Kapitel 1 – Der Traum

#Traum Anfang#

Harry stand einem Jungen ungefähr in seinem Alter gegenüber. Er war um die 1,90 m groß, hatte schulterlange, schwarze Haare mit roten Stränchen. Er war recht gut gebaut, war ziemlich blass und hatte genau die passende Menge Muskeln. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Er sah sehr gut aus.

Harry fand ihn trotzdem unheimlich, er erinnerte schwach an Voldemort. Der hatte ja auch, genau wie der Junge blutrote Augen. Andererseits, er kam ihm auch seltsam bekannt vor. Als würde er ihn schon sein Leben lang kennen. Zudem kam ihm dass alles ziemlich real vor, obwohl er sich eigentlich sicher war nur zu träumen.

Der Junge grinste ihn an, dabei fiel Harrys Blick sofort auf die spitzen Zähne seines Gegenübers. Harry wich leicht zurück und schon verschwand das Grinsen. Dafür lächelte er nur noch etwas traurig und schon sah er gar nicht mehr so unheimlich aus. Nur die Tatsache, dass Harry wusste das er einem Vampir gegenüber stand, rief ihn zur Vorsicht.

Andererseits war er bis jetzt nicht angegriffen worden, also versuchte Harry zumindest ewas entspannt zu wirken, auch wenn dem nicht so war.

Der Junge sagte nach einigen Minuten stummen Betrachtens: "Hallo Harry. Du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Du musst wissen, ich könnte dir nicht mal etwas tun, selbst wenn ich es wollte."

"Wer bist du? Ist dass hier real? Es kommt mir nämlich so vor. Und was meinst du damit, du könntest mir nichts tun?" platzte Harry auch gleich los, nachdem er sich wider gefangen hatte. Er war halt von Natur aus neugierig, außerdem lagen seine Nerven schob fast blank. Der Druck den Voldemort auf ihn ausübte und die Albträume in der letzten Zeit taten ihr übriges.

Doch die Antwort schockte ihn dann doch.

"Gut das du gleich zum Punkt kommt. Kurz gesagt: Ich bin Du! Oder jedenfalls ein Teil von dir. Deswegen kann ich dir nichts tun. Ich würde mich ja selbst verletzen! Ich habe aber keinen Namen. Nach deiner Umwandlung sind wir dann für immer verbunden. Oh! Und zu deiner nächsten Frage, wir sind hier in deiner Seelenkammer. Also ist das alles hier auf eine gewisse Art wircklich real."

Jetzt war Harry erst recht verwirrt. Häh? Wie jetzt, Er ist Ich? Und er war in seiner Seelenkammer? Wow! Davon hatte er schon gelesen. Da erst fiel ihm etwas auf.

"Umwandlung?"

"Ja natürlich, wie dir schon aufgefallen sein dürfte bin ich ein Vampir. Aber keiner von der blutrünstigen, animalischen Sorte. Ich hab dich aufgesucht um mit dir darüber zu reden, was an sich nicht besonders oft vorkommt. Normalerweise wächst jedes Magische Wesen mit dem Wissen über seine innere Kreatur auf. Sie leben praktisch miteinander. Das ist bei uns nicht der Fall gewesen, aber dazu später. Du wirst dich an deinem 17. Geburtstag in einen geborenen Vampir umwandeln, denn das bist du schon immer gewesen. Unsere Eltern waren oder sind ja auch Vampire."

"Moment, mir hat nie jemand gesagt, dass die Potters Vampire waren." unterbrach Harry ihn.

Und schon kam der nächste Schock: "Oh, das weißt du ja gar nicht! Also noch etwas was ich dir erklären muss. Die Potters sind oder waren nicht unsere Eltern. Sie haben uns nur adoptiert. Wie genau wir zu ihnen gekommen sind weiß ich nicht, nur dass sie definitiv nicht unsere leiblichen Eltern sind. Leider kenn ich die Namen unserer richtigen Eltern nicht."

Harry fand es merkwürdig, aber er akzeptierte diese Tatsache ziemlich schnell. Wiederum als hätte er es schon immer gewusst. Nur was sollte er jetzt machen? Wenn er nicht das Kind von Lily Evans und James Potter war, dann war er auch nicht mit den Dursleys verwandt. Also war der Blutschutz nicht vorhanden. Das hieße widerum, dass Voldemort jederzeit hereinspazieren konnte. Er musste unbedingt aus dem Ligusterweg verschwinden und eine vorläufige, sichere Bleibe finden, bis er wusste was er jetzt machen soll.

"Hey Harry, noch jemand zuhause?"

"Was? Ja, ich war nur in Gedanken. Und was sollen wir jetzt machen?"

"Wie? Keine Erwiederung auf die Tatsache, dass du nicht mit deinen angeblichen Eltern verwandt bist? Also ich hätte jetzt einen Wutausbruch oder wenigstens einen kleinen Tränenausbruch erwartet. Aber nein der Herr. Der fragt ja nur wies jetzt weiter geht." sagte der Vampir sarkastisch.

"Es bringt mir doch nichts wenn ich jetzt ausraste. Ich hab grad größere Probleme als diese Elternfrage. Außerdem hab ich James und Lily nie wirklich kennen gelernt.

Ich überlege grad wo wir untertauchen sollen, denn ich hab keine Lust von Voldemort erwischt zu werden. Oder vom Phönixorden. Dumbledore würde warscheinlich sonst was mit mir machen, wenn er herausfindet, dass ich ein Vampir, also ein dunkles Wesen bin. Nee, nee. Das ist ne Sache die ich allein regeln muss."

