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Samstag

„Ach komm schon Adrian sie war doch nur ein Muggel". Versuchte Henry seinen Freund aufzuheitern, doch es gelang ihm einfach nicht und er konnte sich auch keinen Reim darauf machen warum dieser so deprimiert war weil ein Mädchen, das er bisher nur einmal getroffen hatte ihn versetzt hatte. „Komm jetzt wir müssen wieder zurück meine Mutter rastet sonst wieder aus wenn ich heute nicht pünktlich zurück bin und wir müssen dir noch einen Festumhang besorgen!" Erklärte der Franzose und zog seinen Freund weiter.

Die beiden jungen Männer schlenderten durch die Rue Durand und Adrians Laune schien sich ein wenig gebessert zu haben; „Was ist das überhaupt für ein Fest das deine Familie da gibt?" Fragte er als sie gerade die Schneiderei mit seinen neuen Sachen verließen. „Ach das, der übliche Auftakt der Ballsaison für die gehobene Gesellschaft jede Menge langweiliger alter Leute die ihre Kinder mit zerren damit diese sich auch langweilen müssen. Ich bin regelrecht froh, dass du schon angekommen bist da hab ich wenigstens jemanden mit dem ich mich unterhalten kann viele meiner Freunde sind immer noch unterwegs und der Rest ist kein so angenehmer Haufen".

Gähnte Henry als sie sich auf den Rückweg machten; „Aber immerhin werden auch ein paar Mädchen dabei sein vielleicht kann dich ja eine von ihnen von deinem Liebeskummer erlösen?" Scherzte er und Adrian konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Wie spät ist es eigentlich?" Fragte Henry und sein Gast blickte auf seine Taschenuhr; „ Halb sieben warum?" „Nicht gut das Ganze geht in einer halben Stunde los oh Mann Mutter verwandelt mich noch in ein Schaf und dreht mich dann durch den Reißwolf". Antwortete Henry leicht panisch und disapparierte mit Adrian ohne Vorwarnung gleich direkt zurück in das Haus seiner Familie.

„Hey du warn mich das nächste Mal bitte vor!" Rief dieser mit einem leichten Grünton auf seinem Gesicht. „Keine Zeit für Beschwerden, mach dich fertig"; und er trat Adrian förmlich in das Gästezimmer um anschließend, durch den Korridor spurtend, das seine aufzusuchen. Keine zwanzig Minuten später humpelten die beiden in Richtung Festsaal an dessen Eingang schon Madam Lacroix wartete.

Die mollige Hexe war eine herzensgute Frau und hatte den Freund ihres Sohnes gleich in ihr übergroßes Herz geschlossen doch wenn sie eines nicht ausstehen konnte war es Unpünktlichkeit. Als die beiden vor ihr zu stehen kamen schimpfte sie leise; „Wo seid ihr denn gewesen die ersten Gäste sind schon da und ich hab euch doch ermahnt schnell zu machen!" „Perfektion hat ihren Preis"; Scherzte ihr Sohn und seine Mutter gab ihm einen leichten Klaps auf den Hinterkopf, „Au Mama". Spielte er den Beleidigten

„Entschuldigen sie Madam Lacroix es war meine Schuld ich hab ihn aufgehalten"; Fügte Adrian hinzu. „Ja ja ist schon gut, ich kann euch sowieso nicht lange böse sein aber jetzt seit zwei Kavaliere und geleitet eine Dame zum Fest". Adrian verbeugte sich vor ihr und sagte; „Avec plaisir madame Lacroix". Die beiden nahmen die Hexe in ihre Mitte und betraten den Festsaal der sich schon mit mehreren Gästen gefüllt hatte und ein Diener verkündete das Eintreffen der Hausherrin die die Beiden gleich von ihrer Pflicht entließ um ein paar Bekannte zu begrüßen. Henry und Adrian schlenderten durch den prachtvoll geschmückten Raum, hin und wieder ein Häppchen von den vorbeischwebenden Tabletts pickend und über irgendwelche Scherze lachend. Schließlich wurden alle zum Eröffnungstanz gebeten. Henrys Mutter und Vater walzten über das Parkett und bald folgten andere Gäste.

Am anderen Ende des Saals saß Elisabeth mit ein paar Freundinnen aus Beauxbatons und machte einen ziemlich zerknirschten Eindruck; „Ach komm schon nur wegen einem Muggel brauchst du doch nicht so deprimiert zu sein du findest sicher einen Besseren!" Versuchte Gabrielle Bettencourt sie aufzuheitern als Michelle Talerand an den Tisch zurückkehrte.

„Und ein paar Hingucker dabei?" Fragte Gabrielle ihre älteste Freundin. „Nicht wirklich die beiden Rosier Jungen aber lieber stürz ich mich vom Eifelturm, als das ich mich mit diesen Fanatikern abgebe. Da war noch Laurance Chevalier aber der ist ja mittlerweile verlobt"; Berichtete Michelle „Da geht der Frauenwelt wieder einer abhanden". Scherzte Gabrielle. „Wer noch ich glaub ich hab Henry kurz gehört aber nicht gesehen und da waren noch Gustav de Debussey und Maurice Durand". Na ja die Ausbeute war nie sehr groß". Seufzte Michelle schließlich und genehmigte sich ein Schlückchen.

„Und was habt hier seit Schulende so getrieben?" Fragte Elisabeth. „Ein paar Reisen". Erklärte Michelle während Gabrielle von ihrer Ausbildung zur Heilerin erzählte. „Ihr habt ein Glück ich muss mich mit irgendwelchen lästigen Freiern herumschlagen". Die beiden anderen Mädchen gingen nicht näher darauf ein da sie doch wussten dass es ein eher heikles Thema war.

