Disclaimer: Wie immer: Nix meins. Die Charaktere gehören immer noch J.K. Rowling und die Story gehört immer noch RogueSugah.

Ich möchte allen danken, die mir für Kapitel 1 ein Review dagelassen haben:

Ronsreallove: Ich weiß, ich finde die Idee auch genial. Und es kommt noch besser... Einfach abwarten!

Chaneira: Oh wie wahr, auf Deutsch findet man kaum eine längere Story mit Hermione und Ron. Deshalb übersetze ich ja ;-) Und ja, Ron gesteht es Hermione, aber erst später... Warum? Einfach lesen! Ich finde dieses Kapitel wunderbar! fies grins

Fühlt euch ganz doll geknuddelt!

Viel Spaß mit:

Kapitel 02

„Bist du verrückt geworden?", fragte Parvati, als sie Krum beobachtete, wie er sich mit noch finstererem Gesicht als sonst vom Tisch entfernte.

„Entschuldige?", antwortete Hermione. Sie war von der Klarheit dieser Frage überrumpelt worden. „Ich erinnere mich weder daran, euch eingeladen zu haben, meine privaten Unterhaltungen zu belauschen, noch habe ich euch nach eurer Meinung gefragt."

„Aber... das war Viktor Krum", kam Padma ihrer Schwester zur Hilfe, während sie Hermione geschockt und mit offenem Mund anstarrte.

„Ich weiß, wer das war."

„Wegen wem hast du ihn fallen gelassen?", fragte Padma aufgeregt.

„Muss wohl Harry sein, oder?", antwortete Parvati ihrer Schwester. „Ich meine, wer könnte es sonst sein?", fügte sie hinzu und übersah den ungläubigen Blick auf Hermiones Gesicht. Sie missverstand die plötzliche Röte als Verlegenheit und nicht als das, was es wirklich war: Wut.

„Es ist sicher nicht Ron", antwortete Padma mit einem Kichern.

„Was soll das heißen?", murrte Hermione und starrte Padma an.

„Nichts", antwortete Parvati zu schnell für Hermiones Geschmack. „Er ist nett und alles, aber..." Sie senkte ihre Stimme, als ob sie nicht wollte, dass irgend jemand mithören konnte, und sagte: „Na ja, komm schon, du weißt, dass er nicht in derselben Liga spielt wie Viktor oder Harry."

„Nicht berühmt genug für dich?", stellte Hermione laut fest. „Oder vielleicht ist es nur Geld, was du willst."

„Ich?" Parvati zuckte vor Unglauben zurück. „Ich bin nicht diejenige von uns, die mit internationalen Quidditchspielern Dates hat."

„Nun, ich auch nicht. Und ich danke euch BEIDEN vielmals, dass ihr eure Nasen in Zukunft nicht mehr in meine Angelegenheiten stecken werdet."

„Oh, komm schon, Hermione. Sei nicht so. Wir versuchen nur, dir zu helfen. Du kannst es uns ruhig sagen. Für wen hast du Krum fallen gelassen?", fragte Parvati noch einmal.

„Ich würde selbst gerne die Antwort darauf hören", sagte eine vertraute Stimme hinter Hermiones Rücken. Sie riss die Augen auf vor Erstaunen und dann überkam sie die Angst. Verdammt seien diese beiden mit ihren Langziehohren, dachte Hermione, als sie sich langsam umdrehte und in die leuchtend blauen Augen ihres besten Freundes blickte.

„Ron. Was... was tust du denn hier?"

„Hast du mit Vicky Schluss gemacht?", fragte er und ignorierte ihre Frage.

„Nenn ihn ni...", begann sie aus einer alten Gewohnheit heraus, aber fing sich dann wieder. „Was tust du hier?", wiederholte Hermione.

„Hast du mit Krum Schluss gemacht?", fragte er cool. Ein bisschen zu cool, wie Hermione bemerkte.

