Dean war froh Sam dieses Mal am Tisch sitzen zu sehen als er aufwachte. „Frühstück?" fragte Sam und zeigte auf den Kaffee und Donats welche auf dem Tisch standen. „Gerne. Sag mal wie lange bist du denn schon auf?", wollte Dean nach einem Blick auf die Digitaluhr, welche achtuhrdreißig anzeigte wissen. „Seit fünfuhrfünfzehn oder so." „Gott Sammy du musst definitiv mehr schlafen." „Mach dir keine Sorgen ich hab noch nie viel geschlafen. Ich hab im Übrigen herausgefunden wo die Koordinaten liegen welche dein Dad dir geschickt hat. Sie gehören zu der Stadt Saginaw in Michigan." Also möchtest du gleich aufbrechen oder noch eine Stunde warten?"

„Lass uns in einer Stunde aufbrechen. Dann haben wir wenigstens noch Zeit zu duschen." „Ja du hast Recht. Es ist ja nicht alle Tage das ein Motel warmes Wasser hat", erwiderte Sam mit einem leichten Grinsen. „Du warst schon Duschen und ich bin nicht aufgewacht?", fragte Dean welcher wusste, dass er einen sehr leichteren Schlaf hatte. „Ich hab versucht extrem leise zu sein was mir ja anscheinend gelungen ist." Der Jäger schüttelte leicht seinen Kopf ehe er im Bad verschwand. Sam nutzte die Zeit, welche der Blonde im Bad verbrachte um ein wenig weiter zu recherchieren.

Als Dean nach einer halben Stunde wieder aus dem Badezimmer kam konnte der Halbdämon seinen Blick nur schwer von diesem abwenden, doch dann fiel ihm der vorige Tag ein und er wandte seinen Blick beschämt ab. „Geht es dir nicht gut Sammy? Wir können auch noch einen Tag hierbleiben." „Nein es geht mir gut lass uns aufbrechen", erwiderte der Größere und verließ das Hotelzimmer. Dean sah diesem besorgt nach ehe er ihm folgte.

Nach drei Stunden Fahrt fragte der Ältere: „Möchtest du etwas essen?" Bevor der Angesprochene etwas entgegnen konnte griff er sich an den Kopf bevor er vor Schmerzen wimmerte. „Sam! Was ist mit dir?", fragte Dean leicht in Panik während er rechts ranfuhr. „Mein Kopf", brachte Sam mühsam hervor bevor er vor Schmerzen schrie und das Bewusstsein verlor. Der Jäger brach daraufhin vollkommen in Panik aus und schüttelte den Halbdämon unsanft an der Schulter, doch dieser rührte sich keinen Millimeter. „Verdammt Sam wach auf!"

Plötzlich riss Sam seine Augen auf und krallte sich an den Blonden. „Dean" „Shh Sammy bist du okay?" Der Halbdämon nickte ehe er nach einem skeptischen Blick hinzufügte: „Okay mir ist schlecht und ein wenig schwindlich. Aber das geht mir bestimmt bald besser." „Wehe du kotzt in mein Auto", sagte Dean ehe er langsam losfuhr nur um drei Miles weiter bei einem Restaurant zu halten. „Was tust du?", fragte der Braunhaarige verwirrt. „Wir sollten etwas essen bevor wir weiterfahren. Du schaust gerade nämlich echt beschissen aus." „Nett. Danke", erwiderte Sam sarkastisch als sie zum Restaurant gingen.

„Was kann ich euch bringen?" fragte die Bedienung mit einem zwinkern zu Dean. Dieser ignorierte das Geflirte der Bedienung und bestellte sich einen Cheeseburger und eine Cola ohne seinen Blick von Sam abzuwenden. Die Bedienung sah den Halbdämon daraufhin mit einem eifersüchtigen Blick an bevor sie herauspresste „Und für Sie" „Ich bekomm ein Glass Wasser und einen Salat." Die Bedienung nickte ehe sie in die Küche verschwand nur um fünf Minuten später mit dem Essen wieder zu kommen. „Könnten wir dann auch bitte gleich Zahlen"? wollte der Größere wissen bevor er sein Portmonee herausholte. „Getrennt oder zusammen", zischte die Bedienung.

