Hallo,

endlich habe ich es wieder geschafft eun Kapitel upzudaten, Es lang ganzbestimmt nicht an mushati47 und Lea, die mir sehr geholfen haben. Nicht nur Fehler auszumerzen, sondern auch inhaltliche Fehler zuvermeiden, ist die Spezialität der Beiden. Ganz dickes Dankeschön.

Warum dann so spät? Nun auf hpffa.de - wo ich Teammitglied bin - feiern wir mit einem Feuerwerk von Ideen unser sechsjähriges Jubiläum! Das bedeutet viel Arbeit - ich will nicht klagen es macht auch viel Spaß.

Euch jetzt auch viel Spaß beim Lesen.


Rückblick auf Kapitel 1 Die Ankunft spiegelt sich in Halbmondgläsern

Macht nicht den Fehler, die Schüler nach ihrer Zugehörigkeit zu beurteilen", mahnte Dumbledore die Anwesenden.

Wie in einem schlechten Theaterstück betrat ausgerechnet jetzt Malfoy den Saal. Er setzte sich still an seinen Platz. Dumbledore beeilte sich,weiterzureden, bekam aber noch mit, dass Malfoy den Daumen auffällig nach oben streckte. Das Nicken von Felicitas und Ginny entging ihm nicht. Misstrauisch sah er die beiden Mädchen an.

„Nach dem Festessen, werdet ihr wie gewohnt in eure Gemeinschaftsräume verschwinden und überrascht sein eure Betten nicht wieder zu finden. Keine Angst, es hat für jeden ein Bett.

Wir haben aber ab der sechsten Klassenstufe Zweibettzimmer eingeführt. Ihr werdet eure Betten suchen müssen. Aber zu erst ein großes Dankeschön an unsere Hauselfen für dieses köstliche Festessen!"

Es machte ihm immer wieder Spaß, die Reaktion der Schüler zu beobachten, wie sie sich über das Festessen hermachten.

„Alastor,könntestdu mir die Pfefferminzsoße reichen?"

„Zu Pfannkuchen, Albus?"

„Warum nicht? Es wird noch einiges auf uns zukommendieses Schuljahr. Da sind Pfannkuchen mit Pfefferminzsoße gar nichts dagegen."

„Was befürchtest du?"

„Nichts Genaues. Ich muss später mal mit Professor Snape reden."


2. Ankunft, Geheimgänge und …?

„Eigentlich habe ich mir die Ankunft in Hogsmeade gemütlicher vorgestellt", maulte Felicitas, die sich neben Harry hinter einem Baum versteckte. Sie hatten, genau wie Ginny, den Unsichtbarkeitszauber von Dumbledore angewandt. Dieser Zauber machte sie unsichtbar, aber eben nicht unverletzbar. Deshalb standen sie nun im kniehohen, nassen Gras und warteten.

„Selber schuld, du wolltest ja nicht mit der Bimmelbahn fahren", reizte Harry sie.

„Hat dich Hagrid auch getragen?", erkundigte sie sich. Auf dem Bahnsteig hatten sie Hagrid beobachtet, als er Michail vorstellte.

„Einmal..." Harry kam nicht weiter zu erzählen. Er wollte Felicitas erzählen, dass Hagrid ihn mit Sirius' Motorrad zu den Dursleys gebracht hatte.

Der Hogwarts-Express war einfach zu laut. Das große Durcheinander, als die Schüler ausstiegen und Dumbledore die Gäste begrüßte, bot einen tollen Schutz. Harry hob, wie Ginny und Felicitas den Unsichtbarkeitszauber auf. Er bedankte sich bei den Freunden von Nanda, die hier auf ihn warten wollten.

Als wären sie mit dem Zug angekommen, mischten sie sich unter die anderen Schülern. Nanda setzte sich einfach mit Harry, Felicitas und Ginny in eine der Kutschen.

„Jetzt bekomme ich doch noch etwas von der üblichen Anreise mit. Haben die Jüngeren keine Angst vor den komischen Pferden?"

„Du kannst die Thestrale sehen?", fragte Ginny überrascht. „Die kann man doch nur sehen, wenn man dem Tod schon begegnet ist!" Felicitas suchte nach einer Antwort.

„Wir haben bei einem Hochwasser am Ganges erleben müssen, wie ein Kind ertrank", erklärte Nanda. „Wir haben alle unsere Magie eingesetzt, aber wir kamen zu spät."

Tröstend nahm Harry Felicitas in den Arm, die gedankenverloren aus dem Fenster schaute. Dankbar lehnte sie sich bei ihm an.

„Habt ihr damit gerechnet, dass wir kontrolliert werden? Ich habe richtig Angst gehabt, die Auroren würden uns am Tor aufhalten", meinte Ginny. Sie verabschiedete sich von Nanda mit einem langen Kuss. Dieser verschwand, denn er wollte seine Freunde nicht zu lange warten lassen.

Felicitas betrachtete überrascht all die wartenden Schüler, als Harry meinte: „Ja, war schon lustig, wie Nanda kurz vor der Kontrolle unsichtbar wurde. Die Auroren hakten unsere Namen auf der Liste ab und weiter ging die Fahrt."