„N...nein", stammelte sie. „Technisch gesehen nicht."

„Aber sicher hast du das!", stellte Padma laut fest. „Wir haben alles gehört."

„Er hat dir diese Tickets gebracht", fügte Parvati hinzu und deutete auf die Quidditchtickets, die immer noch auf dem Tisch lagen, „und du hast verweigert, sie anzunehmen."

„Warte einen Augenblick", mischte Ron sich ein. „Er hat dir Tickets für das Match diese Woche geschenkt und... und... du hast sie abgelehnt?", fragte er vor Unglauben. „Bist du bescheuert?"

„Das scheint heute die allgemeine Meinung zu sein", antwortete Hermione kalt und starrte Ron an.

„Und dann hast du ihm eine große Story erzählt, wie falsch es für dich nicht wäre, sie anzunehmen, weil du nicht ‚das' für ihn empfindest", fuhr Padma fort.

„Und er sagte, dass er es versteht, dass du für jemand anderen Gefühle hättest", fügte Parvati hinzu, „aber das würde doch nicht bedeuten, dass deine Gefühle ihm gegenüber sich verändert hätten und du deshalb immer noch u seinem Spiel kommen könntest, auch wenn es rein freundschaftlich wäre."

„Jemand anderen?", fragte Ron und sah jetzt eher Parvati und Padma als Hermione an.

„Wer ist es?"

„Na ja, Harry natürlich", antwortete Parvati, als ob er ein Idiot wäre. „Ehrlich. Er ist dein bester Freund." Ron wandte sich mit einem Wink seiner Hand von ihr ab und drehte sich zurück zu Hermione.

„Wer ist es wirklich?", wollte er wissen.

„Das ist jedenfalls das, was Krum auch gedacht hatte", bestätigte Padma. „Er hat sogar angeboten, ihr ein extra Ticket zu schenken, sodass sie Harry mitnehmen könnte."

„Eigentlich gab er mir zwei Zusatztickets", sagte Hermione, hielt alle drei hoch und fächerte damit herum. „Eines für Harry und eines für Ron." Sie hob den letzteren Namen besonders hervor.

Einen winzigen Augenblick lang kämpften zwei verschiedene Bedürfnisse in Ron gegeneinander an. Die Aussicht, das Spiel zu besuchen, versetzte ihn in Hochstimmung, aber zur selben Zeit ergriff eine stärkere, primitivere Emotion die Kontrolle und zertrümmerte dieses euphorische Gefühl wieder in Stücke. Sein Gesicht verzog sich, als eine intensive Welle der Eifersucht ihn überrollte und das überwältigende Bedürfnis entstand, Hermione so weit wie möglich von Krum wegzubringen. Nicht nur von Krum. Er wollte sie von JEDEM anderen Mann auf der Welt fernhalten. Na ja, vielleicht könnte sie Harry sehen, aber nur ihn. Und wer zur Hölle ist dieser Arsch, den sie jetzt mag? ARRGGHH! Wenn sie mir nur die Tickets geben und sich für den Rest des Sommers in ihrem Zimmer einsperren würde! Das ist aber nicht recht wahrscheinlich, dachte er.

„Ich dachte, du hättest dich geweigert, die Tickets anzunehmen?", sagte Ron, als er schließlich seine Stimme wiedergefunden hatte.

„Hab ich auch", antwortete Hermione faktenbezogen. „Er hat sie hier gelassen, für den Fall, dass ich meine Meinung ändere."

„Und, hast du das?", fragte er.

„Willst du zu diesem Spiel gehen, Ron?"

„Hä?"

„Willst du die Tickets haben?", fragte Hermione. „Willst du zu diesem Spiel gehen?"

Ron sah sie abschätzend an, da er eine Falle vermutete. Er war sich unsicher, was er antworten sollte, also spielte er auf Nummer Sicher.

„Willst DU hingehen?", fragte er und bemerkte nicht, dass es sich mehr wie eine Anschuldigung als eine Frage angehört hatte, als diese Worte seinen Mund verlassen hatten.

