Disclaimer: I don't own Glee but I wish I did!
I learned to live half alive
A samcedes Story – Kapitel II
"Hey Sam" Sam nickte der jungen Rothaarigen zu.
Sie war in seiner Klasse und ziemlich freundlich. Stellte sich schnell heraus, dass sie Samantha hieß und ebenfalls die Abkürzung natürlich Sam war. Das sorgte anfangs für ein paar verwirrende Momente und doch schlussendlich zu ein paar lustigen Augenblicken. Sam fühlte sich dennoch fremd auf der Hills High. Obwohl seine neue Heimat Park Hills gerade mal vier Stunden von Lima entfernt lag, fühlte er sich als wäre er tausende von Meilen entfernt und es gab kein Zurück mehr. Sam versuchte trotzdem nicht allzu deprimiert zu sein. Er hatte Erfahrung damit der „Neue" zu sein und er wollte auf keinen Fall einen Ruf weghaben, der ihm Freundschaften verbaute. Zwar wollte er nicht daran denken, aber irgendwann würde er sich damit abfinden müssen, dass er in Park Hills festsaß. Sein Vater hatte immerhin einen festen Job, der auch noch relativ gut bezahlt war und das bedeutete für den Blonden, dass es keine Aussicht auf eine Rückkehr nach Lima gab. Er hasste es in diesem Augenblick, dass sie in Lima alles verloren. Sam erinnerte sich genau daran, als Quinn ihn unterstütze und anschließend Kurt. Wie sie ihm alle halfen und doch gegenüber den anderen auf der Schule kein Wort darüber verloren. Sie alle waren ihm eine Stütze in den wohl schlimmsten Monaten seines Lebens. Verdammt, wie er sie alle vermisste. Wenn er gewusst hätte, dass er wieder die McKinley High verlassen würde, hätte er sich doch nie mit allen angefreundet. Sam bereute es trotzdem keine Sekunde. Sie waren alle verrückt und er passte in den verrückten Haufen ziemlich gut hinein.
Das war auch einer der Gründe, weshalb er eine Chance im Footballteam mitzuwirken nicht annehmen konnte. Die Jungs waren alle ziemlich aufgeblasen und arrogant, sie hielten sich für die Größten. Sam sah es ihnen nicht nur an, sondern erfuhr es am ersten Tag am eigenen Leib. Das war auch der Grund, weshalb er sich seine Justin Bieber Gedächtnisfrisur abschnitt und jetzt einen viel kürzeren Blondschopf aufweisen konnte und einen Pony der bei weitem nicht so tief ins Gesicht hing. Sich die hässliche Version von Justin Bieber nennen zu lassen, gefiel dem jungen Mann nicht. Er selbst besaß schließlich etwas Stolz.
Er kam sich wirklich vor, als müsse er jetzt wieder von vorne beginnen und das wollte er einfach nicht. Ein tiefer Seufzer entwich seinen Lippen, als er sich gegen seinen Spind lehnte und die Bücher, die er am heutigen Tag nicht brauchte einräumte. Wenn das so weiter ging und er sich wie ein Korn Mais in einem Reissack fühlte, würde er seine Eltern fragen ob er das letzte Jahr nicht einfach sausen lassen konnte. Immerhin war es doch ohne Abschluss gar nicht so dramatisch, jetzt fand er auch schon Arbeit und ohne Abschluss war das sicher kein Problem. Sam war sowieso nicht der Beste in der Schule und obwohl er mittlerweile sein kleines Legasthenie Problem so halbwegs in den Griff bekam, war es doch einfach nicht nötig sich weiter zu quälen. Ob seine Eltern auch einmal darüber nachdachten, dass sie ihm jedes Mal solche Qualen zumuteten? Andererseits wie sollten sie es auch wissen, Sam erzählte es ihnen nicht. So ein vorbildlicher guter Sohn war er, stand hinter seiner Familie. Wahrscheinlich würde er auch für sie von der Brücke springen, wenn dadurch ihr Leben einfacher werden würde. Wem machte Sam etwas vor, er konnte seiner Familie niemals böse dafür sein, dass sie eine ziemlich logische Entscheidung trafen, zumal seine Geschwister ebenfalls ein Faktor der Entscheidung waren. Wie konnte er so arrogant sein und darüber nachdenken ihnen das vorzuwerfen? Sam schloss den Spint und ließ seinen Kopf dagegen rauschen, sodass ein ‚klonk' zu hören war.
