Rache und Hass

Vielen Dank für eure Reviews ich hoffe euch gefällt das zweite Kapitel genauso gut

-

Teil 2

-

Aragorn wachte als erster auf. Sein Kopf pochte schmerzvoll und er musste still liegen um die Umgebung wieder zum Stillstand zu bringen. Er lag auf dem Waldboden. Seine Füße und Arme waren zusammengebunden. Er rollte sich auf seinen Bauch um sich auf seine Fersen setzen zu können. Aragorn musste gegen die aufsteigende Bewusstlosigkeit kämpfen.

Aragorn konnte ihre Entführer erkennen; sie lagen ein paar Meter entfernt von ihm. Einer von ihnen saß am fuße eines Baumes, die Nacht mit seinem Blick durchdringend, wie der Falke auf Beutesuche. Aragorn hatte ein merkwürdiges Gefühl als er die Gestalt beobachtete aber er wusste nicht was es war.

Aragorn bemerkte seine Freunde, sie lagen hinter den schlafenden Entführer, immer noch bewusstlos. Aragorn konnte ihre Wunde in dem fahlen Mondlicht, dass durch die Bäume schien nicht erkennen. Warum wurden wir getrennt? Und wer sind die? Aragorn bemerkte plötzlich, dass die Wache unter dem Baum ihn anstarrte. Es war ein tödlicher Blick aber dennoch vertraut. „Wer bist du und warum sind wir eure Gefangenen?"

„Ich bin Gwann-Agar (totes Blut). Die andere Sache geht dich nichts an." Er streifte seine Kapuze über seinen Kopf und enthüllte seine spitz zu laufenden Ohren und seine langen schwarzen Haare. Seine Augen verloren den intensiven Ausdruck nicht.

Aragorn war sprachlos und zu tiefst schockiert. Er konnte nicht fassen, dass sie Elben waren. Sie erschienen so Gnadenlos, nicht wie all die Elben die er kannte. Aber wer sonst hätte sich so anschleichen können.

Aragorn hörte ein leises Stöhnen von einem seiner Freunde.

Elladan erwachte langsam aus seinem traumlosen Schlaf. Er fühlte einen stechenden Schmerz in seinem linken Oberarm und stöhnte. Sein Kopf schmerzte und er brauchte einige Momente um sich an die vergangenen Ereignisse zu erinnern. Mit einem Mal war er hell wach. Seine Hände und Füße waren zusammen gebunden. Etwas schweres lag auf seinen Füßen. Er rollte sich auf seine unverletzte Seite und sah, dass Legolas über seinen Füßen lag. Der blonde Elb hatte eine große Wunde an seiner linken Schläfe. Getrocknetes Blut klebte an seiner Backe. Elladan fand Elrohir ganz in der Nähe. Sein Zwillingsbruder hatte einen Pfeil in seinem Bauch genau über der Hüfte. Die Wunde blutete immer noch. Elladan konnte Aragorn nirgends finden und er musste mit seiner aufkeimenden Panik kämpfen. Elladan wollte mehr sehen und setzte sich auf. Er rollte Legolas vorsichtig von seinen Füßen ohne ihn zu wecken.

„Ich dachte du würdest nie mehr aufwachen. Sieht so aus als hätten dich die faulen Jahre in Bruchtal schwach gemacht." Elladan drehte seinen Kopf in Richtung der Stimme. Sein Blick fiel in die Augen von Gwann-Agar, die ihn zu durchdringen versuchten. Zu seiner Erleichterung fand Elladan Aragorn am anderen Ende.

„Wer bist du? Und was willst du mit uns?" Elladan wurde wütend. Es ärgerte ihn zu tiefst wenn Elben andere Elben verrieten. Der schwarzhaarige Elb musste lachen. „Du klingst genau wie dein menschlicher Bruder hier. Aber ich werde es noch ein einziges Mal für dich wiederholen. Ich bin Gwann-Agar und das andere geht weder dich noch irgendjemand anderes etwas an. Sag deinen schlafenden Freunden lieber, dass sie solche Fragen nicht noch einmal stellen sollten. Ich hasse es Dinge zu wiederholen."