„Zusammen" erwiderte Sam ohne groß zu überlegen und zahlte die Rechnung und gab noch ein nicht gerade kleines Trinkgeld. „Wartest du beim Auto Sammy? Ich muss noch mal kurz wohin", fragte Dean als sie mit dem Essen fertig waren. „Klar", entgegnete der Halbdämon und verließ das Restaurant. Als Dean sicher war das dieser außer Sichtweite war ging er zu der Bedienung welche Sam so angeschnauzt hatte und stellte diese zur Rede. „Kann ich kurz mit Ihnen reden?" „Natürlich", antwortete diese während sie rot wurde. „Sie sollten froh sein das mein Freund so verständnisvoll ist und Ihnen trotz ihrer Unverschämten Art noch Trinkgeld gegeben hat. Ich war kurz davor aufzustehen und mich bei ihrem Boss über Sie zu beschweren", sagte der Jäger bevor er ebenfalls das Restaurant verlies.

„Können wir los", fragte Sam als Dean beim Impala ankam. „Ja lass uns losfahren", erwiderte dieser mit einem Grinsen. Als die Beiden zweieinhalb Stunden später in Saginaw ankamen sahen sie mehrere Polizeiwagen und eine große Menschenmenge vor einem Haus. Als sich die beiden umhörten fanden sie heraus, dass vor zwei Stunden ein Mann namens Roger Miller tot in seinem Apartment aufgefunden wurde. Alle Indizien deuteten auf einen Unfall hin doch Sam wusste, dass dies nicht stimmte, allerdings hatte er Angst Dean die Wahrheit zu sagen.

Der Jäger bemerkte, dass sein Begleiter Ihm etwas verschwieg doch beschloss er diesen erst mal nicht daraufhin anzusprechen. Nachdem sich die Beiden etwas mehr umgehört hatten fuhr Dean durch die Stadt bis er zum Haus von Miss Miller und Ihres Sohnes Max. Auf dem Weg zu diesem wurde Sam erneut von starken Kopfschmerzen heimgesucht, doch gelang es ihm nicht bewusstlos zu werden und auch seine Schmerzenslaute zu unterdrücken, sodass Dean nichts davon mitbekam.

Bei dem Haus angekommen hatten beide ein ungutes Gefühl und traten deswegen die Tür ein. So sahen sie wie Max nur mit der Kraft seiner Gedanken ein Messer auf seine Stiefmutter zufliegen lies. „Stopp Max, lass uns reden." „Worüber?" „Darüber warum du deinen Vater und Onkel getötet hast." Als Max nichts erwiderte redete Sam weiter „Komm schon lass uns drei draußen darüber reden, es geht wirklich nur um fünf Minuten." „OK", erwiderte der jüngere und ging zur Tür als er plötzlich im Spiegel die Waffe in Deans Hosenbund entdeckte. Sofort verriegelte er die Tür und die Fensterläden des Hauses. Der Jäger reagierte sofort und zog ohne Zögern seine Waffe, doch diese wurde ihm von Max telekinetisch aus der Hand geschlagen.

Dieser griff ohne zu zögern nach der Waffe und richtete diese auf Dean während er zischte: „Wofür braucht ihr eine Waffe!" Der Halbdämon erwiderte daraufhin nur: „Ganz ruhig. Okay das mit der Waffe war ein Fehler aber wir wollen wirklich nur mit dir reden. Was hältst du davon wenn ich und du uns alleine unterhalten. Wir können Dean und deine Mutter rausschicken." Die Lampen wackelten als Max knurrte: „Niemand verlässt das Haus." „Das müssen sie auch nicht sie können einfach nach oben gehen." „Ich lass dich nicht mit Ihm alleine Sam." „Doch das wirst du. Bitte es geht nur um fünf Minuten." „Okay", sagte Max und Dean nahm die Stiefmutter mit nach oben.

Sam nickte erleichtert und ging mit dem Jüngeren ins Wohnzimmer wo er fragte: „Die Frau ist deine Stiefmutter richtig?" „Ja woher weißt du das?" „Ich weiß wie deine Mutter umgekommen ist und auch was sie getötet hat." Auf Max skeptischen Blick ergänzte der Halbdämon: „Sie starb an die Decke deines Kinderzimmers. Sie hing dort mit aufgeschlitztem Bauch bevor sie in Flammen aufging." „Hat dir das mein besoffener Dad erzählt?" „Nein ich bin deinem Vater nie begegnet, aber ich kenne die Methode von Azazel ziemlich genau. Das ist der Name des Dämons welcher deine Mutter getötet hat."

