So hier ist das nächste Kapitel^^
Die Charaktere und die Sendung gehören nicht mir!
Jane blieb erst wieder stehen, als sie einen kleinen Park erreicht hatten und ihn Lisbon stolz präsentierte.
„Hier bin ich früher immer mit meiner Tochter gewesen.", sagte er leise und verletzlich. Lisbon kam langsam zu ihm und schaute durch das Tor in den Park.
„Sieht schön aus.", sagte sie aufmunternd und schob Jane durch das Tor.
Jane lächelte ihr zögernd zu und die beiden gingen langsam durch die kleine Allee. Um sie herum spielten die Kinder auf den unzähligen Spielplätzen und Erwachsene, die durch den Park spazieren gingen und sich fröhlich unterhielten. Jane sah den Menschen aufmerksam ins Gesicht und sein Gesichtsausdruck wurde automatisch nachdenklicher. Konnte er je auch wieder so glücklich sein?
Plötzlich kam ein kleines Mädchen auf die beiden zu gestürmt und hielt den beiden eine Blume entgegen. Lisbon lächelte das Mädchen leicht verwirrt an: „Ist die für uns?" Das Mädchen nickte schüchtern und überreichte sie Lisbon. Jane beobachtete das Spektakel schmunzelnd und kniete sich neben das Mädchen: „Und womit haben wir diese wundervolle Blume verdient?"
Das Mädchen lächelte ihn glücklich an und antwortete ihm: „Alle Verliebten kriegen von mir eine Blume." Dann rannte das Mädchen wieder weg und ließ die beiden verdutzt zurück.
Jane richtete sich wieder auf und sah Lisbon an, die ihm nur grinsend gegenüber stand.
„Süßes Mädchen.", sagte sie schließlich und ging weiter. Jane nickte und ging ihr mit nun nicht mehr so schlurfenden Schritten hinterher. Er sah sich kurz nochmal um und tatsächlich alle Paare hatten eine Blume von dem kleinen Mädchen in die Hand gedrückt bekommen. Aber, sie waren doch gar kein Paar …
Als sie schließlich an einem kleinen See Halt machten, machte es sich Jane auf einer Parkbank gemütlich und beobachtete Lisbon, wie sie zufrieden am Ufer stand und an der Blume roch. Sie hatte dabei die Augen geschlossen und genoss anscheinend die wohltuende Ruhe, die ihr Jane in diesem Augenblick mal schenkte.
Dann drehte sie sich lächelnd zu ihm um und nahm neben ihm Platz.
„Dieser Platz ist wirklich wunderschön."
Jane starrte nun nachdenklich auf das Wasser und nickte. Dieser Ort erinnerte ihn an zu vieles, sodass er jetzt nicht sprechen konnte, er musste diese wohltuenden Gefühle in sich aufnehmen und lernen sie dort für immer zu verwahren.
Lisbon beäugte ihn neugierig. Doch sagte nichts, denn Jane sollte die Möglichkeit haben diesen Augenblick zu genießen und ihn zu verinnerlichen.
Jane schloss seine Augen und zog genüsslich die Luft in seine Lungen.
Hier stehst du nun und sieh dich an Patrick. Du hast es irgendwie geschafft. Du kannst das Leben wieder spüren, in jeder deiner Zellen …Angela, Charlotte, ich werde euch nie gehen lassen, nie, nie in meinem Leben … Aber ich werde das tun, worauf ihr wahrscheinlich schon vergeblich gewartet habt … Ich werde wieder leben und versuchen mein neues Leben in vollen Zügen zu genießen, für euch … Ich vermisse euch beiden so sehr, doch ich glaube, ich habe Menschen in meinem Leben gefunden, die mir helfen werden mit diesem Schmerz umzugehen …Menschen, die mir immer zur Seite stehen würden, egal was ich tue …
Jane öffnete wieder seine Augen und bemerkte Lisbons Blick, der auf seinem Gesicht lag. Er zog seine Mundwinkel nach oben und lächelte sie charmant an. Lisbon tat es ihm gleich und sah zurück auf den See.
„Danke, Jane."
„Wofür?"
„Das Sie mich mit an so einen Platz nehmen, der Ihnen so viel bedeutet.", sagte sie leise und sah ihm wieder in die Augen. Jane nickte kurz und stand dann auf.
„Ich vertraue Ihnen, Lisbon."
