„Schon vergessen was ich dir sagte? Dein Körper würde das niemals durchstehen! Bei solchen Fällen wie bei dir, sollte man den Körper die Arbeit selber erledigen lassen, und nicht in noch mehr fordern!"
Rayman seufzte schwer aus und starrte vom Buch weg. Auffordernd sah er nun zu dem Zauberer.
„Dan Kipp ich eben um oder bekomm ein Schwindel Anfall! Ich nehme beides in kauf! Aber wir haben wirklich keinerlei Zeit zu verlieren! Den wenn das ganze wirklich wahr ist, dann müssen wir schnell handeln!"
Das Buch klappte mit einem dumpfen Knall zu.
„Diese Zeit müssen wir uns nehmen! Den du würdest höchst wahrscheinlich nicht nur umkippen, sondern auch das Bewusstsein verlieren!"
„Auch gut! Den das würde bestimmt immer noch schneller gehen, als wenn ich mein Körper die Arbeit überlasse, oder?", meinte Rayman frech grinsend und hob dabei leicht beide Hände. Der Zauberer lachte nun und legte das Buch ins Regal zurück.
„Du bist wirklich unmöglich rayman.. ausserdem ist es mitten in der Nacht!"
Dies winkte rayman locker ab. „ Wozu gibt es Laternen?"
Der Zauberer fuhr fort. „ Und vor allem: Wo willst du anfangen? Ich denke kaum dass sich Mr Dark in seiner alten Burg aufhält! Auch wenn er es dir so angedeutet hatte!"
„Nein, dazu ist er zu Clever..", gab Rayman schliesslich zu. „Ausser er will mich in eine Falle locken?"
„Und du willst gerade Weges in diese reinlaufen?", beende der Zauberer verblüfft Raymans Satz. Dieser sah in nachdenklich an.
„Wie ich bereits sagte.. Mr Dark ist Clever! Er wird ganz genau wissen, das ich weiss, dass es eine Falle ist!"
Komplett verwirrt schüttelte der Zauberer den Kopf „Worauf willst du hinaus?"
„Er erwartet mich dort. Anscheinend will er eine Revanche oder.. keine Ahnung!", meinte Rayman mit gerunzelter Stirn.
„Jedenfalls erwartet er mich dort! Ausserdem ist es unser einziger Anhaltspunkt."
Dies schien zu wirken. Der Zauberer war angelehnt an einem Regal mit verrenkten Armen und sah nachdenklich zu Boden.
„Mir ist schon klar, dass es wahrscheinlich… ernst werden wird. Aber was wollen wir sonst tun? Mr Dark scheint das alles von Anfang an geplant zu haben! Ich habe sogar das Gefühl, das er ganz genau unsere Schritte kennen würde!", sagte Rayman nun mit ernster Miene.
„Ja, ich glaube wirklich, dass er genau weiss, dass ich dort aufkreuzen werde! Er kennt uns zu gut..!"
„Ja, das tut er in der Tat.. und genau dies macht mir Sorgen! Wir sind wie Figuren in seinem Teuflischen Plan!", flüsterte der Zauberer ernst und nahm sein Zylinder vom Kopf, den er nun nachdenklich anstarrte. Rayman atmete schwer aus.. plötzlich grinste er frech.
„Ich werde ihm schon zeigen, wie wir ihm gehorchen als Figuren! Indem ich dort hin gehe und nicht nach seinen Vorstellungen tanzen werde!"
„Und wie willst du das Schafen? Vielleicht scheint er genau das mit eingerechnet zu haben!"
„Ich werde schon noch dahinter kommen, was er so plant..! Er war so besessen darauf zu sehen, was ich konnte, das ich wohl kaum glaube, dass er mich dort erledigen möchte! Ich werde auf alles gefasst sein.. ob er mich nun entführen möchte, oder meine Kräfte entziehen möchte oder dergleichen! Also bitte.. heile meine Wunde."
„Unter drei Bedingungen!", sagte der Zauberer nun streng. Rayman sah vorsichtig zum ihm.
„Ja?"
Mit geschlossenen Augen und ernster Miene ging er auf Rayman zu.
„Erstens: Du wirst dich in keine ernste Gefahr begeben, die dich Töteten könnte! Ich weiss, das ist fast unmöglich.. doch glaube mir, das heute hatte uns allen für mehrere Jahre gereicht!" Raymans Atem stockte… war es wirklich so ernst um ihn? Er wollte niemals so viel Sorgen seinen Freunden verursachen. Mit Schuldgefühlen sah Rayman mit den Augen seitlich zu Boden.
„Wenn ich euch allen riesen Sorgen gemacht habe.. tut mir das Leid. Das ist das letzte was ich wollte.."
Der Zauberer seufzte und legte Rayman die Hand auf die Schulter.
„Das wissen wir mein Freund.. doch so ist es nun mal unter Freunden, oder nicht? Ausserdem.. es war wirklich sehr knapp für dich.. zum Glück bist du so ein Kämpfer.", meinte er nun traurig. Rayman atmete tief durch und umarmte den Zauberer fest.
„Ich schwöre, ich werde euch nie wieder solche sorgen bereiten!"
„Schwöre nichts, das du nicht halten kannst.. das Schicksal kann niemand steuern.", sagte nun der Zauberer mit einem gerührten Lächeln und erwiderte seine Umarmung. Langsam lösten sich beide aus der Umarmung.
„Obwohl.. du bist kein normales Wesen und hast schon sehr oft dem Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht!", lachte der Zauberer auf. Rayman nickte leicht schüchtern und kratzte sich am Hinterkopf
„Na ja.. hin und wieder etwas?"
„Nun zur zweiten Bedingung: Du musst dich bis morgen früh gedulden und deinem Körper diese Auszeit gönnen! Dann werde ich dich heilen. Einverstanden?"
Rayman nickte einmal.
„Ok, einverstanden.. Und die dritte?" Der Zauberer lachte nun auf
„Das wir natürlich allen Bescheid sagen, was eigentlich los sein wird!"
Rayman lachte mit „Ja, das ist und wirklich klar und bin natürlich dabei!"
Zur selben Zeit im Kerker..
Ly versuchte sich bereits seit Stunden zu befreien! Keuchend versuchte sie abermals die ketten mit ziehen von der Wand auszureisen! Doch diese waren einfach zu Stark und bereitete nur noch mehr Schmerzen auf ihren nun aufgeschürften Handgelenken! Zu ihrem Pech waren die Ketten magisch und blockierten Ly`s Kräfte!
„Sonst hätt ich schon längst diese verfluchten Ketten aus der Wand gesprengt!", fluchte sie leise und sah diese wütend an. Was hatte Mr Dark nur vor?! Wollte er Rayman einfach herlocken mit ihrer Entführung? Es machte alles keinen Sinn, da Rayman ohnehin was unternehmen wird! Furchtlos sah Ly zur Zellentüre.
„Ihr verfluchten Knaaren! Holt sofort diesen verdammten Mr Dark her, damit er mir endlich sagt, wieso er mich hier in diesem stinkenden Loch festhält!"
Die Knaaren hörten genau ihre Worte und lachte vor der Zellen Türe.
„Ach der wird schon noch früher oder später auftauchen! Mr Dark war eben bei der anderen Gefangene, und wird sich auch noch hier runter bemühen!"
Verdutzt blickte sie in die Dunkelheit.
`Anderen Gefangene?` Also war sie nicht die einzige?
„Ach wirklich?", sagte Ly mit gespielter Verwirrtheit.
„ Und wieso sollte er eine weitere Gefangen hier festhalten?", startete sie einen versuch, mehr aus den Knaaren rauszubekommen.
„Damit sein Plan aufgeht, du dumme Fee! Die wachte eben erst auf. Die Göre ist aber leiser als du!" Ly vernahm ein zischen von dem anderen Knaaren
„Du Idiot! Wieso plapperst du alles heraus?!"
„Weil mich diese Fee nun wirklich nervt! Ich hatte Feen zum Frühstück, die nun wirklich weniger rum schrien!"
Ly lachte nun innerlich. Also war eine weitere Gefangene hier. Anscheinend ein Mädchen. Geschickt startete sie einen neuen Versuch. „ Für was sollte Mr Dark eine „Göre" gefangen nehmen? Also daraus werde ich nun wirklich nicht schlau."
Der eine Knaare schnaubte „Halt endlich deine verdammte klappe! Ausserdem woher sollen wir das wissen?"
„Ist sie nicht das Kind des Protoon, Neriux?", raunte der eine Knaare zu diesem.
Der Knaare namens Neriux klatschte nun sich selbst die Hand ins Gesicht
„WIESO REDEST DU MANN?! MERKST DU NICHT WAS DIE HIER ABZIEHT?!"
Ly schreckte auf. Was sagte er da? Das Kind des protoons?! Die Knaaren brüllten sich nun gegenseitig an.
„Verdammt, diese ganze Scheisse kannst du dann Mr Dark erklären! Und wehe du ziehst mich damit rein!"
„Was?! Ich wollte echt nur das sie mal die klappe hält und habe vor lauter Gequatsche gar nicht bemerkt, dass sie mich rein legte!"
„Wie dumm muss man sein um dies nicht zu bemerken?! Vor allem nachdem ich dir sagte, dass du nicht Plappern sollst?!"
„Sorry, aber wer hört schon auf dein dummes Gelabber?!"
„Ich gebe dir gleich mein Dummes Gelabber du..!"
„WAS ZUM TEUFEL IST HIER LOS?!", unterbrach die beiden ein sehr unheilvolle, schreiende Stimme. Ly schluckte erschrocken.
„Mr Dark", flüsterte sie und wich zur Wand zurück.
„Was schreit ihr hirnlosen hier rum?!"
„ähm…", vernahm Ly eine ängstliche Stimme, die von Knaaren Neruix stammen musste.
„Er hat dieser Fee verraten, wer in der anderen Zelle hockt!", sagte dieser schnell und deutete auf seinen Kollegen, der nun erschrocken zu ihm starrte.
„Boa, du verfluchte Verräter!", schrie dieser auf!
„Was?!", klang nun die bedrohliche Stimme von Mr Dark und liess die Knaaren erzittern!
„Sie.. sie legte mich rein!", rief der eine Knaare ängstlich. Mr Dark brüllte voller Wut auf und schlug sich die Handfläche ins Gesicht.
„Ihr verdammten hirnlosen Kreaturen! Geht mir aus den Augen bevor ich mich selbst vergesse!", schrie er nun die Beiden an! Ly wusste nicht wieso, aber sie konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. Noch nie hatte sie Mr Dark so toben hören!
„Und du da drin hältst dich gefälligst mit deinem unverschämten lachen zurück sonst schlag ich es dir aus dein verdammten Gesicht!", dabei schlug er wutentbrannt gegen die Tür!
Ly konnte nicht anders und musste sich zusammen reisen, nicht loszulachen!
„Gibt mir den Schlüssel und VERSCHWINDET!", schrie Mr Dark bedrohlich die beiden an!
Ly vernahm ein klirren, das nur der Schlüssel sein konnte und dann das Trampeln der Knaaren, die sich schnell verzogen!
Aufmerksam und voller Vorsicht, lauschte Ly in die Dunkelheit und sah zur Türe. Das schloss knackte unheilvoll, als der Riegel zur Seite geschoben wurde. Die Türe schwang schnell auf und knallte an die Wand! Das Licht der Fackel blendete kurz Ly, und sie musste unwillkürlich ihre Augen schliessen. Die Türe knallte ins Schloss zurück! Ly öffnete ihre Augen und sah nun in Mr Dark wütendes Gesicht. ( was man eben.. sah? xD)
„Du verfluchte Fee!" zischte er und stampfte auf sie los. „ Was weist du?!"
„Nun ich..", er packte sie am Hals und drückte sie an die Wand. Der griff war nicht Stark, aber nahm trotzdem leicht Ly die Luft „Sag mir sofort was du weist!"
„Kind des Protoon?", keuchte sie atemlos. Mr Dark liess ihren Hals los und machte einen Schritt zurück.
„Diese verdammten Schwachköpfe.", knurrte Mr Dark mehr zu sich selbst als zu Ly. Sachte legte sie ihre rechte Hand an ihr Hals und strich über die Stelle, wo eben noch seine Hand leicht zudrückte! Dabei raschelten die ketten über den Boden. Der Druck mag zwar nicht stark gewesen sein, doch damit hatte sie nun nicht gerechnet!
„So.. nun weist du also Bescheid..!", knurrte Mr Dark unheilvoll. Ly presste die zusammen und sah mit ihren grünen Augen zu ihm hoch.
„Ich kenn die Legende.. nur verstehe ich nicht, was dir das bringen sollte?"
„Ach so? Dan kennst du die Legende doch nicht richtig anscheinend."
Sprach er höhnend und verschränkte die Arme dabei. Ly schien es, als ob sich Mr Dark beruhigt hätte..
„Ich weiss , das das Kind des Protoons mit Hilfe seiner Magie das Licht über das Land bringen sollte…"
„Und woher solltest du das wissen?", unterbrach er sie mit einem harten Ton. Ly wusste nicht recht, was sie darauf sagen sollte. Denn sie verstand dieser Smalltalk nicht.
„Feengeschwätz oder was?!", forderte er sie ungeduldig auf. Sie sah mit den Augen zu Boden und schwieg weiter. Das Schweigen nahm er als ja an.
„Irgendwie Typisch.. ! Aber wie es mir scheint, seid ihr Feen wirklich noch genauso dumm, wie vor vielen Jahren!"
Nun sah Ly zu Mr Dark.
„Jedenfalls dumm genug, um deine Wachen dazu zu bringen, aus dem Nähkästchen zu reden!", flüsterte sie. Mr Dark liess ein spöttisches Geräusch von sich.
„Das ist bei denen keine Kunst, meine Liebe..! Ausserdem wird mir dieses Mädchen mehr dabei helfen die Dunkelheit übers Land zu bringen, als du dir jemals vorstellen kannst! Den sobald man die legende verhindert, kann man es nach Belieben steuern…!"
Nun hämmerte Lys Herz ganz schnell! Was wollte er damit sagen?!
„Du.. willst sie doch nicht etwa..?"
Mr Dark lachte düster. Seine boshaften Augen blickten unter seinem Hut hervor.
„Oh doch das will ich..! Ich ziehe das unschuldige Ding in die Dunkelheit, und du wirst mir dabei helfen, Ly!"
„Und warum sollte ich das tun?!", sprach sie nun unverständlich.
„ Weil du keine andere Wahl haben wirst..!" unter seinem Umhang hob er eine rote Kugel hoch. Sie leuchtete leicht in seiner rechten Hand auf.
