Disclaimer: All TBBT characters are owned by CBS, Warner Bros. TV and Chuck Lorre Productions

.

.

.

The one with the zombie apocalypse

Völlig außer Atmen schloss Sheldon die Tür zu seinem Büro im Caltech und nahm ein paar tiefe Atemzüge. Kraftlos ließ er sich an der Tür hinabgleiten und schloss die Augen.

.

.

.

Alles war aus den Rudern gelaufen und bis jetzt konnte es keiner stoppen. Das was Sheldon schon seit Jahren immer wieder predigte und ihm niemand glaubte, war eingetreten.

Die Zombie Apokalypse!

Biologen verschiedener Industrieunternehmen hatten vor einiger Zeit mit Experimenten begonnen, die Genmanipulation vorsah und biologische Waffen herstellen sollte.

Natürlich war das alles schief gegangen und die entstandenen Viren waren durch diverse Unfälle auf die Welt losgelassen worden, die sich daraufhin sehr veränderte.

Sheldon glaubte nicht an Unfälle!

Innerhalb kürzester Zeit hatte sich die Welt verändert und kaum noch ein Mensch war er selbst. Überall auf der Welt war das Chaos ausgebrochen, Städte waren verwüstet und brannten zum Teil.

Beinahe sämtliche Geschäfte in allen Städten waren geplündert worden, von den Menschen, die von den Viren nicht befallen waren und sich verbarrikadierten, um zu überleben.

Alles sah fast so aus wie in all den Zombie Filmen, die Sheldon gesehen hatte. Verwüstung, stehen gelassene Autos, die zum Teil nur noch Schrott waren und einen Schrotthändler hätten glücklich gemacht.

Irgendwie hatte sich sogar das Wetter angepasst, denn seit Wochen hingen dunkle Wolken über Pasadena, so wie den Rest von Kalifornien und es gab Tage da hörte es kaum auf zu Regnen.

Die Streitmächte, der einzelnen Länder und Staaten konnten wenig ausrichten, denn die Viren waren einfach zu stark. Einzige Lösung in der derzeitigen Zombielage - Köpfe ab und verbrennen.

Deswegen lagen überall auf den Straßen verbrannte Leichen und unter ihnen auch einige Nicht-Zombies, die aus Versehen getötet wurden. Vielleicht war es für sie auch besser so.

.

.

.

Sheldon öffnete die Augen und rappelte sich auf. So schnell er konnte suchte er alles zusammen, was für ihn wichtig war und das er nicht zurücklassen wollte.

Schlimm genug war, dass er Leonard, Raj und Amy verloren hatte. Was mit Bernadette und Howard war konnte er nicht sagen, da sie zum Zeitpunkt des Ausbruchs bei der NASA in Houston waren.

Sheldons Herz zog sich schmerzhaft zusammen als er an Penny dachte, von der er ebenfalls schon seit Wochen nichts gehört hatte und um die er sich am meisten sorgte.

Sie war bei ihrer Familie in Nebraska, als alles losging. Sie hatte ihm eine SMS geschrieben, dass sie gut angekommen war und wollte sich dann abends immer melden.

Zwei Tage lang tat sie das auch und als das Chaos ausbrach, brach der Kontakt ab. Alle Versuche sie danach zu erreicht schlugen fehl und Sheldons Sorge wuchs seitdem immer mehr.

Die Kommunikation via Telefon, Skype, Funkgeräten etc... war größtenteils zusammen gebrochen. Man musste schon sehr leistungsstarke Geräte besitzen damit man Kontakt aufnehmen konnte.

Sheldon hatte gute Geräte, aber die reichten zu seinem Leidwesen nicht aus. Er hatte sogar versucht einige Systeme zu Hacken, aber auch das blieb erfolglos.

Leise seufzte Sheldon und packte die letzten Dokumente in seinen Rucksack, der neben ihm stand. Er sah sich in seinem Büro um und musste erneut seufzen.

Sheldon musste nach Hause und seinen Notfallplan endlich in die Tat umsetzten. Noch vor einem Jahr, als diese ganze Apokalypse nur in seinem Kopf war, da dachte er, er würde als erster fliehen.

Die Realität sah anders aus - Sheldon war durchgedreht und ließ sich kaum von Leonard, Raj und Amy beruhigen. Es hatte ein paar Tage gedauert, bis er sich so halbwegs im Griff hatte.

Seine Freunde waren bei ihm gewesen und hatten in den Nachrichten, die damals noch gesendet worden waren, alles mit verfolgt. Die drei hatten daraufhin beschlossen Vorräte für alle zu holen.

Raj war bei Sheldon geblieben, während Leonard und Amy loszogen. Es verging Stunde um Stunde, aber sie kamen nicht zurück. Sheldon ahnte was mit ihnen passiert war.

Raj jedoch wollte mutig sein und sie suchen gehen, da er die Hoffnung nicht aufgeben wollte, dass sie lebten und sich nur irgendwo versteckten. Sheldon bat ihn nicht zu gehen, aber er ließ sich nicht abhalten.

Damals tat Sheldon etwas, was Raj nie von ihm erwartet hatte - er hatte ihn umarmt. Mit beiden Daumen nach oben war Raj nach draußen gegangen und nie wieder gekommen.

Sheldon war mit einem sehr leistungsstarken Fernstecher aufs Dach gegangen und hatte sich in der Gegend umgesehen. Nach einigen Stunden hatte er seine drei Freunde entdeckt.

Sie waren zu Zombies geworden und hätten sie nicht ihre typischen Klamotten angehabt, hätte er sie nicht wieder erkannt. Traurig hatte sich Sheldon zurück ins Appartement 4A begeben.

Nun sah sich Sheldon ein letztes Mal in seinem Büro um und atmete tief durch. Vermutlich würde er nie wieder herkommen und am liebsten hätte er alles mitgenommen, aber das ging nicht.

Sheldon gab sich seinen Rucksack hinauf und ging zur Tür. Er lauschte und öffnete sie schließlich einen Spalt. Vorsichtig lugte er aus dem Büro und griff nach seiner Axt, die neben der Tür stand.

"Auf geht's", dachte Sheldon sich und trat auf den Flur.

