Hier noch ein kleiner Anreiz für das ein oder andere kleine Review.
Und mir gehört hier nichts. Obwohl ich Edward nach wie vor gerne mein Eigentum nennen würde…
2. Gewalt ist wie ein Bumerang
BillyPOV
Edward Cullen sollte nicht ungeschoren davon kommen. Diesmal nicht.
Es war ja nicht so, dass er nicht gewusst hätte, was er da tat. Nein, er machte es mit voller Absicht. Wände in der Stadt mit rassistischen Sprüchen zu beschmieren, war eine Sache. Aber mein Eigentum zerstören und dann auch noch meinen Sohn verprügeln – das kann ich nicht mehr dulden. Schon nachdem er so dämlich war, meine Scheiben einzuschlagen, nur um sich sogar noch erwischen zu lassen und dann auch noch solches Glück vor Gericht zu haben, hatte ich mir vorgenommen, ihn zahlen zu lassen.
Doch jetzt war er sogar noch weiter gegangen. Ich konnte ihm zwar nichts beweisen, denn mein Sohn schwieg zu allen Fragen, aber ich war mir dennoch sicher, dass ER derjenige war, der meinen Jakob blutig geschlagen hatte.
Dieser Edward Cullen schreckte einfach vor nichts zurück. Dafür war er in der gesamten Weststadt bekannt. Er hatte sogar nicht davor Halt gemacht, den jüdischen Friedhof zu schänden.
Aber jetzt hatte er die Grenze weit überschritten. Ich würde es ihm heimzahlen, da war ich mir sicher.
Meine Frau hatte immer gesagt, man solle Mitleid mit ihm haben. Er habe doch solch eine schreckliche Kindheit gehabt und man könne es ihm doch nicht verübeln, dass er auf die „schiefe Bahn geraten" sei.
Selbst jetzt, zwei Jahre nach ihrem Tod, konnte ich sie immer noch vor mir sehen, wie sie den Kopf schüttelt und dabei seufzt: „Früher war er doch immer solch ein lieber, süßer Junge. Und ein ganz vielversprechendes Talent am Klavier… Irgendjemand muss ihm doch helfen, er kommt doch da alleine nicht wieder heraus. Er ist doch so sensibel."
Obwohl ich die Ansichten meiner Frau immer sehr schätzte, musste ich ihr doch in diesem Punkt heftig widersprechen. Edward gehörte nun einmal hinter Gittern, und das schon seitdem er zwölf Jahre alt war, wenn nicht schon früher. Gewalttäter wie er stellten eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft dar, vor allem wenn sie für die falschen Sachen kämpften. Man konnte doch sehen was Menschen mit dieser Einstellung in Deutschland schon angerichtet hatten.
Man sollte meinen, die Menschen lernen aus der Geschichte... Eine Schande war das!
Es stand also außer Frage, dass ich etwas gegen diesen Störenfried tun musste. Die Frage war nur, was.
JakobPOV
Ich wusste einfach nicht, was ich mit meinem Vater machen sollte. Ich verstand natürlich, dass er sich Sorgen machte und auch, dass er unendlich wütend war. So ging es mir selbst ja auch. Aber Billy hatte schon immer dazu geneigt, überzureagieren.
Ich wusste selbst nicht mehr, wer es war, der mich da angegriffen hatte. Es waren so viele gewesen und die Gasse dunkel. Aber auch ich vermutete, dass Edward und seine Gang dahinter steckten. Sie waren bekannt dafür, Unruhe zu stiften und auch wenn ich noch nie gehört hatte, dass sie Gewalt gegenüber Menschen verüben, so konnte ich es ihnen doch durchaus zutrauen.
Natürlich verstand ich meinen Vater. Doch ich musste gleichzeitig auch an die Worte meiner Mutter denken.
