Disclaimer: Siehe Prolog, Melissa gehört mir °g° Davis auch °juchu° Aber sie bringen mir kein Geld… ich mach irgendwas falsch °seufz°

Pairing: Jaja irgendwann mal Harry und Draco…

Beta: Mein Herz Gugi

Anmerkung: Wenn euch der Prolog gefallen hat, hoffe ich, ihr seid nicht zu enttäuscht: denn jetzt kommt ein Flashback und der wird sich ziehen - denn der Prolog spielte so ziemlich am Ende der Story °muhahahaha°

Kapitel 1 - Wie alles begann

Was mache ich hier eigentlich...

Mein Name ist Draco, Draco Malf... Was für ein einfallsreicher Anfang.

Ich pack das nicht, ich weiß nicht einmal wo ich beginnen soll.

Auf ein Neues...

Ich blicke auf und sehe wie du mir zulächelst und ich hoffe du weißt, dass das der einzige Grund ist, weswegen ich nicht diese Feder nehme - sie durchbreche und samt dem Pergament aus dem Fenster werfe. Aber du bist froh wenn ich beschäftigt bin, deswegen schreibe ich weiter.

Wer hätte gedacht, dass es einmal so werden würde? Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass es mit mir einmal soweit kommt, dass ich mich so ändern würde, ich hätte ihn ausgelacht, ich hätte ihn verflucht, vielleicht sogar einen unverzeihlichen auf den Hals gehetzt. Ja, ich glaube das hätte ich getan. Damals, als ich noch Hogwarts besuchte. Aber dies alles scheint so lang her zu sein, ein anderes Leben.

Ich weiß immer noch nicht was ich hier mache.

Wie sagst du immer so gerne? Wenn ich etwas ändern will, soll ich mit einem kleinen Schritt beginnen. Und am Anfang ist es immer der erste, kleine Schritt, der den Beginn einer neuen Zukunft einläutet.

Ja, vielleicht wäre es tatsächlich das Beste dort zu beginnen, - bei meinem ersten Schritt in ein neues Leben - an jenem Tag, an dem sich alles zu ändern begann.

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Ich lehnte mich zurück und blickte aus dem Fenster. Ich hatte nichts gegen Zug fahren und im Moment wünschte ich mir sogar, dass die Fahrt länger dauern möge. Es war gemütlich hier und ich hatte meine Ruhe. Erste- Klasse Abteil, laut Vater das mindeste für mich, wenn ich schon keinen Kamin bekämme.

Aber reisen per Zauberei war schwierig geworden seit der dunkle Lord zurückgekehrt war. Kamine mussten angemeldet und freigegeben werden, es sei denn, sie gehörten zu einem internen Netz, wie es zwischen Familienkaminen bestand. Mit Ausnahme größerer Sammelstellen und selbst dort wurde jede Benutzung registriert. Ich war vom Bahnhof zu Malfoy Manor gemeldet, von der Sammelstelle nach Hause. Die einzige Strecke, die ich jederzeit ohne um „Erlaubnis" zu fragen benutzen konnte, die die meisten nutzen durften.

Apparieren war ohne Registrierung gar nicht mehr möglich. Jede Bewegung von Punkt A zu Punkt B wurde überwacht und gemeldet. Wenn etwas vorfiel das nicht gemeldet war, stand die Abteilung für unbefugte Transportregistrierungen sofort auf dem Plan. Innerhalb von Minuten wären Leute des Ministeriums vor Ort, um zu schauen, was dort passiert war. Alles unterstand der Kontrolle des Ministeriums.

Mir sollte es nur recht sein, das gab mir noch etwas Zeit die ich alleine verbringen konnte.

Ich sah weiterhin hinaus und mir blickte ein blasses Gesicht entgegen, blass aber nett. Da waren blonde Strähnen, die in ein schmales Gesicht fielen. Nicht länger als 5 cm. Ich lächelte und auch das Gesicht lächelte zurück. Es waren meine Augen die mich anblickten. Seltsam, was aus mir geworden war und manchmal überlegte ich, wie es dazu kommen konnte.

