Teil 1 – Die Experten

Zunächst hatte Hermine das kleine, flatternde Memo gar nicht bemerkt, was seit Minuten um ihren Kopf herumschwirrte und ihre Aufmerksamkeit erregen wollte. Sie war zu sehr in ihre Lektüre vertieft, als dass sie überhaupt etwas mitbekommen hätte. Um sie herum herrschte ein derartiger Lärmpegel, dass es ein Wunder war, wie jemand dabei überhaupt lesen konnte.

Verwundert sah sie auf, als sie etwas an der Nasenspitze kitzelte und erst dann erkannte sie den schwirrenden Zettel in Form eines Papierfliegers, der sich kurz darauf in ihren ausgestreckten Händen entfaltete.

Hermine Granger, Hogwarts, Gryffindor-Aufenthaltsraum, Ledersessel links vom Kamin.

Meine liebe Miss Granger,

ich darf Sie bitten pünktlich um Drei in meinem Büro vorstellig zu werden. Es geht um ein Projekt der höchsten Geheimhaltungsstufe, also kein Wort zu den Herren Weasley und Potter!

Ihr A.P.W.B. Dumbledore, Schulleiter

P.S.: Das Passwort ist „Blaubeerblubberbonbon"

P.P.S.: Diese Nachricht wird sich in wenigen Sekunden selbst zerstören.

P.P.P.S.: Halten Sie Abstand!

Hermine schaffte es gerade noch rechtzeitig ihre Hände wegzuziehen, als das Memo auch schon mit einem leisen 'Puff' implodierte und noch in der Luft zerbröckelte.

Was hatte das nur zu bedeuten? Kein Wort zu Ron und Harry? Anscheinend wusste Dumbledore genau, dass sie normalerweise immer alles mit ihnen absprach, ob sie es hören wollten oder nicht.

Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie nicht mehr viel Zeit hatte. Vermutlich hatte das kleine Memo doch länger gebraucht sie von ihrer Arbeit abzulenken.

Eilig verstaute sie ihre Unterlagen und machte sich auf den Weg in das Büro des Schulleiters. Zu ihrem Glück waren ihre Freunde so beschäftigt, dass sie nicht einmal bemerkten, dass sie sich davon machte.

Hermine warf noch einen Blick auf das Chaos hinter sich, bevor sie durch das Portraitloch stieg.

Fred und George Weasley hatten leider nichts besseres zu tun gehabt, als ihren Geschwistern zum fast gelungenen Abschluss die neueste Kollektion ihrer Scherzartikel zu schicken. Und nun regnete es Konfetti von der Decke, einem Schüler war der Bauch angeschwollen und er schwebte wie ein Heißluftballon über dem Tisch, eine weitere Schülerin war grün angelaufen und kicherte wie blöde, während Harry und Ron die neuesten 'peinliche Geräusche-Kekse' ausprobiert hatten und sich alle darüber amüsierten, dass statt sinnvollen Wörtern nur noch Grunz-, Rülps- und Pupsgeräsuche aus ihrem Mund kamen.

Hermine beschloss für sich, dass dies kein allzu großer Unterschied zu dem war, was sie sonst von sich gaben und verschwand unbemerkt.

Unterwegs zum Schulleiterbüro ging ihr allerdings die geheimnisvolle Nachricht nicht aus dem Kopf. Was konnte nur so wichtig sein, dass nicht einmal ihre Freunde davon erfahren durften. Vielleicht hatte er sich entschlossen ihre Verbesserungsvorschläge, was den Unterricht bei Professor Snape anging anzunehmen. Dieser war nicht besonders darüber erbaut gewesen ihren 'Blitzschnellblitzblank'-Reinigungszauber für Kupferkessel in seinen Lehrplan aufzunehmen. Vermutlich hatte er wirklich einfach nur einen fiesen Spaß daran die Schüler nach Beendigung der Stunde stundenlang die Kessel mit altertümlichen Wurzelbürsten schrubben zu lassen, statt den effektiven Weg ihres selbst kreierten Zauberspruchs zu nutzen.

