Kapitel 2
Es war nur noch ein Tag bis zu ihrer Abreise und Lilyan hatte es Legolas immer noch nicht gesagt. Sie war gerade wieder mit Arwen in den Gärten spazieren als diese meinte: „Du kannst es ihm nicht ewig verheimlichen, Lilyan. Du musst es ihm sagen! Er hat ein Recht darauf es zu erfahren." „Ja, das weiß ich ja auch aber... der richtige Zeitpunkt ist eben noch nicht gekommen" Arwen seufzte leise, sie kannte dieses Problem nur zu gut. Als sie mit Eldarion schwanger gewesen war wollte sie auch auf einen perfekten Augenblick warten bis sie es ihm sagte. Am Ende hatte er es dann selbst herausgefunden. Das sagte sie ihr natürlich nicht; wollte sie nicht entmutigen. Und wer weiß vielleicht würde bei ihr ja noch der perfekte Moment kommen...
Es dämmerte schon langsam als Arwen sich von Lilyan verabschiedete und ins Bett ging. Diese wollte aber lieber noch etwas spazieren gehen und so wanderte sie noch ein bisschen in den Gärten umher bis auch sie die Müdigkeit packte und sie sich auf den Weg zu ihren Gemächern machte wo Legolas schon auf sie wartete.
„Wo warst du denn den ganzen Tag?", fragte er ein wenig besorgt, „Ich habe dich gesucht." „Oh...das tut mir leid. Ich war mit Arwen spazieren." „Aber ich habe sie schon vor einiger Zeit auf den Gängen zu ihren Gemächern gesehen.", er sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Ja, sie ist schon etwas früher gegangen. Ich wollte noch ein bisschen allein sein.", sie sah ihn unschuldig an und drückte ihm ein Kuss auf die Lippen. „Aber jetzt bin ich ja da", flüsterte sie leise und schmiegte sich an ihn. Legolas legte sofort seine Arme um sie und flüsterte ebenso leise: „Das wurde auch Zeit!"
Am nächsten Morgen herrschte reges Treiben im Palast. Es mussten noch die letzten Kleinigkeiten für die Reise vorbereitet werden und auch andere hohe Gäste wurden verabschiedet.
Als Lilyan aufgewacht war musste Legolas schon lange aufgestanden sein. Doch er hatte ihr eine kleine Nachricht hinterlassen dass sie zu den Ställen kommen sollte wenn sie aufwache.
Und genau dorthin war sie nun unterwegs. Sie trug wieder ihre alte Waldläuferausrüstung. Das engansitzende Korsett, die kurze Hose mit dem Überrock und die kniehohen Stiefel. Der Mantel der ihr Aragorn vor langer Zeit einmal geschenkt hatte durfte natürlich auch nicht fehlen. Eigentlich wollte sie auch ihre Waffen anlegen doch sie hatte sie nirgends finden können. Sie musste wohl Legolas fragen wo er sie hin hatte.
Sie trat gerade in den Stall als auch schon das fröhliche wiehern ihrer pechschwarzen Stute daw zu hören war.
Sie ging schnell zu ihr an die Box und streichelte ihre Nüstern. Dann bürstete sie mit kräftigen Bewegungen ihre Flanken und legte ihr Zaumzeug sowie einen Sattel an. Das Pferd sträubte sich als Lilyan mit selbigen ankam. „Tut mir leid, meine Süße aber wir haben Gepäck das wir verstauen müssen." Und während sie damit beschäftigt war brachte ein Stallbursche ihr auch schon ihre Sachen und wollte daw beladen als ihn Lilyan zurück hielt. „Danke, aber das mache ich selbst." Der junge Elb sah sie irritiert an doch als er den strengen Blick seines Prinzen sah der hinter ihr aufgetaucht war verbeugte er sich sofort tief und verschwand wieder. „Wie ich sehe bist du schon beinahe fertig", sagte er nun laut und Lilyan antwortete ihm ohne sich umzudrehen: „Ja, beinahe." Dann drehte sie sich zu ihm um und fragte: „ Legolas, ich habe vorhin mein Schwert gesucht. Ich konnte es nicht finden. Und die zwei Dolche waren auch nicht aufzutreiben. Hast du sie irgendwo gesehen?" Legolas lächelte leicht als er ihr antwortet: „Ich nehme an sie sind noch beim Schmied, wo du sie Anfang der Woche hingebracht hast." Lilyan lief rot an und hätte sich am liebsten vor den Kopf geschlagen. „Natürlich, das hatte ich ganz vergessen." Sagte sie mit immer noch leicht roten Wangen, „Ich werde sie gleich holen gehen." „Nicht nötig melamin, ich habe bereits einen Boten geschickt."(Liebes) „Du denkst auch an alles", sie lachte ihn fröhlich an bevor sie näher zu ihm trat und ihn zärtlich küsste.