Ginny nickte: „Der Spruch ist erste Sahne!"

„So einfach wären meine Besuche in Hogsmeade gewesen. Wenn...! Wenn Dumbledore mir den Spruch früher beigebracht hätte."

Felicitas hatte zugehört und versuchte ihn zu trösten. „Ach Harry! Hermine hat mir erzählt, dass du deine Schokolade auch anders bekommen hast."

Harry wurde nachdenklich: „Nicht nur die Süßigkeiten wären leichter erreichbar gewesen. Auf dem Friedhof, nach dem ‚Trimagischen Turnier', wären meine Chancen viel besser gewesen. Vielleicht hätte ich ihn damals schon...

Besorgt streichelte Felicitas über seine Wangen. Sie gab ihm einen Kuss auf die Nasenspitze. Ginny wollte ihn auch aufmuntern. Sie machte ihm die Haare durcheinander, wie sie es schon bei Tonks beobachtet hatte.

„Na Ginny!" Die Stimme von Dean Thomas riss ihn aus seinen Gedanken. Sie klang alarmierend, anders als sonst. Harry schaute auf.

„Kaum ist er Lord, schon hängst du dich an ihn! Ginny, ich bin dir wohl nicht mehr gut genug! Du kleine Schlampe!"

Am Eingang zur ‚Großen Halle' ging nichts mehr weiter. Ginny hatte sich abrupt umgedreht und ausgeholt. Dean konnte ihrer Ohrfeige nicht mehr ausweichen. Selbst auf seiner schwarzen Haut konnte man Ginnys Hand für kurze Zeit erkennen.

„Fünf Mal habe ich dir in der ersten Ferienwoche geschrieben. Was war? Der gnädige Herr antwortete mir nicht!" Ginnys Stimme erinnerte Harry sehr an den Heuler, den Molly an Ron geschickt hatte. Aber Ginny war noch nicht fertig, die Auseinandersetzung war so interessant, dass niemand darauf drängte, weiter zu kommen.

„Als ich nach einem weiteren Tag nichts gehört hatte, ging ich zu einer Telefonzelle der Muggel. Da habe ich die Wahrheit erfahren, du gemeines Schwein. Du bist an diesem Tag mit deiner Freundin in den Urlaub! Deine Mutter hat mir das erzählt. Du solltest dich schämen, mir Vorwürfe zu machen!"

Harry legte seinen Arm um Ginny. Er führte sie, mit etwas Drängen in die große Halle. Felicitas folgte ihnen.

„Kaum Lord und schon ein Harem!", lästerte Pansy Parkinson, die am Eingang zur großen Halle stand, Harry hinterher. Harry drehte sich um, er hatte sich vorgenommen, nichts auf sich sitzen zu lassen. Bevor er aber zu einer Antwort kam, hatte sich Felicitas vor Pansy gestellt.

„Aus dir spricht wohl der pure Neid. Einen Harem darf nur jemand haben, der die Frauen darin in jeder Weise nicht benachteiligt. Was oder wen hast DU? Nicht einmal als Hofhund würdest du in einen Harem kommen. Nicht einmal das, obwohl du das Gesicht eines Mopses hast."

Die Parkinson sah sich suchend um. Sie fand niemand, der sie unterstützte. Der sonst immer gegenwärtige Malfoy war nicht zu sehen.

Ron berichtete Neville sofort, was passiert war. Ginny war so empört, das ihr vor Wut die Tränen über das Gesicht liefen. Harry setzte sich neben sie und versuchte sie zu trösten. Eigentlich wollte Harry neben Felicitas sitzen, nun nahmen sie aber Ginny in ihre Mitte.

Während alle auf den Vortag des ‚Sprechenden Hutes' warteten, nützte Harry die Gelegenheit. Er führte einen Aufmunterungszauber erfolgreich aus. Als der Zauber wirkte, schenkte Ginny ihm ein dankbares Lächeln.

„Schaut mal was Malfoy macht. Er erklärt wohl gerade, wie das schreckliche Mädchen ihr Mopsgesicht schminken soll!" Mit dieser Bemerkung lenkte Felicitas die Aufmerksamkeit auf den Jungen am Tisch der Slytherins. Ginny konnte ein lautes Lachen gerade noch in der Serviette ersticken. Harry bemerkte, dass Dumbledore auf sie aufmerksam geworden war.

Irgendwie hatte Snape es geschafft, dass Malfoy seine Erklärung abbrach und nun seinen Hauslehrer ängstlich anschaute.

„Feli, da stimmt etwas nicht! Malfoy ließ sich sonst nicht so einschüchtern. Schau, er verlässt sogar den Saal. Was er wohl draußen anstellt?"

Seine Freundin sprang auf und Ginny folgte ihr. Wie um sich vor Fragen zu schützen, presste sie weiter die Serviette gegen ihren Mund.

Harry hatte bei der Verteilung der Schüler nicht richtig aufgepasst. Er war ganz überrascht als Michail aufgerufen wurde. Trotz den Spannungen zu Beginn des Festessens. Die Gryffindors waren sich einig, dass Neulinge mit einem riesigen Applaus begrüßt wurden. Michail kam ganz erleichtert auf den Gryffindor Tisch zu und Ron bot ihm sofort den Platz an, den er eigentlich für Hermine reserviert gehabt hatte.

