Out of Control
Autor: Maxwell-chan
Fandom: Gundam Wing/AC
Disclaimer: siehe Kapitel 1
Song zu Kapitel 2: "Super Sommer" von Luttenberger Klug
Kapitel 2: Change of Plans (Planänderung)
***Am selben Abend im Hinterraum der Bar***
Duo ließ sich auf die Couch fallen und riss die Chipstüte auf. "Okay, Boss, was gibt's?" Auffordernd sah er zu Howard, der sich zusammen mit zwei Fremden vor zwei Bildschirmen aufgebaut hatte. Dann stopfte er sich die erste Ladung des Knabberzeugs in sich hinein. Auch Hilde, die neben ihm saß, griff danach, doch der Amerikaner hatte sie schnell vor ihr in Sicherheit gebracht. Nichts ging über sein Heiligtum! Naja, fast nichts, korrigierte er sich selbst still, als seine Gedanken zu einem gewissen Mann mit dunkelbraunen, verwuschelten Haaren und umwerfenden Augen wanderten...
Seine beste Freundin streckte ihm, erwachsen wie sie war, die Zunge raus, zog es dann jedoch vor, eine Cola vom Tisch zu greifen und einen großen Schluck zu nehmen, bevor sie sich wieder Howard zuwandte. Die anderen beiden aus dem Team, Hannah und Zechs, saßen mit mehr oder weniger unbewegten Mienen auf einem Sessel. Hannah hatte es sich auf der Lehne bequem gemacht und raunte Zechs gerade etwas ins Ohr, wobei sie auf den jungen Mann neben ihrem Boss zeigte. Sofort, als sie den Blick des Fremden bemerkte, der sich wohl neugierig und etwas nervös im abgedunkelten Raum umzublicken schien, zog sie den Finger zurück und drehte eine ihrer an den Enden leicht gewellten, blonden Strähnen um den Finger.
Howard räusperte sich. Sofort wandten sich alle Augen zu ihm und den beiden anderen. Der Mann im Hawaiihemd genoss die Aufmerksamkeit sichtlich, als er nun anfing zu sprechen. "Nun, da Mike jetzt woanders arbeitet, müssen wir ihn ersetzen." Er deutete auf den jungen Mann mit kurzen, braunen Haaren, die nur an den Seiten in zwei Strähnen am Gesicht entlangliefen. Der Rest war mit viel Mühe und Gel stachelig aufgestellt.
Nicht nur Duo zog die Augenbrauen hoch. Na das war ja mal ein Neuzugang! Der sah eher aus wie ein Tänzer, der einem Club entlaufen war, als wie ein Computerexperte. Denn genau so einen brauchten sie. Nicht dass Duo oder die anderen sich nicht mit PCs auskannten, aber sie arbeiteten lieber aktiv als nur vor dem Bildschirm zu sitzen und ab und an Anweisungen zu geben.
"David Lave", stellte der Braunhaarige sich vor, "freut mich." Er begann wieder, auf seinem Lippenpiercing zu kauen, während er genau spürte, dass die vier anderen ihn mit ihren Blicken gerade sezierten. So zog er es vor, sich schräg hinter Howard zu stellen, wobei nur herauskam, dass er fast einen ganzen Kopf größer war und sich somit nicht wirklich verstecken konnte.
Nun trat eine Frau mit langen, seeehr langen blonden Haaren unaufgefordert einen Schritt nach vorne. Ihre gespaltenen Augenbrauen und ihr überlegener, leicht gelangweilt wirkender Blick ließen sie irgendwie skrupellos erscheinen, fand Duo. "Mein Name ist Dorothy Catalonia. Eigentlich hatte ich nicht vor, euch je zu treffen." Na, die Schnepfe war Duo doch mal sympathisch. Er zog einen Flunsch, gab Hilde nun doch etwas von seinen Chips ab und kaute lautstark. "Aber es geht hier um etwas sehr Wichtiges."
"Jeder unserer Aufträge ist wichtig, Ms. Catalonia", fiel Zechs ihr ruhig, aber dennoch bestimmt ins Wort. Auch er hatte diese fremde, noch recht junge Frau genau gemustert. Sie sah aus wie eine Aristokratin von früher, und auch ihre Kleidung verstärkte diesen Eindruck. Nicht dass sie nicht modern war, im Gegenteil, aber sie sah verdammt teuer aus.