Ganze Zwanzig Punkte hatte er ihr dafür abgezogen, wegen 'unangebrachten Verhaltens gegenüber einer Lehrperson'.

Nun, vielleicht hatte sie diese sogar verdient, immerhin hatte sie ihn einen sadistischen Despoten genannt. Natürlich nicht ihm ins Gesicht, sondern zu Ginerva Weasley, der ihr Trank zu allem Unglück auch noch angebrannt war und sie fast eine Stunde brauchte, bis der Kessel wieder halbwegs nutzbar war.

Woher solle sie auch wissen, dass er direkt hinter ihr stand. Ginny hatte zwar so seltsame Zuckungen im Gesicht gehabt, aber die hatte sie öfter. Vor allem, wenn Hermine ihr in ihren UTZ-Fächern helfen wollte.

Zumindest erschien es ihr ein logischer Grund zu sein. Severus Snape würde kochen – nicht einen seiner Tränke, sondern vor Wut. Allein die Vorstellung trieb ihr ein vergnügtes Lächeln aufs Gesicht. Da war es verständlich, das Dumbledore es nicht jeden wissen lassen wollte, immerhin musste er sein Personal vor Schadenfreude schützen.

Sie schien wirklich gut kombiniert zu haben, denn im Büro erwartete sie bereits der ständig lächelnde Schulleiter, der ständig grimmige Zaubertränkelehrer, die ständig schlafenden Porträts vergangener Direktoren und der ständig wachsame Percy Weasley, neu ernannter Sachverständiger des Zaubereiministeriums für Todesserfragen.

Letzter schien dann aber doch nicht ganz in ihre logische Schlussfolgerung zu passen. Es sei denn er war nun auch Sachbearbeiter von Lehrplänen.

Höflich grüßte sie die Anwesenden mehr oder weniger enthusiastisch, wartete artig, bis Dumbledore ihr einen Platz und ein Bonbon anbot und verschränkte gespannt ihre Hände auf dem Schoß. Vielleicht war Percy ja nur zufällig anwesend?

„Nun, da wir alle vollzählig sind, möchte ich noch einmal ausführlich erwähnen wie wichtig es ist, dass alles was hier besprochen wird unter die allergrößte Geheimhaltung fällt. Miss Granger, wir haben ein dringendes Anliegen und einen besonderen Auftrag für Sie."

Hermine hörte eigentlich nur ganze Zwei Dinge heraus: Anliegen und Auftrag. Bei Merlins Schlafhaube, das hörte sich nicht nach 'Blitzschnellblitzblank' an.

Unsicher sah sie sich um. Snapes Miene war zu Eis erstarrt und sah irgendwie noch mürrischer aus als üblich. Percy lächelte dünn, aber eher schmerzvoll, als hätte er zuviel Kohl gegessen und Dumbledore war auch nicht ganz so vergnügt wie sonst, immerhin hatte er ihr erst einmal etwas aus seinem unerschöpflichen Süßigkeitenvorrat angeboten.

Eine dunkle Vorahnung schlich ihren Nacken herauf, ließ dort die kleinen Härchen aufstellen und jagte ihr Schauer über die Arme. Vermutlich meldete sich da gerade ihr Instinkt. Hermine war zwar die geborene Wissenschaftlerin, aber auch sie musste zugeben, dass es die Möglichkeit gewisser Vorahnungen gab. Wahrsagen konnte sie zwar nicht leiden, aber es war nie falsch auf das Unterbewusstsein zu hören, wenn man nicht weiter wusste.

Dumbledore hatte eine theatralische Pause gemacht. Percy hüstelte und Snape schien einen Besen verschluckt zu haben.

„Mister Weasley, vielleicht wäre es doch besser Sie erklären das unser verehrten Miss Granger."

Ihre inneren Alarmglocken schrillten los und Hermine hatte plötzlich das Gefühl einen gigantischen Fehler gemacht zu haben. Leider bleib ihr nicht genug Zeit eine ausgeklügelte Ausrede zu erfinden, warum sie ganz dringend weg musste, denn Percy hatte bereits Luft geholt und wirbelte wichtigtuerisch mit seiner Hand in der Luft herum.

