Einen fröhlichen Gründonnerstag wünsch ich euch! Hier ist Kapitel zwei, danke nochmal an Dragonsoldier für das Review, den Schwarzlesern werf ich jetzt mal einen bösen Blick zu... Also viel Spaß, ist bissl kürzer geworden...


Zurück nach Hogwarts

Das Fenster eines Kräuterladens wurde von einem schweren Fluch getroffen, überall verteilten sich Glassplitter. Ginny krallte ihre Fingernägel angstvoll in Harrys Arm, Tonks und Remus hatten die Anderen hinter einen Stand mit Schutzamuletten gezerrt und schossen Flüche auf die fünf vermummten Gestalten, die wie aus dem Nichts plötzlich in die Winkelgasse appariert waren.

Der eine ging in die Knie, Remus´ Schocker traf ihn genau in den Bauch. Sofort schossen die Anderen wahllos Flüche in ihre Richtung, Tonks schnappte sich eilig irgendeins der falschen Schutzamulette und ließ dieses kurz silberblau aufleuchten, dann wies sie alle an, sich daran festzuhalten und ein Augenzwinkern später waren Mrs Weasley, Mrs Hopkin, Laura, Hermine und Ron verschwunden.

Die linke Seite des Standes zerbrach mit viel KRACH in ihre Einzelteile, plötzlich PLOPPTE es und sieben Zauberer mit dunkelblauen, fast schwarzen Umhängen und gezückten Zauberstäben stürzten sich auf die Todesser – Auroren.

Harry fiel ein Stein vom Herzen, doch er gab seine und Ginnys Deckung nicht auf. Remus´ Augen suchten verzweifelt nach einem roten oder schwarzen Haarschopf. Wo waren Ginny und Harry?

„Was machen wir jetzt?", flüsterte Ginny mit zitternder Stimme. Harry zuckte ratlos mit den Schultern und überlegte fieberhaft, wie sie hier wegkommen könnten; apparieren konnte er noch nicht.

Einer der Auroren wurde von einem orangefarbenen Blitz getroffen und fing sofort an zu bluten, von den Todessern waren nur noch drei übrig, die anderen zwei lagen gefesselt neben dem zerstörten Amulettstand. Mit so schneller Gegenwehr hatten die Todesser wohl nicht gerechnet und mit drei erneuten PLOPPS verschwanden sie.

Ginny und Harry atmeten beide laut erleichtert auf und sprangen hinter dem Holzkübel hervor.

„Merlin sei Dank, ich dachte schon ihr-" Remus beendete seinen Satz nicht, sondern schloss Ginny und Harry in die Arme. „Machen wir, das wir verschwinden, die Auroren haben alles im Griff." Remus, Ginny und Harry eilten auf Tonks zu, sie schuf einen weiteren Portschlüssel aus einem der wertlosen Amulette und die vier reisten mit einem Ziehen hinter dem Bauchnabel in den Fuchsbau.

Ihre Landung hätte man durchaus als Bruchlandung bezeichnen können, Ginny landete genau so, dass sie auf Harry fiel und dieser begrub Remus unter sich. Sofort war Mrs Weasley zur Stelle und zog ihre Tochte in eine Umarmung, sie hatte Tränen in den Augen.

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Als die Weasleys, Harry, Hermine und auch Remus am späten Abend in der Küche am Abendbrottisch saßen , herrschte eine angenehme Stimmung, alle hatten sich so gut wie von dem Schock in der Winkelgasse erholt und Laura und ihre Mutter waren inzwischen nach ihrem unfreiwilligen Besuch im Fuchsbau auch wieder Zuhause.

„Ich frag mich immer noch, ob das Ganze Zufall war oder ob die Todesser gewusst haben das wir dort sind", grübelte Hermine.

„Habt ihr irgendwelche Briefe verschickt, in denen drin stand wo und wann wir uns treffen?", fragte Remus die vier Jugendlichen, Ginny wurde unbehaglich zumute, ihre Wangen färbten sich rot.

„Ja, ich... Ich hab Laura zurückgeschrieben und ihr gesagt, das wir uns um zehn bei Gringotts treffen", sagte sie kleinlaut.

„Nun, jetzt ist es auch zu spät, immerhin fahrt ihr übermorgen wieder nach Hogwarts, aber ihr wisst eigentlich, dass ihr auf keinen Fall solche Sachen in Briefen schreiben dürft. Wahrscheinlich wurde deine Eule gestern abgefangen", sagte Remus mahnend.