„Wenn du nicht willst, das ich das Kind des Protoons töte, solltest du tun was ich dir sage..!", sprach er drohend.
„Warum solltest du das tun? Du brauchst sie!", rief nun Ly missverständlich.
„Das ist mir klar.. doch sobald ich sie auf meine Seite zog, und sie die Dunkelheit über das Land brachte, kann ich sie immer noch töten! Oder irre ich mich da?! Klar, ich brauche eine Fee, damit ihre Ausbildung schneller voran geht.. aber wer sagt, dass ich dies nicht auch selber tun kann..?"
Ly sah ihn erschrocken an. Er meinte es wirklich ernst! Sie schluckte trocken und schloss die Augen. Wenn sie ihm nicht half, wird er das Mädchen töten. Doch wenn sie ihm half, würde die Welt in Dunkelheit versinken..
„Nun.. wie entscheidest du dich?", fragte Mr Dark listig.
„..Ich helfe dir..", flüsterte Ly leise mit geschlossenen Augen. Mr Dark nickte zufrieden und hielt die Rote Kugel ihr entgegen. Mit einem lautem klingeln leuchtete diese nun plötzlich ganz grell auf und nach wenigen Sekunden war Ly auch schon Verschwunden! Die Ketten prasselten zu Boden! Mit den Händen an das rote Glas gelegt sah Ly aus der Kugel zu Mr Dark empor. Dieser lachte finster und sah sie mit seinen gelben Augen durch das rote Glas an.
„Nun gehörst du mir!"
„Rayman.. halte Mr Dark auf!", flüsterte Ly leise und und verzweifelt!
Die Stunden schienen zu vergehen.. Asmira lag auf dem Heuhaufen und starrte zur dunklen Decke empor. Die Monde wanderten weiter und liessen nun Platz für die Sonne.. diese färbte den Himmel rosarot. Asmira bemerkte, dass es heller wurde. Sie konnte die ganze Nacht lang nicht schlafen.. zu viel schwirrte durch ihren Kopf.
Neben ihr lag eine Schüssel, mit einer gelben Frucht, die ihr komplett unbekannt war. Sie hatte keinen Appetit, dafür aber riesen Durst. Und deswegen, leerte sie nur den dunklen Becher, der neben der Schüssel stand.
In dieser Nacht wurde ihr einiges klar:
-Sie war ein Magisches Wesen dieser Welt
-Ihr komplettes Leben, dass sie behütete lebte, war nichts als eine Fälschung
-Sie befand sich an einem Ort, wo es nur Böses gab
-Wo es böses gab, musste es aber auch was gutes geben!
„Und deswegen muss ich hier raus!", murmelte sie entschlossen.
Seufzend setzte sie sich auf und sah zu der Öffnung, die ein Fenster darstellen sollte. Die Stäbe hinderten jeden, der rein, oder raus wollte!
Da es nun heller wurde, konnte sie vielleicht etwas erkennen? Langsam richtete sie sich auf und schritt zur Öffnung. Vorsichtig sah sie raus. Man erkannte nur die grünen Blätter eines Baumes, der direkt vor ihrer Zelle stehen musste. Eine kleine Öffnung zwischen den vielen äste zeigte den rosaroten Himmel. Mehr konnte Asmira zu ihrer Enttäuschung nicht erkennen. Traurig zupfte sie sich Stroh aus ihren Schwarzen, verstrubbelten Haaren.
„Moment mal.. Stroh?" Ihr kam die Idee unter dem Heuhaufen nachzusehen, ob sich vielleicht irgend ein Loch oder Lucke befinden könnte. Voller Tatendrang fing sie zu wühlen an! Das Heu flog in die Luft, als sie ein riesen Haufen in ihr ihrer Hand nahm und zur Seite warf. Plötzlich hörte sie Schritte. Erschrocken und ertappt, sah sie zur Türe, deren Schloss laut zur Seite geschoben wurde! Mit grossen Augen machte sie einen Schritt zurück und starrte nun in das Gesicht des Knaaren, der in die Zelle trat.
„Was zum..?!", knurrte der nur verwirrt und betrachtet Asmira voller wut. Er hatte wohl ein komplett anderes Bild erwartet.
„Was wird das werden, wenn es fertig sein sollte?!", knurrte er unheilvoll. Asmiras Herz hämmerte voller Angst! Wie zu Stein erstarrt, blieb sie mit einem kleinem Haufen Stroh in der hand stehen! Doch nun bemerkte sie, dass er die Türe weit offen liess! Stampfend kam er auf sie zu !
„Los! Mr Dark erwartet dich!"
Reflexartige schrie Asmira auf und warf ihm das Heu ins Gesicht! Ohne zu wissen, was ihr Körper eigentlich tat, schlüpfte sie ihm durch die Beine und rannte durch die Tür!
Verwirrt und schreiend prustete der Knaare das Heu aus seinem Gesicht und brüllte auf! Erschrocken und komplett ohne zu wissen, wo sich hier der Ausgang befinden sollte, rannte sie den Gang runter und wagte erst gar nicht zurück zu schauen!
Keuchend bog sie um die Kurve und blieb abrupt stehen, als sie beinahe in eine Sackgasse rannte! Voller Panik sah sie über ihren Rücken. Sie hörte das unheilvolle knurren des Knaaren, der ihr stampfend Folgte!
„Nein bitte nicht!", flüsterte sie voller Panik und suchte den Gang nach irgendwelchen Verstecken ab! Vielleicht eine Lücke, wo sie sich verstecken könnte oder eine offene Türe?! Asmira keuchte, als sie am der Wand unten links eine Öffnung entdeckte. Schnell ging sie zu dieser und sah rein. Sie hatte gerade noch Platz aber zu ihrem Erschrecken war die voller Spinnenweben!
„Da bist du ja!", brüllte eine wütende Stimme und lies Asmira erschrocken zurück blicken! Der Knaare streckte seine Arme aus und wollte sie packen, doch asmira sprang rechtzeitig ins Loch! Mit geschlossenen Augen bemerkte sie die Spinnenweben, die ihr komplett das Gesicht verklebten! Keuchend kroch sie vorwärts und sah zurück. Der Knaare schrie auf
„Du verfluchtes Biest! Komm da sofort raus sonst fresse ich dich auf!"
Er streckte sein einen Arm in die Öffnung und versuchte sie noch mit seinen Klauen zu packen, doch Asmira schaffte es rechtzeitig sich zu bewegen! Mit Herzklopfen kroch sie weiter ins ungewisse! Die Dunkelheit hüllte sie immer mehr ein! Nur die Spinnweben spürte sie nun an ihrem ganzen Körper und sie hörte noch das Brüllen des Knaaren, der ihr verschiedene Fluchworte hinterher schrie! Plötzlich spürte sie ein Kribbeln auf ihren Rücken! Erschrocken zuckte sie zusammen und versuchte irgendwie die Spinne abzuschütteln! Doch es war nicht nur eine! Sondern mehrere! Schockiert und voller Panik kroch sie weiter und hoffte, dass sie so schnell wie möglich aus diesem Loch kam, denn sie haste spinnen!
Plötzlich bemerkte sie, in der Ferne ein sachtes Licht! Schneller kroch sie darauf zu! Doch es wurde immer schieriger für sie, da es nun bestimmt duzende von spinnen sein mussten, die auf ihr rumkrabbelten! Ächzend kroch sie aus dem Loch und richtete sich sofort auf. Zappelnd
versuchte sie die Spinnen von ihr runter zu bekommen! Dies schien zu wirken, denn sie hörte und sah nun, wie die schwarzen, dicken Spinnen auf die Erde plumpsen!
„Runter von mir!", schrie sie panisch! Piepsend krabbelten sie davon!
Als alle endlich verschwunden waren, sah sich Asmira vorsichtig um. Sie befand sich in einem kleinen Raum, deren Höhe sich weit empor streckte! Durch ein Loch schien die Morgensonne sachte hinein, und erhellte so leicht den Ort. Links von ihr befand sich ein Bach, deren starker Strom beruhigend plätscherte. Der Bach führte zu einer dunklen Öffnung. Vorsichtig trat Asmira zu der Öffnung sah hinein. Anscheinend war dies der Abfluss vom diesem Ort! Also einen Weg ins Freie!
Ohne gross weiter darüber nachzudenken, stieg asmira in den Bach, deren Wasser bis zu ihrem Bauch ragte und unheilvoll an ihr zerrte! Vorsicht und doch schnell, watete sie im Wasser vorwärts und hielt sich stützend mit der Hand an den Wänden fest. Die Öffnung war sehr breit und dessen Decke lag auch tief. Also genug Raum für sie sich so irgendwie abzustützen und nicht von der Strömung mitgezogen zu werden.
Keuchend versuchte sie was in der Dunkelheit zu erkennen. Doch ausser dem unheilvollen Rauschen, vernahm sie nichts. Plötzlich wurde der Bach tiefer und asmira schlitterten die Beine weg! Erschrocken schnappte sie nach Luft, als das Wasser sie mitzog! Einige Sekunden später spuckte sie das Wasser strömend in einen Fluss! Platschend traf sie auf das Wasser ein und die kraft des Strahls drückte sie tiefer ins nichts!
Der Strom zog von allen Seiten an ihr! Mit mühe, konnte sie erkennen, wo sich die Oberfläche befand! Immer knapper wurde ihre Luft, als sie mit aller Kraft versuchte gegen den Druck von oben anzukommen!
Keuchend und prustend tauchte Asmira auf und hustete! Sie rang nach Luft und keuchte. Das schwarze lange Haar klebte in ihrem Gesicht und verdeckte ihre komplette Sicht. Atmend versuchte sie sich über das strömende Wasser zu halten und gleichzeitig die Haare etwas aus ihrem Gesicht zu streichen. Der Fluss befand sich in einer Höhle, der aber voller licht durchströmt wurde. An den Wänden bei beiden Seiten schossen Bäche in den Fluss! Asmira musste sehr darauf achten in der Mitte des Flusses zu bleiben, um nicht wieder von ihnen in die tiefe gedrückt zu werden! Die Strömung des Flusses zog asmira schliesslich ins freie! Erleichtert, die Sonne auf ihren Kopf zu spüren sah sie gehen Himmel.
Doch schon zu früh schien sich asmira zu freuen: Sie steuerte gerade Wegs auf einem Wasserfall hinzu! Erschrocken versuchte sie auf einem Baumstamm zuzusteuern, der halbe im strömenden Fluss am rechten Ufer lag! Keuchend griff sie nach einem ast, der aber sofort brach. Nun panisch versuchte sie gegen die Strömung anzukommen, die sie an dem Baumstamm vorbei zerrte!
Mit aller letzter Kraft, schaffte sie es einen Ast zu packen! Die Strömung zerrte an ihr unheilvoll! Kurz bevor sie dem Ende des Flusses, und somit an der klippe des Wasserfalles ankam, blieb sie an Ort und Stelle stehen! Trotzdem zerrte die Strömung an ihrer Kleidern und Haaren! Mit zusammen gekniffenen Augen hielt sie sich mit beiden Händen fest! Durch das toben des Wasser vernahm sie plötzlich Stimmen. Nun öffnete sie ihre Augen und konnte nicht fasen was sie sah! Die Knaaren stolperten den Hügel runter und schienen sie entdeckt zu haben! Nun musste sich asmira entscheiden: Entweder sie liess sich von den Knaaren aus dem Fluss ziehen, oder sie fällt in die tiefe!
„Da ist sie! Schnell!", brüllte ein knaare den anderen zu und deutete auf sie. Einer war gleich bei ihr! Da sie nun endlich die Möglichkeit hatte zu entkommen, musste Asmira nicht lange überlegen und liess schliesslich mit geschlossenen Augen los, bevor der knaare sie packen konnte!
Der Knaare erschreckte und sprang nun auf den Stamm!
„Bist du wahnsinnig?!", schrie er ihr noch hinterher! Doch schon war sie weg.. mitgerissen vom Wasser, das sich in die Tiefe stürzte! Die anderen Knaaren kamen bei dem einen an und sahen zum tosenden Wasser. Fassungslos schlug der Knaare sich die Hände über den Kopf.
„ Mr Dark wird mich umbringen!"
„Nicht nur dich, sondern uns alle!", fügte einer murrend hinzu.
„Schnell, gehen wir runter! Vielleicht wurde sie an Rand gespült?", meinte der dritte Achselzuckend.
Der Wasserfall platschte auf das Wasser auf und liess es aufschäumen! Doch der tosende Fluss schien sich weiter unten zu beruhigen…Die etwas nun zartere ström, zog langsam Asmira mit sich, die sich nicht zu bewegen schien.
Ihr Kopf hielt sie über die Wasseroberfläche, keuchend und Hustend voller Erschöpfung. Fassungslos, das sie diesen tiefen fall überlebt hatte, schwamm sie sachte ans linke Ufer.
Keuchend und erschöpft kroch sie an Land und liess sich an Ort und Stelle auf den bauch fallen… sie lebte.. sie war draussen! Langsam drehte sie sich auf ihr Rücken. Mit geschlossenen Augen lag sie da und atmete. Sie wollte dort nur eine Minute verweilen, um sich etwas zu verschnaufen. Doch dies liessen die Knaaren nicht zu!
„Dort liegt sie!"
Voller Panik sah Asmira auf und sah an dem anderen Ufer die Knaaren. Einige machten sich schon daran, durch das Wasser zu Watten!
Schnell sprang sie auf und rannte in den Wald! Dabei huschte sie durch Gebüsche und sprang über Wurzeln, die ihr als Hindernisse im Weg standen!
Keuchend duckte sie sich, als ein runterhängender Ast ihr entgegen kam! Dicht hinter sich hörte sie das rufen und Brüllen der Knaaren! Wo sollte sie sich bloss verstecken?! Schnell sprang sie ein dichtes Gebüsch und versuchte ihren Atem zu unterdrücken, damit die Knaaren sie nicht hören konnten! Polternd krachte ein Knaare gegen einen tiefliegenden Ast.
„Raaaa! Ich hasse Wälder!", brüllte der auf. „Verdammt, diese Göre ist flink! Wo ist die jetzt verschwunden?!", fluchte ein anderer.
Ängstlich und mit Herzklopfen sah asmira durch die Blätter und hoffte, dass dieses Versteck wirklich auch gut genug war. Nicht weit von ihr blieben die fünf Knaaren stehen. Dies hörte sie an dem rascheln der Gebüsche und dem Stampfen ihrer Füsse!
Atemlos horchte Asmira.. wo waren sie genau?
