Hallöchen, hier bin ich wieder. Und mit dabei ein neues Kapitel.

Dramine:Freut mich, dass dir der Anfang gefällt. Und warum Hermine Draco wirklich geküsst hat, das erfährst du leider erst in einem späteren Kapitel.

Hermine87:Ob das was mit Mut zu tun gehabt hat, eher mit nicht nachgedacht. ;-) Und ob Draco danach schweigsam bleibt?

Vertrauter Feind Zusammentreffen

Atemloses Schweigen herrschte im Kerkerverlies, das Klassenzimmer für Zaubertrankunterricht. Wie konnte Hermine Granger die Frechheit besitzen oder ihren gesunden Menschenverstand verloren haben, und Draco Malfoy küssen; ging es den anwesenden Personen durch den Kopf. Wobei das erstere ausschließlich nur die Slytherins dachten.

Mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, beendete Hermine den Kuss und sah einen perplex aussehenden Draco Malfoy vor sich stehen. Amüsiert beobachtete sie ihn einen Moment, sollte sie es tatsächlich geschafft haben, ihn zum schweigen zu bringen?

Draco hingegen starrte sie ungläubig an, dann spannte er seinen gesamten Körper an, verengte seine sturmgrauen Augen zu schmalen Schlitzen und beugte sich langsam und geschmeidig einige Zentimeter zu dem Lockenkopf hinab.

„Wage es nie wieder, deine dreckigen Lippen auf meine zu pressen. Hast du mich verstanden, Granger!", zischte er gefährlich leise. Er verpasste ihr einen heftigen Stoß gegen die rechte Schulter, was sie zum taumeln brachte. Ron der hinter ihr stand, konnte sie gerade noch stützen, sonst währe sie mit Sicherheit gestürzt.

Draco wandte sich ab und verließ mit wehendem Umhang den Klassenraum. Die anderen Slytherin sahen sie einen Moment noch hämisch an, dann folgten sie den Malfoy-Erben.

„Was zum Merlin hat dich da gerade geritten, Hermine?", fassungslos blickte Ron sie an, nachdem Hermine wieder sicher auf ihren eigenen Füssen stand.

Diese senkte ihren Blick und betrachtete interessiert den Steinboden, bevor sie leise und kaum hörbar: „Ich habe keine Ahnung.", murmelte.

„Hermine, du hast gerade Draco Malfoy geküsst. Warum?", fragte sie Harry.

„Ich habe seine ständigen Beleidigungen satt. Ich wollte ihn einfach nur zum schweigen bringen. Es hatte keine weitere Bedeutung.", rechtfertigte sie sich und sah sich angriffslustig im Kreis um.

Die anderen Gryffindors sahen sie überrascht an, dann jedoch zuckten sie mit den Schultern und gingen. Aber nun hatten sie Gesprächsstoff für die nächsten drei Monate.

Unsicher beobachtete der Lockenkopf ihre beiden Freunde, die sie unschlüssig ansahen.

„Meinst du nicht, dass eine Ohrfeige gereicht hätte ihn zum schweigen zu bringen?", fragte Ron, legte ihr einen Arm um die Schulter und grinste.

„Aber sein Gesichtsausdruck war genial.", lachte er.

Die drei saßen gerade beim Mittagessen als Ginny Weasley, Rons kleine Schwester und Vertrauensschülerin für Gryffindor, sich aufgeregt neben Hermine setzte.

„Ist das wahr, was alle sich erzählen?", fragte sie ihre ältere Freundin neugierig.

„Wenn du die Sache mit Malfoy meinst, ja.", erwiderte diese kurz angebunden.

„Du hast ihn also wirklich geküsst und ihm dann deine Liebe gestanden?", Ginny verkniff sich ein lachen. Hogwarts Gerüchteküche war am brodeln.

„Ich habe was?", fassungslos starte sie die Vertrauensschülerin an.

„Oh je, da hast du ja was schönes angerichtet.", mischte sich nun auch Ron in das Gespräch der beiden Mädchen ein.

„Das hatte ich wirklich nicht bedacht.", Hermine stierte mißmutig auf ihren noch fast vollen Teller.