Wie der berühmte Draco Malfoy „Eisprinz von Slytherin", ich musste grinsen als ich diese Bezeichnung benutzte, ein anderer Mensch wurde. Aber was für einer? Meine Lippen verzogen sich wieder zu einem Lächeln. Solange ich alleine war, konnte ich mich gehen lassen, konnte ich lächeln. Gut, ich war etwas blass, sah kränklich aus, aber ich würde es überleben. Ich hatte eine durchschnittliche Größe und Jorks nannte mich gern etwas dürr. Was soll's - mich störte es nicht.

„Eisprinz von Slytherin" Ashley hatte mich damals so genannt. Ich war so entsetzt gewesen, als ich hörte, wie die Leute mich hinter meinen Rücken so nannten. Doch sie hatte nur gelacht. Ashley Lurman. Wenn ich an sie dachte, tat mir heute noch das Herz weh. Ich hatte sie geliebt, ehrlich und aufrichtig. Ashley war der erste Mensch in meinem Leben gewesen, der mir wirklich etwas bedeutet hatte. Wir hielten es geheim und mehr als ein paar schüchterne Küsse hatten wir nicht geteilt. Aber manchmal, so dachte ich, waren wir nicht vorsichtig genug gewesen.

Nun, zumindest hatte sie mich zu dem gemacht, der ich heute war. Im Gegensatz zu dem, was mein Vater in mir sah oder dachte zu sehen. Ich war Draco Malfoy, war 22 Jahre alt und ich…hatte keinen Bock auf Zuhause. Die Seidenrobe, die sich an meinen Körper schmiegte, knisterte, als ich mich grade hinsetzte. Nun ja, zumindest hatte ich mich in einer Hinsicht bereits wieder angepasst. Ich trug normales Beinkleid und Oberteil. Jeans und T-Shirt waren im Koffer verschwunden, genauso wie Turnschuhe und Armbanduhr. Vater würde mich umbringen, wenn ich so etwas in seiner Gegenwart tragen würde.

Ich lehnte mich wieder zurück in die Sitzbank und atmete tief durch. Wegen der Haare hatte es damals großen Ärger gegeben, aber mir gefiel es so besser. Mutter hatte tatsächlich geheult und Vater… Nun ja, sagen wir, er mochte es auch nicht wirklich. Nun fielen die Haare lockerer und störten nicht mehr beim Essen. Der Zopf hing in Edinburg an der Wand meines Zimmers. Erinnerungen an eine andere Zeit.

Ashley hatte mir beigebracht, dass ich ICH sein konnte, ohne Grenzen die mir die Gesellschaft oder meine Familie auferlegten. Einfach nur ich. Sie hatte mir auch gezeigt, dass ich lachen konnte. Alles Dinge, die ich nie zugegeben hätte und die mich nicht davon abhielten diese Maske aufrecht zu erhalten. Meinen Eltern gegenüber, oder in der breiten Öffentlichkeit. Ich seufzte, all mein Müßiggang konnte nicht davon ablenken wohin der Weg mich führte. Der Zug fuhr immer weiter Richtung Kings Cross.

Es war soweit, vier lange Jahre, vier wunderbare Jahre waren vorbei und ich wusste, der Alltag würde mich bald wieder einholen. Ich sah die Bäume vorbeirasen und fragte mich, was diese Ferien bringen würden. Ich hasste die Ferien. Malfoy Manor, Sonnenuntergänge über dem See, - hörte sich eigentlich gut an. Aber da war schließlich noch mein Vater. Ich seufzte wieder auf. Ich wollte Vater je nach Stimmung heute Abend fragen. Was war schon ein weiteres Jahr? Und die Auszeichnungen, die sich in meinem Koffer befanden, waren doch der Beweis, dass ich mir Mühe gab. Er musste es mir einfach erlauben. Der zweite Rang war nach einem weiteren Jahr fast unmöglich zu erreichen, aber die Professoren hatten mir angeboten es zu versuchen. Nur noch ein weiteres Jahr… Promovierter Zaubertränkemeister des dritten Grades mit Auszeichnung. Ich hoffte, dies würde ausreichen um Vater milde zu stimmen.

