Disclaimer: Nir mir, alles J.
Hatte er am Anfang wirklich gedacht, dieser Crook wäre ihm sympathisch? Vielleicht war das auch nur gewesen, weil er Filch eins reingwürgt hatte. Snape konnte diesen ekelhaft, schleimigen Typen nicht leiden. Von ihm aus hätte er damals die Umbridge heiraten und Hogwarts mit ihr verlassen können. Aber jetzt verdrehte er Miss Granger anscheinend den Kopf. Mit einem hinterhältigen Grinsen und leise flüsternd, standen sie über ihrem Kessel und Snape konnte schwören, dass sie irgendwas ausheckten.
"Miss Granger, Mister Crook, dürfte ich erfahren was so wahnsinnig interessant ist, dass sie es in meinem Unterricht besprechen müssen?" schnarrte er.
"Wir haben uns nur gefragt ob Goyle blaue oder grüne Furunkel kriegt, wenn sein Kessel in zehn Sekunden explodiert." schnarrte Shanks mit gleicher Stimme zurück, was Snape noch wütender machte. Rasch drehte er sich zu Goyle um und erkannte, dass die Besserwisserin und ihr neuer Freund Recht hatten. Mit einem Schwenk seines Zauberstabs war der Kessel seines Schülers leer.
"Mister Crook, Miss Granger, sie schreiben eine fünf Zoll lange Erklärung, was Mister Goyle falsch gemacht hat. Und sie, Mister Goyle, fangen nochmal von vorne an."
Damit ging er nach vorne und grinste innerlich, als er Hermiones wütendes Schnauben hörte.
"Dieser Bastard, also wirklich..."
"Beruhig dich Mione. Ich weiß wie wir es ihm heimzahlen können." flüsterte Shanks verschlagen.
Beide grinsten. Oh ja. Das war das letzte Mal, das Snape sie ungestraft bestrafte!
Immer wenn Hermione mit Shanks, Harry und Ron unterwegs war, wurden sie schlimmer angestarrt als zu der Zeit, als jeder dachte Harry wäre auf der Seite des dunklen Lord. Und das alles nur wegen Shanks! Man konnte eigentlich nicht sagen, dass er besonders gut aussah, aber auch wenn sein Gesicht nicht gerade eine Zierde war- das Versprechen dass die zerissene Kleidung gegeben hatte, reichte wohl für die Meisten.
"Oh gott, sieh dir den neuen an, er ist so heiß!"
"Oh, hast du ihn heute morgen sprechen hören? Ich musste mir danach erstmal neue Unterwäsche anziehen!"
Und anderes mussten sie sich anhören. Harry war froh, ausnahmsweise mal nicht im Mittelpunkt zu stehen. Ron dagegen wurde immer gereizter. Nie war eins der Mädchen scharf auf ihn! Und die einzige die sich nicht von Shanks beeindrucken ließ, wollte nichts von ihm wissen, da sie auf ihn sauer war.
Hermione dagegen war sich des Trubels um sie herum nicht wirklich bewusst. Ihre Gedanken kreisten um den Hauslehrer der Slytherins. Was konnte man wohl so alles anstellen?
"Mioonee! Hallo?" rief Ginny direkt in ihr Ohr.
"Wie, was?" antwortete Mione verwirrt.
Ginny schüttelte den Kopf.
"Mensch, ich versteh ja dass mit so einem Sahneschnittchen an deiner Seite, deine Gedanken ganz wo anders sind, aber..."
"Ginny!" empörte sich die Gryffindor, "ich will nichts von Shanks!"
Ginny grinste nur.
"Wir treffen uns nach der Schule am Tor ja? Wir wollen heute schon mal gucken, damit wir eine Nacht haben um uns zu entscheiden oder was ändern zu lassen."
"Ok." kam es von der- schon wieder- leicht abwesenden Hermione.
"Ach ich glaub mit diesem Mädchen ist heute nicht mehr viel anzufangen...Shanks?"
"Ja Mylady?" antwortete Shanks galant, aber immer noch in seiner Snape-Imitation. Ginny kicherte und Harry runzelte leicht verärgert die Stirn.
"Bitte bring Hermione nach der letzten Stunde zum Ausgangstor, ja? Ich weiß nämlich nicht ob sie registriert hat was ich sage."
Beide schauten zu Hermione, die jetzt statt nur abwesend, eher verträumt aussah...glücklich verträumt...und dann..
RUMMS!
"Miss Granger passen sie doch auf!" fauchte eine Stimme. Hermione war natürlich direkt in Snape reingerauscht. Sie schickte einen bösen Blick in Richtung ihrer Freunde, die wohl gemerkt hatten, dass Snape kam, es allerdings für lustig hielten beide ineinander laufen zulassen.
"Tut mir Leid Sir" knirschte Hermione und wurde rot. Sie war in Gedanken gerade von Snape-einen-Streich-spielen zu Snape-mich-streicheln-lassen gewandert. Die Katze in ihr hatte wohl doch mehr Einfluss auf sie als sie dachte. Jetzt starrte sie seine begabten Hände auch noch an! Das war ja zum verrückt werden!