Michail saß etwas verschüchtert auf seinem Stuhl und begann erst zu erzählen, als Harry ihn etwas fragte.

„Der ist mal für kleine Jungen", meinte Neville, als Harry Michail die Lehrer vorstellen wollte und bei dem Zaubertränkemeister angekommen war.

Während Dumbledores Rede, die klang, als wäre ihm die Idee gekommen den Laden was zu verändern. Harry machte sich langsam Sorgen, wo die zwei Mädchen blieben?

„Nein!", Ron stöhnte laut und vernehmlich auf. „Percy und das in einem Pflichtfach!"

Fassungslos schaute Harry Dumbledore an. „Ron was meinst du? Wie lange hat der Alte es schon gewusst, dass sie uns mit Percy plagen wollen?"

„Jede Minute ist schon zu viel, vielleicht findet er es auch noch lustig. He! Da sind sie ja wieder, dass die immer im Doppelpack raus müssen!"

Ginny setzte sich neben Harry, der sie fragend anschaute.

„Willst du ganz genau wissen was wir da draußen gemacht haben?", fragte sie ihn herausfordernd. Harry schüttelte den Kopf: „Nein, du brauchst mir nicht zu erklären, was man in der Porzellanabteilung macht. Wichtige Sachen können wir hier sowieso nicht besprechen, oder?"

Ginny grinste frech und sah sich suchend um. „Ist Malfoy eigentlich schon zurück? Snape hat ihn gesucht."

Sie bekam jedoch keine Antwort, denn Dumbledore stellte gerade Felicitas und die anderen beiden Quereinsteiger vor. Felicitas kam an den Tisch zurück, als Dumbledore gerade mal wieder über Verbote sprach. Als der Schulleiter bei der Schwarzen Magie ankam, die genauso verboten war, wie die Unterstützung von Voldemort, betrat Malfoy den Raum.

„Passend, passend. Warum wirft er ihn nicht gleich raus?" Rons Bemerkung wurde am Gryffindor Tisch positiv aufgenommen. Harry war deshalb auch etwas überrascht als Felicitas und Ginny erleichtert schienen.

„Später mein Schatz", tröstete Felicitas ihn. „Du wirst Bauklötzchen staunen, das kann ich dir versprechen!"

Beim Essen langte Ron richtig zu. Er lies sich auch nicht von den Bemerkungen der anderen stören.

„Harry, ist das der Professor für Zaubertränke", erkundigte sich Michail. Harry nickte, Snape war beinahe unbemerkt in die ‚Große Halle' zurückgekehrt. Er ging nicht an seinen Platz, sondern steuerte auf den Besuchertisch zu, der neben Harrys Haustisch stand.

„Hoffentlich komme ich nicht mit Potter zusammen in ein Zimmer!", hörte Harry Deans Stimme.

„Dean, ich kenne dich ja gar nicht mehr." bemerkte Neville, lauter als man es von ihm gewöhnt war.

„Dir hat Potter ja auch nicht die Freundin ausgespannt", konterte dieser wütend. Ginny verdrehte die Augen.

Felicitas suchte in ihrem Umhang und zog ein Bild hervor, stand auf und ging zu Dean nach vorn. „Wir sollten gemeinsam dieses Bild betrachten!"

„Warum sollte ich mit DIR dieses Bild anschauen!"

„Weil, du darauf zwei Pärchen siehst. Mich und Harry sowie Ginny und ihren Nanda! Kapiert!"

„Und mit wem hat sie vor dem Tor herumgeknutscht?", wollte Seamus wissen.

„Mit Nanda, er hat sie bis an das Schlosstor gebracht. Mit Dumbledores Erlaubnis, weil sie nicht mit der Bimmelbahn gekommen ist. Sind jetzt alle Klarheiten beseitigt?"

Seamus nickte, während Dean etwas vor sich hinbrummte.

„Harry besuchen die Lehrer, während dem Essen alle Tische?", erkundigte sich Felicitas.

Hermine schüttelte den Kopf: „Sicherlich nur wegen den Eltern, da waren heute schon alle Hauslehrer." Sie wies mit dem Kopf auf Snape der gerade mit einer Mutter sprach. Man merkte deutlich, dass er das nicht mit voller Überzeugung tat. Kritisch sah er zum Tisch der Gryffindor.

Davon unbeeindruckt ließ Harry die Fleischplatte zu sich schweben. Er hatte in den Ferien an den einfachen Zaubern Spaß gefunden. Die Erstklässler staunten.

„Eure... eh, Harry kannst du mir zwei Knödel besorgen?" Michail hielt seinen Teller hoch. Ganz gemütlich schwebte das Gewünschte aus der Schüssel in den Teller des Jungen. „Toll, danke! In welcher Klasse lernen wir das?"

