte sei unter Kontrolle."

„Das dachten wir alle, Harry."

„Tja, darüber kann ich mir jetzt keine Gedanken machen. Falls es schlimmer wird, schicke ich ein Team hin." Er sah Lupin an, der ein Grinsen zurückzuhalten schien. „Was? Du siehst aus wie jemand, der ein Geheimnis hat."

„Oh, ich genieße nur den Augenblick."

Harry seufzte, völlig verwirrt. „Ich verstehe nicht."

„Rate mal, was ich hinter meinem Rücken habe."

„Hm... ist es größer als ein Brotkasten? Ist es bekannt für seine Arbeit im Theater?"

„Nein und nein."

„Wird es mich dazu bringen, dass ich dich töten will?"

„Wahrscheinlich." Er zog eine Zeitschrift heraus, hielt sie hoch und fing an zu grinsen. Harry sah, dass es die „Hexenwoche" war... und seine Augen weiteten sich vor Schreck, als er sah, dass sein eigenes Gesicht das Cover zierte.

„Nein", sagte er dumpf. „Bitte sag mir, dass das ein Scherz ist." Der Foto-Harry schaute verstohlen herum, als ob er auf eine Fluchtmöglichkeit hoffte.

„Das sind die Ergebnisse des ‚Wer hat das charmanteste Lächeln?'- Wettbewerbs! Du darfst dreimal raten, wer gewonnen hat und die ersten zwei Male zählen nicht."

Harry sprang auf und schnappte sich die Zeitschrift aus Lupins Händen, wobei er bis zu den Haarswurzeln errötete, als ihm klar wurde, dass Lupin nicht scherzte. „Ich glaube das nicht", murmelte er.

„Lockhart wird stinksauer sein", sagte Lupin und sein Grinsen wurde noch breiter. „Du hast seine Glücksträhne unterbrochen."

„Das werde ich mir jetzt ständig anhören müssen", sagte Harry, warf die Zeitschrift auf seinen Schreibtisch und rieb sich die Augen. „Meine Mitbewohner werden ihren großen Tag haben."

„Ich bin nur überrascht, dass es so lange gedauert hat", sagte Lupin. „Flotter weltberühmter Held, der du bist..."

„Gefällt dir dein Job, Remus?", fuhr Harry ihn an, aber seine Augen lächelten. Lupin hob flehend seine Hände.

„Okay, okay... brauchst nicht den Chef raushängen zu lassen. Ich meine doch nur..." Er wurde unterbrochen von Hedwig, die eilig an seinem Kopf vorbeisauste, auf Harrys Schulter landete und die Nachricht, die sie trug, in seine Hand schob. Harry nahm sie, und ihm war nicht mehr zum Scherzen zumute... er merkte an Hedwigs Verhalten, dass die Nachricht wichtig sein musste. Er las sie, und dabei verschwand alle Farbe aus seinem Gesicht.

„Was?", fragte Lupin und ging näher heran.

„Es ist Leland. Sie haben ihn gefunden."

Lupin fiel vor Schreck die Kinnlade herunter. „Geht es ihm gut? Was..."

Harry unterbrach ihn mit einem Kopfschütteln. „Da steht nur, dass sie ihn drüben in der Quarantänestation haben." Das war kein gutes Zeichen. Die Quarantänestation war der Ort, wo man aufgenommen wurde, wenn man das Pech hatte, Opfer eines Zauberangriffes zu werden, der nicht umgekehrt werden konnte. Es war ein entsetzlicher Ort. Zauberer, die sich immer wieder ihre eigenen Augen auskratzten, nur damit man sie ihnen wieder nachwachsen ließ. Hexen, die nicht anderes tun konnten, als in einer Ecke zu sitzen und zu schreien, bis ihre Stimmbänder zerrissen. Traurige, erschreckende menschliche Wracks, deren Abwehr gegen dunkle Magie nicht groß genug gewesen war gegen die Angriffe, die sie erlitten hatten, und die jetzt nichts tun konnten außer zu warten und zu hoffen, dass die Zauberforscher dort einen neuen Spruch oder Trank finden konnten, um ihnen zu helfen. Der Gedanke, dass Leland an diesem Ort war, war gelinde gesagt ernüchternd... vor allem für Harry und Lupin, die genau wussten, dass es gut und gerne irgendwann einer von ihnen sein könnte. Alles, was dafür geschehen musste, war, einen dunklen Zauberer zu treffen, der nur ein wenig zu schlau war, während man einen schlechten Tag hatte, und man würde den Rest seines Lebens in einem Raum auf der Quarantänestation verbringen, überzeugt davon, dass einen Käfer von innen her auffraßen.