"Miss Granger, wenn sie jetzt freundlicherweise den Weg frei machen würden?"
Hermione trat hastig einen Schritt zur Seite und der miesepetrige Kerkerbewohner rauschte an ihr vorbei.
"Was war das denn?" fragte Ginny misstrauisch.
"Was?" kam es von Hermione.
"Du warst erst total verträumt und bist total abwesend in Snape reingerannt und dann rot geworden!" zählte Harry auf. Ginny warf ihm einen beeindruckten Blick zu.
"Auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass Harry sowas mitkriegt, das war jetzt wirklich etwas seltsam." Hermione biss sich auf die Lippen und sah hilfesuchend zu Shanks. Natürlich sprang dieser bereitwillig ein.
"Ach, sie hat bestimmt nur daran gedacht, dass Snape uns eine Strafaufgabe gegeben hat und ist sauer geworden, als er sie auch noch fast umgerannt hat."
Hermione nickte bekräftigend.
Ginny und Harry glaubten ihr kein Wort, im Gegensatz zu Ron. Obwohl Ron eigentlich gar nichts mitbekommen hatte- seine Gedanken kreisten immernoch darum, wie er wohl alle Mädchen dazu bringen konnte mit ihm ins Bett zu gehen.
"Was haben wir denn als Nächstes?" versuchte Hermione das Thema zu wechseln. Ginny und Harry sahen sich kurz an, beschlossen dann aber, es für dieses Mal sein zu lassen.
"Ach hey Shanks, du hast ja noch gar nichts wirklich von dir erzählt! Woher kennt ihr beide euch denn?"
Hermione stöhnte innerlich. Hörte man mit einem unangenehmen Thema auf, Harry fand mit Sicherheit das Nächste.
"Ach, nunja, wir sind sozusagen...so etwas wie Brieffreunde. Manchmal war die Kommunikation zwischen uns etwas schwer, aber in letzter Zeit verstehen wir uns wieder wunderbar und daher habe ich beschlossen Hermione einen Besuch abzustatten." antwortete Shanks ausweichend.
"Und wo habt ihr euch kennen gelernt? Oder habt ihr das durch eine Kontaktanzeige gemacht?" fragte jetzt Ginny weiter.
"Bei Merlin, nein! Wir haben uns in der Winkelgasse kennengelernt." Um Himmelswillen, dachte Hermione, eine Kontaktanzeige! Vielleicht noch im Klitterer oder so!
"Und wo kommst du her? Wo gehst du zur Schule?"
"ich gehe nicht zur Schule." Shanks grinste. Er provoziert es ja geradezu, dachte Hermione. Shanks schien es ihr nicht leicht machen zu wollen.
"Echt? Genial, ich beneide dich. Dann bist du also wirklich nur zu Besuch hier? Frag mich wieso Dumbledore das nicht einfach gesagt hat...Und wie alt bist du jetzt?" plapperte Ginny haltlos.
"Ich bin jetzt..." er überlegte kurz, "so um die Zwanzig."
Hermione keuchte überrascht auf.
"Was?"
"Ja genau, was? Bist du dir nicht sicher?" Harry missinterpretierte Hermiones Keuchen.
"Nun, meine Eltern hielten es nicht so mit Jahreszahlen und Geburtstagen. Daher weiß ich noch nicht einmal genau welches Jahr wir haben." Ungläubig blickten ihn alle an.
Hermione derweil war erstaunt dass Shanks schon so alt war...damit hätte sie nie gerechnet. Er war trotzdem noch ziemlich fit.
"Bin in einer eher ländlichen Gegend aufgewachsen." Shanks zuckte mit den Achseln.
"Bist du vielleicht mit mir und Ron verwandt?" fragte Ginny aufgeregt.
Shanks grinste breit.
"Ich bezweifle es!" erwiederte er, eindeutig belustigt von dem Gedanken.
"Ich auch." flüsterte Hermione, ebenfalls grinsend.
Harry und Ginny beschossen Shanks noch mit tausend Fragen, die dieser so gut es ging, zu umgehen versuchte.
So vergingen die restlichen Stunden wie im Flug und sie trennten sich erst wieder, als die Mädchen sich aufmachten nach Hogsmeade.
"Harry, pass gut auf Shanks auf, ja? Er stellt nämlich liebend gern Unsinn an!"
"Aber nicht doch! Ich hatte immer den Eindruck, die Ideen kämen von dir."
Die Brünette boxte Shanks in die Seite, doch dieser lachte bloß.
"Klar pass ich auf ihn auf. Ich kann ihm bestimmt noch ein paar...Orte zeigen, die er noch nicht kennt." Auch Harry grinste und war in Gedanken bei der Karte des Rumtreibers.
Ginny verdrehte nur die Augen. Dann kamen auch schon Pansy und einige andere Mädchen auf sie zu.
Sie verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg.