„In der ersten Klasse!", antwortete ihm Professor Snape, der sich von der Mutter weg gedreht hatte und nun am Tisch der Gryfindors stand. „Die älteren Jahrgänge haben auch gelernt, dass man in den Fluren und Gängen nicht zaubert! Ich glaube nicht, dass das neue Regelwerk dieses Verbot aufhebt, oder Potter?" Fügte er lauter hinzu:

„Professor Snape, ich glaube nicht. Dies war nur eine Vorführung, was unsere jüngsten Mitglieder demnächst lernen werden!", konterte Harry überraschend schnell.

„Und Sie fühlen sich dazu berufen?", knurrte Snape ihn an. In der ‚Großen Halle' war es still geworden. Es war selten, dass die beiden ihre Streitigkeiten so offen austrugen.

„Eigentlich schon, Sir. Zu zeigen, dass Zaubern Spaß machen kann, finde ich wichtig. Es ist doch die beste Möglichkeit, den Neuen die Bedenken vor dem Unterricht zu nehmen."

„Haben Sie sich von diesem Firlefanz beeindrucken lassen, Miss McKinnon?"

„Eigentlich schon, Sir. Ich finde es spaßig, es war nicht so ernst wie Unterricht."

„Da muss ich Ihnen vollkommen Recht geben. In meinem Unterricht ist es alles andere als spaßig! Verdrehen Sie nicht die Augen! Sie haben mich noch gar nicht in meinem Element erlebt."

„Nun, wenn Sie hier noch nicht in Ihrem Element waren, Professor Snape, dann kann der Unterricht bei Ihnen ja nur noch ‚heiter' werden."

In der bedrückenden Stille, welche entstanden war, hörte man Snape tief Luft holen. „Morgen, 15 Uhr trifft sich Ihre Klasse zum ersten Unterricht in meinen Zaubertränkekeller."

„Professor Snape", mischte sich Professor Dumbledore ein. „Morgen ist noch kein Unterricht, wir werden über die Änderungen sprechen."

„Das unnötige Palaver wird wohl nicht den ganzen Tag dauern. Es bleibt bei 15 Uhr!" Er drehte sich schwungvoll um und verließ die Große Halle Richtung Kerker.

Während des allgemeinen Aufbruchs sah Ginny Felicitas fragend an. Felicitas grinste: „Irgendeinen Grund braucht er doch, um mir eine außergewöhnliche Strafarbeit aufbrummen zu können. Dies war erst der Anfang unseres Dramas!"

„Harry hat es gewusst und mir hat man nichts gesagt?", protestierte Ginny.

„Wir brauchten deinen überraschten Augenaufschlag", flüsterte Felicitas zurück.

Nachdem Ron beschäftigt war, Kekse und andere Süßigkeiten vom Tisch einzupacken, übernahm Ginny seine Aufgabe und sammelte die Erstklässler um sich. Zusammen mit Felicitas gingen sie in den Gryffindor Turm.

Harry suchte nach einem kurzen Besuch bei der schlafenden Hermine in der Krankenstation, sein eigenes Zimmer. Es war das letzte Zimmer in dem neuen langen Flur. Dieser verließ neben dem Kamin den Gemeinschaftsraum. Überall waren Namensschilder angebracht.

Er betrat den recht sparsam eingerichteten Raum, ein großes Bett mit Himmel - wie überall, ein Schreibtisch, ein Kleiderschrank und eine Kommode für seine Schulsachen. Harry öffnete seinen Schulkoffer, alle Kleider waren schon aufgeräumt. Harry setzte sich an den Schreibtisch und öffnete seine Umhängetasche, welche er aus dem Koffer genommen hatte.

„Guten Abend Eure Lordschaft. Wir hoffen Ihr hattet eine angenehme Anreise?", plapperte der Geist, der plötzlich durch die Wand geschwebt war und Harry einen kleinen Schrecken eingejagt hatte.

„Danke Sir Nicholas, die Reise hätte friedlicher sein können. Was verschafft mir die Ehre des Besuches?"

„Die Sorge um Eure Lordschaft." Harry verdrehte die Augen.

„Könnten wir es nicht bei Harry und Nick belassen?"

„Wenn du mir das vorschlägst, gerne. Harry, räume hier nichts aus, was die anderen nicht haben. Die Neider haben sich schon auf den Weg gemacht. Ich meine sie sollten doch einen Schlafraum vorfinden, der sich von den anderen Räumen nicht unterscheidet. Meinst du nicht, Harry?"

Missmutig stellte Harry seine Tasche ab: „Jetzt habe ich schon ein Einzelzimmer und kann wieder nicht tun, was ich will!"

„Nicht den Mut verlieren. Wenn sich alles beruhigt hat, werden wir Geister dir eine Möglichkeit zeigen. Denn Hogwarts ist immer für eine Überraschung gut."

Es klopfte an Harrys Türe. Der 'Fast kopflose Nick', Hausgeist von Gryffindor verschwand lautlos durch die Wand. Schon öffnete sich die Türe und mehrere Gryffindors schauten herein.

„Sorry Harry", meinte Seamus. „Aber Dean Thomas behauptet, dein Zimmer wäre schöner eingerichtet als die anderen Zimmer. Ron dagegen meint das Dean spinnt."