Lupins knirschte mit den Zähnen. „Gehen wir." Harry nickte grimmig und warf die Nachricht auf seinen Schreibtisch. Er nahm Lupins Arm und seine Augen verengten sich vor Konzentration, bis er das vertraute Kribbeln spürte und der Raum begann, sich aufzulösen; sie verschwanden aus Harrys Büro und tauchten in einem weißen, sterilen Gang wieder auf. Lupin trat zitternd zur Seite. Als ein metamorphes Wesen, dessen physische Struktur unstabil war, hatte er große Schwierigkeiten beim Apparieren; genau genommen konnte er es überhaupt nicht alleine, deshalb hatte Harry ihm helfen müssen.

Eine streng aussehende Hexe mit einem extrem kurzen, platinblonden Haarschnitt wartete auf sie.

„Guten Tag, Chef", sagte sie zu Harry und ihre Augen wandten sich kurz zu Lupin.

„Ich bin sofort gekommen, als ich deine Eule bekommen habe. Wie geht es ihm?"

„Nicht so gut." Sie warf Lupin noch einen eindeutigeren Blick zu.

„Oh, tut mir Leid", sagte Harry und besann sich auf seine Manieren. „Das ist Remus Lupin, einer meiner Agenten. Remus, das ist Elektra Stillwagon, sie ist Leiterin der Einrichtung." Die beiden schüttelten die Hände. „Er arbeitete mit Leland, als er verschwand."

Elektra begann, sie den Gang herunterzuführen. „Er ist dort unten. Wir mussten einen Beruhigungs-Zauber ausführen, wir hatten Angst, er würde sich selbst verletzen."

Harry schüttelte den Kopf und presste seine Lippen zu einer dünnen Linie zusammen. „Wo wurde er gefunden?"

„Eine amerikanische Hexe, die ein Forschungsjahr in Kanada machte, erhielt eine anonyme Eule, sie folgte den Anweisungen, die sie bekam, und fand ihn mitten im Wald an einen großen Felsen gebunden."

Harry blieb in der Mitte des Ganges stehen. „Was?"

„Ich weiß", sagte Elektra, die sich der Seltsamkeit der ganzen Situation bewusst war. Sie gingen weiter.

„Er wurde das letzte Mal im Nepal gesehen", sagte Lupin frustriert und fuhr mit einer Hand durch sein zerzaustes Haar. „Wie um alles in der Welt ist er denn nach Kanada gekommen?" Sie kamen zur einer massiven weißen Tür, die im oberen Teil ein kleines Fenster hatte.

Elektra erhob eine Hand. „Ich muss euch jetzt warnen. Er ist fast nicht wiederzuerkennen. Sein Verstand ist zum größten Teil... na ja, wo auch immer er gewesen ist und was auch immer er durchgemacht hat, es hat ihn fast zerstört. Er weiß vielleicht nicht, wer ihr seid. Macht euch darauf gefasst." Harry und Lupin tauschten einen besorgten Blick aus, als sie die Tür öffnete.

Sie traten in den kleinen Raum, der mit ein paar gemütlichen Stühlen und Kissen möbliert war. Auf der Seite zusammengerollt in der Ecke lag Leland Stormare, ein Geheimdienst-Zauberer wie Harry und Lupin... aber Leland war zwei Monate vermisst gewesen. Er war gegangen, um einen Zeugen noch einmal zu befragen, in einem Fall, an dem er und Lupin arbeiteten, und war nie wieder zurückgekommen. Trotz ausführlicher Suchaktionen und Dutzenden von Heimkehr-Sprüchen war ihnen sein Aufenthaltsort verborgen geblieben... und jetzt war er hier, auf mysteriöse Weise zurückgekehrt.