„Das Schuleigentum zu beschädigen kostet einen Nachmittag nachsitzen und ein paar Sozialstunden beim Hausmeister." Sam seufzte und war schon bereit dazu den Klugscheißer, wer auch immer es war in die Parade zu fahren, als er seinen Kopf etwas nach links neigte und ein bekanntes Gesicht erhaschte.
„Stan.", meinte er schmunzelnd.
„Ich bevorzuge Lenny, aber auch schön dich zu sehen. Schlechter Morgen?"
„Scheint so.", grummelte Sam.
„Wow, ist auch irgendwo in dir Lebensfreude?" Lenny kicherte etwas und klopfte Sam freundschaftlich auf die Schulter. Gott, wie er es hasste, wenn er das machte.
„Hmm…" Lenny kicherte erneut.
„Gesprächig ist er heute auch noch. Ich streich mir das im Kalender an und notiere mir dazu, endlich redet mal Sam mehr als zwei Wörter." Erneut lachte der Junge.
„Du solltest Komiker werden.", meinte Sam tonlos und musterte den jungen Mann.
Er war schlank und hochgewachsen, seine Augen standen dicht zusammen und in seinen braunen Augen saß stets der Schalk und pure Lebensfreude. Sam wusste eigentlich gar nicht so genau, warum er sich überhaupt mit ihm anfreundete, vielleicht einfach, weil er so nett und freundlich war, als sich Sam hoffnungslos in den Gängen der Hills High verlief. Er war vorurteilslos auf ihn zugegangen und bisher durfte er sich auch noch kein Kommentar über seine großen Lippen anhören. Dabei dachte er automatisch an Santana die es liebte diese zu kommentieren, allgemeinen seinen großen Mund. Automatisch schlich sich doch noch ein Lächeln auf seine Lippen.
„Oh mein Gott, ich bekomme einen Herzinfarkt, hast du grad gelächelt?", fragte Lenny völlig aus dem Häuschen. „Er kann Lächeln, das ist wirklich eine Sensation." Sam grinste noch breiter.
„Halt die Klappe.", fuhr er ihn an und grinste dabei jedoch breit. Er war wirklich verrückt und irgendwie war Sam doch froh wenigstens eine Person gefunden zu haben, die ihn anscheinend mochte.
„Erzählst du mir jetzt welche Laus dir über die Leber gelaufen ist, bevor du her gekommen bist?", fragte sein Mitschüler neugierig und Sam's Lächeln erstarb. Sofort musste er an Mercedes denken und an den Moment indem er ihr gestand, dass seine Familie nach Kentucky ziehen würden.
„Wann Sam?", fragte sie mit großen Augen und blickte ihn von der Seite an.
Gerade waren sie noch eng aneinander auf die Couch gekuschelt, ehe Sam unverwandt mit dieser Bombe herausplatzte. Schon seit Tagen überlegte er, wie er es ihr am Besten beibrachte. Es war so unfair, kurz nachdem er endlich mit der Frau zusammen war, die sein Herz höher schlagen ließ und das nur bei dem bloßen Gedanken an sie. In ihrer Nähe fühlte er sich immer befreit und vollkommen er selbst. Welches Mädchen würde sich schon fünf Mal Avatar freiwillig mit ihm ansehen. Ihr großes Herz hatte ihn am Abschlussball einfach erwischt und seitdem konnte er nicht mehr aufhören an sie zu denken. Doch das machte es umso schwieriger ihr die Nachricht zu überbringen, dass er sie verlassen musste. Es war schließlich nicht verhandelbar und so platzte er mit dieser Nachricht während einer ihrer Lieblingsfilme auf einmal plötzlich heraus und ihre Reaktion war noch schlimmer als erwartete. Erst brachte sie etwas Raum zwischen sie und dann starrte sie ihn mit diesen großen schokoladenbraunen Augen an. Sam räusperte sich.