"Oooh!" seufzte Ginny entzückt als Daphne Greengrass aus der Umleidekabine kam. Daphne war ein unglaublich zartes Mädchen, mit blasser Haut und langem schwarzen Haar. Mit ihrem dunkelgrünen Traum aus Seide, sah sie aus wie eine Fee.
"Wow, ich wette da wird ein gewisser Jemand gar nicht die Augen von dir lassen können!" zwinkerte Pansy ihr schelmisch zu. Daphne wurde rot.
"Ich glaube, wir haben jetzt alle was oder?" fragte eine der Patil-Schwestern in die Runde.
"Nein, Hermione hat glaub ich noch nichts ausgesucht." antwortete ihre Schwester.
Alle sahen sich nach Hermione um. Doch die war aus dem Laden verschwunden.
"Wehe ihr, wenn ich sie im Buchladen erwische!" fauchte Ginny wütend.
Hermione indess befand sich- entgegen der Erwartungen ihrer Freunde- nicht in einem Buchladen. Sie hatte einen Schneider gesehen, der sich rühmte einzigartige Kleider zu schneidern. Hermione, die die Kleider der anderen zwar hübsch fand, aber irgendwie doch etwas langweilig, wollte unbedingt etwas Anderes.
"Meine Liebe!" begrüßte der Schneider sie herzlich, "Was brauchen sie denn?"
"Ich brauche ein Ballkleid für den Halloweenball." antwortete sie, "Und ich fand die anderen Kleider...naja, sie sehen wirklich hübsch aus, aber sie sind so normal!"
Der Schneider runzelte die Stirn und machte "Humm...humm..."
Die Gryffindor fragte sich ob sie vielleicht doch lieber zu ihren Freunden gehen sollte, aber plötzlich erhellte sich das Gesicht das Schneiders.
"Ich hab da eine Idee meine Liebe! Oh, ich weiß gar nicht wie sie heißen?"
"Hermione. Hermione Granger."
"Nun Hermione- ich darf doch?-" ob er damit meinte, dass er sie mit Vornamen ansprechen durfte oder dass er gerade ihre Maße nahm, wusste sie nicht, "soso, ja, mh, wie ichs mir gedacht hab. Sie sind eine..ähem.. reife! Ja, reife junge Frau."
Hermione schoss das Blut in die Wangen. Damit hatte er jetzt bestimmt nicht ihre geistige Reife gemeint!
"Ich bin mir sicher, wir könnten etwas Wunderbares für dich zaubern. Welche Farbe wäre denn deine Liebste?"
Patriotismus muss sein, dachte Hermione.
"Rot. Und vielleicht etwas Gold."
Der Schneider nickte wissend.
"Und wie...ähm, auffällig soll es sein?" Hermione schmunzelte über seine Wortwahl.
"Ich weiß nicht genau. Aber wir feiern gleichzeitig den Fall Voldemorts also...Nicht zu wenig! Sehen sie es als Test- wenn mir dieses Kleid gefällt, komme ich wegen dem Abschlussball auch noch mal zu ihnen."
Wieder nickte der Schneider, nahm sich Pergament und Feder und zeichnete etwas auf. Er zeigte es Hermione und sie nickte.
"Mione!" eine rote Furie stürmte durch den Eingang des Ladens.
"Hier bist du also! Wir machen uns schon alle Sorgen!" wies eine aufgebrachte Ginny sie zurecht.
"Entschuldige, aber ich konnte hier nicht dran vorbei gehen." entschuldigte sich die Brünette.
"Aha. Was ist das da?" Ginny deutete treffsicher auf das Pergament.
Hermione und der Schneider blickten sich grinsend an.
Nachdem sich Hermione noch allerlei Vorwürfe von den anderen Mädchen hatte anhören müssen, kam natürlich die Frage auf, wo sie war. Aber sie blockte alle Fragen ab. Sie wollte die anderen am Tag des Balls überraschen- sie würden sie eh früher sehen, da sie sich gegenseitig für den Ball fertig machen würden.
"Na schön. Ich gebs auf. Dann sagst du's uns eben erst nächste Woche!" verabschiedete Pansy sich.
Immernoch grinsend schüttelte Hermione den Kopf.
"Los, lass uns nachsehen, was Harry und Shanks so lange gemacht haben!" zog Ginny sie ungeduldig mit sich.
Als sie in den Gryffindorturm kamen, rissen sie vor Überraschung ihre Münder auf.
Er sah aus als wäre eine Bombe eingeschlagen. Und damit war dieses Mal nicht nur Chaos gemeint, sondern pure Zersötrung. Gardinen, Sessel, alles lag in seinen Einzelteilen herum. Und mitten drin standen Shanks, Harry, Ron, Seamus, Dean und Neville. Alle mit geschwärzten Gesichtern, abstehenden Haaren und lachend. Von ihrer -anscheinend angebrannten- Kleidung mal ganz abgesehen.
Auch wenn Hermione in den letzten Tagen viele Streiche gespielt hatte, sie musste als Schulsprecherin doch eine gewisse Verantwortung zeigen- was sie jetzt auch tat.