‚Entweder haben die Geister mehr Erfahrung mit den Menschen, oder sie können sie besser belauschen.', dachte sich Harry. Er lud mit einer freundlichen Geste die Besucher herein. „Jeder der möchte, darf sich mein Zimmer ansehen."

Harry kam sich vor wie ein Ausstellungsstück. Ständig kamen andere Schüler herein.

„Harry!" Er schaute hoch und sah nur noch ein Blitzlicht. Hinter seiner Kamera grinste Dennis hervor. „Nicht, dass wir Dean glauben würden, aber die Gelegenheit für ein neues Bild war günstig."

Harry schwang seinen Zauberstab und die Türe seines Zimmers schloss sich.

„Wie geht es euch? Habt ihr und eure Eltern sich schon eingewöhnt?"

Dennis und Colin grinsten: „Wir konnten uns sehr gut eingewöhnen, das Haus ist größer und Mum und Dad haben auch schon wieder einen Job!"

„Freut mich! Seid aber vorsichtig. Nicht jeder muss wissen, dass die Sache bei euch aufgeflogen ist! Wenn etwas ist, kommt hierher. Außerdem habt ihr ja den Spiegel."

Die beiden nickten: „Haben wir Eure Lordschaft!"

Harry sah die beiden überrascht an, worauf die nur laut lachten.

„Kommt, ich will noch etwas in den Gemeinschaftsraum. Auch mit einem Einzelzimmer bin ich kein Einsiedler!

Während die Größeren sich vermutlich in ihre neuen Zimmer zurückgezogen hatten, saßen die Erstklässler in einem Halbkreis um den Kamin. Einige Zweit- und Drittklässler saßen auf den Sesseln in der Nähe, aber alle hörten sie Parvati und Felicitas zu. Harry setzte sich auf einen freien Sessel und hörte das Ende einer indischen Geschichte. Diese wurde abwechseln von den beiden Mädchen erzählt.

Felicitas setzte sich zu Harry in den Sessel. Kurz zuvor waren die Kleinen in ihre Schlafsäle gegange.

„Du machst dich gut als Vertreterin der Vertrauensschüler, wo ist den Ron?"

„Harry, Feli, da seit ihr ja! Ich brauche eure Hilfe!" Genervt schaute Ginny von der Treppe, die zu den Mädchenschlafräumen führte, herunter.

„Ich komme sofort Ginny! Dann fügte Felicitas noch nachdrücklich hinzu: „Harry darf ja nicht mit in die Mädchenschlafräume."

Harry reagierte sofort, indem er durch das Portal hinaus ging und dort den Unsichtbarkeitszauber ausführte. Als er das unbeobachtet vollendet hatte, teleportierte er in den Gang hinter der Treppe, welcher zu den Mädchenschlafzimmern führte.

Verwundert sah Ginny wie sich die Türe öffnete und gleich wieder schloss. Harry hob den Unsichtbarkeitszauber auf: „Die Treppe ist verhext, keine männlichen Wesen durchzulassen, aber nur die Treppe. Da ich euer Zimmer noch nie gesehen habe, konnte ich nicht teleportieren, sondern musste es suchen. Nun erzähl mal, was los ist!"

„Lavender will unbedingt mit Parvati in ein Zimmer. Sie wollen, dass Hermine in ein anderes Zimmer geht. Hermine, mag aber kein Einzelzimmer, das weiß ich! Die können doch nicht einfach Hermine rauswerfen!"

„Warum Einzelzimmer?"

„Dumbledore hat sich verzählt, wenn nur Felicitas gekommen wäre, hätte die Rechnung gestimmt", erklärte Ginny.

Felicitas erinnerte sich: „Parvati hat den Wunsch geäußert, mit Hermine zu sprechen. Sie hat nicht gesagt, dass sie Hermine rauswerfen will!"

Felicitas sah sich im Raum um. „Und wenn Hermine zu uns kommt? Das Zimmer ist groß genug und wir kommen mit ihr aus. Am besten wir schieben unsere beiden Betten zusammen, dann gibt es noch mehr Platz!"

Ginny nickte, während Harry schmunzelnd meinte: „Es bleibt ja so gut wie ein Zweierzimmer. Ich hoffe, Feli, du besuchst mich öfter! Außerdem könnte Hermine bei euch viel einfacher noch die ganzen Sachen lernen. Ich glaube mit dem Koffer hat sie sich noch nicht so richtig angefreundet."

„Stimmt nicht, Harry, sie hat ihre eigene Bibliothek erschaffen. Alle Bücher, die sie sich je gekauft hat, auch die aus der Muggelwelt, sind drin.", warf Ginny ein. „Wir müssen McGonagall fragen, ob das in Ordnung ist."

„Nein Ginny, wir sagen ihr, dass wir mit Hermine ein Dreierzimmer bilden. Wer viel fragt, bekommt oft viele Antworten, die er nicht haben will. Komm, wir gehen jetzt zu Parvati und Lavender, schnappen die Koffer..."

Ginny schüttelte den Kopf: „Lavender nennt mich immer nur ‚Kleine'. Ich male euch einen Plan, wo Hermines Schrank und Koffer stehen. Mit dem könnt ihr das Zeug hierher teleportiert."

