Story Chapter 2

Ich öffnete die Augen und wurde von der Sonne, die von draußen in mein Zimmer schien geweckt. Ich setzte mich auf und streckte mich erst mal richtig, bevor ich aufstand und mich für die nächsten Missionen fertig machte. Als ich aus dem Haus ging, kam mir auch schon Naruto entgegen. Er sah so aus als wollte er mir etwas wichtiges sagen, deshalb redete ich ihn an. "Hi Naruto! Willst du mir etwas sagen?", fragte ich neugierig. "Gut, dass du fragst, Sakura! Wir haben eine nette Mission bekommen, die dir sicher gefallen wird: Wir wurden wieder damit beauftragt, Sasuke zu suchen! Wie findest du das?", erzählte er mir aufgeregt. "Ja, ist toll. Ich freue mich. Wird sicher interessant.", sagte ich etwas nervös. "Sakura, alles in Ordnung?", fragte Naruto besorgt. Sasuke mochte es sicher nicht, wenn ich den Auftrag hätte, ihn zu suchen. Er könnte dann meinen, dass ich ihn verfolgen würde. Ich lachte einmal nervös und sagte, dass alles okay sei. Naruto glaubte mir sofort und wir gingen zu Tsunade. Dort wurden wir dann auch von Kakashi, Yamato, Kiba, Hinata und Shino erwartet. Man erklärte uns schnell, wo wir suchen müssten und dann liefen wir auch schon los.

Wir hatten uns gerade getrennt um mehr Informationen über den Standort von Itachi herauszufinden. Ich lief schnell durch den Wald und blieb auf einem Baum stehen als ich die Anwesenheit von jemanden spürte. "Was wollt ihr?", fragte ich genervt. Und da entdeckte ich die zwei Personen, die diese Akatsuki Mäntel anhatte, wie Itachi einen hatte. Das konnte also noch interessant werden.

Wir trennten auch unsere Gruppe und wurden so aufgeteilt, dass ich Pakkun mit mir hatte. Pakkun hatte eine heiße Fährte gefunden und wir liefen durch die Stadt um nach Sasuke Ausschau zu halten. Doch ich entdeckte ihn nirgends... Wo war er bloß? Und wenn er hier war, dann sollte er sich besser verstecken, denn die anderen wollten ihn unbedingt wieder in Konoha haben. Doch ich wollte vor ihm nicht als Petze oder so was gelten. Wenn er immer auf Besuch kam, wenn er gerade Zeit hatte, reichte mir das mehr als genug. "Ich rieche etwas! Er muss hier ganz in der Nähe sein!", sagte Pakkun leise und ich sah sofort runter zu ihm. "Er ist hier?", fragte ich unsicher. "Ja, siehst du ihn?", fragte er und ich schaute um mich, doch ich entdeckte ihn nicht. "Nein, ich sehe nichts. Lauter unbekannte Leute, die ich noch nie gesehen habe.", sagte ich etwas enttäuscht. Ein Mädchen mit Brille lief an uns vorbei, die sich über irgendetwas freute und dann sagte auch schon Pakkun, dass er die Fährte verloren hätte. Dann hörte ich plötzlich eine Explosion von weiter weg und alle Köpfe von den Leuten drehten sich in ihre Richtung. "Ich schaue nach, was da los ist und du berichtest den anderen das Neueste. Folgt mir nicht. Ich werde schon alleine damit klarkommen.", sagte ich zu Pakkun entschlossen. "Na gut. Aber überschätze dich nicht!", warnte mich Pakkun und verschwand in einer Rauchwolke. Ich lief so schnell ich konnte zu dem Explosionsort. Hoffentlich war niemand verletzt.

Da hatte ich aber noch Glück gehabt, dass ich mich mit meinem Beschwörungsjutsu retten konnte, sonst wäre ich nun tot. Mein Gegner war nun endlich komplett explodiert und tot. Sein Kollege war derweil abgehauen, was mich eigentlich nicht so wunderte. Ich hatte mein komplettes Chakra aufgebraucht und war schwer verletzt. Hoffentlich überlebte ich das ganze noch, sonst könnte ich nicht mehr Itachi töten. Ich flog auf den Boden und verlor mein Bewusstsein.

