Vor den Steilwänden des zentralen Massivs fand eine Zusammenkunft besonderer Natur statt.
Drei Wesen erschienen, waren für einen kurzen Augenblick existent und vergingen dann wieder im scheinbaren Nichts.
Sie alle sahen gleich aus, wenn man sie hätte sehen können. Ihre Gestalt – so sie eine besaßen – wurde von einer spärlich materiellen Kutte umwallt. Die Kapuze trugen sie dort, wo sich der allgemeinen Erfahrung nach der Kopf befinden musste. Erkennen konnte man ihn nicht. Gesichter blieben im Dunkeln verborgen und die Stimmen der drei Wesen verursachten keine Schallwellen.
Eigentlich wurde nicht gesprochen. Doch um die Kommunikation der drei Revisoren dem Leser zugänglich zu machen, soll hier versucht werden die metaphysische Entsprechung einer menschlichen Sprache zu übersetzen.
Eine Kutte sagte: Menschen sind viel zu einfach konstruiert, als dass die die Welt beherrschen sollten!
Eine andere sagte: Sie bestehen aus zwei gegensätzlichen Teilen, die keinen Konsens finden.
Die dritte fügte hinzu: Sie bringen Chaos über diese Welt.
Die erste erwiderte: Chaos und Unordnung.
Die zweite sagte: Verstand und Sehnsüchte kreieren eine gefährliche Mischung an Persönlichkeit.
Die dritte überlegte: Ihre Sehnsüchte, Hoffnungen und Ängste zu kontrollieren hat nicht geklappt.
Die erste führte den Gedanken weiter: Schalten wir ihren Verstand aus!
Ein kleiner, neugieriger Weberknecht verschwand im Ärmel einer der Kutten und sah in diesem Augenblick seine Heimat zum letzten Mal.