Nun da sie verheiratet waren konnten sie auch endlich in der Öffentlichkeit ein paar Zärtlichkeiten austauschen.
„Was ist mit Aragorn und Arwen? Sind sie schon fertig?", fragte sie während sie daw fertig belud. „Ja ich denke schon, ich habe sie vor einiger Zeit aus dem Stall gehen sehn. Sie wollten glaube ich noch einmal in die Gärten", sagte er und trat hinter sie, „Sie wollten noch etwas ungestört sein," flüsterte er dann nah an ihrem Ohr und es bildete sich eine leichte Gänsehaut auf ihren Armen.
Sie zog schnell die letzte Schnalle fest und drehte sich zu ihm um. „Wir müssen uns noch von deinem Vater und deinem Bruder verabschieden, Legolas", meinte sie dann.
Die Hobbits und Gimli waren schon im laufe der letzten Woche gegangen und auch die meisten anderen Gäste waren bereits aufgebrochen.
Legolas seufze leise.„Ja, komm lass uns gleich gehen!" Er nahm sie bei der Hand und sie gingen wieder in den Palast um die beiden Elben zu suchen. Sie brauchten nicht lang da fanden sie sie auch schon. Sie waren in Thranduils Arbeitszimmer. Als sie das Paar bemerkten standen sie sofort auf und gingen ihnen entgegen.
Lilyan wollte schon zu einer Verbeugung ansetzen als der Druck auf ihre Hand in der von Legolas stärker wurde und sofort fiel ihr wieder ein dass sie das, da sie nun seine Frau war, gar nicht mehr musste. Und so blieb sie gerade stehen und wartete mit Legolas bis die beiden bei ihnen standen. „So, ihr wollt also schon los", kam es von Thalion. „Schon ist gut. Es ist spät, eigentlich wollten wir schon weg sein aber heute morgen ist mal wieder jemand nicht aus dem Bett gekommen." Legolas warf ihr einen gespielt strengen Blick zu den sie gekonnt ignorierte.
„Nun, dann lasst euch nicht weiter aufhalten", meldete sich nun auch Thranduil zu Wort. Er klopfte Legolas zum Abschied noch auf die Schulter und gab Lilyan einen Kuss auf die Stirn. Auch Thalion klopfte Legolas auf die Schulter nahm jenen aber noch in den Arm. Dann wand er sich an Lilyan. Auch sie umarmte er herzlich, waren sich die beiden in letzter Zeit doch sehr nahe gekommen und zu engen Freunden geworden. An ihrem Ohr flüsterte er noch leise: „Und pass mir gut auf ihn auf!" Doch natürlich hatte Legolas jedes Wort verstanden und schlug seinem kleinen Bruder kräftig gegen den Arm. Dieser gab ein lautes "Au" von sich und spielte den schwer verletzten.
„Na los lass uns gehen", wand sich Legolas an Lilyan. Diese nickte und nachdem sie noch einmal kurz Thalion umarmt und ihm seinen schmerzende Arm gerieben hatte machten sich beide wieder auf den Weg zurück in den Stall.
Dort warteten auch schon Aragorn, Arwen und deren Hofstaat auf sie. Als Lilyan zu daws Box ging sah sie dass ihre Waffen gegen die Tür lehnten. Schnell hob sie sie auf, schnallte sich den Gürtel mit ihrem Schwert um und steckte die zwei Dolche in ihre Stiefel.
Zufrieden blickte sie an sich hinunter. Da war sie wieder, die Lilyan die sie in den letzten Wochen und Monaten während der vielen Festlichkeiten so sehr hatte vernachlässigen müssen.