Als ich an dem Unfallort ankam, entdeckte ich erst mal nichts, da der Rauch noch nicht ganz verzogen war. Ich entdeckte jemanden, der am Boden lag und rannte sofort auf diesen zu. Ich kniete mich neben ihn und drehte ihn um. "Sasuke?!", murmelte ich geschockt und starrte auf seine Wunden. Ich fing mich schnell wieder ein und begann seinen Puls zu messen. Unregelmäßig... Verdammt, wenn ich nichts machte, dann starb er vielleicht! Ich heilte schnell seine lebensbedrohlichen Wunden und verband die kleineren mit einem Verband aus meiner Tasche. Als ich fertig war und sein Puls auch wieder normal war, seufzte ich erleichtert und legte seinen Kopf auf meinen Schoß. Ich sah auf sein Gesicht und strich ihm über die Wange. Er sah echt süß aus, wenn er schlief... Ich wollte nur noch warten bis er aufwachte und dann wäre es am besten, wenn ich abhauen würde. Er öffnete langsam die Augen und sah mich schwach an. "Hi...", sagte ich leise. "Wieso weinst du?", murmelte Sasuke müde. Ich wischte mir sofort meine Tränen mit meiner Handfläche weg und lächelte ihn an. Er lachte kurz und leise und versuchte sich aufzusetzen. "Du darfst noch nicht aufstehen! Ruh dich erst mal aus!", rief ich besorgt. "Ich bin schon ausgeruht.", sagte er schwach und sah mich an.

"Danke...", murmelte ich und wollte aufstehen, doch mein Körper spielte irgendwie nicht mit. "Bleib doch liegen!", befahl mir Sakura und nahm meinen Arm. "Ich kann nicht hier liegen bleiben. Wenn schon brauche ich eine Unterkunft und ein Bett.", lachte ich. "Äh... Ich... Ich bring dich einfach zu mir!", sagte Sakura mit knallrotem Kopf. "Dass mich dann halb Konoha bei dir zuhause besuchen geht? Nein danke. Meine Leute sind sowieso hier irgendwo in der Nähe. Die werden schon etwas für mich finden.", sagte ich schwach und schaffte es endlich aufzustehen. Sakura sprang neben mir auf und wollte mich stützen. "Ich möchte dir helfen! Ich bringe dich jetzt zu mir.", sagte sie entschlossen und sie legte meinen Arm um ihre Schultern. "Du bist immer noch so stur wie früher...", seufzte ich. "Ich muss aber nur noch rausfinden, wie ich dich an Naruto und den anderen vorbeischmuggle...", sagte Sakura nachdenklich. "Ich habe noch ein wenig Chakra für eine Verwandlung. Du kannst ja einfach sagen, dass ich ein Verletzter wäre, denn du zuhause pflegen müsstest.", grinste ich und sie wurde wieder rot. "Ja, das können wir so machen. In wen wirst du dich denn verwandeln?", fragte Sakura neugierig. "In den hier.", sagte ich und verwandelte mich sofort. "Das könnte man dir abkaufen... Okay, lass uns losgehen.", sagte Sakura und wir gingen zu den anderen aus ihrer Gruppe.

"Was ist bei dieser Explosion passiert? War da auch Sasuke?", fragte Naruto sofort als ich mit Sasuke ankam. "Der da ist irgendwie in die Explosion gekommen. Und nein, Sasuke war nicht dort.", seufzte ich genervt. "Wen hast du denn da dabei?", fragte Kakashi und zeigte auf Sasuke. "Ein Verletzter! Er sagte, er müsse nach Konoha und sei auf dem Weg hierher eben in die Explosion gekommen. Ich dachte mir, wir können ihn dann gleich auch mitnehmen.", sagte ich unschuldig und Sasuke lachte leise. "Was ist denn so witzig?", fragte Naruto etwas beleidigt. "Lasst uns zurückgehen!", sagte ich schnell und wir liefen nach Konoha. Ungefähr auf der Hälfte des Weges, wurden Kiba und Akamaru unruhig und sagten, dass sich jemand ziemlich schnell näherte. "Mein Team. Sie suchen mich.", flüsterte Sasuke mir zu und ich sah ihn geschockt an. "Mein Team hat doch mehr drauf als ich gedacht hatte.", lachte er leise und ich sah nach hinten. "Was macht ihr mit ihm!", schrie ein Mädchen laut und war plötzlich neben mir. Sasuke nahm den Arm von mir und blieb stehen. Ich konnte erst einen Ast weiter vorn bremsen und sah ihn überrascht an.

