Letztes Mal: Inui, Ryoma und Momo ist es unter Zuhilfenahme von unfairen, alchimistischen Hilfsmitteln gelungen, ihre Konkurrenten im Kampf um den Auftrag, die entführte Prinzessin von Seigaku zu retten, auszuschalten. Sie werden von Fuji begleitet, der es auf seine ganz eigene Art und Weise geschafft hat, der Gruppe beizutreten. Ob sie den Job bekommen, oder ob ihre Mogeleien entarnt werden, ist abzuwarten...

DER REGENBOGENKRISTALL

Kapitel zwei: Das Phänomen Zufallskampf

Blubberndes, sprudelndes, zischendes und ätzendes, mehrfarbiges, verdächtig leuchtendes, übel riechendes Gebräu – ein Hauptbestandteil des Alltags eines Alchimisten.

Manche ihrer Tränke sind von großem Nutzen: sie heilen Krankheiten, erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, beseitigen Schmerzen aller Art, sorgen für ruhigen Schlaf und vieles mehr.

Allerdings stehen die positiven Aspekte der Alchimie immer ein wenig hinter den prominenteren negativeren zurück. Alchimisten sind Personen in dunklen Roben mit verspiegelten Brillengläsern, die in regnerischen Nächten eingeschlossen in ihre geheimen Untergrundlaboratorien einen neuen Super-Virus erschaffen, nicht die Personen, die den Trank brauen, der deiner sterbenskranken Mutter das Leben rettet und das Welthungerproblem löst.

Der Grund für diese negative Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Alchimie liegt wohl begründet in den „Regeln zur Anwendung von Alchimie" – ein Regelwerk, das nie schriftlich festgehalten wurde und dessen Regeln eher Richtlinien als tatsächliche Regeln sind.

Eine – die wichtigste – dieser Regeln besagt, dass Alchimie als solche zu erkennen sein muss. Das bedeutet, dass ein Trank nach Alchimie aussehen, riechen und schmecken muss – einige durchgeknallte Aktivisten versuchen sogar durchzusetzen, dass er sich auch so anhören muss. Eine alchimistische Konstruktion muss das Alchimie-Warnsiegel aufweisen, und durch Alchimie errichtete Gebäude müssen klar und deutlich als solche ausgeschrieben sein.

Ein Gebräu, wie Inui es dem Würstchenverkäufer untergejubelt hat, um die Warteschlange zu verkürzen, ist also laut den Richtlinien nicht zulässig. Es mag zwar einen leichten alchimistischen Geschmack aufweisen, allerdings sind die anderen Kriterien – Aussehen und Geruch – nicht erfüllt. Das Problem ist, dass sich niemand an Richtlinien hält – auch Inui nicht.

Man nimmt also etwas zu sich, das wie Wasser oder Limo oder wie Wein aussieht. Und dann muss man kurz darauf seinen Mageninhalt entleeren, weil es in Wirklichkeit ein hochkonzentriertes alchimistisches Mischmasch war, obwohl es eigentlich keines hätte sein dürfen, weil es nicht wie eines ausgesehen hat. Kein Wunder also, dass die meisten Leute der Alchimie ein gesundes Maß an Misstrauen entgegenbringen.

Alchimie wird nicht umsonst gemeine Magie genannt.

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Unsere mogelnden Helden steuerten zielsicher auf den überdachten Holzstand zu, an dem noch bis vor kurzem Interessenten an dem angebotenen Job – beziehungsweise an dem versprochenen Geld – ihre Qualifikationen vorgetragen hatten.

Angeführt wurde die Gruppe von Fuji, weil Momo zu laut und voreilig für einen Anführer ist, Ryoma damit beschäftigt war, Fujis Rücken mit Blicken zu durchbohren, und weil Inuis Gehirn temporär von Fujis unerwarteter Immunität in einen Schockzustand versetzt worden war.

Die Person, die hinter dem Tisch saß war recht klein und schmächtig, und als sie Fuji mit einem unschuldigen Lächeln auf dem Gesicht näher kommen sah wurde sie scheinbar noch kleiner.

„Guten Tag", grüßte Fuji den Mann in dem Stand freundlich. „Meine Gefährten und ich wollten uns für den Job bewerben."

„Äh... äh...", stammelte der Mann. Er blickte nervös von Fuji zu den Leuten, die ohnmächtig auf dem Platz verteilt lagen.

Fuji bemerkte den Blick und sagte: „Wir nehmen an, dass mit den Würstchen etwas nicht in Ordnung war."

„Ich hab gesehen, wie der Würstchenmann getürmt ist", fügte Momo hinzu. „Der Bursche sah mir sehr verdächtig aus."

„Zum Glück sind wir Vegetarier", log Fuji leichthin. „Nun, was ist jetzt mit dem Job? Was genau müssen wir tun, was für Vorraussetzungen haben wir mitzubringen?"