Die Knaaren sahen sich wütend um. Einer untersuchte bereits einige Grosse Pilzen ab.
„Die wird hier irgendwo sein… sucht sie!"
Asmira bemerkte, dass das rascheln immer näher kam.. ängstlich versuchte sie möglichst leise durch die Gebüsche zu huschen. Das knacken der äste schienen die Knaaren nicht zu hören..
„Bestimmt irgendwo verkochen unter einem verdammten Busch!"
Niemand von ihnen schien zu bemerken, dass sich das Mädchen dicht hinter ihnen auf ein Baum zog und hochkletterte.
Nach endlichen Minuten fluchte einer auf: „Verflucht! Wo steckt die bloss?! Wie konntest du die nur entkommen lassen Mann!", deutete der Knaaren auf ein anderen.
„Die Warf mir Stroh ins Gesicht!", verteidigte sich der andere entrüstet. "Ausserdem ist die so klein, die huschte zwischen meine Beine durch!"
„Du hast dich wirklich von der Kleinen austricksen lassen?!", rief einer hämisch auf und alle fingen böse an zu lachen. Der Knaare, den Asmira ausgetrickst hatte brüllte auf.
„Schnauze! Sowas hätte euch allen bestimmt genauso leicht passieren können!"
„Jedenfalls wirst du Mr Dark erklären, was genau geschehen ist! Den die ist spurlos verschwunden!"
Nachdem sich die Knaaren streitend und schlecht gelaunt entfernt hatten, traute sich Asmira vom Baum runter. Sachte liess sie sich ins Gebüsch fallen und richtete sich dann auf. Ihre Kleider waren immer noch feucht.
"Zum Glück ist es warm..", flüsterte sie erschöpft und sah in den tiefen Wald. Zurück zum Fluss zu kehren war unmöglich. Wahrscheinlich stationierten sich dort die Knaaren und suchten sie immer noch. Also entschied sie sich tiefer in den Wald zu gehen. Eine andere Wahl hatte sie nicht. Erst jetzt schien Asmira zu bemerken, wie schön die Gegend eigentlich war. Kleine, rosa Punkten leuchteten zart in der Luft. Die Bäume waren zum Teil so gross und breit, das es bestimmt fünf Menschen brauchte, um diesen zu umfassen. Die roten Pilzen bedeckten flächenweise den Boden. Sie sah bisher nie so grosse Exemplare. Plötzlich bemerkte sie gelbe Kugeln in der Luft. Sie schienen Flügel zu besitzen, den sie vernahm ein ganz leises flattern. Kleine Augen betrachteten sie neugierig. Asmira lächelte und streckte vorsichtig ihre Hand zu dem Wesen aus. Mit einem Geräusch, das wie ein Lachen klang, schwebte die gelbe Kugel um Asmira herum. Nun musste sie auch lachen. Das sanfte, gelbe Licht munterte sie auf.
Plötzlich tauchten noch mehr von den wesen auf und umkreisten Asmira. Nun schwebten alle in eine Richtung und blieben stehen. Verständnislos sah sie die kleinen Wesen an.
Wollten sie, das Asmira ihnen folgen soll? Die kleinen, gelben Wesen lachten auf und deutete mit ihren kleinen Händen in eine Richtung. Asmira zögerte erst, bevor sie sich entschliesst ihnen zu folgen.
Die gelben Lums führten das Mädchen durch den Wald. Einige tanzten um sie und spielten mit ihren nassen Haaren. Asmira lachte leicht und streichelte etwas zögernd und vorsichtig einen von ihnen.
Es gab also auch was gutes in dieser Welt. Nicht alles schien dunkel und bösartig zu sein. Die Lums führten sie weiter, bis Asmira auf eine Lichtung trat. Atemlos betrachtete sie die Säulen, die wie in einem Zirkel mitten auf der Lichtung zu stehen schienen. Sie leuchteten sanft im Licht der Sonne. Blaue Muster umfassten die Steine. In sich verschlungen, bewirkten sie den Anschein, das sie Magisch sein mussten.
Plötzlich aus dem nichts, schrien die Lums auf! Asmira erschreckte und sah sofort zu ihnen.
„Was ist los?" ängstlich schwebten die Lums abseits von ihr und sahen zum Wald! Schnell folgte sie ihren Deutungen und erschreckte! Grüne, dünne Wesen mit merkwürdigen Hüten standen am Waldrand und schwangen ihre Knüppel. Sie schienen es auf Asmira abgesehen zu haben, den der eine deutete böse lachend auf sie! Die Lums schwebten ängstlich davon, als die grünen Wesen darauf sich bewegten und nun auf sie losgingen! Asmira schrie auf und rannte los! Nun bei den Säulen angekommen, bemerkte sie erst, das vor jeder Säule ein blauer Wirbel war! Erschrocken, blieb sie abrupt stehen und wich keuchend zurück! Erschrocken sah sie über ihre Schulter.
„Nicht!", rief Asmira erschrocken und hielt sich schützend die Arme vor ihr Gesicht, als einige Netze in ihre Richtung flogen! Ein Netz landete auf ihr, an dem sofort gezogen wurde! Mit zusammen gekniffen Augen, versuchte sie dem ziehen entgegen zu halten und sich zu befreien! Das aber mehr bewirkte, dass sie sich immer mehr hinein verhedderte! Hart wurde Asmira zu Boden gezerrt! Nun hart wurde sie über den Boden gezogen! Die grünen Wesen lachten bescheuert los und gaben sich einen Handschlag! Verwirrt sah sie zu ihnen hoch. Sie waren nicht angsteinflössend. Sondern mehr.. Idiotisch?
Dies schien sie trotzdem nicht daran zu hindern, asmira zu verschleppen!
„Bitte, lasst mich frei!", zappelte Asmira und versuchte sich irgendwie aus dem Netz zu befreien! Doch egal was sie auch versuchte, es war zwecklos! Plötzlich bemerkte sie, das alles gelben Kugeln auf die grünen Wesen zurasten! Diese schrien verblüfft auf und schlugen mit den Knüppeln um sich! Immer mehr Lums rasten auf die Grünen Wesen zu und versuchten sie zu verwirren, indem sie ihnen die Hüte ins Gesicht zogen oder an ihre Schnurrbarte zupften!
Plötzlich hob sich das Netz. Verwirrt sah Asmira auf. Die gelben Lums lächelten sie an und halfen asmira sich aufzurichten.
„Danke.", sagte Asmira erleichtert. Alle gelben Lums deuten auf einen der blauen Strudel hin, der sich vor einer Säule drehte. Asmira schüttelte schnell den Kopf und hob abwehrend die Hände.
„Nein, da geh ich nicht rein!"
Doch sie hatte keine andere Wahl, den die Lums stossen sie auf den Strudel zu. Besorgt sah sie über ihre Schulter zu den Lums, die die grünen Wesen ablenkten. Denn einige von ihnen wurden hart von den Knüppeln erfasst, die die Wesen brüllend schwangen!
„Aber.. ich muss euch doch helfen!"
Anscheinend wollten die Lums nichts davon hören, den sie schubsten sie schliesslich in einer der Strudel hinein! Nicht fähig zu schreien, zog sie der Strudel ein, und spuckte sie nach wenigen Sekunden sogleich wieder aus! Erschrocken landete sie auf einer Wiese und blieb dann flach liegen. Der Strudel hinter ihr in der Luft verschwand sofort. Mit schmerzverzerrtem Blick richtet sich Asmira auf.
Sie bemerkte, das die Wiese unter ihren Füssen komplett braun und ausgetrocknet war. Erschrocken wich sie zurück! Denn sie sah wenige Meter vor sich ein Wesen stehen, das sie verwirrt anstarrte. (part2)
„Die Gegend hat sich nicht verändert..", flüsterte Rayman zu sich selbst, als er auf dem Hügel stand und über das Land sah, wo einst unter der Herrschaft von Mr Dark lag.
Düster, kalt und alles abgestorben..
Die schwarze Magie, hatte sich nach all den Jahren immer noch nicht verzogen. Hier , auf diesen Hügel, war die Grenze zwischen Dunkelheit und Licht.
Doch bevor Rayman vom Weissen Turm aufbrach, wurden schreckliche Dinge berichtet. Im Land der Träume zogen sich Wesen der Dunkelheit umher. Und es gab bereits Katastrophen und angriffe!
Wenn das Protoon noch länger in falschen Händen lag, wird sich das Gleichgewicht der Welten komplett verändern. Die Dunkelheit würde das Land der Träume immer mehr in seinem Besitz nehmen! Und da sich das Kind des Protoon ebenfalls in den Händen von Mr Dark befand, würde sich die Dunkelheit umso schneller ausbreiten, sobald er es auf seine gezogen hat!
Ja, die Zeit drängte. Und deswegen war Rayman froh, das sich der Zaubrer überreden liess, seine Wunde zu heilen. Obwohl der Zauberer mit seiner Theorie nicht unrecht hatte. Zuerst schien er beim Vorgang der Heilung nichts zu bemerken. Doch nach wenigen Sekunden wurde Rayman dann tatsächlich schwarz vor Augen und verlor das Bewusstsein.
Aber nun war seine Wunde komplett verheilt. Nicht mal eine Narbe konnte man erkennen.
Mit ernster Miene sah Rayman zu der schwarzen Burg, die nur wenige hunderte Meter vom Hügel entfernt stand. Viele Erinnerungen wurden da wach..! Doch irgendwas schien an ihr anders zu sein. Sie wirkte nicht nur finsterer, sondern auch nun grösser!
„Hm", grummelte er und entschloss sich das Ganze von der Nähe anzusehen. Geschickt sprang er vom Hügel und schlitterte nun den Abhang hinunter! Das Geröll rollte unter Raymans Füssen.
Nun war er endgültig im finsteren Land, als er unten ankam. Rasch schritt der Held zwischen den abgestorben Bäumen hindurch, und liess mit ernsten Blick dabei die Burg nicht aus den Augen.
„Ich irrte mich nicht.. sie ist grösser!", flüsterte Rayman.
Nach wenigen Minuten kam Rayman bei der alten Brücke aus Stein an, die aber zum Teil verfallen war..
„Wieso aber nicht die Burg? Hat er sie tatsächlich neu errichtet?"
Misstrauisch überquerte er die Brücke, die über einen ausgetrockneten kleinen Fluss ging. Ja, damals vor langer Zeit, musste dieser Ort Traumhaft gewesen sein! Doch Rayman erlebte dies nicht mehr.. denn als er erschaffen wurde, war das Land bereits in diesem Zustand.
Bisher, schien sich nichts zu rühren. Ausser dem sanften wind, war es äusserst ruhig.
Doch dies war rayman nicht geheuer.. Mr Dark hatte ihn nicht ohne Grund „herbestellt".
Nun kam er dem Tor immer näher, das tatsächlich noch dazu offen stand.
„Also das schreit ja förmlich nach falle", stellte rayman einer erhobenen Augenbraue fest und schüttelte den Kopf, als er das Dunkle Holz musterte. Aber ja, Mr Dark erwartete ihn.
In diesem Moment, war Rayman seine Spielfigur! Er wusste, das Rayman wusste, dass es eine Falle war, also wieso sollte er es auch nicht so aussehen lassen?
Vorsichtig trat Rayman zu dem Tor und sah hinein. Horchend blickte er sich um.
Ausser dem Wind, der durch die Türe zog, vernahm er nichts. Mit seinen Augen untersuchte er den Eingang, den Boden und die Decke. Doch er konnte soweit nichts entdecken. Misstrauisch betritt Rayman die Burg. Er schritt durch die Eingangshalle, bis das Tor mit einem Schlag zuknallte! Rayman fuhr rum und sah sich immer noch mit demselben misstrauen um!
„Na komm schon.. zeig mir doch deine Falle endlich..!", flüsterte er.
„Es gibt keine Falle.. den Fallen sind dazu da, einem nichts ahnend.. einzufangen oder?"
Rayman lächelte frech, als er diese Stimme vernahm. Er kannte sie nur zu gut! Es war seine eigene, nur gehässiger!
„Ach komm schon, ich freute mich so sehr auf eine Falle!", rief rayman mit gespielter Entrüstung und hob beide Hände. Wieder mit ernster Miene sah sich Rayman um „Komm raus Reymesis..!"
Das verrückte, gehässige Lachen erklang. Sogleich erschien er genau vor Rayman mit einem bösem grinsen. Rayman stellte sich Kampf bereit hin und sah ihn misstrauisch an. Irgendwas war hier faul! E wusste, das jederzeit was passieren könnte! Es war definitive eine Falle!
Aber eine, die er wahrscheinlich nicht mal erwarten würde! Und dies liess sein ganzen Körper anspannen.
„Hier bin ich! Wenn du Mr Dark suchst.. der wird heute bestimmt nicht vorbei schauen..!" Langsam schritt er um Rayman. Dieser liess ihn nicht aus dem Augen.
„Ich habe dich bereits erwartet..! Denkst du wirklich, dass jemand wie du durch unser Land streifen kann, ohne dass wir es bemerken sollen..?!"
„Wir?", wiederholte Rayman misstrauisch. Raymesis blieb auf der Stelle stehen und faste sich an die Stirn. „Ach wo bleiben meine Manieren…"
Plötzlich bemerkt Rayman, das sich was in der Dunkelheit bewegte! Geräuschen erklangen! Schleifen über den Steinboden! Fauchen und brüllen! Sowie kratzen von gewaltigen Klauen!
„Mit „Wir" meine ich natürlich uns allen, den du über die Jahren den Spass verdorben hattest..!", lachte er bedrohlich und deutete mit beiden Händen um sich. Alle Kreaturen und Wesen der Dunkelheit schienen sich in der gigantischen Eingangshalle versammelt zu haben! All diejenigen, die Rayman jemals besiegt und verjagt hatte…! Die Kreaturen brüllten und fauchten! Da war sie: Die Falle!
Rayman sah sich erschrocken um. Damit hatte er wirklich nicht gerechnet! Die Lage schien zuerst aussichtslos! Es waren einfach zu viele für Rayman! Aber er wusste, vorauf er sich einliess..! Reymesis lachte voller Boshaftigkeit und Schadenfreude.
„Mr Dark lockte dich doch nur hier her, damit wir uns alle an dich Rächen können..! Es gibt wesentlich schlimmeres als den Tod! DUnd dies, wirst du heute am eigenem Leib erfahren!"
`Also wollen sie mich nicht töten.. sondern einfangen?`, schoss es Rayman durch den Kopf, der nun sein berühmtes selbstischeres und freches Grinsen aufsetzte.
