Disclaimer: AS usual!
Ein Dank wieder mal an MomoSnape, weil sie den Job der Beta-Leserin wieder einmal übernommen hat!
Esta: Freut mich zu hören, das dir der Prolog so gut gefällt! Ach ja, Bescheid! Hier ist auch schon das zweite Pitel! Knuddel!
MomoSnape: Hast ja Recht! Thema vergessen! Knuddel!
McAbe: Ja, ja, bin ja schon dabei! Nur nicht hetzen! Knuddel!
Noel McKey: Hey, freut mich! Hier zum weiterlesen! Knuddel!
Erinnerungen
Hermine lag still und ruhig in ihrem Bett und träumte. Sie träumte von besseren Zeiten.
Schmerz durchzog bei der kleinsten Bewegung ihren Körper. Sie war keineswegs wach oder schlief nur, nein, sie lag immer noch im Koma. Doch nichts hielt die Träume auf, die da kamen!
Die Medi-Hexe, die sich um Hermine kümmerte, seufzte ob der Tatsache, dass sich Hermines Gehirnaktivitäten verbessert hatten und rief einen erfahreneren Magier herbei.
„Was meinen Sie dazu?" Die leise gestellte Frage brachte den Medi-Magier dazu, die Stirn zu runzeln. „Sie träumt, was an und für sich ein gutes Zeichen ist. Aber, sollte das EEG weiter ausschlagen (A/N: ein Zeichen für Alpträume) geben Sie ihr noch mehr von dem Beruhigungsmittel und dem Schlafmittel, sie soll sich erholen können!"
Mit einem Nicken zeigte die Schwester an, dass sie den Doktor verstanden hatte und nahm ihren Beobachtungsplatz an Hermines Krankenlager wieder ein.
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Rückblende
Der vorletzte Tag brach an und Hermine war guter Dinge. Sie hatte von Dumbledore erfahren, das sie das beste Abschlußzeugnis aller Zeiten erhalten sollte, mit Ausnahme des Zeugnisses eines gewissen Severus Snape. Sie schmunzelte, stand sie doch nun auf selber Höhe mit ihm.
In den letzten Tagen war ihr aufgefallen, dass er sie merkwürdig betrachtete. Konnte es an dem Zeugnis liegen? War er vielleicht wütend, weil sie es geschafft hatte, mit ihm gleich zu ziehen? Konnte er es nicht ertragen, nicht mehr der beste Schüler aller Zeiten zu sein? War es ihm zuviel, diese Ehre mit einer unwürdigen Schlammblüterin zu teilen?
Das war ihr alles herzlich egal, denn sie hatte es sich zum Ziel gemacht, gut ab zu schneiden, und das war ihr nun ja auch gelungen. Sie brachte auch ein ausgezeichnetes Zeugnis, um an dieser Eliteuni aufgenommen zu werden.
Harry und Ron, beide nicht ganz so gut wie sie, wussten genau, was sie später machen wollten: Harry wollte Auror werden und Ron wollte Quidditch spielen. Er hatte auch schon Angebote, war sich nur noch nicht sicher, für welches Team er sich entscheiden sollte.
Harry hatte, mit Hilfe von McGonogall, seine erforderlichen Punktzahlen erreicht. Die Gryffindorhauslehrerin hatte doch tatsächlich ihre Drohung gegenüber dieser Umbridge-Kuh wahr gemacht und Harry in jeder Sicht geholfen. Das die Ministeriumshexe dies nun nicht mehr mitbekam, war deren Problem. (B/N: -loool-, wo du Recht hast, hast du Recht!)
Hermine stand gutgelaunt auf, zog sich an und wollte gerade in die Große Halle zum Frühstück, als ihr Harry und Ron den Weg versperrten.
„Guten Morgen, Jungs! Was liegt denn an?" Man will es nicht für möglich halten, aber die beiden jungen Männer wurden rot wie Tomaten, drucksten rum und wollten einfach nicht mit der Sprache heraus rücken.