Harry nickte: „Und was hat das mit Lavender zu tun und deiner Rache?"

„Ich stelle mich in das Zimmer und verursache ein großes Schauspiel. Ich dachte so mit Rauch, Flammen und viel Lärm. Vielleicht beeindruckt das die beiden, wenn danach der Schrank leer und Hermines Koffer weg ist?"

„Dann gehe mal!", ermutigte Harry sie und konzentrierte sich auf den Plan. „Feli kümmerst du dich um den Koffer und ich tausche einfach die Schränke aus. Es ist einfacher als jede Unterhose einzeln zu teleportieren. Im anderen Zimmer hörten sie einen lauten Streit, zwischen Ginny und Lavender. Dieser endete damit, dass Ginny laut Beschwörungsformeln rief. Von erschrockenen Aufrufen begleitet tauschte Harry die Schränke aus. Felicitas stellte Hermines Koffer in das Zimmer.

„Eigentlich wollte ich ihn neben ihr Bett stellen, aber sie hat ja noch keins." Harry lies daraufhin das Bett aus dem Einzelzimmer neben dem Schrank erscheinen.

Eine strahlende Ginny erschien im Zimmer, während im Gang eine große Unruhe entstanden war.

Kurz nach dem Bett, traf Professor McGonagall begleitet von einer aufgeregten Lavender ein. Vorsichtshalber setzte sich Harry unsichtbar auf das Bett von Felicitas.

„Miss Weasley, was hat das Spektakel zu bedeuten? Miss Brown ist ganz durcheinander, Sie können doch nicht einfach Feuer und Rauch herbeibeschwören!"

„Professor McGonagall, aber Lavender kann einfach Hermine aus dem Zimmer werfen, weil diese nicht da ist und sich nicht wehren kann?", verteidigte sich Ginny und wies mit einer Handbewegung auf Hermines Platz. „Ich habe einfach ihre Möbel zu uns geholt. Das war für mich eine große Anstrengung!"

Ungläubig sah die Hauslehrerin auf die Möbel und dann wieder auf Ginny. „Das haben Sie hinbekommen?" Als die Professorin Felicitas streng ansah und die etwas grinsen musste, hob sie die Augenbrauen.

„Miss Weasley, das nächste Mal bitte mit weniger Aufsehen. Wenn Miss Granger einverstanden ist, soll mir das hier recht sein. Aber jetzt ist Nachtruhe! Noch eins! Richten sie bitte Mister Potter aus, er soll alle Versuche unterlassen, die Treppe zu den Mädchenräumen zu manipulieren! Es soll Mädchen geben, die keine Jungen im Zimmer haben wollen."

Die Hauslehrerin drehte sich zur Türe. Sie schaute etwas irritiert, als sie ganz in der Nähe von Harry vorbei ging. „Miss Brown und die anderen Damen, die hier noch herumstehen, es ist Nachtruhe! Zum Glück habe ich bei den Jungen nicht diesen Ärger!"

„Waren Sie schon dort?"

„Nein Miss McKinnon, aber ich werde jetzt dort vorbei schauen. Ich gehe davon aus, dass sie sich an die Nachtruhe halten."

Harry saß an seinem Schreibtisch, als Professor McGonagall den Flur entlang kam. Ihr Kommen wurde dadurch angekündigt, dass die Besucher in Harrys Zimmer plötzlich ausblieben. Harry hatte das neueste Schulbuch für Verteidigung auf dem Tisch liegen, aber zum Lesen war er noch nicht gekommen.

„Guten Abend Mister Potter!"

„Oh, Professor McGonagall. Ich bin ganz überrascht, dass Sie mich besuchen!"

McGonagall schloss die Türe und versiegelte diese mit einem Zauberspruch.

„Genauso überrascht, wie ich über den Geruch deines Deos in Zimmer der Mädchen war, bist du sicherlich nicht Harry! Pass auf, es kann Ärger geben, wenn dich andere Mädchen dort oben sehen."

Interessiert schaute sie sich im Raum um. „Harry der Koffer kann nicht neben dem Schrank stehen bleiben!" Sie zückte ihren Zauberstab und der Schrankkoffer schwebte auf die andere Seite.

„Warum?"

„Harry, weil er stört!"

Überrascht sah er seine Hauslehrerin an, die nun neben dem Schrank stand und etwas suchte. Triumphierend lächelte sie. Er sah wie sie einen Stein in der Wand bewegte, hinter dem sich ein Hebel befand.

„Muggeltechnik! Man muss wissen, wie sie funktioniert. Der Zugang ist magisch verwehrt, nur der Schulleiter, dir und mir ist es möglich. Du kannst andere mit einbeziehen, aber du solltest zurückhaltend damit sein. Das Ritual sollte dem in Black-Castle ähnlich sein."

Der Schrank drehte sich und öffnete somit einen Durchgang. Er führte zu einer kleinen Wendeltreppe nach oben und einem kleinen Gang zur Seite.