Mr Dark wollte ihn also lebend? Nun das erklärte ihm, weshalb er es damals nicht zu Ende brachte, als er die Chance dazu hatte!
Kampfbereit stellte sich Rayman hin und sah wütend in die Runde! Es gab immer einen Ausweg.. diesen musste es geben! Rayman entdeckte auch schon bei allen Seiten der Halle Eingänge, die nur zu einem weiter Gang führen mussten! Also tiefer in die Burg und somit eine Möglichkeit zu entkommen!
„Wenn ihr mich holen wollt dann kommt!", rief er in die Runde! Nun dies liessen sie sich nicht zweimal mal sagen! Brüllend, fauchend und kreischend stürzten sie sich auf Rayman! Schnell und geschickt sprang er über eine überdimensionierte Kröte an und stiess sich mit den Füssen von dessen Gesicht ab, um in die Luft zu kommen! Der Held hatte so vor, über den kompletten Haufen hinweg zu springen! Mitten in der Luft wurde er aber von Reymesis gepackt, der verrückt auflachte und Rayman auf den Boden knallte!
„Arg!"
Er schlitterte über dem Marmor Boden gegen die Wand und knallte dagegen! Kaum sah Rayman auf, kam schon ein Speer hergeflogen, den er aber rollend auswich! Geschickt schlug er eine mutierte Pflanze um und kam so gekonnt auf die Beine! Erschrocken wich er einem Schwertstoss aus, den ihn aber leicht an der Wange Schnitt. Ohne darauf zu achten kickte er der dunklen Gestallt die Waffe aus der Hand und schlug diese dann in die Luft. Nun griffen gleich drei Gegner miteinander an! Keuchend wich Rayman immer knapper den Schlägen aus und bewegte sich so immer weiter zur Wand. Manchmal wurde er leicht getroffen, doch dies schien in nicht daran zu hindern weiter den Schlägen auszuweichen und zu blocken! Er versuchte dabei auf die Öffnung hinzusteuern, die in den Gang führte! Gekonnte duckte er sich von einem Schlag weg und sprang zurück!
Plötzlich raste am Boden entlang eine gigantische Feuersäule auf rayman zu! Keuchend konnte Rayman um Haaresbreite diesem fauchenden Feuer ausweichen, indem er zur Seite sprang! Nun lag die wie eine Grenze, zwischen ihm und einigen Kreaturen! Atmend und mit einem frechen Grinsen sah er zu ihnen. Sie kamen langsam auf Rayman zu, während das Feuer immer kleiner wurde. Mit einigen schürf und Schnittwunden stand Rayman da und sah nun zu den Kreaturen, die freie Bahn hatten und sogleich sofort angriffen! Aber davor konnte Rayman einige Energiekugeln abfeuern, die auch einige von ihnen trafen! Die anderen hingegen schienen so abgelenkt zu sein, den Kugeln auszuweichen, das rayman die Möglichkeit ergriff und sich in Bewegung setzte!
Gekonnt schlug er sich durch die Menge und schlitterte nun auf die Öffnung des Gangs zu! Keuchend erreichte er auch diesen knapp und sprang mit einem Satz rein! Reymesis schien genau dies vorherzusehen und schlug Rayman den weg ab!
„HAAA!" Aus dem nichts packte er ihn und warf in gegen eine Holztür! Durch die Wucht des Wurfes zerbrach diese! Unglücklicherweise befand sich hinter der Türe eine steinerden Treppe, wo rayman nun polternd runterstürzte! Unten angekommen blieb er erst regungslos liegen. Er atmete voller schmerzen aus und sah zur Treppe hoch. Die komplette Horde rannte zu ihm runter! Rayman bemerkte, dass die Decke von der Treppe von Holzsäulen anscheinend gehalten wurden. Nun kam ihm dabei eine Idee!
Voller schmerzen richtet sich rayman auf und formte in seinen Händen eine Energiekugel! Als sie gross genug war, warf er sie gegen die Säulen! Mit einem Knall und einer heftigen Druckwelle, stürzte die Decke ein! Schützend hob Rayman die Arme und sah mit geschlossenen Augen zur Seite. Knallend und polternd stürzten die Felsbrocken auf die Treppe! Staub wurde aufgewirbelt! Die Kreaturen machten schreiend halt und einige sprangen gerade noch rechtzeitig zurück! Nach wenigen Sekunden, war der krach vorbei… Stille. Als sich der Rauch verzogen hatte, war nun der Durchgang mit Steinen versperrt!
Empört und voller Wut brüllten alle Wesen los!
Auf der anderen Seite sah Rayman hustend zu der Treppe, die aber komplett mit den Steinen zugeschüttet war! Niemand konnte so leicht da durchkommen. Nicht einmal Reymesis!
Mit einem erleichterten Seufzer schloss rayman die Augen.
„Verdammt war das knapp!"
Fürs erste schien es vorbei zu sein. Die Frage war, nur wie lange? Aber darüber machte sich Rayman vorerst keinen Kopf. Dieses mal konnte er entkommen, und das war momentan die Hauptsache!
„So hatte es Mr Dark wohl kaum geplant!", lächelte er frech und blies sich dann eine Haarsträhne aus seinem Gesicht. Vorsichtig streckte er sich, um zu sehen, wie sehr er Schaden genommen hatte. Doch er schien die Schmerzen kaum zu merken.
„Nun gut.. wo bin ich hier gelandet?", fragte er sich selbst und sah sich um. Er stand mitten in einem Dunklen Gang. Nur durch schwarze Kerzenständer wurde diese erhellt. Am Ende des Ganges war eine Dunkle Türe. Rayman musste weiter.. den die Kreaturen würden bestimmt nicht so schnell ruhe geben, bis ihn wieder in die Finger kriegen! Deswegen ging Rayman entschlossen den Gang entlang. Seine Schritte halten von allen Wänden ab, als er über den purpurnen Teppich schritt. Misstrauisch, blieb rayman vor der gewaltigen Türe stehen und musterte diese. Langsam legte er seine Hand auf die Türklicke, und drückte sie sachte runter. Vorsichtig öffnete er nun die Türe und sah hinein. Ein düsterer Raum.. in der Mitte befand sich aber was, das Rayman verdutzt rein sehen lies. Langsam trat er in die grosse Halle und zog die Türe hinter sich zu.
„Unglaublich..!", hauchte er.
Ein kaltes Licht schien durch das Loch in der Decke. Auch, wenn der Glanz, der einst hier herrschte, seid Jahrzehnte erloschen war, verlieh es immer noch was Besonderes diesen Ort.
In der Mitte der Halle befand sich ein abgestorbener Baum. Umgeben von ausgetrocknete rasen, der ein kreis bildete. Und um diese Wiese stand ein Zirkel! Steine, die normalerweise Kleinlinge nutzten, um mit strudeln in verschiedene Gebiete des Landes zu gelangen! Das Muster auf den nun glanzlosen Steinen, würde Rayman überall wieder erkennen! Doch die einst so magischen relikten schienen wie Tod. Denn das warme, blaue Leuchten, das sie wie lebendig wirken liess, war komplett erloschen!
Rayman strich mit der Hand über das Muster, das in den Steinen eingemeisselt war.
„Also ist es doch war… das Land hier gehörte einst zum Land der Träume..!"
Mit einem nun traurigem Gesicht sah er zu dem Baum in der Mitte…Tod.. wie alles hier..
Ja dieser Ort, die komplette Gegend, wurde von Mr Dark in die Dunkelheit gezogen! Und somit auch jeder Lebensfunke ausgezogen!
Langsam ging er zum Baum herüber und sah zu ihm hoch. Er musste einst sehr prächtig gewesen sein! Um ihn herum lagen tote Äste. Wie als ob er vor Traurigkeit und Verzweiflung diese abwarf!
Rayman atmete schwer aus und schloss kurz die Augen. Doch plötzlich hörte er ein merkwürdiges Geräusch.
Verwirrt drehte er sich um und öffnete seine Augen. Er sah sich um, und suchte den Ort, woher dieses Geräusch kommen könnte. Nun entdeckte er es: Mitten in der Luft hing ein blaues Portal! Der Strudel drehte sich und glitzerte voller Pracht!
„Was zum…?!"
Plötzlich spuckte das Portal was aus! Nun war Rayman komplett verwirrt und sah auf das hinunter, was das Portal ausgespuckt hatte! Die schwarzen Haare bedeckten das Gesicht des Wesens. Erschrocken atmend rührte es sich nicht. Rayman konnte an der stimme wahrnehmen, das es ein Mädchen sein musste.
Erst schien sie still liegen zu bleiben, doch dann richtete sie sich langsam auf. Rayman wollte zu ihr, doch blieb erst mal stehen. Immer noch komplett verwirrt, beobachtete er sie.
Das Mädchen sah nun auf, und blieb ebenso stehen, als sie ihn bemerkte. Er sah ihr an, das sie riesen Angst hatte! Langsam machte er ein Schritt auf sie zu, doch sie wich sofort zurück und griff nach dem erst besten Ast, den sie auf dem Boden fand! Drohend hob sie ihn hoch und funkelte gefährlich zu rayman herüber!
„Bleib zurück!", schrie sie hysterisch! Rayman hob nun beide Hände und versuchte so sie zu beruhigen.
„Ganz ruhig.. ich tu dir nichts."
Doch immer noch blieb sie in derselben Position und atmete schnell! Rayman machte noch ein schritt.
„Wirklich.. ich tu dir nichts.", wiederholte er sanft und sah sie dabei vorsichtig an. Sie schien sehr viel durchgemacht zu haben.. denn sonst würde sie wohl kaum so verstört sein!
„Sehe ich den für dich wirklich wie ein Bösewicht aus?", lächelte nun Rayman sie an und ging ihr vorsichtig näher. Asmira schien über diese Worte nach zu denken. Mit forschendem Blick musterte sie ihn. Erst jetzt sah sie seine Kratzer und Schürfwunden. Und sein sanftes lächeln schien ihre Angst etwas zu senken.
„Bitte.. ich kann dir womöglich hier raus helfen..", sagte er nun langsam und beobachtete ihre Reaktion darauf. Nun bemerkte er ihr Mal auf dem rechten Oberarm. War sie am Ende noch das Kind des Protoons? Hatte sie es tatsächlich geschafft zu fliehen und war deswegen so aufgewühlt? Zögernd senkte sie langsam den Ast. Ihr kompletter Körper zitterte!
Asmira presste die Lippen zusammen, um sich zusammen zu reisen.
`Nicht jetzt weinen.. nicht jetzt weinen!`, dachte sie sich verkrampft. Aber anscheinend war er die Hilfe, wonach sie gestern gerufen hatte?
„Ok.. ganz ruhig..", flüsterte er nun und senkte seine Hände. Immer noch vorsichtig ging er langsam auf sie zu. Er wollte sie nicht wieder erschrecken. Erst keuchte sie, und rührte sich nicht, als er zu ihr trat.
Doch plötzlich sackte Asmira auf ihre Knie und schluchzte dabei laut auf. Erschrocken hielt er sie dabei sofort an der Schulter fest! Er befürchtete schon, dass sie vor seinen Augen zusammen brechen würde! Doch nun vernahm er ihr leises weinen unter ihren Vorhang von schwarzen Haare, die wieder ihr Gesicht verbarg.
„.. Ich werde von allen Seiten gejagt…", flüsterte sie tonlos und versteckte ihr Gesicht nun hinter ihren Händen. Leise, drang ihr leises weinen zu ihm.
Rayman wusste erschrocken und voller Mitgefühl erst nicht, wie er darauf reagieren sollte… schliesslich nahm er sie langsam in seinen Armen und drückte sie an seine Brust.
Nun weinte sie richtig los! Rayman sah mitfühlen zu ihr runter und strich ihr beruhigend über den Rücken. Er war sich nun sicher: Sie war es!
Ohne was zu sagen, liess rayman sie erst mal an seiner Brust Weinen. Er wollte sie nicht noch mehr aufwühlen. Das arme Mädchen musste schlimmes durchgemacht haben, bevor sie schliesslich hier landete! Der Held konnte sich gar nicht erst vorstellen, was Mr Dark ihr antat oder sagte!
Nun sah er nachdenklich sich um. Er musste sie sicher von hier fortbringen. Selbst wenn sie nicht das Kind des Protoons war, wollte er ihr auf jeden Fall helfen.
Asmira beruhigte sich langsam. Sie war in dem Augenblick sehr froh gewesen, das er sie in die Arme nahm. Das brauchte sie, nach all dem was geschehen war: Jemand, der sie tröstete und ihr das Gefühl der Sicherheit gab. Als Rayman bemerkte, dass sie sich langsam beruhigt hatte, nahm er sie langsam aus seiner Umarmung. Aber hielt sie dabei noch fest.
„Entschuldige..", schluchzte sie leise und strich sich die Tränen aus ihrem Gesicht. Sie wusste selber nicht wieso. Nach all dem was sie durchgemacht und erlebt hatte, vertraute sie diesem Wesen. Rayman schüttelte mit einem sanften schmunzeln den Kopf.
„Du musst dich nicht entschuldigen. Wie heisst du denn?"
„Asmira.."
Plötzlich knallte es! Raymans Blick wurde ernst und er richtete sich auf. Der Knall kam vom Gang! Brachen sie tatsächlich durch? Asmira sah erschrocken zur Türe, und dann zu Rayman.
„Was..?" Rayman sah mit einem leichten Lächeln zu ihr runter.
„Nun mein Name ist Rayman..", er half ihr auf die Beine und stellte sich sofort schützend vor ihr hin
„ Und ich werde dich um alles in der Welt beschützen! Verlass dich darauf!"
Nun erklangen Geschrei und Stimmen. Asmira keuchte erschrocken auf und wich einen Schritt zurück.. Rayman sah zu ihr. „Schnell, verstecke dich hinter der Säule!"
„Aber.. was ist mir dir? Du bist verletzt und..",
Rayman grinste sie an und zwinkerte ihr zu.
„Keine Sorge.. das wichtige ist erstmal, das sie dich nicht entdecken! Also bitte versteck dich sofort!"
Asmira nickte zögernd und rannte schliesslich zur Säule und versteckte sich dahinter. Voller Sorge sah sie zu Rayman und legte ihre Hände auf den kalten Stein.
Nun polterte es am anderen Ende der Halle! Die Türe wurde durchgebrochen und knallte zu Boden! Zwei grüne Gnome stolperten hinein! Rayman wollte schon eine Energiekugel erscheinen lassen und sie ausser Gefecht setzen! Doch plötzlich erklang ein klingeln!