„Jungs, ehrlich, was ist denn los mit euch? Habt ihr etwa immer noch keine Partnerin für den morgigen Ball?" Ha, Hermine hatte es wieder einmal geschafft und die Gedanken der beiden erraten.
Hermine seufzte. „Und was soll ich eurer Meinung nach tun? Mit wem soll ich euch verkuppeln?" Harry fand als erster seine Sprache wieder. „Ähem, Ron möchte gerne mit Lavender hingehen."
Hermine rollte mit den Augen. „Na gut, ich frag sie. Und du, Harry, mit wem willst du gehen?" Harry wurde noch dunkler. „Mit dir!" Nuschelte er und schaute verlegen auf seine Schuhe.
Hermine brach in Gelächter aus. (B/N: Vollkommen verständliche Reaktion!)
„Harry Potter, du weißt seit einem Monat von dem Ball und fragst erst jetzt? Kann es denn sein, das ich den ganzen Monat über nicht da war? Hm, mal überlegen, nein, ich kann mich nicht daran erinnern, woanders gewesen zu sein!"
Sie sah die tiefe Verlegenheit des Jungen-der-lebte und hatte ein Einsehen mit ihm.
„Harry, das war ein Scherz, ich gehe gerne mit dir zum Ball, aber nur unter der Voraussetzung, dass du nicht versuchen wirst, mit mir zu flirten!"
Harry hatte den Ruf, ein kleiner Casanova zu sein, denn keine seiner Beziehungen hielt lange an, was aber vielmehr daran lag, das die anfängliche Bewunderung seiner jeweiligen Freundin schnell in Genervtheit umschlug, da sich Harry trotzdem nicht von seinen besten Freunden trennen wollte und sie fast immer dabei waren. Die einzige, die wirklich viel von Harry hielt, war Ginny, die aber wieder zu schüchtern gewesen war, Harry auf den Ball einzuladen.
Auch Ron tat sich etwas schwer mit den Mädchen. Er war einfach viel zu scheu, um sich auch nur in deren Nähe zu begeben. Das Problem verstärkte sich noch, wenn ihm wirklich was an einer von ihnen lag!
Eingehakt bei den beiden jungen Männern ging Hermine in die Große Halle, wo sie die hämischen Bemerkungen von Malfoy und seinen Kumpanen schlichtweg überhörte.
„Na, Schlammblut, mit wem gehst du wohl zum Ball, obwohl ich mich fragen muss, ob dich denn überhaupt einer einladen würde!", ertönte vom Slytherin-Tisch her die schnarrende Stimme des jungen Malfoys. Hermine schenkte ihm ein bedauerndes Lächeln und missachtete seine gemeinen Worte.
„Mal überlegen, Malfoy, wem könnte denn aufgefallen sein, dass ich ein Mädchen bin! Oh, ich weiß, der halben Schule vielleicht!" Malfoy wurde blass, niemand wagte so mit ihm zu sprechen. Er wollte schon aufstehen, um ihr eine zu Kleben für diese Frechheit, als sich eine Hand warm und auch warnend auf seine Schulter legte.
„Mr. Malfoy, verkneifen Sie sich jeden Kommentar! Sie haben es darauf angelegt!" Malfoy staunte nicht schlecht über die Worte seines Hauslehrers, der Hermine kurz zunickte und dann weiter zum Lehrertisch ging. (B/N: Er ist ja so toll! A/N: ja, nicht!)
Professor Severus Snape hatte Partei für eine Gryffindor ergriffen! Das durfte ja wohl nicht wahr sein! Fast allen Schülern, die diesen kleinen Schlagabtausch mitbekommen hatten, stand der Mund weit offen! (B/N: Die haben ihn alle total falsch eingeschätzt!)
„Kommt, Jungs, sonst gibt es gleich kein Frühstück mehr!" Hermine zog die ungläubig dreinblickenden Gryffindors zum Tisch.
Nachdem sie sich gesetzt hatten, griff Hermine herzhaft nach den Rühreiern und dem Toast. Die Jungs saßen immer noch ganz baff da, bekamen den Mund nicht mehr zu und sahen auch sonst reichlich verdattert drein.
