Verhängnisvolles Gebräu
Kapitel 1: Auf die Plätze, fertig, los
Draco holte noch einmal tief Luft. „Ich hoffe schwer, dass du keine Jungfrau mehr bist, oder?"Er sah deutlich, wie Hermine ihre linke Augenbraue hochzog und ihn durchdringend ansah. „Nein, bin ich nicht. Und ich hoffe, du auch nicht. Denn einen Anfänger brauche ich in so einer Situation wirklich nicht!"
Erleichterung machte sich in ihm breit und beide sahen sich nun schweigend an. Wer sollte den ersten Schritt machen? Sollte er jetzt warten, bis sie anfing sich auszuziehen oder sollte er dies übernehmen? Er entschied sich für die Offensive und lief auf sie zu, packte sie am Handgelenk und drückte sie gegen den nächstbesten Tisch. Sie reagierte einen Moment überrascht und ihre Hand suchte sich an seiner Schulter Halt.
„Hey, was soll das, Malfoy?", fauchte sie instinktiv und erhob schon ihre Hand, um ihm eine schallende Ohrfeige zu verpassen, doch ihr Gegenüber wich keinen Millimeter zurück, sondern drückte ihr stattdessen einen harten Kuss auf ihre Lippen. Hermine versteifte sich augenblicklich. Seine Haut fühlte sich so warm, so weich, fast seidig an. Sie war erstaunt, niemals hätte sie das von ihm gedacht. Doch was hatte sie angenommen? Dass seine Haut kratzig und kalt wäre? Kalt wie Eis? Es waren seine Augen. Sein Blick, der eine solche Kälte ausstrahlte. Sein Wesen, der Eindruck, er sei ein Eisklotz und durch nichts zu bewegen.
Hermine erwiderte im ersten Moment seinen Kuss nicht, viel zu überwältigt war sie von dieser Situation. Es war so absolut grotesk, absurd, unmöglich... Sie versuchte, die Liste an Beschreibungen zu erweitern, doch Draco unterbrach sie sanft indem er sich an ihrem Umhang zu schaffen machte. Stillschweigend ließ sie ihn gewähren, während das Pochen in ihrem Unterleib etwas abklang. Freudig nahm sie dies zur Kenntnis und beschloss nun, ihm ein wenig zu helfen.
Ihr Umhang glitt von ihren Schultern, ihre Bluse folgte und plötzlich stand sie nur noch in ihrem roten BH und dem dazugehörigem Slip vor ihm. Hätte man ihr gestern noch erzählt, dass sie heute noch mit Malfoy schlafen würde, sie hätte denjenigen für verrückt erklärt und sich über eine solche Behauptung aufgeregt
Malfoy, das kleine, arrogante Frettchen, selbstverliebt, schadenfroh und... leider absolut gut aussehend. Auch wenn sie es nicht zu geben wollte, seine Gesichtszüge waren über die Jahre erwachsener geworden, sein Haar trug er etwas länger, bis knapp über die Ohren und seine Augen, sturmgrau, die manchmal so neckisch blitzten. Sicher hatte er eine ganze Gefolgschaft von Mädchen, die alles für ihn täten. Es hätte viel schlimmer kommen können. Was wäre, wenn sie nun hier mit Crabbe oder Goyle gelandet wäre?
Die Folgen eines missglückten Zaubertrankes mit Malfoy auszubaden, war da doch noch weit angenehmer. Womöglich hätte einer dieser Gorillas sie fast unter sich begraben. Schon allein dieser Gedanke widerte sie zutiefst an. ,Gott, Hermine, was denkst du da nur!', wies sie sich zurecht und folgte Draco mit ihrem Blick, der nun sich selbst daran machte, den Umhang abzulegen. Das Stück Stoff gesellte sich zu ihrem in eine der Ecken des Klassenzimmers.
Einen Moment zögerte sie noch, dann fuhr sie mit ihrer rechten Hand unter sein Hemd und biss sich lasziv grinsend auf die Lippe. Ein schelmisches Lächeln konnte sie sich darauf nicht verkneifen. Sie strich seinen Bauch entlang und fühlte die glatte Haut, ihre Finger gruben sich in seinen Bauchnabel. Er seufzte wohlig und riss dann mit einer gekonnten Bewegung sein Hemd von sich..
Hermine erstarrte. Er war nicht etwa schlaksig oder dünn wie Ron. Nein, er war genau richtig. Ansätze für Bauchmuskel zeichneten sich auf seinem Oberkörper. Zweifellos musste er trainiert haben. Atemberaubend. Dieser Körper! Und heute würde er für geringe Zeit ihr gehören. Die Idee mit ihm zu schlafen schien gar nicht mehr so abwegig. Ganz im Gegenteil. Sie fand daran Gefallen.
Draco wurde langsam ungeduldig und das Reißen in seiner Hose trug nicht unbedingt dazu bei, dass er sich besser fühlte. Hermine grinste unentwegt - fast ein wenig schadenfroh - und auf ein Lächeln seinerseits und einer leichten Kopfbewegung, begriff Hermine. Ihre Hände fanden den Weg zu seiner Hose und öffneten den Gürtel, den Knopf und zog sie ihm dann schließlich so weit herunter, dass er heraus steigen konnte.