„Du bist doch verrückt." „Und was wenn ich dir sagte ich weis wie du deinen Vater in der Garage eingesperrt , die Türen verriegelt und das Radio angemacht hast während du vor der Garage warst?" „Wie kannst du das wissen?" „Ich und Azazel haben eine besondere Verbindung und so schickt er mir ab und zu träume von Verbrechen die er oder Jugendliche wie du begehen." In Max kam plötzlich eine riesige Wut auf Sam hoch, doch da dieser wohl wichtige Informationen hatte wie er seine Fähigkeiten verbessern konnte pimmte Max diesen an die Couch ehe er sagte: „Du bist mir noch nützlich dein Begleiter nicht also werde ich diesen wohl zusammen mit meiner Stiefmutter entsorgen müssen." Diese Aussage brachte den Halbdämon auf 180 und er brauch mit seinen eigenen Fähigkeiten den Halt des Jüngeren bevor er zischte: „Wage es ja nicht Dean anzufassen"

Der Jugendliche war geschockt das Sam sich ohne große Mühe aus seiner Telekinese befreit hat. Rasend vor Wut stürzte er sich auf den Größeren, doch dieser wich einfach ohne große Mühe aus. Dean machte sich unterdessen sorgen um Sam da bereits zehn Minuten vorbei waren. „Warten Sie hier. Ich geh mal kurz nachsehen was los ist", sagte Dean und verließ den Raum. Als er unten ankam sah er wie Max Sam immer wieder angriff doch dieser geschickt auswich. Als der Jüngere den Jäger bemerkte griff er sofort zu dessen Waffe und richtete sie auf diesen. Sam erstarrte kurz vor Angst ehe er auf den Jugendlichen einredete: „Max nimm die Waffe runter. Dean hat nichts mit der Sache zutun glaub mir".

Der Angesprochene erwiderte: „Es tut mir leid" ehe er die Pistole per Telekinese entsicherte, doch anstatt auf Dean zu schießen richtete Max die Waffe gegen sich selbst. Sam sah entsetzt auf die Leiche bevor er von dem Jäger auf Verletzungen untersucht wurde. Als dieser keine fand setzte er den Größeren auf die Couch ehe er zurück zu der Frau ging und dieser erzählte was passiert war. Als er damit fertig war nahm er Sam an Arm und zog ihn in den Impala bevor sie sich auf den Weg in ein Motel machten.

Die ganze Fahrt über überlegte Sam ob er Dean die Wahrheit sagen sollte, da er damit eigentlich noch warten wollte bis er den Jäger besser kannte. Der Ältere sah dem jüngeren an, dass diesen etwas bedrückte jedoch sprach er diesen erst im Motel darauf an. „Okay Sam was verheimlichst du mir", fragte Dean sobald sie im Hotelzimmer waren. Sam schluckte einmal tief ehe er sagte: „Dean ich muss dir etwas gestehen. Die Koordinaten die dein Vater dir geschickt hatte stammten nicht von Saginaw sondern von dem Roosevelt Asylum in Rockford Illinois." „Und warum sind wir dann in Saginaw?", fragte der Jäger sauer. Der Halbdämon senkte seinen Blick ehe er entgegnete: „Die Morde hier stehen in Zusammenhang mit meinem Vater Azazel. Du kennst ihn eher als den Gelbäugigen Dämon welcher deine Mutter getötet hat." „WAS!", schrie Dean während er Sam an Kragen packte und diesen gegen die nächste Wand drückte.

Dieser hob seinen Kopf und der Jäger sah die violetten Augen des Halbdämons. Daraufhin brannten dem Kleineren alle Sicherungen durch und er schlug immer wieder auf den Größeren ein. Der Jüngere versuchte noch nicht einmal sich zu wehren sondern lies den Jäger einfach auf ihn einprügeln. Als der Halbdämon vor Schmerzen zusammenbrach kam Dean wieder zur Besinnung und war geschockt von seiner Prügelattacke. „Sam?", fragte Dean ehe er sich neben Sam kniete und bei diesem einen Puls suchte, welchen er zu seiner großen Erleichterung auch fand. Der Jäger hatte keine Ahnung was er tun sollte doch hob den Bewusstlosen auf und legte diesen auf eins der Betten. Dann holte er ein nasses Handtuch und tupfte damit das Blut aus dem Gesicht seines Begleiters bevor er sich einen Stuhl an das Bett stellte und dann über den Halbdämon wachte während er sich innerlich schellte. Wieso hatte er bloß so überreagiert und Sam noch nicht einmal die Möglichkeit gegeben etwas zu erklären.