Eine plötzliche Welle der Betriebsamkeit erfasste den Mann. Er blätterte in den Unterlagen, die auf seinem Tisch lagen, und tat so, als würde er sie eingehend studieren. Er war froh, einen Vorwand zu haben, nicht mehr in Fujis unheimliches Lächeln sehen zu müssen. „Äh, also, eure Namen?"

„Fuji Syuusuke, Inui Sadaharu, Echizen Ryoma und Momoshiro Takeshi", stellte Inui die Gruppe der Reihe nach vor.

Der Mann sah überrascht auf, als er Ryomas Namen hörte, sagte aber nichts dazu. Stattdessen fragte er nach ihren Klassen und Qualifikationen.

„Ich habe vor drei Jahren am Hofe von Seigaku eine umfangreiche Ausbildung zum Alchimisten absolviert", sagte Inui. „Danach arbeitete ich ein Jahr mit Yanagi Renji zusammen. Die allgemeine und spezielle Theorie der molekularen Phasenwanderung in der fünften Dimension stammt von uns. In den letzten beiden Jahren habe ich verschiedene Forschungsreisen unternommen, um meinen Horizont zu erweitern."

Momo stellte sich als nächster vor. „Ich war auch am Hof von Seigaku, allerdings hab ich mich zum Krieger ausbilden lassen, mit Schwertkunst als Schwerpunkt. Danach habe ich zusammen mit Echizen hier Aufträge für verschiedene Fürsten erledigt."

„Schwarzmagier", sagte Ryoma knapp. „Mein Vater hat mich unterrichtet."

„Echizen Nanjirou?", fragte der Mann, jetzt doch neugierig. „Der berühmte Schwarzmagier, genannt ‚Samurai'?"

„Genau der", bestätigte Ryoma – er wirkte allerdings nicht sonderlich stolz.

„Er hat sich ganz plötzlich aus dem Geschäft zurückgezogen...", sagte der Mann. „Wie dem auch sei. Äh... u-und du? Was sind deine Qualifikationen?", richtete der Mann sichtlich nervös das Wort an Fuji.

Fuji lächelte. „Och, ich? Ich komme nur als moralische Unterstützung mit."

Alle starrten ihn misstrauisch an. Schließlich räusperte sich der Mann hinter dem Tisch und sagte: „Nun, ihr habt den Job. Die anderen Interessenten sind ja alle..."

„...anscheinend an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt, ja", unterbrach Fuji lächelnd den Satz des Mannes. „An deiner Stelle würde ich mal ein ernstes Wörtchen mit diesem Würstchenverkäufer reden."

„Äh, äh", stammelte der Mann.

Inui rettete ihn, indem er sagte: „Kannst du uns genauere Informationen zu unserer Aufgabe geben?"

„Ja, natürlich", sagte der Mann. „Äh. Zunächst einmal sollte ich euch darauf hinweisen, dass sich eurer Gruppe noch ein weiteres Mitglied hinzugesellen wird. Äh. Eine junge Weißmagierin. Sie wird sich sicherlich als nützlich erweisen. Sie wartet am Stadttor auf euch."

Die Gruppe wirkte zwar skeptisch, sagte allerdings nichts.

„Äh. Eure Aufgabe ist es, die Prinzessin zu retten. Sie wurde von einem Schurken entführt und befindet sich im Moment..." Der Mann breitete eine detaillierte Karte der näheren Umgebung auf dem Tisch aus. Dann malte er mit einem dicken Edding ein rotes Kreuz darauf. „...hier."

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Als Inui, Momo, Ryoma und Fuji schließlich mit leichter Verzögerung – Inui hatte dem Schwarzmarkt noch einen kleinen Besuch abstatten müssen, um seinen Vorrat an unaussprechlichen Dingen aufzustocken – am Stadttor ankamen wurden sie von der angekündigten Weißmagierin in Empfang genommen.

Ihre Kleidung war sehr weiß und sehr pink. Sie trug einen weißen Umhang und hielt einen elegant gearbeiteten Stab in der Hand.

Sie sagte: „Uh, hallo. Ich bin Sakuno. Äh, seid ihr die Gruppe, die mit der Rettung der Prinzessin beauftragt wurde?"

„Ja. Wir sind gerade auf dem Weg ins Schloss", sagte Fuji.

„Hat man euch schon gesagt, dass ich euch begleiten werde?", fragte das Mädchen.

„Ja", antwortete Ryoma. „Aber wir nehmen dich nicht mit."

„Äh, was?" Sakuno wirkte ein wenig verschüchtert.

„Du würdest uns nur unnötig zur Last fallen."

Sakuno kaute nervös auf ihrer Unterlippe herum. Die Dinge liefen nicht so, wie es der Plan – der es in der Tat verdient, kursiv geschrieben zu sein – vorsah. „Aber ich... ich muss mit!"

Doch ihre Bemühungen hatten keine Wirkung auf Ryoma. Er sagte: „Du kommst nicht mit, und dabei bleibt es."