Gegen elf verschwand Remus wieder aus dem Fuchsbau, deutete aber mit einem Augenzwinkern an, dass sie sich schneller wiedersehen würden, als ihnen lieb sei. Danach schickte Molly die vier Jugendlichen zu Bett, wobei die es nicht lassen konnten, eine halbe Stunde später wieder zu viert im Zimmer von Ron zu sitzen und über den erlebten Tag zu diskutieren.

Der letzte Ferientag war einzig und allein ein Gammeltag, Ginny und Harry lagen faul unter der großen Eiche, Hermine las ihr Exemplar von Die dunklen Künste durchleuchtet und Ron schrieb einen Brief an Vivi. Ginny verkniff sich eine spöttische Bemerkung darüber, dass Ron doch tatsächlich freiwillig einen Brief schrieb...

Und so schlief Harry dann ziemlich spät am Abend mit dem Gedanken an die morgige Hogwartsfahrt glücklich ein.

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Irgendetwas Glitzerndes tänzelte vor seinen Augen herum und wollte ihn aus seinem angehmen Schlaf reißen, ein Schatten kam hinzu.

„-ry, steh auf! Es ist schon um neun, wir haben verschlafen, Mum tickt völlig aus!" Ron rüttelte ihn an der Schulter, dann zog er ihm die Bettdecke weg.

Harry war wach, wenn auch gegen seinen Willen. Rasch zog er sich an und schlürfte dann ins Bad. Unten wuselten Mrs Weasley und Hermine schon durch die Küche, Ginny hatte die Ruhe weg und neben ihr saß Remus, der Harry freundlich zulächelte.

„Na Potter, endlich wach?!" Diese Stimme hatte Harry das letzte Mal vor ziemlich genau acht Wochen gehört.

„Professor Moody!", kam es überrascht von Harry. Dieser stand in einer Ecke, sein magisches Auge huschte wie von Sinnen in alle Richtungen und er hatte eine ziemlich mürrische Miene aufgesetzt.

„Den Professor sollt ihr doch stecken lassen, hab euch ja nie unterrichtet...", knurrte er.

„Harry für Eier und Speck ist keine Zeit mehr, der Toast steht auf dem Tisch, bitte beeilt euch!", wandte sich Mrs Weasley an ihn, dann rauschte sie aus der Küche.

Während Harry sich einen Toast mit Butter bestrich und Ron ebenfalls an den Frühstückstisch stieß, fragte er Remus, wie sie denn nach King´s Cross kommen würden.

„Arthur konnte einen Wagen vom Ministerium bekommen, ich bin euer Fahrer", antwortete er.

Als gegen kurz nach dreiviertel zehn alle ihre Koffer nach unten gehievt hatten und Hermine den äußerst aufgeregten Krummbein eingefangen hatte, stiegen sie nacheinander in eine metallic blaue Limousine, in die normalerweise nur fünf Personen reingepasst hätten. Onkel Vernon hätte Augen bei dem Wagen gemacht.

Harry, Ginny, Hermine und Ron passten bequem auf die Rückbank, während vorn außer Remus als Fahrer noch Moody und Mrs Weasley Platz fanden. Die Straßen Londons waren zu ihrem Glück relativ frei und so gestaltete sich die Fahrt zum Bahnhof ohne große Probleme, wenn man einmal davon absah, das Remus den Wagen zweimal an der gleichen Ampelkreuzung abwürgte. Am Bahnhof angekommen hatte die Gruppe noch genau zwanzig Minuten Zeit, bis der Hogwartsexpress sich in Gang setzen würde.

Hermine und Ginny nahmen zusammen einen Gepäckwagen und steuerten zielstrebig auf die Mauer zwischen Gleis neun und zehn zu. Ein Augenzwinkern später waren sie durch die Absperrung verschwunden. Harry und Ron folgten ihnen, kein Muggel merkte es.

Die große scharlachrote Lock stand schnaufend und zischend da wie eh und jeh. Hunderte Leute zogen Koffer über den Bahnsteig, verabschiedeten sich von ihren Verwandten oder begrüßten ihre Freunde.

Moodys Miene verfinsterte sich noch mehr, als er die Massen an Schülern sah und sein magisches Auge fuhr wieder Achterbahn.

Molly zog ihre Jüngste in eine Abschiedsumarmung, dann drückte sie Ron und Hermine und zum Schluss Harry.

„Seid artig, benehmt euch und ärgert die Lehrer nicht", meinte sie schmunzelnd, aber wenn man genau hinsah, konnte man Sorge in ihrem Gesicht erkennen.

„Danke Mrs Weasley, für alles", sagten Harry und Hermine zugleich, Molly winkte ab. Harry drückte die knorrige Hand von Moody und dieser verabschiedete sich knurrend mit: „Immer wachsam bleiben, Potter!"

