Titel: Harry Potter und sein anderes Selbst
Kategorie: Drama/Action/Adventure
Inhalt: Harry Potter macht an seinem 17 Geburtstag eine Veränderung durch, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Und zusätzlich muss er kurze Zeit später in den Kampf gegen Voldemort ziehen.
Anmerkungen: Es gibt schon viele Geschichten dieser Art und ich hoffe diese ist nicht zu abgedreht.
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Ich suche eine zweite Beta-Leser oder Leserinnen, der/die meine Kapitel nach Rechtschreib- bzw. Grammatikfehlern durchsieht. Vier Augen sehen ja bekanntlich mehr als zwei. Außerdem wäre ich froh wenn er/sie auch einen Blick auf das Inhaltliche wirft und Verbesserungsvorschläge angibt. Schreibt mir euer Interesse einfach in einer Mail oder in einem Review.
!!!WICHTIG!!!
Kapitel 1
Veränderungen
„Harry, das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?", Hermine Granger war empört.
Harry Potter zog schuldbewusst die Schultern hoch und wurde rot. Ron Weasley starrte die beiden nur verwundert an: Er hatte mal wieder nichts mit bekommen.
Die Drei waren auf dem Weg zu den Kutschen, die sie jetzt, am Ende des 6. Schuljahrs, nach Hause brächten.
Alle waren deprimiert wegen Dumbledores Tot. Harry jedoch hatte nach der anfänglichen Traurigkeit ganz andere Sorgen.
Er hatte mal wieder, wie so oft in den letzten Wochen, einer Gruppe Jungs hinterher gesehen. Allerdings wurde sein Blick von ihrer Körpermitte angezogen. Etwas was ihn ziemlich verwirrte, denn er war sicher, dass er nicht schwul war. Hermine hatte das ganze natürlich mal wieder mitgekriegt und sie war überzeugt, dass er auf Jungen stand.
Harry wollte es einfach nicht wahr haben. Er war schließlich schon mit Mädchen zusammen gewesen. Wenn er allerdings darüber nach dachte, hatte er nur freundschaftliche Gefühle gehabt.
Ach verdammt, er verstand das alles nicht. Warm fühlte er sich in Gegenwart von Jungen unwohl. Z.B. beim Duschen. Mädchen dagegen sah er allesamt als Freundinnen.
Diese Fragen hatte er sich schon oft gestellt und war zu keinem Ergebnis gekommen.
„Harry", Hermine blieb leider hartnäckig.
Harry konnte sie ja irgendwie verstehen. Alle trauerten um Dumbledore und er hatte seit der Beerdigung keinen Gedanken an ihn verschwendet. Abgesehen davon, dass er ihm das alles vielleicht erklären könnte.
Zu dieser Misere kam noch hinzu, dass er sich seit ein paar Tagen total schlecht fühlte. Ihm war übel und er hatte Bauchschmerzen. Selbst Madam Pomfrey hatte nicht sagen können woran das lag.
Hermine sah ihn noch immer fragend an. Er zuckte nur die Schulter und meinte:
„Es ist alles in Ordnung." Das war eine schwache Antwort auf ihre Frage, das wusste er. Prompt kommentierte Hermine diese Aussage mit einem Schnauben, doch sie sagte nichts mehr und stieg hinter ihm in eine Kutsche.
Die ganze Fahrt über beobachtete sie ihn und er versuchte erfolglos es zu ignorieren.
Schließlich stand er gereizt auf und verließ mit der Ausrede er müsse auf die Toilette das Abteil
Als er wütend um eine Ecke stürmte stieß er mit jemandem zusammen. Sogleich schnarrte eine Stimme:
„Verdammt Potter, kannst du nicht aufpassen?"
In Harry kroch die Nervosität wieder an die Oberfläche. Er verfluchte sich selbst, dass dieses Gefühl sogar in Malfoys Gegenwart auftauchte. Ihm lag also schon ein „'Tschuldigung" auf der Zunge um schnell verschwinden zu können, doch ihm fiel gerade noch seine Ehre ein. So meinte er:
„Ach Malfoy, pass du lieber selber auf bevor du um die Ecken rast.", schon wider so eine billige Erwiderung. Was war bloß los mit ihm?
