Kapitel zwei:
Wir beschlossen erst einmal zu unserem Dad in die Chameleonbucht zu fliegen. Dort wären wir ein Weile sicher.
Für Aang wurde rasch ein Zelt freigeräumt. Ich und Sokka trugen ihn hinein und legten ihn auf einen der Schlafsäcke. „Geh und hole etwas Wasser. Ich bleibe bei ihm.", sagte ich und Sokka verließ mit einem leichten Stirnrunzeln das Zelt.
Ich sah auf Aang hinab. Er atmete etwas unruhig und auf seinem Gesicht machte sich scheinbar ein schmerzhafter Ausdruck breit. Wenn ich seine Wunden heilen wollte, musste ich sie freilegen. Das meiste waren Brandwunden, die ich leicht beseitigen konnte, aber die große, lochartige auf seinem Rücken musste wohl intensive Behandlung nötig haben. Ich war mir nicht sicher... Ich war ja keine erfahrene Heilerin... Aber ich musste alles tun, was ihm helfen könnte.
Langsam streift ich ihm das zerfetzte Oberteil ab. Ich versuchte nicht seinen Rücken zu sehr zu streifen. Seine Stiefel zog ich ebenfalls aus und legte beides neben das Bett.
Ich hörte Schritte hinter mir. Sokka hatte das Zelt betreten. „Hier ist dein Wasser..." Er sah stirnrunzelnd von mir zu Aang, der nun ohne Oberteil auf dem Schlafsack lag. Ich ignorierte seinen Blick. Langsam nahm ich das Wasser aus der Schüssel in meine Hand und legte es wie ein Handschuh darum. Sokka verließ das Zelt. Ich legte meine Hand auf Aangs Oberarm. Dort war eine mittelgroße Brandwunde. Er zuckte leicht zusammen, als das kalte Wasser seine Haut berührte. „Entschuldige, Aang" Ich konnte deutlich seine Muskeln spüren, als das heilende Wasser über seine verbrannte Haut fuhr. Ich spürte wie meine Wangen rot wurden. Was war denn nur los mit mir? Ich sollte wirklich nicht seine Muskeln bewundern, wenn er so schwer verletzt ist!
Schnell hatte ich alle seine Brandwunden geheilt und die verbliebenen Narben (falls vorhanden) verbunden. Als ich gerade den letzten Verband um seine Schulter befestigte, kamen Sokka und Toph herein. „Katara, du musst dich auch etwas ausruhen!". „Nein, mir geht es gut. Ich muss-„ „Du musst gar nichts! Aang wird es bald besser gehen! Iss wenigstens Etwas", meinte Sokka, als ich ihm einen strengen Blick zuwarf. „Ihr könnet mir helfen. Dann geht es schneller. Sokka, halte Aang aufrecht, so dass ich an seinen Rücken komme und Toph, du holst neues Wasser." „Ok.", kam es von beiden.
„Wow, dass sieht wirklich schmerzhaft aus!", bemerkte Sokka resigniert, als er Aangs Rücken betrachtete. "Na ja, genau das wollen wir ja ändern!", sagte ich und machte mich an die Arbeit.
Als ich fertig war, sah die Wunde schon weniger wie ein Loch aus. Es war immer noch sehr tief, aber sie sah verheilter aus, als ob mehrere Tage vergangen wären.
„Gute Arbeit, Schwesterherz. Sieht so aus, als hättest du den Avatar halbwegs wieder zusammen geflickt...Ich hole etwas Essen für dich. Du kannst hier bleiben, wenn du willst."
Ich sah ihn dankend an und er ging mit Toph hinaus. Ich weiß nicht wieso ich es tat, aber ich nahm Aangs Hand in meine und streichelte sie sanft. Ich weiß auch nicht, ob ich es mir nur einbildete, aber ich meinte ein leises Lächeln über sein Gesicht huschen zu sehen...