Elladan hat nie zuvor einen solchen Elb gesehen. Die Art und Weise wie er gesprochen hatte und wie er kämpfte. Eine andere Sorge schob sich in seine Gedanken. Elrohir. Elladan wusste dass er Hilfe brauchte und zu seinem Glück schien es, als wollten die anderen Elben ihre Gefangenen am leben. „Mein Freund ist verwundet und ich denke er wird es nicht lange überleben. Kann jemand nach seiner Wunde sehen?"

„Das ist nicht mein Problem. Versuch ihm zu helfen wenn du kannst aber nerv mich nicht weiter mit diesen unwichtigen Sachen. Es macht nichts wenn er stirbt. Drei sind genug."

Elladan war sprachlos. Er konnte nicht verstehen wie ein Elb so grausam zu einem anderen sein konnte. Selbst in der Geschichte kannte er nur ein paar Mal wo dies passiert war. Der Fluch von Feanor war ein Fall. Aber dieser Fluch war längst Vergangenheit, oder?

Elladan legte sich wieder hin und kroch zu seinem Bruder um ihn zu wecken. Elrohir wachte schließlich auf aber war nur sehr schwach. „Elladan was ist passiert? Es tut so weh..." Elladan wusste, dass er wegen einer möglichen Infektion den Pfeil entfernen musste. „Elben haben uns entführt. Einer hat sich angeschossen und ich muss den Pfeil entfernen. Zuerst muss ich meine Arme nach vorne bringen." Elladan legte sich hin und zog seine Knie an. Er dehnte seine Arme, bis er sie über die Knie nach vorne bringen konnte. Er verzog sein Gesicht als der Pfeil in seiner Schulter bewegt wurde. Nach kurzer Zeit saß Elladan vor Elrohir mit seinen Armen vor seinem Körper. „Ich muss ihn jetzt rausziehen." Elrohir nickte und presste seine Augen zusammen um gegen den Schmerz anzukämpfen. Elladan zog den Pfeil mit einem Ruck heraus. Elrohir schrie auf und war kurz davor wieder bewusstlos zu werden.

Elladan riss ein Stück von seiner Kleidung weg und versuchte es um die blutende Wunde zu binden, was ihm allein jedoch nicht gelang. Elladan musste Legolas wecken. „Legolas? Legolas!" Er rollte den blonden Elb auf den Rücken und schüttelte ihn vorsichtig.

Legolas wachte auf und das erste was er spürte waren Schmerzen in seinem Kopf. Er konnte sich nicht bewegen. Elladan half Legolas sich hinzusetzen. Übelkeit stieg in ihm hoch und er übergab sich.

„Was ist mit den anderen?" Fragte Legolas als die Übelkeit nachließ. „Aragorn ist auf der andern Seite und scheint in Ordnung zu sein. Aber Elrohir wurde angeschossen und ich muss seine Wunde verbinden, wobei du mir helfen musst."

Legolas sah zum ersten Mal den Pfeil, der in Elladans Oberarm steckte. Reue übermannte ihn. „Es tut mir so leid, dass ist noch niemals passiert." Legolas sah den verwirrten Blick und erklärte „Der Pfeil. Das ist meine Schuld, ich habe ihn geschossen." Elladan hatte in dem Moment ein paar seltsame Gefühle aber er musste sie ignorieren. „Ich vergebe dir Legolas, mellon nîn (mein Freund). Niemand hätte ahnen können, dass diese Elben so schnell sind." – „Sie sind Elben! Sie sind also wirklich Elben. Ich dachte meine Augen hätten mich getäuscht."

Legolas half Elladan die Wunde zu verbinden.

Nach einiger Zeit schien das Morgenlicht durch die dichten Blätter des Dunkelwalds.

-

Ich hoffe dass ich wieder ein paar reviews bekomme und dass ihnen auch dieser Teil gefallen hat. Insgesamt hat die englische Story 24 Teile. Aber ich war damals mit dem Ende nicht ganz zu Frieden und vielleicht wird der Schluss noch etwas länger.