Harry näherte sich ihm langsam und bückte sich nieder auf seine Höhe. „Leland? Kannst du mich hören?" Es tat ihm im Herzen weh, ihn anzusehen. Leland war ein großer, strammer und robuster Zauberer mit einer rötlichen Gesichtsfarbe und drahtigem, rotbraunem Haar, der immer mit lauter, selbstsicherer Stimme sprach und ein Lachen hatte wie der Klang von riesigen Glocken. Er schien immer jeden Raum auszufüllen, den er betrat... aber dieser fröhliche Zauberer hatte wenig Ähnlichkeit mit dem zitternden Haufen auf dem Boden vor ihm. Sein muskulöser Körper war zu einem zerbrechlichen, knochigen Bündel verkümmert, sein Haar war dünn, stellenweise ausgefallen und mit grauen Strähnen durchzogen. Als er Harrys Stimme hörte, wandte Leland ihm langsam seinen Kopf zu... Harry konnte sich gerade noch beherrschen, nicht zurückzuschrecken. Lelands hellblaue Augen waren ein lebloses Grau und schienen durch ihn hindurch irgendeine höllenartige Landschaft anzuschauen, die nur er sehen konnte.

„Harry?", krächzte er. Seine Augen sahen in Harrys Gesicht und eine Hand hob sich zitternd und packte Harry am Oberarm.

„Ich bin's, Leland. Remus ist auch hier, siehst du? Weißt du, wo du bist?"

„Sorry, Harry. Sorry", schluchzte Leland.

„Schh, du musst dich nicht entschuldigen. Wir sind nur froh, dass du wieder da bist... erinnerst du dich an das, was passiert ist?"

„Ich habe... ich habe einen Wald voll Dornen gesehen... der Fluss war rot vor Blut..."

Harry und Lupin tauschten noch einen besorgten Blick. „Ettamedab... sorry, sorry..."

„Er wiederholt das immer wieder", flüsterte Elektra. „Er sagt immer wieder, dass es ihm Leid tut und ‚ettamedab'. Weißt du, was das heißen soll?"

Harry schüttelte seinen Kopf. „Nein, weiß ich nicht." Leland packte Harrys anderen Arm und zog sich hoch, bis er kniete, und fixierte Harry mit einem durchdringendem, gequältem Blick, als ob er seine ganze Konzentration aufbieten müsste.

„Sorry", sagte er nachdrücklich. Harry nickte, um ihn zu ermutigen. Leland begann von Kopf bis Fuß zu zittern. „Es ist immer Winter... ettamedab", brachte er heraus. Plötzlich verdrehten sich seine Augen, so dass nur noch das Weiße zu sehen war und er fiel vornüber in Harrys Arme. Elektra flitzte mit erhobenem Zauberstab nach vorne und zog Leland auf den weich gepolsterten Boden. Harry wich zurück, er fühlte noch die geisterhaften Abdrücke von Lelands knochigen Fingern auf seinem Arm. Lupin hatte sich umgedreht, er konnte nicht zusehen.

„Großer Gott, Harry", sagte er mit heiserer Stimme. „Was hat man ihm angetan? Und wer hat es getan?"

Harry stand daneben, als Elektra Leland mit einem Zauberspruch beruhigte. „Ich weiß es nicht, aber irgendetwas sagt mir, dass wir es noch früh genug herausfinden werden."

Als Hermione an diesem Abend nach Hause kam, war Cho bereits gegangen. Die nächsten vier Wochen würde sie mit den Minotauren unterwegs sein, und Hermione musste sich eingestehen, dass es ihr nicht Leid tat.

Laura schnitt in der Küche Gemüse, als sie eintrat. „George ist heute Nacht in Kent einkaufen", sagte sie ohne Einleitung. „Also habe ich mir gedacht, ich koche was Schönes für dich, mich und Justin."

Hermione blickte auf die überkochenden Töpfe hinter ihr und versuchte den Geruch von Angebranntem zu ignorieren. „Können wir nicht einfach eine Pizza bestellen oder so?"

Laura richtete ihr Messer auf Hermione. „ Ich beherrsche die wesentlichen Kochgrundlagen sehr wohl, vielen herzlichen Dank."

