Hallo,

Hier ist das zweite Kapitel von Living Arrangements auf Deutsch.

Ich suche dringend noch eine Beta-Leserin für diese Geschichte und eventuell auch für meine nächste eigene Geschichte. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden.

Ich freue mich über Reviews…:-D

Jisabella


Kapitel 2 Kontrolle

Edward PoV

Ich war froh, dass ich mich entschlossen hatte den Club früh zu verlassen. Ich musste noch viel sortieren und ordnen um mich in meiner neuen Wohnung wohl zu fühlen. Ich hatte eine großzügige 2-Zimmer Wohnung gekauft nicht weit von Alice's Wohnung entfernt, damit ich jemanden in der Nähe kannte.

Ich bin von Alaska, wo der Rest meiner Familie war, hier hin gezogen. Mir wurde ein Job bei einer Firma in Seattle angeboten, womit ich endlich meinen Abschluss dazu nutzen konnte mehr als vier Leuten im Quartal zu helfen. Ich musste aus der Kleinstadt raus. Sicher, es war alles viel teurer und bevölkerter, aber ich mochte das. Ich mochte den Nervenkitzel irgendwo neu zu sein.

Ein weiterer Pluspunkt für Seattle war, dass ich weit weg von Tanya war. Wir hatten unsere zwei jährige Beziehung beendet nachdem ich sie mit meinem Boss, Marcus, vorgefunden hatte. Ich habe sie, genau wie meine Familie und meinen Job, in Alaska zurück gelassen. Ich brauchte einen Neuanfang.

Sehr zu meiner Bestürztheit, nahm Alice das als Zeichen, dass ich eine neue Beziehung suchte. Ich hatte sie von ihrer Freundin Bella sprechen hören seit sie mit der Uni vor sechs Jahren angefangen hatte. Bella war sogar vor einigen Jahren für Weihnachten in Alaska gewesen, aber ich war zu sehr mit meiner Arbeit beschäftigt, als dass ich es nach Hause geschafft hätte. Ich musste diese Person noch treffen von der Alice mir über die Jahre so viel erzählt hatte.

Obwohl ich daran interessiert war Bella zu treffen, alleine schon aus Neugier, mochte ich die Idee nicht mit ihr eine Beziehung anzufangen, speziell mit Alice's bester Freundin. Das konnte ich nicht ruinieren. Alice war die einzige Familie in der Nähe und ich sorgte mich um sie wie jeder große Bruder das machen würde. Im Club hatte ich Jasper getroffen, ihre momentane Liebelei und ich hoffte wirklich, dass er bleiben würde. Sie schienen vernarrt ineinander und Alice schien glücklicher als ich sie je gesehen hatte.

Als ich dabei war einige meiner Bücher von Kisten in das Bücherregal zu stellen, klingelte mein Telefon. Ich hoffte es wären die Leute die mein Klavier liefern sollten, aber stattdessen war es Alice.

„Ich dachte du bist nach Hause gegangen" begrüßte ich sie, weil ich dachte sie wäre noch im Club. Ich hörte Hintergrundsgeräusche, also dachte ich sie wäre beschäftigt.

„Edward, es was passiert." Ihre Stimme war zittrig. Sie war ruhig, aber ich konnte hören, dass sie angespannt war.

„Alice, bist du okay?"

„Ja, wir sind okay, aber als ich nach Haus kam, stand unsere Wohnung in Flammen."

„Ach du Scheiße" Ich schnappte nach Luft „Seid ihr verletzt? Wo seit ihr momentan?"

„Ich bin okay, Edward. Bleib ruhig. Bella und ich konnten raus kommen, aber unsere Wohnung ist im Eimer und wir werden ungefähr drei Monate nicht einziehen können."

„Bleibt wo ihr seid. Ich komme und hol euch ab." Forderte ich sie auf

„Es würde dir doch keine Probleme bereiten uns bei dir zu haben, oder? Ich weiß du lebst dich gerade erst ein. Ist genug Platz da?"

„Sei nicht dumm, Schwesterlein" schimpfte ich während ich nach meiner Jacke griff „In fünf Minuten bin ich da"

Als ich bei Alice's Wohnung ankam, sah ich die Menschenmasse, sowie ein Feuerwehrauto. Ich sprang sofort aus meinem Auto und rannte auf den Feuerwehrwagen zu, wo ich sicher war, Alice in einer Decke eingewickelt zu sehen. Als sie mich erblickte rannte sie auf mich zu und schlang ihre Arme um meinen Nacken

„Gott sei dank bist du hier" flüsterte sie als sie anfing zu zittern „Ich bin so ausgeflippt"

„Du bist okay, oder?" fragte ich besorgt

„Mir geht's gut"

„Was ist mit deiner Freundin? Ist sie okay?"

„Sie ist sehr durcheinander. Sie denkt, dass es ihre Schuld war, dass die Wohnung gebrannt hat, aber der Feuerwehrmann hat bestätigt, dass es an der falschen Verkabelung in der Mikrowelle gelegen hat. Es hätte jedem von uns passieren können."