.

.

.

Erneut völlig außer Atem kam Sheldon im vierten Stock an und lehnte sich erschöpft an die Tür seines Appartements. Er wollte schon die Axt ablegen und nach seinem Schlüssel greifen, als er sah das Pennys Tür offen war.

Er nahm seinen Rucksack ab und stellte ihn neben die Tür, danach schlich er mit der Axt bewaffnet über den Flur zu Pennys Appartement. Angespannt lauschte er und schlüpfte hinein.

Durch das Wohnzimmerfenster kam etwas Tageslicht und zeigte ihm das übliche Chaos, das ihn schon direkt beruhigte. Aus dem Schlafzimmer hörte er es rumpeln, also ging er langsam darauf zu.

Die Tür stand offen, genauso wie die Badezimmertür und das Licht war in beiden Räumen aufgedreht. Langsam trat Sheldon ein, die Axt fest in einer Hand bereit zu zuschlagen.

Angespannt sah Sheldon sich um und entdeckte einen zierlichen Körper, der beinahe fast im Schrank verschwand und dort etwas suchte. "Endlich", hörte er es und dann tauchte die Person ganz auf.

"Penny", sagte Sheldon.

Mit einem lauten Aufschrei fuhr Penny herum, verhedderte sich in ihren Klamotten und landetet auf ihrem Allerwertesten. Sheldon ließ die Axt fallen und eilte zu ihr.

Ohne Umschweife nahm er ihre Hand, zog sie auf die Beine und drückte sie so fest an sich wie er nur konnte. Penny klammerte sich an ihn und war so unendlich glücklich ihn wieder zu sehen.

"Du bist nur hingefallen, da du nie deine Klamotten wegräumst", wisperte Sheldon an ihrem Ohr. Penny lächelte breit und vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge.

"Du hast mir auch gefehlt, Sweetie!"

Als er sich von ihr löste musterte er sie von oben bis unten, ob ihr etwas fehlt. Zum Glück war sie, bis auf ein paar Kratzer und Prellungen, unbeschadet hier angekommen.

"Sweetie, geht's dir gut?", fragte Penny besorgt, die ihre Hände auf seiner Brust liegen hatte. Sheldon nickte und nahm sie noch einmal fest in den Arm.

Beide entspannten sich zum ersten Mal seit Wochen richtig und weinten leise. Das alles hatte sie so sehr mitgenommen und ihre Nerven strapaziert, es war furchtbar.

Penny löste sich ein Stück von Sheldon und strich ihm sanft die Tränen von den Wangen. Sie blickte in seine blauen Augen, die sie mit Verzweiflung, Hoffnung, Mut und auch Liebe ansahen.

Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie sich auf die Zehenspitzen stellte und ihre Lippen sanft gegen die von Sheldon drückte. Leise seufzten sie beide und gab sich dem Kuss hin.

Erst als die Luft knapp wurde lösten sie sich ein Stück und sahen einander in die Augen. Sheldon lehnte seine Stirn gegen ihre und wischte ihre Tränen weg.

"Geht es dir gut? Hast du etwas von Howard und Bernadette gehört?", fragte Sheldon hoffungsvoll. "Es geht so weit und leider nein", antwortete Penny und drückte sich an ihn.

Sheldon schlang seine Arme fest um sie und legte sein Kinn auf ihren blonden Kopf. "Pack ein paar Sachen zusammen, wir müssen hier endlich verschwinden", sagte Sheldon leise.

"Ja, ich weiß und ich bin nur deswegen hier her zurückgekommen, in der Hoffnung, dass du noch lebst und deinen Zombie-Apokalypse-Notfallplan in die Tat umsetzten kannst", entgegente Penny.

Sheldon nickte und löste sich von ihr.

"Also zieh dir erstmal etwas an und dann pack eine Tasche mit den notwendigsten Sachen", sagte Sheldon und blickte dabei auf Pennys zierlichen Körper.

Penny, die nur etwa eine halbe Stunden vor Sheldon in ihr Appartement kommen war, hatte nach Tagen endlich geduscht und sich dann nur bis zur Unterwäsche angezogen, als Sheldon reinkam.

Sie nickte und schlüpfte dann in eine bequeme Jeans, ein langes dünnes Shirt und zog ein kurzes Shirt darüber. Sie sah Sheldon an, der sie anlächelte.

"Du weißt, das du mir den Style nachmachst", sagte Sheldon.

Penny lachte leise und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Ja und ich mag es sehr, also sei ruhig", entgegnete Penny liebevoll und strich über seinen Arm.

Sheldon nickte und half Penny dann beim Packen ihrer Tasche, die sie unter dem Bett hervor zog. Er packte alle bequemen Klamotten in die Tasche, während Penny einen Glücksbär dazu gab, sowie zwei Fotoalben.

Mitten im Packen stoppte Penny und sah Sheldon an.

"Wo sind Leonard, Raj und Amy?", fragte Penny leise. Sheldon blickte zu ihr und schüttelte traurig den Kopf. Penny nickte, sie hatte es sich schon gedacht.

Leise seufzte sie und packte weiter ihre Tasche, die beinahe schon voll war. Penny zog eine weitere etwas kleinere Tasche unter dem Bett hervor und gab noch einige Dinge hinein, die sie nicht zurücklassen wollte.

Sheldon sagte nichts, er verstand es einfach.

Kaum zwanzig Minuten später waren sie fertig und Penny sah sich um, ob sie nicht etwas vergessen hatte. Sheldon tat es ihr gleich und zog dann den Zipf von der Tasche zu.

Penny zog sich noch Socken, so wie Turnschuhe an und schlüpfte dann in ihren schwarzen Batman-Kapuzen-Sweater, den ihr Sheldon geschenkt hatte und streifte zum Schluss ihre Jeansjacke über.

Während Sheldon mit den Taschen zur Tür ging drehte Penny das Licht im Bad ab und sah sich ein letztes Mal in ihrem geliebten Schlafzimmer um. Leise seufzte sie und drehte auch da das Licht ab.

Penny ging zu Sheldon, der seine Hand nach ihr ausstreckte.

.

.

.