"HARRY JAMES POTTER! WAS BEI MERLINS VERSCHRUMPELTEN EIERN IST HIER PASSIERT?!" Die Meute bemerkte die Neuankömmlinge und Harry besaß den Nerv Hermione anzugrinsen.
"Oh, Ron hatte ein paar Sachen von Fred und George dabei und Shanks wollte unbedingt was ausprobieren und..."
"HATTE ICH NICHT AUSDRÜCKLICH GESAGT DU SOLLST NICHT ZULASSEN DASS SHANKS UNSINN MACHT?" Jetzt war Harry doch ein wenig verunsichert. Ron sprang seinem besten Freund zur Seite.
"Aber Hermione..."
"DU SEI BLOSS STILL ODER ICH MACH EIN FOTO UND SCHICK ES DEINER MUM!"
Hermione schien sich nicht wieder zu beruhigen. Also trat Shanks vor.
"Mione, ich wollte ein wenig Spaß, das verstehst du doch! ...Oder kann es sein, dass du eifersüchtig bist, weil du nicht hier warst und mitgemacht hast?" Er ging auf sie zu und schnurrte ihr etwas ins Ohr. Man sah die Verwandlung in Hermiones Gesicht, von unglaublicher Wut zu Verwirrung und schließlich lächelte sie auf eine unheimliche Art und Weise. Unheimlich traf es nicht ganz...eher total hinterhältig und gemein.
"Hermione, bitte guck nicht so. Du jagst mir sonst mehr Angst ein als Snape!" schluckte Neville. Der Kommentar brachte alle zum lachen und gemeinsam räumten sie alles wieder auf. Während der Aufräumaktion sahen sich Hermione und Shanks immer wieder wissend an- was von den anderen nicht unbemerkt blieb. Deren Gedanken tendierten zu etwas, was viel, sagen wir, "Aktion" beinhaltete. Mit Aktion lagen sie ganz schön nah dran und gleichzeitig war es meilenweit von der Wirklichkeit entfernt.
Keuchend rannte er durchs Schloss. Er konnte nur hoffen, dass niemand ihn so sah. Bei Merlin, er dachte er wäre einigermaßen fit gewesen- obwohl, nach drei Tagen mit so gut wie gar keinem Schlaf und jetzt auch noch drei-Stunden-Sprint durfte man doch wohl k.o. Sein oder?
"Aaaah, da bist du ja Schätzlein! Ich wusste mein inneres Auge lässt mich nicht im Stich!" drang eine süßliche Stimme an sein Ohr.
Er konnte es nicht fassen. Diese Frau lag sonst mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million mit ihren Vorhersagen richtig, aber anscheinend würde das Schicksal auch physikalische Begebenheiten ändern, nur um ihn zu ärgern!
Er schnappte nach Luft und rannte dann weiter. Es war nicht mehr weit und dann hätte er es in seinen Kerker geschafft. Severus war absolut am Ende- sowohl mit den Nerven, als auch mit seinen Kräften.
Endlich, dachte er, endlich! Da war die Tür zu seinen Gemächern! Schnell schlüpfte er hindurch und bemerkte wie knapp hinter ihm Trelawney auftauchte.
Er schlug die Tür zu und murmelte die mächtigsten Flüche und Schutzzauber die ihm einfielen.
Dann seufzte er erlöst.
Jetzt hatte er seine Ruhe. Dachte er zumindest.
Doch als er sich umdrehte, wurde er sich bewusst, dass es noch ein langer Abend werden würde.
Der ganze Raum war von oben bis unten mit Klopapier bedeckt. Probeweise, doch ohne Hoffnung auf Erfolg, versuchte er das Ganze mit einem Schwenk seines Zauberstabes zu beseitigen.
Nichts geschah.
Na toll! Was für ein Halloweenstreich und dabei war es noch nicht mal Halloween!
Er ging zur Tür zu seinem Schlafzimmer, schloss die Augen, öffnete die Tür und sah hinein.
Nein, hier war kein Klopapier. Hier war alles mit silber-glänzendem Papier eingewickelt.
Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Zum Pixies melken war das!
Er beschloss sich auch noch die restlichen Räume anzusehen. Sein Bad war erfreulicherweise unberührt. Das Arbeitszimmer war über und über mit kleinen Klebezetteln versehen.
Und natürlich konnte er nirgends einen Zauber anwenden. Anscheinend war hier jemand talentiertes am Werk gewesen. Sofort musste er an Albus denken. Doch auch wenn der senile Narr manchmal am Betttuch vom Wahnsinn knabberte, so durchgeknallt war er noch nicht.
Und jemand von den anderen Lehrern? Nein. Bestimmt nicht. Einer von den Schülern? Wer hatte die Mittel die ganzen Sachen Magieresistent zu machen? Und überhaupt in seine Räume eindringen? Die Granger, die konnte das bestimmt...aber die würde sich sowas nie trauen.
"Dobby!" rief Severus laut. Mit einem Knall manifestierte sich der kleine Hauself-überdeckt mit ewig vielen Mützen.
"Ja Sir? Was kann Dobby tun Sir?" fragte der Kleine unterwürfig.