Hermine biss in ihren Toast (B/N: Du nimmst immer noch keine Brötchen, gell? A/M: Grummel Nein!) und knuffte erst in die Seite von Harry, dann in Rons. Vergeblich. Sie wedelte mit den Hände vor deren Gesichtern herum. „Erde an Harry, Erde an Ron, seit ihr anwesend? Also, Jungs, hört mal, das war doch nichts Weltbewegendes!" Nur langsam tauten ihre beiden Freunde wieder auf.
„Snape hat dir geholfen?" Harry konnte es immer noch nicht glauben, was er da gerade gesehen hatte. Ron, seinen Teller mit Frühstück füllend, sagte nichts. „Klar, warum denn nicht, immerhin ist das Schuljahr fast zu Ende. Er kann ja nicht immer so mies drauf sein, das habe ich doch schon immer gepredigt!" (B/N: Wie recht sie hat! Ich liebe sie...) Hermine kam sich langsam vor, als wenn sie die einzige wäre, die die Sache mit Verstand anging.
„Vergesst es einfach!"
Harry sah sie endlich an. „Vergessen? Wie könnte ich das vergessen? Das muss sofort in die Geschichtsbücher eingetragen werden! Severus Snape, Hauslehrer der Slytherins, ergreift Partei für eine Gryffindor, noch dazu ein Schlammblut!" Erschrocken schlug er die Hand vor den Mund. „Verzeih Hermine, war nicht böse gemeint!"
Hermine gab ihm einen kleinen, schnellen Kuss auf die Wange. „Weiß ich doch, Harry! Kein Grund zur Sorge! Aber Malfoys Gesicht war klasse!"
Jetzt regte sich auch Ron. (B/N: Mist, jetzt wandern meine Gedanken schon wieder in die Gosse...Angel, ich geb' dir die Schuld dafür! A/N: unschuldiger Blick Wieso?)
„Klasse? Das war ein Bild für die Götter! Das muß ich mir merken! Nur schade, das er ihm keine Punkte abgezogen hat!" Hermine rümpfte die Nase. „Wofür sollte er ihm denn Punkt abziehen, vielleicht für vorgehabtes Schlagen eines Mädchens? Du spinnst doch, Ron!"
Demonstrativ beendete Hermine ihr Frühstück und bedeutete ihren Freunden, ihr zu folgen. Stöhnend erhoben sich auch Harry und Ron. „Wo geht's denn nun schon wieder hin? Nicht schon wieder in die Bibliothek! Was sollen wir denn da? Das Schuljahr ist vorbei, wir haben all unsere Aufgaben erledigt! Kein Unterricht heute, um uns die restliche Zeit nicht mit lernen zu versauen!"
Aber nein, es ging nicht in die Bibliothek, sondern an den See. Das Wetter war herrlich. Die Sonne schien, selbst zu dieser noch sehr frühen Stunde war es warm.
Hermine räkelte sich in der Sonne, die beiden sprachlosen Jungs saßen schweigend neben ihr. Seit wann entspannte sich Hermine so? War sie denn nicht aufgeregt oder nervös? Immerhin war morgen ihr letzter Tag hier in Hogwarts und danach begann der Ernst des Lebens.
„Hermine, dein Shirt!" Ron war, nun ja, Ron war eindeutig nervös, als Hermine sich so rekelte. „Was ist damit?" Neugierig sah sie Ron an, der ihr auf den Bauch starrte. „Es rutscht!" Kichernd zog sie das störrische Kleidungsstück wieder runter und bedeckte ihre Blöße. „Ron, du bist doch sonst nicht so verklemmt. Hast du noch nie den nackten Bauch einer Frau gesehen?" (B/N: Oh Mann! Der Kerl leidet bestimmt unter einem Trauma! A/N: lol!)
„Du bist doch noch keine Frau, Hermine, du bist unsere Freundin! (B/N: Pah!) Als Frau sehen wir dich nicht!" Schlagartig änderte sich Hermines Stimmung.