„Harry, am Ende des Ganges ist eine magisch verschlossene Türe. Von außen ist sie durch eine Rüstung in einer Nische versteckt. Wer sie benützt, kommt in einen abgelegenen Korridor, der in das Haupttreppenhaus führt. Professor Dumbledore dachte, das wäre ein unauffälliger Weg für dich, zu deinem Sonderunterricht zu kommen."

Harry schaute interessiert auf die Treppe.

„Oh und noch etwas, der Schrank lässt sich nur bewegen, wenn die Zimmertür in Richtung Gemeinschaftsraum geschlossen ist. Dort oben kannst du deine Umhängetasche abholen. Du hast sie schlecht versteckt. Sie schaut unter dem Bett von Felicitas hervor! Informiere sie vor deinem Besuch. Mir war es nicht möglich sie in das Geheimnis des Schrankes einzuweihen."

Die Professorin schloss die versteckte Türe, als es an der Zimmertüre klopfte.

„Harry gib zu, du hast doch Heimlichkeiten in deinem Zimmer! Sonst müsstest du die Türe nicht verschließen!" Dean Thomas Stimme, welche aus dem Stimmengewirr herauszuhören war, klang triumphierend.

Harry ballte die Fäuste, während McGonagall ihn mit einer beruhigenden Geste bat, sich zu setzen. Sie hob den Zauberstab und öffnete die Türe ohne Vorankündigung.

„Mister Thomas, mir gefällt ihre Art nicht, wie sie mit der Türe in das Zimmer stürzen. Es ist wohl hinlänglich bekannt, dass Mister Potter einen besonderen Schutz braucht. Das ist der Grund, weshalb diese Türe für alle verschlossen bleibt. Nur Mister Potter und Personen seines Vertrauens haben die Möglichkeit die Türe zu öffnen. Heimlichkeiten sind das keine, es stand genug darüber im Tagespropheten. Ich wünsche den Herren eine gute Nacht."

Die Professorin wartete, bis die Mitschüler ihr einen Weg freigemacht hatten. Sie verließ über den Gryffindor Gemeinschaftstraum den gleichnamigen Turm.

Kurz danach waren neben Harry nur noch Ron und Neville im Raum.

„Sauber abgeblitzt! Die Gesichter, sie waren ganz überrascht, als McGonagall die Tür öffnete! Rons Schadenfreude kannte keine Grenzen. Neville sah auf die Uhr und erhob sich.

„Oh ja, es ist schon spät", meinte Ron daraufhin. „Wir wollen noch vor dem Frühstück eine Runde joggen. Wenn wir die Route festgelegt haben, sagen wir dir Bescheid. Vielleicht rennst du auch mal mit."

Harry nickte und war froh, dass er endlich mal etwas allein war. Er hatte Ron und Neville in die neuen Geheimnisse nicht einweihen wollen, ohne selber damit Erfahrungen gesammelt zu haben. Sie hatten einen Koffer in ihrem Zimmer. Einen Spiegel um Alarm zu schlagen, das war bei weitem mehr als im letzten Schuljahr. Er verschloss die Türe gewissenhaft und wandte sich dem Schrank zu. Geräuschlos öffnete sich der geheime Durchgang, um mit 'Lux' für Licht zu sorgen, zog Harry seinen Zauberstab. Es war aber nicht notwendig, beim Betreten des Bereiches flammten Fackeln auf, wie überall auf Hogwarts. Vorsichtig stieg er die Wendetreppe hinauf, entriegelte die Türe und stand in dem Zimmer der Mädchen, welche aber nicht da waren. Vermutlich waren sie im Bad. Gerade als Harry gehen wollte, meldete sich sein Mehrwegespiegel.

„Harry wir sitzen hier im Koffer und warten auf dich!"

„Kommt mal in euer Zimmer, ich muss euch etwas von McGonagall zeigen. Kurz darauf erschienen beide aus dem Koffer. Harry genoss es, die beiden durch unnötige Fragen etwas zappeln zu lassen.

„Was soll das ganze Fragespiel, Harry? Das ist ein Schrank und aus irgendwelchen Gründen soll wir nichts daneben abstellen!" Des Ratens müde, fasste Felicitas das Gehörte zusammen.

Harry betätigte den Mechanismus und die Mädchen folgten ihm begeistert in sein Zimmer.

„Ihr wolltet mir auch noch was verraten?", fragte Harry nach.

„Ja, du wolltest ja wissen was wir in der Porzellanabteilung gemacht haben", erinnerte sich Ginny. „Nun wir haben uns dort mit Malfoy getroffen!"

„Wie bitte?"

„Nun wir haben ihn nicht mehr gesehen als wir aus der ‚Großen Halle' kamen. Zurück wollten wir auch noch nicht, also sind wir zuerst einmal in die besagte Abteilung."

„Warum seid ihr ihm eigentlich gefolgt?"

„Nun er hat sich doch sehr auffällig benommen, Harry! Seit wann erklärt Malfoy Pansy, wie sie sich schminken soll. Felicitas ist dann in seine Gedankenwelt eingedrungen und war sehr überrascht."