„Nein", antwortete Hermione und starrte ihn böse an. Blödmann, dachte sie, als sie sah, wie sich sein Gesicht aufheiterte. Er zieht mich jetzt schon jahrelang wegen Viktor auf. All dieses Gerede, von wegen, er will nur das Beste für mich... Was für eine riesige Menge Blödsinn. Unsensibler Trottel. Jetzt, wo er glaubt, dass etwas dabei für ihn herausspringt, ist die Sache schon ganz anders, nicht wahr? Es ist egal, ob ich Viktor mag oder nicht, solange ich ihn bei mir behalten kann und Ehrenplätze für die Spiele ergattern kann. Ooooooooh, ich würde am liebsten schreien.

Sie verengte ihre Augen noch mehr und wartete darauf, dass er wieder sprach. Komm schon. Frag mich um die Karten. Frag mich einfach. Ich warne dich, sagte Hermione mit ihren Augen.

Ron verengte seine Augen ebenfalls und starrte geradeaus zurück.

Ich werd es ihm zeigen, dachte Hermione. Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem bösen Lächeln und zu seinem absoluten Horror zerriss sie die Tickets in Stücke.

Parvati und Padma schnappten beide nach Luft.

„Was tust du denn?", bellte Ron und schnappte ihre Handgelenke, um weiteren Schaden zu verhindern. „Hast du auch nur die geringste Ahnung, wie viel diese Karten kosten?"

„DU WILLST SIE SO SEHR!", schrie Hermione. „HIER! NIMM SIE!" Und damit warf sie ihm die zerrissenen Stücke vor die Brust.

Ron sah hinunter auf die zerrissenen Stücke, die zu seinen Füßen am Boden lagen, und dann sah er wieder auf in diese glühenden Augen vor ihm.

„Mach schon", sagte Hermione mit einer kalten, ruhigen Stimme, die ein Zittern seine Wirbelsäule hinauflaufen ließen. „Wenn sie dir mehr bedeuten als ich, dann heb sie auf. Ich bin sicher, dass du sie mit Magie wieder zusammenkleben kannst, sobald du wieder zu Hause bist."

Es war eine Drohung und er wusste es. Es war außerdem ein Test. Einer, den er nicht beabsichtigte durchzufallen. Also ist das ihr Spielchen, oder? Sie will sehen, was mir mehr wert ist. Sie oder Quidditch, dachte Ron, als er sie beobachtete, wie sie ihre Arme mit einem kleinen Schnaufen verschränkte und mit ihren feurigen Augen versuchte, ein Loch durch seinen Körper zu bohren. Sie ist aber hübsch, wenn sie beleidigt ist. HÖR AUF DAMIT, WEASLEY! Jetzt ist nicht die richtige Zeit dafür.

Als er sich selbst in seinen Gedanken beratschlagte, schien sein Körper unglücklicherweise zu rebellieren und arbeitete von alleine. Bevor er bemerkte, was er da tat, bückte er sich nieder und begann, die zerrissenen Kartenteile wieder einzusammeln.

Er war entsetzt, als er das scharfe Luftholen über sich hörte und endlich bemerkte, was er getan hatte. NEIN! NEIN! NEIN! schrie er innerlich. Ich will diese verdammten Karten doch gar nicht. WAS TU ICH HIER NUR?

„Nun, ich habe eine Antwort auf deine Frage, Ron. Ich weiß genau, wie viel diese Tickets kosten", sagte Hermione mit abschließender Stimme. Er sah hoch und erbleichte, als er die Tränen sah, die ihr in die Augen traten und ihre Wangen hinunterrollten. VERFLUCHTE HÖLLE! Jetzt schau, was du angerichtet hast, dachte er.

„Sie kosten mich nur einen meiner besten Freunde", beendete Hermione. Bevor er genug Zeit hatte, um das, was sie gesagt hatte, zu verstehen, drehte sie sich um und lief davon.