„Soso, ich bin also keine Frau! Was bin ich denn dann? Ich sage euch, ich bin eine Frau, nur weil ihr das nicht einsehen wollte, heißt das noch lange nicht, das andere das nicht sehen!" Irgendwie waren sie wieder bei diesem Thema gelandet, welches sie doch schon im 4. Schuljahr anlässlich des Weihnachtsballs diskutiert hatten, als die beiden auch erst kurz vor knapp mitgekriegt hatten, dass sie ganz eindeutig kein Junge war!
Wutentbrannt rannte Hermine zurück zum Schloss. Diese Idioten! Warum hielten sie immer noch daran fest, dass sie kein weibliches Wesen war? Sie hätte vielleicht nicht so oft Scheiße mit ihnen bauen sollen, das war ihr klar. Aber es waren immerhin ihre Freunde, und irgendwer hatte schließlich auf die beiden aufpassen müssen!
Sie rannte gegen einen Widerstand und fühlte sich plötzlich von starken Armen sicher umfangen. „Passen Sie doch auf, Miss Granger!"
Bei allen Göttern, warum musste sie ausgerechnet in diesen Mann gerannt sein? (B/N: Weil es sonst keine SS/HG Story wäre! A/N: Schweig!) Warum konnte es nicht mal zur Abwechslung jemand sein, der nicht gleich an die Decke ging?
„Tut mir leid Professor, ich war in Gedanken!", versuchte Hermine sich zu entschuldigen. Snape sah sie genauer an und erkannte die Wut, welche sich in ihren Augen spiegelte.
Sie nahm Abstand von ihm, denn er hielt sie immer noch fest.
Dabei berührten sich ihre Hände und merkwürdigerweise fühlte sich seine Hand nicht etwa kalt an, sondern angenehm warm, fest und auch sanft. „Welch schöne Hände er doch hat?" Ein Schauer durchlief Hermine und sie erschrak. Was dachte sie da gerade? Wie kam sie gerade auf diesen Gedanken?
„Nun Miss Granger, wer hat Sie denn so in Rage versetzt, dass Sie blind vor Wut durch die Gegend rennen?"
Überrascht sah Hermine ihren Lehrer an. Er kannte sie erstaunlich gut, das musste sie schon sagen.
„Ach, Harry und Ron haben etwas gesagt, eine Kleinigkeit, nicht der Rede wert! Sie entschuldigen mich bitte!?" Sie wandte sich zum Gehen, als Snape ihr etwas hinterher rief.
„Wegen einer Kleinigkeit rennen Sie nicht blind herum! Passen Sie auf, sonst glaubt man noch, Sie wären reizbar und das macht Sie verletzlich!"
Nachdenklich setzte Hermine ihren Weg ins Schloss fort, die Worte von Professor Snape stimmten. Wieso nur, kannte er sie so gut?
Sie sah sich noch einmal um und bemerkte verblüfft, dass Snape ihr hinterher sah. Warum? Den ganzen Weg in den Gemeinschaftsraum dachte sie darüber nach und kam zu keinem vernünftigen Ergebnis. Sie hatte keine Erklärung dafür! Nur eins wusste sie: Sie hatte sich in ihm getäuscht, er war nicht die alte, griesgrämige Fledermaus, für den ihn alle hielten. (B/N: Na wenigstens ein Hogwartsschüler sieht es ein!)
Als sie gemeinsam die Tränke für den Orden gebraut hatten, hatte er sich ihr gegenüber anfangs wie immer verhalten: Er war missgelaunt, fuhr sie an wegen Fragen, und war auch sonst der ewig schlecht gelaunte Professor, den sie kannte.
Aber nach etwa zwei Wochen intensiven Beisammenseins hatte er sich ganz anders verhalten. Er ließ ihre Fragen zu und beantwortete sie sogar. Auch war er nicht mehr grantig oder ließ seinen Frust an ihr aus. Sie hatte diese Zeit wirklich genossen und war sehr traurig, als die Tränke fertig waren und sie nicht mehr jeden Abend beisammen waren.
