Kapitel 2. Los geht's. :)
Here We Come a Wassailing by Cheryl Dyson
Chapter 2
Am Montag darauf hatte Harry einen Vorwand gefunden um die Abteilung für Magische Handelsaufsicht zu besuchen. Und er weigerte sich einzusehen, dass er das ganze Wochenende gebraucht hatte um sich diese bestimmte Ausrede einfallen zu lassen.
Malfoys Tür war offen und einen Moment lang stand Harry nur im Türrahmen bevor er endlich eintrat. Der Raum kam als Büro gerade so infrage. Er war noch winziger als Arthur Weasleys altes Büro. Und scheinbar teilte sich Malfoy das kleiderschrankgroße Zimmer mit jemand anderem – Malfoys Schreibtisch stand bei der Tür, doch in der anderen Ecke stand ein zweiter Schreibtisch. Sein Büronachbar schien ein Chaot zu sein. Seine Hälfte sah aus, als hätte er Besuch von einem Hurrikan bekommen. Überall lagen Papiere.
Malfoys Zimmerhälfte dagegen war makellos.
Malfoy bemerkte Harry in der Tür, nahm aber keine andere Notiz von seiner Anwesenheit als: „McWilliams hat heute frei."
„Ich will…ah…nicht zu McWilliams", sagte Harry. „Ich wollte zu dir."
„Zu mir? Der Auserwählte möchte zu mir? Habe ich was angestellt oder sollen wir uns gleich auf die Apokalypse vorbereiten?"
„Sehr witzig. Ich arbeite an einem Fall und muss wissen, ob der Verdächtige irgendwelche Magischen Vorschriften verletzt hat. Hast du zufällig eine Ausgabe von Artikel Siebzehn?"
„Hättest du dir den im Archiv nicht selbst besorgen können?", wollte Malfoy wissen.
Harry zwirbelte seine Stirnlocke. „Uh…jaah. Eigentlich wollte ich wissen, ob du am Wochenende mit mir zum Weihnachtssingen gehen willst. Uns…ich meine uns. Weihnachtssingen mit uns."
Malfoy schenkte ihm tatsächlich ein Lächeln, was schon genug war, damit Harry das Blut dorthin lief, wo es nicht hinlaufen sollte. Was zur Hölle stimmte nicht mit ihm? Er wollte Malfoy doch nur singen hören. Es war nicht so, dass er sich…zu ihm hingezogen fühlte oder sowas Lächerliches.
„Trinkst du?", fragte Malfoy.
„Natürlich nicht!", antwortete Harry mit finsterem Blick.
„Beim letzten Einsatz was Schweres auf den Kopf bekommen?", bot Malfoy milde an.
Harry begann langsam an seiner Entscheidung, den Blonden aufzusuchen, zu zweifeln. „Nein."
„Zeigt sich endlich der latente, hereditäre Wahnsinn?"
„Hör' mal, ich will nur, dass du mit zum Singen kommst."
„Auf gar keinen Fall, Potter. Und jetzt weg mit dir. Ich habe Arbeit zu erledigen und keine Zeit für deine kleinen Spielchen, egal, was sie sollen."
„Keine Spielchen, Malfoy. Ich will wirklich, dass du kommst." Harry versuchte es mit Ehrlichkeit.
„Warum?" In Malfoys Stimme war das Misstrauen deutlich zu hören.
Zumindest war Harry darauf vorbereitet gewesen. „Weil ich denke, dass es mehr Interaktion und Kooperation zwischen den Abteilungen geben sollte." Als er das vor dem Spiegel geübt hatte, hatte es sehr logisch und fast schon nach Hermine geklungen.
„Ah. Dann fragst du also für das Ministerium?"
„Ähm…nein. Naja…ja?" Harry hatte das Gleichgewicht verloren und versuchte gedanklich einen Ausweg zu finden, doch da war nichts zu machen.
„Macht es dir etwas aus, zwei Schritte zurück zu machen, Potter?", fragte Malfoy mit einer scheuchenden Geste.
Harry runzelte die Stirn, trat aber sofort in den Flur.
Die Tür schlug ihm vor der Nase zu.
To be continued…
Bis morgen, meine Lieben. 3