"Tut mir leid, ich muss schon gehen. War nett mit euch.", grinste ich und verwandelte mich zurück. "Sasuke?!", riefen alle geschockt. Neben mir und Karin erschienen nun auch Suigetsu und Juugo, die mich auch angrinsten. "Deine alten Freunde? Wie süß.", sagte Suigetsu lachend und nahm sein Schwert vom Rücken. "Ich bezweifle, dass wir jetzt noch kämpfen. Aber wenn du willst, kannst du ruhig.", lachte ich und Naruto sah mich sauer an.

"Sakura, hast du gewusst, dass das Sasuke war?", fragte Kakashi ernst neben mir. Ich starrte weiter nur auf Sasuke, der mich angrinste. "Sakura?", sagte Kakashi wieder. Sasuke sah mich erwartungsvoll an und nickte dann. Ich drehte den Kopf zu Kakashi und sah ihn an. "Ja.", sagte ich leise und starrte auf den Boden. "Braves Mädchen.", lachte Sasuke und war plötzlich neben mir. Er legte einen Arm um mich und lachte wieder. "Ich glaube, wir können uns in nächster Zeit nicht mehr sehen, denn wir beide haben nun beide Ärger.", flüsterte er in mein Ohr und ich wurde wieder rot. Er seufzte einmal und küsste meine Wange. "Tschau.", sagte er leise und verschwand wieder mit seinem Team. Alle starrten mich geschockt an und ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte.

Okay, vielleicht war das jetzt ein Fehler meine Tarnung aufgegeben zu haben, doch hätte ich es nicht getan, dann hätte sicher ein Kampf stattgefunden und das wollte ich nicht, da ich überhaupt kein Chakra mehr hatte. Es tut mir leid, Sakura... Aber es war das beste für uns alle, dass ich nicht mitgegangen bin... Ich hoffe, sie ist mir nicht böse deswegen.

"Ich kann das erklären!", rief ich verzweifelt. "Sakura, es tut mir leid, aber ich muss dich für die nächsten Missionen suspendieren.", erklärte mir Tsunade als wir wieder in Konoha waren. "Nein! Ich möchte auch auf die Missionen gehen! Ich kann doch nicht nur hier in Konoha sitzen und zusehen, wie ihr alle die Arbeit macht!", sagte ich aufgebracht. "Tut mir wirklich leid, aber du hast unser Vertrauen missbraucht. Und ich muss dir eine gerechte Strafe geben. Du hast Glück, dass ich dich gut kenne, sonst hättest du vielleicht etwas schlimmeres bekommen.", erklärte Tsunade mir weiter. "Na gut... Es ist doch nicht für ewig, oder?", fragte ich neugierig. "Nein, nur bis wir dir wieder vertrauen können.", sagte sie und ich ging nachhause um mich von der Mission auszuruhen. Vor der Hokagevilla wartete auch schon Naruto und fragte neugierig, was sie gesagt hatte. Ich erklärte ihm, dass ich von den Missionen in nächster Zeit suspendiert wurde und er stimmte Tsunade zu, dass es mich schlimmer erwischen hätte können. "Du bist mir aber eine große Hilfe...", seufzte ich und schlenderte langsam nach Hause. "Hey Sakura! Warte noch!", rief mir Naruto nach. "Was ist denn?", fragte ich genervt. "Eine Frage hätte ich noch: Hab ich mir das nur eingebildet oder hat dich Sasuke wirklich auf die Backe geküsst?", fragte er neugierig. Ich lief knallrot an und schlug ihm auf den Kopf. "Das geht dich gar nichts an!", rief ich sauer und ging weiter. "Au... Nein, sag jetzt echt! Hast du auch nicht gewusst, dass er es war?", fragte er weiter. "Doch, ich habe es gewusst, zum tausendsten Mal...", seufzte ich gestresst. "Aber hat er dich jetzt geküsst oder nicht?!", fragte Naruto immer noch extrem neugierig. "Hör auf damit!", rief ich und hielt mir die Ohren zu. "Erst wenn du es mir sagst!", rief er mir nach als ich in die nächste Abzweigung einbog. "Wenn du unbedingt willst: Ja, er hat mich auf die Wange geküsst. Bist du jetzt zufrieden?", fragte ich genervt. Naruto rannte zu mir und grinste mich blöd an. "Was?", fragte ich verwirrt. "Seid ihr also ein Paar?", kicherte er wie ein Grundschüler. "Das geht dich überhaupt nichts an, Trottel!", sagte ich und ging schneller. "Jetzt sag schon! Wir könnten das gebrauchen!", sagte er hektisch. "Für was brauchen?", fragte ich verwirrt. "Für eine Suchmission! Wir könnten ihn so herlocken!", schlug er vor. "Er kommt deswegen sicher nicht. Er hat gesagt, er kommt nur wenn er Zeit hat. Und wenn er Itachi endlich getötet hat, dann bleibt er angeblich hier bei mir.", sagte ich etwas enttäuscht. "Aha! Ihr seid also ein Paar! Ich wusste es doch!", rief Naruto und ich hielt ihm sofort den Mund zu. "Es sollte aber nicht gleich ganz Konoha wissen. Eigentlich sollte es niemand wissen und das heißt, du auch nicht!", flüsterte ich ihm zu und sah ihn böse an. "Okay, okay. Aber wann hast du ihn bitte getroffen?", fragte Naruto als ich seinen Mund losließ. "Kannst du dich noch an diesen Ball erinnern? Da war er eben auch. Und zufälligerweise haben wir da zusammen getanzt.", sagte ich und wurde wieder leicht rot. "Er ist mir gar nicht aufgefallen... Aber ich habe mitgekriegt, dass du mit jemanden getanzt hast...", sagte er nachdenklich. "Jetzt aber mal zu dir: Was läuft da zwischen dir und Hinata?", grinste ich überlegen. "Nichts, was soll da sein.", sagte Naruto schnell und wurde leicht rot. "Wenn du das so sagst...", kicherte ich.