Asmira wich erschrocken von der Säule zurück und betrachtete diese mit grossen Augen! Rayman sah erschrocken zu ihr! Auch die Gnome, schienen komplett überrascht zu sein!
Die Muster der Säulen fingen langsam an vom Boden her mit blauen Licht durchströmt zu werden! Das Klingeln wurde immer Lauter und als die Musterung komplett mit dem blauen licht gefüllt war, leuchtete schliesslich die komplette Säule hellbläulich auf! Klingelnd erschien ein Portal vor der Säule! Fassungslos sah Rayman mit grossen Augen zu der Säule und dann zu Asmira.
„Du.. du bist es tatsächlich!"
„Das Kind des Protoon?!", zischte plötzlich eine Stimme durch die Halle. Reymesis erschien an der Tür und sah überrascht zu Asmira. Rayman reagierte sofort darauf! Er musste sie schnell in Sicherheit bringen! Asmira stand vor dem Portal und sah die Säule schockiert an! Wieso reagierte sie so auf ihre Berührung?!
Nun war Rayman bei ihr und hob sie schnell auf! Etwas überrumpelt starrte sie zu ihm hoch.
„Nein!", schrie Reymesis, doch es war zu spät! Rayman sprang mit Asmira, die sich erschrocken an Rayman geklammert hatte, in das Portal hinein! Der Strudel saugte sie sofort ein! Klingelnd verschwanden beide und das Licht von der Säule, das eben noch den kalten Ort für kurze Zeit erhellte, erlosch! Das Portal verschwand. Die Musterung, die vom blauen Licht durchströmt war, zog sich in die Erde zurück. Und plötzlich knackte es! Die Säule brach in sich zusammen und hinterliess nur noch Geröll und Steine!
„Verdammt Nein! Nein! Nein!" schrie Reymesis und gab einem Gnom einen tritt!
„Wieso habt ihr nichts unternommen?!"
Die Sonne sank. Sanft hüllte die Abendliche röte der Sonne den Eichbornwald ein. Leise fingen die Grillen zu Zippern an. Violette Leuchtpunkten schwebten schwerelos zwischen den Bäumen und erhellten sanft die dunkleren Wege. Plötzlich aber, wurde die sanfte Ruhe gestört, als sich mitten drin ein blaues Portal öffnete! Der Spiral drehte sich glitzernd und erfüllte die Gegend mit seinem Summen! Leicht spuckte es auf einmal Rayman und Asmira aus! Kaum verliessen beide das Portal, schloss es sich leise hinter ihnen.
Geschickt landete Rayman auf den Knien, und hielt Asmira immer noch dabei fest. Sie hatte sich vor Angst mit zusammen gekniffenen Augen an ihn geklammert.
Er keuchte: „Das.. war wieder knapp!"
Der Held sah sich um und richtete sich auf. „Der Eichbornwald?"
Sie waren umgeben von violetten Punkten. Die grosse Lila Pilzen leuchteten leicht in der Dämmerung und die dicken bäumen rankten sich mit ihren Wurzeln durch die Erde. Rote Lums schwebten schwerelos durch die Gegend.
Rayman kannte den Eichbornwald sehr gut. Leicht schmunzelte er und atmete tief aus. Vorerst, sollten beide in Sicherheit sein. Langsam, sah er zu Asmira runter, die sich immer noch mit zusammen gekniffenen Augen an ihm geklammert hatte. Nun lächelte er schräg.
„Du.. kannst mich wieder los lassen. Es ist vorbei."
„Oh!" schüchtern bemerkte sie, das sie sich wirklich an in geklammert hatte und lies ihn schnell los. Rayman lachte auf und setzte sie sachte ab. Sofort legte sie sich unsicher die Arme um die Taille und sah sich vorsichtig mit den Augen um.
„Schon ok, bin gerne der Helfer in Not. Obwohl du anscheinend dieses mal mir geholfen hattest."
„Wie… meinst du das?", fragte sie nun tonlos und sah argwöhnisch zu ihm. Er nickte hinter sich, wo das Portal noch vor wenigen Sekunden war.
„Du hast die Säule aktiviert und uns einen Fluchtweg so geschaffen."
„War das wirklich ich?"
Rayman sah sie an. Er bemerkte, dass sie langsam wieder angst bekam. Ihr argwöhnischer Blick, wich nun komplett zu einem sehr ängstlichen! Anscheinend wurde sie in die ganze Sache einfach hinein geworfen!
`Dieser verfluchte Mr Dark! Was hat er ihr nur gesagt?!`
„Kannst du mir vielleicht sagen.. wo ich bin? Was dies für eine Welt ist? Was.. ich bin?", stockte ihre ängstliche Stimme verzweifelt.
Allmählich bemerkte Asmira, das sie sehr müde war. Sie konnte doch die Wahrheit, wo sie glaubte in die Nacht hinter sich gelassen zu haben, nicht glauben. Alles, ihre komplette Ängste und Zweifel, schien nun komplett in ihr hochzukommen!
Rayman nickte langsam und legte beruhigt seine Hand auf ihre Schulter, als er sehen konnte, wie sie nun wieder zu ihrer Panik abdriftete. Das arme ding zitterte ja!
„Ja kann ich.. du bist ein Mensch.", lächelte er sie nun beruhigt an und bemerkte, das sich in ihrem Gesicht auch ein kleines, aber sehr trauriges lächeln bildete.
„Kein Monster..?", fragte sie leise. Rayman schüttelte den Kopf und lachte leise.
„Glaube mir.. ich bin tausenden Monstern begegnet.. aber du gehörst ganz klar nicht dazu!"
„Aber.. was passieren den für Dinge? In meiner Hand bildete sich gestern eine riesen.. Kugel die dann explodierte! Und vorhin leuchtete plötzlich diese Säule auf und ich weiss einfach nicht woher das alles auf einmal kommt!", rief sie nun wieder den Tränen nahe. Immer mehr bekam die Panik überhand von Asmira! Bevor Rayman sie irgendwie beruhigen konnte fuhr sie komplett ausser sich fort.
„Dieser Mr Dark nannte mich das „Kind des Protoon"! Er behauptet, dass dies hier meine Welt ist! Dass die andere Welt, wo ich lebte, alles nur gelogen war! Und jetzt rede ich noch mit einem Wesen, das keine Glieder hat!"
Plötzlich schwankte sie! Sofort hielt rayman asmira fest, als sie nun endgültig drohte umzufallen!
„Ganz ruhig!" nun bemerkte er, dass sie die Augen schliesst. Sofort stützte er sie, als Asmira zur Seite stolperte. Sie atmete erschöpft und sank nun auf die Knie.
„Ich will doch nur nach Hause.. ich kann nicht mehr… ich.. will nicht mehr…" flüsterte sie müde. Die ganze Nacht war Asmira wach. Den ganzen Tag war sie auf der Flucht und gegessen hatte sie auch nichts. Ihr Körper, der die ganze Zeit über unter Adrenalin bei Kräften gehalten wurde, konnte nicht mehr!
„Du hast wirklich viel durchgemacht.." flüsterte Rayman leise und sah besorgt zu ihr runter. Immer noch, hielt er sie sicher an der Schulter fest.
„Bei mir bist du sicher.. ich bringe dich an einem Ort, wo dir nichts passiert.. ok?" er sah, das sie langsam nickte. Sachte hob er sie hoch.
„Kannst du mich nicht einfach nach Hause bringen? Oder.. ist es wirklich war?"
Rayman zögerte. Er wollte sie nicht noch mehr unter diesem Druck setzen. Aber es war schon die Wahrheit, was Mr Dark sagte. Jedenfalls, was diesen Teil anging.
„Asmira..", seufzte Rayman mit und wusste nicht, wie er es sagen sollte. Langsam nickte Asmira.
„Also ist es dir Wahrheit...", sie atmete müde aus.
„ .. die ich aber niemals.. glauben möchte.."
Rayman setzte sich in Bewegung. Er wusste genau wo sie sich befanden und wollte asmira so schnell wie möglich hier fortschaffen. Sie musste sich ausruhen.
„Ich weiss, das es.. nicht einfach ist..", erwiderte Rayman vorsichtig und bemerkte, das sich ihr Körper schlagartig verkrampfte!
„Aber du bist immer noch wer du bist. Nur weil du jetzt einige Kräfte besitzt.. heisst es nicht, das du jemand anderes bist."
„Ist das so?" fragte Asmira traurig. Rayman nickte und lächelte leicht: „Natürlich. Versuch jetzt.. irgendwie zu schlafen."
Asmira drehte ihr Kopf zur Seite und sah nun in die Richtung, wohin sich Rayman bewegte. Eine Weile war es still zwischen ihnen, während Rayman Asmira durch den Wald trug. Er wusste anscheinend genau, wohin er gehen musste. Sicher, bewegte er sich auf den schmalen Pfaden durch den nun dunklen Wald, der aber alles andere, als bedrohlich auf Asmira wirkte. Er.. verzauberte sie eher. Trotz der Müdigkeit, sah sich neugierig mit den Augen um. Dabei versuchte sie die Erlebnisse zu verdrängen, die immer noch ruhelos in ihrem Kopf umher schwirrten!
„Kennst du dich gut hier aus?", fragte sie nun leise. Rayman sah mit den Augen zu ihr runter und schmunzelte. Er dachte schon sie wäre eingeschlafen. Aber wundern tut es ihn auch nicht, dass sie noch wach war. Dazu hatte sie anscheinend zu viel erlebt.
„Ich lebe in dieser Gegend.", sagte er sanft. „Ich kenne sie also wie meine Westentaschen!"
„Rayman", sagte sie plötzlich. Er hörte ihrer Stimme an, das ihr was auf dem Herzen lag.
„Ja?"
„Weisst du.. ich wuchs in einer Gegend auf, die ebenso im Wald lag… natürlich waren die Bäume anders. Und die Pilze kleiner. Doch der Wald war steht's immer mein Zuhause. Ich hätte niemals gedacht, das ich diesen Ort so schnell verlassen würde."
Langsam erzählte sie nun Rayman, was Mr Dark genau tat. Wie er sie in der Schule mit den Knaaren überfiel, und sie schliesslich letzte Nacht in einer Zelle erwachte. Wie die Knaaren ihr drohten sie zu fressen, und wie Mr Dark ihr all die Dinge aufzeigte.
Stumm und mit ernster Miene hörte er aufmerksam zu. Was er da hörte, konnte er nicht fassen. Rayman kannte Mr Dark. Er war ein teuflischer Bösewicht! Doch das er all dies tat, erschreckte selbst Rayman. „Ich verspreche dir.. Mr Dark wird dafür büssen!"
„Du kennst ihn?", fragte Asmira zögerlich. Rayman lächelte nun schräg.
„Ja.. er ist mein Erzfeind wenn es genau wissen willst." Nun sah Asmira aufmerksam zu ihm auf. „Was?"
„Wirklich eine seeeeehr lange Geschichte", versicherte er Asmira und duckte sich von einem niederliegenden Ast hinweg.
„Wie bist du entkommen?", wechselte er schnell das Thema, bevor sie weiter fragen konnte. Er wollte sie nicht noch mehr mit den Dunklen Geschichten bedrücken.
Nun sah Asmira wieder zum Pfad vor sich. Über ihr schönes Gesicht erschien nun ein kleines Lächeln.
„Ich warf der Kreatur Stroh ins Gesicht." Rayman sah sie nun überrascht zu ihr runter und lachte los.
„Wirklich? Das nenn ich mal mutig!"
Nun Erzählte sie weiter, wie sie aus der Burg flüchtete, die Knaaren sie verfolgten und wie die gelben Lums sie durch den Wald führten.
„Die gelben Lichter halfen mir und warfen mich schliesslich in den Strudel.", beendete sie ihre Erzählung. Rayman lächelte leicht, als sie die Lums „gelbe Lichter" nannte.
„Die gelben Lichter sind Lums. Sie schienen wohl zu bemerken, wer du bist. Ich denke, sie kamen sehr gut davon. Sie sind nämlich äusserst flink und manchmal hart im Nehmen."
Asmira nickte und atmete erleichtert aus. Diese Geschichte brannte ihr schon auf der Seele. Sie wollte sie loswerden, damit sie nicht mehr in ihrem Inneren rumtobte.
„Kannst du mir erzählen, wo ich nun gelandet bin?", fragte sie leise und gähnte. Er lächelte und erzählte ihr von seiner Welt. Wie sie entstanden war durch Polokus, welche Wesen und Orte es im Reich der Träume gab. Nach wenigen Minuten, schien die Stimme von Rayman sie in den Schlaf zu wiegen. Als rayman bemerkte, das Asmira eingeschlafen war, lachte er leise. Genau dies wollte er erreichen.
„Ruh dich aus..", flüsterte er und ging weiter seines Weges. Die Nacht zog sich über das Land. Die Lums erhellten den Wald mit ihrem warmen licht. Nur wenige Wege waren mit Laternen beleuchtet.. in denen befanden sich Glühwürmchen die voller Freude sich im Kreise drehten.
Rayman sah durch die Äste, als er schliesslich dem Ziel immer näher kam. Er wollte zu Globox. Dort konnte sich Asmira erst mal richtig ausruhen, bevor Rayman vorhatte sie zum Weisem Turm zu bringen. Langsam und vorsichtig schlüpfte er durch die Äste und achtete besonders darauf, das Asmira deswegen nicht erwachte. Nachdem dies geklappt hatte, stand er nun vor Globox Haus. Langsam schritt er auf die Türe zu und klopfte mit dem Fuss an das blaue gefärbte Holz. Vorsichtig sah er zu Asmira runter, die immer noch sanft schlief. Globox öffnete die Türe und rief überrascht und voller Freude auf. „Rayman!"
„PSCHT!"
Rayman zischte und deutete auf Asmira. Schnell klatschte Globox beide Hände auf seinen Mund und sah Rayman erschrocken an. Asmira schien aber nichts davon zu merken und schlief weiter. Rayman atmete mit geschlossenen Augen aus und sah mit einem entschuldigenden lächeln zu Globox. Immer noch mit den Händen vor dem Mund, schüttelte dieser den Kopf. Somit deutete er hin, dass es nichts machen würde.
„Tut mir Leid…", flüsterte Rayman zu Globox. „Dürfen wir reinkommen? Ich erkläre dir sofort alles."
Globox nickte, immer noch mit den Händen auf den Mund und deutete mit dem Kopf hin, dass er reinkommen soll. „Nimm doch deine Hände runter", flüsterte Rayman belustigend und lächelte breit. Globox tat wie ihm geheissen wurde und schloss die Türe langsam hinter sich ab.
„Wer ist das?", fragte er Rayman flüsternd.
