Titel: Maggie

Teil: Prolog/?

Autor: Neko (Ne-chan)

E-mail: sarahlenakoenig@hotmail.com

FanFiction: Harry Potter

Raiting: PG-14

Warnung: darkfic, OOC

Kommentar: Also, hallo erst mal!

Ich habe noch nicht alle HP Bücher gelesen, ehrlich gesagt bin ich gerade erst beim 3. Band, habe mich aber schon mit den vielen FF's vertraut gemacht. Und dabei habe ich meine Lieblingsgestalt schon längst herausgepickt. Severus Snape war für mich ein Typ mit tausend verschiedenen Ebenen und ich LIEBE so etwas einfach. Ronald Weasley kam für mich eher später dazu, aber später habe ich mich fast schon geärgert, dass es so wenig FF's von den beiden gibt. Aber ich bin ja nicht so und habe mich dann selbst an den Compie gesetzt. Überhaupt übt in letzter Zeit die Familie Weasley eine interessante Wirkung auf mich auf. Aber lasst euch überraschen. Ich sage nur, Percy ist bei mir etwas mehr... nun sagen wir Bruder, als ich in den Büchern zu fühlen bekommen habe. Nun aber genug Gequatsche und auf zur Geschichte!

Bitte seid nicht so streng mit mir! Mein Wissen ist noch beschränkt, aber ich arbeite daran. Auch begründete Kritik und Lob können mir dabei sehr weiterhelfen!

Pairing: Ron x Severus

Disclaimer: Alles nicht meins, alles J.K. Rowling. Geld bekomm ich auch nicht! *sich das Ganze noch mal überleg* Mist -_-

~*~ Sichtwechsel

Maggie Dreams and Nightmares

Schweißgebadet schreckte Ron aus seinem Schlaf und atmete hektisch. Wieso träumte er jetzt davon? Nach so langer Zeit? Ein kurzer Blick auf seine Uhr sagte ihm, dass er noch eine gute Stunde schlafen konnte, aber nach so einem Traum? Er hatte von Maggie geträumt! Maggie ist tot! Sie ist tot! Wieso träumte er von seiner toten Schwester? Verzweifelt strampelte er sich aus seiner Decke und tapste leise zum Fenster. Es war noch dunkel draußen, aber bald würde die Sonne sich über den Horizont schieben. Maggie hatte die Sonnenaufgänge immer geliebt. Kopfschüttelnd ließ er diesen Gedanken hinter sich. „Für dich werde ich warten, bis die Sonne aufgeht, Maggie! Aber danach reicht es."

Etwas übermüdet saß Ron am nächsten Morgen vor seinem Frühstück und versuchte einem ellenlangen Vortrag von Hermine über ihre noch viel längeren Hausaufgaben zu lauschen. Das dies ihm nicht so recht gelingen wollte, war eigentlich kein Wunder, doch er versuchte diesmal krampfhaft den Faden nicht zu verlieren. Schließlich musste er sich auf eine saftige mündliche Abfrage gefasst machen, weil er wiedereinmal die Zaubertrankhausaufgaben nicht hatte. Nur half ihm Hermines vor Begeisterung strotzendes Kauderwelsch auch nicht weiter und er beschloss lieber an Punktabzügen und Verdummung zu sterben, als an Überinformationen. Vielleicht hatte er ja mal ausnahmsweise Glück und Snape fand einen noch ärmeren Trottel als ihn. Aber zu seinem Missvergnügen stellte er sehr bald fest, dass sogar Neville mit der gewünschten Länge Pergamentrolle erarbeitet hatte. Stolz ließ dieser seine Hausaufgaben auf den Lehrertisch fallen und machte es damit allen anderen Schülern nach. Alle bis auf einen. Ron war der einzige, der sitzen geblieben war und Snape hatte das natürlich mit blitzenden Augen registriert. „Mr. Weasley! Ich hoffe, Sie wissen, dass sie nur noch eine schlechte Note brauchen und ich kann sie getrost durchfallen lassen." Durchfallen? Ron erstarrte. Er durfte nicht durchfallen! Das würde bedeuten, dass er sitzen bleiben würde! Percy, Fred und Georg würden sich heillos über ihn lustig machen und seine Eltern diesen verdammten enttäuschten Blick haben. Doch das interessierte Severus Snape natürlich kein bisschen. Er hatte schließlich ein Opfer gefunden. „Welches Mittel hilft bei Beschwerden, die akut, plötzlich und mit aller Heftigkeit auftreten?" Ron stöhnte innerlich auf. DIESES Mittel kannte er allerdings. „Aconitum oder auch Blauer Eisenhut, Sir." Milde Überraschung ließ Snapes Gesichtszüge etwas weicher werden. Doch schnell erholte er sich wieder und schon schoss die nächste Frage auf den Jungen zu: „Wie ist der Muggelname für Belladonna?" Rons Mut sank. Seine Mutter war ja Verfechterin von Aconitum und gab es bei jeder sich bietenden Gelegenheit, aber Belladonna hatte sich noch nie in ihre Apotheke verirrt.