Ich schaute auf die Uhr - noch 20 Minuten und wir würden Kings Kross erreichen und dann hatte ich Ferien, hoffentlich nur Ferien.

Ein Husten lies mich aufhorchen. Hinten im Abteil saß noch jemand und selbst die zivile Kleidung konnte nicht davon ablenken, dass es sich bei besagter Person um einen Auror handelte. Ich war mir ganz sicher, nur Auroren hatten diese steife Haltung wenn sie so taten als ob sie ganz locker wären.

Der Zug hielt, die Leute stürmten an einem vorüber als wenn es keinen Morgen mehr geben würde. Tja, London. Es schien, als hättest du mich wieder. Der Zug fuhr erst in 10 Minuten ab, trotzdem drängten sich die Menschenmassen vor dem Ausgang. Ich ergriff meinen Koffer und blickte auf die Uhr - viertel nach Vier. Vater würde mich um Fünf auf Malfoy Manor erwarten. Ich sollte zusehen, dass ich einen freien Kamin bekam. Vielleicht stimmte es ihn milde, wenn ich früher käme - ich hoffte es.

„Mr. Malfoy"

Ich blickte tief in Gedanken auf und schaute in das Gesicht eines schwarzgekleideten Ministeriumsmitarbeiters. Auror stand ihm regelrecht auf der Stirn geschrieben. Da brauchte ich auch nicht den Ausweis sehen, den er mir gerade vor die Nase hielt. Ich schluckte.

Was wollt ihr von mir. Was ist hier los?

„Wenn sie uns begleiten würden!" Das war keine Bitte.

Ich schaute auf die Uhr - 20 nach vier - und bitte, ich musste nach Hause. Die Hand an meinem Ellenbogen unterstrich die Aufforderung, ein zweiter Auror ergriff meine Tasche. Die Leute schauten schon. Hatte irgendjemand darüber nachgedacht wie ich das meinem Vater erklären sollte?

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Ich schluckte hart. Viertel vor fünf. Hinhaltetaktik, natürlich, aber zu diesem Zeitpunkt vollkommen unangebracht. Wenn ich wenigstens Vater hätte Bescheid sagen können. Was ich jetzt brauchte war ein Anwalt. Ich wusste zwar nicht was ich ausgefressen hatte, aber das hier war eindeutig nicht normal. Der Stuhl auf dem ich saß, war hart und ungemütlich, die Wände kahl.

Die Tür öffnete sich - 10 vor 5.

„Mr. Malfoy". Der schwarz gekleidete Zauberer setzte sich mir gegenüber an die andere Seite des Schreibtisches. Vier graue Wände die sein angegrautes Haar perfekt betonten, Neonlicht, wie bei den Muggeln. Ich wusste, dass wir nicht im Ministerium waren, also wo? Und was wollten sie von mir?

„Ich denke, sie wissen weswegen wir sie hier her gebeten haben?"

Ich spürte wie der Zorn langsam aber sicher überhand gewann. Ich konnte es nicht ausstehen wenn man mich warten lies und dann auch noch überheblich wurde.

„Ich denke, von zwei Auroren direkt am Bahnhof abgefangen zu werden, welche mir nicht einmal annährend erklären, weswegen ich hierher geschleift werde, ist nicht wirklich die Art zu bitten die ich kenne. Wobei ich gern wissen würde wo ich hier bin? Und nein, ich habe keine Ahnung was Sie von mir wollen."

„Nun Mr. Malfoy, sie werden sicherlich verstehen, das dies alles nur zu ihrem besten

geschieht."

„Hören sie, sie können mich mal, wenn sie mich nicht sofort gehen lassen…" Ich blieb ruhig, obwohl mir danach war aufzuspringen und irgendetwas durch das Zimmer zu werfen.

„Wenn das nicht der Malfoy ist den wir kennen."

Ich wirbelte auf dem Stuhl herum und dort stand er, den Türknauf noch in der Hand. Ich dachte wirklich, ich hätte mit diesem Thema abgeschlossen. Aber scheinbar würde es mich niemals in Ruhe lassen.

„Potter", spuckte ich seinen Namen aus.