Ron schien auf dem Fleck angewachsen zu sein. Er wollte ihr nachlaufen, aber schon wieder schien sein Körper ihm nicht zu gehorchen. Er verweigerte, dass er sich von der Stelle rührte. Alles, was er tun konnte, war dazustehen, immer noch die zerrissenen Pergamentstücke in der Hand zu halten und mit offenem Mund Parvati und Padma anzustarren, die geradewegs zu ihm zurückstarrten.

„Was stimmt nicht mit dir?", fragte Parvati schließlich. Ihre Schwester schnaubte nur. Die Frage schien den Zauber zu brechen, der ihn einfach stehen bleiben ließ. Statt einer Antwort ließ Ron die Karten fallen und schoss in die Richtung davon, in die Hermione geflüchtet war.

„Hermione!", rief er, „Hermione, warte..." Er hatte angenommen, dass sie rennen würde, wenn sie entdeckte, dass er ihr folgte, aber das tat sie nicht. Sie ging einfach mit gleichmäßiger Geschwindigkeit weiter in Richtung Tropfender Kessel. Ron gelang es, zu ihr aufzuschließen und sie am Arm zu packen, bevor sie die Hälfte des Weges dorthin zurückgelegt hatte.

„Lass die Finger von mir", zischte Hermione, riss ihren Arm frei und ging wieder weg. Anstatt zu riskieren, sie ein zweites Mal zu berühren, stellte sich Ron einfach vor sie und blockierte ihr den Weg.

Hermione sah ihn durch ihre Tränen böse an und er fühlte sich schrecklich, weil er wusste, dass er der Grund für ihren Schmerz war. Eine Welle der Schuld überrollte ihn. Aber der schlimmste Teil war der, dass er es mit Absicht getan hatte, obwohl er nicht einmal hätte sagen können, warum das so war, auch wenn sein Leben davon abhinge.

„Hermione, bitte...", begann Ron, aber sie beachtete ihn nicht. Sie drehte sich einfach um und marschierte in die andere Richtung davon.

„Das wollte ich nicht. Ich schwöre, ich wollte das nicht." Ich bin so ein Trottel. Warum habe ich das getan? WARUM? Was zur Hölle IST denn nur los mit mir? „Es tut mir Leid...", versuchte Ron und folgte ihr. „Bitte, Hermione. Sprich mit mir. Schrei mich an. Schlag mich. Aber... verlass mich nicht... geh nicht einfach weg."

Sie wirbelte so schnell herum, dass er tatsächlich einen Schritt zurücknehmen musste, da er befürchtete, sie würde ihm wirklich eine verpassen. „Lass mich allein", sagte Hermione leise. Man konnte den Schmerz in ihrer Stimme deutlich hören.

„Ich kann nicht", antwortete Ron, ohne dass er es wollte. Großartig, jetzt hab ich auch noch die Kontrolle über meinen Mund verloren. „Ich...", er zwang sich, seinen Satz zu unterbrechen. ...liebe dich. Er schrie in Gedanken. „Ich... ich..."

„Was?", fragte Hermione kalt. „Du... kannst nichts dafür, dass du so ein Trottel bist? Du... kannst nichts dafür, dass du mich verletzt? Bist du hier, um mein Leben miserabel zu machen, Ron, oder ist das alles hier nur versehentlich passiert?"

„Ich... ich... Es tut mir Leid. Ich..."

„Es ist zu spät", sagte sie leise und sah zu Boden.

„Nein, das ist es nicht", protestierte Ron.

„Oh doch, das ist es. Ich kann es nicht mehr. Ich halte das nicht mehr aus. Ich bin fertig... Ich habe genug mit dir gestritten. Ich bin... Ich bin fertig mit dir", flüsterte Hermione, während Tränen ihr Gesicht hinabliefen. „Bitte... Wenn ich dir jemals irgend etwas bedeutet haben, dann lass mich alleine."