Hermine war auf der Flucht. Sie hatte die neugierigen Blicke einfach nicht mehr ausgehalten, die ihr die anderen Gryyfindors im Gemeinschaftsraum zugeworfen hatten. Nun irrte sie schon seit Ende des Abendessens durch Hogwarts. Insgeheim beschimpfte sie sich wohl gerade zum hundertsten mal, als eine dumme Gans. Wie konnte sie nur auf die Idee kommen, einen Draco Malfoy zu küssen um ihn zum schweigen zu bringen?

Überrasche deine Feinde mit etwas, dass sie nicht erwarten würden von dir, schoss es in Hermines Kopf. Wer hat das noch gleich mal gesagt? Sie kam nicht drauf, ihr Gedanken wurden zu sehr von einem blonden, eiskalten und gefühllosen Idioten aus Slytherin eingenommen.

Nie im Leben hätte sie gedacht, das ihr ein Kuss jemals soviel Kopfzerbrechen bereiten würde.

Schlecht gelaunt kam sie schließlich an den See. Hier konnte sie den anderen Schülern besser aus dem Weg gehen, da nur vereinzelt noch jemand am Ufer des fast schwarzen Wassers sass. Für Anfang September war es wirklich verdammt kalt.

Währenddessen im Gemeinschaftsraum der Slytherins.

Draco hatte sich in einen der Sessel gelümmelt, was so gar nicht zu ihm passte. Er hielt ein Buch über magische Verwandlungen in den Händen, las es jedoch nicht, was seine Augen verrieten, die sich keinen Zentimeter bewegten, sondern starr auf die Buchstaben vor sich blickten. Blaise Zabini der seit einer geschlagenen halben Stunde ihm gegenüber sass, jedoch nicht beachtet wurde, wurde es zu bunt. Er stand auf, ging hinüber zu Draco und riss das Buch aus seinen Händen.

„Was ist los mit dir?", wollte Blaise von seinem besten Freund wissen.

„Gib mir mein Buch zurück, Blaise.", antwortete Draco leicht genervt.

„Warum sollte ich das tun, da du es ja eh nicht liest. Also nochmal, was ist los mit dir?", Blaise blieb hartnäckig.

„Lass mir doch einfach meine Ruhe, okay!", sagte er.

„Ist es wegen dem kleinen Bücherwurm?", fragte Blaise und an Dracos Reaktion, der sich abrupt aufsetzte, sah er, dass er genau ins schwarze getroffen hatte.

„So ein Unsinn.", wich Draco aus und setzte wieder seine undurchdringbare Maske auf, die ihm für einen Augenblick entglitten war.

„Naja, für ein Schlammblut hat sie ne recht ansehnliche Figur. Ich finde sie zwar nicht direkt hübsch, aber irgendwie niedlich. Von der Bettkante würde ich sie nicht schubsen.", redete Blaise ungerührt weiter.

„Weißt du eigentlich was für einen Scheiss du manchmal redest!", mit diesen Worten war Draco aufgestanden und verließ den Gemeinschaftsraum.

Innerlich verfluchte sich Draco aber, dass er so leicht zu durchschauen war. Nur sich selbst gestand er ein, dass in Grangers Kuss mehr als nur verwirrt hatte.

Draco war nach draussen gegangen, er brauchte dringend etwas frische Luft um einen klaren Kopf zu bekommen. Tief in Gedanken versunken schlenderte er hinunter zum See, bemerkte im ersten Augenblick nicht die zierliche Gestalt, die sich an die alte, morsche Eiche gelehnt hatte. Er kam bis auf knapp zehn Meter an sie ran, ohne auch von ihr wahr genommen zu werden, als er sie bemerkte.

„Granger.", zischte er leise. Er verringerte den Abstand zu ihr und blieb direkt vor Hermine stehen. Erschrocken sah diese auf.

„Ich denke, wir sollten reden, Granger.", sagte Draco trocken.

Okay, auch diesmal ist es nicht besonders lang, aber das kommt noch. Ich persönlich finde es am Anfang immer am schwersten, doch läuft die Geschichte ersteinmal, dann geht es auch mit der Länge der Kapitel einfacher.

Hoffe es gefällt euch und ihr hinterlasst mir ein kleines Review.

Eure

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