Tollkirsche.

Der rothaarige Junge schluckte. Was war das? Er war sich sicher, eben eine Stimme gehört zu haben. Tollkirsche? Na ja, mehr als falsch konnte es ja nicht sein und so stammelte er vorsichtig: „Tollkirsche, Sir." Diesmal verzogen sich Snapes Augenbrauen wütend nach unten. Scheinbar war auch diese Antwort richtig gewesen. „Wanzenkraut?" „Cimicifuga, Sir." Jetzt war auch Ron zutiefst verblüfft. Er hatte nicht einmal darüber nachdenken müssen. Die Antwort war einfach da gewesen! Langsam wurde er sich den erstaunten und ungläubigen Blicken seiner Mitschüler bewusst. Bevor er aber auch nur den Hauch von Stolz verspüren konnte, machte ein gewisser Lehrer diesen Moment wieder zu Nichte. „10 Punkte Abzug wegen Vorsagens. Und außerdem bekommen Sie eine 6, Mr. Weasley." Empört sprang er auf. „Mir wurde nicht vorgesagt! Ich habe das alleine gewusst!" Spöttisch lächelnd drehte sich Professor Snape um und murmelte: „Weitere 5 Punkte Abzug. Setzten Sie sich." Heiße Wut schien jetzt durch Rons Adern zu fließen. „Belladonna hilft bei allen akuten Entzündungen, Kopfschmerzen und kolikartigen Schmerzen. Man benutzt es oft als Folgemittel..."

„Mr. Weasley! Weitere 5 Punkte..."

„MAN BENUTZT ES ALS FOLGEMITTEL NACH ACONITUM! CIMICIFUGA WIRD BESONDERS VON FRAUEN ANGEWANDT, DIE PROBLEME IN IHRER PERIODE ODER IN IHREN WECHSELJAHREN HABEN!!

MIR WURDE NICHT VORGESAGT!"

Schwer atmend stützte Ron sich auf seinen Tisch. Das ungläubige Schweigen hatte jetzt einem entsetzten Schweigen Platz gemacht. Niemand hatte es jemals gewagt, einen Lehrer so anzubrüllen. Ron war geschockt. Woher hatte er nur dieses Wissen?

Wie konntest du es wagen!

Als ob eine Schlange ihn gebissen hätte, zuckte er zurück. Diese Stimme! Er kannte diese Stimme!

Ich habe dir doch beigebracht, dieser Lehrer ist der Beste an Hogwarts! Widersprich ihm niemals, sprich nur, wenn du gefragt wirst. PRAHLE NIE MIT DEINEM WISSEN!

Vollkommen entsetzt schnappte Ron nach Luft. Das war unmöglich! Sie konnte es nicht sein. Sie war tot! TOD VERDAMMT!

„...Weasley! Mr. Weasley!" Tränen flossen Ron die Wangen hinunter. Heiser flüsterte er immer wieder: „Sie ist tot. Sie ist tot."

~*~

Severus Snape konnte es einfach nicht glauben! Noch nie hatte es ein Schüler auch nur gewagt seine Stimme gegen ihn zu erheben! „Mr. Weasley!" Der Junge war bleich im Gesicht. Seltsam, noch hatte er doch gar nichts gemacht! „Mr. Weasley!" Keine Reaktion. "Mr. Weasley!" "Sie ist tot." Verwirrt runzelte Severus die Stirn. „Wer ist tot?" Als hätte er auf einen Knopf gedrückt hastete der Gryffindor aus der Reihe auf den Gang zu und stolperte auf die Tür zu. Doch bevor er da ankommen konnte stürzte er und umklammerte seinen Kopf. „Nein! Nein, nein.", wimmerte er immer wieder und langsam begann Snape sich zu sorgen. Vorsichtig ließ er sich neben Ron auf die Knie sinken und legte eine Hand auf dessen Schulter. „Ich werde es nie wieder tun! Nie wieder! Aber bitte geh! GEH!" Erschrocken zog der Zaubertränkelehrer seine Hand zurück. „Mr. Weasley? Würden Sie so freundlich sein und mir erklären, was das soll?" Auf die darauffolgende Reaktion war er nun gar nicht vorbereitet. Ron packte ruckartig ihn am Kragen und Panik schrie geradezu aus seinen Augen. „Sie ist hier! Sie ist böse auf mich. Ich wollte es nicht! Ich wollte es doch wirklich nicht." Dann sackte er auf einmal zusammen.