Er bedachte den Malfoyspross noch mit einem bösen Blick und verschwand in ein freies Abteil. Dort riss er das Fenster auf um den Kopf frei zu bekommen. Nach ein paar Minuten hatte er sich beruhigt und ging zurück zu Hermine und Ron.
Die restliche Fahrt verlief ereignislos und schweigend. Abgesehen von einer neuerlichen Bauchschmerzattacke.
Am Gleis verabschiedete er sich wortkarg von den beiden und stieg schnell in den Zug zu Tante und Onkel.
Diesen Sommer würde er 17. werden. Er hatte einen Geburtstag noch nie so herbeigesehnt. Endlich würde er volljährig sein und konnte von den Dursleys weg. Sobald er angekommen war, hatte er einen Kalender aufgehängt, wo er die Tage abstrich.
Und dann war es endlich soweit.
Am Morgen vor seinem Geburtstag wachte er früh auf. Gähnend schälte Harry sich aus den Decken und warf einen Blick auf seinen Wecker. 5:45 . Oh Gott, war das früh.
Immer noch gähnend schlurfte er ins Bad und duschte. Danach war er endlich wach genug um sich in der Küche ein Frühstück zu holen.
Kauend stand er schließlich wieder in seinem Zimmer und sah sich um. Sieben Jahre lang hatte er jeden Sommer hier gewohnt.
Sein Koffer stand in einer Ecke des relativ kahlen Zimmers.
Einer plötzlichen Eingebung folgend stellte Harry seinen Teller weg, wuchtete das klobige Gepäckstück auf sein Bett und klappte den Deckel auf. Er hatte nur die Sachen ausgepackt, die er am nötigsten brauchte. Jetzt drehte er sich langsam wieder seinem Zimmer zu und fing an Sachen in den Koffer zu werfen. Immer schneller sammelte er seine wenigen Sachen ein und schmiss alles wahllos in den Koffer. Schließlich widmete er sich sogar den Sachen, die er nie mit in Hogwarts hatte. Zum Schluss ließ er den Deckel zu schlagen und ließ die Schlösser einrasten.
Er ließ den Blick noch einmal durchs Zimmer schweifen, dann drehte er sich um und rannte aus dem Haus.
Auf der Straße zog Harry seinen Zauberstab und winkte nach dem Fahrenden Ritter. Ein lauter Knall ertönte und dann…
„Herzlich Willkommen im Fahrenden Ritter. Ich bin Stan Shunpike, ihr…"
„Ja, ja, ich weiß", unterbrach Harry ihn, drückte ihm 11 Sickel in die Hand und sprang, mit den Worten zum Tropfenden Kessel, in den Bus.
Stan starrte ihm hinterher und wollte etwas sagen, was bestimmt mit den Worten „du bist Harry Potter" angefangen hätte, doch eben jener war schon in einem der oberen Etagen verschwunden.
Eine halbe Stunde später hielt der Bus mit quietschenden Reifen vor dem Pup in London. Harry verabschiedete sich schnell von Stan und betrat den Pup.
Tom winkte ihm zu, höchstwahrscheinlich um ihm einen Feuerwhisky anzubieten, doch Harry hob nur die Hand zum Gruß und betrat den Hinterhof. Inzwischen hätte er die Steine im Schlaf antippen können, die den Eingang zu Winkelgasse freigaben, so gut kannte er die Kombination schon.
Da es erst 10.00 Uhr morgens war, war die verschlungene Gasse noch recht leer. Harry war das nur Recht. So konnte er in Ruhe bummeln gehen.
Vor dem Quidditschladen blieb er stehen. Ein paar Zweitklässler, die ebenfalls früh dran waren, drückten sich die Nasen an der Schaufensterscheibe platt.