„Grundlagen heißt was? Kochendes Wasser?"

Bevor Laura etwas erwidern konnte, explodierte auf dem Herd ein geschlossener Topf und ergab eine Flutwelle von etwas, das wie Tomatensauce aussah. Der Topfdeckel flog wie eine kleine metallene Frisbee durch den Raum. Laura und Hermione sprangen beide auf und duckten sich dann, um nicht enthauptet zu werden. Langsam erhoben sie sich und betrachteten die farbenprächtigen Spritzer roter Sauce auf den Wänden und dem Boden. Nüchtern nahm Laura ihre Schürze ab und legte sie auf die Ablage. „Dann also Pizza", sagte sie und machte die Herdplatten mit entschiedenen Handbewegungen aus, so als wäre dieses Ende ihres Ausflugs in die Küche ganz und gar beabsichtigt gewesen.

Sie trat in die Diele zu der Nische, in der Faust lebte. Als sie einzogen waren, hatte nur Harry eine eigene Eule besessen, also hatten sie beschlossen, sich eine Hauseule anzuschaffen... obwohl er im Moment nicht da war. Hermione und Laura sahen sich an und zuckten mit den Schultern. „Er muss mit der Post draußen sein", sagte Laura.

Wie aufs Stichwort öffnete sich die Eulentür im Querbalken über dem Haupteingang und Faust flog herein. Er trug einen Schnabel voll Briefe, die er in den Postkorb fallen ließ. Dann ließ er sich auf seiner Stange sitzen und ließ einen glückliches Laut vernehmen. Hermione gab ihm etwas Wasser und die Notiz für die Pizzeria. „Wenn du willst, kannst du dich ein paar Minuten ausruhen und Atem holen", sagte sie ihm. Faust schien zu seufzen und seine Federn auszuschütteln, dann hob er wieder ab. Laura ging die Post durch.

„Einer für dich", sagte sie und gab Hermione einen dicken, cremefarbenen Umschlag mit dem Hogwartssiegel auf der Lasche. Sie erkannte Minervas Handschrift sofort wieder. „Mist, kein Brief von meinem Süßen", sagte Laura. „Nun denn… ich sollte besser diese Marinarasauce wegwischen bevor sie antrocknet." Sie ging zurück in die Küche und Hermione ließ sich auf den Fensterplatz sinken, um ihren Brief zu lesen.

Liebe Hermione,

du brauchst dir über die Herkunft dieses Mogrifikations-Zaubers keine Gedanken mehr zu machen, ich habe die Hinweise gefunden, die ich brauchte. Aber ich weiß deine Bemühungen in dieser Sache zu schätzen.

Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb ich dir schreibe. Da gibt es etwas, worüber ich seit mehreren Wochen nachdenke und mir nicht sicher war, ob ich mit dir darüber reden soll, aber ich habe beschlossen, dass ich es nicht länger für mich behalten kann. Die Sache ist die, dass ich mir Sorgen um Harry mache. Ich weiß nicht, wie viel er dir über sein Leben oder das, was er tut, erzählt... Ich selbst bin in der Tat nicht sicher, was sein Beruf ist. Meine Sorge wird auch nicht gerade durch die Berichte gelindert, die mir zu Ohren kommen."

Hermione runzelte die Stirn und las weiter.

Fakt ist, dass ich Neuigkeiten von alarmierender Art betreffend seiner Aktivitäten gehört habe. Zum Beispiel kam erst letzte Woche ein Freund von mir, ein Hogwarts Klassenkamerad, zu mir und erzählte, dass er in Hong Kong auf Harry gestoßen wäre, in einem sehr gefährlichen Teil der Stadt, der von dunklen Zauberern und dunkler Magie beherrscht wird. Mein Freund arbeitet im „Department of Defense", dem Verteidigungsamt, und war dort wegen eines Einsatzes, aber er sagte, Harry wäre der Frage des Grundes seines Aufenthaltes in diesem Teil der Stadt ausgewichen. Ein anderer Bericht, der mich erreichte, war, dass Harry vor ein paar Monaten mit zwei bekannten dunklen Zauberern irgendwo in New York gesehen wurde. Hermione, ich könnte mehrere Seiten mit ähnlichen Berichten füllen. Ich möchte ebenfalls anmerken, dass alle, die ihn unter solchen Umständen gesehen haben, bemerkt haben, dass seine Narbe nicht sichtbar war. Du und ich wissen, dass Harry mächtig genug ist, seine eigene Erscheinung zu ändern und sich zu tarnen, wenn er möchte... Die Tatsache, dass er es tut, um mit dunklen Kräften zu verkehren ist beunruhigend, gelinde gesagt.