„Sie kennen Mr. Potter?" fragte der angegraute Auror.

„Wir sind gemeinsam zur Schule gegangen Davis", antwortete dieser an meiner Stelle.

Ich hasste ihn und wie ich ihn hasste. Gryffindors Goldjunge.

„Nun, sie werden sicher nichts dagegen haben wenn sich Mr. Potter zu uns setzt?"

Ich zischte. Natürlich hatte ich etwas dagegen, gewaltig sogar. Aber ich wusste genauso gut wie sie, dass das nichts daran ändern würde, dass er bleib.

„Geld verdienen?", fragte ich hämisch.

Fünftes Schuljahr. Das Ministerium hatte die gesamten Ersparnisse vom Goldjungen einkassiert, als sie noch nicht eingesehen hatten, dass der dunkle Lord zurück war und ihn denunzieren wollten. Der Beschluss war nie rückgängig gemacht worden, Potter war von einem auf den anderen Tag pleite gewesen, der Arme.

Potter zuckte nur mit den Schultern und lächelte.

„Wie ein rechtschaffender Mann, Malfoy, ganz normal. Anders als andere, die alles in den Hintern gesteckt bekommen," murmelt Potter, aber immer noch laut genug, sodass es deutlich im Raum zu verstehen war.

Wollte er mich provozieren? Ich zog gekonnt eine Augenbraue hoch.

Vergiss es, das schaffst du doch nicht.

„Schicke Haare Malfoy. Ich dachte du stehst eher auf den Still vom Senior."

Wenn du wüsstest. Aber du erwartest doch nicht, dass ich darauf antworte. Stattdessen konterte ich.

„Dein Gesicht steht dir ohne Brille auch viel besser."

„Ja, ich danke der modernen Medizin und der Lasertechnik der Muggel." Potter fuhr sich übertrieben durchs Haar und grinste.

Ich schnaubte, nur mein Blick wanderte unauffällig zur Uhr die über der Tür hing.

3, 2, 1, ……

Fünf Uhr, zu spät.

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„Würden sie uns bitte genau schildern was sie die letzten vier Jahre, seit ihrem Schulabschluss, gemacht haben?" Die Stimme des Aurors war ruhig, sein Blick gesenkt auf dem weißen Aktenordner in dem er sich Notizen machte.

Ich blickte ihn verwirrt an.

„Ist das ihr ernst?", frage ich genauso ruhig zurück.

Diese Typen hatten mich überwacht, auch wenn ich sie nicht oft zu Gesicht bekommen hatte. Ich bin nicht blöd, ich weiß wann man mir hinterher spioniert.

„Hör mal Malfoy. Wieso beantwortest du Mr. Kortels Frage nicht einfach?"

„Wieso fällst du nicht einfach tot um Potter?", gab ich zurück. Wenigstens kannte ich nun den vollen Namen des dritten Aurors, falls Vater fragen stellen sollte.

Hatte ich dich wütend gemacht, Potter? Dem Leuchten deiner Augen nach zu schließen

schon, ich konnte es also immer noch.

"Mr. Malfoy, bitte..." unterbrach uns Kortel.

Danke

„Verdammt, was wollen sie hören? Ich habe Zaubertränke studiert, die ganzen vier Jahre, in Edinburg an der dortigen Universität. In den Ferien war ich stets auf Malfoy Manor. Leider habe ich nicht notiert, wie oft ich auf Toilette war. Aber ich bin mir sicher, wenn sie in ihre Akten schauen werden sie es in spätestens drei Minuten wissen", zischte ich leise.

Was wollt ihr von mir. Wie soll ich Vater erklären, dass ich zu spät komme? Es wird Ärger geben.

Kortell runzelte die Stirn ob dieser Erwiderung, war aber ansonsten nicht aus der Ruhe zu bringen.

„In Ordnung Mr. Malfoy, lassen sie uns direkt auf den Punkt kommen. Sie wissen, dass sowohl Parkinson, Crabbe, Goyle, Nott und Zabini zu Voldemort übergelaufen sind und bereits über drei Jahre das dunkle Mal tragen. Sie alle studieren in London an der renommiertesten Universität Englands, was Zauberkunst, Wahrsagen und rein zufällig auch Zaubertränke angeht. Und nun sagen sie mir nicht, dass das keinen Grund hat."