"Räum das hier auf Dobby." befahl Severus. Zumindest musste er nicht diesen blöden Streich ausbaden.
Dobby zögerte.
"Was ist los?" blaffte Severus den Hauself an. Dobby drückte den Rücken durch und riss sich zusammen.
"Es tut uns Leid Sir, aber wir dürfen hier nicht aufräumen. Wurde uns strengstens verboten, jawohl Sir!" kam es mutig von ihm. Severus glotzte ihn nur ungläubig an.
"Verboten? Wer hat es dir verboten Dobby?" zischte er jetzt gefährlich leise.
"Das darf Dobby nicht sagen, nein! Tut uns Leid sir, aber wir dürfen nichts tun! Guten Tag Sir!" mit diesen Worten verschwand Dobby genauso schnell wie er gekommen war.
"Der wird auch immer frecher, seit die Granger ihn ermutigt hat..." Stimmt. Die hatte sich ja mal stark für Hauselfen eingesetzt! Ob sie immernoch fleißig Mützen strickte? Oder waren die auf Dobbys Kopf noch vom letzten Mal? Severus schmunzelte.
Aber dann fiel sein Blick wieder auf seine Räume. Mit einem Seufzen machte er sich an die Arbeit. Um noch wütend zu sein hatte er keine Kraft mehr. Aber wenn er je rausfand wer das gewesen war, derjenige würde sich wünschen nie geboren worden zu sein. Und er würde es herausfinden, oh ja!
"Meinst du, es hat alles geklappt?" Nervös kaute Hermione auf ihrer Unterlippe.
"Klar doch. Schließlich war ich dabei. Auch wenn es merkwürdig ist...mal so etwas zu machen." erwiederte Shanks.
"Wie meinst du das? Die Art des Streichs oder das wir..."
"Beides!" unterbrach er sie schmunzelnd.
Sie sahen sich verschwörerisch an und lachten dann.
"Weißt du, ich glaube...ich glaube, ich mach mich nochmal auf den Weg. Mich würde ja sehr interessieren wie er es aufnimmt, dass die Hauselfen nicht helfen dürfen!" sagte Hermione.
Shanks zuckte mit den Achseln, als auch schon Harry und Ron ankamen.
"Hey Shanks, hast du Lust auf einen... Männerabend?" fragte Ron heimlichtuerisch. Ginny, die den beiden Jungs durch das Portraitloch gefolgt war, schnaubte.
"Ein Männerabend kann es nur geben, wenn richtige Männer anwesend sind!" meinte sie grinsend und ignorierte den beleidigten Blick von Harry.
"Hermione, wir treffen uns morgen nach dem Frühstück um unsere Sachen aus Hogsmeade abzuholen, ok?" wandte sich die Rothaarige zu Hermione. Diese nickte nur und wünschte noch eine gute Nacht.
"Na gut, dann also gute Nacht! Wir sehen uns morgen." mit diesen Worten zogen Ron und Harry Shanks mit zum Jungenschlafsaal.
Kopfschüttelnd, aber dennoch grinsend, zog auch Hermione sich zurück. Kurze Zeit später sah man wie sich das Portrait zur Seite schwang und wieder zu ging- scheinbar ohne jemanden hindurch zu lassen.
Vollkommen erschöpft und am Ende seiner Kräfte ließ Severus sich auf sein Sofa fallen-dass dabei auf einmal kläglich miaute. Hastig richtete er sich wieder auf.
"Tut mir Leid." flüsterte er. Die Trägerin der Stimme jedoch sah ihn unerbittlich an und machte Anstalten zu gehen. Mit einem Lächeln auf den Lippen hielt er sie fest. Er wusste ganz genau, dass sie nicht gehen würde, sobald er anfing sie zu kraulen. Anscheinend gab es doch ein Wesen auf dem Schloss, das wegen ihm schwach wurde.
Säuerlich verzog sich seine Miene. Naja, mal abgesehen von dieser verrückten Wahrsagerin!
Die Katze hatte seinen Missmut anscheinend bemerkt und miaute wieder um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Dann richtete sie sich etwas auf und rieb ihr Köpfchen an seiner Wange.
Sofort kehrte das Lächeln auf sein Gesicht zurück und das kleine Geschöpf auf seinem Schoß schien zufrieden und legte sich wieder auf den Rücken.
Leise begann Severus zu reden. Er hatte sonst nicht das Bedürfnis mit irgendjemandem zu reden, aber mit einer Katze...? Bei ihr bestünde nicht die Gefahr, dass sie auf Gedanken kam wie: Lasst uns dem Zaubertrankprofessor etwas Spaß aufdrücken!
Nicht, dass er nie Spaß hatte, aber für gewöhnlich teilte er die allgemeine Auffassung von Spaß einfach nicht.