Wenig später betraten die Beiden die Tiefgarage die zu ihrem Gebäudekomplex gehörte und gingen auf einen schwarzen Hummer zu, der in der hintersten Ecke stand.

Sie packten ihre Taschen und Rucksäcke in den Kofferraum und Sheldon gab Penny die Schlüssel. "Es ist besser wenn du dieses Mal fährst, ich sage dir den Weg an", sagte Sheldon, als sie einstiegen.

"Sag bloß du bist in letzter Zeit hinter dem Steuer gesessen?", fragte Penny erstaunt. Sheldon schnallte sich an. "Ja, mehr schlecht als recht, aber sonst wäre ich heute nicht hier", nickte Sheldon.

Ebenfalls nickend startete Penny den Motor und fuhr durch die Garage zum Ausgang. "Sag mal, ist das nicht das Auto von dem Typen, der in Appartement 5B wohnt?", fragte Penny.

"Dem hat es mal gehört, er war einer der Ersten, die es erwischt hat und da ich ein großes, robustes Auto brauchte, habe ich mir das genommen", antwortete Sheldon.

Penny nickte erneut, sie verstand ihn, sie hätte ebenfalls den Hummer genommen, der kam überall durch und sie wollte immer schon mal mit einem fahren.

Als sie zum Ausgang der Garage kamen hielt Penny an und sah sich genauso wie Sheldon um. Schließlich stieg Penny wieder aufs Gas und fuhr in die Richtung, die Sheldon ihr sagte.

Sie waren kaum drei Blocks gefahren, als Sheldon etwas im Rückspiegel bemerkte. "Halt an", sagte Sheldon leise. Penny bremste langsam ab und blieb dann stehen.

"Was ist denn?", fragte Penny sehr nervös.

Sheldon blickte angestrengt in den Rückspiegel und öffnete dann die Tür, um den Kopf raus zu strecken. Schließlich machte er die Tür wieder zu und blickte zu Penny.

"Fahr langsam Rückwerts, das sind Bernadette und Howard", sagte Sheldon und lächelte leicht. Penny lächelte ebenfalls und legte den Rückwärtsgang ein, um dann ein wenig Gas zu geben.

Sie blickte nach hinten und erkannte durch die Rückscheibe ihre Freunde, die auf sie zuliefen. Erschöpft hievten sich Howard und Bernadette, kurz darauf, auf die Rückbank des Hummers.

"Gott, sind wir froh euch zu sehen", japste Howard nach Luft schnappend.

Sie hatten sich Tage lang durch die Staaten gekämpft, um zu ihren Freunden zurück zu kommen, von denen sie hofften, dass sie noch lebten und mit ihnen gemeinsam flüchten konnten.

Als sie schließlich in der Los Robles Avenue 2311 ankamen, sahen sie den Hummer aus der Garage fahren und erkannten darin ihre Freunde, die sie wiederrum nicht gesehen hatten.

Also hatten Bernadette und Howard ihre letzten Kräfte gesammelt, waren den Beiden hinterher gelaufen und konnten es Sheldons Beobachtungen verdanken, dass sie nun in dem Hummer saßen.

Sheldon griff in seinen Rucksack und gab ihnen je eine Flasche mit Wasser zu trinken, die sie dankend annahmen. Penny startete den Motor und fuhr weiter.

"Geht es euch gut?", fragte Penny besorgt.

"Ja ... nur total ... hin", antwortete Howard, der die Hand seiner Frau hielt. "Dann ruht euch aus, wir bringen uns nun in Sicherheit", antwortete Sheldon.

.

.

.

Nach einer sehr angespannten Fahrt, mit einem Zwischenstopp bei Bernadetts Appartement und dem Wolowitz-Haus hielt Penny den Hummer schließlich an einer abgelegenen Stelle des Yachthafens.

Sie schnallte sich ab und blickte zu Sheldon, der das Gleiche tat und tief durchatmete. Vorsichtig nahm sie seine Hand, drückte sie leicht und lächelte ihn an.

Sheldon erwiderte den Druck und lächelte ebenfalls.

Bernadette und Howard, die sich ein wenig erholt hatten, beugten sich nach vorne und sahen ihre Freunde an. "Fahren wir nun mit einem Boot weiter?", fragte Bernadette.

"Nein, ein Boot wäre zu gefährlich, wir fahren mit einem U-Boot weiter", antwortete Sheldon. Penny und Bernadette sahen ihn mit großen Augen an, während Howard nickte.

Er wusste, wie Sheldons Plan für die Zombie Apokalypse aussah und hatte ihm sogar bei dem U-Boot geholfen. Sie wussten beide alles über U-Boote und konnten es auch steuern.

"Also gut, nehmen wir unsere Sachen und gehen zum U-Boot", sagte Sheldon und stieg schon aus. Seine Freunde folgten ihm und holten die Taschen und Rucksäcke aus dem Kofferraum.

Minuten später waren sie beim Steg angekommen und beluden ein kleines Motorboot mit ihren Taschen. Sheldon und Howard halfen Penny und Bernadette beim einsteigen und Sheldon klemmte sich hinters Steuer.

Howard löste die Leinen und sprang aufs Boot, das nur Augenblicke später abfuhr. Penny und Bernadette hielten sich am Boot fest und einander ebenfalls.

Ohne Probleme lenkte Sheldon das kleine Motorboot aufs offene Meer hinaus und blickte immer wieder zu Penny und Bernadette. Howard, der neben ihm war klopfte ihm auf die Schulter und nickte.

Er wusste, was in Sheldon vorging, ihm ging es schließlich nicht anders. Alle ihre Freunde und Familien waren durch die Viren zu Untoten geworden und hatten nichts mehr mit den Personen gleich, die sie waren.

Howard und Sheldon waren unendlich froh, dass Bernadette und Penny überlebt hatten und mit ihnen nun flüchten konnten, damit sie auch weiterhin lebten und den Viren nicht ausgesetzt wurden.

.

.

.

Etwa zehn Minuten später kam eine kleine Insel in ihr Blickfeld und Sheldon fuhr langsamer. Schließlich schipperte er das Boot zu dem kleinen Steg und Howard band es fest.