„Ja Harry, da gab es kaum Erinnerungen an Todesser. Mehr an Freundinnen beim Teetrinken und an Gedichte", übernahm Felicitas. „Ein großer Bereich - ein zu großer Bereich an schönen Dingen, für einen Möchtegern-Todesser." Felicitas lächelte, als sie Harrys überraschtes Gesicht sah.

„In der Toilette", übernahm Ginny wieder, „waren wir nicht allein. Jemand hatte sich eingeschlossen und hörte sich sehr unglücklich an. Als keine Antwort auf unsere Fragen kam, öffneten wir die ..."

Ein Rauschen erfüllte plötzlich Harrys Zimmer! Die Hausgeister und auch einige andere Geister von Hogwarts hatten sich versammelt. Schüchtern stand die ‚Maulende Myrte' vor Harry, etwas abseits der ‚blutige Baron'.

„Oh seine Lordschaft haben charmanten Besuch. Miss Weasley, wir kennen uns schon, nicht wahr? Mein Name wird Ihnen schon geläufig sein, trotzdem gebietet es der Anstand ihn nochmals zu nennen", begrüßte der ‚fast kopflose Nick' sie. „Man nennt mich den fast kopflosen Nick. Ich persönlich bevorzuge meinen richtigen Namen: Sir Nicholas de Mimsy-Porpington. Und sie sind Lady Felicitas McKinnon?"

Felicitas nickte: „Stimmt, außer der Lady. Einfach Felicitas McKinnon."

„Na, na, wer ist so bescheiden. Mit einem Lord an Ihrer Seite wird der Titel Lady nicht lange warten lassen. Glauben Sie mir, das geht manchmal schneller als man es vielleicht will."

„Lady!", schwärmte Myrte, während der ‚blutige Baron' nur unwirsch den Kopf schüttelte.

„Meine Lieben", der ‚Fette Mönch' stellte sich galant als Hausgeist von Hufflehpuff vor. „Wir wollen Ihre Lordschaft nur kurz stören, nicht war? Sir Nicholas, Ihr wolltet Ihre Lordschaft in unser Geheimnis einweihen."

Der genannte Geist trat hervor und verbeugte sich förmlich. „Wir brauchen nicht zu sagen, wie froh wir sind, dass wieder ein Earl of Hogsmeade auf Hogwarts weilt. Die meisten von uns sind erleichtert, ihn auf Godrics Seite zu wissen."

Wütend schnaubte der ‚blutige Baron', aber Nick ließ sich nicht aus dem Konzept bringen.

„Phineas Nigelluss Black, wie er richtig geschrieben wurde, war hier auf Hogwarts Schulleiter, bis ihn der Gevatter Tod abholte. Harry das war exakt 434 Jahre nach meiner Hinrichtung. Er war wie alle der Familie Black - wie fast alle - ein Magier, der die schwarze Kunst liebte. Als Schulleiter hat er diese hier sogar unterrichtet, einem kleinen auserwählten Kreis. Sein Nachfolger verschloss seinen Klassenraum, aus Angst vor nachwirkender Magie. Lange Rede, kurzer Sinn! Wir Geister haben beschlossen, Eurer Lordschaft, nebst den Damen diesen Raum zu zeigen. Damit Ihr darin lernen könnt was notwendig ist, um das Schlimmste von uns abzuwenden."

Nick hatte sich verbeugt und winkte nun Harry zu dem Schrank. Die Geister warteten auf der anderen Seite. Sie zeigten ihnen den Eingang zu dem seit 1926 verlassen Klassenraum.

Die ‚graue Dame' schaute sich etwas bekümmert um: „Phineas Nigelluss Black hat die Hauselfen aus diesem Raum verbannt. Sie konnten ihn nicht reinigen.

„Eine Frage noch", wandte sich Harry an die Hausgeister. „Warum nennen wir diesen Schulleiter eigentlich nur Phineas Nigelluss?"

„Vermutlich", antwortete der ‚fette Mönch', „weil er so arrogant und überheblich war. Vor allem, weil er so der Schwarzen Kunst verbunden gezeigt hat, dass er nur ein Black hat sein können."

Harry war begeistert und blätterte in den ersten Folianten, die noch auf dem Schreibtisch lagen. Felicitas bestaunte die mannigfaltigen Gerätschaften, welche feinsäuberlich geordnet auf den Regalen standen. Ginny führte stattdessen einen Putzzauber nach dem anderen aus.

Als Ginny müde auf einen Stuhl niedersank, beschlossen Harry und Felicitas das Aufräumen zu beenden. Harry schlief im Bett von Felicitas, da sie Ginny nicht alleine lassen wollten.

Im Halbschlaf wandte sich Harry an Felicitas: „Schatz, was war eigentlich mit Malfoy?"

„Es war nicht Malfoy!" Mehr konnte er von ihr nicht mehr erfahren.

Albus Dumbledore stand zusammen mit Professor McGonagall im Zimmer der Mädchen. Er sah belustigt auf die drei Schlafenden herunter. Die Hausleiterin hatte ihn gerufen, nachdem Harry und die beiden Mädchen nicht zum Frühstück erschienen waren.

„Albus, ob Hermine mit der Zimmergemeinschaft glücklich wird?"