„Boah, der neue Feuerblitz 101."
„Der schnellste der Welt."
„Ja, er soll in 10 sek. von 0 auf 200 h/km kommen."
„Echt?"
„Cool."
Harry lächelte, warf einen Blick auf den Besen und ging dann schnellen Schrittes zu Gringotts. Dort hob er genügend Geld ab um sich als Volljähriger ein paar Tage durchschlagen zu können. Außerdem wollte er sich selber ein Geburtstagsgeschenk kaufen.
Vor sich hin lächelnd ging er zurück zum Quidditschladen und …
kaufte sich den neuen Feuerblitz 101. Bei neuen Besen hatte es ihm schon immer in den Fingern gejuckt.
Am Ende seines kleinen Urlaubs Ausflug aas er bei Tom noch zu Mittag.
Als er dann schließlich wieder vor dem Haus seiner Verwandten stand war es erst 13.00 Uhr. Unschlüssig stand er vor der niedrigen Gartenmauer.
Sollte er wirklich die restliche Zeit bis Mitternacht in seinem Zimmer verbringen? Nein, entschied er. Er würde sich von seinen Lieblichsorten in Surrey verabschieden. So schlenderte von einem Platz zum anderen.
Leicht gähnend traf er um 21.00 Uhr wieder im Ligusterweg Nr. 4 ein. Gerade als er die Treppe hochgehen wollte, überlegte er es sich noch einmal anders. Er betrat das Wohnzimmer, in dem seine Verwandten fern sahen und räusperte sich.
„Ähm, ich wollte mich nur verabschieden. Ab morgen seit ihr mich los."
Alle drei waren bei diesen Worten zu ihm herum geschnellt.
„Was?", schnaubte Onkel Vernon.
„Ähm, ich hab morgen Geburtstag und kann dann gehen wohin ich will. Tschüss", damit drehte er sich um und ging auf sein Zimmer.
Fünf Minuten später hörte er im Wohnzimmer einen Sektkorken knallen. Seine Verwandten stießen auf sein Verschwinden an.
Eine einsame Träne kullerte seine Wange hinunter. Warum konnte er nicht eine normale Familie haben, die ihn liebte. Seufzend stellte er seinen Wecker auf 23.00 und rollte sich auf seinem Bett zusammen. Kurze Zeit später war er eingeschlafen.
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Ein nervtötendes Ticken und Pipen weckte ihn.
Pip.Tick.Pip.Tick.Pip.Tick.
Entnervt richtete er sich auf und schaltete den Wecker aus. Das Ticken blieb.
Verwundert schaute er sich um. Es kam vom Fenster, aber es war keine Eule, sondern ein ganz normaler Brief, der immer wieder gegen das Fenster klatschte. Schnell holte Harry ihn herein, damit er die Dursleys nicht weckte.
Der Brief war adressiert mit Sophie Potter.
Verdattert machte Harry ihn auf.
Sophie Potter, der Brief ist wohl falsch angekommen. Oder er kommt zu mir weil diese Sophie tot ist und ich der letzte Potter bin.
Dann begann er zu lesen und mit jedem Wort wurden seine Augen größer.
Liebe Sophie, bzw. lieber Harry,
bitte leg den Brief nicht gleich weg, weil du denkst er ist nicht für dich. Zum andren les ihn bitte sofort.
Warum? Das wird ich in 30 min zeigen. Also um Mitternacht, wenn dien Geburtstag beginnt.
Ich denke mal, dass ich tot bin, wenn du diesen Brief ließt, weil ich andernfalls selbst mit dir gesprochen hätte. Ich hoffe mein Tod hat dich nicht zu sehr mitgenommen. Für jeden kommt eines Tages das Ende.
Harry rann eine Träne über die Wange. Er schaute schnell auf die Unterschrift am Ende des Briefes um ganz sicher zu gehen. Tatsächlich: da stand Albus Dumbledore.
Nun aber zu dem Grund warum ich dir schreibe.