Sie halfen Penny und Bernadette aus dem Boot und hievten die Taschen und Rucksäcke auf den Steg. Die Frauen sahen die Männer ein wenig ratlos an, die je zwei Taschen nahmen.

"Wo geht es jetzt hin?", fragte Penny.

"Da entlang und nach links und dann seht ihr das U-Boot schon", antwortete Sheldon und deutete in die Richtung. Penny und Bernadette folgten dem Kopfnicken und entdeckten das U-Boot.

Da die Insel nicht groß war, war alles überschaubar. Es gab zwei Stege, ein kleines Haus, zwei weitere Boote und natürlich das U-Boot, von dem man nur den Einstieg sah.

Sheldon und Howard gingen schnellen Schrittes voraus. Penny und Bernadette folgten ihnen etwas langsamer und sahen sich die Insel noch ein wenig genauer an.

Der Strand bestand aus hellem Sand, das Wasser lief immer wieder darüber und rauschte leise vor sich hin. Überall waren grüne Bäume und bunte Blumen zusehen und es roch ein wenig tropisch.

Penny blieb stehen und blickte aufs offene Meer hinaus. Dicke Rauchschwaden stiegen in der Ferne auf und die Wolken brachten neuen Regen. Obwohl sie Kilometer weit weg waren konnten sie es dennoch sehen.

"Kalifornien, wird nie wieder so sein wie einst", wisperte Bernadette, die neben ihr stand. Penny legte einen Arm um ihre beste Freundin und drückte sie an sich.

Für ein paar Minuten standen sie schweigend da und sahen einfach nur aufs Meer hinaus. Howard und Sheldon kamen zu ihnen und nahmen ihnen die Rucksäcke und zwei kleine Taschen ab.

"Kommt, wir müssen uns ausruhen", sagte Howard leise und nahm Bernadettes Hand. Seine Freundin seufzte leise und folgte ihm zum U-Boot, das nur wenige Meter entfernt war.

"Penny", wisperte Sheldon.

Sie reagierte nicht und blickte einfach nur aufs Meer hinaus. Sheldon stellte sich hinter sie, schlang seinen linken Arm um sie und bettete sein Kinn auf ihrem Kopf.

"Lass uns gehen, im Moment können wir nichts tun, außer uns in Sicherheit bringen", sagte Sheldon leise, der sie ein wenig an sich drückte. Leise seufzte Penny und ging mit ihm zum U-Boot.

.

.

.

Eine halbe Stunde später verabschiedeten sich Howard und Bernadette und gingen in ihre Kabine, um ein wenig zu schlafen, bevor sie morgen aufbrachen.

Penny war ebenfalls schon in die Kabine gegangen, die sie sich mit Sheldon teilte, während Sheldon noch alles kontrollierte und dann zu ihr kommen würde.

Sheldon hatte das U-Boot auf e-Bay ersteigert, was irgendwie klar war, denn bei e-Bay konnte man beinahe alles ersteigern. Leonard und Raj hatten ihn für verrückt erklärt und wollten nichts damit zu tun haben.

Howard war da anderer Meinung und half Sheldon bei allem. Der war zwar überrascht, aber ließ sich gerne helfen, schließlich war Howard der beste Ingenieur, den er kannte.

Seit gut zwei Jahren lag das U-Boot nun schon bei der kleinen Insel vor Anker und wurde von den Beiden restauriert und überarbeitet. Sie hatten es sogar geschafft ein Belüftungssystem einzubauen.

Das war wohl das Wichtigste, denn sonst mussten sie ständig auftauchen und riskierten entdeckt zu werden, was in solch einer Situation, wie jetzt nicht gut war.

Nachdem sie ein Jahr lang an dem U-Boot gearbeitet hatte, hatten sie es an einem Wochenende auch Probegefahren und waren zufrieden, alles funktioniert wie es sollte.

Seitdem testete Sheldon alle drei Monate ob alles in Ordnung war und hatte auch immer wieder mit Howards Hilfe Vorräte ins U-Boot gebracht, genauso an den Ort, an den sie demnächst leben würden.

Sheldon kontrollierte auf der Kommandobrücke alles und ging dann zufrieden zu Pennys und seiner Kabine, die gegenüber der von Bernadettes und Howards lag.

Leise öffnete er die Tür und trat ein. Penny, die sich schon umgezogen hatte, lag auf dem Bett und döste vor sich hin. Als sie jedoch die Tür hörte öffnete sie die Augen.

"Hey, Sweetie", sagte Penny leise.

Er setzte sich zu ihr aufs Bett und atmete tief durch, um runter zu kommen und alles sacken zu lassen. Penny richtete sich auf, schlang ihre Arme um ihn und drückte sich fest an ihn.

Sheldon zuckte zurück und stöhnte gequält. Penny ließ ihn los und blickte in sein schmerzverzerrtes Gesicht, bevor sie vorsichtig seine Shirts nach oben zog.

Seine komplette linke Seite, bis vor zum Bauchnabel war ein einziges Hämatom. Geschockt stand Penny auf und zog ihn mit sich. Wortlos ließ Sheldon es über sich ergehen, als sie ihm die Shirts ganz auszog.

"Sheldon, wie ist das passiert?", fragte Penny besorgt, die vorsichtig seinen Oberkörper abtastete und sich alles genau ansah. Neben dem Hämatom hatte er unzählige Kratzer und Schürfwunden.

Sheldon zog scharf die Luft ein, als Penny zu fest an einer Stelle drückte. Sofort strich Penny versöhnlich darüber und sah ihn liebevoll an, was ihn zum Lächeln brachte.

"Vor zwei Tagen, als ich mit Winkel gekämpft habe", antwortete Sheldon leise. Penny blickte zu ihm auf und nahm sein Gesicht in ihre Hände, um vorsichtig über seine Wange zu streichen.

"Ich werde sie umbringen, wenn ich sie jemals wieder sehe", sagte Penny sauer. Sheldon nahm ihre Hände vorsichtig in seine und schüttelte leicht den Kopf.

"Brauchst du nicht, das habe ich schon getan. Ich traf auf sie im Caltech, als sie sich gerade zu verwandeln begann. Sie ist auf mich losgegangen und ich habe mich zuerst mit einem Besen gewehrt."