Ich will nicht andeuten, dass Harry zu den dunklen Künsten übergewechselt hat oder auch nur die Absicht hat es zu tun... dennoch soll es Leute geben, die von seiner Integrität nicht so überzeugt sind wie du und ich. Was mir Sorge macht, ist, dass er einen Kampf kämpft, der schon seit Jahren vorbei ist, und sich dabei gegen jeden richtet, der die dunklen Künste praktiziert. Die Geschichtsbücher sind voll von solchen, deren Streben nach Rache ihr Leben verzehrt, selbst wenn derjenige, der ihnen Unrecht getan hatte, zerstört wurde. Es wäre nicht das erste Mal. Voldemort mag fort sein, aber ich befürchte, dass Harry diesen Kampf auf eigene Faust weiterführt.

Ich brauche dir weder zu erzählen, was er der magischen Gemeinschaft bedeutet, noch muss ich dir vormalen, was es für uns heißen würde, sollten wir ihn jetzt verlieren. In dieser Welt bist du ihm die nächste Person, Hermione. Wenn jemand etwas Licht in diese Angelegenheit bringen kann, dann bist du das... und wenn ihn jemand von irgendwelchen gefährlichen Aktionen abbringen kann, dann du. Ich verlange weder von dir, dass du irgendwelche Geheimnisse, die er mit dir geteilt hat, ausplauderst, noch verlange ich einen Bericht darüber, wann er kommt und wann er geht. Ich wollte dich einfach nur davor warnen, was ich gehört habe. Du weißt so gut wie ich, wie schnell sich in der Zauberwelt Gerüchte verbreiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand wirklich glaubt, dass er zur dunklen Seite gewechselt hat, aber bei solch verwirrenden Berichten, die umherschwirren, weiß man ni,e was passieren könnte. Er ist immer noch ein Held, sogar eine Legende, aber das bedeutet nur, dass die Leute seinen Taten mehr Aufmerksamkeit schenken, als wenn er ein anderer Zauberer wäre.

Ich weiß, dass Harrys ein einsames Leben führt. Ich bin dankbar, dass er wenigstens noch dich hat. Ich freue mich darauf, dich nächste Woche auf der Konferenz zu sehen.

Liebe Grüße, Minerva

Hermione steckte den Brief zurück in seinen Umschlag und dachte nach. Sie teilte Minervas Sorge nicht... wenn Harry wirklich ein Spion war (und mit jeder Minute wurde sie sich dessen sicherer) waren seine Verbindungen mit dunklen Kräften leicht zu erklären. Es war schließlich sein Job, und es erklärte ebenfalls, wieso er sich tarnte. Was besorgniserregend war aber die Tatsache, dass seine Aktivitäten nicht so geheim zu sein schienen, wie er zu denken schien. Wenn er keine entsprechenden Maßnahmen ergriff, könnte er die Konsequenzen zu spüren bekommen.

Laura kam aus der Küche zurück und trocknete ihre Hände mit einem Geschirrtuch. „Ich bin am Verhungern, ich hoffe, die Pizza braucht nicht so lange." Sie hielt inne und sah prüfend in Hermiones Gesicht. „Was ist los?"

„Nichts. Nur..." Sie verstummte, unsicher, wie sie fortfahren sollte.

„Nur was?"

„Nur noch mehr Dramen von der Potter-Variante."

„Ah. Von denen gibt's immer genug, oder?", sagte Laura und ließ sich auf den Fenstersitz neben ihr plumpsen. „Ich verstehe ihn einfach nicht."

„Was gibt es denn da zu verstehen?"

„Er ist so mysteriös."

Hermione blinzelte. „Mysteriös? Na ja, wenn du meinst."