„Das ist schlecht. Wo ist sie? Wenn alles hier fertig ist, können wir gehen. Ich bin sicher, ihr beide seid sehr müde."

„Ja ich such sie mal. Ich glaube sie hat mit dem Versicherungstypen gesprochen. Ich bin gleich wieder da."

Einige Sekunden später kam Alice mit der schönsten Frau die ich je gesehen hatte wieder, sie hatte ihren Arm um sie gelegt. Sie hatte dunkel braunes Haar, welches in einem Zopf war. Ihre Augen waren voller Sorge und Entschuldigung. Ihre weiße Haut leuchtete, obwohl es dunkel draußen war. Ich wollte nichts mehr, als sie in meine Arme zu nehmen und sie zu beruhigen. Es war so als würde sie mich zu ihr ziehen, wie ein Magnet.

Als Alice sie zu mir brauchte, starrte sie mich mit großen Augen an und ihre Wagen wurden rot. Es brachte mich um, so nah war sie noch viel reizender. Sie hatte wunderschöne pinke Lippen und ihre braune Augen zogen mich noch mehr an.

„Bella, dass ist mein Bruder Edward. Edward, das ist Bella" stellte Alice uns einander vor.

Ich streckte meine Hand aus, welche sie dankbar entgegen nahm. Durch die Berührung unsere Hände fühlte ich Elektrizität. Ich erschrak über ihre kalten Fingerspitzen.

„Es so toll, dich endlich kennen zu lernen" brachte ich heraus. Ich lächelte sie an um ihr zu zeigen, dass es okay war „Ich wünschte nur, die Umstände wären besser gewesen…"

„Es freut mich auch" unterbrach sie „ Es tut mir so leid, dass ich euch das alles durch machen lassen. Wenn ich mich doch nur zusammen gerissen hätte und von anfang an mit euch gegangen wäre…"

„Dann hätte die nächste Person die die Mikrowelle benutzt hätte, das Feuer ausgelöst" entgegnete Alice

„Bella, das ist wirklich nicht deine Schuld" versicherte ich ihr. Sie so aufgebracht zu sehen, machte mich besorgt. Sanft legte ich meine Hand auf ihre Schulter, ich suchte nach einer Ausrede um sie anzufassen „Es ist okay" flüsterte ich.

Sie sah mir in die Augen als ob sie sich bei mir bedankte. Ich nickte verständnisvoll.

Als wir endlich gehen konnten, fuhr ich die Mädels zu meiner Wohnung. Der Feuerwehrmann sagte, dass wenn irgendwelche persönlichen Sachen gerettet werden könnten, könnten sie diese am nächsten Tag abholen. So wie ich Alice kannte, würde sie das als Ausrede für einen Shopping-Trip benutzen.

Ich brachte sie zu mir und zeigte ihnen die Zimmer. Ich hatte ein Extra Schlafzimmer, aber da war momentan nichts drin. Ich hatte noch nicht ausgepackt und das Bett für dieses Zimmer wurde noch nicht geliefert. Wir hatten noch nicht über die Schlafmöglichkeiten gesprochen, als Alice einen Anruf von Jasper erhielt.

Sie entschuldigte sich und ging auf den Balkon und lies Bella und mich alleine im Wohnzimmer. Sie betrachtete meine Buch Sammlung und ihre Lippen formten ein leichtes Lächeln. Sie las also gern.

„Du kannst dir jedes ausleihen, wenn du willst" bot ich ihr an als ich ihre Begeisterung sah.

„Danke" sie lächelte „ Du hast echt eine nette Sammlung. Ich sehe du hast viele Klassiker, viele davon sind meine Favouriten."

„Also, nimm was auch immer du möchtest. Hoffentlich wirst du dich hier bald zu hause fühlen."

Bella nickte und ich sah ihre Wagen auf diese reizende Art rot werden.

„Wofür ist dieser Platz?" fragte sie und zeigte auf eine Ecke des Raumes

„Oh, mein Klavier. Es sollte die Tage jetzt eintreffen."

„Du spielst?"

„Ja, tu ich. Ich spiele seit ich 8 bin."

„Also bist du ganz gut."

Ich zuckte mit den Schultern „Ich bin okay. Wenn das Klavier kommt, spiel ich mal für dich."

„Das würde mir gefallen." Sie nickte. Plötzlich wurden ihre Augen groß „Das nur, wenn das okay für dich ist" beendete sie ihren Satz

Ich lachte über ihre Schüchternheit. Wir verweilten eine Weile still. Es war seltsam, aber ich fühlte mich nicht unwohl. Ich könnte ewig hier stehen. Leider wurde unsere Stille von Alice unterbrochen

„Hey Leute" sagte sie als sie den Raum betrat. Sie sah Bella an und ich sah Schuld in ihrem Gesichtsausdruck „Ähm, Bella, würdest du mich hassen, wenn ich dich hier alleine lassen würde? Jasper macht sich Sorgen und hätte mich gerne bei ihm heute nacht"

Ich sah wie Bella nervös aussieht, aber ich wusste sie war zu nett um was zu sagen.

„Äh, das ist okay, Alice" sagte sie zögernd. „Ich verstehe, dass du heute bei Jasper sein musst."