Als Sam einige Stunden später wieder zu Bewusstsein kam hatte Dean keine Ahnung was er sagen sollte. Was sagte man zu jemanden den man ein paar Stunden vorher noch bis zur Bewusstlosigkeit gebügelt hatte. Der Größere sah die Reue und Traurigkeit in den Augen des Jägers als sich ihre Blicke trafen sodass er nach dessen Hand griff und fragte: „Dean was ist passiert. Ist etwas mit deinem Vater?" „Nein. Wie kommst du darauf?" „Du siehst traurig aus." „Weißt du was passiert ist?" „Ich hab dir erzählt das Azazel mein Vater ist." „Erinnerst du dich auch daran wie ich danach die Beherrschung verloren habe?"

„Was vollkommen verständlich ist, Dean. Also mach dir keine Gedanken. Ich wusste was ich riskierte als ich dir die Wahrheit sagte." Der Jäger schüttelte nur den Kopf bevor er erwiderte: „Es tut mir so leid Sammy. Ich hab dir noch nicht einmal die Möglichkeit gegeben dich zu verteidigen." „ Hätte ich mich verteidigen wollen hätte ich das getan. Wenn du dich in meiner Nähe dann sicherer fühlst kannst du mir gerne auch Eisenfesseln anlegen." „Was ? Nein. Ich möchte ganz normal mit dir reden. Du bist kein gewöhnlicher Dämon oder?"

„Nein, ich bin ein Halbdämon. Wie ich dir bereits gestanden habe ist mein Vater Azazel meine Mutter war Anna Goodwin eine Nachfahrin von Samuel Colt. Azazel entführte meine Mutter mit dem Ziel einen Nachfahren mit ihr zu zeugen. Dies gelang ihm auch allerdings konnte meine Mutter fliehen und brachte mich in einem kleinen Krankenhaus in Kalifornien zur Welt. Danach ist sie zusammen mit mir durch Amerika gezogen und hat mich sobald ich alt genug war zum Jäger ausgebildet. Vor zehn Jahren fand Azazel mich und meine Mutter woraufhin Sie Ihr Leben opferte um mich zu Beschützen. Seitdem versucht Azazel mir mein Leben zur Hölle zu machen um mich dazu zu bewegen mich ihm anzuschließen. So tötete er vor sieben Jahren auch meine Adoptiveltern. Von diesen habe ich auch den größten Teil meines Vermögens geerbt."

„Ein Halbdämon?" Als Sam nickte fragte Dean: „Wieso bist du nicht bei meinem Christo zurückgeschreckt?" „Das Wort Gott schmerzt Halbdämonen nicht außerdem haben ich und meine Mama meine Augen so trainiert, dass diese nicht die Farbe wechseln wenn ein Jäger Christo sagt." „Und was ist mit den ganzen anderen Sachen, welche auf Dämonen wirken?" Sam schluckte kurz bevor er erwiderte: „Ein Exorzismus wirkt bei mir nicht eben so wenig wie Weihwasser allerdings tut dieses ein wenig weh. Eisenfesseln machen mich ziemlich müde und ich kann mich kaum rühren. Salz schmerzt ziemlich ganz besonders wenn es in Kontakt mit meinem Blut kommt, aber ich denke nicht dass es mich töten würde." „Und was würde dich töten?", wollte der Jäger neugierig wissen ohne zu bemerken, dass er Sam gerade bat ihm eine Möglichkeit zu geben diesen zu töten.

Der Jüngere schloss seine Augen, atmete dann einmal tief ein und antwortete danach: „Ganz normale Sachen die auch einen Menschen töten würden wie etwa eine Stichwunde oder eine Schussverletzung." Nachdem er fertig war mit erklären schloss Sam seine Augen und wartete darauf, dass Dean ihn tötete. Dieser brauchte ein paar Sekunden um zu realisieren was er gerade gefragt hatte und geschockt hervorbeachte: „Oh Gott Sammy du hast mir gerade deine Kompleten Schwächen und einen Weg verraten dich zu töten." Der Halbdämon verstand nicht warum der Ältere ihn nicht ermordete und so nickte er nur.

„Hast du jemals einen Menschen getötet Sam?" Wieder nickte der Größere nur woraufhin Dean seufzte und dann sagte: „Erzähl mir davon." Der Jüngere wusste das Dean keine Lügen wollte und so öffnete er seine Augen, sah den Jäger an und erklärte dann: „Ich kann mit Hilfe von meinen Gedanken Dämonen zurück in die Höhle schicken, aber wenn ich nicht vorsichtig genug bin oder der Dämon schon länger von einem Menschen Besitz ergriffen hat tötet ihn meine Fähigkeit." Dean wusste nicht was er denken sollte und er brauchte dringend einen Rat also erwiderte er: „Setzt dich aufs Bett und warte hier. Ich muss kurz telefonieren" bevor er den Raum verlies und eine Vertraute Nummer wählte.