In den Unterrichtsstunden war er wieder der Alte. Nur, als Harry seinen Namen wieder rein gewaschen hatte, in dem er der Welt erklärte, das Snape unter Lebensgefahr bei der Beseitigung Voldemorts geholfen hatte, konnte man ganz kurz den sensiblen Mann in ihm erkennen.
Rückblende Ende
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Inzwischen war Severus bei seiner Wohnung angekommen. Viele hielten den Kerker auf Hogwarts für sein Zuhause, aber wenn er in London war, ging er in sein kleines, aber gemütlich eingerichtetes Reich.
Er schalt sich einen Dummkopf, weil er nicht den Mut, oder was auch immer, gefunden hatte, diesen Mistkerl zur Rede zu stellen.
Er entkorkte mehrere Flaschen Wein und gab sich seinen Erinnerungen hin. Er schloss die Augen und schlief bald darauf ein. Er träumte von einer ganz bestimmten Szene, in welcher Hermine Draco Paroli geboten hatte.
Das goldene Trio vor ihm erreichte die Große Halle, bemerkten ihn nicht. Sie schlugen den Weg zu ihrem Tisch ein, als er die schnarrende Stimme des blonden Slytherins hörte.
„Na, Schlammblut, mit wem gehst du wohl zum Ball, obwohl ich mich fragen muss, ob dich denn überhaupt einer einladen würde!", ertönte vom Slytherin-Tisch her die schnarrende Stimme des jungen Malfoys. Hermine schenkte ihm ein bedauerndes Lächeln und missachtete seine gemeinen Worte.
„Mal überlegen, Malfoy, wem könnte denn aufgefallen sein, dass ich ein Mädchen bin! Oh, ich weiß, der halben Schule vielleicht!" Malfoy wurde blass, niemand wagte so mit ihm zu sprechen. Er wollte schon aufstehen, um ihr eine zu Kleben für diese Frechheit, als sich eine Hand warm und auch warnend auf seine Schulter legte.
„Mr. Malfoy, verkneifen Sie sich jeden Kommentar! Sie haben es darauf angelegt!" Malfoy staunte nicht schlecht über die Worte seines Hauslehrers, der Hermine kurz zunickte und dann weiter zum Lehrertisch ging.
Ein Schmunzeln unterdrückend strebte der Tränkemeister zu seinem angestammten Platz am Lehrertisch. Wieder einmal hatte diese kleine Gryffindore bewiesen, warum sie in ihrem Haus war. Er bewunderte ihren Mut, sich gegen die kleine Nervensäge aus seinem Haus zu behaupten. Nein, er liebte ihren Mut!
Wann genau sich Bewunderung in Liebe verwandelt hatte, konnte er nicht sagen. War es, nachdem sie ihn vor ihren Freunden immer und immer wieder verteidigt hatte? War es, nachdem sie mit ihm zusammen an diesen Tränken gearbeitet hatte, die der Orden für die Vernichtung Voldemorts benötigte? War es, nachdem er gesehen hatte, wie mutig sie Voldemort entgegen getreten war? Er wusste es nicht.
Er wusste nur, wie sehr sie sich verändert hatte. Aus dem kleinen Schulmädchen war eine attraktive junge Frau geworden, mit beeindruckender Figur und funkelnden Augen!
Sie hatte es geschafft, ihre wilden Locken in weiche Wellen zu verwandeln und ihr Gang war der einer Königin. So erhaben und doch so aufregend. Nicht, dass sie sich irgendwie aufführte, als wenn sie leicht zu haben wäre. Nein, er hatte gesehen, wie sie sich der vielen Bewunderer verwehrte. Auch ihren beiden besten Freunden. Das rechnete er ihr hoch an, das sie ihre Freundschaft mit den beiden jungen Männern über irgendwelche Liebschaften stellte. Er wusste, sie war eine Zeit lang mit verschiedenen Jungen ausgegangen, aber es war nie etwas Ernstes.
Ihre Intelligenz war unbeschreiblich. Erst heute Morgen hatte er von Schulleiter erfahren, dass sie dieselbe Punktzahl im Zeugnis hatte wie er selbst und somit mit ihm zusammen auf der ewigen Bestenliste der Schule stand.
