Hier das zweite Kapitel meiner FF. Hoffe es gefällt euch. Bitte lasst Reviews da !
Als der Zug hielt, warteten sie bis alle Schüler draußen waren und gingen schweigsam ihren Kontrollgang durch den Zug. Aber es war niemand mehr da und so verließen auch die beiden Schulsprecher den Hogwarts Express und setzten sich in die letzte Kutsche.
Jetzt nach dem Krieg konnte fast jeder die schwarzen Thestrale sehen, welche die Kutschen zogen. Hermine und Draco redeten nach wie vor kein Wort miteinander, bis sie in der großen Halle ankamen.
Dort nickten sie sich kurz zu und gingen zu ihren Haustischen. Auch hier wurde Draco wieder von allen angestarrt, teilweise sogar mit richtigen Todesblicken und überall in der großen Halle wurde getuschelt.
Das unterband McGonagall aber, indem sie ihre Rede begann. Sie redete nochmals über den Krieg und die vielen Opfer, die so unnötig sterben mussten.
Daraufhin gab es eine Schweigeminute. Danach sprach sie von dem Streit zwischen den Häusern und dass sie sich doch jetzt nach dem Krieg vertragen sollten und neue Freundschaften zwischen den Häusern geschlossen werden sollten. Auch redete sie davon, dass man Vergeben sollte.
Dabei schaute sie zum Slytherin Tisch und sah vor allem Draco eindringlich an. Dann gab sie noch die neuen Vertrauensschüler bekannt und zu guter Letzt auch das Schulsprecherpaar. Als Hermine genannt wurde, gab es lauten Beifall und Glückwünsche von allen Seiten. Draco hingegen bekam nur ein leicht zögerlichen Beifall, der hauptsächlich von den Slytherins stammte.
Doch das war nicht verwunderlich, immerhin wusste jeder hier, welche Rolle er im Krieg gespielt hat, dass er ein Todesser gewesen ist und diese auch ins Schloss geschleust hat. Außerdem wurde ihm die Hauptschuld für Dumbledores Tod angerechnet. Dann endlich eröffnete McGonagall das Essen. Ron, der gegenüber von Hermine saß, schnauzte gleich mit vollem Mund los:„Wie können die diesen Todesser wieder nach Hogwarts lassen und dann auch noch als Schulsprecher? Der gehört nach Askaban!" Daraufhin antwortete Hermine ruhig: „ Ron, er war mehr Opfer als Täter. Er wurde freigesprochen und das weißt du auch."
Nun knurrte Ron und widmete sich wieder seinem Essen. Doch Hermine wusste, dass dieses Thema noch lange nicht vom Tisch war. Auch die anderen Schüler, abgesehen von den Slytherins, hatten ähnliche Themen. Aber diese zogen richtig über Draco her. Sie lasteten ihm mehr Schuld auf, als er eigentlich hatte.
Die Slytherins hingegen verbrachten ihr Festmahl eher schweigend, nur einzeln wurde etwas geredet. Draco, der die Gespräche der anderen natürlich mitbekommen hatte, senkte seinen Kopf und stocherte appetitlos mit der Gabel in seinem Essen rum. Er fühlte sich wie ein Ausgestoßener. Er saß ganz alleine da, ohne seine „Freunde", denn die meisten hatten sich nicht getraut, zurück nach Hogwarts zu kommen. Sie brauchten keinen Schulabschluss, da sie genug Geld hatten. Draco sah sich kurz um und entdeckte ein paar Meter weiter Pansy und die Greengras Schwestern. Doch Blaise, sein wahrer bester Freund, entdeckte er nirgendwo, obwohl er gesagt hatte, er würde zurück nach Hogwarts kommen.