Diesen Kommentar ignorierend, fuhr Ms. Catalonia mit ihrer Raucherstimme fort: "Ihr sollt mir etwas beschaffen. Drei kleine Drachenfiguren." Sie sandte David einen bedeutungsvollen Blick. Sofort machte der Neue sich daran, am Laptop, der mit den beiden großen Bildschirmen verbunden war, etwas einzutippen und nach ein paar Klicks erschienen besagte Figuren auf dem linken, kleineren, Bildschirm.
Es waren ein orangefarbener Drache, der wie die Sphinx mit großen, schimmernden Flügeln auf seinem beigen Kissen thronte. Der Kopf mit zwei goldenen Hörnern war stolz erhoben.
Neben ihm wirkte es, als würde ein grüne Drache mit goldenen Streifenmuster umherstreifen. Seine Flügel waren weit ausgebreitet und von einem fast transparentem Grün, das im Gegensatz zu dem Jade der Schuppen stand.
Der letzte und kleinste Drache sah aus wie ein dunkelblaues Meerungeheuer. Ein kindliches Meerungeheuer allerdings, dessen Flossen anstelle der Flügel noch nicht voll ausgebildet waren.
"In einer dieser Drachen befindet sich etwas sehr Wertvolles", fuhr die blondhaarige Frau fort, "jedoch wissen wir nicht in welchem. Also beschafft uns einfach alle drei." Sie schien seine fast schon einstudiert klingende Rede beendet zu haben, denn nun trat David vor und schnappte sich den Laptop, mit dem er sich in den erstbesten Sessel fallen ließ.
Er grinste kurz aber zufrieden, als er sich weiter in das weiche Polster drückte. Der Umriss eines Gebäudes erschien. "Die drei Stellen hier" -er markierte drei Punkte auf der Karte rot- "sind die Ausgänge. Vor einem von ihnen wird nächsten Samstag ein schwarzer, gepanzerter Wagen halten und die Drachenfiguren mitnehmen. Alles, was wir tun müssen, ist sie bis dahin zu klauen. Der einzige Knackpunkt ist, dass die Figuren überall sein können und wir nicht wissen, von welchem Ausgang sie abgeholt werden."
"Warum überfallen wir nicht einfach den Wagen?"
Hannah hatte diese Frage kaum ausgesprochen, als Ms. Catalonia ihre Stimme erhob: "Das ist unmöglich, oder glaubt ihr, ich würde euch sonst brauchen? Führt einfach nur diesen verdammten Auftrag aus!" Sie schlug mit der Faust auf den Tisch, wo Duo gerade seine Chips ablegen wollte. Vor lauter Schreck jedoch drückte er sein Knabberzeug nur fester an sich, bis es leise knirschte in der Tüte.
Erschrocken nickte Hannah nur, nahm für den Rest des Abends ihre Augen jedoch nicht mehr von dieser furchteinflößenden Frau. Diese schien nun wieder die Ruhe selbst zu sein. Irgendetwas musste wirklich wichtig sein, denn sie schien nicht so, als würde sie bei jeder Gelegenheit dieses temperamentvolle und stimmungsschwankende Verhalten an den Tag legen.
Als die Besprechung endlich vorbei war, atmete nicht nur Hannah erleichtert aus. "Endlich ist diese Frau weg", seufzte sie, wobei Zechs nur zustimmen konnte. Ms. Catalonia hatte sich mit Howard irgendwohin verabschiedet, um den finanziellen Teil zu klären. Die Gruppe hatte sich dazu entschieden, noch eine Weile zu bleiben. Heute war Montag, da hatte die Bar sowieso zu.
Duo und Hilde nahmen den Neuen, David, sofort in Beschlag. Wo er herkäme, was er arbeite... der braunhaarige Junge hatte keine Sekunde Ruhe, vor allem nicht, weil Duo mal wieder so viel redete, dass er überhaupt keine Zeit hatte zu antworten.