„Hermine, wie du sicher noch weißt, habe ich die ehrenvolle Aufgabe als Sachverständiger für Todesserfragen übernommen und..."

Den Rest hörte Hermine schon gar nicht mehr und sie entschloss sich erst bei den wirklich relevanten Dingen wieder in den Monolog einzusteigen. Wie hätte sie das auch vergessen können? Immerhin hatte der dritte Weasley Sohn während der Ferien im Fuchsbau über nichts anders gesprochen. Aber wenn er schon persönlich hier war, konnte es sich nur um eine wichtige Sache handeln, denn normalerweise verließ er sein Büro nur zum Schlafen und unter Gewaltandrohung seiner Mutter, wenn wieder ein Familienfest anstand.

„...die schriftlichen Nachlässe von Tom Riddle, Alias Lord Voldemort, Alias.."

Ohje, es ging auch noch um den schlimmsten Zauberer aller Zeiten? Er war doch vernichtet. Alles war gut und die Zauberwelt konnte aufatmen.

„Und nachdem wir uns mehrfach abgesichert haben, dass wirklich kein schwarzmagischer Fluch über den Dokumenten hing, gaben wir sie an das Archiv für dunkle Magie weiter, wo sie eigentlich vernichtet werden sollten..."

Aha, es ging um Dokumente aus der Hinterlassenschaft Voldemorts. Kein Wunder, dass man diese Vernichten wollte.

„...wo leider unserem Archivisten ein kleiner Fehler unterlief und er die Dokumente der Finanzverwaltung weiterleitete..."

Hermine konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Dumbledore lächelte mit, Percy lief rot an und Snape regte sich immer noch keine Millimeter, obwohl Hermine hätte schwören können, dass sein rechter Mundwinkel kurz gezuckt hatte.

Vielleicht waren es auch die Nerven. Sie hatte gelesen, dass diese ab einem gewissen Alter nachließen. Vermutlich lief Dumbledore deshalb ständig mit diesem Grinsen auf dem Gesicht herum.

„...Der zuständige Beamte hielt es für eine Anfrage auf Steuerermäßigung für Rennbesen professioneller Quidditschspieler und legte..."

Hermine sah verstohlen auf die Kuckucksuhr in Dumbledores Büro. Ein Geschenk zu seinem hundertfünfzigsten Geburtstag von Arthur Weasley, der bekanntermaßen ein begeisterter Muggelfan war.

Waren wirklich erst zehn Minuten vergangen? Hermine unterdrückte ein Gähnen und fragte sich, wie lange Percy wohl noch brauchte um auf den Punkt zu kommen.

Der redete vor sich hin, während Dumbledore lächelnd seine Augen geschlossen hatte. Er schlief doch nicht etwa schon? Und Snape... naja, der sah aus, wie eine der Wachsfiguren aus einem Muggelkabinett in dem sie mal mit ihren Eltern gewesen war.

Irgendwie hatte sie plötzlich das Bedürfnis mit dem Finger in seine Seite zu pieksen, nur um zu sehen, ob er nicht wirklich aus Wachs war. Atmete er überhaupt?

Gerade noch rechtzeitig meldete ihr aufmerksames Unterbewusstsein, dass Percy gerade zum interessanten Teil kam.

„...wo sie vom Praktikant des stellvertretenden Sachbearbeiters aus Versehen das erste Mal gelesen wurden..."

„Äh!" Hermine hob ihre Hand um sich zu melden und tatsächlich unterbrach der Sachverständige für Todesserfragen seine Rede.

„Heißt das, dass ihr die ganze Zeit die Dokumente untersucht habt und keiner hat sie GELESEN?"

Da war es wieder! Diesmal hatte sie es gesehen! Snape hatte eindeutig mit seinen Mundwinkeln gezuckt. Und Dumbldores Augen waren auch wieder offen, während Percys Gesicht den Farbton seiner Haare annahm.