„Ich erkläre es dir gleich.. könnte ich sie irgendwo..?" Globox deutete schon auf ein Zimmer hin, bevor Rayman seine Frage beenden konnte. Dankend nickte Rayman und trat in das Zimmer ein. Globox deutete auf ein Bett, das etwa ihre Grösse hatte. Sachte legte Rayman Asmira auf das Bett und zog die Decke bis an ihre Schulter hoch. Das Mädchen schlief Seelenruhig weiter.
`Sie muss wirklich sehr erschöpft sein, wenn sie so tief schläft`, ging es Rayman durch den Kopf und sah nun zu Globox, der nun an der Türschwele auf ihn wartete. Beide traten aus dem Zimmer, sobald rayman bei ihm ankam. Dabei zog Rayman die Türe nur soweit zu, das er noch reinsehen konnte. Er wollte sie nicht aus den Augen lassen
„Tut mir wirklich Leid, dass wir hier so reinplatzen.. wo sind eigentlich Uglette und die Kleinen?", sprach Rayman nun mit etwas gesenkter Stimme. Globox winkte ab. „Must dich wirklich nicht entschuldigen. Du bist immer willkommen. Uglette ist mit den Kleinen zu ihrer Mutter ins Land der wandelnden Seelen gegangen. Dort sollte es ja etwas sicherer sein."
Rayman nickte verständlich. Globox deutete erschrocken auf Raymans Schnitt und Schürfwunden.
„Was ist den passiert Rayman? Ich hörte du wolltest Mr Dark aufsuchen? Hast ihn anscheinend gefunden?"
„Eher eine Horde von rachsüchtigen dunklen Wesen, denen ich mal das Handwerk legte.", meinte Rayman mit einem etwas gequältem Lächeln und winkte schliesslich ab.
„Aber lassen wir das. Globox, es ist wirklich wichtig, dass wir sie beschützen. Ich wollte erst zum weisen Turm, doch das liegt ja im Land der wandelnden Seelen. Aber Asmira, so heisst sie, muss sich dringend ausruhen!"
Globox nickte verständlich und hob eine Hand.
„Alles klar Rayman. Nur, wie bist du ihr begegnet und was ist genau passiert?"
Rayman sah durch den Spalt um sich zu versichern, dass sie immer noch schlief und vor allem alles in Ordnung war.
„Sie ist das Kind des Protoon, Globox! Sie konnte Mr Dark entkommen, bevor er ihr wirklich noch was antun konnte."
„Was?!", schrie Globox unfassbar auf und knallte sich sogleich beide Hände auf seinem Mund. Rayman zuckte zusammen und sah erschrocken zu Asmira. Sachte bewegte sie sich leicht im Bett, aber schien noch weiter zu schlafen. Erleichtert sah er wieder zu Globox. Nun erklärte er ihm ausführlich, was geschehen war. Globox hörte ihm spannend zu und nickte nur bei gewissen Stellen aufgeregt. Als Rayman fertig war, sah Globox durch den Spalt zu Asmira.
„Also.. konnte sie ihm wirklich entkommen? Das wird ihm gar nicht gefallen.."
Rayman nickte mit einem kleinem lächeln.
„Das auf jeden Fall. Und seine Spielfigur…", dabei deutete er auf sich selbst „…Tat auch nicht das, was er sich zusammen plante!"
„Aber warum wollte er dich lebend einfangen lassen? Ich versteh das alles nicht!", wisperte Globox und hob entrüstet die Hände. Rayman zuckte ebenfalls die Schulter.
„Da bin ich genauso schlau wie du." Der Held sah mit den Augen zu Boden.
„Asmira hat wirklich schlimmes durchgemacht. Kein Wunder, das sie beinahe zusammen brach, als wir im Eichbornwald ankamen. Deswegen kam ich zu dir, damit sie sich erholen kann... in Sicherheit."
„Ja aber hast du nicht Angst, das Mr Dark hier auftauchen könnte?", sagte nun Globox ängstlich. Doch Rayman schüttelte sofort den Kopf.
„Woher soll er wissen, wo Asmira sein sollte? Und ausserdem wäre hier der letzte Ort, wo er nach ihr suchen würde", lächelte er Globox beruhigt an. Der blaue Frosch nickte und betrachtete Rayman. Sein Freund mag ja nichts sagen, doch die Kratz und Schürfwunden sahen schmerzhaft aus. Vorsichtig räusperte er sich:
„Geht es dir auch wirklich gut Rayman? Den.. deine Wunden.."
Rayman schüttelte mit geschlossenen Augen den Kopf und atmete leicht aus.
„Keine Sorge, mir fehlt nichts. Der Zauberer wird meine Wunden heilen, sobald wir morgen dann zum Weissen Turm gehen."
Nun sah er lächelnd zu Globox „Ich hoffe du begleitest uns dann?"
Globox nickte hastig und setzte sein tollpatschiges Lächeln auf. „Das auf jeden Fall! Aber erst mal sollst du dich auch ausruhen Rayman."
Rayman nickte zu dem Zimmer wo Asmira schlief. „Eine Stuhl reicht.. ich will kein Risiko eingehen."
Sein Freund nickte langsam. Das war Typisch Rayman. Seine Aufgabe als Held und Beschützer nahm er immer ernst. Er achtete dabei mehr auf andere, und vergisst sich selber komplett.
„Gut, es steht einen im Zimmer.. probiere trotzdem dich auszuruhen."
Rayman zwinkerte Globox mit einem verschmitzten Lächeln zu und hob den Daumen „Du kennst mich doch."
Globox lächelte und nickte. Nachdem sie sich gegenseitig eine gute Nacht wünschten, schlüpfte Rayman in das Zimmer und setzte sich dann auf den Stuhl. Er lehnte sich zurück und sah zu Asmira, die immer noch tief schlief. Dabei liess er all die Ereignisse vom heutigem Tag durch sein Kopf schweifen. Wieso Mr Dark ihn nur einfangen wollte, konnte Rayman immer noch nicht verstehen.
„Was hast du nur vor?", fragte er sich leise und sah nun zum Fenster. Rote Lums schwebten hin und wieder daran vorbei.
Währenddessen, in einer ebenso ruhige und Gegend.. die aber gleich durch ein riesen Knall gestört wurde! Aus einem unter der Erde liegendes Versteck stieg rauch empor!
Wutentbrannt setzte Mr Dark den Knaaren Feuer unter den hintern, als sie ihm berichteten, was eigentlich geschehen war. Zuerst liessen sie ihn einige Stunden warten, und dann berichteten sie ihm, das Asmira verschwunden war!
„Euch kann man wirklich zu nichts und wieder nichts gebrauchen!", schrie Mr Dark und schleuderte eine weitere Feuerkugel den Knaaren entgegen, wo sie aber mit knapper Not auswichen! Wütend funkelte er mit den Händen umher und drehte seine Runde.
„Wie kann man ein Mädchen entkommen lassen?! Dazu noch einem Mädchen, das nicht mal in der Lage ist ihre Kräfte einzusetzen?!"
Voller Angst und Vorsicht versuchte ein Knaare darauf zu antworten, doch Mr Dark schleuderte gleich ein riesen Feuerstrahl auf sie zu! Schreiend stolperten sie zur Seite! Einer wurde hart getroffen und blieb ächzend liegen.
„Verschwindet! Sonst bringe ich euch alle auf der Stelle um kapiert?!"
Mr Dark`s Stimme lies die Knaaren zusammen zucken. Schnell griffen sie nach dem Armen des verwundeten Knaaren und zogen ihn zum Ausgang. Mr Dark drehte sich mit wehenden Umhang um und eilte auf den Tisch zu. Wütend schlug er mit einer Handbewegung schreiend alles auf den Boden! Das Tintenglas zerbrach und die Blätter flatterten auf den Steinboden! Kochend vor Wut lehnte er sich mit den Händen auf den Tisch ab und schlug daraufhin mit der rechten Hand auf die Tischplatte! Ohne Asmira würde sein Plan niemals Aufgehen! Wenn jetzt Reymesis auch noch versagt hat..!
„Raymesis!", schrie Mr Dark mit seiner düsteren Stimme. Als keine Antwort kam, schlug er ein weiteres mal auf den Tisch.
„Reymesis! Beweg dein verfluchten Arsch hier her!"
Es war bereits spät abends. Und eigentlich sollte Reymesis schon längst zurück sein. Ausser er wurde aufgehalten, oder traute sich nicht aufzutauchen, weil es schief lief! Nur diesen Gedanke lies Mr Dark wütend auf zischen. Raymesis erschien in der Dunkelheit. vorsichtig sah er zu Mr Dark „Meister? Ihr habt gerufen?"
Wütend fuhr Mr Dark herum und sah in die Richtung, woher seine Stimme kam. Als er Raymesis bei einer Säule entdeckte, sah er ihm schon an, das es nicht ganz nach Plan verlief.
„Wehe du berichtest mir nichts Gutes..! Obwohl ich jetzt schon sehe, das Rayman nicht bei dir ist!"
Seine Stimme klang drohend und vor allem so, als ob er sich sehr fest zusammen reisen musste, nicht in die Luft zu gehen! Raymesis machte einen Schritt zurück und räusperte sich vorsichtig. „Nun Meister.. ähm…",er hielt innen, als er sah, wie Mr Dark seine Hände zu Fäusten formte und voller Wut aufkochte.
„ähm.. nun..", stotterte er nun ängstlich.
„Wehe du sagst es!", zischte nun Mr Dark wutentbrannt und deutet mit den Finger auf Raymesis, der sofort zurück wich.
„Sage nicht, das Rayman entkommen konnte!"
Trocken schluckte das Wesen und Antwortet mit piepsiger Stimme: „ Nun dann Meister, sag ich lieber… nichts."
Schreiend schleuderte Mr Dark eine Feuerkugel auf Raymesis zu! Dieser liess sich ängstlich verschwinden und tauchte dann auf die andere Seite der Säule wieder auf. Die Feuerkugel knallte an die Wand und hinterliess einen schwarzen Russfleck!
„Ich servierte ihn euch auf einem silbernen Tablett! Wie konnte er dabei entkommen hä?!", hallte Mr Darks bösartige und wütende Stimme von den Wänden ab! Reymesis zuckte leicht zusammen und hob beide Hände abwehrend.
„Du sagtest selbst, das er stärker wurde! Und ausserdem, wieso willst du ihn einfangen?! Ich sehe immer noch nicht wo darin der Sinn sein sollte!", rief er nun und schlug wütend an die Säule neben sich. Er liess sich ja einiges gefallen, doch nun wollte Reymesis nicht mehr!
„Vor allem ist es doch deine eigene schuld! Du hast ihn nicht getötet als du es konntest!"
„Du kleiner Wurm wagst es dich mir zu widersetzen?!", zischte nun Mr Dark drohend und ging auf Raymesis zu. Dieser schluckte erst trocken, doch sein wütender blick behielt er. „Wenn es um dieses Thema geht Meister, dann jederzeit!"
Auf einmal blieb Mr Dark stehen. Raymesis erwartete schon einen riesen Ausbruch und das Mr Dark ihn auf der Stelle mit Töten würde! Doch Stattdessen hörte er sein schauriges Lachen!
Nun war Raymesis verwirrt und machte einen Schritt zurück. Mr Dark lachte immer noch und schüttelte schliesslich dann den Kopf.
„Unglaublich, dass du dich mir wiedersetzt, wenn es um Rayman geht! Aber gut.. ich weihe dich ein! Aber zuerst..", seine Stimme steigerte sich wider!
„…sagst du mir wieso ihr allesamt versagt habt!" Die Feuerkugel loderte drohend in Mr Darks rechter Hand. Nun war sich Reymesis nicht mehr so sicher, ob er hier bleiben oder gleich fliehen sollte. Denn das, was er zu berichten hatte, war auf keinem Fall eine gute Nachricht.
„ähm… nun wie du es gesagt hattest.. Rayman wusste das es eine Falle sein würde und na ja.. wir überrumpelten in schon! Doch na ja ähm...", stammelte er nun und biss sich auf die Unterlippe, als er sah wie Mr Dark immer mehr die Geduld zu verlieren schien.
„Also wir hatten ihn schon im Griff.. aber.. na ja als er dann die Decke bei der Treppe einstürzen lies.. verloren wir ihn..?", wurde Raymesis immer leiser und Mr Dark wurde immer wütender! „Was?!"
„Aaaber!", schnell hob er beide Hände um den Wurf von Mr Dark abzuhalten.
„Wir kamen dann durch das Geröll und fanden Rayman auch schon!"
Mr Dark`s Miene wurde immer Finsterer!
„Und wieso habt ihr ihn nun nicht eingefangen?!"
„Also das ist eine sehr gute Frage! Wirklich!", sagte Raymesis schnell. Er liess sich dabei durch den Kopf gehen, wie er das ganze am besten sagen sollte, ohne die gewaltigen Flammen von Mr Dark zu spüren zu bekommen!
„Na ja er war in diesem Raum, wo sich dieser Zirkel befand.. aber nicht allein!"
Nun hob Mr Dark eine Augenbraue und verschränkte seine Arme.
„Ich höre?" Reymesis spielte nervös mit seinen Händen.
„Ähm also… eine Säule wurde aktiviert…"
„Aktiviert.", wiederholte Mr Dark spöttisch und kam Reymesis immer näher.
„Wie zum Teufel sollte er..?!", den Satz brach er selbst ab. Wie, als ob sich in seinem Kopf was zusammen gefügt hätte, starrte er mit grossen Augen ins Leere. Reymesis wurde nun deutlich nervöser und traute sich vorsichtig den Mund zu öffnen.
„M-meister?"
Mr Dark keuchte unglaublich: „Nein.. ! SIE ist bei IHM?!", schrie er nun wutentbrannt auf und wedelte mit seinen Armen! Sogleich wurde er von Feuer umgeben. Reymesis schrie auf und wich zurück.
„J-ja?"
„Das darf doch nicht wahr sein!", schrie Mr Dark und das Feuer breitete sich um ihn aus! Ausserhalb des Verstecks war es ruhig.. doch plötzlich knallte es und eine Rauchwolke stieg empor! (nr 2! xD)
Im inneren lag nun Raymesis verkohlt auf dem Boden und husteten schwarze Wölkchen. Mr Dark warf schreiend den Tisch voller Wut und Hass um!
„Mein ganzer Plan! Er war Idioten sicher! Aber wenn Idioten in ausführen, kann es ja nur schief gehen!"
Reymesis setzte sich auf und klopfte sich hustend den schwarzen russ ab. Mr Dark achtete gar nicht mehr auf ihn und drehte seine Runden!