Hannah und Zechs hatten dieses Schauspiel eine Weile beobachtet. Während Hannah sich auf der Couch ausgebreitet hinter einem Manga hervorlugte, tat Zechs so, als hätte er noch dringend etwas nachzugucken und hatte dem stillen Jungen den Laptop entwendet. Dass er Zeit schinden wollte, um dem Chinesen zu entgehen, fiel niemandem wirklich auf.
'Die Freunde, die man auch um vier Uhr nachts anrufen kann, die zählen', hatte Duo irgendwo mal irgendwo gehört. Und genau das war auch der Grund, warum er jetzt, genau zwei Minuten nach vier, vor seinem Vidphone saß und Quatre anklingelte. Gutgelaunt zupfte er am Ende seines langen Zopfes, spielte ein wenig damit, während er wartete, dass Quatre endlich mal anheben würde. Nach dem dritten Klingeln wurde der Anruf endlich angenommen und ein noch recht munterer Blondschopf lächelte ihm entgegen, sah keineswegs so aus, als hätte Duo ihn aus dem Bett geworfen. "Hey, Q!" Duo grinste seinen langjährigen Freund an. "Ich dachte eigentlich, du schläfst schon."
Quatre wusste genau, dass selbst das kein Grund war, um Duo vor nächtlichen Anrufen zurückschrecken zu lassen. So zuckte dieser nur die Schultern. "Hab' grade noch was gearbeitet", erklärte er, doch dann wechselte seine Miene, "sag' mal, hab' ich was verpasst?" Er zog die Augenbrauen zusammen. "Du bist schon seit Tagen so gut drauf." Selbstverständlich hatte er die Veränderung im Grinsen des Braunhaarigen bemerkt. Er war nicht mehr im 'gut gelaunt und nicht ausgelastet'-Modus, sondern das war eher der Typ 'die Welt kann untergehen und es ist mir schnuppe'.
Duos Grinsen wurde noch breiter und hätte der Amerikaner keine Ohren gehabt, wäre es um den ganzen Kopf gegangen. "Heero." Mehr brauchte er nicht zu sagen, denn natürlich wusste sein bester Freund, dass Duo schon lange, wirklich lange hinter dem Mann mit den kobaltblauen Augen her war.
Auch Quatres Gesicht strahlte nun. Er freute sich richtig für seinen Freund mit. "Hat's also endlich geklappt!" Natürlich wurde ihm lang und breit und mit ausschweifender Gestik jedes Detail erzählt. Geduldig hörte der blondhaarige Mann zu, nickte an den richtigen Stellen und unterdrückte immer mal wieder ein Gähnen. Dass er endlich Nachricht von seiner Sekretärin bekommen hatte und nun eigentlich ins Bett wollte, wurde vollkommen ignoriert. Wie hätte er Duo auch mit seiner überschüssigen Energie, die sich nun in seiner Kiefermuskulatur zu sammeln schien und raus musste, abwimmeln können? Oder wollen?
Doch Duo schien von der Müdigkeit seines besten Freundes nicht viel mitzubekommen. Er war ganz vertieft in Schwärmereien über Heero. "Und stell' dir vor, wir haben heute Nachmittag ein Date", strahlte er gerade, "was meinst du, soll ich anziehen?" Es war ihm herzlich egal, dass er sich wohl gerade aufführte wie ein verliebter Teenager mitten in der Pubertät.
Endlich merkte Quatre, dass dies eine Frage war, auf die sein bezopfter Freund wirklich eine Antwort erwartete, musste er leicht grinsen. Als er jedoch zu einer Antwort ansetzte, entkam das herzhafte Gähnen, was er schon die ganze Zeit unterdrückte. "Ach Duo", räumte dessen Gesprächspartner nun doch ein, "frag' mich das in ein paar Stunden nochmal - ich bin müde... tut mir Leid."
War ja klar, dass Quatre keinen vernünftigen Satz beenden konnte, ohne sich zu entschuldigen. "Sag' doch was", rutschte es aus Duo heraus, denn so schnell hatte er nun auch wieder nicht begriffen, dass er eigentlich zu fast 100% die Konversation bestritten hatte. Als er es dann bemerkte, wollte er schuldig dreinblicken, konnte sich ein schiefes Lächeln jedoch nicht verkneifen. "Okay, dann schlaf mal - sollte ich auch. Unsre Firma hat nämlich 'n neuen Auftrag und wir wollten uns morgen Abend nochmal treffen..." Schnell stoppte sich der Langhaarige, bevor er noch ausschweifender wurde. Denn so sehr er Quatre auch mochte und vertraute, so durfte dieser nicht wissen, was für einer Arbeit er neben der Bar noch nachging.
