So, schon ist das erste Kapitel da (:

Ich habe zum Prolog mit Absicht noch nichts gesagt und euch einfach mal ins kalte Wasser geworfen, dreist wie ich bin, aber ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen oder zumindest neugierig auf mehr gemacht. Eigentlich bettel ich nicht um Reviews, aber ich gehöre auch zu jenen, die sich gerne verbessern & auch auf Lob&Kritik hoffen... :3

Jetzt hör ich aber auf und serviere hier mal das erste Kapitel, davon sollte jedoch nicht alles allzu ernst genommen werden, weil wie Mrs. Nott im Prolog schon erwähnte: Wer wird ein paar pubertierenden Teenagern schon glauben? *muahaha*

1. Kapitel – Liebes Tagebuch.

7. August 1977

Das können sie mir nicht antun! Ich muss mich umbringen, ganz sicher. Sie wollen mich wirklich dahin schicke. Na gut, ich falle gerade mit der Tür ins Haus. Zur Erklärung: Meine Eltern, Dagobert und Callista Honnet, wollen mich, Daphne, zu den Blacks über die Ferien schicken. Zu Sirius! Dabei wissen sie doch, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Der einzige Trost wäre dann noch Regulus, aber der wird mit meiner Schwester beschäftigt sein. Ach ja, Damian, mein Bruder kommt noch mit. Obwohl ich mich ja frage, was der dort tut. Er hat seine eigene Wohnung! Aber nun, meine Eltern sagen nur „Die Blacks haben euch eingeladen und ihr geht dahin!". So, Dagobert hat gesprochen. Ich habe aber bereits gepackt oder besser, eine Elfe hat bereits gepackt. Nett von ihr, nicht wahr?

Aber zurück zum Thema: Sirius Black. Ältester Sohn und schwarzes Schaf, weil er nach Gryffindor kam. Früher, vor dem ersten Schuljahr waren wir gute Freunde, die besten sogar, aber jetzt ist es wohl eher das Gegenteil. Schade eigentlich, aber dieser Potter hat ihn viel zu sehr verwirrt und verdorben! Und jetzt ist er genauso ein dreckiger Blutsverräter wie die anderen. Ich weiß noch, wie viel Spaß wir vor sieben Jahren hatten. Heute kann ich es gar nicht glauben, dass ich mich tatsächlich mit so einem Idioten abgegeben habe. Wie soll ich die Ferien nur überleben?

Hoffentlich wache ich gleich auf und bemerke, dass das alles nur ein Traum ist. Aber wenn das hier ein Traum ist, dann heißt das ja, dass ich davon träume, Sirius zu sehen. Ich weiß nicht wirklich, was beunruhigender ist.

Aber ich geh ja schon freiwillig.

Dorothy und Damian kommen ja auch mit, aber warum wollen die uns überhaupt dort haben? Die Blacks sind keine so großzü- Oh... oh... mir fällt da etwas ein. Das ist nicht gut. Die wollen doch nicht... nein, das würden sie nicht tun. Sirius würde schreiend davon laufen!

6. August 1977

Es reicht jetzt wirklich.

Meine Eltern hassen mich: gut. Ich sie auch.

Meine Eltern wollen mich weg jagen. Sehr gut.

Sie wollen mich umbringen. Überhaupt nicht gut!

Ich muss hier weg. So schnell wie möglich!

Morgen gegen 20 Uhr sollen die Honnet-Kinder kommen. Aber was heißt schon Kinder? Die Jüngste ist fast 16 und der Älteste 21. Von daher ist der Begriff Kinder ein wenig fehl am Platz. Ich bin mit ihnen aufgewachsen und vor allem mit Daphne verband mich etwas Besonderes. Sie war damals wie eine Schwester für mich, aber jetzt finde ich sie nur noch krank. Sie ist genauso schlimm wie die anderen Slytherins, wenn nicht sogar schlimmer.

Ich habe sie als Kind kennen gelernt und sie war wirklich merkwürdig, noch schlimmer als ihre Familie, die übrigens alle mit D anfangen, außer natürlich ihre Mutter, deren Zweitname allerdings Diamante ist – arme Frau.

Sie kommen also morgen Abend und bleiben für den Rest der Ferien, da ihre Eltern auf Geschäftsreise sind. Wetten, diese Idee kam von meinem Bruder? Wirklich großartig.

Ich werde ausziehen! So schnell wie möglich. Ach ne, bin ich ja schon längst, aber meine Eltern halten mich hier ja GEFANGEN!

Wie konnte ich auch vergessen, dass er mit der Kleinen zusammen ist. Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie er das geschafft hat. Hypnose vielleicht? Den Imperius schließe ich automatisch aus, da er so was nie schaffen würde, auch wenn er vor seinen Freunden cool sein wollte. Höchstwahrscheinlich werde ich auch nicht zu meinen Freunden dürfen. Mist.

Was soll ich nur tun? Mich umbringen?

Aber dazu ist das Leben zu lustig und die Optik zu gut. Ich brauche eine andere Lösung! Irgendetwas. Und wenn ich das Spiel mitspiele? Wenn ich so tue, als wäre nichts zwischen uns? Aber wie weit komme ich damit? Irgendwann merken sie bestimmt was.