Fuji lächelte hintergründig und beobachtete sichtlich amüsiert, wie Sakuno verzweifelt versuchte, den Beschluss des Schwarzmagiers zu ändern. Inui hatte sein Büchlein gezückt und machte sich Notizen über Ryomas Verhalten gegenüber Mädchen.

Und Momo? Nun, Momo verfolgte die Diskussion zwischen den beiden Magiern mit wachsender Missbilligung. Sicher, sie brauchten keine Weißmagierin in ihrer Gruppe – sie hatten einen Alchimisten, deren Methoden zu heilen zwar nicht so angenehm aber genauso wirkungsvoll sind wie die von Weißmagiern – aber Ryoma musste deswegen ja nicht gleich unfreundlich werden.

Schließlich konnte Momo es nicht mehr länger mit ansehen und sagte: „Echizen, du könntest ruhig etwas freundlicher sein."

Ryoma verstand seine Aussage miss und entgegnete: „Ich habe gesagt sie kommt nicht mit, und wenn ich sage, sie kommt nicht mit, dann kommt sie auch nicht mit."

Verärgert fragte Momo: „Wieso darfst eigentlich immer du alle Entscheidungen treffen, hä?"

Fuji, Inui und sogar Sakuno starrten ihn an, als hätte er gerade eine ziemlich dumme Frage gestellt. Und das hatte er auch – denn die Antwort auf seine Frage ist so offensichtlich, dass die drei sie ihm wie aus einem Munde geben konnten: „Na, er ist der Prince of Tennis."

„Oh", sagte Momo nach einer Weile. „Natürlich. Wie konnte ich das nur vergessen? Er ist der Prince of Tennis. Natürlich darf er entscheiden."

Und damit war die Sache geklärt. Ryoma grinste, hob seine Hand um seine Kappe tiefer ins Gesicht zu ziehen, bemerkte verblüfft, dass er keine aufhatte und sagte stattdessen von sich selbst überzeugt: „Mada mada dane, Momo-senpai."

Die Verwendung der Anrede „senpai", die nicht in den Kontext dieser Geschichte passt, gekoppelt mit der Trilingualität der letzten drei Absätze verursachte eine kurzzeitige Störung im Raum-Zeit-Magie-Gefüge und öffnete ein kleines Tor in eine andere Welt. Durch dieses Tor gelangte ein IC-Vampir in die Welt, in der sich unsere Lieblings-Tennisspieler zur Zeit befinden. Der IC-Vampir war recht hungrig, biss Sakuno und ließ sie in einem temporären Zustand absoluter OOC-ness zurück.

Beunruhigt beobachteten unsere Helden, wie Sakuno ihre langen Zöpfe zurückwarf, eine Hand auf ihre Hüfte stütze und ein für sie absolut uncharakteristisches, bösartiges Grinsen aufsetzte: „Wie dem auch sei – wenn ihr mich nicht mitnehmt, werde ich dafür sorgen, dass ihr Schwachköpfe euch die Belohnung für die Rettung der Prinzessin abschminken könnt. Und vertraut mir: ich habe die nötigen Kontakte dafür."

Inui, Momo und Ryoma zuckten zusammen und wichen vor der völlig veränderten Sakuno zurück – sie wollte sie um ihre Belohnung bringen? Die Belohnung, die aus einem Sack voller Geld bestand? Diese blasphemische Drohung ließ nur einen Schluss zu: Sie war ein Dämon.

Fuji zeigte eine Reaktion, die im krassen Gegensatz zu der seiner Gruppenmitglieder stand – er lächelte zufrieden. Diese Tatsache ist wohl dadurch zu erklären, dass er den IC-Vampir gesehen, gefangen und eingesteckt hatte, nur für den Fall, dass er ihn später gebrauchen konnte, um ein wenig Verwirrung und Chaos zu stiften.

Inzwischen hatte sich Ryoma geschlagen gegeben – er mag zwar der Prince of Tennis sein, aber was kann der Prince of Tennis schon gegen die Macht des Geldes ausrichten? – und zugestimmt, Sakuno mitzunehmen.

Sakuno erholte sich von den Nachwirkungen der Vampirattacke, erhielt ihre IC-ness zurück, erinnerte sich an ihr Verhalten während ihres OOC-Anfalls, wurde rot und beeilte sich, sich mehrmals und untertänigst zu entschuldigen.

Ryoma winkte ab und sagte wortkarg: „Passt schon."

Mit diesen Worten verließ er die Stadt durch das große Holztor. Und weil er der Prince of Tennis und deshalb der unumstrittene Anführer der Gruppe ist folgten ihm alle.

Sie waren kaum zehn Meter gegangen, als Fuji plötzlich sagte: „Ach herrje. Wir befinden uns außerhalb einer Stadt. Das bedeutet..."

Weiter kam er nicht, denn die Welt wagte es, ihn zu unterbrechen und in tausend kleine Splitter zur zerspringen.

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Um eventuelle Missverständnisse gleich von Anfang an aus dem Weg zu räumen: Nein, die Welt hatte sich eben nicht spontan selbst zerstört. So etwas mag zwar ab und zu in den Prince of Tennis Chibi Episoden vorkommen, aber nicht in dieser Geschichte.