Er verabschiedete sich von seinem besten Freund.
Ja, auch Heero durfte im Leben nichts davon erfahren. Nicht nur, dass das womöglich ein schlechtes Licht auf Duo werfen könnte, wenn seine Flamme herausfand, dass er im Grunde genommen mit Stehlen sein Geld verdiente, nein, da das Ganze auch noch gesetzeswidrig war und er mit einem Auftrag mehr Gesetze brach als manch einer in seinem ganzen Leben, durfte es selbstverständlich auch niemandem zu Ohren kommen. Aber hey - er verdiente nicht schlecht dabei.
So warf er sich auf sein Doppelbett, wühlte ein wenig durch die schwarze Baumwolle und schnell landeten sein Shirt und seine Hose auf dem Boden daneben. Das Licht war längst gelöscht. Er hatte gute Nachtsicht und musste sich in seiner Wohnung sowieso blind auskennen. Es war immerhin nicht einfach, mit noch fast geschlossenen Augen den Weg zur Küche und somit zur Kaffeemaschine zu finden, wenn man ständig gegen Türrahmen oder dergleichen lief. Einmal hatte er es fertiggebracht und stand nur in Shorts vor verschlossener Wohnungstür, weil er, gedankenlos wie immer, selbige für die Küchentür gehalten und hinter sich zufallen lassen hatte.
Ein Grinsen huschte über sein Gesicht, als er deutlich seinen Nachbarn vor sich sah, bei dem er zwecks Ersatzschlüssel mit seiner Vermieterin hatte telefonieren müssen. Beschwert hatten sich besagte Personen über seinen Aufzug jedoch nicht. Lag vielleicht daran, dass sein Nachbar eher uninteressiert und genauso müde, und die Vermieterin Single gewesen waren.
Diese Gedankengänge halfen ihm nun aber auch nicht dabei weiter, was er denn in ein paar Stunden anziehen sollte. Die Nacht mit Heero war einfach ein Traum gewesen. Ach was - Heero selbst war ein Traum von einem Mann! Küssen konnte er, dass einem Hören und Sehen verging... Als er dann am nächsten Morgen auch noch mit Kaffee am Bett begrüßt wurde, war es perfekt gewesen. Nun, so perfekt, wie es eben sein konnte, wenn einem der Hintern wehtat, sobald man sich aufsetzte. Ein leichter Rotschimmer zog sich über das Gesicht des Braunhaarigen.
Duo schielte auf seinen Wecker, der mittlerweile fünf Uhr anzeigte. In genau elf Stunden würde er ihn endlich wiedersehen! Vielleicht sollte er bis dahin noch eine Runde schlafen? Wäre ja nicht schön, Heero mit Augenringen zu begegnen...
...
Erstaunlich gut kam Duo am Morgen aus dem Bett. Normalerweise begann sein Tag ja nicht vor zwölf Uhr. Gut, bei seinem Job konnte er sich das erlauben, aber doch nicht heute! So stand er schon eine halbe Sunde früher in der Küche, den Kopf mit den noch vom Duschen nassen Haaren in Kühlschrank, mit dem leisen Gluckern seiner Kaffeemaschine als Hintergrundgeräusch.
Außerdem schien die Sonne - ein Zeichen, ein gutes Omen, denn das war im Herbst, den sie nun hatten, wirklich selten. Normalerweise regnete es Bindfäden. Es konnte also nur etwas Gutes bedeuten, dass die Sonne Duo heute anlachte! Gewiss hatte das etwas mit seinem Date zu tun.
Sich sein sehr gesundes Frühstück, bestehend aus einem Toast mit Marmelade und einem Schokoriegel, zusammengesucht habend, machte der Amerikaner das Radio an und summte die Melodie mit. Gut, es kam selten vor, dass er schlechte Laune hatte, doch heute war ein besonders guter Tag. Außerdem schien die Sonne, hatte er das schon erwähnt?