Ja, das wusste ich, erzählt mir etwas Neues. Obwohl ich bis heute nicht verstehen konnte, wie es Crabbe und Goyle geschafft hatten und warum ausgerechnet Blaise Zauberkunst studierte. Es war nicht grade sein bestes Fach.

„Hören sie Mr. Kortel. Ich habe keine Ahnung worauf sie hinaus wollen und da sie keinen Grund haben mich festzuhalten, würde ich gerne wieder gehen. Mein Vater erwartet mich", sagte ich so herablassend wie möglich. Ich hatte ehrlich keine Lust mich weiter mit ihnen zu unterhalten.

Hör auf die Stirn zu runzeln Potter. Ich kann es nicht ab, wenn du so tust als ob du Dinge über mich weißt, die dich nichts angehen.

„Können sie uns das erklären?"

Kortel warf Photos auf den Tisch, vorsichtig griff ich danach.

Sie zeigten mich.

Auf dem einen saß ich mit Markin in der Bibliothek. Auf dem anderen stieg ich die Einganstreppe zusammen mit Jorks hinunter. Wieder ein anderes Bild - ich zusammen mit Ferg auf einer unserer Pubtouren. Ich warf die Photos auf den Tisch zurück, mir war klar, worauf ihr hinaus wolltet.

„Das bin ich mit meinen Studienkollegen. Was soll daran interessant sein", schnarrte ich unbeeindruckt.

Potter stand auf und beugt sich über meinen Stuhl. Die Hand fest auf dem Tisch, die andere nahm die Bilder.

„Markin Meyer" Das erste Bild flog zurück. „Muggelgeboren. Luisa Jorks, Halbblut." Das zweite Bild folgte dem ersten. „Fergus Guilon, ebenfalls Halbblut."

„Hör zu Potter", zischte ich durch zusammengebissene Zähne, „Lass mich zufrieden. Ich weiß nicht worauf du hinaus willst, aber selbst ich kann meine Meinung Muggelgeborenen gegenüber ändern. Das macht mich nicht automatisch zu einem guten Menschen"

Er schaffte es tatsächlich immer wieder, dass ich mich unnötig aufregte. Aber scheinbar hatte er auch immer noch ein Problem mit mir. Ehe ich mich versah, riss Potter meinen rechten Arm nach oben, zerrte an meinem Hemd und zog seinen Zauberstab. Er murmelte etwas, mein Arm fing an zu kribbeln…

Aber du wirst nichts finden.

Schließlich ließ er meinen Arm wieder los.

„Ich weiß nicht woher dein Sinneswandel kommt, oder weswegen du nicht das dunkle Mal trägst. Aber vielleicht, nur vielleicht besteht ja noch Hoffnung für dich."

Du verdammter Arsch.

Ich atmete einmal tief durch und versuchte mir nichts anmerken zu lassen, während ich meinen Ärmel wieder glatt strich.

Du kannst mich mal und zwar kreuzweise, du hast ja keine Ahnung.

„Mr. Malfoy, was ihnen Mr. Potter auf diese durchaus seltsame Art und Weise mitzuteilen versucht ist, wir möchten ihnen gerne ein Angebot unterbreiten," setzte Davis an.

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Ich schaute wieder auf die Uhr. Drei Stunden. Acht hatte es schon geschlagen. Vater würde mich umbringen. Trotzdem hatte ich weder an meiner Haltung, noch an meiner Ansicht irgendetwas geändert. Als die beiden vor mir endlich geendet hatten, wusste ich nicht, ob ich lachen oder heulen sollte. Ich saß da, die Arme vor der Brust verschränkt und starrte ausdruckslos vor mich hin.

Wie stellt ihr euch das vor?

Ich hatte schon genug mit meiner eigenen Einstellung gegenüber meinem Vater zu kämpfen.

„Und wieso sollte ich das tun", hörte ich mich schließlich fragen. „Springt irgendetwas für mich dabei heraus? Außer, dass ich vermutlich Malfoy Manor und den gesamten Familienbesitz verliere?"