Außer Fuji entscheidet sich, seinen IC-Vampir an Tezuka auszuprobieren, um diesen zum Lachen zu bringen – jeder weiß, dass Tezuka nicht lacht. Nie. Würde er es dennoch tun, so wäre die einzige logische Folge die Selbstzerstörung der Welt.

Nun, die Welt war also nicht zerstört worden, und sie wird in näherer Zukunft auch nicht zerstört werden – was ist also geschehen?

Die Antwort lautet „Zufallskampf".

Jeder, der sich schon einmal an einem rundenbasierenden Rollenspiel versucht hat, ist mit dem äußerst nervtötenden Prinzip des Zufallkampfes vertraut.

Der Spieler steuert seine Figur nichtsahnend über die Weltkarte oder durch einen Dungeon und plötzlich wird er – meist vollkommen grundlos und unprovoziert – von einem oder mehreren Monstern attackiert. Der Kampfbildschirm wird eingeblendet – für gewöhnlich indem das alte Bild zerspringt und den Blick auf das neue freigibt – und es kommt zu einem Kräftemessen zwischen den Kontrahenten.

Vielleicht sollte man weniger von einem „Kräftemessen" als von einem „höflichen, nach einer festgelegten Reihenfolge ausgeführten Austausch von Schlägen" sprechen, der zwar sehr fair und ausgeglichen, allerdings auch völlig bescheuert ist.

Die Kämpfe in der Welt, in der diese Geschichte spielt, laufen nach ganz ähnlichen Regeln ab. Warum das so ist und wieso sich alle an die Regeln halten weiß keiner – sollte es allerdings jemals jemand herausfinden, so würde das ebenfalls zur sofortigen Selbstzerstörung der Welt führen.

Wenden wir uns nun wieder Ryoma, Momo, Inui, Fuji und Sakuno zu, die gerade ihren ersten Zufallskampf in dieser Geschichte bestreiten.

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Die Gruppe stand in einer Art Halbkreisformation um eine sehr, sehr große haarige Spinne ausgestattet mit einer noch größeren Anzahl Augen. Auf dem Rücken des Monsters prangte ein Mal, das je nachdem aus welchem Winkel man es betrachtete wie ein Kreuz, ein Totenkopf oder ein Huhn aussah.

„Ein Zufallskampf!", rief Momo erfreut aus. „Mann, ich liebe Zufallskämpfe!"

„Ich auch", sagte Fuji und setzte ein besonders unheimliches Lächeln auf.

„Unser erster Zufallskampf als Gruppe", stellte Inui fest und holte sein Notizbuch hervor. „Ich bin sehr gespannt, wie er verlaufen wird."

„Das ist mein erster Zufallskampf...", sagte Sakuno leise. Ihre Augen waren geweitet und sie starrte die Spinne ängstlich an.

„Na klasse", stöhnte Ryoma.

„Kein Problem, Sakuno", sagte Inui mit glänzenden Brillengläsern. „Ich erkläre dir, worauf es ankommt."

„Aber... die Spinne", warf Sakuno nervös ein. „Wird sie uns nicht angreifen, während wir reden?"

„Nein, wird sie nicht – ein Monster kann erst eine Aktion ausführen, wenn alle Gruppenmitglieder, die einen höheren Geschwindigkeitswert als das Monster besitzen, ihre eigenen Aktionen vollendet haben", erklärte Inui. „Das ist die erste Goldene Regel der Zufallskämpfe."

„O-okay...", sagte Sakuno zögerlich.

Inui fuhr mit seinen Erläuterungen fort. „Wir befinden uns hier im Kampfbildschirm, der aktiviert wird sobald uns ein Monster angreift. Für den Sieg über Monster erhalten wir Erfahrungspunkte, kurz EP, mit denen wir das nächste Level erreichen. Mit jedem neuen Level verbessern sich unsere Statuswerte – Geschwindigkeit, Angriffsstärke, Verteidigung, und so weiter. Wenn du dich jetzt bitte umdrehen würdest..."

Sakuno tat, wie ihr geheißen wurde und entdeckte, dass hinter ihnen fünf große blaue Kästen in der Luft schwebten. „Huh...?", machte sie verwirrt.

„Diese Kästen geben Auskunft über unsere Namen, unsere HP- und MP-Leisten, unsere Ekstase-Leisten, unseren Status und unser Level..." Inui kniff seine Augen hinter seiner Brille zusammen und starrte Sakunos blauen Kasten an. „...Sakuno, wieso bist du auf Level 5, wenn dies doch angeblich dein erster Kampf ist?"

„...ich... ich weiß nicht", sagte Sakuno. Und sie wusste es wirklich nicht. Dann runzelte sie die Stirn und fragte: „Und wenn dies nicht euer erster Zufallskampf ist, warum seid ihr dann erst auf Level 1?"