Da, jetzt sah er eine kleine, schnelle Bewegung aus den Augenwinkeln. Sie wedelte gerade mit der Hand vor den ungläubigen Gesichtern von Potter und Weasley, die scheinbar ganz baff waren.
Jetzt knuffte sie den beiden auch noch in die Seite, also ehrlich! Angeregt unterhielten sie sich und er spürte einen Stich in seinem Herzen. Sie hatte Harry auf die Wange geküsst.
„War das nur freundschaftlich gemeint?", fragte er sich im Stillen, schalt sich in Gedanken und beendete sein Frühstück mit gesenktem Kopf.
Nach dem Frühstück wollte er sich ein wenig an der frischen Luft die Beine vertreten und danach in sein Labor gehen. Kaum war er aus dem Schloss getreten, als auch schon eine Person in ihn hineinrannte und ihn wohl umgeworfen hätte, wenn er sie nicht festgehalten hätte
„Tut mir leid Professor, ich war in Gedanken!", versuchte Hermine sich zu entschuldigen. Snape sah sie genauer an und erkannte die Wut, welche sich in ihren Augen spiegelte. Ihre Augen! Sie waren braun! Ein warmes Braun, welches nun vor Zorn funkelte. Sie trat einen Schritt zurück und ihre Hände berührten sich.
Er nahm ihre Hand, merkwürdigerweise fühlte sie sich angenehm warm, fest und auch sanft an.
„Welch schöne Hände sie doch hat? Wie fühlt es sich wohl an, von ihr berührt zu werden?"
Unwillkürlich erschauerte er bei diesen doch erotischem Gedanken.
„Halt! Stop! Sie ist meine Schülerin! Ich kann doch nicht so von ihr denken!" Schalt sich Severus in Gedanken. (B/N: Doch kannst du...außerdem ist sie nicht mehr lange Schülerin! A/N: Momo, halt den Mund!)
„Nun Miss Granger, wer hat Sie denn so in Rage versetzt, dass Sie blind vor Wut durch die Gegend rennen?" Überrascht sah Hermine ihren Lehrer an. Er hatte wieder einmal Recht gehabt.
„Ach, Harry und Ron haben etwas gesagt, eine Kleinigkeit, nicht der Rede wert! Sie entschuldigen mich bitte!?" Sie wandte sich zum Gehen, als Snape ihr etwas hinterher rief.
„Wegen einer Kleinigkeit rennen Sie nicht blind herum! Passen Sie auf, sonst glaubt man noch, Sie wären reizbar und das macht Sie verletzlich!"
Auch das noch, er sah ihr nach! Machte er sich denn nun komplett zum Affen? Sie würde nicht einen Gedanken an ihn verschwenden! Wer war er denn schon, dass eine junge, attraktive Frau sich für ihn interessieren könnte? Er war ein Nichts, verdammt dazu, auf ewig allein zu sein. (B/N: Nicht doch, Schnucki...komm zu mir und ich belehr dich eines Besseren! A/N: siehe oben!)
Mit hängenden Schultern schlich er zurück ins Schloss, hinunter in den Kerker und beschäftigte sich in seinem Labor, um sich abzulenken, was nur eher schlecht als recht gelang.
Seine Gedanken wanderten den ganzen tag über immer wieder zu ihr! Konnte es tatsächlich sein, das er sich verliebt hatte? Ausgerechnet in sie? Eine Schülerin? Eine Gryffindor? Eine Muggelgeborene? Obwohl, er hatte ja nichts gegen Muggel. Und wenn er sie so betrachtete, wie jetzt beim Abendessen, kam ihm in den Sinn, das er noch nie eine schönere als diese Frau gesehen hatte.
Ja, er sah in ihr die Frau, die sie war, nicht mehr das Schulmädchen von einst, das schüchtern in seiner ersten Stunde gesessen hatte. Er grinste unwillkürlich. Schüchtern war das falsche Wort. Damals hatte sie alle Antworten gewusst, die Potter nicht hatte geben können, das hatte er gespürt. Und doch hatte er sie angepflaumt, sie solle ihre Hand wieder herunter nehmen.