Und auch Legolas schien dies aufgefallen zu sein denn er raunte leise an ihrem Ohr: „ Na, fühlst du dich wieder wohl meine kleine Kriegerprinzessin." Sie drehte sich zu ihm um und strahlte über beide Ohren. „Oh ja!" Damit verschwand sie in der Box holte daw heraus und brachte sie nach draußen wo die anderen schon warteten.
Da kam ihr auch schon Arwen entgegen die leise fragte: „Und...hast du es ihm...schon gesagt" Bei diesen Worten krampfte sich ihr Magen unwillkürlich zusammen und sie presste schnell ihre Hand auf ihren Bauch. „Nein...ich habe beschlossen es ihm in Ithilien zu sagen." Etwas beruhigt da sie ihr wenigstens einen etwas genaueren Zeitpunkt gesagt hatte ging Arwen wieder nach vorn zu Aragorn welcher ihr aufs Pferd half. Lilyan hielt sich immer noch den Bauch als Legolas auf Arod neben sie ritt. „Kann's los gehen?" Sie blickte zu ihm auf und nickte. Dann schwang sie sich in den Sattel und ritt mit Legolas an die Spitze des Zugs.
Der Weg durch Düsterwald verlief recht ereignislos. Doch alle bestaunten wie schön der Wald doch wieder geworden war nach dem Krieg.
Und wirklich er war nicht mehr so dunkel wie früher. Er war offener und selbst das grün der Bäume schien freundlicher. Auch hausten hier keine der dunklen Wesen mehr die früher einmal den Düsterwald ihr Zuhause genannt hatten. Doch Lilyan war er trotzdem zu groß, war sie doch in dem, im Gegensatz zum Düsterwald, recht kleinen Bruchtal aufgewachsen und tief im Innern machte er ihr noch immer Angst. Sie wusste nicht warum doch sie hatte immer dieses komische Gefühl im Magen. Doch das wollte sie vergessen; nun da der Düsterwald ja ihr Zuhause sein sollte.
Schon nach einer Woche hatten sie den Wald hinter sich gelassen und ritten nun an den Ufern des Anduin entlang weiter Richtung Gondor.
Als sie dann endlich ihr Ziel, Ithilien, erreicht hatten trennte sich die Gruppe und Legolas und Lilyan machten sich auf die Suche nach einem gemütlichen Gasthaus in dem sie die Nacht verbringen konnten.
Sie brauchten nicht lang da hatten sie auch schon etwas passendes gefunden. Es war nicht groß und etwas abgeschieden in einem kleinen Dorf. Genau das richtige wenn man ein bisschen ungestört sein wollte.
Sie brachten die Pferde in den Stall und gingen in das Gasthaus. Sie setzten sich an einen Tisch in der Ecke und es dauerte nicht lang da kam auch schon ein junges Mädchen um sie zu bedienen.
Nachdem sie gegessen hatten ging Legolas an die Theke um nach Zimmern zu fragen und sie hatten Glück es gab noch ein freies Zimmer. Das junge Mädchen welches sie vorhin auch bedient hatte führte sie dorthin. Sie öffnete die Tür und ließ die beiden Elben eintreten. „Eine angenehme Nacht", wünschte sie noch bevor sie die Tür hinter sich zuzog.
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen hatte Legolas Lilyan auch schon in einer innigen Umarmung gefangen und küsste sie fordernd. Sie erwiderte den Kuss heftig und schlang ihre Arme um seinen Hals. Seine Hände strichen sacht über ihre Schenkel als er sie plötzlich hochhob und auf dem nahegelegenen Tisch wieder absetzte. Lilyan spreizte die Beine ein wenig dass er sich dazwischen stellen konnte und er nahm diese Einladung ohne zu zögern an. Nach einem weitern heftigen Kuss wand er sich ihrem Hals zu und sie drehte ihren Kopf gehorsam beiseite um ihm noch mehr Spielraum zu bieten.
Ihre Mäntel und Schuhe hatten sie schon vorhin abgelegt und so machte sie sich nun an seinem Hemd zu schaffen. Mit geschickten Finger öffnete sie die filigranen Verschlüsse und ließ das überflüssige Stück Stoff neben sich auf den Boden gleiten.