6. August 1977

Yeah! Wenigstens diese Ferien werden nicht so langweilig wie die x-dutzend anderen, die ich bisher erlebt habe. Meine Eltern haben tatsächlich die Honnet-Geschwister eingeladen, zu denen natürlich auch meine Freundin gehört, was ein weiterer Pluspunkt ist. Aber – ja gut, ich hab schon zuerst an Dorothy gedacht – vor allem habe ich an Daphne gedacht, die größere Schwester, die noch ein Hühnchen mit Sirius zu rupfen hat. Die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen und lassen das auch bei jeder erdenklichen Gelegenheit aneinander aus. Sehr amüsant für jede Art von Publikum, auch wenn die beiden sich da wohl das einzige Mal zustimmen würden und behaupten, es wäre auf keinen Fall lustig. Die beiden würden sich ja auch umbringen, wenn nicht immer noch irgendjemand zur Rettung kommen würde. Für Dorothy und mich war das alles ziemlich peinlich, vor allem in der Schule. Meine Liebste hat da eher den Status einer Stereotype-Blondine, vielleicht nicht ganz so billig, aber eben... blond, aber wehe, das reibt ihr jemand genau so unter die Nase. Derjenige kann gewiss sein, dass er so schnell kein Mädchen mehr abbekommt.

Erschreckend wie brutal das Liebchen sein kann. Würde ich ihr nicht zutrauen, wenn ich es nicht wüsste.

Dabei habe ich ein anderes Problem: Den dunklen Lord. Er rekrutiert seine Leute. Die anderen Slytherins sind total begeistert von ihm, nur die Honnets scheinen vorsichtig zu sein. Ich möchte es auch hoffen. Aber was soll ICH tun? Kneifen wie der kleine Junge, für den mich alle halten?

Niemals!

07. August 1977

Geschafft! Ich darf über die Ferien tatsächlich zu ihm! Ich kann es gar nicht fassen. Das ist einfach fantastisch. Er weiß es bestimmt auch schon. Drei Wochen bei Regulus ohne nervende Mitschüler oder störenden Unterricht. Hoffentlich habe ich alles dabei, wäre zu peinlich, wenn ich mein Make-Up vergessen würde, nicht, dass ich nicht natürlich gut aussehen würde, aber ohne geht frau eben nicht aus dem Haus. Wäre ja noch schöner, wenn mich dann auch noch seine Eltern so sehen würden. Vater hat gesagt, ich müsse ja einen guten Eindruck machen, damit... ja, damit ich die Familienehre nicht beschmutze. Er wollte es mir vielleicht nicht sagen, aber ich weiß sehr wohl, was das heißt: Sobald ich, das heißt wir, mit der Schule fertig sind, sollen wir heiraten, um die Reinblutlinie weiterhin aufrecht zu erhalten. Muss ich nur noch seine Eltern überzeugen, dass ich die Richtige bin!

Druella und Orion Black. Cousin und Cousine zweiten Grades und verheiratet. Aber so ist das nun mal bei reinblütigen Familien. Irgendwie sind wir alle miteinander verwandt und da wundern sich die Leute, dass die Zahl der Insassen der geschlossenen Abteilung im St. Mungo immer weiter ansteigt. Müsste ich meinen Bruder heiraten, würde ich auch freiwillig da hin gehen.

Na gut, Damian sieht gut aus und ist schlau, bei ihm wäre es sicher keine Tragödie, obwohl ich eindeutig zu viel von ihm und seinen wechselnden Liebschaften weiß. Ich will gar nicht mehr wissen. Er und Daphne tauschen sich ja immer ausführlich aus und er erzählt ihr alles haargenau.

Warum sie das tun? Keine Ahnung.

Sie tun ja noch mehr, über das ich hier lieber schweige.

Ich muss noch mal meine Koffer überprüfen. Gleich geht es los und da muss wirklich alles drin sein. Ich will ja nichts vergessen, schließlich hängt meine gesamte Zukunft davon ab.

06. August 1977

Großartig. Ich sprudle vor Begeisterung wie ein Mineralwasser über. Sag noch jemand, ich würde mich nicht freuen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Familie Black hat nichts, was wir nicht auch hätten, außer weibliche Wesen, die ich anfassen dürfte – reintheoretisch natürlich, aber die weigern sich ja noch immer, mich auch nur anzusehen, was soll das also? Ich meine, nur weil sie verlobt oder verheiratet oder weiß der Hippogreif, was sind? Dabei ist es ja ziemlich schade, schließlich muss man so einen gut aussehenden Kerl wie mich doch einfach lieben, oder etwa nicht?

Na gut, na gut, worum es eigentlich geht: Wir sollen unsere Ferien bei den Blacks verbringen, wobei ich mir eine Frage stelle: Was in drei Teufels Namen soll der Scheiß?!

Ich bin volljährig, mit der Schule fertig, habe reintheoretisch gar keine Ferien und soll mich in diese stinkende Hütte quetschen lassen. Das darf nicht sein. Ich will Party! Und meine Freiheit. Ist das etwa zu viel verlangt?

Wenigstens Dorothy wird ihren Spaß haben. Daphne dagegen schien auch nicht gerade begeistert. Na gut, sie sah so aus wie immer, aber jetzt im Moment habe ich das Gefühl, dass eine Hauselfe den morgigen Tag nicht mehr erleben wird. Möge sie in der Hölle schmoren und das Bild ihrer Mörderin niemals vergessen.

Spaß beiseite, ich weiß wirklich nicht, was das bringen soll.

Was, wenn sie uns überreden wollen, uns den Todessern anzuschließen? Zugegeben, ich bin nicht abgeneigt, doch bisher ist mir diese „Organisation" noch zu klein und machtlos. Lieber warten und sehen, was sich daraus entwickelt. Im Zweifelsfall schließe ich mich meiner Schwester an.

Ich sollte lieber mal packen gehen, zu Hause herrscht bestimmt wieder Chaos und das muss morgen noch beseitigt werden. Mutter schaut ja immer mal wieder nach dem Rechten und wenn es so aussieht, wenn ich nicht da bin, stöbert sie bestimmt wieder rum. Wie ich das hasse, als wäre ich erst neun!