„Das kann einfach wahr sein! Wenn Rayman das Gör hat, dann wird er sie bestimmt zum weisem Turm bringen! Und dort komm ich niemals an sie ran!", redete er mit sich selbst.
„Und dann wird sie bestimmt von Betilla ausgebildet und das Protoon zurück rufen sobald…Moment!"
Plötzlich hielt er in seinem Schritt inne und sah auf.
„Das ist es..!"
„Meister?", meldete sich Raymesis vorsichtig und stand langsam auf. Mr Dark grinste listig „Natürlich.. so geht es auch!"
Verwirrt und vorsichtig ging Raymesis langsam zu Mr Dark, der nun böse auflachte.
„Sobald dies geschehen sollte.. dann schnappt ich sie mir und zwinge sie dazu, auf meine Seite zu wechseln!"
„Moment mal.. sagtest du nicht eben, dass es unmöglich wäre in den weisen Turm zu gelangen?", fragte nun Raymesis noch verwirrter.
„Ja, das ist in der Tat so! Doch es gibt immer eine Möglichkeit! Auch wenn sie nicht gerade ungefährlich ist! Dazu brauche ich nur einige Zutaten, die sich an sehr Gefährlichen Orten befinden! Aber du!", er drehte sich mit wehenden Umhang um und zeigte auf Raymesis, der sofort vor seinem Finger zurück zuckte!
"Du wirst sie mir beschaffen! Und wenn du ein weiteres Mal mich enttäuscht, dann…!"
Seine Hand, die eben noch auf Raymesis deutete, ballte er zur Faust und sofort umgab diese Feuer! Reymesis nickte schnell:
„Ok, ok! Doch nun verrate mir doch endlich, was du vorhast!"
Mr Mark lachte gehässig auf und zog seine Hand zurück.
„Wenn du dann ruhe gibst.. gerne! Doch wo bleibt dein Respekt?!"
Reymesis räusperte sich. Vor Wut und der ganzen Situation, wagte er es sich seinem Meister zu widersetzen und vergass dabei komplett seinen Respekt. Mr Dark dreht Reymesis den Rücken zu und erläuterte langsam seinen Plan!
Die Nacht zog über das Land der Träume. Durch das Verschwinden des Protoon streuten einige dunkle Wesen durch das Land. Viele Gegenden waren verlassen, oder von ihnen besetzt. Der Eichbornwald schien noch weniger angegriffen worden zu sein. Das dunkle Blau des Himmels wich immer mehr von dem rosaroten Farben zurück. Die Sonne erhellte langsam die Bäume und das Wasser. Langsam kroch sich das Licht über den Boden und erleuchtete schliesslich einige Pilze und Steine.
Rayman sass immer noch im Zimmer und bewachte Asmira. Er war leicht eingedöst. Globox öffnete sachte die Türe und sah vorsichtig hinein. Sofort öffnete der Held sie Augen und sah schlaftrunken zu Globox, der sofort breit grinste. Er war froh, das Rayman sich trotz der wache irgendwie doch noch erholen konnte. Anscheinend verlief die wache erfolgreich und gab keinerlei Zwischenfälle. Darüber war Globox sehr erleichtert. Der Gedanke, das doch noch Mr Dark mitten in der Nacht aufkreuzen und sein komplettes Haus in die Luft jagen würde, lies ihn trocken schlucken. Rayman lächelte ihn müde an und streckte sich leicht. Asmira schlief immer noch und hatte sich sehr in die Deckel gekuschelt. Globox betrachtete sie von der Türe aus.
„Anscheinend erholt sie sich gut.", flüsterte er und lächelte sanft. Rayman nickte und richtete sich gähnend auf. Er streckte seine Glieder und sah ebenfalls zu Asmira mit einem Lächeln.
„Das war wirklich auch bitter nötig." Er gähnte herzhaft und ging zu Globox.
„Lassen wir sie schlafen.. wir gehen los, sobald sie erwacht."
Asmira bekam nichts von der leisen Unterhaltung der beiden Freunde mit. Ihr Schlaf war wirklich sehr tief.. und friedlich. Sie konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann sie sich das letzte mal so sicher und wohl gefühlt haben sollte.
Umgeben vom hellem Licht und Frieden. Das grün der Blätter leuchtete im Sonnenlicht. Der Wald war friedliche und wunderschön. Das Mädchen wusste, dass sie nicht in ihrer alten Heimat war. Doch trotzdem, fühlte sie sich wie Zuhause!
Egal, das sie einige bekannte niemals wiedersehen würde! Egal, das sie in einer kompletten fremden Welt war! Ja, in diesem Augenblick, schien es so, als ob sie es hinnehmen und akzeptieren würde! Denn irgendwie war es so, als ob ihre alte Welt nun fremd war.
Zum ersten mal fühlte sie es: Sie gehörte hier her! Umgeben von den gelben Lums und den Wesen, die sie erst traf, oder noch treffen würde. Eine sanfte Stimme sprach zu ihr. Wie ein Summen durchströmte es die Luft. Sachte schloss asmira ihre Augen, als sie die magische Stimme vernahm.
„Du bist hier zuhause. Das weist du tief in deinem Innern. Wir warteten alle so lange auf dich!"
Wer bist du?, fragte sie in Gedanken.
Dein Schöpfer.
Asmira öffnete leicht ihre Augen und strich über eine saftig grüne Wiese. Wie von alleine, wusste sie, wo lang sie gehen musste. Langsam schritt sie in einen Wald, der sachte von dem hellen Licht durchflutet war. Gelbe Lums tanzten um sie und führten sie durch die schmalen Pfade, die leicht von den Bäumen schattiert wurden.
Nach einer Zeit, traf sie plötzlich auf eine Lichtung ein. Umgeben von Lums und Licht, betrat sie diese mit äusserster Achtung. Der grüne Rasen schimmerte sanft im Sonnenlicht. In der Mitte befand sich ein Felsen, auf dem ein Wesen sass. Erst vorsichtig, betrachtete sie es, ehe sie erkennen konnte, dass es sich um einen Gigantischen, orangefarbenen Frosch handeln musste. Zu ihrem Erstaunen, zog er gelassen an einer Shisha. Der orange Bart war so lang, das er bis ins grüne Gras runter reichte! In der linken Hand hielt er gemütlich einen Sonnenschirm, während er mit dem rechten Arm sanft das Gefäss der Shisha umfasste. Genau konnte sie sehen, wie er sie durch seine dunklen Brillengläser beobachtete und nun einige Seifenblasen in die Luft blies. Darin befanden sich Bilder… Wesen, die sich bewegten. Wundervolle Orte, die Asmira bisher nie gesehen hatte!
„Du magst einige Jahrhunderte zu früh erschienen sein.. doch trotzdem bist du es. Egal wie es auch kommen mag, wird es sich bestimmt doch zum Guten entwickeln."
Asmira ging langsam über die Wiese und musterte dieses Wesen. Sie hatte keine Angst davor. Es erinnerte sie sehr an die Achtziger Jahre. Ein Hippie?
Das Wesen lachte auf: „Dein Gedanke ist wirklich amüsant, aber da muss ich dich enttäuschen! Nenne mich einfach Polokus. Falls du dich gerade fragen wolltest, woher ich deine Gedanken kenne.. Nun, du befindest dich an einem ganz besonderen Ort! Dein Geist hatte dich zu mir geführt, nachdem du eingeschlafen warst."
„Mein Geist?", flüsterte asmira verwirrt, als sie bei ihm ankam.
„Ja, den tief in dir weiss dein Wesen genau Bescheid! Du befindest dich im Reich des Lichtes. Eine Ebene, wo nur Wesen oder Götter wohnen, die mehr in der Welt verändern können, als andere. Klingt verwirrend, oder?", lachte er nun wieder auf und deutete dann mit dem Schlauchende auf Asmira.
„Nun aber mal Klartext: Dein Geist ist verwirrt, und genau aus diesem Grund bist du hier! Du weisst nicht, wer oder was du wirklich bist?"
„Nein.", sagte Asmira bedrückt. Ohne den Sonnenschirm loszulassen, setzte sich Polokus auf und legte den Schlauch auf den Felsen. Aufmerksam, sah er nun zu ihr runter:
„Nun.. du bist das Kind des Protoon! Ein Wesen, das nicht nur magische Kräfte besitzt, sondern auch das Schicksal der Welt. Aber mehr dazu wirst du erst erfahren, sobald du wieder aufwachst. Jedenfalls solltest du dir dann in klaren sein, wohin du gehörst und zu was du alles fähig bist."
Asmira`s blauen Augen sahen verwirrt zu ihm hoch.
„Jetzt weiss ich mehr wie vorher.. wie soll ich mir in klaren sein, wer oder was ich bin und wohin ich wirklich gehöre, wenn ich.. in all dem Chaos stecke?"
Ohne ein Wort zu verlieren, atmete Polokus mit einem kleinen Lächeln sachte aus, und winkte sie zu sich. Asmira ging langsam die nun wenige Schritte, die zwischen dem Felsen und ihr lagen, auf ihm zu. Dabei sah sie steht's zu Polokus auf. Sie bemerkte, dass sie keinerlei misstrauen oder dergleichen hatte. Nein, sie hatte mehr das Gefühl, das sie ihm blind vertrauen konnte! Asmira blieb stehen, als sie nun genau vor dem Felsen, und somit vor Polokus, stand. Langsam beugte er sich zu ihr runter und legte seine linke Hand auf ihrer Stirn. Dabei wischte er einige ihrer schwarzen Haarsträhnen zur Seite, damit er seine Hand auf ihrer Haut legen konnte.
„Das Gefühl in dir.. das sagt dir doch bereits alles! Vertraue darauf! Denn dein Wesen weiss Bescheid! Nur dein Kopf nicht. Und genau das lässt dein Geist verwirren. Ich werde dir dabei helfen, damit du die Dinge klarer sehen kannst.."
Mit diesen Worten leuchtete seine Hand auf, die er ihr auf die Stirn gelegt hatte. Wie, als ob es selbstverständlich war schloss Asmira die Augen. Nun sah sie Bilder und spürte Gefühle, die man niemals in Worte erklären konnte. Sie sah, wie die Welt erschaffen wurde! Wie die Wesen erschaffen wurden! Wie sie erschaffen wurde: Aus purem Licht! Ihre Gedanken wurden klarer, und sie merkte einen Kontakt zu sich selbst.
„Nun wirst du verstehen können.. denn dein Geist weiss Bescheid.", sagte Polokus und nahm die Hand von ihrer Stirn.
„Du musst nicht Angst haben. Du befindest dich ausserdem in sehr guter Gesellschaft. Es ist an der Zeit aufzuwachen."
Seine Stimme war nur noch ein summen in der Dunkelheit..
Asmira öffnete langsam die Augen. Sie bemerkte, dass sie unter einer Decke lag. Und vor allem auf was Weichem. Wo gingen die grünen Blätter und das wundervolle Licht hin?
Rayman sah zu Asmira, als er das rascheln der Decke hörte. Er sass immer noch auf dem Stuhl mit verschränkten Armen. Das Mädchen drehte sich zu ihm um und starrte Rayman dann mit müden Augen an. Sie schien verwirrt zu sein. Rayman schmunzelte sie sanft an: „Guten Morgen."
Asmira rieb sich die Augen und setzte sich auf. Hatte er sie die ganze Zeit über bewacht?
„Schön zu sehen, dass du dich einigermassen erholt hast.", meinte er nun grinsend.
„Nun.. ich..", stammelte sie und kratzte sich dann am Kopf. „Wo bin ich?"
„Rayman?", hörte asmira plötzlich eine fremde Stimme. Ein blauer Frosch guckte durch die Tür in das Zimmer hinein. Asmira machte ganz grosse Augen.
„ähm", Rayman sah mit einem schrägen Lächeln zu Globox und dann unsicher zu Asmira. Er wusste nicht, ob sie nun aufschreckte oder Panik bekommen würde. Denn so Wesen wie Globox oder dergleichen waren ihr komplett Fremd! Er wollte schon irgendwie sie beruhigen und ihr klar machen, das Globox wirklich keine Gefahr war. Doch Asmira schien ruhig zu bleiben. Er sah sogar dass sie schüchtern lächelte. Globox erwiderte ihr Lächeln breit. Nun lachte sie kurz auf. Rayman atmete beruhigt aus.
„Also.. Asmira das ist Globox, mein bester Freund. Globox, das ist Asmira."
Nun kam Globox in das Zimmer rein und hielt Asmira seine grosse Hand hin. Sie lächelte schüchtern und gab ihm die Hand.
„Freud mich sehr! Schön dass du wach bist!", sagte Globox mit seinem tollpatschigen Grinsen.
„Freud mich ebenso.", sagte sie ganz schüchtern und sah zu seiner grossen blauen Hand runter, die ihre Komplett umfasste. Sie dachte schon, dass sie sich so wie ein Frosch anfüllen würde. Doch zu ihrer Überraschung war sie ganz zart und weich. Nichts Glitschiges oder Feuchtes.
Rayman lächelte leicht. Anscheinend hatte sie sich wirklich von gestern Abend erholt! Globox liess ihre Hand los und deutete dann zur Türe.
„Hast du Hunger?"
Asmira nickte schüchtern und legte ihre Hand auf ihrem Bauch. Sie hatte ja seit ein paar Tagen nichts gegessen und bemerkte erst jetzt, wie hungrig sie eigentlich war.
„Würde mich wundern wenn auch nicht. Geht es dir also besser?", fragte Rayman mit einem breitem Grinsen und erhob sich vom Stuhl. Asmira nickte leicht. Zu ihrer Überraschung tat es dies wirklich. War dieser Traum wirklich nur ein Hirngespinst oder real? Sie wusste nicht recht, ob sie ihnen davon sogar erzählen sollte. Auch wenn dieses wesen Polokus ihr eine kleinen wink in diese Richtung gab. Jedenfalls fühlte sie sich sehr wohl, dass sie selbst zu erschreckte. Asmira nahm langsam die Decke von sich runter und setzte sich an die Bettkannte.
„Um auf deine Frage zurück zu kommen. Wir sind in Globox`s Haus.", sagte Rayman und hielt Asmira die Hand hin, um ihr zu helfen. Vorsichtig legte sie ihre Hand in seine und richtete sich auf.
„Könnt ihr mir… etwas von dieser Welt erzählen? Ich weiss, du hast gestern angefangen, doch ja… schlief leider ein.", meinte sie nun mit einem sehr schüchternen Lächeln. Rayman lachte und winkte ab.