Dann strich sie langsam seinen Rücken entlang und als er sie wild in die Schulter biss quittierte sie dies mit einem langen Striemen auf seinem Rücken.
Er stöhnte laut auf als sie mit ihren Fingernägeln seinen Rücken hinunterfuhr und sie wusste das er nun unberechenbar wurde.
Dies sollte sich auch gleich bestätigen als er sie hochhob und zum Bett trug. Dort legte er sie in die Kissen und kniete auch sogleich über ihr. Dann riss er mit einem Ruck ihr Korsett auf, zog ihre Hose über ihre Hüften und schmiss die Sachen geradewegs zu seinem Hemd.
Sofort beugte er sich wieder zu ihr herunter und widmete sich gleich ihrem Dekolteé um dann zu den Brüsten überzugehen. Sie keuchte leise als er in ihre Brustwarze biss und stieß mit ihren Hüften gegen seine.
Sie hielt es jetzt schon kaum mehr aus und doch wusste sie dass Legolas sie noch eine Weile quälen würde, allein schon für die langen, roten Kratzer die jetzt seinen Rücken zierten.
Und wieder sollten sich ihre Vermutungen bestätigen als er langsam an ihr hinunterglitt und seine Aufmerksamkeit nun ihrem Bauchnabel galt.
Langsam tauchte seine heiße Zunge hinein, umrundete ihn und koste die weiche Haut darum.
Sie krallte ihre Hände schon beinahe Schmerzhaft in seine Haare doch er ließ sich davon nicht beirren und machte weiter. Nach einer Weile, ihr kam es vor wie eine halbe Ewigkeit beugte er sich wieder über sie und küsste sie zärtlich. Sie dachte sie hätte es überstanden und flüsterte heißer: „Telio... lheitho nin." (Komm... erlöse mich)
Doch er grinste sie nur teuflisch an und dann spürte sie plötzlich seine Hand in ihrem Schoss und sie stöhnte erschrocken als sich einer seiner Finger selbstständig machte und in sie eindrang. „Legolas...", seufzte sie leise. „Wie bitte?", kam es leise an ihrem Ohr zurück.
„Legolas...", sie wurde lauter als er sich in ihr bewegte.
„Legolas... bitte ..." Ihre Stimme hatte nun einen schon fast flehenden Unterton angenommen als er sich endlich aus ihr zurückzog, sich seine Hose auszog und sie zu den restlichen Sachen warf.
Als er wieder über ihr lag drängte sie sich sofort an ihn und überschüttete ihn mit Küssen. Dann erlöste er sie endlich von ihren Qualen und drang langsam in sie ein. Er nahm sie schnell und mit harten Stößen und mit jedem Mal drang er tiefer in sie ein bis sie beide ihren Höhepunkt erlebten und er entkräftet auf sie nieder sank.
Sie empfing ihn mit einer innigen Umarmung doch als sie ihre Arme auf seinen Rücken legte atmete er zischend ein und sofort nahm sie die Hände wieder weg und krabbelte unter ihm hervor um sich seinen Rücken genauer anzusehen.
Ihr stockte der Atem als sie sah was sie angerichtet hatte. Links und Rechts zogen sich vier lange, rote Striemen seinen Rücken hinunter und als sie zart darüber strich spürte sie wie er sich verspannte also ließ sie schnell davon ab.
Auf einmal tat es ihr so unendlich leid; sie küsste ihn zart zwischen die Schulterblätter und bahnte sich streichelnd und küssend einen Weg seine Wirbelsäule hinab.
Dann drehte er sich plötzlich auf die Seite und nahm sie in den Arm. Er schlang ein Bein um sie und seine Hände, auf ihrem Rücken ruhend, drückten sie noch näher an ihn.
Um ihm keine unnötigen Schmerzen zu bereiten schlang sie ihre Arme um seinen Hals, immer darauf bedacht seine Wunden nicht zu berühren.
Doch Lilyan konnte ihm in diesem Moment nicht Nahe genug sein und sie drückte sich noch enger an ihn.