Aber in diesem Moment ließ sich jemand neben ihm auf die Bank fallen. Draco schreckte aus seinen Gedanken auf und zog aus Reflex seinen Zauberstab, eine Angewohnheit vom Krieg. Doch als er Blaise erkannte, steckte er ihn schnell wieder weg. Dieser fing auch gleich an, zu scherzen: „Du willst mich doch nicht etwa verfluchen!" Daraufhin brummelte Draco nur etwas Unverständliches. Doch Blaise redete fröhlich weiter: „Du hast es tatsächlich geschafft, Schulsprecher zu werden, Mann! Und dann auch noch mit Granger, was ja eigentlich niemand wundert! Du musst zugeben, sie sieht mittlerweile wirklich ganz hübsch aus und wie ich gehört habe, hat sie mit Weaselbee Schluss gemacht. Da könntest du doch deine Chance nutzen, wenn ihr schon in einem Turm zusammen wohnt."
Draco fragte sich wirklich, wie Blaise es schaffte, immer so fröhlich zu sein. Auf seine Worte hin, verdrehte er die Augen, denn das war typisch Blaise, immer gleich die Mädchen abchecken und einen beraten.
Also antwortete Draco ihm nur gelangweilt: „Ja du hast Recht, sie ist ganz ansehnlich geworden, doch es ist immer noch Granger. Sie ist Teil des goldenen Trios und ich bin ein böser Ex-Todesser." Er hatte um einiges untertrieben, als er sagte, Hermine wäre ganz ansehnlich, denn in Wahrheit fand er sie bildhübsch. Sie unterscheidet sich von so vielen Anderen.
Hermine war natürlich, sie verwendete keine gefühlt zwei Zentimeter dicke Schicht Schminke. Das komplette Gegenteil, wenn er nur an Pansy dachte! Auch Daphne und Astoria schminkten sich sehr viel, wenn auch nicht so extrem wie Pansy. Astoria, seine eigentliche zukünftige Ehefrau. Bei diesem Gedanke schnaubte er. Nichts gegen sie, aber sein Vater brauchte jetzt nach dem Krieg gar nicht mehr daran denken, ihn mit Irgendeiner zu verheiraten. Draco wollte selbst entscheiden, wer seine Frau werden würde. Das war so etwas von altmodisch und... Weiter kam er nicht, da Blaise ihn wieder aus den Gedanken riss. Er wies ihn darauf hin, dass McGonagall verlangt hatte, dass er sie vor der Halle traf. Daraufhin stand er langsam auf und verabschiedete sich knapp von ihm, da er mit Blaise Laune gerade so wie so keine Lust auf ihn hatte, also kam ihm McGonagall gerade gelegen.
Als er vor der Halle ankam, standen dort schon McGonagall und Hermine. Mit einem kurzen: „Folgen sie mir!", lief die Schulleiterin dann auch los. Zu dritt stiegen sie viele Treppen hinauf und gingen sämtliche Gänge entlang. Soweit Draco wusste, waren sie nun im siebten Stock. Vor einem Gemälde, welches sowohl Hermine, als auch Draco abbildete, blieb McGonagall stehen. Auf dem Gemälde hatte Draco Hermine eine Hand um die Taille geschlungen und beide lachten. Dies anzuschauen war natürlich sehr seltsam für beide.
Dann fing die Schulleiterin an zu erklären, dass es kein spezielles Passwort gäbe, sondern, dass die beiden von ihrem abgebildeten „Ich" eine Frage gestellt bekommen würden, welche nur sie selbst beantworten könnten. McGonagall erklärte auch, dass es für außenstehende Personen nicht möglich ist, in den Turm einzudringen, da die abgebildeten zwei Schulsprecher an diese keine Frage stellen würden. Allerdings hatte McGonagall für sich selbst ein Passwort für Notfälle.
Sie wünschte den Beiden noch eine gute Nacht und lies sie alleine. Hermine trat einen Schritt auf das Gemälde zu und der dort abgebildete Draco fragte dann nach ihrer Lieblingsfarbe. Sie antwortete: „Grün."
Ja, ob man´s glaubt oder nicht, ihre Lieblingsfarbe war weder rot, wie Gryffindors Hausfarbe, noch pink, was sie oft trug. Nun klappte das Bild auf und gewährte den Schulsprechern Eintritt. Vor ihnen erstreckte sich ein riesiges Wohnzimmer, welches die Größe des Gryffindor Gemeinschaftsraum hatte. Allerdings war es ein rechteckiger Raum. Direkt gegenüber des Eingangs war ein großer Kamin mit einem Tisch, zwei Sesseln und einem Sofa. Rechts war eine kleine Küche mit einem Esstisch und zwei Stühlen. Links gab es ein großes Eckbücherregal mit zwei sich gegenüberstehenden Schreibtischen. Als Hermine genau hinsah, bemerkte sie noch ein kleines Sofa und an der Wand einen Fernseher mit DVD Regal. Das war ungewöhnlich, denn normalerweise gab es auf Hogwarts keine Elektronik.