"Weißt du, wem du auch mal einen Streich spielen könntest? Dieser verrückten Wahrsagerin...sie hat mich heute tatsächlich durch das ganze Schloss gejagt! ...Man sollte meinen, ein Ex-Spion und Todesser müsste ihr locker entkommen, aber zu meinem Unglück scheint sie ein gutes Gespür dafür zu haben Leute zu finden. Oder zumindest mich...sie glaubt tatsächlich, wir würden in der Zukunft heiraten!" empörte er sich leise. Zu seiner Belustigung fauchte die Kleine bei der Stelle mit dem heiraten kurz. Womöglich spürte sie sein Unbehagen.
"Nicht genug, komme ich auch noch in eine Wohnung, die völlig verunstaltet war. Du hättest bestimmt deinen hellen Spaß daran gehabt, das Papier hier drin zu zerfetzen..." redete er weiter. Trotzdem er eigentlich wütend war, oder sein sollte, klang seine Stimme sanft und ruhig.
Die schwarze Katze mit den goldenen Augen schien eine beruhigende Wirkung auf ihn zu haben. Er entspannte sich und kam endlich zur Ruhe, die verspannten Muskeln lösten sich. Vorsichtig, legte er sich wieder auf das Sofa und die Kleine machte es sich auf seinem Bauch bequem. Einen Arm hinter seinen Kopf, den anderen in schwarzem Fell vergraben, sinnierte er weiter über den kleinen Angriff.
"Obwohl ich sagen muss, dass es geschickt gemacht war...so, dass nur ich alles aufräumen konnte...ich glaube auch die Weasley-Zwillinge hätten es nicht geschafft durch meine Abwehrzauber zu kommen...geschweige denn, dass sie so einen Muggelstreich verübt hätten!"
Sanft lachte er. Was war nur los? Konnte tatsächlich so ein kleines schwarzes Ding, mit noch nie zuvor gesehenen goldenen Augen, ihn in einen friedlichen Menschen verwandeln?
Wahrscheinlich beruhigte ihn einfach ihr konstantes Schnurren, sowie manche Menschen vom Rauschen der Wellen beruhigt wurden.
Wieder schmunzelte er. Er wurde also ruhig und zufrieden, wenn sie ruhig und zufrieden war. Er fühlte sich wohl- es würde sich also lohnen, wenn er dafür sorgte, dass sie es auch war.
"Ich frage mich immernoch wem du gehörst..." er wurde von einem leichten Fauchen unterbrochen, "oder ob du überhaupt jemandem gehörst...du scheinst eine beruhigende Wirkung auf mich zu haben, weißt du das?...Du kannst gerne hier bleiben wenn du möchtest, meine Kleine...ich denke es wäre für dich kein Nachteil...wenn man an die ganzen Streicheleinheiten denkt.." er gluckste.
Wenn ihn jemals so ein Schüler sah, hätten sie wohl nicht mehr die geringste Angst vor ihm. Severus Snape mit einer Katze auf dem Arm, am Besten noch ein verträumtes Grinsen im Gesicht und am Schmusen.
Noch eine ganze Weile lag er so da und erzählte dies und das und schaffte es nach drei langen, schlaflosen Nächten endlich wieder einzuschlafen.
Hermione indes machte sich auf den Weg, als sie merkte das Severus eingeschlafen war. In ihr vermischten sich verschiedene Gefühle. Ein wenig ...Schuldgefühl, weil sie dem bereits belasteten Severus noch etwas aufgehalst hatte mit ihrem Streich und gleichzeitig auch etwas Verständnis für seine Gereiztheit. Stolz, weil er beeindruckt war von ihrem Streich (auch wenn er eigentlich ganz simpel war) und Überraschung, da er wusste dass dieser Streich unter Arbeitskollegen bei den Muggeln beliebt war. Überraschung und Verwirrung auch deshalb, weil er heute so...sanft war und weil er ihr soviel erzählt hatte. Gut, er dachte sie wäre nur eine Katze, aber dennoch. Wärme breitete sich in ihr aus, als sie daran dachte, wie er sie förmlich bat bei him zu bleiben, weil sie ihn beruhigte! Es war richtig gewesen, sich an seiner Wange zu reiben. Sie wollte nicht das ihr dunkler Tränkemeister unglücklich war. Mooment. IHR Tränkemeister? Egal, darüber dachte sie später nach. Erstmal musste sie sich um ihre stärkste Emotion kümmern.
Wut.
Sie war wütend auf Trelawney, weil sie den Mann mit den göttlichen Händen so zur Erschöpfung getrieben hatte! Und deshalb würde sie jetzt genau das tun, worum Severus sie gebeten hatte...ihr einen kleinen Streich spielen...
Leicht verspätet, unglaublich müde, aber mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck setzte sich Hermione am Nächsten morgen zu den anderen an den Frühstückstisch.
Misstrauisch beäugte Harry sie, als sie sich begrüßten. Innerlich musste Hermione lachen. Auch wenn Ginny ihre beste Freundin war und viel mitbekam, besonders was mit Jungs zu tun hatte- an Harry kam sie nicht ran, der wusste sofort wenn mit Hermione was los war.
"Sag mal Mione...was hat dir so früh schon den Tag versüßt?" fragte er sie mit einem argwöhnischen Ton, der nur ganz leise mit etwas Angst for der möglichen Antwort versetzt war.