Lisbon genoss diese Worte und wiederholte sie immer wieder in ihrem Kopf. Es bedeutete ihr viel, dass Jane ihr vollkommen vertraute und sie nicht aus seinem Leben ausschloss. Sie war ihm wichtig geworden, sehr sogar.
Zurück am Auto lehnten die beiden sich gegen die Karosserie und beobachteten den Trubel um sie herum. Die Menschen eilten über die Straße, stolperten über ihre eigenen Füße oder rannten andere Leute achtlos über den Haufen.
„Wenn die mal so viel Ruhe in sich hätten wie wir beide gerade ….", schwärmte Jane vor sich hin und verzog belustigt sein Gesicht.
„Wir beide haben Ruhe in uns?", fragte Lisbon nun grinsend.
„In diesem Moment.", betonte Jane noch einmal und lächelte Lisbon liebevoll zu, „Aber diese Augenblicke häufen sich doch in letzter Zeit, finden Sie nicht?"
Lisbon zuckte mit den Schultern und lenkte ihren Blick wieder zurück auf die Menschenmasse.
„Wir sollten fahren. Es ist schon spät und sie sehen müde aus.", sagte Jane schließlich.
Lisbon wollte erst protestieren, doch er hatte recht, sie war müde geworden und wollte ins Bett. Somit nickte sie ihm zu und ging um ihren Wagen und stieg ein. Dann startete sie den Motor und setzte Jane nach einer kurzen Autofahrt an seiner Wohnung ab.
„Es war ein wirklich schöner Nachmittag."
„Ja, er war nett.", gab Lisbon zu.
„Nett? Er war wundervoll!", korrigierte sie Jane.
„Jane, wir wollen es jetzt nicht übertreiben."
Jane verzog schmollend den Mund: „Tue ich gar nicht. Er war wundervoll. Geben Sie es zu …."
Lisbon sah hilflos auf die Uhr im Armaturenbrett: „Ok, ok. Er war wundervoll. Zufrieden?"
„Wow.", sagte Jane unpassend auf ihre Antwort.
„Was?"
„Sie haben noch nie so schnell nachgegeben.", sagte er nun triumphierend und lachte stolz.
Lisbon verdrehte ihre Augen und startete den Motor: „Treiben Sie es nicht zu weit!"
Jane konnte jedoch sein triumphierendes Lächeln nicht verbergen und winkte ihr zum Abschied zu.
„Gute Nacht.", sagte Lisbon zum Abschied und fuhr davon.
Lisbon parkte das Auto vor ihrer Wohnung und stieg gut gelaunt aus. Der Nachmittag war wirklich wunderschön gewesen und sie hatte jede einzelne Sekunde mit Jane genossen. Und sie hätte sich nie erträumen lassen, dass sie die Zweisamkeit mit Jane wirklich mögen könnte, es war nun mal Jane, von dem wir hier reden, der sie so oft nervende Jane.
Sie schloss vollkommen in Gedanken ihre Türe auf und bemerkte nicht, dass jemand in ihrer Wohnung auf sie wartete und sie in diesem Moment beobachtete.
Lisbon ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen, zog sich ihre Schuhe und Jacke aus und schmiss diese achtlos über den Stuhl. Sie spürte wie die Freude ihren ganzen Körper erfasste und sie einfach nur tanzen wollte. Doch genau in diesem Augenblick bemerkte sie jemanden in ihrem Rücken …
„Wenn du schreist, bist du sofort tot.", drohte die dunkle Stimme hinter ihr und legte ihr ein Messer an die Kehle.
Lisbons Augen weiteten sich schlagartig und sie versuchte sich vergeblich von dem Griff des Mannes zu befreien. Die Freude war nun nirgends mehr zu spüren …
„Oh, ganz ruhig. Ich würde nichts überstürzen." Der unbekannte Mann setzte noch mehr Kraft ein um sie schließlich unter Kontrolle halten zu können.
„Wer sind Sie?", fragte Lisbon ängstlich und versuchte sich umzudrehen um in sein Gesicht blicken zu können, doch der Mann ließ es nicht zu.
„Das wirst du noch früh genug herausfinden.", antwortete der Unbekannte nur und öffnete langsam die Türe der Wohnung.
„Wenn du jetzt gleich schreist, steche ich dich ab!"