„Nächste Woche.", gestand er kleinlaut.
„Nächste Woche?", fragte sie schockiert und ihre Stimme rutschte eine Oktave höher. „Wie lange weißt du das schon?" Sam seufzte. Egal wie sehr er sich wünschte, sie hätte das nicht gefragt, kam er doch dieser bestimmten Frage nicht aus. Sam nahm ihre Hand in seine und strich mit dem Daumen sanft über ihren Handrücken. Er liebte ihre weiche Haut und ihre sanften Hände.
„Eine Weile.", gestand er und blickte ihr tief in die Augen. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und seine Hände zitterten ganz leicht. Er wusste selbst, dass er es ihr längst hätte sagen müssen. Mercedes sah das anscheinend ebenfalls so.
„Wie lange Samuel?", fragte sie etwas ruppiger.
„Ungefähr, um…, zwei Wochen." Mercedes stand abrupt auf und starrte ihn an.
„Zwei Wochen? Zwei Wochen und du hast keinen Ton gesagt." Sam tat es ihr nach und stand auf und schluckte, als er ihr verletztes Gesicht sah. Sam seufzte. Er wusste, dass sie so reagieren würde, daher wollte er es ihr nicht sagen. Wie genau er es sich stattdessen vorstellten konnte er nicht einmal ansatzweise sagen.
„Baby bitte, ich wollte-„
„Was? Einfach abhauen und dann eine SMS schreiben ‚Hey Cedes bin jetzt in Kentucky', oder was?", unterbrach sie ihn sarkastisch und mit leicht hysterischem Unterton. Sam fühlte sich so verdammt hilflos, dass er einen langen Schritt auf sie zumachte und mit seinen Händen ihr Gesicht umrahmte. Aus Trotz sah sie ihn nicht an und Sam musste zugeben, er fand sie extrem süß, wenn sie so war. Er liebte es, wenn sie ihrem Ärger Luft machte. Es gab keinen Moment in dem sie süßer aussah, als, wenn sie stinksauer war. Doch das hier war kein Grund sauer zu sein, zumindest nicht auf ihn. Sam blickte sie an und spürte wie sein Herz ein schnelleres Tempo annahm.
„Mercedes schau mich an, bitte.", flüsterte er und küsste sie einfach frech auf die Nase, woraufhin sie ihn mit großen Augen ansah und ein leichtes Lächeln sich auf ihren Lippen bildete.
„Es tut mir leid, okay?", flüsterte er und blickte ihr in die Augen. Er spürte, dass sie nachgab, doch er wollte es ganz klar stellen.
„Ich wollte es dir sagen, ich wusste nur nicht wie und wann." Er holte tief Luft. „Ich habe immer versucht den richtigen Moment abzuwarten, aber der kam einfach nicht.", flüsterte er weiter und sah wie sich ihre Augen langsam mit Tränen füllten. Jetzt verrauchte ihre Wut und Sam spürte ein Stechen im Herzen, als sich die erste Träne über ihre Wange schlängelte. Noch immer hielt er ihr Gesicht sanft in den Händen und strich ihr liebevoll mit dem Daumen die Träne weg.
„Ich… Sam du kannst nicht gehen." Er unterdrückte den Drang zu schreien, denn ihr Gesichtsausdruck brach ihm das Herz. Nicht in tausend Jahren wollte er gehen, aber er musste.