"Den hat sie mir entrissen und ist mit einem Feuerlöscher auf mich losgegangen. Sie hat mich mehrmals sehr hart getroffen, wie man sieht. Als sie ein weiteres Mal zuschlagen wollte hat sie mich verfehlt und fiel hin."

"Das war meine Chance weg zu laufen, was ich auch getan habe. Bei unserer nächsten Begegnung war sie vollständig verwandelt und ich habe ihr von hinten den Kopf abgehackt und sie verbrannt."

"Seitdem bin ich eigentlich nur am Laufen und mit Adrenalin vollgepumpt. Bis vor einer halben Stunde hat es auch nicht wirklich wehgetan, aber nun schon", erzähle Sheldon.

Penny nickte, ging zum Erste-Hilfe-Kasten und suchte nach den Dingen die sie brauchte. Kaum eine Minuten später stellte sie sich wieder vor Sheldon und verarztete ihn.

Sheldon schlüpfte aus seinen Schuhen und ließ Penny beim ausziehen seiner Hose helfen. Sie reinigte zuerst mit Wasser die Wunden und desinfizierte sie vorsichtig, was Sheldon ein paar Mal die Luft scharf einziehen ließ.

Vorsichtig pustete sie über jede Wunde und klebte genauso vorsichtig Pflaster darüber. Ein wenig musste sie Schmunzeln, denn die kleineren Pflaster waren für Kinder mit Superheldenmuster.

Danach schmierte sie ihm großflächig und etwa einen Zentimeter dick eine kühlende Salbe auf die Haut und legte ihm einen Verband an, der ordentlich hielt und nicht verrutschen konnte.

Schließlich half sie ihm beim Anziehen einer Jogginghose und eines frischen Shirts. Sheldon setzte sich leise seufzend aufs Bett und Penny räumte alles weg, was sie gebraucht hatte.

Als sie fertig war, wusch sie sich die Hände in dem kleinen Waschbecken und ging zu Sheldon der am Bett saß. Sie half ihm beim Hinlegen, damit ihm nichts wehtat und legte sich auf seine rechte Seite.

Sheldon schlang einen Arm um Penny und drückte sie an sich. Leise seufzte sie und legte ihre Hand auf seinen Brustkorb, als sie sich ein wenig über ihn beugte.

Langsam strich Sheldon über ihren schmalen Rücken und blickte im halbdunkeln in ihre grünen Augen, die ihn liebevoll ansahen. Penny lächelte ihn an und gab ihm einen sanften Kuss.

Beide seufzten sie leise und drückten sich näher aneinander.

Als die Luft knapp wurde löste sich Penny von ihm und vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge. Sheldon drückte sie fester an sich und deckte sie beide zu.

"Gute Nacht, Penny", wisperte Sheldon in die Stille und lehnte seinen Kopf gegen ihren. "Gute Nacht, Sweetie", entgegnete Penny genauso wispernd und atmete tief durch.

.

.

.

Zwei Tage später tauchte das U-Boot an der Grenze zwischen Nord und Süd Pazifik wieder auf. Vor ihnen war eine kleine Insel, wo das U-Boot vor Anker liegen würde.

Etwa drei Kilometer entfernt war eine größere Insel wo Sheldon, Howard, Penny und Bernadette in Zukunft leben würden. Um diese Insel herum, waren noch ein paar kleinere Inseln, die durch Sandbänke verbunden waren.

Auf der Hauptinsel war ein großes Haus, welches im Erdgeschoss über eine Küche, ein geräumiges Wohnzimmer samt Esszimmer, einer Abstellkammer und einer großen Terrasse verfügte.

Im ersten Stock befanden sich drei Badezimmer, sowie vier geräumige Schlafzimmer, die alle mit einem Balkon verbunden waren, der um drei Seiten des Hauses ging.

Auf dem Dachboden waren Vorräte gelagert, die Sheldon seit zwei Jahren immer wieder auf die Insel bringen ließ. Im Keller befand sich eine Waschküche und auch dort waren Vorräte gelagert.

Sheldon hatte, in einer schlaflosen Nacht vor drei Jahren, die Sendung "Couponing Extrem" entdeckt und fand, was diese Hausmuttis konnten, konnte er auch.

Also hatte er eine Liste mit allen benötigten Dingen gemacht, Gutscheine gesammelt und war dann in einem seiner Zwangsurlaube mit Howard einkaufen gegangen.

Mit einer vollen LKW-Ladung waren Sheldon und Howard zu einem Zwischenlager gefahren und hatten seitdem dafür gesorgt, dass alles da war, was sie einmal auf der Insel brauchten.

Sheldon war mit sich selbst sehr zufrieden, denn er konnte nun seine Freunde und sich selbst für einen langen Zeitraum versorgen. Eine Sorge weniger auf seiner Liste.

Neben dem Haupthaus befand sich ein Gewächshaus, wo sie verschiedene Gemüsesorten, Kräuter und vieles andere anbauen konnten. Sheldon hatte für jede erdenkliche Sorte Samen besorgt.

Hinter dem Haupthaus stand ein Labor, das über ein Büro und einen Funkraum verfügte. Das Labor war vollständig ausgerüstet, hygienisch einwandfrei und bereit für den Einsatz.

Gleich neben dem Labor gab es eine Solaranlage, die alles auf der Insel mit Strom versorgte. Ebenfalls war dafür gesorgt, dass sie immer frisches, sauberes und vor allem laufendes Wasser hatten.

Selbst für einen Hochofen, der neben der Solaranlage stand hatte Sheldon gesorgt, damit sie ihren Müll verbrennen konnten und ihr neues zu Hause nicht zugemüllt wurde.

.

.

.

"Penny, hilfst du mir bitte?", fragte Sheldon an ihrem dritten Abend, als er in der Wohnzimmertür stand. Penny, die mit Bernadette auf der Couch saß, quatschte und Popcorn aß, sah zu ihm und nickte.

"Nacht, Bernie", sagte Penny leise und drückte ihre beste Freundin fest an sich. "Nacht, Penny", entgegnete die kleine Blondine und lächelte sie aufmunternd an.