„Ja, das meine ich... aber vermutlich ist er für dich nach fünfzehn Jahren nicht mehr so ein Mysterium."

„Er ist zurückhaltender als früher, obwohl er immer ein wenig schüchtern war. Ron hat damals die meiste Zeit geredet." Sie drehte sich zum Fenster und schaute hinaus, als der alte Kummer auf ihrer Haut kribbelte. „Ich wünschte, du hättest ihn kennen gelernt", sagte sie leise. Laura lehnte sich sehr interessiert nach vorne... weder Hermione noch Harry, noch irgendwer sonst im Haus sprach viel über den berüchtigten Ron. „Du erinnerst mich in vielerlei Hinsicht an ihn."

„Wirklich?"

Hermione nickte lächelnd. „Wir hatten so viel gemeinsam, und waren doch so unterschiedlich. Ich war ernst und wissbegierig, Harry war konzentriert und mutig, und Ron war kontaktfreudig und sarkastisch." Sie verstummte, da sie merkte, dass sie tatsächlich kurz davor war, von Ron zu sprechen... das war etwas, das sie vermied, obwohl es manchmal in ihr anwuchs, bis sie nicht mehr wusste, ob sie die Worte noch zurückhalten konnte. Laura schien das zu spüren.

„Erzähl mir von ihm. Es ist in Ordnung."

Hermione seufzte, zog ihre Beine hoch und drückte ihre Knie an ihre Brust. „Ron und Harry haben sich auf der Zugfahrt nach Hogwarts in unserem ersten Jahr getroffen... und das war auch gut für Harry. Die Weasleys sind eine alte Zaubererfamilie und Ron war der sechste aus seiner Familie, der nach Hogwarts ging, also war er ein Experte. Der arme Harry hatte keine Ahnung, was los war."

„Er ist bei Muggeln aufgewachsen, richtig?"

„Genau. Seine Tante und sein Onkel. Beides schreckliche Menschen. Genau wie ich erfuhr er erst, dass er ein Zauberer war, als er den Brief aus Hogwarts bekam. Jedenfalls fand ich Ron, als ich ihn das erste Mal traf, absolut unausstehlich. Ich verbrachte einen großen Teil unseres ersten Jahres damit, die Dinge, in die er und Harry hineingerieten, zu kritisieren und geriet dabei selber mit hinein. Die Vorstellung, Regeln zu brechen, war unethisch für mich, aber ihnen lag es im Blut." Sie lächelte, in Erinnerungen versunken. „Viele Leute kannten Ron nur als Harrys Kumpel, aber ich glaube nicht, dass ihm das etwas ausgemacht hat. Er war es gewohnt, nach seinen Brüdern die zweite Geige zu spielen und hätte sich nicht wohl dabei gefühlt, selbst Anführer zu sein... um nicht die schlichte Tatsache zu erwähnen, dass er zu Harry aufschaute, wir alle taten es."

„Aber du warst mit Ron zusammen, nicht mit Harry."

„Ich hätte nicht mal mit Harry zusammen kommen können, wenn ich gewollt hätte, er war schon am Ende unseres vierten Jahres mit Cho zusammen. Ron und ich verbrachten immer mehr Zeit zusammen, während er mit ihr weg war, und wahrscheinlich kam dann eins zum anderen." Sie wandte ihr Gesicht ab und wischte sich die Augen. „Nachdem er gestorben war, kamen sich Harry und ich in mancher Hinsicht näher, in anderer Hinsicht entfernten wir uns voneinander. Wir blieben zusammen, weil wir nicht anders konnten, aber wir stießen uns auch fort, denn im Hinterkopf wussten wir, dass einer von uns der Nächste sein könnte... und ich wusste, dass ich nicht noch mal diesen Kummer durchstehen könnte. Nachdem wir unseren Abschluss hatten und die ganze Sache mit Voldemort vorbei war, wurde es besser. Das Schreckgespenst des Todes wurde etwas blasser, und von Hogwarts wegzukommen half auch dabei. Wir lieben diesen Ort, aber es war hart, dort zu sein, wenn hinter jeder Ecke noch eine Erinnerung an Ron war."

