Kapitel 15
„Irgendwelche letzten Worte Pirat?" Sakazuki fragte dich doch tatsächlich nach deinen Letzen Willen, du hebst den Kopf und siehst ihn erzürnt an bis du ihm eine Antwort gibst „Fahr zur Hölle". Als der Letzte Filmstreifen deines Lebens vor deinem inneren Auge abläuft, kommt die Magmafaust immer näher. Du spürst bereits die quälende Hitze die sich an deinem gesamten Oberkörper und Kopf ausbreitet, und kommendes signalisiert. Was als nächstes passierte wusstest du nicht mehr. Das einzige an was du dich noch erinnern kannst war, dass du beinahe von einer Magmahand durchbohrt wurdest, wenn dich nicht in diesem Moment jemand zur Seite gestoßen hätte. Das glühende Gestein streifte dich daher nur auf deiner rechten Körperhälfte, du fällst auf den Boden und bleibst regungslos liegen.
Law´s Sicht:
Ich war gerade dabei einigen Marinesoldaten einen neuen Look zu verpassen, als ich plötzlich sah wie Sakazuki sich drohend vor dir aufbaut um dir den Gnadenstoß zu geben. Mein Blick schweifte abwechselnd zu dir, und zu einer möglichen Lösung. In Sekundenschnelle hatte ich das passende gefunden, und machte mich daran diese in die Tat um zu setzen. Ich erschuf mit Hilfe meiner Teufelskraft eine blaue Kuppel, und schnappte mir einen Soldaten, den ich mit einem Stein der neben dir lag tauschte. Als das Magma den Soldaten durchbohrte fiel mein Blick wieder zu dir, du bist bereits zur Seite umgekippt und lagst dem Anschein nach nun bewusstlos dort. Mein Plan schien funktioniert zu haben denn Akainu lies von dir ab und begab sich nun schnellen Schrittes in meine Richtung. Na dann sollte der Spaß mal losgehen
Wieder bei dir
Die erlösende Schwärze lies allerdings auf sich warten, und so liegst du gefühlte Stunden halb tot auf dem Schlachtfeld. Dein Blick war Leer und in die Ferne gerichtet und dein Mund war leicht geöffnet, damit das Blut das sich seinen Weg nach außen bahnte auch problemlos rauslaufen könnte. Wobei das aber eher ein Reflex war, als das du es überhaupt geschafft hättest. Deine allgemeinen Körperfunktionen waren auf ein Minimum gesunken. Das Blut lief unterdessen weiter aus deinen Wunden, die riesigen Brandwunden an deiner Schulter und an deiner Hüfte machten dies auch nicht gerade besser. Der Schmerz war bereits so groß, das er deine Sinne betäubte und du nichts anderes mehr wahrnehmen konntest. Sie bedeuteten aber auch dass du noch am Leben warst, und deine Zeit hier noch nicht zu Ende war. Als deine Augenlieder zunehmen schwerer wurden, und es für dich immer anstrengender wurde sie offen zu halten, beugte sich jemand zu dir hinunter und versuchte mit schnipsenden Fingern deine Aufmerksamkeit zu erhalten. Kurz bewegst du deine Augen in die Richtung aus der das Geschnipse kam, das Gesicht desjenigen kannst du aber nicht erkennen. Deine Sinne waren zu benebelt, als das du irgendetwas klar sehen konntest.
Plötzlich wurdest du mit einem starken Ruck hochgehoben, und fandest dich wieder in irgendwelchen Armen. Als dein Kopf schlaff gegen seine Brust fiel spürtest du sofort etwas weiches, und warst dir ziemlich sicher dass es sich um Bepo handelte. „Schafft sie auf das U-Boot" sagte jemand neben dir, und beäugte dich eingehend. Als der Bär los lief starrte er zielgerichtet in die Ferne „Keine Sorge, das wird wieder" sagte er zu dir. Nun fielen deine Lieder endgültig zu, und die angenehme Schwärze zog dich tief in Ihren Strudel ein um dich von deinen Schmerzen zu erlösen.