Inui, Momo und Ryoma warfen sich verlegene Blicke zu. Fuji lächelte. Schließlich meinte Momo: „Weil wir am Anfang eines neuen Abenteuers stehen. Und am Anfang eines Abenteuers fängt man nun einmal auf Level 1 an. Das ist immer so."

Die Falten auf Sakunos Stirn wurden noch steiler als sie einen Blick auf Fujis Kasten warf. „Fuji ist nicht auf Level 1", verkündete sie.

Momo, Ryoma und Inui begutachteten die Informationen in Fujis Kasten – und tatsächlich: laut Anzeige befand sich Fuji zur Zeit auf Level 696. Momo machte diskret einen Schritt von Fuji weg und wenn Ryoma nicht der Prince of Tennis gewesen wäre und keinen Ruf zu verlieren gehabt hätte, dann hätte er das wohl auch getan.

Inui rückte missbilligend seine Brille zurück. „Fuji", sagte er mit einem warnenden Unterton.

Fuji lachte leise und meinte dann mit einem Lächeln: „Schon gut, schon gut – ich schalte das Cheatmodul ab." Abrupt wurde aus seinem Level 696 ein Level 1.

„Geht doch", sagte Inui zufrieden. „Nun, wo war ich in meinen Erklärungen stehen geblieben...?"

Momo stöhnte und sagte ungeduldig: „Können wir das ewige Gelaber nicht einfach sein lassen und uns endlich um das Monster kümmern? Sakuno wird's schon von selbst lernen, wenn wir erst mal angefangen haben."

„Eine derartige Vorgehensweise könnte fatal für unsere Gruppe sein. Das Risiko, dass sie etwas falsch macht, weil sie nicht Bescheid wusste, ist zu hoch als dass wir uns unüberlegt ins Kampfgetümmel stürzen könnten", sagte Inui mit einem bösen Blick in Richtung Momo, der genauso böse erwidert wurde.

„Äh", machte Sakuno und stellte sich schnell zwischen die beiden. „Wir können ruhig anfangen, mir macht das nichts aus... ich schaff das schon."

„Bezweifle ich", sagte Ryoma, weil ihm die Tatsache, dass Sakuno sich ihrer Gruppe angeschlossen hat, obwohl er – der Prince of Tennis – dagegen war, immer noch gegen den Strich ging und er deshalb ziemlich mürrisch war.

„Ich werde jetzt weiter erklären", verkündete Inui, weil er einen Fetisch dafür hat, Vorträge zu halten und Dinge zu erklären um zu zeigen, wie schlau er ist und wie wenig Gehirnmasse der Rest der Welt hat.

Momo schlug sich eine Hand gegen die Stirn, steckte sein Schwert in die Erde und ließ sich theatralisch auf den Boden fallen, wo er dann im Schneidersitz saß und schmollte. „Lasst euch ruhig Zeit, das Monster läuft uns ja nicht weg", meinte er beleidigt.

Inui – und alle anderen auch – ignorierten ihn. „Vorhin habe ich über HP-, MP- und Ekstase-Leisten gesprochen. HP ist die Abkürzung für „Health Points" und bedeutet „Kraftpunkte". Wenn man angegriffen wird verliert man HP. Hat man keine mehr übrig, so stirbt man."

„Aber nicht richtig, oder?", fragte Sakuno.

„Natürlich nicht permanent. Während Zufallskämpfen stirbt man nicht permanent – da braucht es schon ein dramatischeres Szenario. Allerdings bleibt man solange kampfunfähig, bis man durch einen Zauber oder ein entsprechendes Item wiederbelebt wurde."

„Beherrschst du einen Wiederbelebungszauber, Sakuno?", unterbrach Fuji Inui.

„Was? Äh, nein, leider nicht... Das ist ein paar Level zu hoch für mich", antwortete die Weißmagierin. „Aber ich habe ein paar Phönixfedern dabei, damit kann man auch wiederbeleben."

„Sehr richtig", sagte Inui. „Nun, wie dem auch sei. MP steht für Magiepunkte. Jeder Zauber, den man spricht, verbraucht MP. Wenn man keine MP mehr übrig oder zu wenige hat, dann kann man keine Zauber wirken. MP regenerieren sich mit der Zeit von selbst wieder, können aber auch durch bestimmte Items wieder hergestellt werden."

„Und Ekstase-Leisten? Was hat es damit auf sich?", fragte Sakuno, weil sie in dieser Geschichte die Rolle der Person einnimmt, die dauernd Fragen stellt – denn irgendjemand muss diese Fragen stellen, damit alle Bescheid wissen – und mit alle bist auch du gemeint. Genau, du – du da am anderen Ende des Bildschirms.

„Die Ekstase-Leiste füllt sich wenn man Schaden erleidet oder Schaden verursacht. Ist sie ganz gefüllt, so kann man verschiedene Spezialtechniken ausführen, die von Person zu Person und von Klasse zu Klasse unterschiedlich sind. Nach Einsatz einer Spezialtechnik entleert sich die Ekstase-Leiste komplett", erklärte Inui.