"Dieses Mädchen hat dich gut geheilt. Sie hat wirklich Talent.", sagte Karin als sie mir einen Erste Hilfe Koffer übergab. "Ja, könnte sein...", murmelte ich gleichgültig und suchte nach einem Verband um den alten auszuwechseln. "Soll ich dir helfen?", fragte Karin. "Nein, du kannst gehen.", sagte ich immer noch gedankenverloren. Sie stand auf und ging aus dem Zimmer. Komisch, normalerweise hängt sie immer wie eine Klette an mir. Auch besser wenn sie sich es nun abgewöhnt. Ich nahm die alten Verbände ab und band die neuen um. Sich zu bewegen tat noch ziemlich weh, aber es war auszuhalten. Karin hatte recht: Sakura hatte wirklich Talent im heilen... Das könnte mir eigentlich weiterhelfen... Vielleicht entführe ich sie kurz aus Konoha für den Kampf gegen Itachi?

Zu Hause angekommen warf ich mich auf meine Couch und seufzte laut. Es war wirklich ein stressiger Tag gewesen. Doch nun war er endlich vorbei... Ich frage mich, was Sasuke gerade tut? Wahrscheinlich schmiedete er Pläne für die Attacke auf Itachi, so wie ich ihn kannte. Wieso wollte er eigentlich Rache nehmen? Okay, Itachi hatte seinen Clan getötet, doch sein ganzes Leben nur dem einen Ziel nachzurennen war für mich nicht nachvollziehbar. Ich drehte mich auf den Bauch um und drückte mein Gesicht in das Couchpolster. Was ist wenn ihm seine Rache wichtiger ist als ich? Dachte er wirklich, dass ich ewig auf ihn warten werde? Wir haben schon drei Jahre auf ihn gewartet und das war schon zu viel. Ich wollte nur noch mit ihm zusammen sein, egal was ist. Wenn es sein musste, helfe ich ihm auch bei seiner Rache. Jemanden um den Clan wiederherzustellen hat er ja gefunden. Bei dem Gedanken wurde ich knallrot und schlug ihn mir sofort aus dem Kopf. Aber wir müssten dann sowieso noch ein paar Jahre warten bis ich Kinder kriege. Ich stellte mir vor, wie unsere Kinder aussehen würden und lachte kurz als das Bild fertig war. Es wären auf jeden Fall wunderschöne Kinder... Wenn es überhaupt soweit kommen konnte. Ich stand von der Couch auf und ging duschen. Was ist eigentlich, wenn Sasuke den Kampf gegen Itachi nicht überlebte? Wäre ich dann wieder alleine? Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Dieser Gedanke machte mir Angst. Ich wollte ihn noch so gerne sehen, bevor er zu Itachi ging. Ich vermisste ihn irgendwie jetzt schon...