Du träumtest gerade davon in einem Wald herumzuirren. Die Bäume waren mit einem starken Grün geschmückt, und überall konntest du den Duft von Baumharz wahrnehmen. Die Vögel zwitscherten laut vor sich hin, und trällerten ihre fröhlichen Lieder. Du drehst dich einige Male und schließt dabei genießerisch deine Augen. Deine beiden Arme hattest du frei schwingend neben dir. Mit einem lauten Plumpsen, lässt du dich auf den mit Moos bewachsenen Boden fallen. Du fühltest dich hier so frei, es plagte dich nicht eine einzige Sache. Just in diesem Moment konntest du ein leises Rascheln wahrnehmen und öffnest deine Augen, nur um neben dich zu sehen. Es war ein kleiner Fuchs, dem Anschein nach sogar noch ein Welpe „Na kleiner?" Der Fuchs kam immer näher zu dir und begann schließlich an deinem Gesicht zu schnüffeln. Du pustest ihm vorsichtig zurück, das erschreckte den Fuchs zwar, aber hinderte ihn nicht daran dich weiter zu erkunden. Plötzlich kam ein weiterer Fuchs aus den Büschen gesprungen, das war dann wohl seine Mutter. Die Füchsin lief zu ihrem Welpen und hob ihn vorsichtig mit ihrem Gebiss hoch. Im schnellen Trott lief sie in die Richtung aus der sie gekommen war. Als sie schon auf halbem Wege war, drehte sie sich nochmal zu dir um, und senkte ihr Haupt so dass es einer Verbeugung gleichte. Eine Zeit lang siehst du den Fuchs einfach nur verwirrt an, bis du schließlich erwiderst. Die Füchsin schlich samt dem Jungen davon, jedoch nicht um sich bei dir zu bedanken. Und so lag an der Stelle wo sie sich verbeugt hatte, eine weiße Schriftrolle mit rotem Band. Du gehst hin und beäugst sie neugierig, ehe du dich dazu überwindest sie doch aufzumachen. Als du die Schriftrolle liest, weiten sich deine Augen und der Mund stand dir offen. Traum ende.
Die Bewusstlosigkeit die noch vor kurzer Zeit ihren schützenden Schatten über dich warf, verblasste nun immer mehr. Sie gab dir wieder die Kontrolle über einige deiner Sinne wieder, du konntest ein nerv tötendes Piepen wahrnehmen und öffnest, wenn auch schwer, deine Augen. Der Blick war nach wie vor verschwommen, aber mit jeder Sekunde die verstrich klärte sich deine Sicht, und du konntest sogar wieder halbwegs etwas erkennen. Eine weiße Zimmerdecke war das erste was dir auffiel. Zu mehr kommst du aber auch gar nicht, denn die Zimmertüre wurde leise aufgemacht und jemand betritt das Zimmer in welchen du anscheinend liegst. Die Person kommt auf dich zu, mustert dich ein wenig, und zog dann eine kleine Taschenlampe hervor, nur um dir damit den Schock deines Lebens zu verpassen. Zu hell… Du kneifst deine Augen fest zusammen, als dich eine weitere Welle des Schmerzes überkommt. Du kannst ein aufstöhnen nicht verhindern, dir war noch gar nicht aufgefallen dass du überall am Körper Verbände trägst.
Nun erkanntest du die Person, es handelte sich um niemand anderen als Law. Der zog gerade irgendetwas in einer Spritze auf und tritt damit wieder an dein Bett. Mit weit aufgerissenen Augen starrst du ihn und das unheilsame spitze Ding an. Flucht war in dem Fall sowieso ausgeschlossen, du konntest dich wegen der Schmerzen kaum bewegen. So sehr du es auch versuchtest, es bewegte sich kein einziger Finger. Wortlos sticht dir Law die Spritze in deine Armbeuge und injiziert dir die grünliche Flüssigkeit die sich als sehr starkes Schmerzmittel herausstellte, denn wenige Sekunden später merkst du bereits wie die Müdigkeit wieder an dir nagte und die Schmerzen zunehmend schwächer wurden. Nun versankst du wieder im Traumland. Law war indessen bereits wieder still und Leise wie er gekommen war aus dem Zimmer verschwunden. Es passierte zwar nur selten, das man einen Traum den man kurz vor erwachen beendet hatte weiterträumte wenn man wieder einschlief. Und trotzdem passierte dir genau das. Die Schriftrolle in deinen Händen haltend.