Momo stand auf und zog sein Breitschwert mühelos aus dem Boden. „War's das dann endlich?"

Inui rückte seine Brille zurecht. Das Licht der Sonne nutze diesen Augenblick, um sich in den Gläsern zu reflektieren. „Ich wäre soweit", sagte der Alchimist. Dann fügte er fast ein wenig hoffnungsvoll hinzu: „Außer natürlich Sakuno hat noch Fragen...?"

„Nein, ich denke, ich bin jetzt vorbereitet", sagte sie mit einem Lächeln.

Ryoma – der sich während Inuis Ausführungen auch hingesetzt hatte – erhob sich und sagte kurz angebunden: „Dann mal los."

Momo hob sein Schwert in eine beeindruckend aussehende aber in Wirklichkeit ziemlich impraktikable Kampfhaltung und wollte schon mit einem Kampfschrei auf die Spinne – die sich in der ganzen Zeit keinen Millimeter von der Stelle gerührt hatte und genauso groß und haarig wie vorher war – losstürmen, als ihm plötzlich etwas einfiel.

„Moment", sagte er. „Wer von uns ist eigentlich zuerst dran?"

Fuji warf einen Blick auf ihre Statuskästen und tat betont überrascht, als er sagte: „Ach du meine Güte, es scheint, dass ich unter uns den größten Geschwindigkeitswert besitze! Das bedeutet wohl, dass ich die erste Aktion ausführen darf!"

„Mach hin", sagte Momo unfreundlich, weil er von seiner Kampflust so geblendet war, dass er für einen Moment vergessen hatte, mit wem er redete. „Äh", sagte er schnell, als er Fujis Lächeln bemerkte. „Ich meinte natürlich: Überleg dir ruhig in Ruhe was du tun möchtest...?"

„Ich muss nicht überlegen", sagte Fuji liebenswürdig. Dann trat er einen Schritt zurück. „Ich gehe in die Defensive."

„Defensive?", echote Sakuno.

„Das bedeutet, er führt in dieser Runde keine Aktion aus um seine Verteidigung zu erhöhen und so eventuellen Schaden zu verringern", erklärte Inui geduldig.

„Es ist eine Taktik für Fei—", setzte Momo verächtlich an, unterbrach sich dann aber schnell und rettete sich mit einem lauten: „Feine Leute! Genau, eine Taktik für feine Leute, hahaha..."

Inui schüttelte betrübt den Kopf, erhöhte in Gedanken die Chance, dass Fuji Momo schon am ersten Tag in seinem Schlaf umbringen würde von 34 Prozent auf 41 Prozent. Dann warf er einen Blick auf die Statuswerte und meinte: „Sakuno, du bist als nächstes dran."

„Oh! Ähm... ich denke, ich gehe ebenfalls in die Defensive...", sagte die Weißmagierin vorsichtig, mit einem verstohlenen Blick in Richtung Momo.

Wie erwartet regte sich der Krieger auf. Er stöhnte, griff sich an den Kopf und sagte dann: „So kämpft man doch nicht! Am Ende verlieren wir gegen eine armselige Monsterspinne, obwohl wir gnadenlos in der Überzahl sind!"

„Ich bin dran", sagte Inui. Er kramte etwas aus seiner Robe hervor und verkündete: „Und ich nutze diese Runde, um zu basteln."

Sakuno gab ein verwirrtes „Huh?" von sich – und das zu Recht, immerhin war dies offensichtlich nicht der geeignete Zeitpunkt, um nostalgisch zu werden und sich in seine Zeit im Kindergarten und an den Basteltisch zurückzuversetzen. Doch noch bevor sie die Frage, die ihr auf der Zunge lag, stellen konnte setzte sich die Spinne in Bewegung – sie war an der Reihe.

Die Spinne wuselte auf Ryoma zu, der seltsamerweise keine Anstalten machte, ihrem Angriff auszuweichen, und biss ihn. Dann kehrte sie zu ihrem angestammten Platz zurück. Sakuno drehte sich um und sah, dass Ryomas HP gesunken waren. Sie runzelte die Stirn und wandte sich and den Schwarzmagier: „Warum hast du nicht versucht, auszuweichen?"

Ryoma ignorierte sie und knurrte verärgert: „Verdammtes Biest."

Inui sagte: „Man versucht nicht auszuweichen – das ist gegen die Regeln."

Sakuno wollte den Sinn dieser Regel in Frage stellen, wurde allerdings von Ryoma abgelenkt, der plötzlich auf die Monsterspinne zurannte, ihr eins mit seinem Stab überzog und dann zurück lief. Eine weiße Zwei erschien über der Spinne. Sakuno vermutete, dass es sich um eine Art Schadensanzeige handelte.

„Jetzt komm schon, Echizen – das kannst du besser!", rief Momo. „Warum grillst du das Ding nicht mit einem saftigen Zauber? Einem Feuerball oder so?"