Auch Draco ließ seinen Blick durch das Zimmer schweifen, zwar entdeckte er den Fernseher auch, fragte aber lieber nicht nach. Er ging auf ein kleines Regal in der linken Ecke gegenüber des Eingangs zu und öffnete es. Darin waren Spiele wie Zauberschach und „Snape explodiert" aber auch einige Muggelspiele wie „Uno" oder „Mensch ärger dich nicht". Währenddessen ging Hermine auf eine Tür rechts neben dem Kamin zu auf der ihre Initialen in Gold geschrieben waren.
Auch Draco ging auf die Tür mit seinen Initialen in Silber links neben dem Kamin zu und ging in den Raum. Links von ihm an der Wand war ein großer Kleiderschrank, in dem schon seine Sachen verstaut waren. Direkt vor ihm war ein großes grün-silbernes Himmelbett in dem locker zwei Personen Platz hätten. Zudem stand auf jeder Seite des Bettes ein kleiner Nachttisch.
Rechts an der Wand sah er eine Kommode mit ein paar persönlichen Sachen, wie z.B. Bildern. Darüber hing sein neuer Besen, ein Nimbus 2003 in Slytherin Style. Diesen hatte er sich anfertigen lassen, es gab nur diesen einzigen und er war der schnellste Besen derzeit. Doch anders als in seinem zweiten Jahr, hatte er ihn nicht gekauft um damit zu prahlen, sondern weil ihn das Fliegen mit hohem Tempo einfach innerlich befreite.
Zur gleichen Zeit begutachtete auch Hermine ihr Zimmer. Es war das gleiche wie das von Draco nur spiegelverkehrt und in Gryffindorfarben. Außerdem fehlte bei ihr der Besen. Aber besonders gefiel ihr, dass das Zimmer so lichtdurchflutet war, denn es gab pro Schlafzimmer zwei riesige Fenster, eines am Kopfende des Bettes und eines gegenüber der Kommode. Nun gingen beide in das Badezimmer, wo sie sich wieder trafen. An der Wand Richtung Wohnzimmer waren zwei Waschbecken und dazwischen eine Ablage, an der gegenüberliegenden Wand im Eck zu Dracos Zimmer war eine Kabine mit einer Toilette, im Eck zu Hermines Zimmer war eine Duschkabine. In der Mitte der Wand war ein riesiges Fenster mit Buntglas wie im Vertrauensschülerbad.
Doch hier war Hermine als eine Meerjungfrau abgebildet und auch Draco als ein Meermann. Davor war ein riesiges, in den Boden eingelassenes Bad. Dieses bestaunte sowohl Hermine als auch Draco eine ganze Weile. Nach einer Zeit räusperte sich Draco und meinte, er warte im Wohnzimmer, dann könne Hermine sich Bettfertig machen. Dann verließ er den Raum.
Nach einiger Zeit trat Hermine aus ihrem Zimmer um Draco zu sagen, dass sie im Badezimmer fertig sei. Als Draco sie erblickte, musste er kurz schlucken, denn sie hatte schon ihre Schlafsachen an. Diese bestanden aus einer sehr kurzen Stoffhose, die geradeso über ihren Hintern ging und einem Top. Als er sich dann wieder gefasst hatte, stand er vom Sofa auf, wünschte ihr eine gute Nacht, was Hermine erwiderte und ging in das Badezimmer.
Als Hermine dann in ihrem Bett lag, dachte sie über den Tag nach, über das neue Schuljahr, ihr Schulsprecheramt und die neuen Räumlichkeiten, aber hauptsächlich über Draco. Er war so anders, so ruhig, sie glaubte ihm seine Entschuldigung und wollte ihm auf jeden Fall eine zweite Chance geben.