„Eigentlich war das sogar mein Ziel, dich zum Schlafen zu bringen! Aber gut, wir werden dir sehr gerne erzählen wo du dich überhaupt aufhältst"
Beide nickten und führten sie aus dem Zimmer. Asmira sah sich um, während sie den beiden zuhörten. Das Haus war sehr bunt. Und Klein. Doch es hatte seinen eigenen Charme. Anscheinend wurde es an einem Baum gebaut, da man noch die dunkle Rinde sehr gut erkennen konnte. Ansonsten bestand es nur aus Holz. Aber durch die Sonne schien es sehr hell und offen zu wirken. Beide führten sie durch den kleinen Flur, wo es eine Treppe gab, die ins obere Stockwerk führen musste. Gegenüber von dem Zimmer, wo Asmira drin lag, befand sich eine Tür, worauf sie zusteuerten. Die Türe war in einem leichten Grünton. Dahinter befand sich dann ein Bereich, das Asmira als Ess und Wohnzimmer erkannte. Grüne Pflanzen kletterten an der Decke des Raumes und schmückten so den kompletten Bereich. Am Ende befand sich ein grosser Tisch aus Holz. Darauf standen Früchte in allen Farben, die allesamt Asmira komplett unbekannt waren.
„Ok, setze dich.", sagte Globox schnell. Rayman schüttelte grinsend den Kopf.
„Du hast wahrscheinlich mehr Hunger als wir beide zusammen."
„Klar!", grinste Globox und zog Asmira mit sich. Überrascht fing sie an zu lachen, als Globox sie mitzog und beinahe dabei stolperte. Rayman legte sich die Hand an die Stirn und lächelte dabei entschuldigend Asmira an.
„Tut mir leid.. wenn es ums Essen geht kann ihm nichts bremsen!"
Bevor Asmira antworten konnte, zog Globox sie zu Tisch und setzte sie neben sich hin.
„Sachte Globox..", sagte Rayman und hob dabei beide Hände. Globox grinste ihn nur an
„Wieso? Sie lacht doch!"
Dies tat Asmira tatsächlich. Sie fand die ganze Sache anscheinend lustig. Globox griff nach einer gelben Frucht und gab sie Asmira, die nun etwas überrumpelt war und die Frucht neugierig betrachtete. Rayman setzte sich zu ihnen und beobachtet alles mit einem frechen Grinsen. Anscheinend fühlte sich Asmira auf einmal wohl. Er fragte sich, wie dies so schnell geschehen konnte? Denn ihr Zustand von letzter Nacht war alles andere als gut. Und das alles innert wenigen Stunden? Irgendwas war da bestimmt. Er lehnte sein Kopf auf die Hand und beobachtete die ganze Szene. Globox erklärte ihr, was das für eine Frucht war.
„Die wächst weit oben in den Bäumen und schmeckt sehr gut! Siehst du die Flecken?", Globox deutete auf die braunen Flecken der Frucht, die die Form einer Birne besass.
„Das bedeutet, dass sie reif ist!"
„Hör nur auf ihn.. er ist dabei experte", zwinkerte Rayman Asmira zu, die ihn erst fragend ansah.
„Probiere sie mal. Die ist wirklich köstlich!", sagte daraufhin Globox aufgeregt und griff sich selbst dieselbe Frucht. Asmira zögerte erst, aber traute sich doch schliesslich einen Bissen zu nehmen. Sie nickte, als sie zu kauen anfing.
„Die schmeckt wirklich gut!"
„Na siehst du" Rayman nahm sich nun auch eine Frucht. Diese besass stacheln und gab es in Lila und rot. Sachte entfernte er die Stacheln.
„Die hier nennt man Spikyfruit. Die stacheln sind schmerzhaft, aber die Frucht unter der Schale ist sehr süss. Es dauerte eine Weile, bis wir rausgefunden haben, dass man sie auch essen kann.", lächelte er Asmira an und entfernte sachte die Stacheln. Darunter kam ein zartes Fruchtfleisch zum Vorschein. Es erinnerte Asmira an einer Orange.
„Interessant das ihr solche.. Früchte habt. Ich kenne alle nicht. Obwohl ok, das einzige was ich hier einordnen kann..", sie sah über den Tisch wo sich duzende von verschiedene Fruchtsorten häuften.
„Ist der Apfel und die Banane. Und das hier sieht wie eine riesige Pflaume aus!", lächelte sie und deutete auf eine riesengrosse, runde, lilafarbene Frucht. Rayman lachte auf.
„Das ist auch eine. Nur Globox ist allergisch auf die. Doch manch mal hält ihn nicht mal das auf." Vorauf hin Globox nach der Frucht griff und fest umklammert hielt. Rayman atmete aus und nahm ein bissen von seiner Frucht.
„Lass es lieber.. du weisst es wird dir nur übel davon Globox!"
Der Blaue Frosch grinste breit: „Das stimmt, aber der Geschmack ist es mir wert!"
„Nein lass es bitte. Wir müssen später weiter und du wolltest mitkommen!", ermahnte ihn Rayman. Doch Globox hielt die Frucht umklammert fest und machte eine Schnute. Asmira musste sich das Lachen verkneifen. Rayman hingegen fand das nicht mehr witzig.
„Globox, ohne Witz jetzt. Lass die Pflaume fallen, wenn dir dein Leben lieb ist!", jetzt grinste Rayman doch und machte eine spielerische ernste Miene. Globox erwiderte sein grinsen und setzte ebenso eine ernste Miene auf.
„Willst du mich herausfordern?!"
Rayman nahm das letzte Stück seiner Frucht in den Mund und hob drohend beide Fäuste. Schnell schluckte er diese runter und grinste frech: „ Vielleicht?"
Asmira beobachtete beide gespannt und ass ihre Frucht.
`Und das nur alles wegen einer Pflaume?`, dachte sie sich und lächelte.
`Ja, die Freundschaft bei den beiden ist wirklich stark. Wenn sie über solche Sachen scherzen und sich necken.`
„Los, lass die Pflaume fallen, dann passiert auch nichts, Globox!", forderte Rayman ihn stehts mit dem selben Lächeln auf. Globox hielt immer noch die Pflaume umklammert fest. Er schien nicht daran zu denken sie loszulassen.
„Zwing mich doch!"
Lange sahen sie sich drohend an. Plötzlich lachten beide los! Globox legte die Pflaume zur Seite und Rayman hielt sich den Bauch fest.
„Also diesen blick musst du ernsthaft den dunklen Wesen zuwerfen! Dabei musst du nichts mehr machen, weil die sich todlachen werden!", rief Globox prustend vor Lachen.
„Das kann ich nur zurück geben!", lachte Rayman und strich seine Tränen von den Augen.
„Muss schön sein, so einen Freund zu haben, wo man nur Unfug machen kann.. nicht?", fragte sie lächelnd, als sich beide beruhigt hatten. Rayman und Globox sahen sie überrascht an.
„Hattest du nie?", fragte Globox daraufhin. Asmira schüttelte den Kopf und sah zu ihrer Frucht runter.
„Nicht so jedenfalls."
„Sag niemals nie..", meinte nun Rayman und reichte ihr eine Spikyfruit. Mit einem kleinem nicken deutete er darauf hin, dass sie sie essen sollte.
„Du hast bestimmt seit Tagen nichts gegessen. Also greif nur zu! Ausserdem, weist du nicht, wem man alles noch begegnen werden."
Dankend nahm sie die Frucht vorsichtig entgegen und überlegte dabei, wie sie sie am besten Schälen sollte. Leise atmete tief durch und sah zu den beiden auf.
„Ihr erzähltet mir vorhin von den.. Kleinlinge. Haben sie wirklich nicht nur einen König?"
Rayman hob eine Augenbraue. Sie wechselte sehr schnell das Thema! Anscheinend wollte sie über das Thema Freundschaft nicht sprechen. Globox schien den Wechsel nicht zu bemerken und erklärte ihr alles. Rayman schloss sich dann schliesslich an.
Nachdem sie alle gegessen hatten und Asmira über die Dinge dieser Welt aufgeklärt hatten, mussten sie los. Die Sonne stand weit oben im Himmel. Mittagszeit.
„Ok, wir müssen los!", meinte Rayman ernst und öffnete die Türe. Globox legte Asmira die Hand auf die Schulter.
„Keine Sorge, bei uns bist du sicher! Falls was kommen sollte meine ich."
Asmira nickte langsam. Also war sie doch noch nicht so ganz ausser Gefahr. Soweit sie verstand, war das Protoon das einzige, was die dunklen Wesen von der Seite des Lichts abhielten. Doch da es von Mr Dark gestohlen wurde, können alle Wesen ohne Probleme in das Land eindringen! Bisher schienen sie noch nicht soweit vorgedrungen zu sein, doch dies könnte sich in jeder Sekunde ändern! Rayman ging voraus, wären Globox sachte Asmira führte. Sie fühlte sich wie von allen Seite überwacht und seufzte dann mit einem entschuldigten lächeln auf.
„Ich weiss ihr meint es gut, aber ihr müsst mich nicht so bewachen."
Rayman sah über seine Schulter und musterte sie. Ja, seit sie wach war, hatte sich anscheinend viel an ihr verändert. Sie schien nicht nur den beiden nach so kurzer Zeit zu vertrauen, sondern hatte auch keine Angst mehr. Wenn man bedenkt, dass ihr diese Welt eigentlich komplett fremd war, ging dies wirklich schnell! Rayman zögerte erst, ehe er sich beschliesst, ihr diese Frage zu stellen: „Kann es sein, das du irgendwas .. „erlebt" hattest während du geschlafen hast?"
Dabei hob er einen Ast an. Er hörte an ihrem Atem, dass er anscheinend richtig lag. Ihre Antwort darauf dauerte eine Weile. Sie duckte sich von Ast weg, wo Rayman für sie hochgehoben hatte und folgte ihr den mit Globox
„Na ja..", sprach sie leise. „Ich bin immer noch nicht sicher, ob es ein Traum war oder.. Real?"
Rayman deutete auf einen Weg wo sie nehmen konnten, und sah dan lächeln zu ihr.
„Willst du uns verraten was den genau vorkam?"
„Nun.. ich weiss nicht.", erwiderte sie zögerlich. „Kennt ihr ein Wesen namens.."
„Polokus?" Asmira schreckte auf und sah Rayman mit grossen Augen an, der sie breit angrinste.
„Dann liege ich wohl richtig. Er scheint dir geholfen zu haben. Denn gestern warst du komplett verängstigt. Doch jetzt.. mir scheint es so, als ob du nun alles.. verstehst?"
Globox beobachtete Asmira von hinten, als sie alle den Weg entlang schritten. Er horchte gespannt. Asmira atmete tief aus.
„Ja.. das tu ich. Ich meine klar, genau aufgeklärt hatte er mich nicht. Nur.. laut seiner Aussage, hat er meinen verwirrten Geist.. Klarheit verschafft."
Rayman nickte: „Ich verstehe. Das erklärt, wieso du dich so schnell beruhigt hast. Er zeigte dir deine Wurzeln nicht?"
Sie nickte und lächelte leicht. „Ja.. auch wenn es immer noch für mich ziemlich unglaubwürdig ist."
Rayman lächelte sanft zu ihr: „Das braucht Zeit. Aber so wie ich das sehe, wirst du das schnell akzeptieren. Da du nun offen bist dafür.. wird es für dich einfacher sein es zu verstehen. Ok, wir müssen hier entlang." Er deutete auf einen verschlungen weg, der in eine Höhle führte.
Globox watschelte neben Asmira her und sah grinsend zu ihr runter.
„Weisst du eigentlich, das hier sich einiges zugetragen hatte?"
Asmira sah zu Globox hoch und schüttelte den Kopf. „Was war denn?"
„Nun du musst wiesen, Rayman ist nicht ein normaler Held.. er hat schon viele male die Welt von dem Untergang bewahrt!"
Rayman sah nun verlegen zu Globox „äh.. Globox"
Doch dieser grinste nur frech und ignorierte seinen wink. Rayman hing es nie so an dir grosse Glocke, das er viele male die Welt rettete. Globox hingegen konnte nie wiederstehen seine Abenteuer raus zu posaunen. Sie bogen in eine Höhle ein, die von blauen Leuchtpilzen erhellt wurde. Rayman kratzte sich am Hinterkopf und grinste schräg, währenddessen Globox weiter voller Tatendrang weiter erzählte.
„ Einmal war es so ernst, das wir die Hilfe von Polokus benötigten."
Asmira hörte interessiert zu. Der Held atmete verlegen aus, als er all seine Abenteuer anhören musste. Anscheinend machte es Globox grossen spass mit Asmira zu reden. Trotz der kurzen Zeit hatte er sie schon ins Herz geschlossen. Und Asmira schien es genauso zu gehen. Er hatte sie bisher nie so viel lächeln sehen wie jetzt, als sie mit Globox redete und seinen Geschichten lauschte. Rayman hielt sich so gut es ging raus. Ihm machte es nur verlegen. Er war kein Typ, der mit seinen Abenteuern prallte.
Ihre Schritte und die Stimme von Globox hallten in der Hölle wieder. Plötzlich bemerkte Rayman etwas und sah nun mit zusammen gekniffenen Augen in die Dunkelheit. Er hätte schwören können, das sich dort was bewegen würde.
„Leute.."
Globox redete immer noch heiter weiter und achtete erst gar nicht auf Rayman.
„Leute!", sprach Rayman lauter. Beide sahen sofort zu ihm herüber. Denn er blieb einfach so stehen und sah in die Dunkelheit vor sich. Globox war verwirrt und wollte schon fragen was los war, doch Rayman hob sachte die Hand, damit er ja kein Wort sagen sollte. Schnell blieb Globox abrupt stehen und hielt Asmira an der Schulter fest, damit sie ebenso stehen bleiben soll. Sie sah verwirrt zu Globox hoch, der ebenso die Dunkelheit blickte. Langsam folgte sie ihre Blicke und runzelte die Stirn.
„Ok.. macht keine hastige Bewegungen", flüsterte Rayman mit vorsichtiger Stimme. Asmira kniff die Augen zusammen und versuchte zu erkennen was sie beide sahen. Als sie ein huschen bemerkte, machte sie erschrocken einen Schritt zurück! Das Geräusch dabei hallte durch die komplette Hölle und schien dabei was aufgeweckt zu haben! Plötzlich leuchten rote Schlitzaugen auf! Ein fauchen erklang! Auf einmal wurde es lauter und es öffneten sich immer mehr rote Augen! Nun konnte man erkennen was sich in der Höhle rumtrieb: Kleine, flauschige Kugeln, die bedrohend auf sie zusteuerten!
