Titel: Cold Heart
Kapitel: Tyrann vs. Gerechtigkeitsfreak
Autor: dedlit
Anzahl: 2?
Genre: Romance, Drama;
Pairing: Shego/Ron
Ron rannte wie der Wind, um noch rechtzeitig zur Konferenz zu gelangen. Er riss die Tür auf und stürzte sich auf seinen Platz. „Sorry, viel Stau…." keuchte er und richtete dann seine Aufmerksamkeit auf den Vorstandsvorsitzenden. „Nun meine werten Kollegen, wie sie wissen sind die Verkaufszahlen stetig angestiegen, dank Ron Stoppable. Ich beabsichtige….."
nun folgte eine lange Rede über Moral und was ein gutes Unternehmen braucht. Ron merkte sofort, dass das eine der ich-langweile-mich-zu-tode-konferenzen war. Er sah sich um und stellte voller Abscheu fest, dass auch Cavalcanti anwesend war. Durch Zufall fiel sein Blick auf eine zierliche Gestalt im Schatten und Ron erkannte an den Haaren die Frau vom Vortag wieder. Sie stand mit gesengtem Kopf hinter Cavalcanti und versuchte anscheinend unsichtbar zu bleiben.
Ron sah sie genauer an, ehe er bemerkte, dass Cavalcanti ihn musterte. Ron lächelte ihm falsch ins Geicht und tat dann so, als wäre der Vortrag von Gonzaga spannend. Nach dem Meeting machte Ron sich schon beinahe in die Hose. Es hatte länger gedauert als er dachte. Ron stürmte in die nächstbeste Toilette und verschaffte sich Erleichterung, als er aus der Nebenkabine eindeutige Geräusche vernahm. Er gluckste leise und schlich dann aus der Toilette. Nicht, dass er noch störte. Er holte sich am Automaten gegenüber der Toilette einen Kaffee und drehte sich um, als Cavalcanti gerade zusammen mit seiner Sekretärin (oder was auch immer sie war) herauskam. Ron rutschte der Becher aus der Hand und sofort verteilte sich der Inhalt auf dem Boden. Cavalcanti funkelte die Frau neben ihm böse an und diese lief sofort zu Ron und entschuldigte sich, für was auch immer, ehe sie den Kaffee aufwischte.
„Aber Miss, das war doch nicht ihre Schuld." Ron kniete sich lächelnd neben die Frau. Diese schien verwirrt, hielt den Kopf aber wie immer gesenkt. Ron half ihr auf die Beine, doch sie murmelte nur irgendetwas, ehe sie langsamen Schrittes zu Cavalcanti zurückkehrte. Dieser ging nun auf Ron zu. Seine Nase war nur Millimeter von Rons entfernt, als er spottete. „Wie nett von ihnen Stoppable, dass sie nicht genug Stolz und Courage für eine Sekretärin besitzen wusste ich ja schon immer."
Ron erwiderte nur gelassen. „Wenn Stolz und Courage heißt sich an seiner Sekretärin zu vergehen und sie zu missbrauchen, dann brauche ich dererlei Dinge auch nicht." Cavalcanti drehte sich um, gab der Frau einen Klaps auf den Hintern und zog mit ihr im Schlepptau ab.
Ron wischte den restlichen Kaffee auf und ging dann grübelnd in sein Büro. Was konnte eine Frau verbrochen haben, die so schlank und zierlich war. Er musste der Sache auf den Grund gehen. Schnell nahm er den Telefonhörer in die Hand und nach einigem diskutieren mit den Behörden, hatte er die Information die er wollte. Die Frau saß wegen ‚angestrebter Diktatur' und Hilfe bei einem ‚Beinahe-Maßenmord'. Ron sah die kleine, schwarzhaarige Frau vor sich, es musste doch eine Möglichkeit geben ihr zu helfen. Er versuchte ein paar Stunden lang von den verschiedenen Quellen zu erfahren, wer sie war, aber selbst Waight konnte ohne genauere Beschreibung nicht helfen.