Dann stiegen die vier in den Zug ein, Ginny traf ein paar Leute aus ihrem Jahrgang und umarmte sich durch ein kleines Grüppchen Freundinnen. Von Laura oder Ethan war keine Spur zu sehen und entgegen aller Erwartungen stiegen Tonks und Remus mit in den Zug ein. Anscheinend waren sie aber nicht die Einzigen, denn zwei Männer in typischer Aurorenkleidung standen vor dem nächsten Abteil.

„Hi, Harry!" Harry wandte sich um und sah in das rundliche Gesicht von Neville Longbottom.

„Hey, Neville, wie geht´s?"

„Ganz okay, sucht ihr noch ein Abteil?"

„Ja, ganz schön voll hier was..", Neville stimmte ihm zu, aber anscheinend hatte dieser schon ein Abteil gefunden, denn er schleppte keinen Koffer hinter sich her. Er ging vorneweg und Harry, Hermine, Ron und Ginny folgten ihm.

Zwei Waggons weiter zog er eine Abteiltür auf. In dem Abteil saß schon jemand: ein großer, sportlich aussehender Junge mit weißem Pullover und ein Mädchen mit blonden Haaren und roten Haarsträhnen.

Hermine, Ron, Ginny und Harry verstauten grinsend ihre Koffer und Neville flüsterte jedem einzeln leise zu: „Sie sind ganz nett!", und sie erwiderten dann gemeinsam grinsend: „Wissen wir!"

Neville machte ein verwundertes Gesicht und es verstärkte sich noch, als Ginny und Laura sich umarmten, Hermine mit rosa Wangen Ethan drückte und dieser dann Harry und Ron freundschaftlich die Hand gab.

„Ihr kennt euch?", fragte er nachdem sie sich gesetzt hatten.

„Jepp!", antworteten alle im Chor und lachten. Die Abteiltür ging auf und Luna Lovegood betrat mit verträumter Miene das Abteil.

„Ist noch Platz bei euch?", ihre Stimme klang aber alles andere als verträumt und sie hatte auf ihre Radieschenohrringe verzichtet. Ihr früher schmutzigblondes Haar wirkte nun sehr gepflegt, irgendwie anders und auch der Rest ihrer Erscheinung wirkte weniger spleenig.

„Natürlich, komm rein." Und Harry half ihr, den Koffer zu verstauen. Lunas Blick wanderte zu Ethan und er erwiderte ihn, allerdings mit zuckenden Mundwinkeln. Ron starrte Luna an, als wäre sie von einem anderen Planeten und Hermine versetzte ihm einen kräftigen Stoß in die Rippen.

„Wer bist du?", fragte sie frei heraus.

„Ethan Canning, ehemaliger Schüler aus den USA, siebzehn Jahre und das letzte Jahr darf ich auf Hogwarts verbringen", antwortete er munter.

„Könnt ihr mich jetzt aufklären, woher kennt ihr euch?" Neville sah sie der Reihe nach auffordernd an.

„Also, Neville...", und Harry und die Anderen erzählten ihm und Luna von dem vorangegangen Urlaub mit Dumbledore. Neville konnte es garnicht glauben und als er von seinem Urlaub erzählte, schien er fast ein bisschen neidisch.

Der Zug ratterte mittlerweile gemütlich durch´s Land und Hermine sprang wie von der Tarantel gestochen auf und erinnerte Ron daran, dass sie eigentlich schon längst im Vertrauensschülerabteil sein müssten. Mit genervtem Gesichtsausdruck zogen die beiden ab.

Als Ginny sich nach einer Weile gemütlich an Harry anlehnte, machte Neville große Augen, aber Harry nickte nur fröhlich und gab Ginny einen Kuss.

„Was ist noch alles passiert?", fragte er.

„Ach das Meiste weißt du ja jetzt schon", grinste Ginny ihn an.

Die rundliche Frau mit dem Süßigkeitenwagen schaute wenig später auch bei ihnen vorbei und Laura geriet völlig aus dem Häusschen. Sie kaufte sich von allem etwas und vernichtete dann gierig die Schokofrösche, den Kesselkuchen und Bertie Botts Bohnen in allen Geschmacksrichtungen.

„Wenn ich du wäre, würde ich das nicht alles essen."

„Warum?", fragte Laura Luna verwundert und biss einem weiteren Schokofrosch genüsslich den Kopf ab.

„Weil es in Hogwarts ein äußert großzügiges Festessen gibt."

„Ach, das schaff ich schon, will jemand eine Bohne?"

Harry und Neville langten zu und verzogen dann angeekelt das Gesicht.

„Schimmelkäse!"

„Rosenkohl!"

Laura fing an zu lachen. „Ich hab", sie nahm sich eine, „hmm, Erdbeer!"