Nachdem der nun leere Teller samt ebenso leerer Kaffeetasse in die Spüle zu einigem an anderem Geschirr gestellt worden waren, lief der Amerikaner mit Hüftschwung und dem Lied, das er vorher noch lauter gestellt hatte, in der Wohnung umher, um mal wieder Klamotten einzusammeln.
Im Flur fand er die schwarze Stoffhose, die er vermisst und gedacht hatte, heute anzuziehen. Doch das würde bedeuten, er müsste bügeln, so, wie die aussah. Im hohen Bogen flog das Kleidungsstück dorthin zurück, wo es hergekommen war.
Schließlich und endlich und nach einem besonders langem Kampf mit dem widerspenstigen Haar machte Duo sich, nun in schwarze Jeans und schwarzes Sweatshirt mit weißem Muster, auf den Weg zur S-Bahn und somit zu seinem Date. Nebenbei bemerkt war bei seiner Kleidungswahl so viel Zeit vergangen, dass er schon fast wieder zu spät war. Aber eben nur fast, denn der Tag meinte es wohl wirklich gut mit ihm und hatte ihn somit rechtzeitig einen Blick auf die Uhr werfen lassen.
Was Heero wohl heute anhatte?
Aber egal, was er tragen würde, er würde...
Ein Vibrieren in seiner Hosentasche ließ den Amerikaner aus seinen Tagträumen erwachen. Mit gehobenen Augenbrauen betrachtete er die Nummer auf dem Display seines Handys. Was rief Zechs ihn denn um diese Uhrzeit an? "Hey, was gibts?", meldete er sich.
Der andere Mann musste die Verwunderung in seiner Stimme gehört haben, denn er antwortete: "Sorry, ungeplanter Zwischenfall. Das Treffen ist früher. Ähm... jetzt."
War doch nicht zu fassen! Gerade eben war Duo in die S-Bahn eingestiegen, hatte sich zwischen die Menschen gequetscht, die auch unbedingt jetzt in Richtung Stadtmitte fahren mussten, war ausnahmsweise mal rechtzeitig dran und dann sowas! "Nee, oder?", fragte er ungläubig nach, wartete die Antwort jedoch nicht ab, sondern fing gleich an zu mosern. "Ich hab'n Date, verdammt! Das kann Howard nich' bringen. Nichts da! Hey komm, willst du mich auf den Arm nehmen? Sag was, Zechs, sag', dass das ein blöder Scherz ist!"
Von Hilde hätte er das erwartet, jedoch nicht von einem so ernsten Menschen wie Zechs. "Doch, Duo", konnte dieser nur widersprechen, "und es ist wichtig. Wir warten auf dich."
Das Freizeichen drang an Duos Ohr. "Scheiße, verdammte!", machte er sich laut Luft und ignorierte die anderen Fahrgäste, die ihn verwundert ansahen. Doch er war schon am Tippen einer anderen Nummer. "Heero?", fragte er nach, als am anderen Ende abgenommen wurde. "Tut mir Leid, ich kann nicht kommen - 'n Kollege hat angerufen, ich werde gebraucht... ja, ich find's auch scheiße. ... Hör mal, können wir's verschieben? ... Nächste Woche?" Nächste Woche war gut, da war der Auftrag vorbei. Wenn es jetzt schon einen Zwischenfall gab, wer wusste da schon, ob nicht noch etwas anderes Unvorhergesehens passierte? So sagte er zu, versprach, Heero anzurufen, wenn er wieder daheim war und legte auf. In Gedanken verfluchte er noch immer Zechs.
Der würde was zu hören kriegen, wenn er ihn sah!
Duo stieg an der nächsten Haltestelle aus, musste er doch in die andere Richtung. Doch als die nächste S-Bahn, die er hätte nehmen können, genau vor seiner Nase wegfuhr, war es um seine Laune komplett geschehen. "Mist", schimpfte er, "Scheißtag!"
tbc.
Btw Leute, ich sehe die Fabvo-Liste ;)
Wäre nett, wenn ihr 'nen Kommi abgeben würdet, wenn ihr die FF schon favorisiert habt~ =)