Sie knabberte schon leicht an seinem Ohrläppchen und ihr Becken stieß gegen das seine als er sie noch ein Stück näher an sich zog um ihr den Spielraum zu nehmen. „Nicht Lilyan, wir müssen morgen früh aufstehen. Ich will dir etwas zeigen." Doch sie hörte ihm schon gar nicht mehr richtig zu, verging vor Wonne von ihm und küsste leicht sein Außenohr als sie leise und stockend sprach: „Legolas, ae iest lîn... Aniron cen…. Si! " (Legolas, bitte...Ich begehre dich... Jetzt!)
Auf Legolas Lippen schlich sich ein Lächeln. Es kam nicht sehr oft vor dass sie ihn so umwarb, meist war er es der versuchte mit Worten in ihre Gunst zu treten. Und so genoss er es doppelt und dreifach wenn sie es tat.
Sie wand sich bereits unter ihm, wollte sich aus seiner Umarmung lösen und sich einfach nehmen wonach es sie verlangte doch Legolas drückte sie unbarmherzig an sich und wartete bis sie sich beruhigt hatte.
Dann wurde seine Umarmung wieder lockerer, doch das war genau das was Lilyan wollte. Sie verlagerte unbemerkt ihr Gewicht ein bisschen und drehte sich mit ihm sodass sie auf ihm zu sitzen kam. Dann beugte sie sich wieder zu ihm herunter und verwöhnte seine Ohren. Immer wieder flüsterte sie leise: „Milin cen, melethron... Milin cen." (Ich liebe dich, Geliebter. Ich liebe dich)
Nach einer Weile setzte er sich auf und Lilyan saß nun auf seinem Schoss. Doch es gefiel ihr gar nicht schon jetzt die Oberhand zu verlieren und sie sträubte sich als er sie in die Kissen drücken wollte. Da flüsterte er leise: „Vertrau mir." Und mit sanfter Gewalt drückte er sie hinunter.
Sie schlang sofort ihre Beine um seine Hüften als er in sie eindrang um ihn noch intensiver zu spüren.
Und er hatte Recht, so spürte sie ihn so viel deutlich in sich als wenn sie geführt hätte.
Doch sie konnte einfach nicht genug von ihm bekommen, kam ihm immer wieder entgegen und Legolas glaubte diese Schnelligkeit nicht mehr lange auszuhalten als er ihren Höhepunkt in allen Fasen mitbekam.
Jeder einzelne Muskel um ihn spannte sich an und er glaubte dies nicht zu überleben da sie nun noch enger war, noch heißer und so klammerte er sich an ihren Schultern fest um seinen eigenen Höhepunkt zu überleben.
Sie zog ihn langsam zu sich hinunter und kam ihm noch ein letztes mal entgegen bevor er sich in ihr ergoss und sich zurückzog.
Keuchend und schwer atmend lagen die beiden nebeneinander und schauten mit gläsernen Blicken an die Decke.
Nach einer Weile, nachdem sie das Gefühl hatte sich wieder bewegen zu können und sich ihre Atmung beruhigt hatte, drehte sie sich zu ihm auf die Seite und sah ihn still an bis auch er sich zu ihr drehte und sie wieder in die Arme schloss.
Als sie am nächsten Morgen aufwachte blinzelte Lilyan einem Kissen entgegen. Sie richtete sich ein wenig auf und stütze sich auf die Ellenbogen. Sie hatte sein Kissen umarmt! Sie schüttelte den Kopf und sah sich um. Er war nirgends zu sehen. Sie schaute aus dem Fenster. Die Sonne war noch nicht einmal aufgegangen. Erschöpft ließ sie sich wieder in die Kissen fallen. Wo war er nur schon wieder?
Sie seufzte leise und überlegte ob sie wohl aufstehen sollte als sie einen leichten Luftzug verspürte und im selben Moment seinen wohligen Geruch wahrnahm. Sie drehte sich um und richtete sich wieder auf. Dabei rutschte das dünne Lacken von ihrem Oberkörper und entblößte ihre seidige Haut.
Legolas, der mit einem Handtuch um die Hüften vor ihr stand zog die Auenbrauen hoch und sah sie eindringlich an. Sie zog schnell wieder die Decke um sich und stand auf. Seine Haare waren noch leicht feucht. Er musste ein Bad genommen haben.