Hermione setzte zum Sprechen an, doch sie wurde unterbrochen.
Mit lautem Getöse ging die Tür der großen Halle auf und im Eingang stand Sybill Trelawney. Sie sah überhaupt nicht glücklich aus, aber das fiel- bei all den anderen Sachen die einem auffalen konnten- niemandem auf.
Ihre Haare standen zu allen Seiten ab und waren in allen Farben des Regenbogens schattiert.
Ihre Brille hatte auf einmal eine goldene Umrandung, genauso war sie anscheinend über und über mit allen möglichen Goldkettchen, Armbändern und Goldringen behangen.
Und was sie trug, sah aus wie ein überdimensional großer Trainingsanzug in Babyblau. Sie wäre wahrscheinlich über ihre Hosenbeine gestolpert- wenn diese nicht in den bunten Socken gesteckt hätten, die ihr fast bis zum Knie ging.
Die Schuhe waren ebenfalls ziemlich groß und blinkten bei jedem Schritt.
Wütend stapfte sie nach vorne zu Professor Dumbledore. Bei ihren Worten ließ sogar Ron sein Essen von der Gabel fallen.
"Hey, jo, Fresh D!
was geht ab?
Ich mein,
zieh dir den Scheiß rein!
Ich kann nur rappen, den ganzen Tag,
obwohl ich das nich ma selber mag,
stopp die Kacke, sonst wirds hässlich,
ich fühl mich schon ganz grässlich, yo,
ich hab dir gesagt, ich sehs kommen,
jetz werd ich doch nie bei Sevilein landen!"
Es war still in der Halle. Von irgendwoher (merkwürdigerweise gibt es an so einer Stille immer jemanden der seine Klappe nicht halten konnte) kam ein leises "Ja Schwester, zeigs ihm!"
Die Muggelkundelehrerin flüsterte etwas in Richtung des Direktors und dieser nickte mit einem Funkeln in den Augen.
Hermione bemerkte aus den Augenwinkeln, dass Severus sich anscheinend auf die Lippe beißen musste, um nicht laut loszulachen. Das erheiterte Gesicht ihres Lehrers löste in ihr ein wohliges Kribbeln aus.
"Professor Trelawney, beruhigen sie sich. Ich bin sicher, dass wir schnell eine Lösung für das Problem finden!" erwiederte Dumbledore leise, doch dank der Stille weithin hörbar.
"Hey, man Dumbi, ich seh aus wie son Schlumpfi!" rutschte es ihr von den Lippen und erschrak. Dann beschloss sie, zumindest sich von dieser peinlichen Situation zu befreien und versank stöhnend in Ohnmacht.
Mit einem schnelle Zauber sorgte Dumbledore dafür, dass sie nicht auf den Boden fiel und machte sich dann mit ihr und Mme Pomfrey auf den Weg zum Krankenflügel.
"Weißt du Hermione, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los..." fing Harry an, doch auch er kam nicht dazu auszusprechen. Ein kleiner Papierflieger flog ihm keck unter der Nase lang und stupste dann an Hermione. Sie faltete ihn auseinander.
Miss Granger,
als gleichfalls Mugglegeborene und klügste Schülerin hier, würde ich Sie bitten, Mme Pomfrey bei der Behandlung von Professor Trelawney zu helfen.
Mit freundlichen Grüßen und bis gleich,
A.D.
Schnell stand sie auf und ignorierte Harrys verwunderten Blick. Die anderen bekamen von ihrem Abgang gar nichts mehr mit. Alle schnatterten aufgeregt wegen des Zwischenfalls und lachten.
"Ah, Miss Granger! Ich muss zugeben, dass in all meinen Jahren mir noch nie so ein Zauber untergekommen ist..." er schmunzelte und sie bekam den Verdacht, dass er mehr wusste als ihr lieb sein konnte. Allerdings stellte sich dann die Frage, wieso er nichts sagte.
"Mh...vielleicht ähm, ist es ja kein Zauber, sondern...äh ein Trank daran Schuld?" unschuldig blickte sie ihn an und bemerkte im Hintergrund auch noch McGonegall und Severus. Letzterer blickte sie zweifelnd an, Erstere dagegen nickte zustimmend.
"Ja, das ist keine schlechte Idee. Daran dachte ich auch bereits. Was würden sie denn sagen, woraus der Trank bestand- Severus?" Während Severus antwortete blickte Dumbledore weiter Hermione an, so als ob sie antworten sollte.
Ihr wurde etwas mulmig.
"..Alles in allem sollte es nicht schwer sein, ein gegenmittel zu entwickeln." schnarrte Snape mühsam beherrscht, im Hintergrund hörte man wieder Trelawney rumjammern, bzw. Rappen.
"Miss Granger sie dürfen dann gehen..." schickte Dumbledore sie hinaus.
Froh nochmal davon gekommen zu sein, rannte Hermione zu ihren Freunden.