„Das liegt nicht in meiner Entscheidung." Sam hasste es so vernünftig zu sein, so erwachsen. In den letzten Monaten musste er erwachsener werden und mit der Situation seiner Familie umgehen zu können. Schließlich lag es auch in seiner Hand sich um seine Geschwister zu kümmern und um den Haushalt, während seine Eltern krampfhaft ihren Nebenjobs nachgingen um irgendwie Geld zu beschaffen, damit sie wenigstens etwas zu essen hatten, wenn schon kein Dach über den Kopf. Sam schluckte. Verdammt er wollte nicht erwachsen sein, er wollte ihr sagen, dass er seine Eltern anflehen würde ihn nicht zwingen zu gehen, aber er würde Mercedes lügen. Auf keinen Fall konnte er das tun. Zu sehr wusste er, dass es seine Eltern umbringen würde, wenn sie ihn auf die harte Tour zwingen mussten.
„Ich will nicht, dass du gehst.", flüsterte sie und es war kaum zu überhören, dass ihre Stimme brüchiger würde. Die nächste Träne suchte sich ihren Weg über Mercedes Wange und Sam küsste sie dieses Mal sanft weg. Seine Augen suchten wieder die seiner Freundin, ehe er den letzten Abstand zwischen ihnen verringerte, sodass kaum noch ein Blatt zwischen sie passte. Mit einer Hand strich er ihr sanft eine verirrte Haarlocke aus dem Gesicht, während die andere noch immer auf ihrer Wange lag und diese mit dem Daumen liebkoste.
„Ich will auch nicht gehen.", sagte er leise. „Wie könnte ich das wollen, wo ich dich jetzt habe.", flüsterte er weiter und küsste sie auf die Stirn. Er schloss dabei die Augen und genoss die Nähe zu der jungen Frau. Wenn ihm jemand gesagt hätte, dass er einmal für Mercedes Jones so viel fühlen würde, hätte er diesen für verrückt gehalten. Nicht, weil sie es nicht Wert war geliebt zu werden, sondern, weil sie nie auch nur irgendwelche Zeichen gab, dass sie interessiert war und Sam sie bisher nie in diesem Licht sah. Doch jetzt, konnte er sich gar nicht mehr vorstellen wie er all die Monate in ihr nur eine Freundin sehen konnte. Verdammt, warum musste es ausgerechnet jetzt passieren? Wieso nicht schon vor Monaten, dann hätten sie mehr voneinander gehabt. Sam seufzte leise und öffnete die Augen wieder. Mercedes hatte auch ihre Augen geschlossen und dabei rannen die Tränen still ihre Wangen hinunter und tropfte ihr aufs Oberteil. Sam spürte einen erneuten stechenden Schmerz in der Brustgegend und hasst sich dafür, sie zum Weinen zu bringen.
„Es tut mir so leid.", flüsterte er ihr entgegen, während sie noch immer die Augen geschlossen hielt. Sam fuhr ihr mit dem Daumen über die Wange.
„Öffne die Augen Baby, bitte.", flüsterte er weiter und spürte wie sich ihm die Brust zusammenschnürte, als sie noch immer krampfhaft und angestrengt, was man ihr ansah, die Augen geschlossen hielt.
„Bitte.", setzte er nach und küsste sie nochmals auf die Nasenspitze, ehe er seine Hand sinken ließ und die Arme um sie schlang. Er drückte sie an sich und strich ihr sanft übers Haar, sie begann heftig zu zittern und weinte an seine Brust. Sam küsste sie aufs Haar und sog den Geruch von Lavendel mit einem leichten Lächeln ein. Gott, er würde sie vermissen, ihr Lächeln, ihren Duft, einfach alles an ihr. Sam spürte wie ihm selbst eine einzelne Träne über die Wange lief und er wünschte sich so sehr, dass es sich seine Eltern vielleicht doch noch überlegten.
„Sam, Sam? Hey! Hallo! Sam!" Lenny fuchtelte wild mit der Hand vor seinen Augen herum, was Sam gar nicht wirklich wahrnahm, ehe dieser begann ihn heftig zu schütteln und Sam fluchte.
„Was soll der Scheiß?", fuhr er ihn an und funkelte ihm wild mit den Augen entgegen.
„Wo warst du denn gerade? Ich habe dich etwas gefragt.", entgegnete Lenny mit leicht verwirrten Gesichtausdruck.
