Disclaimer: Harry, Lily, James und alles andere, was mit HARRY POTTER zu tun hat, gehört nicht mir, sondern JKR. Ich borge mir alles für diese FF nur aus.

Lieben Dank an Soulsister und Kerstin, meine Betareader.

Weihnachtswünsche – Teil 2

Lächelnd stand Hermine Granger am Fenster ihres Hauses und sah hinaus in den Garten, wie ihr Freund einen Schneemann zusammen mit dem Nachbarsjungen baute.

In manchen Situationen war Harry wie ein kleines Kind, aber genau das liebte sie vielleicht gerade so an ihm. Dass er sich seine kindliche Unschuld bewahrt hatte.

Das Leben hatte es nicht einfach mit ihnen gemeint.

Weder mit Harry Potter, Dem-Jungen-der-lebte, noch mit ihr oder einem anderen.

Nach ihrem Abschluss der Zauberschule Hogwarts war Harry zu ihr gekommen und hatte, nachdem sie zwei Jahre lang ein Paar waren, sie gefragt, ob sie mit ihm zusammenziehen wollte.

Er hatte Angst gehabt, dass sie ihn verlassen würde, dass er auch noch den letzten Halt in seinem Leben verlieren würde.

Ron, der Dritte im Bunde, war in der letzten Schlacht gegen Voldemort gefallen.

Aus dem goldenen Trio war im vorletzten Schuljahr ein Duo geworden.

Vier Jahre war das jetzt her.

Die Erinnerung daran machte Hermine immer traurig. Harry sprach nicht darüber.

Wenn sie ihn jetzt so vom Fenster aus beobachtete, ihm zusah, wie er sich wieder in den elfjährigen Jungen verwandelte, den sie einst getroffen und in den sie sich verliebt hatte, da wünschte sie sich, dass dieses Glück nie aufhören würde.

Hermine wünschte sich, dass sie eine glückliche Familie werden würden.

„Ach Harry, warum hast du nur so große Angst?" fragte sie in die Stille des Raumes.

Sie waren jetzt seit fünf Jahren zusammen, Freunde fragten schon, warum sie nicht heirateten.

Harry wich immer aus, sagte die Zeit wäre noch nicht reif.

Hermine vermutete, dass er damit meinte, das er noch nicht reif war.

Harry hatte Angst, dass wenn er sie heiratete, er sie auch verlieren würde.

Seine Eltern waren gestorben; sie waren keine zwei Jahre verheiratet gewesen als sie starben.

Er wollte nicht, dass sich das Schicksal bei ihm und Hermine wiederholte.

Harry hatte Angst, dass dieses Schicksal wie ein Fluch auf ihm lag und er seiner Frau und seinem Kind auch diesen Fluch weitergeben würde.

Als seine Mutter für ihn gestorben war, ihm das Leben geschenkt hatte, hatte sie das größte Opfer gebracht, was eine Mutter für ihr Kind bringen konnte. Hermine würde auch dieses Opfer bringen.

Langsam und unbemerkt legte sie ihre Hand auf ihren Bauch, in dem das Kind von Harry und ihr heranwuchs.

Harry wusste noch nicht, dass er Vater wurde. Sie würde es ihm morgen sagen, als Weihnachtsgeschenk.

„Mach, dass Harry endlich glücklich werden kann", sagte sie und sah zum Himmel hinauf.

ENDE