Penny ging zu Sheldon, der auf sie wartete und mit Howard leise sprach. "Gute Nacht ihr Beiden", lächelte Howard, umarmte Penny und klopfte Sheldon sachte auf die Schulter.

"Nacht, Howard", antwortete Penny und ging mit Sheldon in den ersten Stock, zu ihrem Schlafzimmer. Genauso wie Bernadette und Howard teilten sich Penny und Sheldon ein Zimmer.

"Ich gehe mir nur die Zähne putzen, ich komme gleich", sagte Penny und verschwand schon im Badezimmer. Sheldon nickte und ging ins Schlafzimmer, wo er sich schon mal sein Pyjamaoberteil auszog.

Als Penny ein paar Minuten später das Schlafzimmer betrat stand Sheldon vor dem Spiegel und betrachtete seinen Oberkörper, wo nach wie vor das Hämatom zu sehen war.

"Es verheilt gut, heute brauchst du keinen Verband mehr, ich schmiere dir die Salbe darauf, in ein paar Tagen sollte alles verheilt sein", sagte Penny.

Sheldon nickte und gab ihr die Salbe, die sie sogleich vorsichtig auf seine Haut auftrug. "Tut es noch sehr weh?", fragte Penny besorgt und wischte sich dann die Hände an einem Handtuch ab.

"Nein, es tut kaum noch weh, außer ich bewege mich falsch", antwortete Sheldon und zog sich sein Pyjamaoberteil wieder an. Zufrieden nickte Penny und lächelte ihn leicht an.

Sheldon drehte das Licht ab, nahm Pennys Hand und legte sich mit ihr ins Bett. Sie lag auf dem Rücken und er auf seiner rechten Seite, so dass er einen Arm um sie legen konnte und seinen Kopf an ihrer Schulter.

Penny legte ihre Arme über seine und drehte den Kopf. Sie erkannte sein Gesicht im halbdunklen und beugte sich ein Stück hinüber, um ihm einen Gute-Nacht-Kuss zu geben.

"Gute Nacht, Penny", wisperte Sheldon.

Penny drückte ihre Lippen erneut sanft gegen seine und löste sich dann nur ein paar Millimeter von ihm. Kaum zwei Minuten später waren beide tief und fest eingeschlafen.

.

.

.

Als Sheldon aufwachte, war es noch dunkel draußen und Penny wand sich in seinen Armen. Sie drehte ihren Kopf, nuschelte etwas, was er nicht verstand, verzog ihr Gesicht schmerzlich und wurde immer unruhiger.

"Penny, wach auf", sagte Sheldon sanft und rüttelte sie an der Schulter. Was sie noch mehr aufbrachte und mit den Füßen treten ließ. Sheldon richtete sich etwas auf und legte seine Hand auf ihre Wange.

"Penny, wach auf, du träumst das nur, Penny", sagte Sheldon und war dieses Mal etwas lauter. "Nein, nicht, nicht Sheldon, nein", schluchzte Penny im Schlaf und dann spürte Sheldon auch schon die Tränen auf seiner Hand.

So sanft wie möglich versuchte er sie erneut zu wecken und dieses Mal funktionierte es, sie schlug die Augen auf, atmete schwer und sah ihn panisch an.

"Shhh, ist gut, ist schon gut, es war ein Albtraum, ganz ruhig", sprach Sheldon leise auf sie ein. Penny tastete seinen Arm ab und blickte in sein Gesicht, das sie besorgt, aber auch mit Liebe ansah.

Penny atmete ein paar Mal tief durch und richtete sich mit Sheldons Hilfe auf, der ihr einen Schluck zum Trinken gab. Erschöpft lehnte sich Penny an ihn und schloss die Augen.

Sheldon schlang seine Arme um ihren zierlichen Körper und drückte sie fest an sich. "Shhh, dir kann hier nichts passieren, ich bin da", flüsterte Sheldon.

Penny nahm noch ein paar tief Atemzüge, ein paar Schlucke vom Wasser und beruhigte sich langsam. Sheldon strich über ihren Rücken und drückte ihr einen Kuss auf den Kopf.

Nach ein paar Minuten stellte er die Wasserflasche auf den Nachttisch und legte sich mit Penny wieder hin. Sanft strich er über ihre Wange und lehnte seine Stirn gegen ihre.

"Ich habe alle verloren die ich liebe, nur du warst als Letzter übrig. Du hast meine Hand genommen und wir wollten flüchten, als dich ein Zombie angriff."

"Ich habe dich ebenfalls verloren. Du standest nur Minuten später als Untoter vor mir und hast mich nicht mehr erkannt, selbst als ich dir sagte, dass ich dich liebe", erzählte Penny schluchzend.

Er strich die Tränen, die ihr über die Wangen liefen, sanft mit dem Daumen weg und lächelte sie an. "Ich bin hier und werde nicht weggehen, versprochen!"

Sheldon legte seine Lippen auf ihre und küsste sie leidenschaftlicher, als jemals zu vor. Penny seufzte, als sie spürte, wie seine Zunge langsam einen Weg in ihren Mund suchte.

Als sich ihre Zungen nur Sekunden später zum ersten Mal vorsichtig berührten ging eine gewaltige Hitzewelle durch ihre Körper und ließ beide in den Kuss stöhnen.

Noch nie im Leben hatten sich Penny und Sheldon so geliebt, geborgen und wohl gefühlt wie jetzt in diesem Moment. All ihre aufgestauten Gefühle explodierten in diesem Kuss.

Schwer atmend löste sich Sheldon ein paar Minuten später von ihren Lippen und blickte in ihre grünen Augen, die in dem Moment vom Mond ein wenig erhellt wurden.

"Ich liebe dich, Penny", wisperte Sheldon, der sanft über ihre Wange strich und sie ein weiteres Mal leidenschaftlich küsste und sie dabei fest an sich drückte.

Penny, die einen Arm um ihn geschlungen hatte seufzte in den Kuss und strich mit der Hand über seine Wange. "Ich liebe dich, Sheldon", weinte Penny vor Glück an seinen Lippen.

.

.

.