„Es ist durchaus möglich mit dem Minister zu sprechen Mr. Malfoy." Kortel schlug die Beine übereinander und wartete. Potter blieb allerdings nicht so ruhig.

„Du tust nichts ohne Gegenleistung, oder?"

Nein Potter, tue ich nicht, warum sollte ich auch.

Ich funkelte ihn an. Aber er stand mir in nichts nach.

„Ich gebe dir etwas Malfoy. Wie wäre es mit Freiheit? Aus sicherer Quelle weiß ich nämlich, dass du noch vor Ende dieses Jahres verlobt sein wirst. Und wenn dem so ist, dann gibt es kaum noch eine Ausrede, sich nicht Voldi anzuschließen, nicht wahr."

Für den Bruchteil einer Sekunde entgleisten mir meine Gesichtszüge. Das wusste ich, weil das grinsen in Potters Gesicht mir seinen Sieg erzählte.

Nein, niemals, das würde Vater nicht… Natürlich würde er das tun, wenn es in seinem Interesse stand. Er hatte mich studieren lassen, er hatte mir alle Freiheit gegeben auf die ich bauen konnte. Nun war es vorbei. Ab jetzt wurde ich wieder voll und ganz sein Sohn. Einsetzbar wie eine Spielfigur um seine Position zu verbessern. Was auch bedeutete, das es keinen Ausweg mehr gab, dass ich aufsteigen würde, aufsteigen in den Reihen des dunklen Lords. Kein weiteres studieren, nichts mehr, ade Freunde.

Und eine arrangierte Hochzeit. Himmel, das war einfach nicht fair. Warum hatte ich nicht die Möglichkeit mein eigenes Leben zu leben? Die Hochzeit, wer würde es werden? Parkinson? Medre Gent?

„Wer und wann?", fragte ich leise und hasste mich dafür.

Potters grinsen entblößt weiße Zähne, er wusste genau wie sehr er mich getroffen hatte. Am liebsten würde ich meiner Faust erlauben sich in diesem Gesicht auszutoben.

„Die Verlobung wird Ende August bekannt gegeben, untrennbar natürlich. Dann bist du dran.

Melissa Hunter, der Name sagt dir doch sicher etwas? Was für eine Verbindung und stell dir doch mal die kleinen Todessernachkommen vor, wie niedlich."

Potter machte sich lustig, aber es machte mir nichts aus. Ich schluckte, bekam aber den Klos nicht aus meinem Hals.

Hunter, eine der reichsten Familien Englands, besser gestellt als die Malfoys, auch wenn sie sich nicht so in die Öffentlichkeit drängen.

Wieso schlägt mein Herz so? Vater hat es geschafft, was für eine Verbindung. Der Aufstieg in der Gesellschaft wird vollkommen sein… und in den Reihen des dunklen Lords.

Hunter, wenn Vater als die rechte Hand des dunklen Lords bezeichnet wurde, war Hunter was? Die Linke? Sein rechtes Auge? Ich würde nie mehr entkommen können, besonders da Melissa bereits viel weiter aufgestiegen war als ich. Sie gehörte nicht zum inneren Zirkel, noch nicht. Aber ich hatte sie kennen gelernt, wenn auch nur kurz. Sie stand der Lestrange in nichts nach und wenn die Verlobung untrennbar wäre? Himmel, ich müsste sie heiraten. Selbst wenn ich alles verlieren würde und fortan auf der Strasse leben müsste. Mir würde jeder Fluchtweg geschlossen werden und nur der Tod als Alternative bleiben…

Wie lange zögerte ich schon. Sie hatten mich und das wussten sie auch.

„Überleg es dir Malfoy, ich werd mich mit dir in Verbindung setzen und dann sehen wir weiter."

Ehe ich mich versah hatte Potter den Raum verlassen.

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°Lara-Lynx° Ich freu mich, du hast mir mein erstes Review auf geschickt. Vielen Lieben Dank. Die Kapitel werden (hoffentlich) alle in solch einem Abstand kommen. Würde mich sehr freuen wenn du weiterliest. °Schmatzer°