„Ron? Ron, komm zu dir!" Blinzelnd kämpfte Ron gegen das helle Licht an, welches ihm in die Augen stach. „Percy?" Sanft strich Percy ihm das Haar aus dem Gesicht und lächelte erleichtert. „Hey, kleiner Bruder. Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt." Schrecken? Wieso Schrecken? Wo war er? Was war geschehen?

Wie kannst du nur so schnell vergessen!

Ruckartig setzte sich Ron auf und klammerte sich panisch an Percy. „Sie ist hier, Percy! Sie ist hier." Erschrocken runzelte der Ältere den Kopf. „Wer? Wer ist hier?" Tränen rannen nun Ron über das Gesicht. „Maggie! Maggie ist sauer auf mich! Tu etwas! Bitte!... Bitte!" Schluchzend vergrub er sein Gesicht in der Schulter seines großen Bruders, der ihn vollkommen entsetzt in die Arme schloss. „Maggie ist tot, Ron!" Doch der Junge in seinen Armen schüttelte nur panisch mit dem Kopf. „Ich höre ihre Stimme! Sie ist hier! Hier!" Beruhigend strich ihm Percy über das Haar und wiegte ihn leicht hin und her. „Shh, ganz ruhig. Sie kann dir nichts tun. Ich pass schon auf, hörst du?"

Du kannst nicht beschützt werden! Ich bin schon viel zu lange ein Teil von dir und ich werde alles tun – hörst du? Alles! – um mein Ziel zu erreichen!

Ron wimmerte. Wieso war sie hier? Wie konnte sie überhaupt hier sein? Warum tat sie ihm das an? Was tat sie ihm an? Was hatte sie vor? Auf einmal hörte er die leise Stimme Percys an seinem Ohr:

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm."

Überrascht hob Ron seinen Kopf, um in die Augen seines Bruders zu blicken. Percys Blick war sanft und ruhig. „Was hast du gesagt?" Percy lächelte. „Der Erlkönig von Goethe. Du hast ihn unglaublich gemocht, als du noch klein warst. Maggie auch. Vielleicht beruhigt er etwas deine Nerven?" Sachte strich er seinem kleinen Bruder ein paar Strähnen aus dem Gesicht, dann hauchte er ihm einen Kuss auf die Stirn. „Versuch etwas zu schlafen, Ron. Und hab keine Angst, ich werde hier sein, wenn du aufwachst."

tbc

Mein kleiner Extra-Kommentar:

*wink* Hallo, ich bin's!

Tja, mal sehen, ob dieses Kapitel etwas mehr Klarsicht schafft. Ich glaube aber eher nicht. *lach* Übrigens! Die netten Zutaten, die Ron alle aufzählt, sind alle aus der Homöopathie! Also für Zaubertränke bestimmt total wirkungslos, aber was soll's?

@ tabea: *Verwirrung stiftet* Ja, so was kann ich gut! Der Grund von Maggies Tod wird in der Geschichte erzählt, konnte also nicht im Prolog erklärt werden. Deshalb ist es ein wenig undurchsichtig!

@ herm84: *lach* Ist es nicht schön, wenn man sich auf etwas freuen kann? Mal sehen, ob ich es geschafft habe die Spannung aufrechtzuerhalten!

@ tsuki: Solche Wünsche werden bei mir immer gern entgegen genommen!

@ Liesel: *Keks nehm* Jamm! *reinbeiß* Ich liebe außergewöhnliche Pairings auch! Deshalb versuche ich immer etwas Neues zu bringen!

@ Isaldaria: Warum Goethe? Hm, ich hatte einen Film gesehen und dort wurde der Erlkönig vorgetragen. Es hat mir gefallen! Außerdem hat der Text noch eine besondere Bedeutung, da passte tatsächlich Goethes Erlkönig einfach perfekt. Beim lieben William kenn ich mich auch leider nicht so aus (außer natürlich die altbekannten Stücke wie „Romeo und Julia", „Hamlet" oder der Mitsommernachtstraum")