"Penny", wisperte Sheldon in die Stille, die nur durch ihr leises Stöhnen durchbrochen wurde. Langsam ließ sich Sheldon auf ihr nieder und vergrub sein Gesicht an ihrem Hals.

Sanft strich Penny durch seine braunen Haare und hatte ein überglückliches Lächeln im Gesicht. Es war unbeschreiblich was in der letzten Stunde passiert war.

Noch nie zuvor hatte Penny sich einem Mann so verbunden gefühlt, wie bei Sheldon. Es mochte zwar sein erstes Mal gewesen sein, aber er wusste ganz genau was er tat und auch wie.

Sheldon, der wieder ein wenig zu Atem gekommen war hob den Kopf und drückte seine Lippen leicht gegen Pennys. Sanft strich er über ihre Wange und lächelte sie an.

Penny legte ihre Hand über seine und blickte in seine blauen Augen, die dem Ozean so sehr glichen. "Sind wir nun zusammen?", fragte Penny leise und auch ein wenig schüchtern.

Verwirrt sah Sheldon sie an und zog die Augenbrauen hoch.

Pennys Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie den Blick sah und sie wollte ihn von sich schieben, aber Sheldon hielt sie fester unter sich und küsste sie.

"Ich verstehe deine Frage nicht, denn ich war Meinung, wir sind schon seit deiner Rückkehr ein Paar", sagte Sheldon leise, der erneut Tränen von ihrer Wange strich.

Penny schniefte leise und küsste ihn.

"Seit diese Apokalypse begonnen hat arbeitet mein Gehirn auf Hochtouren, selbst als ich am ausrasten war. Mein einziger, wirklich wichtiger Gedanke warst du, Penny."

"Ich wollte dich wiederfinden und in Sicherheit wissen, damit ich dir sagen kann, dass ich dich von Anfang an geliebt habe und es lange gedauert hat, bis ich mir das eingestand", wisperte Sheldon.

Erneut schniefte Penny und lächelte ihn an. Solch liebevolle Worte von Sheldon zu hören, ließ ihr Herz so schnell schlagen, dass sie glaubte es springe ihr gleich aus der Brust.

"Ich liebe dich, Penny und würde ich nicht so empfinden, dann hätte ich dich nicht so nahe an mich rangelassen. Ich werde dich nie im Leben alleine lassen, das verspreche ich dir!"

"Deine Nähe gibt mir Kraft und Hoffnung, dass wir das alles zusammen durchstehen. Wir werden gemeinsam alt und uns jeden Tag den Sonnenuntergang ansehen", sprach Sheldon leise weiter.

Penny bekam vor Glück kein Wort heraus und weinte nur noch. Sheldon, der inzwischen sehr gut ihre Gefühle wahrnehmen konnte, küsste sie noch einmal und griff dann in seine Nachttischlade.

Nur Momente später hielt er Penny einen Ring unter die Nase und lächelte sie an. Pennys grüne Augen wurden so groß wie nie zuvor und sie brachte erst recht kein Wort über die Lippen.

"Den hat mir Meemaw vor langer Zeit gegeben und sie sagte mir, ich soll ihn der Frau geben, die mich so akzeptiert wie ich bin und mein Herz erobert hat."

"Penny, willst du mich heiraten?", fragte Sheldon wispernd.

"Ja", brachte Penny unter Schluchzern und Tränen hervor und streckte Sheldon ihre linke Hand entgegen. Vorsichtig steckte Sheldon ihr den Ring an und lächelte.

Nach wie vor schluchzend schlang Penny ihre Arme fester um ihn und küsste ihn voller Leidenschaft, was beide erneut in dieser Nacht leise stöhnen ließ.

"Ich liebe dich so sehr, Sheldon", wisperte Penny.

.

.

.

Aus etwa fünf Metern Entfernung sah Sheldon Penny an ihrem absoluten Lieblingsplatz des Strandes stehen und in die Ferne blicken. Er lächelte glücklich als er langsam näher ging.

Seine Frau trug eine kurze Hose, ein gelbes Shirt, das im leichten Wind etwas flatterte und hatte die blonden Haare zu einem losen Zopf gebunden, wo ein paar Strähnen rausgefallen waren.

Ihre Haut war von der Sonne braungebrannt und sie hatte für Sheldon nie schöner ausgesehen. Er liebte es, wenn er ihr einfach nur zusah, wie sie da stand.

"Na, hast du mich vermisst?", fragte Sheldon wispernd, als er hinter Penny stehen blieb und eine Hand auf ihren Rücken legte. Lächelnd drehte sie sich zu ihm und nickte.

Sheldon schlang sanft die Arme um seine Frau und drückte ihr einen Kuss auf die Lippen. Penny seufzte leise und entspannte sich in seinen starken Armen.

Sheldon blickte auf seine geliebte Frau hinab, die ihren gemeinsamen Sohn auf dem Arm hatte, der ihn mit seinen blauen Augen ansah und dabei fröhlich lächelte.

Liebevoll strich Sheldon dem Kleinen über den Kopf und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. Der zehn Monate alte Wyatt gluckste freudig und hielt Sheldons Daumen fest.

Penny drückte Wyatt näher an sich und sah zu Sheldon auf, der sie anlächelte. "Ich liebe dich", wisperte Sheldon, der sich zu ihr beugte und ihr einen weiteren Kuss gab.

Leise seufzte Penny und lehnte ihren Kopf zurück an seine Schulter. "Ich liebe dich, Sweetie", entgegnete Penny leise. "Bleib nicht mehr so lange weg!"

"Versprochen, mein Herz", antwortete Sheldon liebevoll.

.

.

.

Seit der Zombie Apokalypse und ihrer Flucht auf die Insel waren fünf Jahre vergangen, an manchen Tagen war es hier wundervoll und an manchen sehr nervenaufreibend.

Penny und Sheldon hatten ihren Freunden gleich am nächsten Morgen von ihrer Verlobung erzählt und wurden beide herzlich umarmt. Bernadette und Howard hatten immer schon gewusst, dass die Beiden zueinander finden würden.