„NEIN!", bellte Ron und überraschte sie genauso, wie er sich selbst überraschte. Und bevor er wusste, was er da tat, streckte er seinen Arm aus, nahm ihr Gesicht in die Hand, hob ihr Kinn an und zwang sie, ihn anzusehen. Aber als er ihr in die Augen blickte, schien er plötzlich zu vergessen, was er sagen wollte. „Ich... äh...", stammelte er. Sein Blick fiel auf ihre Lippen. Sie schienen eine eigene Anziehungskraft zu haben. Eine Anziehungskraft, der er nicht standhalten konnte. Er lehnte sich nach vor und...

KLATSCH!

...er fühlte, wie ihre Hand gewaltvoll Bekanntschaft mit seinem Gesicht machte.

„Du... du hast mich geschlagen?", fragte er ungläubig und rieb den stechenden, roten Abdruck auf seiner Wange.

„Ich sagte, du sollst die Finger von mir lassen sollst, du... du...", stotterte Hermione, als sie nicht wusste, wie genau sie ihn denn nun beschimpfen sollte. „UNSENSIBLER BASTARD!", rief sie und traf ihn schließlich doch noch.

Ron stand da und starrte sie an und bevor er die Möglichkeit hatte, sich etwas zu erholen, drehte sie sich um und lief dieses Mal wirklich vor ihm davon. Er sah, wie sie sich durch die Menschenmenge kämpfte und genau mit einem bestimmten Mann zusammenprallte...

DIESER VERDAMMTE VIKTOR KRUM! Was? Verfolgt sie dieser bulgarische Blödmann jetzt schon? Ron sah zu, wie Hermione zurückwich und dann sah er, dass Krums Hände nach vorne schossen und sie bei den Handgelenken packten. Sie versuchte, ihn von sich wegzustoßen, aber anstatt dass er sie gehen ließ, drehte Krum sie um, sodass sie mit dem Rücken zu ihr stand. Dabei verdrehte er ihr den Arm auf den Rücken. Seine freie Hand kam nach vorne und fasste sie am anderen Handgelenk, damit sie nicht gegen ihn ankämpfen konnte.

„DU HURENSOHN!", bellte Ron, als er sich in die Menschenmenge stürzte, die ihn von Hermione und Krum trennte. „LASS SIE LOS!"

„Da ist der andere", sagte Krum, als eine kleine Gestalt, die von Kopf bis Fuß schwarz umhüllt neben ihm apparierte. Zwei weitere Todesser apparierten in der engen Straße hinter ihnen. Jemand in der Menge bemerkte das und gab einen Schrei von sich, der eine Kettenreaktion hervorrief. Die Menschenmenge zwischen Ron und Hermione begann sofort, ihn zurückzuschieben, da sie alle so schnell wie möglich aus dem Weg sein wollten.

„Der Rotschopf", sagte der kleinste der drei verhüllten Gestalten und zeigte auf Ron.

Im nächsten Augenblick war das Chaos ausgebrochen. Die Menge verschwand und all jene, die in den nahen Geschäften waren, ließen alles liegen und stehen und rannten um ihr Leben. Es schien, als ob jeder in der Winkelgasse versuchen würde, ihn von Hermione fernzuhalten. Er versuchte, gegen den Strom der hysterischen Menschen anzukämpfen, aber sie schafften es, ihn immer weiter von ihr wegzuzerren.

„HERMIONE!", rief Ron, als er drängte und Leute zur Seite schob und versuchte, zu ihr zu gelangen.

„LAUF!", schrie sie zurück zu ihm, doch er hörte sie nicht. Er wäre aber nicht einmal davon gelaufen, wenn er sie schon gehört hätte. Zwei der maskierten Männer erarbeiteten sich nun ihren eigenen Weg durch die Menge, indem sie die Menschen verfluchten, wohin sie auch gingen. Seine Augen waren immer noch auf Hermione fixiert, also bemerkte Ron die beiden anderen nicht.