Gerade war wieder ein Tanz zu Ende gegangen da kam Henry an den drei vorbei. „Hey Mädels wie geht's"; Fragte er und zog einen Stuhl herbei um sich zu ihnen zu setzten. „Soweit ganz gut nur unsere Elisabeth hat ein wenig Liebeskummer!" Meinte Gabrielle mit vielsagender Stimme. „Wie das war endlich einer dabei der dir gefallen hat und dich nicht wollte". Lachte er, erntete aber gleich einen finsteren Blick.

„Ach komm schon, das wird schon wieder tanz doch ein wenig und amüsier dich!" Sagte er heiter. „Wir haben schon alles versucht aber es hat nicht funktioniert!" Flüsterte Michelle ihm zu. „Na vielleicht hab ich da ein Gegenmittel wartet hier bin gleich wieder zurück!" Erklärte er sprang auf und verschwand wieder in der tanzenden Menge. „Was er wohl vor hat?" Wunderte sich Gabrielle und die drei wandten sich wieder ihrem vorherigen Gesprächsthema zu.

„Naja mein Vater meint halt, das da nichts Gutes auf uns zukommt die Ideen von diesem Briten sind sehr radikal auch wenn er das zu verschleiern versucht". Erläuterte Michelle ein paar Gerüchte die aus Großbritannien nach Frankreich gedrungen waren. Sie wollte gerade fortfahren als Henry zurückkehrte mit einem anderen Gast in seinem Alter.

„Oh also manchmal frag ich mich warum er mir nie so einen Gefallen erweist!" Pfiff Gabrielle beim Anblick des Fremden. „Was meinst du?" Wollte Michelle wissen. „Naja wenn ich einmal Liebeskummer hab möchte ich auch so ein Trostpflaster haben". Lachte sie und deutete in die Richtung der beiden näher kommenden, jungen Männer.

„Wow der sieht nicht schlecht aus!" Staunte letztere kurz bevor die beiden sie erreichten. „Hey Gabrielle, Michelle, Elisabeth darf ich euch meinen Freund Adrian vorstellen ich hab ihn im Sommer in Mexiko kennen gelernt". Erklärte er und Adrian wandte sich an die drei; „Angenehm freut mich euch kennen zu lernen. Elisabeth hatte zunächst nicht reagiert blickte jedoch bei dem Klang der vertrauten Stimme auf; „Du! Aber ich dachte du bist ein Muggel!" Entfuhr es ihr und Adrian blickte sie verdutzt an bevor wieder das verschmitzte Lächeln vom letzten Mal auf seinem Gesicht erschien". „Dito und jetzt weiß ich wenigstens warum du mich versetzt hast!"

„Wie ihr kennt euch?" Fragten die drei anderen verdutzt. „Ja sie ist das Mädchen auf das ich heute am Place du foret gewartet habe". Erklärte Adrian seinem Freund. „Also wie wäre es wagen wir ein Tänzchen?" Fragte er Elisabeth und streckte ihr seine Hand hin; „Mit größtem Vergnügen". Und die Beiden ließen, nur mehr Augen füreinander, ihre drei Freunde stehen. „Und wieder zwei die sich gefunden haben". Sagte Gabrielle fröhlich bevor sie Henry ebenfalls auf die Tanzfläche zerrte. Michelle sah den beiden Paaren hinterher und musste grinsen; „Ja, ja manche suchen ein Leben lang und bei anderen passt es vom ersten Moment an". Dann machte sie sich ebenfalls auf die Suche nach einem Tanzpartner, denn selbst ist die Frau ja bekanntlich.

Madam Lacroix unterhielt sich gerade mit Katarina als ein sehr verliebt wirkendes Pärchen an ihnen vortanzte; „Na da schau her und sie haben sich schon Sorgen gemacht sie würde nie jemanden finden". Meinte die kleine Hexe und lächelte; „Wie meinen sie Madam?" „Na war das nicht gerade ihre Tochter sie hat mir einen sehr glücklichen Eindruck gemacht und ihr Tanzpartner nicht minder". Erklärte die Gastgeberin und deutete in die Richtung der besagten Personen.

Elisabeths Mutter war perplex. Ihre Tochter konnte diesen Jungen doch gerade erst kennen gelernt haben und doch schien es als wären die Beiden von vorne herein füreinander bestimmt gewesen. „Madam wer ist der junge Mann an der Seite meiner Tochter ich kann mich nicht entsinnen ihn schon einmal gesehen zu haben?" „Ach das ist Adrian. Mein Sohn hat ihn auf seinen Reisen kennen gelernt ein sehr liebenswerter und kluger junger Mann ihre Tochter hat keine schlechte Wahl getroffen!" Versicherte Madam Lacroix ihr und als der Tanz vorüber war winkte sie die Beiden zu sich.

„Adrian darf ich dir die Mutter deiner reizenden Tanzpartnerin vorstellen Madam Katarina von Dunkel". Adrian machte eine knappe Verbeugung vor ihr; „Es freut mich ihre Bekanntschaft zu machen werte Dame". „ Danke angenehm". Sagte diese knapp und Adrian fragte; „Sind sie zufällig mit Orpheus von Dunkel verwandt?" „Ja er war mein Ehemann". „Es ist mir eine Ehre ihr Gatte war einer der mutigsten und größten Männer den unser Land je gesehen hat?" „Unser Land? Sind sie etwa auch aus dem Land der 8?" Fragte Katarina verwundert. Adrian nickte und die Frau musste lachen; „Siehst du Elisabeth so bekommt jede von uns was sie wollte".

Gut, Mist, langweilig? Würd mich über eure Meinung freuen.