"Und was ist mit deinen Freunden?", fragte der namenlose Junge nur.

"Meinst du Ron und Hermine? Die stehen doch voll und ganz hinter dem alten Wicht! Sie haben mir in letzter Zeit auch nicht viel geschrieben. Wenn doch, dann nur um mir zu sagen, dass ich auf mich aufpassen soll, da ich ja noch Voldemort vernichten muss. Die Zaubererwelt würde es ja nicht verkraften, sollte ich ohne diese Aufgabe erfüllt zu haben, aus ihrem Leben ausscheiden. So viel zum Thema Freunde."

Harry würde immer wütender. Sein Instinkt sagte ihm schon eine ganze Weile, dass die Beiden keine echten Freunde waren. Genau so wie Dumbledore nicht wirklich um sein Wohlergehen besorgt war. Denn eins wusste Harry ganz genau, nämlich dass dieser nur zu seinem eigenen Vorteil handelte. Das war ihm im letzten Schuljahr und vor allem nach Sirius Tod und seinem Ausraster gegenüber dem Direktor klar geworden.

Er hatte angefangen, nach zu denken und dabei fiehlen ihm nach und nach viele Kleinigkeiten auf. Zum Beispiel die Tatsache, dass sein erster Hogwartsbiref an den Schrank unter der Treppe addressiert war. Er wusste also von seinem "Zimmer"! Oder das er als Minderjähriger am Trimagischen Tunier teilnehmen musste. Denn mal erlich! Was hätte der Kelch schon tun können, wenn er nicht mitmachen würde? "Die Auswahl ist verbindlich"! So ein Quatsch! Außerdem hatte er ihm die Sache mit der Prophezeiung verschwiegen. Auch wenn Harry an der Echtheit eben dieser zweifelte. Also wirklich! Die hatte eine Spinnerin - und das bestimmt nicht im nüchternen Zustand - prophezeit. Da konnte doch niemand mit gesundem Menschenverstand dran glauben.

"Hallo! Innerer Vampir an Harry! Wie wärs damit, wenn du mir endlich mal deine komplette Aufmerksamkeit schenken würdest? Ich hab nur diese Nacht Zeit dir alles beizubringen damit du überlebst." sagte ein leicht genervtes inneres Wesen, nachdem er sein Gegenüber wieder ins hier und jetzt gezogen hatte.

"Entschuldige!" gab Harry schnell kein bei. Er wollte seinen inneres Wesen nicht einfach ignorieren. Nur ließen die ganzen neuen Informationen seinen Kopf schwirren und er fand es schwierig sich zu konzentrieren.

Damit konnte der Vampir endlich anfangen, Harry alles zu lehren, was notwendig war um da draußen zu überleben und unerkannt zu bleiben. Er lehrte ihn sogar, wie er die Kontrollzaber auf seinem Zauberstab lösen konnte und brachte ihm Handmagie bei.

Harry gab seinem Vamir zwischen zeitlich den Namen Darrien, da es ihm zu blöd wurde immer "He Du" zu sagen. Darrien war damit auch einverstanden und glücklich etwas so wertvolles wie einen Namen zu haben.

Als Abschluss meinte Darrien dann: "Das war dann alles. Ich denke es ist am besten wenn du aus disem Haus hier verschwindest. Ich habe dir noch nichts darüber gesagt, weil ich deine komplette Aufmerksamkeit brauchte und keine Lust hatte einen Wutausbruch hervor zu rufen, aber du hattest bis gestern noch eine ziemlich starke weißmagische Blokade auf dir und deiner Magie liegen. Das hat auch deine Albträume in letzter Zeit ausgelöst. Sie hat sich zu deinem Glück gestern Nacht gelöst, denn sie hätte dich mit der Zeit umgebracht. Deswegen konnte ich erst jetzt mit dir reden, ich wurde dadurch auch gebannt. Jetzt liegt nur noch eine Illusion auf dir, aber die kannst du nach dem du aufgewacht bist mit einem kleinen Gedanken lösen. Und bevor du fragst, ich weiß nicht wer den Bann und die Illusion über dich gesprochen hat. Aber ich glaube Dubles hat damit was zu tun."

Harry dachte sich schon so was in der Richtung. Jedenfalls war die Sache mit der Illusion klar gewesen. Wenn er nicht der Sohn von James Potter war, konnte er ja schlecht wie sein Double aussehen. ´Ich wede sie lösen wenn ich hier verschwinde.´ dachte sich Harry. Denn es wäre auf jeden Fall einfacher mit einem "fremden" Gesicht unterzutauchen. Jetzt blieb nur noch die Frage wie er überhaupt zu den Potters gekommen ist. Aber das würde er auch noch herausfinden.

Er wurde wieder aus seinen Gedanken gerissen.

"Harry, es wird Zeit. Wenn du jetzt gleich aufwachst, dann nimm zu aller erst die Zauber von deinem Zauberstab - auch wenn du jetzt Handmagie beherrschst - und dann die Illusion von dir. Geh zu Gringotts und trete dein Erbe an. Mach am besten einen Magischen Erbschaftstest, du weißt ja nicht mit wem du alles verwandt bist. Beides kannst du als Vampir schon mit 16 Jahren. Die Kobolde werden es bemerken. Aber keine Sorge, sie werden dich nicht verraten. Ab da bist du auf dich allein gestellt. Ich habe dich alles gelehrt was ich dich lehren konnte. Vergiss nicht, ich bin immer bei dir, denn wir sind EINS!"

#Traum Ende#