„Ich danke dir so sehr, Bell" Alice entgegnete und umarmte sie fest „Du bist die Beste. Du kommst doch klar, oder?"

„Ja ich komm klar. Jetzt geh schon" Sie lachte

Alice schaute mich an „Pass gut auf sie auf, okay?"

Ich nickte als Alice ging. Ich fühlte mich schlecht für Bella. Sicher, Alice brauchte Jasper, aber wen hatte Bella?

Als Alice weg war, standen Bella und ich still im Wohnzimmer. Keiner von uns wusste so genau was zu sagen war.

„Tut mir leid wegen Alice" sagte ich leise „Das ist wahrscheinlich komisch für dich, nicht wahr?"

„Ein biscchen" gab sie zu „Aber wahrscheinlich ist es für dich schlimmer, eine Fremde in deiner Wohnung zu haben"

„Das ist in ordnung" Ich lächelte „Ich hab schon so viel über dich gehört, das gehörst du praktisch zur Familie"

„Danke, dass ist echt nett von dir."

„Kein Problem. Also, willst du dich jetzt was ausruhen, oder willst noch etwas abhängen?"

„Ich glaube nicht, dass ich heute nacht schlafen kann"

„Versteh ich. Das muss dich ja echt fertig gemacht haben. Willst du Kaffee?"

„Das wäre nett."

„Ich bin gleich wieder da." Sagte ich während ich in Richtung Küche ging. Weil ich erst vor zwei Wochen hier her gezogen war und mich an meinen neuen Job gewöhnt hatte, war wirklich vieles noch nicht ausgepackt. Glücklicherweise war meine Kaffeemaschine nicht eins davon.

Ich nahm zwei Tassen heraus und setze sie auf den Couchtisch.

„Hier, bitte sehr" sagte ich „ Ihr habt mich so paranoid gemacht, dass ich erstmal den Stecker meiner Kaffeemaschine gezogen habe"

Bella lachte „Das ist nicht witzige. Ich bin noch in der Genesung"

„Aber mal ernsthaft, wir sollten einen Fall gegen diese Firma einleiten. Wir wollen ja nicht, dass das noch jemandem passiert."

„Darüber hab ich schon nachgedacht. Alice und ich könnten das Geld gut gebrauchen. Es ist nur, wir müssen einen guten Anwalt finden, der uns nicht ausbeutet."

Ich lachte „ Du schaust ihn an. Ich kann den Fall am Montag morgen bei meiner Firma vorstellen."

„Also, lass uns mit Alice sprechen und dann können wir los legen. Hört sich für mich gut an"

„Perfekt." Ich nickte

„So. Du bist also eine Anwalt, was? Alice hat mir das nie erzählt."

„Das passt zu ihr, die wichtigen Informationen nicht zu erwähnen. Was ist mit dir? Was machst du um deine Rechnungen zu bezahlen?"

„Ich bin Journalistin. Also, eigentlich schreibe ich momentan nur ätzende Anzeigen , aber ich warte auf meine Beförderung"

So, sie war also eine Schriftstellerin. Das machte Sinn. Es schien so als würde sie ihre Wörter sehr sorgfältig auswählen.

„Das ist wunderbar" Ich lächelte „Zu schreiben muss ein interessanter Beruf sein"

„Das würde man denken" Sie rollte mit ihren Augen

Wir saßen da und redeten für Stunden. Ich erfuhr fast alles über sie. Sie erzählte mir von ihrer Familie, ihren Freunden, ihrer Karriere. Einige Male bemerkte sie, dass sie mal mit einem Typ namens Jake zusammen gelebt hatte, aber ich sah die Trauer in ihren Augen als sie es erzählte, also fragte ich nicht nach warum sie nicht mehr bei ihm wohnte.

Ich erzählte ihr auch von mir, obwohl sie schon viel von meiner Geschichte wusste. Ich erzählte nichts von meinen vergangenen Beziehungen, aber es war klar, dass wir beide Single waren. Aber ehrlich, das konnte ich nicht machen, insbesondere wenn Bella die nächsten Monate hier leben würde. Ich musste meine Gefühle kontrollieren.

Nach einigen Stunden, brachte ich die Tassen in die Küche. Als ich zurück kam, fand ich Bella schlafend auf der Couch vor. Sie sah so friedlich aus wie sie dort lag, aber auch unbequem. Plötzlich hörte ich sie sprechen

„Feuer" murmelte sie im Schlaf „Pass auf den Rauch auf… Es tut mir so leid…"

Sie hatte einen Alptraum. Sanft legte ich meine Hand auf ihre Schulter, konnte sie nicht wecken. Sie wusste nicht wo sie war und dass sie dran war von der Couch zu fallen.

Ich nahm sie hoch in meine Arme und trug sie in mein Zimmer. Ich legte sie auf mein Bett und zog die Decke über sie.

„Danke sehr" sie seufzte

Ich steckte eine Strähne ihres Haars hinter ihr Ohr und berührte mit meiner Hand ihre Wange

„Gute Nacht, Bella" flüsterte ich.

Das würde schwieriger werden als gedacht.