Gleich und Gleich

Lucifer stellte sich direkt vor das Piano. Gut auf seine Wirkung bedacht in voller Erwartung darauf, dass die junge Frau auf Ihn anspringen würde. Diese spielte jedoch unbeirrt weiter. Als der letzte Ton verklang schaute sie auf und fokussierte Lucifer und Chloe. „Sie stören." Sagte sie nur im scharfen Ton und setzte erneut an zu spielen. Die neuere Version von Sinnerman wurde von Chloe unsanft unterbrochen welche in die Tasten griff und ihre Marke hoch hielt. „ Detektive Chloe Decker und Lucifer Morningstar. Wir kommen vom LAPD und untersuchen den Mord an James Oldrin. Sie sind Deidara Black?" die junge Frau schaute von Lucifer langsam zu Chloe welche immer noch vorgebeugt ihre Finger auf den Tasten hielt. „ Ja die bin ich. Wie kann ich Ihnen zu Diensten sein, Detektive?" sagte sie mit missbilligendem Blick auf die Finger von Chloe. „Sie haben mir James zusammen gearbeitet? Wann hat er gestern den Club verlassen?" fragte Chloe kühl. Deidaras kühle Fassade ließ kurz einen Anflug von Traurigkeit durchblicken. „Ja ich arbeitete mit Ihm. Gestern ging es Ihm nicht so gut. Er war sehr aufgewühlt und durcheinander so kam es mir vor." Sie stoppte kurz und erhob sich. Mit nackten Füßen stieg sie vom Podest und ging zur Bar. „ Kann ich Ihnen etwas anbieten?" fragte der Barkeeper. Während Drinks ausgeteilt wurden sprach sie weiter. „ James ging früher gestern. Gegen 11 Uhr glaube ich. Ich beendete meine Schicht alleine." Sagte sie und trank an Ihrem Glas. „Hatten sie ein gutes Verhältnis?" fragte Chloe und stellte ihren Drink nach kurzem Geruchstest weg. „Ja ich würde sagen das hatten wir. Er war Zielstrebig, begabt und sehr nett. Er hatte nur sein Problem." Sie blicke sich kurz um." Seine Mutter.".

„Ach Mütter, wenn die einmal los sind.. da bricht die Hölle los, was?" sagte Lucifer verstohlen. „Wenn er so begabt war, hatten sie dann keine Angst, dass er Ihren Status im Club streitig macht?" fragte er Deidara neugierig.

„Wie meinen sie das? Meinen Status?" gab sie Kühl zurück und trat etwas näher zu Ihm. Sie war nur ein kleines Stück kleiner als Lucifer und so verfingen sich zwei schwarze Augenpaare tief ineinander. „Mr. Droll deutete an, dass niemand mit Ihnen Arbeiten will. Sie seien zu perfektionistisch … Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Komplizierte Mitarbeiter nicht gerne gesehen sind. Sie müssen wohl sehr gut sein in dem was sie machen. Was ist wenn James sie übertraf? Ihnen ihren Rang der Perfektionistin ablief?" fragte er mit sanfter Stimme. Deidara und Lucifer standen nun unmittelbar nebeneinander.

„Wissen Sie Mr. Morningstar.." begann Deidara und ihr Blick wanderte von unten an ihn herauf. „ Ihr Ansatz ist interessant. Jedoch etwas stümperhaft zu offensichtlich. Wieso sollte ich eifersüchtig auf einen Jungen sein, dem ich meine Finanzielle Unterstützung zukommen ließ um Ihm zu ermöglichen eine Musikschule zu besuchen? Die Papiere kann ich Ihnen selbstverständlich zu kommen lassen. Er wohnte Übergangsweise bei mir."

„Das wäre sehr nett ." sagte Chloe und betrachtete das Schauspiel zwischen Deidara und Lucifer. Beide starrten einander an. Lucifer schien zum ersten Mal im Beisein einer Frau nicht durch Begierde sondern durch Verwirrung geleitet.

„Achja Mrs. Black? Menschen sind eigentümliche eigennützige Wesen. Zuerst helfen sie einander und dann fallen sie sich in den Rücken. Sie wären nicht die erste meine Liebe. Sagen Sie mir Mrs. Black, was gibt es was sie mehr begehren als alles andere auf dieser Welt?" fragte er eindringlich und fokussierte Deidara. Ihre Gesichter kamen einander immer näher. Chloe schaute wie gebannt zu. Sie wusste nicht wie er es machte aber Lucifers Charme brachte immer nützliche Informationen zu Tage. „Wissen Sie, Mr. Monrningstar…ich begehre etwas.. sogar sehr…ich glaube da könnten sie mir sehr gut bei helfen…" säuselte Deidara und legte ihre Hände auf die Schultern Lucifers. „Ach ja… und das wäre?" sagte Lucifer lächelnd. „ Steigend sie endlich von meinem Fuß und bitte lassen sie dieses unwiderstehlich Getue. Da wird einem ja schlecht." Sagte sie Trocken und schob Lucifer zur Seite. „Sagen Sie sind sie zwei irgendwie verwand?" fragte Lucifer sichtlich verwirrt über seinen fehlgeschlagenen Charme und Blickte zwischen den zwei Frauen hin und her. „Ist der immer so?" fragte Deidara an Chloe gewandt. „Die meiste Zeit. Entschuldigen Sie" sie schüttelte den Kopf sichtlich Schadenfroh. „Das tut mir leid für sie…" begann Deidara zwinkerte dem Barkeeper zu und formte die Worte bis später. Im Vorbeigehen war Lucifer ihr ungläubige Blicke nach „Detektive Decker, gerne können sie sich in James Zimmer bei mir umsehen. Ich habe noch etwa zu tun, aber meine Schicht ist heute gegen 12 beendet. Dann habe ich Zeit für Sie. Aber ich gebe Ihnen einen Tipp. Schauen sie sich bei seiner Mutter um. Sie spielte regelmäßig verrückt wenn er hier her kam.". Barfüßig verließ Deidara den Club durch die Tür in den Backstage Bereich.