Der Wagen steht noch immer vor der Taverne, als die drei Männer ihn erreichen. Der Junge aus der Taverne tränkt gerade die Pferde. Der Ritter, Merlin und der Kutscher laufen um den Wagen herum. Der Käfig ist mit einem großen Vorhängeschloss verschlossen und wird nun durch den Kutscher geöffnet. Der junge Arzt klettert in den Stahlkäfig. Sofort weichen die drei Sklaven vor ihm, soweit sie können, zurück. Ihre Hände sind zusätzlich mit Schellen aus Stahl gefesselt. Merlin lächelt sie aufmunternd an. Vorsichtig streckt er eine Hand nach ihnen aus. "Ich heiße Merlin und ihr braucht keine Angst vor mir zu haben. Ich bin Arzt und möchte nur sehen, wie es euch geht." Er nimmt die Hand eines jungen Mannes in seine. Seine Eisenfessel hat sich tief in das Fleisch seines Handgelenkes gefressen. Entsetzt sieht sich Merlin nach dem Kutscher um. "Nehmt ihnen sofort die Eisenfesseln ab!" Aber der Kutscher grinst nur boshaft: "Das werde ich nicht. Sie gehören mir und ich kann mit ihnen machen, was ich will." Der junge Arzt schüttelt traurig den Kopf: "Mag sein, dass sie Euch gehören. Aber ich dachte, Ihr seid in erster Linie Händler? Ich frage Euch, wie wollt Ihr Sklaven ohne Hände verkaufen? Wenn Ihr ihnen die Fesseln nicht abnehmt, werden sie, sofern sie es überhaupt überleben, diese mit Sicherheit verlieren." Jetzt kommt der Kutscher doch ein Stück dichter an den Käfig heran und wirft einen Blick auf das Handgelenk des jungen Sklaven."Verdammt! Dieser Idiot! Mein neuer Geschäftspartner hat die Eisenfesseln viel zu eng verschlossen."

Merlin bittet den Kutscher jetzt eindringlich: "Ich bitte Euch, nehmt ihnen die Fesseln ab. Ich kann ihnen helfen. Sie sind doch noch immer in diesem Käfig gefangen, sie werden nicht weglaufen." Der Kutscher seufzt: "Na schön. Aber beeile dich!" Gleichzeitig beginnt er die Fesseln der Sklaven zu entfernen. Merlin sieht derweil zu Gwaine herüber. "Sir Gwaine? Würdet Ihr mir bitte meine Arzttasche reichen?" Als Gwaine sie zu ihm in den Käfig geschoben hat, fügt der junge Zauberer noch hinzu: "Ich danke Euch. Den Rest schaffe ich allein." Der Ritter ist nicht ganz überzeugt, skeptisch sieht er den Kutscher an. Dann fragt er seinen Freund: "Bist du sicher?" Aber Merlin lächelt nur: "Natürlich. Geht ruhig, ich weiß Ihr habt noch andere Aufgaben zu erledigen." Der Ritter macht noch einen Schritt auf den Kutscher zu und ermahnt ihn noch einmal: "Ich bin mir sicher, Ihr habt den Befehl des Königs verstanden. Ihr werdet die Stadt verlassen, sobald Ihr euer Mahl beendet habt. Ich werde mich später selbst davon überzeugen. Wenn ich wiederkomme, will ich Euch und Eure Freunde hier nicht mehr sehen." Der Kutscher verbeugt sich und Sir Gwaine macht sich wieder auf den Weg zurück ins Schloss. Er ruft Merlin noch im Vorbeigehen "Bis nachher Merlin!" zu, dann ist er auch schon verschwunden.

Merlin hat indessen begonnen, die Wunden zu reinigen und bandagiert ein Handgelenk nach dem Anderen. Der Kutscher steht neben dem Käfig und beobachtet ihn dabei: "Du bist ein geschickter Arzt. Sagte der Ritter nicht, dass du des Königs Diener bist? Wie passt das zusammen?" Ohne sich von seiner Arbeit ablenken zu lassen, antwortet er: "Ich bin der persönliche Diener des König, das ist richtig. Aber ich lebe bei Gaius dem Hofarzt. Er ist mein Mentor und hat mich alles gelehrt, was ich weiß." Ein bißchen verwundert ist der Kutscher jetzt doch: "Ein Diener mit den Fähigkeiten eines Arztes. Interessante Kombination."

Die beiden Kameraden des Kutschers haben inzwischen ihr Mahl beendet und kommen aus der Taverne. Leise unterhalten sie sich kurz. Merlin, der soeben die letzte Wunde verbunden hat, hat es nicht bemerkt. Der Junge, der die Pferde getränkt hat, reicht den Männern ihre Zügel zurück und verschwindet wieder in der Taverne. Merlin schließt seine Arzttasche. "Ich bin fertig. Aber Ihr solltet ihre Verbände täglich wechseln." Als er rückwärts aus dem Käfig steigen will, verspürt er einen harten Schlag auf den Kopf. Er wird ohnmächtig und fällt auf den Käfigboden. Der Kutscher steht mit einem schweren Dolch in der Hand hinter ihm. Er hat ihn K.O. geschlagen. Kurzentschlossen verschließt er den Käfig und klettert auf seinen Kutschblock. Sich beeilend, verlassen die Sklavenhändler die Stadt. Der schwere Wagen schaukelt dabei so stark, das Merlins Arzttasche aus dem Wagen fällt und neben der Straße ins Gras rollt.

Als Arthur die Gemächer seines Hofarztes betritt, ißt dieser gerade sein Abendessen. Der Platz dem Arzt gegenüber ist leer. Der König schreitet durch den Raum und fragt: "Gaius, könnt Ihr mir sagen, wo ich meinen Diener finde?" Gaius schüttelt den Kopf. Er ist verwundert. "Ich dachte, er ist bei Euch? Er ist nicht zurückgekehrt." Arthur kommt noch einen Schritt dichter: "Seid Ihr Euch sicher?" Gaius unterbricht sein Mahl und steht auf: "Ganz sicher. Ich habe ihn das letzte Mal gesehen, als er zu Euch herübergelaufen ist, um mit seiner Arbeit zu beginnen. Das war heute morgen." Der Arzt sieht seinen König jetzt fragend an: "Was ist denn los?" Arthur sieht Gaius in die Augen: "Das frage ich Euch! Ihr und Merlin, Ihr habt nicht wieder irgendwelche Geheimnisse vor mir?" Der Hofarzt schüttelt den Kopf. "Nein. Vielleicht ist er in der Taverne?" Sein König lächelt: "Wie beide wissen doch mittlerweile genau, dass Merlin seine Zeit nie in der Taverne verbracht hat. Also, wo ist er?" Gaius seufzt: "Ich wünschte, ich wüsste es."