„Gewalt ist wie ein Bumerang, Jakob!", hatte sie mir eingeschärft, „Wenn man sie losschickt, kommt sie wieder zu einem selber zurück. Bitte denke immer daran: Es hilft nicht, Gewalt mit Gewalt zu bekämpfen. Denn dann wird man gefangen im ewigen Kreislauf der Rache. Sei deshalb friedfertig und friedliebend."
Ich hatte meine Mutter immer für diese Worte bewundert. Und ich hatte mir auch immer vorgenommen, ihnen nachzueifern. Doch jetzt war ich mir nicht mehr so sicher, was die richtige Lösung war. Sollte ich die einfach davonkommen lassen, die mich verletzt hatten. Die sich brutal, rücksichtslos und vor allem skrupellos verhalten hatten? Das schien mir falsch.
Doch andererseits war meine Mutter mir immer ein Vorbild gewesen. Ich wusste, dass sie das, was sie sagte, auch wirklich meinte und lebte. Und ich wusste, dass mein Wohl ihr immer besonders am Herzen gelegen hatte. Und vor allem WOLLTE ich friedfertig und friedliebend sein. Ich hätte nie gedacht, dass sich das einmal ändern könnte. Deshalb machte es mir große Angst, dass ich auf einmal Hass gegenüber denen verspürte, die mir das angetan hatten. Es war sogar mehr als Hass. Ich empfand eine nahezu zerstörerische Wut.
Zugleich war ich mir immer noch nicht sicher, ob Edward Cullen wirklich der Schuldige war. Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule öfters mit ihm gespielt hatte. Er war sogar früher immer zu meinen Geburtstagsfeiern eingeladen worden. Konnte ein Mensch sich so verändert haben?
Ich sah auf die Uhr. Es war Mitternacht. Schon seit ich vor zwei Stunden mit einer blutenden Nase und einem blauen Auge nach Hause gekommen war, ging mir dieses ganze wirre Zeug durch den Kopf. Ich hatte mich geweigert, mich von Billy ins Krankenhaus fahren zu lassen. Diese paar Kratzer würde ich schon überleben. Anstatt dessen hatte ich mich auf mein Bett gelegt und hatte versucht, meine Gedanken zu ordnen. Ohne Erfolg.
Seufzend stand ich auf. Mir war klar, dass ich in diesem Zustand nicht auf Schlaf hoffen konnte. Das einzige was mir jetzt noch helfen konnte, war Bella. Die treueste, verständnisvollste und beste Freundin, die ich je gehabt hatte. Ich wusste, sie würde es mir verzeihen, wenn ich sie Nachts noch störte. Und obwohl ich ihre Liebenswürdigkeit wirklich nicht ausnutzen wollte, ich brauchte jetzt dringend eine gute Zuhörerin. Bella würde mich verstehen.
Annmerkungen der Autorin. ACHTUNG WICHTIG!!!!
Ich bin mir immer noch nicht sicher, wie diese Geschichte hier so aufgenommen wird. Ich weiß, die Blacks (Jakob und Billy) sind nicht jedermanns Sache, hoffe aber, dass es euch trotzdem gefallen hat. Bitte schreibt mir, was ihr denkt. Jede Kritik ist erwünscht.
ICH SCHREIBE ERST WEITER, WENN ICH 5 REVIEWS BEKOMMEN HABE!!!
Sonst schreibe ich hier noch, obwohl es euch gar nicht gefällt…
Dieses Kapitel war jetzt etwas kürzer als das letzte. Und auch anstrengender. Aber ich musste ein paar Sachen klären.
Ich habe mir Mühe gegeben, die Charaktere von Billy und Jakob und im letzten Kapitel auch die von Bella und Edward möglichst genau aufzuzeigen. Ich hoffe, es ist gelungen. Falls das nicht der Fall ist: Es kommen ja noch andere Kapitel.
Für den Handlungsverlauf ist es jedoch wichtig dass ihr ein bisschen die Menschen versteht, die hinter diesen Namen stehen. Sonst wird das Ganze keinen Sinn machen.
