Nun kommt das zweite Kapitel - von mir, da niemand sonst mitmachen wollte - aber ich hoffe hier auf rege Teilnahme... Aber jetzt mal viel Spaß mit Kapitel 2

Kapitel 2

Das verschwundene Glas - oder - So ein blöder Geburtstag

Endlich... dachte Dudley Dursley als er am Morgen seines elften Geburtstages die Augen aufschlug. Er liebte Geburtstage, besonders dann wenn er an seine ach so vielen Geschenke dachte.

Man konnte gar nicht denken, dass so eine dicker Junge so eine Geschwindigkeit vorlegen kann. So schnell er konnte war er aus dem Bett gesprungen und hinunter in die Küche gerannt. In seinen Schlafanzug stand er vor dem Küchentisch und betrachtete den Berg von Geschenken. "Alles meins" flüsterte er leise, so dass niemand ihn hören konnte. Für Außenstehende muss es so aussehen als wäre er verdammt süchtig nach Aufmerksamkeit, aber im Grund packt es einfach gerne Geschenke aus. Außerdem war er der festem Überzeugung, dass man nie genug Sachen haben konnte. Schmunzelnd beäugte er seine Sachen und griff nach den ersten Päckchen. Nur um sie durch zu schütteln und dann wieder zurückzulegen. Es juckte unter seinen Fingern alles sofort auszupacken, aber dennoch wollte er vorher nach oben gehen und sich anziehen.

Als er fünf Minuten später wieder in die Küche kam, waren seine Eltern und sein dämlich Cousin schon anwesend. Ohne auch nur daran zu denken allen einen guten Morgen zu wünschen, setzte er sich auf seinen Stuhl und begann die Geschenke zu zählen. "Das sind nur 37!" stellte er enttäuscht fest und schaute wütend von seiner Mutter zu seinen Vater. "Das ist eines weniger als letztes Jahr!" meinte er laut und war schon kurz davor laut und falsch los zu heulen, aber seine Mutter lenkte ein, wie immer, und so würde er sogar mehr Geschenke als letztes Jahr haben.

Er bekam immer was er wollte und darum konnte er sich kaum vorstellen, dass es mal etwas geben könnte, was er nicht bekommen könnte. Er fing an das Geschenkpapier von seinen Päckchen zu reißen und stellte erfreut fest, dass er alles bekommen hatte, dass er sich gewünscht hatte und auch noch etwas mehr. Als es seine Geschenke gebührend betrachtet hatte, wandte Dudley sich dem Essen zu und stopfte soviel wie möglich Schinken, Ei und Brot in sich hinein, dass er dann das Gefühl hatte, dass er bald platzen könnte, auch wenn er jetzt ganz genau wusste, dass er in wenigen Stunden schon wieder Hunger haben würde.

In diesem Augenblick klingelte zum ersten Mal das Telefon. Zuerst achtete er gar nicht darauf, denn er war zu sehr damit beschäftigt sich voll zustopfen, aber als seine Mutter meinte, dass Harry nicht zu Mrs. Figg konnte, weil sie sich den Fuß gebrochen hatte, da hatte das Gefühl als würde er aus allen Wolken fallen. Ohne wirklich nach zu denken, setzte er mit seinen falschen Weinen ein und jammerte "Ich will nicht ... dass er ... mitkommt ... er ... macht immer ... alles ... kapuutt...!"

Seit er auf die Welt gekommen ist, hat er immer bekommen was er wollte und er würde jetzt nicht damit anfangen das Gegenteil zu zulassen. Egal wie viel Blödsinn er auch angestellt hat, nie war er bestraft worden. Auch als er angefangen hatte Harry zu ärgern, haben sein Eltern nur darüber gelacht und gemeint, dass er keiner Fliege was zu leide tun könnte. Hey... Sie betteln danach ausgenutzt zu werden... Was kann ich denn dafür...

Noch bevor sie sich darüber einig waren, was mit Harry geschehen sollte, klingelte das Telefon erneut. Wie ging seine Mutter ran. Nach wenigen Sekunden hörte er seine Mutter rufen. "Ja?" rief er ungeduldig zurück und lies nur wieder strebend von seinen Essen ab. "Telefon!" war die einfache Antwort. Schwerfällig stand er auf und ging zu ihr hinaus in den Flur, wo sich auch das Telefon befand. Dudley nahm den Hörer und grunzte hinein "Ja ... was gibts?" Es war sein bester Freund Pries, welcher antwortete "Du, Kumpel, ich kann heute nicht kommen!" Fast wäre Dudley der Hörer aus der Hand gefallen. "Das kann nicht dein Ernst sein? ... Warum das denn"? wollte er natürlich aufgebracht wissen. "Ich hab gestern meine Schwerster im Keller eingeschlossen, wo ich eigentlich auf sie hätte aufpassen sollen...!" erklärte Pries langsam und man merkte seiner Stimme an wie ungerecht er das alles fand. "Das ist nicht fair!" murmelte Dudley in das Telefon und überlegte, wie er doch noch zu seinen Tag im Zoo zusammen mit seinen besten Freund kommen könnte. "Dann machen wir es eben nächsten Samstag!" meinte er schließlich zerknirscht, denn ihn war nicht wirklich etwas besseres eingefallen. "Ok, dann nächste Woche!" Nach einer kurzen Verabschiedung legte er auf und starrte wütend auf das Telefon. Was für ein sche... Tag... Die Lust auf Essen war ihn komplett vergangen. Darum packte er nur seine Geschenke und ging in sein Zimmer hoch. Laut fluchend stampfte er die Treppe hoch und lies die Zimmertür mit einen lauten Knall ins Schloss fallen. Was für ein blöder Geburtstag!!

Unten am Küchentisch wusste, niemand so Recht, was eigentlich passiert war, denn Dudley hatte nicht wirklich Infos gegeben. Das Einzige, dass wirklich sicher war, war das Dudley sehr wütend war und dass aus dem Zoobesuch nichts werden würde. Harry verzog sich in seinen Schrank, Vernon ging in sein Büro nach oben und Petunia begann damit die Küche sauber zumachen. Nach wenigen Minuten beschloss sie, dass Harry ihr ruhig helfen konnte. Diesen Geburtstag von Dudley verbrachte Harry nicht damit die Katzenfotos von Mrs. Figg anzusehen, sondern er war sehr damit beschäftigt die unterschiedlichen Hausarbeiten zu machen. Dudley saß inzwischen in seinen Zimmer schmollte und probierte seine Geburtstagsgeschenke aus. Erst zum Mittagessen verlies er sein Zimmer.

So das war das Kapitel Nummer 2...

Etwas kurz, aber es wird in jedem Kapitel etwas anders sein als im Buch

Möchte jemand mitmachen? Wer hat Lust auf Kapitel 3 "Briefe von niemanden"?

Kritik erwünscht...