Prolog II
HannaCrazy: Nun, Siri ist tot. Eigentlich...aber die Story ist AU, also ist alles erlaubt, was gefällt.
Sevotharte: Yup, es ist Obi-Wan. Er will seine...warnen (erklärt sich beim PrologII von selbst).
StormXPadme: Ich mag Siri auch nicht besonders, aber sie erschien mir...geeignet..., um die spätere Story zu erklären. Die Story ist natürlich, wie alle meine Geschichten, AU.
So, jetzt aber viel Spass ...und weiter im Text. Greetings!
Das Kind schlief. Tief und fest. Hinten, auf einem der Sitze des Shuttles, zusammen gekauert. Es war kalt hier. Die Heizung funktionierte zwar, doch Siri wollte unbedingt Treibstoff sparen. Wusste sie denn, wie lange sie fliegen würde? Oder wohin?
Sie hatte den Shuttle auf etwaige Wanzen oder Sender geprüft.
Nichts. Das war sehr gut. Ihnen schien die Flucht zu gelingen. Zumindest ihnen. Sie verdrängte den Gedanken an die im Tempel Zurückgebliebenen. Sie waren tot. Einfach tot! Einfach so erschossen. Von Klonsoldaten. Soldaten der Republik. Konnte es noch eine Republik sein, wenn so etwas passieren konnte? Warum überhaupt waren die Soldaten in den Tempel eingedrungen und hatten das Feuer auf sie gerichtet?
Warum?
Warum auf die Alten? Warum auf die Jünglinge? Die Padawan?
Sie konnte es nicht verstehen, sie wollte es auch nicht verstehen. Es schmerzte, sich an diese Bilder von Leid und Tod zu erinnern. Alles war noch so frisch…
Obi-Wan hatte ihr gerade, vor ein paar Minuten, die ihr wie Ewigkeiten erschienen waren, eine Nachricht gesendet.
Sie sollte mit ihrer beiden Tochter nach Morkon IV fliegen und dort auf ihn warten. Er würde dafür Sorge tragen, dass sie niemals gefunden würden.
Wie wollte er das anstellen?
Allein schon dass man ihnen beiden erlaubt hatte, im Orden zu bleiben, nach alledem, was geschehen war, empfand sie als…ungewöhnlich. Sie hätte eigentlich den Orden verlassen müssen, als sie mit Kimea schwanger wurde. Obi-Wan hätte den Orden verlassen müssen, da er Kimeas Vater war.
Sie durften bleiben,…unter gewissen Auflagen. Sie hatten ihre Beziehung beenden müssen, Kimea würde unter die Obhut des Ordens gestellt sobald sie alt genug wäre…und niemand hatte die Wahrheit erfahren dürfen.
Sie hatten sich nicht in allen Einzelheiten daran gehalten.
Aber das war jetzt Vergangenheit…
Also,…Morkon IV. Tiefster Outer Rim, na wunderbar.
Wenn es etwas Schlimmeres gab als Morkon IV, dann war es sicherlich Mos Eisley auf Tatooine. Tatooine…eine Sandwüste. Ein großer Strand ohne Meer. Obi-Wan hatte sie auf Morkon IV abgeholt. Er war nicht allein gewesen, ein Baby hatte ihn begleitet. Das Baby von Anakin Skywalker. Also noch ein Jedi, der es mit den Ordensregeln nicht so genau genommen hatte…
Auf jeden Fall brachte Obi-Wan gerade den Kleinen zu seiner Tante und seinem Onkel. Die Mutter des Kindes war tot.
Obi-Wan hatte ihr etwas Geld gegeben, sie sollte ihnen derweil ein paar Dinge besorgen, sie würden später gemeinsam beschließen, was geschehen sollte. Also hatte Siri sich und ihre Tochter in zivile Kleidung gesteckt, die Jedikleider in einen Rucksack versteckt und hatte eingekauft. Ein paar Lebensmittel, etwas Kleidung…
Woher, verdammt noch mal, hatte Obi-Wan überhaupt dieses Geld bezogen? Sie wusste nicht, ob sie die Antwort auf diese Frage überhaupt wissen wollte!
Kimea quengelte, so wie jedes Kind auch. Sie wollte Süßigkeiten, wie alle Kinder in ihrem Alter. Siri gab nach, erlaubte ihr, sich etwas auszusuchen. Das Kind sollte nicht merken, in welcher Situation sie sich gerade befanden.
Natürlich hatte Kimea sie nach den letzten Ereignissen im Tempel gefragt, doch Siri hatte es bisher vermieden, ihr darauf eine klare Antwort zu geben.
Sollte sie etwa ihrer kleinen Tochter sagen, dass all ihre Freunde tot waren? Das brachte sie noch nicht übers Herz, noch nicht. Irgendwann würde Kimea die Wahrheit erfahren. Ja,…irgendwann.
Dann, wenn sie alt genug war, das Ganze zu verkraften. Die Dimension zu begreifen.
Zumindest war es Obi-Wan gelungen ihren und den Namen ihrer Tochter aus den Tempellisten zu streichen. Damit waren sie nichtexistent. Und somit außer Gefahr. Zumindest für eine Weile.
Der Name Kenobi war häufig. Kimea würde keinerlei Schwierigkeiten zu erwarten haben, sollte sie, eines fernen Tages, ausziehen, um ihr Glück zu suchen. Vielleicht…
Obi-Wan, er würde sich nun Ben nennen, wartete auf sie in dem kleinen Zimmer in der Pension, in der sie sich ein Zimmer genommen hatten. Er war gerade erst zurückgekehrt. Kimea empfand die Situation anders als sie. Sie freute sich, dass sie offen ‚Mama' und ‚Papa' sagen durfte, dass sie als Familie unterwegs waren.
„Ein Haus bauen?", wiederholte Siri langsam. Kimea schlief, es war spät.
„Wir müssen uns doch irgendwo niederlassen. Außerdem habe ich versprochen, ein Auge auf Anakins Sohn zu haben."
„Aber muss es denn gerade Tatooine sein?"
„Hier werden wir nicht so schnell gefunden. Und bedenke, ihr seid nicht existent, sie suchen folglich nur nach mir und Meister Yoda. Meister Yoda hat sich einen für ihn sicheren Ort gewählt, ich ebenso. Und eine Familie suchen sie nicht!"
„Ich weiß", Siri seufzte. Sie wusste, dass sie nachgeben musste und auch nachgeben würde. Gut, dann eben lebenslänglich Tatooine…
Ende des Prologs