Als ich mich zum schlafen hinlegte, dachte ich noch mal über Sakura nach. Wäre es leichter Itachi zu töten, wenn ich noch jemanden bei mir habe, der mich heilen konnte, wenn ich verletzt war? Doch was wäre wenn sie sich verletzen würde? Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn dies geschehen würde... Es ist viel zu gefährlich für sie, wenn ich sie mitnehme. Also muss sie doch zuhause bleiben. Mir auch recht... Ich werde das schon irgendwie alleine schaffen! Aber es wäre trotzdem besser, wenn ich auch mehr auf Sakura achten würde, sonst verlässt sie mich noch deswegen. Könnte ich sie nicht jetzt mal kurz besuchen? Es muss ja niemand von den anderen wissen. Und so fit wäre ich auch noch, dass ich ein wenig laufen könnte. Doch was ist, wenn sie sauer auf mich ist, weil ich den Plan nicht befolgt hatte? Am besten konnte ich es herausfinden, wenn ich kurz sie besuche. Aber ich muss wieder zurück sein bis die Sonne wieder aufgeht, sonst passiert dasselbe wie heute... Ich seufzte einmal leise und stand auf. Ich öffnete das Fenster des Raumes und stieg langsam und leise heraus. Dann machte ich mich auf den schnellsten Weg wie möglich nach Konoha.

Ich ließ mir im Bad Zeit und vertrödelte einige Minuten bis ich wieder rauskam. Ich hatte mir mein Handtuch um den Körper gebunden und suchte gerade nach frischen Anziehsachen als ich ein Geräusch von draußen hörte. Es hörte sich so an als öffnete jemand ein Fenster... War das etwa ein Spanner?! Wenn ich den erwische, dann kann er sich wünschen, dass er niemals geboren wurde!! Ich tat weiter so als ob ich mir was aus der Kommode etwas suchen würde als ich hörte, dass der Spanner zu mir ins Zimmer kam. Ich wartete ab bis er hinter mir stand damit ich ihm genau eine ins Gesicht verpassen konnte und ihn K.O. schlagen konnte. Und als er hinter mir stand, drehte ich mich um und schlug nach vorne, doch der Spanner wich geschickt meiner Faust aus. Ich versuchte ihm in den Magen zu schlagen, doch er hielt meine Hand fest, kurz bevor diese ihn erreichen konnte. Er nahm auch meinen anderen Arm in seine Hand und zog mich zu ihm. "Hast du mich nicht vermisst?", hörte ich eine bekannte Stimme lachen. "Sasuke? Was tust du denn hier?!", fragte ich überrascht und lief rot an. "Dich besuchen, was sonst?", lachte er wieder und ließ mich los. Erst jetzt konnte ich ihn genauer erkennen und sah, dass er seine Kampfausrüstung gar nicht bei sich hatte. "Wo ist dein Schwert?", fragte ich und schaute auf seinen Rücken. "Bei den anderen. Aber ich könnte dich auch so was fragen: Wieso hast du nichts außer ein Handtuch an?", grinste er breit und zeigte mit dem Finger auf mein Handtuch. Wieder lief ich knallrot an und drehte mich von ihm weg. "Ich war gerade duschen.", sagte ich schnell und holte mir was aus der Kommode. "Warte hier kurz. Ich zieh mir schnell was richtiges an.", sagte ich immer noch mit rotem Kopf und rannte aus dem Zimmer ins Bad.

Ich sah ihr kurz nach, wie sie wegrannte und seufzte laut. Mich hätte es nicht gestört, wenn sie das so gelassen hätte, aber so ist sie halt... Ich drehte mich um und begutachtete das Zimmer. Es war wohl ihr Schlafzimmer. Ich ging zum Bett und setzte mich drauf. Auf ihrem Nachtkästchen stand das alte Bild von unserem Team 7. Ich nahm es und sah es an. Das waren noch die guten alten Zeiten... "Ist schon lang her, oder?", hörte ich Sakura sagen und ich schaute hoch. Sie hatte sich etwas ganz normales angezogen und setzte sich neben mich. Sie war immer noch leicht rot als sie mir das Bild aus der Hand nahm. "Glaubst du, wir könnten wieder so leben, wenn du nach Konoha zurück kommen würdest?", fragte sie etwas traurig. Zuerst schwieg ich, dann zuckte ich mit den Schultern. Sakura starrte traurig auf das Bild und schien über irgendetwas nachzudenken, was sie fast zum weinen brachte. "Was ist los?", fragte ich vorsichtig. "Nichts...", murmelte sie und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. "Ich sehe doch, dass was nicht stimmt. Also was ist los?", fragte ich wieder. Sie sah mich an und lächelte gezwungen. Sie tat mir leid, obwohl ich nicht wusste was los war. Ich umarmte sie und drückte sie fest an mich. Ich mochte es nicht, wenn sie traurig war. Es machte mich selber irgendwie traurig, was mir eigentlich völlig neu war. Sprach man also dann von Liebe?