„Hast du ihn geliebt?", fragte Laura, die von dem seltenen Einblick in Hermiones Herz fasziniert war.

Die Pause zog sich immer länger hin, als Hermione aus dem Fenster starrte, ohne zu blinzeln. „Ich weiß es nicht", sagte sie schließlich. „Das habe ich nie wirklich herausgefunden."

Harry und Lupin apparierten zurück ins Büro. Sie redeten nicht viel miteinander. Leland so am Boden zu sehen hatte nichts zu ihrem Optimismus beigetragen und es hatte einen Mantel des Trübsinns um ihre Gemüter gehüllt. Besser wurde es auch nicht, als sie, sobald sie im Foyer des unterirdischen Hauptquartiers der „Intelligence Division", der Geheimdienst-Abteilung , erschienen, auf Argo Pfaffenroth trafen, der auf sie wartete. Argo war Harrys Chef; sie war Leiterin der Aufklärungs-Abteilung, bloß dem Kanzler des Bundes der Internationalen Zauberei untergeordnet... und ihre Anwesenheit war kein gutes Zeichen. Sie hatte normalerweise nicht viel Kontakt zu den alltäglichen Aktivitäten in ihrem Bereich, und wenn sie Interesse daran zeigte, was du tust, dann war das definitiv ein Zeichen dafür, dass du gut aufpassen solltest.

„Quarantänestation?", fragte sie. Pfaffenroth war kein Typ für faule Scherze.

„Ja. Wir haben ihn gesehen." Weitere Kommentare waren unnötig. Harry wusste, dass Elektra Pfaffenroth einen vollständigen Bericht gegeben hatte. Sie gingen den Korridor hinab zu Harrys Büro. „Kann ich irgendwie behilflich sein?" sagte Harry und achtete darauf einen Plauderton beizubehalten.

„Jetzt da du es erwähnst, ja. Ich will wissen, ob und inwiefern Leland Stormares Verschwinden und kürzliches Auftauchen in das Muster passt." Mit ihrem schneidenden amerikanischen Akzent hörten sich die direkten Fragen noch schroffer an.

Harry blieb wie angewurzelt stehen und seine Augenbrauen hoben sich alarmiert. „Argo! Das ist streng geheim!", rief er aus und sah Lupin an. Pfaffenroth schien nicht beunruhigt zu sein. Lupin sah aus, als würde er sich entschuldigen wollen, interessierte sich aber zu sehr dafür was vor sich ging, als dass er es verstecken konnte.

„Beantworte bitte meine Frage."

Er seufzte. „Ich bin mir nicht sicher."

„Versuch nicht mich an der Nase herumzuführen, Chef. Du bist dir sicher, du willst es nur nicht aussprechen."

„Du hast Gedankenlesen in dein Repertoire aufgenommen, hab ich Recht?"

„Zum Henker noch mal, passt es?"

Harry zögerte. „Ja."

Argo nickte. „Wie ich vermutet hatte."

„Wie wir alle befürchtet hatten."

„Irgendwelche Fortschritte an möglichen Interpretationen?"

„Nicht seit ich das letzte Mal da war. Die denken an nichts anderes, unten in der Forschung."

„In diesem Fall haben wir keine andere Wahl als zu..." Sie wäre fortgefahren, aber Harry hörte nicht mehr zu. So plötzlich wie der Lichtstrahl eines klaren, blauen Himmels schoss weißer, heißer Schmerz durch seine Stirn. Er warf beide Hände über seine Narbe und krümmte sich, schreiend vor Todesqualen.

„Harry!" sagte Lupin und beugte sich über ihn. Argo tat es ihm gleich.

„Lauf in die Krankenstation und hol Hilfe!", bellte sie einen vorbeikommenden Zauberer an, der davon hastete so schnell ihn seine Beine trugen.

Harrys Beine knickten ein und er sank auf die Knie, seine Hände immer noch auf seiner Narbe. Seine Kiefer waren fest über dem Schrei geschlossen, aber immer noch entwichen seiner Kehle Laute des Schmerzes. Er sah auf in Lupins geschocktes Gesicht... dann verdrehte er die Augen und brach auf dem Boden zu einem knochenlosen Haufen zusammen.