„Das nenn´ ich mal ein tolles Gefühl!", murmelte er und merkte, wie der Blick der Gryffindor zwischen seinen Beinen regelrecht klebte. Ohne ein weiteres Wort, zog sie ihm mit einem Ruck die schwarzen Boxershorts aus. Einen Moment herrschte Schweigen, nur das Atmen der beiden war zu hören.
Grinsend legte er Hermine einen Arm um die Taille und drückte sie auf die Schulbank hinunter. Seine Lippen fanden wieder die ihren und bedingungslos ließ sie seiner Zunge den gewünschten Einlass. Seine andere freie Hand fuhr zärtlich die Bahn von ihrem Hals, zwischen ihren Brüsten hindurch und zu ihrem Slip hinab. Kurz vor dem Ansatz des roten Satins hielt er inne und streichelte sie sanft.
Mit einem unterwerfenden Seufzen schmolz sie in seinen Armen dahin. Es war unbeschreiblich; die warme Haut Dracos, welche sich sinnlich gegen die ihre schmiegte, sein Arm, der unter ihr lag und seine Zunge, die unentwegt mit ihrer spielte.
Orange. Ja das war es. Draco roch eindeutig nach Orange. Sie zog genießerisch seinen Duft ein und versuchte sich ihn einzuprägen. Sie wagte kaum daran zu denken, was sein würde, wenn die Folgen dieses seltsamen Trankes sich dem Ende neigten. Und sie erhoffte sich, die Zeit könnte stehen bleiben...
Mit einer flüchtigen und energischen Bewegung hob er sie wieder nach oben und ein weiterer gekonnter Handgriff und ihr Slip lag auf dem Boden. Ohne Probleme öffnete er ihren BH und strich ihn ihr von den Schultern. Nun lag sie nackt vor ihm. ,So wie Gott sie schuf´, dachte sie ironisch und wartete auf eine Reaktion von ihm. Ein Blitzen durchzog seine Augen und ein leichtes Grinsen stahl sich dazu. Sie gefiel ihm also? Doch sie erhielt jetzt keine weiteren Antworten dafür.
Er fing an, sanft über ihre Schenkel zu streichen während sein Mund sich endlich von ihrem löste. Einen Moment blinzelte er sie nur kurz an, wie um sich zu vergewissern, dass es wirklich war. Dazu langsam, aber bewusst, bemerkte er, dass es nicht mehr die gezwungene Lust war, die ihn zu solchen Taten trieb. Nein, viel mehr war es so, dass es ihm gefiel. Ihm gefiel Hermine Granger bei sich zu haben, sie zu streicheln, zu küssen und zu spüren. Absurd, aber wahr. Genauso wie alles andere.
Er hatte gestaunt, als er sie sah. Ihr Körper. Hätte er gewusst, was sich unter ihrer Schuluniform verbarg, dann hätte er sie mit anderen Augen gesehen. Sie besaß die so genannten weiblichen Kurven genau an den richtigen Stellen.
Er strich über die Außenseite ihres Schenkels und dann nach innen. Immer wieder. Ein leises Stöhnen entwich Hermines Mund und wie wenn sie „Stopp"gerufen hätte, ließ er von ihr ab. Betrachtete sie nur. Flehend fing er ihren Blick auf und grinste. Sie war so abhängig von ihm, obwohl er noch nicht einmal richtig angefangen hatte? Er spürte, dass sie mehr. Wollte, dass er weiter machte. Dass er weiter ging. Doch sie hatten noch Zeit. Snape würde erst in einer Stunde wieder hierher kommen. Also konnte sie die Zeit gut ausnutzen. Sinnvoller, als mit putzen.
Die Wirkung ließ langsam nach. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie angefangen hatten, ihre Gefühle zu lösen. Was wäre geschehen, wenn sie sich nicht einander hingegeben hätten? Er mochte den Gedanken daran wirklich nicht. Doch jetzt hatte er eine andere Idee. Er wollte etwas; hatte angefangen, sich ein neues Ziel zu setzten. Eine Herausforderung, die im Bereich des Möglichen lag, sie zu erfüllen. Er wollte Hermine Granger vor Begierde unter sich zittern sehen. Vor Begierde nach ihm. Er wollte sie seinen Namen rufen hören, ihn anflehen hören, dass sie ihm hörig war. Und erst wenn er das erreicht hatte, dann war er wirklich zufrieden! Also... Möge das Spiel beginnen!
Tut mir Leid, dass ich so lange gebraucht habe. Aber irgendwann kommt ja die Fortsetzung! ‚g' Außerdem möchte ich allen danken, die mir ein Review da gelassen habt! Ich hab mich total gefreut.
Ich hoffe euch hat dieses Kapitel gefallen und ihr lasst mir eure Meinung da!
Grüße,
Monja
