Disclaimer: Alles Rowlings, nix meins. Verdiene auch nix dran. Ach ja, der Titel von Ch. 1 ist das Motto einer ziemlich guten Austauschorganisation, deren Rechte ich hiermit auch nicht angreifen will!

Olaf, Ina, coco, Danke für die Reviews:D Hier schon mal ein kurzes chap, im nächsten (kommt auch bald) dann die ersten Wiedersehensfreuden... -ggg-

2. Das Neuste vom Neuen

Ein seltsam gekleideter Mann schlenderte die Winkelgasse hinunter. Er trug eine Muggeljeans und einen bunten Wollponcho. Seine langen schwarzen Haare, in denen eine kleine bunte Feder steckte, wurden mit einem Seidenhaarband zusammengefasst und bedeckten fast gänzlich den kleinen Lederrucksack, den er auf dem Rücken trug. Hinter seinem linken Ohr trug er einen abgewetzten Zauberstab, im rechten Ohr hing ein filigraner kleiner Ohrring in Form eines Drachen, der sich um einen winzigen Smaragd wand. In einer Hand hielt er einen einfachen Wanderstock. Seine Schuhe waren solide, aber das Material sah müde aus, als habe er sie über zu viele Meilen getragen.

Der Mann lief mit einem verträumten Grinsen die Straße entlang, sich der erstaunten oder auch abschätzigen Blicke seiner Mitmenschen scheinbar nicht im Mindesten bewusst.

Harry freute sich. Er fiel auf, doch es schien, dass niemand ihn erkannte. Er war gespannt, ob Voldemort den Dursleys die besprochenen Erinnerungen eingepflanzt oder es sich im Nachhinein anders überlegt hatte. Es war ein merkwürdiger Tag gewesen, an dem Harry England verlassen hatte. Die Dunkleheit hatte sein Handeln bestimmt, und er war sich sicher, dass er nicht der Einzige war, der sich am nächsten Tag fragte, wie er sich nur so hatte verhalten können. Ob Voldemort wohl bereute, was an jenem Tag vor vier Jahren passiert war?

Harry lebte schon seit einigen Monaten von dem, was er unterwegs erarbeiten konnte oder in irgendeiner Animagusform fraß. Das führte so weit, dass er selbst in menschlicher Gestalt eine Vorliebe für Gemüse und Wildkräutersalat entwickelt hatte, denn einer seiner Lieblingsformen war die Bergziege- lustig und frei. Jetzt aber galt es unauffälligere Kleidung zu kaufen, und so wandte er sich der Zaubererbank zu, um endlich mal wieder auf sein noch immer wohlgefülltes Konto zurückzugreifen.

Gringotts war so geschäftig wie eh und je. Der Kobold am Schalter nahm Harrys Schlüssel kommentarlos entgegen und geleitete den Zauberer zu seinem Verließ. Ich liebe das Bankgeheimnis!,dachte sich Harry, während er die Nase in die Luft streckte und den Fahrtwind hinunter zu seinem Verließ genoss.

Etwa zwei Stunden später befanden sich seine Reiseklamotten saubergehext und geschrumpft in seinem Rucksack. Er trug jetzt eine schwarze Kordhose, ein Muggelshirt mit Greenpeacewerbung und einen Zaubererumhang. Schon um Einiges weniger auffällig, dachte er zufrieden. Er aß im Tropfenden Kessel zu mittag, lauschte auf die Gespräche ringsum und blätterte im Tagespropheten. Soviel er sehen konnte, war die Zeitung so voreingenommen wie vor vier Jahren. Der Leitartikel stammte aus der Feder von Rita Skeeter, Spekulationen über Du-weißt-schon-wessen nächsten Zug. Es schien, dass Voldemort sich tatsächlich seit Monaten aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte, keine Überfälle mehr unternahm, keine Drohungen ausstieß und auch sonst nichts von sich hören ließ.

Harrys Augen leuchteten erfreut auf, als er las, dass 'Zaubereiminister Alastor Moody' die Dementoren aus Azkaban entfernt hatte. Fudge war also endlich seines Amtes enthoben worden! Er staunte nicht schlecht, als er ein paar Seiten weiter erfuhr, dass Moody sich vehement für die Rechte von Werwölfen, Zentauren und anderen magischen Wesen einsetzte, unterstützt von der Beauftragten für Völkerverständigung H. Granger. Hermine, du hast den Durchbruch geschafft, dachte er stolz. Seine Freundin hatte das Zeug dazu, die Welt zu verändern. Beinahe meldete sich das schlechte Gewissen wieder, als er sich eingestehen musste, dass er selbst bisher zu keiner positiven Veränderung in England beigetragen hatte; doch dann dachte er an den Stammeskrieg im Kongo, in dem er als unparteiischer Vermittler gewirkt hatte, und an das gemeinsame medizinische Forschungsprojekt des japanischen Heilers Tezuka und seines amerikanischen Kollegen Keyston, das durch ihn zustande gekommen war, und schmunzelte. Auch er war in den letzten Jahren nicht nur eigennützigen Zielen gefolgt.

"...kann ich nicht glauben. Du-weißt-schon-wer würde doch nie etwas für einen Muggel tun!", hörte Harry einen Mann sagen. Interessiert verbarg er sein Gesicht hinter der Zeitung und lauschte.

"Aber wenn ich es doch sage!", erklang die erhitzte Stimme einer Frau. "Die V. Riddle Stiftung für Waisenkinder. Wie viele Riddles kennst du, die ihren Namen behalten haben, nachdem Dumbledore vor drei Jahren den echten Namen von Du-weißt-schon-wem bekannt gegeben hat?"

"Aber es ist eine Muggel-Stiftung. Die Muggel wissen nichts von Du-weißt-schon-wem. Ehrlich, Margret, du sieht doch Chimeren."

Harry ließ die Zeitung sinken. Verwirrt überdachte er das Gehörte. Konnte Voldemort sich seine Denkanstöße damals etwa zu Herzen genommen haben? Er hatte Veränderungen erwartet in diesen vier Jahren, aber keine Wunder.

Er beschloss, Voldemort noch an diesem Abend zu besuchen und herauszufinden, was hinter den Gerüchten steckte.

Vorher aber wollte er überprüfen, ob der Dunkle Lord auch brav die Finger von seinen Freunden gelassen hatte. Hermine schien es gut zu gehen; als nächstes wollte er sehen, wie die Dinge bei den Weasleys standen.

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Demnächst dann also WWW. : )