"Wirklich ein interessantes Jahr..." raunte der Direktor noch, bevor er sich wieder daran machte Sybill zu beruhigen- und sich ein paar der Sprüche die sie los ließ aufzuschreiben...und, nicht zu vergessen, eine gedankliche Notiz zu machen, sie zu fragen wo sie diese überaus elegante Kleidung her hatte.
"Hermione, da bist du ja endlich! Wir wollen los, unsere Kleider abholen!" Pansy guckte bedeutungsschwer auf die Uhr.
"Professor Dumbledore wollte meine Hilfe bei Professor Trelawney." japste die Gryffindor atemlos. Ginny verdrehte die Augen, grinste und winkte die anderen Mädchen heran. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg.
Als Severus das Gegenmittel für die Frau die im Moment sein Leben schwer machte braute, war er versucht den Zitronenbonbon den er vorhin von Dumbledore bekommen hatte hineinfallen zu lassen. Er war schließlich auch nur ein Mensch- wer konnte denn wissen, ob es ein Heilmittel gab? Er wusste nur, dass diese Trelawney ihn erstmal in Ruhe lassen würde, schließlich wollte sie sich in dieser Lächerlichkeit nicht ihrem 'Sevi' zeigen. Als ob sie vorher nicht schon lächerlich genug gewesen wäre! Mit einem Seufzer vollendete er den Trank und beauftragte dann einen der Hauselfen ihn zur Krankenstation zu bringen. Er wollte sich jetzt nicht noch mal die schlechten Reime seiner Kollegin anhören. Verwundert war er allerdings gewesen, dass der Direktor Miss Granger dazu bestellt hatte. Irgendwas hatte der alte Mann schon wieder vor...aber solange es nicht ihn traf, konnte ihm das ja egal sein- Was ging ihn fremdes Leid an?
Welcher Schüler auch immer für diesen Streich verantwortlich war- er würde ihm sofort hundert Punkte zu sprechen! Gut, vielleicht nicht offiziell...er schmunzelte, als ihm wieder einfiel, dass er gestern die kleine schwarze Katze genau zu soetwas aufgefordert hatte. Bei dem Gedanken an eine zaubernde Katze musste er lachen. Natürlich, ein Animagus würde das können- aber mal ehrlich, sie hatten bereits eine Katzenanimagi an der Schule, McGonegall und außerdem schaffte kein Schüler diesen Spruch. Sicher, die Rumtreiber hatten es damals hinbekommen, doch (zu seinem Leidwesen) musste man zugeben, dass sie auch unglaublich talentiert gewesen waren. Die Wahrscheinlichkeit eines Animagus war verschwindend gering, erst recht wenn man bedachte, das sie seine Gesellschaft offensichtlich mochte.
Er beschloss den Tag zu nutzen, um ein paar seiner Vorräte aufzustocken, also machte er sich auf den Weg in den verbotenen Wald.
"Mensch Hermione, jetz zeig doch mal!" quengelte eine Ravenclaw. Doch die Angesprochene schüttelte nur den Kopf.
"Am Tag vom Ball werdet ihr es sehen- und da immernoch früher als die Anderen!"
"Stimmt, wir müssen noch eine Zeit ausmachen!" mischte sich jetzt auch Daphne aufgeregt ein.
"Also, ich brauch für meine Haare immer eine Ewigkeit!" meinte Pansy, und zwei Mädchen nickten verständnisvoll.
Hermione machte sich keine Sorgen darum. Wozu gab es Magie? Und sie war nicht umsonst die Klügste der ganzen Schule oder?
"Kommt, lasst uns noch ein bisschen durchs Dorf bummeln!" Mit diesem Satz machten sie sich wieder auf den Weg. Ein paar Stunden später waren sie allerdings total ko und im Schloss angekommen löste sich die Gruppe schnell auf.
Shanks ließ Hermione allerdings nicht allein.
"Mione? Ich muss dich etwas fragen." fragte er dringlich. Überrascht wandte sie sich zu ihm um. Was war so wichtig für ihn?
"Klar schieß los!"
"Ich würde gern noch etwas länger bleiben, so wie ich jetzt bin, könntest du mir den Trank dafür besorgen? Dumbledore meinte ich wäre nur für ein paar Tage ein Mensch, aber er sagte auch es wäre in Ordnung, sollte ich länger bleiben."
Hermione überlegte kurz. Sie hatte schon eine ungefähre Ahnung, welcher Trank dafür geeignet wäre, aber dafür müsste sie in den verbotenen Wald...
"Ich seh was ich tun kann okay? Woher dein plötzliches Interesse am Menschen-Dasein?"
Shanks schenkte ihr ein listiges Grinsen.
"Als Mensch scheine ich hier im Mittelpunkt eines gewissen Interesses zu sein. Das würde ich liebend gern auskosten."
Hermione zog nur eine Augenbraue hoch. Shanks verabschiedete sich und sie fragte sich ob es nicht einigen Mädchen Liebeskummer ersparen würde, wenn er morgen wieder normal wäre.
Aber so seufzte sie bloß und machte sich in die Bibliothek auf um nachzusehen, welche Zutaten sie brauchte, damit Shanks Crook noch ein wenig länger Shanks Crook blieb.