Nachdem sich die vier ein wenig eingelebt und ein paar Regeln festgelegt hatten, hatten sich alle daran gemacht die Viren zu analysieren. Auch Penny half mit, obwohl sie keine Ahnung von so etwas hatte.

Zu Pennys Entsetzen hatte Sheldon einige Leichenteile von den Zombies mitgenommen. Natürlich in Hochsicherheitstransportboxen, wo nichts schief gehen konnte.

Das hatte Penny damals etwas beruhigt, aber ganz wohl fühlte sie sich damit nicht. Sie war aber nicht die Einzige, ihre drei Freunde waren auch nicht begeistert, aber es musste so sein.

Sie mussten unbedingt herausfinden, was das für Viren waren und wie man sie neutralisieren und die übriggebliebene Menschheit davor in Zukunft schützen konnte.

Eineinhalb Jahre lang forschten sie intensiv und erzielten halbwegs gute Ergebnisse. In dieser Zeit schipperte doch tatsächlich ein Marnie Schiff an der Inselgruppe vorbei.

Der Kapitän und ein paar Mannschaftsmitglieder gingen an Land und erfuhren von Sheldon, dass es seine Insel war und dass er mit seiner Freundin und seinen Freunden hierher geflüchtet war.

Bernadette erklärte dem Kapitän die Arbeit, die sie hier verrichteten und der Kapitän ließ ein paar seiner besten Wissenschaftler an Land kommen, damit sie sich austauschen konnten.

Wie sich herausstellte suchte das Schiff nicht nur nach Überlebenden, sondern forschte ebenfalls, damit die Welt wieder neu entstehen konnte. Bernadettes, Pennys, Sheldons und Howards Beitrag war da Hilfreich.

Howard und Bernadette beschlossen einige Zeit lang mit dem Marine Schiff mit zu kommen, um die Wissenschaftler weiterhin zu unterschützen. Sie wurden mit offenen Armen empfangen.

Sheldon und Penny entschieden sich dafür auf der Insel zu bleiben. Sheldon wollte weiter an der String-Theory arbeiten und Penny hatte begonnen ein Buch zu schreiben.

Die Ruhe und Sicherheit auf der Insel war für beide sehr beruhigend und sie wollten das nicht aufgeben. Sollten sie in Schwierigkeiten geraten, dann hatten sie noch das U-Boot und den Funkkontakt.

Einmal die Woche meldeten sich Sheldon und Penny bei Bernadette und Howard und versicherten, dass es ihnen nach wie vor gut ging und es ihnen an nichts fehlte.

Ein Jahr später kehrten Howard und Bernadette auf die Insel zurück, da ihre Forschung erfolgreich war und sie ein wenig Abstand von allem brauchten und sie bei ihren Freunden willkommen waren.

Das Wissenschaftsteam, welchem Bernadette und Howard beigetreten waren, konnte mit den Ergebnissen wirklich viel anfangen und schaffte es schließlich, die Viren unter Kontrolle zu bringen.

Die Welt konnte wieder neu entstehen.

Ebenfalls kamen Bernadette und Howard mit großartigen Neuigkeiten zurück, sie erwarteten ihr erstes Kind. Fünf Monate später erblickte Josephine Debra Rostenkowski-Wolowitz das Licht der Welt.

Die kleine Josephine, die von allen meist nur Jo oder Joey gerufen wurde erfreute sich genauso wie Wyatt bester Gesundheit und die beiden Kleinen waren jetzt schon die besten Freunde.

.

.

.

"Wie sieht es in Pasadena aus?", fragte Penny, als sie mit Sheldon und Wyatt zurück zum Haus ging. Sheldon, der einen Arm um sie gelegt hatte drückte sie an sich und lächelte.

"Es sieht schon beinahe normal aus, man kann auch wieder auf den Straßen gehen, ohne dass man über jemanden stolpert und die Luft ist ebenfalls schon um einiges besser."

"Ich habe sogar schon einige Pflanzen und Bäume gesehen, die ganz frisch und neu aus der Erde kamen", erzählte Sheldon, der für drei Tage auf Landgang in Pasadena war.

Er wollte zwar Penny und Wyatt mitnehmen, doch Penny war noch nicht dazu bereit. Sie wollte erst wieder zurück nach Pasadena, wenn die Welt wieder in Ordnung war.

Außerdem war Penny mit Sheldon und Wyatt hier sehr glücklich und konnte sich für die nächste Zeit nichts Besseres vorstellen. Wyatt war ein sehr fröhliches Kind und hatte Spaß an allem.

Der Kleine war die perfekte Mischung seiner Eltern.

Sheldon, kam der Lösung der String-Theory immer näher, da ihn nur sehr wenig ablenkte. Zusätzlich hatte er noch ein paar Abhandlungen zu seinen anderen Theorien geschrieben.

Penny hatte ihr Buch, welches ihr Leben mit den vier Wissenschaftlern beinhaltete, fertig geschrieben und arbeitete nun an kleinen Phantasievollen Geschichten für Wyatt.

"Wyatt ist eingeschlafen", wisperte Sheldon, der zusammen mit Penny und seinem Sohn auf einer der Liegen lag und gen Horizont sah, wo in ein paar Minuten die Sonne unterging.

Penny blickte in Wyatts schlafendes Gesicht, zog die Decke, die um ihn lag etwas fester und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. "Ich habe dich lieb, Wyatt", wisperte Penny.

Sheldon strich sanft über den kleinen Rücken und lächelte seine Frau an, die den Kopf zu ihm drehte. "Er sieht dir immer ähnlicher", wisperte Penny glücklich.

"Mag sein, aber er hat auch sehr viel von dir, er ist immer total liebevoll und streckt die Arme nach mir aus, wenn ich bei einem Problem nicht weiter komme", entgegnete Sheldon.

Penny lehnte ihren Kopf an Sheldons Schulter und seufzte zufrieden. Sie war so glücklich mit der Liebe ihres Lebens hier zu sein, genauso wie mit ihrem Sohn.

Sheldon drückte ihr einen Kuss auf den Kopf und schlang seine Arme ein wenig fester um sie. In aller Ruhe saßen sie da, hörten das Meer rauschen und sahen sich den Sonnenuntergang an.

.

.

.

-The End-