Kapitel 2
Noch drei Tage.
Harry war inzwischen in der Winkelgasse, in einer Bücherei und unter einem Stapel Bücher begraben. Aber er fand nichts Nützliches, eine der Vorraussetzungen der Rituals war schwarzmagisches Blut, aber seine Eltern waren reine Weißmagier. Jetzt hieß es hoffen, dass die Familie wirklich so alt war und sich mal ein Schwarzmagier eingeheiratet hatte und er vielleicht ein Tröpfchen schwarzmagisches Blut in sich hatte. Moment, um es herauszufinden musste er doch nur einen Bluttest machen.
Harry schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn. Wieso war er auch nicht gleich darauf gekommen? Er war doch sonst nicht so zerstreut.
Ins Ministerium wollte er deswegen nicht laufen, nur um einen Test machen zu lassen. Also hatte er sich einfach ein Buch geschnappt indem es erklärt wurde.
Also, ein Blatt Pergament nehmen, einen Tropfen Blut auf dieses tropfen lassen und die angegebene Formel mit einem Wink des Zauberstabes sprechen. Wirklich nicht schwer, dachte sich Harry. Und so holte er schnell ein Blatt Pergament aus der Tasche und biss sich in den Finger, um ein Tropfen Blut auf das Pergament tröpfeln zu lassen. Die Wunde schloss sich, noch bevor er sie mit dem Stab heilen konnte. Noch eben diesen geschwungen und die Zauberformel gesprochen, und schon sickerte das Blut in das Pergament. Oder wurde es mehr eingesaugt? Harry hatte keine Zeit sich noch mehr Gedanken darüber zu machen, denn einen Moment später stand dort in fein säuberlicher Schrift:
Ergebnis der Bluterkennung von Mr. Harry James Potter
Im Blut enthaltene Anteile sind:
Schwarzmagisch 70%
Weißmagisch 30%
Mit freundlichen Grüßen
Sibill Hearthstone, Ministerium, Abteilung für Bluterkennung, Block B
Nachdem Harry sich das Ergebnis mehrere Male durchgelesen hatte, schwirrten in seinem Kopf nur noch wirre Fragen, von denen er nicht eine richtig fassen oder beantworten konnte. Ob er wieder nur eine Halbwahrheit bekommen hatte, oder ihm etwas ganz verschwiegen wurde? Seine Eltern waren also doch keine reinen Weißmagier?
Er war sich sicher, dass er unbedingt Antworten brauchte. Sehr dringend sogar.
Aber wo? Harry wusste es nicht. Nach einer halben Stunde Grübelns, und als Harry schon kurz davor stand seinen Kopf mit der Tischplatte Bekanntschaft machen zu lassen, überkam ihn die Erleuchtung. Schwarzmagier mussten sich im Ministerium registrieren lassen, damit sie überwacht werden können, seit Grindelwald hatte die Bevölkerung einfach zu viel Angst vor schwarzer Magie.
Also müsste er dort wenigstens ein paar Antworten finden.
Genauso schnell wie die Freude über diese Erkenntnis gekommen war, wurde Harry schon wieder traurig. Er wollte nicht ins Ministerium, dort erinnerte ihn zu viel an die Verluste die er erlitten hatte.
Das musste doch auch irgendwie anders zu schaffen sein. Und wieder überkam ihn eine Idee.
Die Harry auch sofort in die Tat umsetzen wollte.
Also schnell die Tasche gepackt, Sachen zusammen gekramt und ab nach Gringotts!
Die Blicke die ihm zugeworfen wurden als er durch die Gasse rannte bemerkte er gar nicht, und in seinem Eifer hatte er das Apparieren ganz vergessen.
Bei Gringotts angekommen, und nicht aus der Puste, was ihn doch recht verwundert stimmte.
Legte er seinen Schlüssel vor den Kobold hin, um in sein Verlies gelassen zu werden.
In welches Harry auch nach einer kurzen Musterung Seiten des Kobolds geführt wurde.
Nach einer kurzen Achterbanfahrt mit dem hauseigenen Transportmittel wurde er in sein Verlies eingelassen.
Harry war wie immer von der Menge der Galleonen überwältigt, aber er war auf der Suche nach etwas anderem. Obwohl, er würde sich später schon einmal sein Geld in seinem Endlos-Geldbeutel verstauen, dann hätte er hier schon alles erledigt und müsste nicht in den noch verbleibenden zwei Tagen wieder kommen.
Aber zuerst musste er das finden, weswegen er eigentlich hier war. Hatte Sirius nicht einmal etwas von einem Stammbaum gesagt?
Nach einigen Stunden verzweifelnden Suchens war Harry wieder mit seinen Nerven am Ende.
Er hatte bestimmt schon Tausende von Pergamenten zwischen der Geldaufhäufungen gefunden, doch nicht eines sah nur im entferntesten wie ein Stammbaum aus.
Was mussten Verliese auch so schrecklich groß sein?
Als er nach weiteren 10 Minuten einen Schreibtisch voller Papiere entdeckte, hoffte er, endlich das zu finden was er suchte. Und seine Mühen wurden belohnt. In der dritten Schublade des massiven Eichen-Schreibtisches fand er zwar keinen Stammbaum, aber ein Buch mit Auflistungen aller Zauberer und Hezen, die sich im Verlauf der Zeit mit dem Hause Potter gemischt hatten. Und zu seiner Verwunderung waren es sogar ziemlich of Schwarzmagier. Okay, das war geklärt und nicht wirklich schwer gewesen, wenn auch anstrengend.
Doch Harry gab sich erst einmal damit zufrieden, er würde es schon noch herausfinden.
Als er dann sein Verlies verlassen wollte, erinnerte er sich noch daran, dass er schon das Geld mitnehmen wollte. Er will ja nicht mittellos sein, wenn er sein Vorhaben in die Tat umsetzt.
Nachdem er alles in Gringotts erledigt hatte, ging er mit neu gefülltem Geldsäckchen und dem gerade gefundenen Buch in der Tasche in eine nette kleine Absteige in der Winkelgasse, um etwas zu essen und ein Zimmer zu beziehen. Die letzten Tage die er in dieser Zeit verweilte, wollte er nicht unbedingt bei den Dursleys verbringen. Seine wenigen Sachen würde er Morgen holen, denn es war doch schon reichlich spät, und Harry nach dem langen Tag doch sehr müde.
So ging er nach dem Essen sofort hoch in sein Zimmer und ging ins Bett, indem er sich noch ein wenig in das neue Buch vertiefte, um schließlich ein zu schlafen.
Kapitel 2 Ende
Sorry, dass es wieder so kurz ist...
~cookiepaws~
