Complications - Ohne Probleme geht es nun mal nicht

Ich wiederhole, nix meins alle Charactere und Orte gehören JKRowling


Kapitel 2 - Überraschungen Teil 1

Sie rannte den Korridor entlang, ihre Tasche fest an sich geklammert. Diese war wie so oft zum Bersten gefüllt, an den Seiten sah man Schreibfedern hervorragen und es war wieder ein Mal der Tragegurt gerissen, was auch der Grund für ihre Verspätung war. Ihre der Klang ihrer Schritte wurde über den Gang getragen.

Wieso hatten Harry und Ron nicht auf sie warten können? Sie war so damit beschäftigt Pergament, Schreibfedern und Bücher daran zu hindern aus ihrer Tasche zu fallen, dass sie nicht merkte, dass sich noch jemand in dem Gang befand den sie gerade entlang eilte.

Das war wieder mal typisch für Hermine, nur auf die Schule konzentriert und den Rest der Welt um sich herum vergessen. So kam es, dass die junge Frau direkt in ihr Gegenüber rauschte. „Ahhrg! Granger! Pass gefälligst auf wo du hinrennst!" blaffte Draco sie an.

Kein Hauch Wärme war in seiner Stimme zu hören, kein Funken Wärme in seinen Augen. Nichts ließ auf das innige Verhältnis der beiden schließen, was sich noch in der Nacht zu vor offenbart hatte. Nichts. Doch Hermine war diese Verhalten seinerseits schon gewöhnt, auch sie verhielt sich nicht anders als er.

„Verdammt Malfoy, der Gang gehört nicht dir! Geh das nächste Mal gefälligst aus dem Weg! Wenn es ein nächstes Mal gibt heißt es!" gab sie bissig zurück. „Ich an deiner Stelle würde hoffen, dass dies nicht der Fall ist. Ich kann ziemlich ungemütlich werden Granger!" Hermine zog die Nase kraus und sah ihn geringschätzig an. „Als ob ich vor dir angst hätte! Ich könnte dir Flüche auf den Hals hetzten, die du dir nicht mal in deinen kühnsten Träumen vorstellen würdest!" ihre Stimme war gefährlich leise geworden.

Draco zuckte zusammen. „Hast du etwa Angst? Du der große Draco Malfoy! Angst vor einem kleinen Schlammblut? Ich glaub es nicht!" sagte Hermine nun trocken mit einem kalten Lächeln auf dem Gesicht. Beide hatten sich in der Zwischenzeit wieder aufgerichtet und standen nur Zentimeter von einander entfernt. „Pass das nächste mal auf, oder ich kann für nichts garantieren!" die Kälte in diesen Worten durchschnitt die Stille. Er drückte ihr ein Buch, das auf den Boden gefallen war, unsanft gegen die Brust und preschte an ihr vorbei. Sie blieb noch einige Sekunden stehen, bis auch der Rest seines Gefolges an ihr vorbeimarschiert war und setzte dann ihren Weg in Richtung des Zauberkunstklassenraumes fort.

Hermine war gerade noch rechtzeitig ins Klassenzimmer gehuscht und setzte sich auf den noch freien Platz neben Harry. „Wo warst du denn so lange Hermy?"fragte dieser mit Unschuldsmiene.

Sie funkelte ihn nur kurz böse an. Und ignorierte die beiden völlig, in dem sie mit starrem Blick dem Unterricht des kleinen Professors folgte.

„Was'n mit Herm los?" fragte Ron entgeistert, nachdem er Hermines Reaktion beobachtet hatte. Sie waren gerade auf dem Weg zum Qudditchfeld um zu trainieren. Es war einer der wenigen Abende, an denen das Feld frei war und keine andere Mannschaft fliegen würde. Es war total still, nur in weiter Ferne hörte man die gedämpften Stimmen der Gryffindorespieler,die aus der Umkleide drangen. Harry zuckte nur mit den Schultern und sah Ron genauso entgeistert an wie der Harry.

„Vielleicht ist ihr Malfoy über den weg gelaufen." Harrys Blick wanderte über die Ländereien von Hogwarts, die schon im Halbdunklen lagen.„ Die Sache mit Malfoy ist echt seltsam. Ich mein, ist dir nicht auch aufgefallen, dass die beiden sich kaum noch beschimpfen? Und wenn überhaupt, ich hab das Wort Schlammb-" Ron zuckte ärgerlich zusammen. „Sagt das Wort nicht!" fuhr dieser den Schwarzhaarigen neben ihm an. „Wie auch immer, es ist jedenfalls schon ziemlich lang nicht mehr gefallen."

Hermine saß derweil tief über ein Buch gebeugt in der Bibliothek. In dem Raum war es als hätte man den Ton abgestellt, nur ab und zu drang das Geräusch der Buchseiten, die umgeblättert wurden, an Hermines Ohr. Ihr Finger lag auf dem Papier und fuhr an den Worten entlang, die sie gerade las.

Sie war regelrecht in dem Text versunken, so dass sie die Schritte nicht hörte, die sich in ihre Richtung bewegten.

Er sah sie alleine an einem Tisch sitzen, in ein Buch vertieft, wie so oft. Es machte immer noch so viel Spaß sich mit ihr zu streiten, auch wenn es nur Tarnung war. Wie gehofft hatten die Slytherins es ihnen abgekauft, was er daran erkannt hatte, dass sich Pansy Parkinson sofot an seinen Arm geklammert hatte und ihm den ganzen Weg zum Kerker gesagt hatte wie dumm dieses „Schlammblut" denn sei.

Egal wie oft er versuchte Pansy los zu werden, es gelang nicht. Draco hatte schon alles versucht, von ignorieren bis hin sie zu verfluchen, keine Chance – sie war einfach viel zu dumm es zu kapieren.

Nun stand er direkt vor Hermine. Seine Hand berührte sacht ihre Wange. Sie zuckte erschrocken zusammen und blickte auf. Ihre Augen vor Schreck geweitet. Doch entspannte sie sich sofort, als sie erkannte, dass Draco vor ihr stand.

„Du hast mich erschreckt!"sagte sie ihm mit gekonnt gespielten mahnenden Ton und dem dazu gehörigen Gesicht. Er hob ihr Gesicht leicht an, indem er ihr Kinn etwas mit seinen Fingern anhob, und küsste sie zärtlich.

Just in diesem Moment kamen Ron und Harry in die Bibliothek gestürzt. Sie hatten den Entschluss gefasst mit Hermine über das „Malfoy-Problem" zu reden. Als sie diesen genau vor ihrer Freundin, zu ihr runtergebeugt,dastehen sahen, stoppten sie.