Hermione bemerkte sie aber sehr wohl. Mit vor Horror geweiteten Augen sah sie, wie sich die beiden Todesser in der Menge der schreienden Menschen immer weiter vor arbeiteten. Sie wollten um jeden Preis ihr Ziel erreichen. Sie sah hoch zu Viktor und dann zu dem Todesser, der neben ihm stand. Sie schnappte nach Luft, als sie ihn erkannte.

„Du... DU... VERABSCHEUUNGSWÜRDIGER VERRÄTER! WIE KONNTEST DU NUR?", bellte Hermione und stürzte sich auf ihn. Damit konnte sie Krum überraschen und eine Faust losreißen. In dieser winzigen Sekunde der Freiheit schnappte sie sich das Objekt in Peter Pettigrews Hand und die beiden verschwanden.

„HERMIONE!", brüllte Ron vor Verzweiflung, als er sah, wie sie verschwand.

Die Todesser drehten sich um und bemerkten, dass ihr Kamerad fort war. Genauso wie das Mädchen. Krum war zurückgeblieben, aber er schien nicht mitbekommen zu haben, dass er nun allein mitten in der Gasse stand. Sie sahen ein letztes Mal zu Ron hinüber und dann disapparierten sie beide.

Jemand schnappte Ron von hinten und zog ihn zurück. Reflexartig wehrte er sich und schlug seinem sogenannten Angreifer ins Gesicht, sodass er zu Boden ging. Jetzt erst bemerkte er, dass es George war. Fred war seinem Zwillingsbruder sofort zur Seite und half ihm auf die Beine. Ron wandte den beiden seinen Rücken zu und begann, sich wieder durch die Menge zu kämpfen. Die Zwillinge warfen sich ein zweites Mal auf ihn und gemeinsam schafften sie es, ihn zurückzuziehen.

„LASST MICH LOS!", rief Ron, als er sich freikämpfen wollte.

„Es ist zu spät", sagte Fred. Seine Stimme war voller Schmerz und Bedauern.

„Es tut mir Leid, Ron", sagte George.

„LASST LOS, VERDAMMT NOCH MAL!"

„Sie ist weg, Ron."

„Es ist zu spät."

„ICH WERDE DIESEN VERFLUCHTEN BASTARD UMBRINGEN!", grummelte Ron, duckte sich und wirbelte zur selben Zeit herum. Irgendwie gelang es ihm, sich freizukämpfen und er warf sich sofort wieder in die Menge, sodass er sich Krum schnappen konnte. Bevor er mehr als einen Schritt vorwärts machen konnte, hatte Fred seinen Zauberstab gezogen und zeigte damit direkt auf Rons Rücken.

„STUPEFY!", rief er und sah dann zu, wie sein jüngerer Bruder zu Boden fiel.

„Tut mir Leid, Kumpel", sagte Fred, als er hinunter griff und Rons Füße anhob. George kniete sich sofort nieder und hob Rons Schultern hoch, sodass sie ihn die Straße hinunter und in die relative Sicherheit ihres Ladens bringen konnten.

„Wusstest du, dass Ron so stark ist?", fragte Fred George, als er die Tür versperrte und dann hinüber zum Kamin ging.

„Verdammte Hölle! Er hätte mich mit diesem Hieb fast k.o. geschlagen", beschwerte sich George, während er sich eine Handvoll Flohpuder nahm und sie in den Kamin warf. „Der Fuchsbau", rief George und trat dann zurück, um Fred zu helfen, ihren bewusstlosen Bruder in die Flammen zu schieben.

„Mum wird uns umbringen", sagte Fred, bevor er disapparierte.

„Hoffentlich", antwortete Ron, als er neben seinem Bruder in der Küche der Weasleys apparierte. „Ich will sicher nicht Ron gegenüber stehen müssen, wenn er wieder aufwacht."

tbc