Er räusperte sich mehrmals umständlich und nickte dann mit einem niedergeschlagenen Ausdruck im Gesicht.

„Auf jeden Fall haben wir herausgefunden, dass es Voldemort noch gibt."

„Was?" Hermine schrak zusammen und bohrte mit dem rechten Zeigefinger in ihrem Ohr, weil sie glaubte sich verhört zu haben. Sie hatte doch tatsächlich verstanden, dass es Voldemort noch gab.

„Es ist kein Horkrux, sondern eine Besonderheit in der Zauberwelt, ein so genannter Zauberklon."

Aufgeregt kramte Hermine in den Speicherstellen ihres Gehirns nach irgendetwas, was sie darüber schon einmal gelesen haben könnte, aber sie fand absolut nichts. Gab es tatsächlich etwas, wovon sie nichts wusste? Nicht zu fassen!

„Hä?", entwische es ihr nicht besonders intelligent klingend und Percy schickte einen langen Blick zu Dumbledore, der sich gerade genussvoll ein Karies erregendes Stück komprimierter Geschmacksstoffe und künstlicher Aromen in den Mund geschoben hatte.

„Severus, wenn du bitte so freundlich wärst es Hermine zu erklären", nuschelte er und man sah deutlich wie er das Bonbon während des Sprechen von einer Backe in die andere schob.

Snape bewegte sich tatsächlich und Hermine erschrak beinahe über die ungewohnte Reaktion.

„Zauberklon. Erstmals erwähnt im Buch der verbotenen Künste im Jahr 1687. Ein Zauberer -Schrägstrich- Hexe bringt mittels eines schwierigen und nicht näher erwähnten Zaubers sein Genmaterial in die Eizelle einer Frau ein."

Verdammt, warum wurde der Zauber nicht näher erwähnt? Und was war das überhaupt für ein Buch? Warum kannte sie das nicht? Und woher kannten die im siebzehnten Jahrhundert schon etwas von Genen?

„Haben wir das in der Bibliothek?"

Snape zog ein Gesicht, als wollte er ihr mindestens hundert Punkte abziehen, aber Dumbledore kam ihm zuvor.

„Nein, selbstverständlich nicht. Es wurde beim großen Brand von 1709 zerstört, lediglich Fragmente sind erhalten geblieben und stehen unter Verschluss."

„Und was nun?"

Hermine verstand nun zwar, dass dies wirklich unter Geheimhaltung gehörte, aber nicht, warum man sie dazu gezogen hatte.

„Wir konnten rekonstruieren, dass sich Riddle vor einigen Jahren in London aufgehalten hat, wo er vermutlich den Klon von sich erschuf. Wir können davon ausgehen, dass sich seine Spur ab dort verfolgen lässt. Der britische Premierminister ist selbstverständlich bereits informiert und bat um Mithilfe und hier kommst du ins Spiel."

Spiel, welches Spiel? Sie verstand immer noch nicht, was das sollte. Wie konnte sie helfen einen Voldiklon zu finden? Dazu noch in der Muggelwelt?

„Wir brauchen jemand, der Voldemort gut kannte. Der weiß wie er aussah, wie er dachte und wie seine Pläne waren. Also jemand, der in seinem engeren Umkreis agiert hat."

„Na fein, und wie seid ihr Fachidioten von Zauberministerium auf mich gekommen? Wie lange hat das Dokument denn überhaupt in der Finanzverwaltung gelegen?"

„Hermine!" Entrüstet schnaubte Percy, aber er wurde schon wieder rot dabei.

„Zehn Monate. Und du bist natürlich nicht der Fachmann für Voldemort."

Erleichtert atmete sie auf und lächelte, doch das hielt nicht lange an.

„Du bist dort groß geworden und kennst dich aus. Außerdem gibt es wohl keinen besseren Muggelexperten als jemand, der...der..." Percy geriet ins Stottern, aber Dumbledore half ihm auf die Sprünge.

„Der von Muggeln abstammt. Mach dir keinen Kopf mein Junge, unsere Miss Granger hat keine Probleme mit ihrer Herkunft. Die Zeiten sind vorbei."