Und so verbrachten sie die nächste Stunde damit, Lauras Bohnen aufzufuttern und immer wieder laut zu lachen. Luna erzählte Ethan irgendetwas von Dümmlichen Dummlingern und wenig später kamen Hermine und Ron wieder zu ihnen ins Abteil.

„Wisst ihr wer das neue Schulsprecherpaar geworden ist?!", wollte Hermine aufgebracht wissen.

„Nein", kam es als Antwort im Chor. Alle grinsten.

„Saphira Devoty!" Alle schauten unwissend drein. „Sie ist aus Slytherin und ihr Vater ist ein Todesser!" Hermine setzte sich schnaufend neben Luna.

„Darf ich einen?", fragte Ron Laura nach einem Schokofrosch, sie nickte. Ron schien es weniger zu interessieren, wer das neue Schulsprecherpaar geworden war.

„Und Roger Davies aus Ravenclaw", setzte Hermine ihre Ausführung fort und warf Ron einen missbilligenden Blick zu, allerdings schien sie zu der Erkenntnis gekommen zu sein, dass es außer ihr niemanden interessierte, wer Schulsprecher war. Mit beleidigter Miene zog sie ein Buch hervor und vergrub sich dahinter.

Harry blickte träumend aus dem Fenster, in wenigen Stunden würde er in der großen Halle sitzen, das Festmahl verdrücken und dann in sein wohlig warmes Bett fallen. Der Zug fuhr dahin, die Bäume zogen in grünen Schlieren vorbei und nachdem Harry eingenickt war, verabschiedete sich wenig später auch die Sonne und es wurde rasch dunkel. Die Lampen flackerten in jedem Abteil auf. Laura spielte mit Neville Snape explodiert, wobei Nevilles linke Augenbraue schon arg in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Ginny stupste ihn sachte an und mit einem grunzartigen Geräusch wurde Harry aus seinem gerade angelaufenen Traum gerissen, sie musste kichern.

„Wir sind bald da, Schlafmütze", sagte sie und gab ihm liebevoll einen Kuss. Harry zog sich seinen Umhang über und auch die Anderen zogen ihre Schulumhänge an. Eine Viertelstunde später wurde der Zug Stück für Stück langsamer und machte schließlich quietschend Halt am Bahnhof von Hogsmeade. Die Waggontüren wurden von den Schülern aufgerissen und alle strömten hinaus an die nun ziemlich kalt gewordene Abendluft.

Sofort konnte Harry Hagrids donnernden Ruf „Erstklässler hierher, Erstklässler zu mir!" hören und ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht.

„HARRY!", dröhnte er, „Wie geht´s?"

„Alles klar, Hagrid!", antwortete Harry strahlend, Hermine und Ron winkten ihm zu. Laura war erstarrt stehen geblieben und Ethan rannte prompt in sie hinein. Nun starrten beide die riesige Gestalt Hagrids an und Harry musste noch mehr grinsen.

Mühsam gelangten sie mit Schubsen und Drängeln schließlich über den Bahnsteig hinaus vor den Bahnhof. Dort warteten bereits die Kutschen, die von den Thestralen gezogen wurden. Ginny, Hermine und Laura stiegen munter in eine freie Kutsche ein, während Harry Ethan dabei beobachtete, wie dieser auf einen der Thestrale zuging und ihm den Rücken tätschelte.

„Du kannst sie sehen?", fragte Harry mit tonloser Stimme.

„Ja", antwortete Ethan schlicht, und Harry beließ es dabei. Dann stiegen sie ein.

„Wisst ihr, was seltsam ist?", fragte Harry dem gerade etwas aufgefallen war.

„Was denn?"

„Wir haben Malfoy heut noch garnicht getroffen."

„Stimmt, sein üblicher Besuch in unserm Abteil fehlte", meinte Hermine mit nachdenklicher Stimme, „Naja...", sie zuckte mit den Schultern und dann erklärte sie Laura in kurzen Sätzen wer Malfoy ist, denn sie hatte neugierig aufgeschaut.

Nach einem kräftigen Ruck setzten sich die Kutschen zuckelnd in Bewegung und holperten den Weg zum erleuchteten Schloss hinauf...


Kapitel zwei ist nun vorbei
und ich bin wieder leise,
seid doch so lieb und schickt ein Review
auf eine kleine Reise.
Dort schreibt ihr dann rein,
Wörter wie: gut oder schlecht
oder einfach nur fein.
Es ist so leicht wie kaum etwas anderes
und für den Autor gibt es nix spann´deres:-)
Zu hören, ob´s gut war
oder was man verbessern kann,
all das möcht ich gern wissen!
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