Ryoma knirschte mit den Zähnen und warf Momo einen vernichtenden Blick zu. „Ich bin auf Level 1, du Idiot. Ich habe keine Zauber."

Für einen Moment war Momo sprachlos – doch dieser für ihn so ungewöhnliche Zustand dauerte nicht lange an und ein riesiges Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Soll heißen du bist so gut wie nutzlos?", lachte Momo, offensichtlich höchst amüsiert.

Ryoma schien das Ganze gar nicht so lustig zu finden. Er strafte Momo mit einem Blick, der den Krieger eigentlich hätte umbringen müssen und wandte ihm dann beleidigt den Rücken zu.

„Hier, zieh dir das rein!", rief der Krieger, machte einen großen Satz, traf die Spinne noch in der Luft mit der Klinge seines Schwertes, landete sicher auf dem Boden und sprang dann zurück. Die 20 über der kreischenden Spinne war rot, was einen kritischen Treffer bedeutete.

Der Schwarzmagier grummelte etwas Unverständliches vor sich und vermied es betont, in Momos neckisches Grinsen zu sehen.

Inui machte sich diverse Notizen – über den Verlauf des Kampfes, über Ryoma, über Momo, über die Monsterspinne – und die nächste Runde begann.

„Ich verteidige mich wieder", sagte Fuji liebenswürdig. Momo verdrehte stumm die Augen, während Ryoma und Inui ihrem permanent lächelnden Gruppenmitglied mit der unbekannten Klasse misstrauische Blicke zuwarfen.

Sakuno wusste nicht, wie sie reagieren sollte, also sagte sie: „Ich, äh, spreche Vita auf Ryoma, um ihn zu heilen." Dann hob die Weißmagierin ihren Stab, dessen Spitze angefangen hatte grün zu leuchten und richtete ihn auf Ryoma. Er wurde kurz in ein grünes Licht gehüllt und als er wieder zu Vorschein kam war seine HP-Leiste wieder voll.

Scheinbar gar nicht dankbar für Sakunos Hilfe tadelte Ryoma das Mädchen mit den Worten: „Das war unnötige MP-Verschwendung. Du solltest Vita erst einsetzen, wenn jemand nur noch sehr wenig HP hat."

„Da muss ich Echizen wohl zustimmen", sagte Inui. „Wir befinden uns auf dem Weg zu einem Schloss, in dem wir es sicher mit einigen stärkeren Gegnern zu tun haben werden – wir müssen unsere MP sparen und sie gewissenhaft einsetzen."

„I-in Ordnung...", murmelte Sakuno beschämt.

Inui war an der Reihe und zückte den Gegenstand, den er letzte Runde „gebastelt" hatte. Mit erstaunlicher Präzision warf er ihn auf die Monsterspinne, die prompt mit einem schrillen Kreischen in einer kleinen, äußerst aufwendig gestalteten Explosion verschwand.

„Du hast eine Mini-Handgranate gebastelt?", fragte Momo beeindruckt.

Inui nickte, rückte seine Brille zurecht, murmelte etwas, das gut „Ii data" hätte sein können und machte sich dann Notizen in sein immer präsentes Büchlein.

„Was genau hast du auf diesem Schwarzmarkt gekauft, dass du eine Mini-Handgranate basteln konntest?", fragte Momo, immer noch sichtlich fasziniert von der Tatsache, dass der Gruppe solche Mittel zur Verfügung standen.

Der Alchimist wandte sich Momo zu und ließ langsam ein beunruhigendes Lächeln auf seinem Gesicht erscheinen. Der Krieger schluckte schwer und meinte: „Vergiss dass ich gefragt habe..."

Inui kam nicht zu einer Antwort – nicht dass er eine für nötig befunden hätte – denn in dem Moment setzte sich die Spinne in Bewegung.

Dieses Mal attackierte das Monster Fuji – der wich jedoch scheinbar mit Leichtigkeit aus und überstand den Angriff unbeschadet. Inui warf einen Blick auf Fujis Statuswerte und runzelte die Stirn. Er hatte einen unnatürlich hohen Fluchtwert... Normalerweise besaßen nur Diebe und Schwarzgurte einen Wert dieser Größenordnung. Fuji wirkte nicht wie ein Schwarzgurt. Hieß das also, er war ein Dieb...?

„Ähm", machte Sakuno, um die allgemeine Aufmerksamkeit – oder zumindest die von Inui – auf sich zu ziehen. „Ich dachte, Ausweichen ist gegen die Regeln...?"

Inui sah sie an. „Nicht, wenn man einen genügend großen Fluchtwert hat." Er deutete auf Fujis Statuswertekasten und sagte: „Jemand mit einem derart hohen Fluchtwert darf sich alles erlauben."

Fuji nahm das zum Anlass, um besonders freundlich zu lächeln.

Ryoma rollte mit den Augen und setzte den Kampf gegen die Spinne fort. Sein Angriff hatte allerdings eine ebenso geringfügige Wirkung auf die Spinne wie in der ersten Runde – Momo lachte und Ryomas Gesichtsausdruck verfinsterte sich.