Ich drückte mein Gesicht an seine Brust und konnte ein Schluchzen nicht unterdrücken. "Was ist jetzt los?", fragte er wieder und ließ mich los. "Ich vermisse nur die alten Zeiten als alles noch okay war...", sagte ich mit zittriger Stimme. "Jetzt ist doch auch alles okay, so wie es ist.", sagte er mitfühlend. "Ich bin schon zufrieden, aber..." Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. "Also ich finde es jetzt so besser als früher.", sagte er nicht gerade von mir überzeugt. "Wieso?", fragte ich etwas ungläubig. "Früher war ich nicht mit dir zusammen, was ich irgendwie bereue.", sagte er und ich merkte, dass er leicht rot wurde. Er konnte ja richtig süß sein! Diese Seite an ihm kannte ich noch gar nicht, deshalb überraschte mich diese Aussage etwas. Als Dankeschön, dass er so süß war, schlang ich meine Arme um seinen Hals. "Ich muss dir irgendwie zustimmen. Jetzt ist es viel besser als früher.", kicherte ich. "Ich finde dein Lachen so wunderschön.", murmelte er und legte seine Hand auf meine Wange. Ich wurde wieder rot und brachte nur ein leises 'Danke' von mir. Ich ließ seinen Hals los und starrte auf die Bettdecke, da ich mich schämte, dass ich rot wurde. Er legte auch seine zweite Hand auf meine Wange und zwang mich so ihm in die Augen zu sehen. "Ich liebe dich...", flüsterte er tonlos und zog meinen Kopf zu seinem. "Ich dich auch...", murmelte ich und schloss die Augen. Er fing an mich leidenschaftlich zu küssen und ich erwiderte den Kuss. Er drückte mich zurück aufs Bett und legte eine Hand an meine Hüfte. Ich legte meine Hände auf seine Brust und rutschte etwas mehr aufs Bett.

Gerade als meine Hand unter ihren Rock wanderte, hielt sie meine Hand mit ihrer fest und drückte sie weg. "Sasuke... Warte...", sagte sie etwas außer Atem und ich hörte sofort auf sie zu küssen. "Was ist?", fragte ich verwirrt und stützte mich mit einem Arm über sie. "Es ist nur... Ich bin noch nicht soweit...", murmelte sie und ihr Gesicht wurde wieder rot. "Für was?", fragte ich immer noch verwirrt. "Na ja... Wo deine Hand... hingewandert ist...", murmelte sie und schaute weg. "Ach so... Okay...", sagte ich überrascht und setzte mich wieder gerade auf. "Du kannst mich ruhig wieder küssen! Ich will nur, dass du deine Hände bei dir behältst!", sagte sie schnell und sah mich wieder an. "Okay...", sagte ich wieder etwas überrascht und fing wieder an sie zu küssen. Doch das ging auch nicht lange, denn sie drückte mich sanft weg. "Warte...", murmelte sie wieder. "Was denn?", fragte ich etwas genervt. "Ich habe kein gutes Gefühl dabei...", flüsterte sie verlegen. Ich seufzte einmal genervt und setzte mich wieder gerade auf. "Okay, dann eben nicht...", sagte ich beleidigt und stand auf. "Sasuke! Was hast du vor?", rief Sakura geschockt und setzte sich auch auf. "Ich werde gehen. Was ist das Problem dabei?", fragte ich noch verwirrter. Sie konnte manchmal echt nerven... Doch deshalb liebte ich sie auch. "Bitte geh nicht. Bleib hier... Nur noch bis morgen...", flüsterte sie fast unhörbar. "Und wo soll ich schlafen, wenn ich dich ja kaum berühren darf?", fragte ich genervt. "Äh... Ich hätte eine Couch!", schlug sie vor. Ich seufzte einmal und setzte mich wieder zu ihr aufs Bett. "Die ist aber so ungemütlich. Kann ich nicht...?", murmelte ich und strich mit der Hand auf der Bettdecke herum. "Nur wenn du mir versprichst, nichts unanständiges zu tun, okay?", schlug sie vor und ich war zufrieden mit der Abmachung. "Danke.", sagte ich glücklich und küsste sie flüchtig.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte und Sasuke neben mir schlafen sah, konnte ich mir kein Lächeln verkneifen. Er sah so friedlich aus, wenn er schlief. Ich befreite mich aus seinen Armen und stand auf. Ich streckte mich einmal und suchte mir meine Alltagskleidung raus. Ich verschwand ins Bad und als ich wieder rauskam, schlief Sasuke immer noch. Ich küsste seine Wange und ging aus dem Zimmer. In der Küche frühstückte ich erst mal und beschloss etwas spazieren zu gehen. Ich schreib Sasuke einen Brief und legte ihn neben dem Bett auf mein Nachtkästchen, sodass er ihn nicht übersehen konnte. Ich verließ die Wohnung und lief langsam durch die noch leeren Straßen von Konoha. Es wunderte mich nicht, dass niemand da war, denn es war gerade mal acht Uhr. Die frische Luft tat richtig gut in den Lungen und ich nahm mir eine große Spazierrunde vor.