Gut, das machte Sinn. Hermine war aufmerksam und nickte. Allerdings fragte sie sich, was Snape dann hier suchte. Das bisschen Text hätte auch Dumbledore aufsagen können. Vermutlich steckte er seine lange Nase einfach nur gern in ihre Angelegenheiten.

„Ich soll also ihrem Experten ein paar Tipps geben?"

„Ja, aber nicht nur das. Du wirst ihn begleiten. Selbstverständlich inkognito, denn wir wissen nicht mit was wir es zu tun haben. Ihr werdet getarnt eine kleine Wohnung beziehen und von dort aus eure Nachforschungen anstellen. Du musst ihm helfen sich wie ein Muggel zu benehmen und zu kleiden, damit er nicht auffällt. Zauberei ist nur im äußersten Notfall erlaubt! Hermine, ich möchte dich nachdrücklich darauf hinweisen, dass dies eine äußerst wichtige und delikate Angelegenheit ist und das Ministerium auf deine Hilfe zählt! Bist du bereit diesen wichtigen, ehrenvollen Auftrag zu übernehmen? Es geht hier um..."

„Ja, Percy. Spar dir den Rest. Natürlich werde ich das tun. Wann soll es losgehen? Sobald die UTZ's beendet sind?"

Ein wenig unheimlich war ihr das Ganze schon, aber sie fühle sich einfach verpflichtet eine solche Aufgabe zu übernehmen. So etwas würde sich in einem Lebenslauf sicher gut machen.

„Nein, morgen."

Sie lachte abgehackt, sprang auf und schüttelte dann ihren Kopf. Das ging nicht. Erst die Arbeit und dann... die nächste Arbeit. Alles schön der Reihe nach.

„Sie bekommen ihre UTZ's, Miss Granger. Wir errechnen den Durchschnitt Ihrer bisherigen Leistungen, obwohl die sowieso die Besten sind, und erlassen Ihnen die restlichen Prüfungen", beruhigte der Schulleiter sie, aber Hermine war nicht wohl bei der Sache.

„Aber das wäre geschummelt."

„Habe ich es nicht gesagt? Sie wird es nicht machen", mischte der Zaubertränkemeister sich auch noch ein und Hermine warf ihm einen ihrer tödlichen Blicke zu.

„Das habe ich nicht behauptet! Ich will meine Prüfungen nur ordnungsgemäß absolvieren."

Jetzt erst recht! Allein um ihm zu zeigen, dass er unrecht hatte, würde sie es tun!

„Auch für den Fall ist vorgesorgt. Wenn Sie es wünschen, dürfen Sie diese selbstverständlich jederzeit nachholen, bis dahin stelle ich ich Ihnen gerne ein vorläufiges Zeugnis aus."

Einigermaßen besänftigt setzte sie sich wieder und seufzte auf. Das hatte sie sich zwar nicht so vorgestellt, aber gut. Es ging schließlich um eine wichtige Sache. Der Verbesserung ihres Führungszeugnisses.

„Also gut, wo treffe ich mich mit diesem Experten?"

Erneut schrillten die Warnglocken ihres Instinkts auf, als sie sah, wie sich Percy und der Schulleiter seltsame Blicke zuwarfen.

„Hermine? Ich dachte das wäre klar? Du reist natürlich mit ihm direkt von hier nach London."

Percy wirkte ein wenig zu gehetzt für ihren Geschmack und Dumbledores Lächeln war auch nicht mehr so breit wie vorher.

Dafür lächelte nun Snape so süffisant, dass ihr schlecht wurde. Hatte sie irgendetwas verpasst?

„Vielleicht hättet ihr erwähnen sollen, dass ich der Experte bin", hörte sie Snape noch sagen, als es auch schon dunkel um sie wurde.

Das erste Mal in ihrem Leben war Hermine Granger vor Schreck in Ohnmacht gefallen.

Na, soll Hermine die weiteren Erinnerungen im Denkarium ablegen, oder nicht?