„Mae aur, melamin"(Guten Morgen, Liebes), er überwand das kurze Stück zu ihr und tupfte ihr einen Kuss auf die Lippen. „Das Wasser ist noch warm wenn du auch ein Bad nehmen möchtest."
Das ließ sie sich nicht zweimal sagen und verschwand durch die kleine Seitentür; die sie bis jetzt gar nicht bemerkt hatte, aus der Legolas gekommen war und stieg gleich in den mit warmem Wasser gefüllten Zuber der mitten im Raum stand.
Nach einem ausgiebigen Bad wickelte sie sich ein Handtuch um und ging wieder in das Schlafzimmer. Dort wand sie sich direkt an den Wäschehaufen neben dem Tisch um sich anzuziehen. Ihre Hose und ihre Unterkleider waren noch intakt, was man von ihrem Oberteil nicht mehr behaupten konnte. Es hatte Legolas grober Gewalt gestern nicht standhalten können und die Schnürung vorn war zerrissen.
Sie drehte sich zu Legolas um, der gerade seine Haare flocht. „Du hättest wenigstens fragen können ob ich noch ein anderes habe!", warf sie ihm vor. Doch er drehte ihr nur provokativ seinen geschundenen Rücken zu, was sie wieder leicht erröten lies.
Sie murmelte noch etwas von 'verdient' und 'meine Schulter sieht auch nicht besser aus' und kramte dann ein neues Korsett aus ihrem Beutel.
Als sich beide vollständig angezogen hatten schaute Legolas abschätzend aus dem Fenster. Es war noch leicht dunkel und würde wohl noch ein bisschen dauern bis die Sonne aufging.
„Komm mit," er nahm sie bei der Hand und zog sie zur Tür raus. „Ich will dir doch noch was zeigen." Sie lief hinter ihm her und erst als sie in den Stall kamen und schon dabei waren ihre Pferde zu satteln erinnerte sie sich. Gestern Nacht... da hatte er doch so etwas gesagt...
„Was willst du mir denn zeigen?", fragte sie und man konnte die Neugierde aus ihrer Stimme heraushören.
„Nad ú-athirnen" (Überraschung), erwiderte er nur.
Und so folgte sie ihm stumm als er aus dem Stall ging und dann den Weg zurückritt den sie gekommen waren.
Auf einer kleinen Anhöhe machte er Halt und stieg ab.
„Und nun?", kam es ungläubig von Lilyan als sie auch abstieg. Sie wusste nicht was er ihr hier zeigen wollte. Doch dann drehte er sie wortlos um.
Nun konnte über sie über die gesamte Ebene von Süd Ithilien blicken.
Vor ihr in der Ferne sah sie das Gebirge, Durthang; hinter welchem sich gerade die Sonne erhob und seine weißen Spitzen rot leuchten ließ.
Es war ein wunderschöner Anblick. Und als Legolas dann noch zärtlich die Arme um sie schlang war er perfekt.
Und genau das schoss Lilyan dann in den Kopf. Es war der perfekter Moment. Der perfekte Moment um es ihm zu sagen.
Also drehte sie sich kurzerhand zu ihm um und sah ihm lang in die Augen. Er erwiderte ihren Blick ruhig und nach einer Weile, nachdem sie sich die passenden Worte zurechtgelegt hatte sagte sie leise: „Legolas, boe enni le 'gobeded..."(Ich muss dir etwas sagen) Als er nichts entgegnete sprach sie weiter: „Ich... ich bin...", stotterte sie und wusste nicht mehr was sie sagen wollte. Er sah sie erstaunt an. „Du bist...?" Sie atmete noch einmal tief durch und sagte dann ruhig: „Ich bin schwanger!"
Sie wusste nicht was sie tun sollte und sie glaubte schon Tränen in ihren Augen zu spüren als er sich endlich regte. Er sah sie liebevoll an und dann übermannten auch ihn seine Gefühle. Er nahm Lilyan in den Arm, drehte sich schwungvoll mit ihr und sagte laut: „Das ist wundervoll, Lilyan. Das ist..." Doch auch ihm versagten nun die Worte und er umarmte sie einfach nur während sie ihre leisen Schluchzer an seiner Schulter erstickte.