Lisbon hatte verstanden und nickte nur. Dann führte er sie vorsichtig aus der Wohnung und kontrollierte die Umgebung. Als sie bei seinem Wagen angekommen waren, versuchte Lisbon sich noch einmal zu befreien, jedoch vergeblich. Der Mann verpasste ihr einen harten Schlag gegen die Schläfe und Lisbon spürte wie die Bewusstlosigkeit sie langsam ergriff. Das letzte was sie wahrnahm, war sein verächtliches Lachen und die Maske, die er über sein Gesicht gestülpt hatte.
Am nächsten Morgen saß Jane wohl gelaunt auf seiner Coach und löste ein paar seiner Sudokus. Van Pelt, Cho und Rigsby erreichten nach und nach das Büro und begrüßten ihn abwesend. Jedoch fiel ihnen sofort auf, dass etwas anders war, Jane war so … so gut gelaunt? Und es war keine Freude, die er immer versuchte mit seinem Lächeln allen vorzuspielen, sondern eine aufrichtige Freude, er war wirklich glücklich. Van Pelt musterte ihn skeptisch, fragte jedoch nicht nach.
Schließlich stand Jane von seiner Coach auf, schmetterte das Sudokuheft auf seinen Schreibtisch und lief Rigsby lachend entgegen.
„Na, Rigsby, wie war der gestrige Abend mit Ihrer neuen Freundin?"
Rigsby sah ihn entsetzt an und blickte schließlich panisch zwischen Jane und van Pelt hin und her.
„Ehm, ganz okay. Wieso?"
„Ach, wollte ich nur wissen.", sagte Jane frech und machte sich auf den Weg zu Lisbons Büro.
Rigsby ließ er verdattert zurück und genoss seine bösen Blicke in seinem Rücken. Hach, machte es ihm Spaß die anderen immer wieder zu necken. Doch sein 'Lieblingsopfer' war noch nicht in ihrem Büro vorzufinden. Somit setzte er seinen Gang fort, begab sich in die Küche und machte sich Tee.
Kurze Zeit später traf Rigsby in der Küche ein und funkelte ihn böse an: „Musste das sein?"
„Was?", fragte Jane grinsend.
„Das wissen Sie ganz genau."
„Rigsby, entspannen Sie sich doch mal. Sie dürfen doch eine neue Freundin haben, das versteht Grace doch. Sie nimmt es Ihnen nicht übel."
Rigsby schüttelte genervt seinen Kopf: „Aber ich will nicht, dass Sie es einfach so herum posaunen."
„Ist es neuerdings ein Verbrechen eine Freundin zu haben?"
„Nein, Jane … Grmpf … Das meine ich doch gar nicht."
Jane schaute ihn immer noch belustigt an, jedoch gab er irgendwann netterweise nach: „Tut mir Leid, mein Freund. Ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen."
Rigsby nickte ihm dankend zu und verließ das Büro. Jane blickte ihm freudig nach, glaubte Rigsby ernsthaft, dass Jane aufhören würde ihn in Verlegenheit zu bringen? Dann müsste er ja blind sein.
Eine Stunde später war Lisbon immer noch nicht aufgetaucht und Jane rückte aufgeregt auf seiner Coach hin und her. Wo war sie? War ihr etwas passiert?, ging es ihm die ganze Zeit durch den Kopf.
Schließlich sprach Cho das unausgesprochene aus: „Weiß irgendwer von euch wo Lisbon steckt? Sie kommt doch sonst nicht zu spät zur Arbeit."
„Keine Ahnung.", sagten van Pelt und Rigsby gleichzeitig und lächelten sich verlegen an.
„Haben Sie eine Ahnung wo sie ist, Jane?"
Jane zuckte nur mit den Schultern und starrte weiter auf Lisbons Büro. Das passte nicht zu ihr so spät zur Arbeit zu kommen ohne jemanden zu informieren.
„Ich probiere es mal auf ihrem Handy.", sagte Jane schließlich und tippte ihre Nummer ein. Jedoch ging niemand ran, denn das Telefon lag in ihrer Wohnung, in der schon lange keiner mehr war.
Er wählte die Nummer nochmal und nochmal, doch nichts.
Er fuhr sich aufgeregt durch die Haare und lief im Büro nachdenklich hin und her. Wo konnte sie nur stecken? …
So, das wars erstmal für heute. Ich muss gleich los, also kann ich jetzt nicht mehr weiter schreiben :D Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen …
Reviews sind erwünscht :)
Bis dann^^
