Author´s Note:
Ich hatte noch ein wenig Zeit, also gibts noch den 2. Prolog und den 1. Kapitel XD
Viel Spaß.
Milla M.
Prolog 2: Mathew
Indizien, aber keine Fakten.
Wenn man komplett auf sich allein gestellt war und sich nicht mehr auf die Informationen der Polizei stützen konnte, war es fast unmöglich eine vernünftige Untersuchung durchzuführen, besonders wenn man den Stempel eines Geisteskranken aufgedrückt bekommen hatte.
Es war also nicht verwunderlich, dass sein Start alles andere als erfolgreich verlief...
Doch auch seine Pechsträhne fand irgendwann ein Ende.
Er stand kurz davor auf der Straße zu landen und sein Alkoholkonsum war schlimmer als jemals zuvor, als der junge Informatikstundent Mathew Benson plötzlich vor seiner Tür stand und ihm seine Hilfe anbot.
Oder besser gesagt: Er zwang sich ihm auf.
„Mr. Castellanos, es freut mich sie kennenzulernen. Mein Name ist Mathew Benson und ich möchte bei ihnen als Praktikant anfangen."
Es dauerte einen Moment, bis die Information zu ihm durchdrang. Meinte dieser Junge das wirklich ernst?
„Junge, ich glaube du hast die falsche Adresse erwischt."
Er wollte gerade die Tür wieder schließen, als sein Gegenüber aufschrieh: „Bitte lassen sie mich für sie arbeiten! Ich bin sehr gut mit Computern, ich kann ihnen sicherlich gut bei der Arbeit helfen!"
Unscheinbar fasste das Erscheinungsbild seines Gegenübers recht gut zusammen.
Strohblonde Haare, hellbraune Augen und ein recht schlichtes Outfit. Auf der Straße wäre er wahrscheinlich an ihm vorbeigegangen, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.
Sebastian atmete scharf aus. Es kostete ihn alle Selbstbeherrschung, die er besaß, um ihn nicht einfach die Tür vor der Nase zuzuschlagen.
„Jetzt hör mir zu Junge. Ich nehme keine Helfer an. So wie es aussieht kann ich den Laden Ende der Woche sowieso dichtmachen. Warum suchst du dir nicht einfach eine der anderen Detekteien? Ich bin sicher, die werden dich mit offenen Armen empfangen."
Mathew schien es einen Moment zu überdenken, schüttelte dann aber mit dem Kopf: „Ich möchte nicht in eine dieser Alteingesessenen, die den Blick nur noch auf ihrem Gehalt haben, ich möchte den Menschen helfen."
„Die Tatsache, dass du zu mir gekommen bist, bedeutet wohl, dass du keine Ahnung hast, wen du hier eigentlich vor dir hast. Glaub mir, Klienten suchst du hier vergeblich."
„Da irren sie sich. Ich habe den Fall über das Massaker in der Beacon-Nervenklinik ganz genau studiert. Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie da heil rausgekommen sind. Und glauben sie mir, ich halte sie keineswegs für verrückt. Irgendwas Seltsames ist dort vorgegangen und sie sind wahrscheinlich der Einzige, der die ganze Wahrheit kennt."
Na fantastisch, dieser Junge war also ein Fan? Womit hatte er diesen Irrsin verdient?
„Und trotzdem glaubst du hier eine Arbeit zu finden?"
„Ich bin zuversichtlich, dass die Leute erkennen werden, dass sie genau die Person sind, die ihnen bei ihren Problemen helfen kann."
„Ich schätze du gibst nicht auf, oder?"
Dieser Junge hatte mehr Optimismus als gut für ihn war.
„Ich bin in solchen Sachen vielleicht ein wenig Dickköpfig," grinste Mathew.
Er würde nicht aufgeben, soviel stand fest. Resigniert ließ Sebastian den Kopf hängen: „Okay, aber nur bis Ende der Woche. Wenn bis dahin kein Klient unsere Hilfe benötigt, mache ich dicht und du lässt mich von da an in Ruhe."
„Damit kann ich leben. Dann auf gute Zusammenarbeit."
„Eine Warnung: Alle meinen Partnern ist etwas schreckliches zugestoßen. Ich hoffe du hast damit keine Probleme."
„Vielleicht bin ich ja die erste Ausnahme."
Sebastian wusste nicht warum, aber er hatte plötzlich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Irgendetwas würde passieren und er war sich nicht sicher, ob es ihm gefallen würde...