Der Krieger grinste herausfordernd in Ryomas Richtung und führte seinen Schwerthieb durch – die Spinne heulte auf und rollte sich zusammen. Momo landete vor ihr, deutete auf sie und sagte: „Don!"

„Angeber", murmelte Ryoma bitter.

Die Spinne löste sich in Luft auf und eine Siegesfanfare begann zu spielen. Sakuno sah sich erschrocken um, fand die Ursache der Musik allerdings nicht.

„Kümmre dich nicht um die Musik", sagte Inui. „Das ist völlig normal. Du wirst dich daran gewöhnen."

Vor der Gruppe erschien ein großer, grauer Kasten, in dem stand: „Monsterspinne lässt eine Rauchbombe zurück. Du findest 5 Gold. Du erhältst 11 EP."

Momo schüttelte den Kopf, als er die Rauchbombe und das Geld aufhob. „Wieso hat eine Monsterspinne eine Rauchbombe? Das macht keinen Sinn!"

Die anderen männlichen Mitglieder der Gruppe stimmten ihm mit einem Nicken zu.

„Und dass die Spinne Geld dabei hatte findest du gar nicht komisch?", fragte Sakuno.

Momo schaute sie an, als stammte sie von einem anderen Planeten – einem, auf dem man Tentakel anstatt Haare hat und die Haut eine unnatürliche Violettfärbung aufweist. „Natürlich nicht", antwortete er. „Geld bei Monstern ist ganz normal. Hast du noch nie von Robina Inverse gehört?"

„Huh?", machte Sakuno.

Fuji lächelte und beschloss, seinen Teil zum Gespräch beizutragen: „Robina Inverse – sie stiehlt von den Reichen und gibt den Monstern."

„Was? Aber wieso?", fragte Sakuno, offensichtlich ohne Verständnis für Robinas Verhalten. Wenn jemand von den Reichen stahl und den Armen gab, okay, das konnte man ausgleichende Gerechtigkeit nennen... aber warum gab sie den Monstern? Was fingen Monster mit Geld an?

„Versuch gar nicht erst, es zu verstehen", sagte Ryoma. „Robina Inverse ist ein bisschen anders. Sie ist eine Aktivistin."

Inui, Momo und Fuji nickten wissend. Aktivisten waren etwas abgedreht – zumindest in dieser Welt – und versuchten dauernd irgendwelche verrückten Dinge durchzusetzen, sei es die Gleichberechtigung von Monstern vor dem Gesetz oder eine Wiederlegalisierung von Folterkammern.

„Robina Inverse hat einmal angedroht, sie würde sich auf einem Bahngleis festbinden, wenn Monster nicht endlich als gleichwertig akzeptiert werden", sagte Momo.

„Was ist denn ein Bahngleis?", fragte Sakuno.

Inui antwortete: „Da ist sich niemand so sicher. Führende Wissenschaftler streiten sich darüber, aber wenn du meine Meinung hören willst: Robina ist einfach nicht ganz richtig im Kopf."

Momo hatte genug von der Diskussion und klatschte einmal in die Hände. „Naja, das lief ja nicht so schlecht", stellte er fest – er meinte den Kampf. „Mal ganz davon abgesehen dass ihr alle nutzlos seid – mit Ausnahme von Inui natürlich."

„Mada mada dane", sagte Ryoma mürrisch und in einem völlig unpassenden Kontext. Aber ihm kann Kontext natürlich gestohlen bleiben – er ist der Prince of Tennis, und alles was er sagt ist automatisch absolut. Deshalb nahm er sich auch die Freiheit heraus, als Anführer der Gruppe zu agieren und zu beschließen: „Wir gehen weiter."

Niemand erhob Einspruch, also tat der Schwarzmagier einen Schritt in Richtung Schloss. Und dann noch einen Schritt.

Die Welt zersplitterte.


Nächstes Mal: Werden unsere Helden ihre weiteren Kämpfe ebenso erfolgreich bestreiten wie ihren ersten? Wird die Autorin sich die Mühe machen, jeden einzelnen Kampf so detailreich darzulegen wie diesen einen ersten? Was ist Fujis Klasse, und was hat er mit dem IC-Vampir vor? Plant er tatsächlich, Momo zu meucheln? Wird Ryoma in seiner Funktion als Prince of Tennis jemals seinen Willen durchsetzen können? Werden unsere Helden das Schloss sicher erreichen? Was fangen Monster mit Geld an?! Eine Antwort auf all diese Fragen ist - vielleicht - im nächsten Kapitel zu finden. Außerdem erfindet Momo das Prinzip des "Schäfchen zählen" neu, Inui beweist zum wiederholten Male seine überragende Intelligenz bei einem Kräftemessen mit einem gerissenen Hausdrachen, ein für den weiteren Verlauf der Geschichte unheimlich wichtiger Gegenstand wird gefunden und Sakuno ist die einzige, die am nächsten Morgen nicht über Rückenschmerzen klagt.

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