„Und das wäre?", fragte Sam gelangweilt und setzte den Weg zur ersten Stunde des Tages fort, Mathe, nicht unbedingt geliebt, aber immerhin gar nicht schlecht. Es war so anstrengend, dass es ihn wenigstens ablenkte.
„Ich meinte, warum du eine Trauermine hast? Welche Laus dir über die Leber gelaufen ist? Was ist passiert, dass du aussiehst wie drei Tage Regenwetter? Wer hat dir die Suppe versalzen?" Sam blickte ihn von der Seite an und schüttelte den Kopf.
„Gar nichts."
„Gar nichts. Hmmm…, okay." Du hast also angeborene schlechte Laune. Wer's glaubt wird selig. Ich verrate dir etwas Sam Evans, es gibt Dinge die nicht angeboren sind und rate Mal, schlechte Laune gehört zu diesen nicht angeborenen Dingen.", meinte Lenny in etwas strengerem Ton.
Er wollte sich nicht aufdrängen, aber er konnte auch nicht länger mit ansehen wie er litt. Ein Blinder sah, dass es ihm nicht gut ging. Darüber zu reden half, zumindest Stanley und daher versuchte er Sam dazuzubringen darüber zu reden, auch, wenn dieser noch nicht so richtig wollte.
Sam seufzte, auch wenn er die Hilfe des Jungen zu schätzen wusste, er wollte nicht darüber reden mit einem Menschen den er gerade mal ein paar Monate kannte.
„Wusstest du, dass statistisch gesehen ungefähr 50 % der Schüler an einer Highschool unglücklich sind. Verursacher sind meistens gescheiterte Beziehungen." Lenny fuhr unbeirrt fort. Es gab sicher niemanden der einfach weiter redete, wenn sein Gesprächspartner eigentlich keine Lust auf ein Gespräch hatte. Sam ignorierte ihn oder versuchte es zumindest, während sie zur Unterrichtsstunde liefen.
„88 % aller Schüler, die die Schule wechseln sind ziemlich schlecht gelaunt, weil sie ihre Freunde hinter sich lassen musste und meistens von ihren Eltern zum Umzug gezwungen wurden. 20 % davon hatten eine Freundin an der alten Schule, weshalb sie so richtig deprimiert sind." Sam schnaubte.
„Aha!", rief Lenny aus. Sam warf ihm einen bissigen Seitenblick zu.
„Das hast du dir doch gerade eben ausgedacht.", beschuldigte ihn der Blonde mit einem misstrauischem Blick.
„Nein, wirklich das steht in der Vanity Fair oder war es die Cosmopoliton?" Also doch ein zweiter Kurt Hummel., dachte sich Sam belustigt.
„Glaube keiner Statistik, die du nicht-„ Weiter kam der junge Mann jedoch nicht, ehe er unterbrochen wurde.
„Selbst gefälscht hast? Bullshit." Sam blieb abrupt stehen und starrte den Jungen an. Das war das erste Mal, dass er von ihm solch ein Schimpfwort hörte.
„Hartes Wort für solch weiche Masse wie dich.", meinte Sam genervt. Er war so kurz davor ihm die Wahrheit zu erzählen, weil es ihn nervte so bedrängt zu werden.
„Ich nehme das als Kompliment.", sagte Lenny spitzbübisch.
Sam fuhr sich mit der freien Hand übers Gesicht und fluchte leise. Das konnte doch kaum wahr sein, er ließ sich auch wirklich nicht abschütteln. Vielleicht war es jedoch auch ganz gut und Sam wusste es einfach nicht zu schätzen, weshalb er schließlich seufzend aufgab. Doch gerade als er sagen wollte, dass es um ein Mädchen ging, läutete es zur ersten Stunde.
„Schade, dann müssen wir das wohl verschieben.", meinte Sam sarkastisch und ging ins Klassenzimmer. Er ignorierte Lenny der ihn einen ‚Arsch' nannte, was er, wie sich Sam sicher war, nicht unbedingt als gemeine Beleidigung meinte.