Er spürte einen Blick auf sich ruhen und wandte den Kopf, um zu sehen, wer ihn denn da in Augenschein nahm. Natürlich! Er hätte es wissen sollen, Dumbledore hatte ihn beobachtet. Hatte er etwa auch gesehen, dass er sie angestarrt hatte. Er sandte Stoßgebete zum Himmel, dass dem nicht so war.
Das Blitzen in den Augen des alten Mannes war ihm nicht entgangen, also hatte er es doch bemerkt. Severus seufzte auf und beendete sein Mahl mal wieder mit gesenktem Kopf.
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Der nächste Morgen brachte Regen, ganz seiner Stimmung nach. Er war ein Idiot, dass er sich immer wieder seinen Träumen hingab. Aber sein Herz sprach eine deutliche Sprache.
Er besorgte an einem Stand Blumen und machte sich auf zum Krankenhaus. Sie brauchte ihn jetzt. Er war ihr Freund, auch wenn sie nicht merken würde, dass er da war.
Eine Medi-Hexe war gerade dabei, Hermine zu untersuchen und umzubetten, als er eintrat. Es hatte sich nichts verändert. Sie war immer noch nicht ansprechbar. Die Schwester sah seine Blumen, versprach eine Vase und ging. Kurze Zeit später kam sie mit dem versprochenen Gefäß zurück, stellte die Blumen ins Wasser und verließ wieder das Zimmer.
Severus nahm sich einen Stuhl und setzte sich an ihr Krankenlager. Vorsichtig nahm er ihre bandagierte Hand und strich ihr über den Handrücken. Sie sah noch schlechter aus, als gestern, ihre blauen Flecken verwandelten sich langsam in häßliche gelbgrüne Male.
Er erzählte ihr von seinen gestrigen Bemühungen, als die Tür aufflog und ein Mann herein kam.
Severus sprang auf, er hatte ihn erkannt. Aber bevor er auf ihn losgehen konnte, sprach der Mann ihn an.
„Wer sind Sie, dass Sie am Bett meiner Frau sitzen? Verschwinden Sie, bevor ich den Wachdienst rufe! Sie haben hier nichts verloren! Hermine gehört mir!" Wutentbrannt stürmte Severus auf den Mann zu, packte ihn an der Kehle und drückte ihn an die Wand.
„Wenn Hermine Ihre Frau ist, dann haben Sie sie zu respektieren und zu achten! Oder haben Sie dieses Gelübde etwa nicht abgelegt? Für das, was Hermine geschehen ist, könnte ich Sie zur Verantwortung ziehen! Sie haben dieses zarte Wesen nicht verdient!"
Ihm war egal, dass der Mann keine Luft mehr bekam. Oh ja, Severus war stark, das wusste er. Er könnte ihn mit Leichtigkeit erwürgen, jetzt und hier, aber er hatte erkannt, das der Frau, die er liebte, dadurch keine Gerechtigkeit widerfahren würde.
Dieses miese Schwein, dieser Lump! Er würde dafür sorgen, dass Christopher McAndrews seine Strafe erhielt für diesen Missbrauch. Hermine würde, wenn sie erwachte, in ein freundliches Gesicht sehen und nicht in das ihres Peinigers!
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Angel: So, das war es erst mal wieder von mir! Hoffe, es hat euch gefallen! Schreibt mir doch ein kleines Review, mit Kritik oder Lob! Egal! Freue mich immer über Post in meinem Briefkasten!
Momo: Ja, das hast du fein gemacht! –knuddel-
Angel: Finde ich auch!
Knuddelt alle, die es lesen, oder wie Thea Potter so schön sagte:
Vor meinen Leserinnen verneige ich mich, meinen Schwarzleserinnen zwinkere ich zu und vor meinen wundervollen Reviewerinnen werfe ich mich in endloser Dankbarkeit in den Staub!
Angel