Ron schlenderte k.o zu seinem Wagen, als er eine wohlbekannte Stimme hörte. Cavalcanti schien ebenfalls gerade den nach Hause Weg anzutreten. Er fluchte laut vor sich hin. „Du kannst anscheinend gar nichts! Ich hätte dich im Knast verrecken lassen sollen. Wütend drehte er sich zu der Frau, die hinter ihm herschlich, um. Sie trug wie am Vortag nur knappe Kleidung. Ein Minirock und ein Sakko, welches ihre Oberweite betonte. Cavalcanti schien sich anscheinend unbeobachtet zu fühlen, denn er presste seine Lippen auf ihre. Die Frau erwiderte den Kuss, wie es Ron schien schon beinahe mechanisch. Cavalcanti löste sich von ihr. „Meine Kleine…..". Er fuhr mit dem Finger über eine Stelle an ihrem Hals, welche von einer Strähne überdeckt worden war. Das Hochgesteckte Haar fiel in sich zusammen, als Cavalcanti es öffnete. Ron hatte genug gesehen, ihm wurde schlecht und er verschwand so schnell er konnte.
Es musste eine Lösung geben……
Ron hatte die ganze Nacht munter in seinem Bett gelegen und hatte nun endlich, nach langem grübeln, einen Entschluss gefasst. Er schwang sich auf und griff zu seinem Handy, klappte seinen Laptop auf, nun konnte es losgehen.
Am nächsten Tag ging Ron müde, aber mit sich selbst aufs Äußerste zufrieden zur Arbeit.
Doch seine Zufriedenheit wurde getrübt, als ein Anrufer am Nachmittag ihm mitteilte, dass sein Plan unmöglich sei.
Ron wusste nun nicht mehr weiter und sank in seinem Sessel zusammen. Seit Tagen war sein Apartment eine einzige Müllhalde, aber er hatte neben seinem Job einfach keine Zeit. Selbst am Wochenende rief die Pflicht, denn er musste zu Partys und Bällen, um seinen gesellschaftlichen Stand zu halten. Er war einer der wenigen, die ohne Begleitung hingingen. Doch der Tratsch darüber war ihm eigentlich egal. Morgen war Samstag und es stand eine Party bei, er wollte lieber nicht daran denken, Cavalcanti an.
Am Samstagnachmittag erschien er in voller Montur zu dessen Party. Wie immer dieselbe langweilige Gesellschaft, mit denselben langweiligen Themen. Am Abend, wollte Ron schon wieder gehen, als Cavalcanti persönlich zu ihm kam.
Er schien ein bisschen peinlich berührt und bat Ron höflich in sein Arbeitszimmer.
„Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden Stoppable," er drehte den Rücken zum Fenster. „ich habe mich stark verschuldet und muss bis in einer Woche eine Summe von Eineinhalb Millionen Dollar auftreiben." Er drehte sich wieder zu Ron, der nun böse vor sich hinguckte. „Und was soll ich da machen?"
Cavalcanti senkte nun die Stimme. „Nun ich schlage ihnen einen Deal vor…… Das Mädchen gegen das Geld."
Ron schnappte empört nach Luft. „Sie ist doch kein Gegenstand den man einfach so verkauft!" Cavalcanti schien unberührt. „Dann eben nicht!" er wollte sich schon zum gehen umwenden, als Ron ihn aufhielt.
„Nun gut, aber ich darf sie gleich mitnehmen und sie bekommen das Geld erst morgen, außerdem möchte ich das Morgen schriftlich und vor Zeugen, nicht dass sie ihre Meinung noch ändern."
Cavalcanti schien nicht ganz wohl zu sein, aber willigte nach kurzem Zögern ein. „Na denn, sie ist irgendwo im Garten."
Ron stürmte ohne ihn weiter zu beachten an ihm vorbei. Er fand sie erst nach guten zwanzig Minuten, in der Nähe eines Baumes. Sie schien über ihr „Schicksal" bereits informiert, denn sie ging mit ihm mit ohne Widerstand zu leisten.
Cavalcanti war sich seiner Sache also ziemlich sicher gewesen.
Im Auto wandte sich Ron an die Frau, die stumm auf dem Beifahrersitz seines Cabrios saß. „Wie heißen sie eigentlich?"
Die Frau flüsterte leise: „Du hast mich also wirklich nicht erkannt, kein Wunder….."
Ron stieg auf die Bremse. Er hob mit einer Hand den Kopf der Frau an.
„Shego!"
to be continued