Ich drehte mich einmal im Bett und öffnete die Augen. "Sakura?", murmelte ich verschlafen und sah neben mich. Sie war nicht da. Dann entdecket ich ein kleines rosa Zettelchen auf dem Nachttisch, setzte mich auf und las nach, was oben stand. "Guten Morgen, Sasuke. Du kannst etwas frühstücken, wenn du willst. Alles was du brauchst steht in der Küche. Du kannst dich auch duschen gehen, wenn du möchtest. In Liebe, Sakura...", las ich den Brief laut vor. Ich seufzte einmal und lies mich wieder nach hinten aufs Bett fallen. Ich könnte ruhig noch ein wenig länger schlafen, denn ich war total kaputt. Doch der Hunger plagte mich und ich machte mich auf den Weg in die Küche um etwas zu essen. Als ich endlich satt war, setzte ich mich auf die Couch und fragte mich, was ich als nächstes tun sollte. Ich lehnte mich zurück und starrte auf die Decke. Nach einigen Minuten klopfte es an der Tür und ich ging zu ihr um zu sehen, wer es war. Ich öffnete die Tür ohne groß nachzudenken - ich war eindeutig noch zu müde um richtig denken zu können - und sah Naruto vor der Tür, der mich überrascht anstarrte. "Sasuke?", murmelte er geschockt. "Was?", fragte ich hundemüde. "Was machst du denn hier? Wo ist Sakura?", fragte er schnell und sah hinter mich. "Nicht da...", gähnte ich. "Was ist denn los mit dir? Du schläfst ja fast schon wieder im Stehen ein!", grinste Naruto und drängte sich an mir vorbei in die Wohnung. "Was willst du?", fragte ich genervt und schloss die Haustüre. "Eigentlich wollte ich nur Sakura wegen einer Mission holen, aber dass ich dich hier finde, ist echt eine Überraschung!", lachte er glücklich und knallte sich auf die Couch. "Sakura hat schon erzählt, dass du mit ihr zusammen bist, aber ich habe ihr ehrlich gesagt nicht geglaubt!", grinste Naruto und ich wurde sofort hellwach. "Wem hat sie es noch erzählt?!", fragte ich ernst. "Hm... Keine Ahnung, wieso?", fragte er verwirrt. "Erwartet sie etwa, dass ich hier bleibe?", fragte ich weiter. "Keine Ahnung. Wieso fragst du mich so was?" Er starrte mich verständnislos an und ich bekam fast einen Anfall. Ich musste hier verschwinden, bevor mich noch jemand hier fand. Ich rannte in Sakuras Zimmer und schnappte mir meine Sachen. Ich rannte sofort wieder raus und wäre fast mit Naruto zusammengeknallt, der sich vor der Wohnungstüre breit machte. "Was ist? Wohin willst du?", fragte er ernst. "Lass mich durch, Vollidiot!", sagte ich sauer. "Du bleibst hier, damit das klar ist. Jetzt bist du schon in Konoha, dann kannst du auch hier bleiben!", rief er sauer. "Lass. Mich. Durch.", sagte ich stocksauer. "Nein.", sagte Naruto entschlossen. "Okay, wenn du es unbedingt so haben willst...", murmelte ich sauer und aktivierte mein Sharingan.