Nach dem Tod deiner Eltern habe ich dich nicht gleich zu den Dursleys gebracht, sondern dich erst mal mit zu mir genommen. Ehrlich gesagt, die Idee mit den Dursley kam von Fawkes.
Ich hatte zu dem noch ein anderes Problem.
Ich habe die Prophezeiung kurz vor Lilys und James Tod gehört. Demnach sollte ein Junge, der von Voldemort gezeichnet wurde, ihn auch besiegen können. Vor mir lag allerdings in einer Wiege ein kleines Mädchen von einem Jahr mit einer Narbe auf der Stirn.
Verblüfft und erschrocken hob Harry den Blick und starrte einen Moment vor sich hin.
Ich dachte nun die Prophezeiung sei falsch. Andererseits hatte Voldemort eindeutig gewählt.
Nun, für viele würde die Hoffnungsflamme nicht auf den Schultern eines Mädchens brennen. Ich hatte auch Angst, dass die Prophezeiung sich nicht bewahrheiten würde wenn es nur ein Mädchen gab und Voldemort so nicht gestoppt werden könnte.
So habe ich einen Veränderungszauber angewandt, der sich wie eine zweite Haut über dich legte und dir ein neues Aussehen verlieh.
Vor mir lag nun ein kleiner Junge, dem ich den Namen Harry gab. Dieser Zauber hatte allerdings auch einen Nachteil. Er unterdrückt ein Teil deiner Magie.
Heute Nacht löst sich der Zauber auf. Um genau zu sein um Mitternacht. Dann wirst du wieder Sophie sein. Und vergiss nicht. Du hast dann mehr Magie und kannst besser und leichter Zaubern.
Mit diesem Brief wollte ich dich drauf vorbereiten und ich hoffe du verfluchst mein Tun nicht.
Viel Glück weiterhin,
Albus Dumbledore
Harry hatte gar keine Zeit sich auf irgendetwas vor zu bereiten oder jemanden zu verfluchen, denn in diesem Moment sprangen die Ziffern seines Weckers auf 0.00 Uhr.
Im gleichen Augenblick setzte ein Ziehen und Brennen in seinem ganzen Körper ein. Durch seine geschlossenen Augenlieder sah er goldenes Licht, überall in seinem Zimmer.
Dann so schnell wie es begonnen hatte hörte das Ganze auch wieder auf.
Das erste was Harry wahrnahm, war…
Unschärfe. Er taste nach seiner Brille, doch die war da wo sie sein sollte. Auf seiner Nase. Jetzt nahm er sie ab und konnte plötzlich sehen.
Scharf.
Ohne Brille.
Das Zweite was er wahrnahm war sein Umhang. Der schleifte mit dem Saum über den Boden, was er vor ein paar Minuten nicht gemacht hatte.
Jetzt brach das Entsetzten über Harry herein.
Er rannte zum Spiegel.
Als er hineinsah, blickte er in das herzförmige Gesicht eines Mädchens.
An michi-sky: Vielen Dank für dein Review. Ich hoffe das für dich interessant weiter geht. Mit wem Harry bzw. Sophie später zusammen kommt hab ich noch nicht geplant. Ich werde aber sehen ob ich auf deine Meinung Rücksicht nehmen kann.
An Schatten.Licht: Auch dir möchte ich für dein liebes Review danken. Ich würde mich freuen wenn du meine Beta wirst. Schreib mir bitte deine Mail-Adresse damit ich dir die neuen Chaps mailen kann.
An Tifferny Tonks: Vielen, vielen Dank für dein Review. Das mit Dumbledore find ich auch. Aber in diesem Chap merkt man erst mal wirklich was er da angerichtet hat. Ich hoffe es gefällt dir trotzdem.
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So und alle die die Geschichte gelesen haben ohne ein Kommi zu hinterlassen bitte ich das doch jetzt zu tun. Ich freue mich immer wenn ich weiß was ich besser machen kann. Also R&R. Danke.
Bis zum nächsten Chap. Eure fanjana
