Er kann nicht verlieren

Sephiroth saß in Hojos Büro und sah aus dem Fenster, beobachtete die jungen Rekrutinnen, die im Garten des Präsidenten arbeiteten, während Hojo erneut eine vorhergehende Mission durchsprach. Wie der Präsident liebte auch Sephiroth es den jungen Frauen zuzusehen wie sie für den Präsidenten schufteten, aber er wusste das zu verbergen. Dann plötzlich sah er sie. Das Mädchen, das nach Rosen duftet. „Wer ist das?", fragte er möglichst ruhig. „Wer ist wer?", fragte Hojo und sah Sephiroth an. „Das Mädchen dort unten mit den langen schwarzen Haaren.", sagte Sephiroth. Hojo folgte seinen Blick und grinste. „Sie ist ziemlich hübsch nicht wahr?", sagte Hojo. „Wer ist sie?", fragte Sephiroth erneut. „Ihr Name ist Yensaya. Sie ist erst vor kurzem zu Shinra gestoßen, aber ihre Talente sind sehr viel versprechend. Wenn sie dir gefällt, dann sprich sie an. Ich bin sicher eure Kinder wären eine hoch interessante Sache. Ich sollte sie einer Testreihe unterziehen und sehen was aus euren vereinten Genen zu machen ist.", überlegte Hojo. „Bist du jetzt fertig?", fragte Sephiroth genervt. Er interessierte sich nicht dafür mit Mädchen auszugehen oder mit ihnen zu reden, es reichte ihm vollkommen ihnen zuzusehen. Er sah noch einmal nach unten, dann stand er auf und verlies ohne auf Hojos Antwort zu warten den Raum. Er ging noch am Garten vorbei um noch einen Blick auf die Mädchen zu werfen und sicher zu gehen, dass es wirklich das Mädchen von damals war. Er war sich sicher dass sie es war, obgleich sie jetzt schon viel mehr eine junge Frau war. Er schüttelte den Kopf darüber und ging weiter. Einige der Mädchen drehten sich um und sahen ihm nach, was ihm ein Grinsen entlockte. Er wusste, dass er attraktiv war und er bildete sich einiges darauf ein.

Zwei Tage später langweilte er sich fast zu Tode. Es gab nichts zu tun und trainieren wollte er nicht schon wieder. Aus diesem Grund ging er in die Turnhalle, wo die neuen Rekruten eine ihrer Trainingseinheiten absolvierten. Er setzte sich auf die Tribüne und blickte nach unten. Es sind wirklich interessante Mädchen dabei, dachte er. Und auch die schwarzhaarige war wieder dabei. Er sah eine Weile bei den Nahkämpfen zu. Sie hat wirklich Potential und dieser Körper war wirklich sehr hübsch, dachte er während sein Blick auf ihr ruhte. Einige der Mädchen kicherten. Sephiroth lauschte, vielleicht konnte er hören was sie sagten. „Saya, siehst du den auf der Tribüne?" „Bin ja nicht blind.", erwiderte eine tiefe Stimme. „Ist er nicht süß?", sagte wieder die andere Stimme. Ich bin nicht süß, dachte Sephiroth. „Red mit ihm wenn du ihn toll findest.", erwiderte die tiefe Stimme, sie gehörte definitiv zur Schwarzhaarigen. „Ich trau mich nicht. Der ist doch viel älter als ich.", sagte das Mädchen. „Vergiss es du schickst mich nicht vor.", sagte die andere. „Und außerdem ist er gefährlich, der hat im Training mal einen Jungen umgebracht." „Mein Gott ich red mit ihm, wenn es dich glücklich macht.", sagte die Schwarzhaarige. Sephiroth grinste und lehnte sich zurück, er war wirklich ein Frauenmagnet. Er legte sich schon mal die Worte zurecht mit denen er die kleine ablehnen wollte und vertiefte sich dabei ganz in seine Gedanken. „Hey.", sagte eine tiefe Stimme neben ihm. Er schreckte auf und blickte zur Seite. „Hallo.", erwiderte er möglichst kühl, in Wirklichkeit schlug sein Herz wie wahnsinnig. „Siehst du oft den neunen beim Training zu?", fragte sie und lächelte ihn an. „Gelegentlich.", erwiderte er mit kühlem Gesichtsausdruck. „Ich bin übrigens Yensaya.", sagte sie und streckte ihm die Hand entgegen. Er zögerte erst, dann nahm er ihre Hand. „Sephiroth.", sagte er und sah sie leicht überrascht an. Sie hatte einen verdammt festen Händedruck. „Hast du meine Freundin eben gesehen, die Blonde?", fragte Yensaya. „Ich will nichts mit ihr zu tun haben.", erwiderte er. „Du hast gelauscht, ich wusste es.", sagte sie und grinste. Er schwieg und sah mit stolzer Miene zur Seite. „Woher wusstest du das?", fragte er. „Hojo hat gesagt dass du einiges drauf hast.", sagte sie. „Du hast mit ihm geredet? Was hat er über mich gesagt?", fragte Sephiroth. „Nicht viel. Er erwähnte dich nur bezüglich der Tests die er mit mir vorhat.", sagte sie. „Du bist dumm, wenn du an den Tests teilnimmst.", erwiderte Sephiroth. „Es sind deine Tests. Er will wissen ob du mich besiegen kannst.", sagte sie. Sephiroth drehte seinen Kopf ruckartig zu ihr. „Du glaubst du bist besser als ich? Du bist eine Frau, du bist neu hier.", sagte er. „Ja und? Willst du gleich kämpfen oder erst wenn du gezwungen wirst?", sagte sie und grinste überheblich. „Das überlebst du nicht.", erwiderte er trocken. „Ich sterbe nicht keine Angst.", sagte sie und stand auf. „Sicher?", sagte er, stand auf zog sein Schwert und hielt es ihr vor die Kehle. Doch ehe er sich versah drückte sich auch gegen seine eine kalte Klinge. Wieso habe ich nicht bemerkt, dass sie eine Waffe bei sich trägt, fragte er sich. Sie führt Doppelschwerter, bemerkte er. Er hatte noch nie gegen jemanden gekämpft der eine solche Waffe führte. „Immer noch so sicher, dass ich es bin der stirbt?", sagte sie. Sephiroth griff zur Antwort an. Doch sie wich seinem Angriff mit Leichtigkeit aus und landete in der Mitte der Halle. Sephiroth blickte finster und versuchte es erneut. Doch sie wich ihm wieder aus. „Du kriegst mich doch nicht mal.", lachte sie. Er griff wieder an, diesmal stoppte sie seinen Angriff mit ihren Schwertern. Dann sprang sie hoch. Verdammt, dachte Sephiroth. Und sofort musste er einen Angriff parieren. Der Schlag hatte gesessen. Sie hatte wirklich viel Kraft, fast unnatürlich viel. Sein Blick glitt ein wenig nach unten und er blieb an ihrem Dekollete hängen. Das war sein Fehler mit einem gezielten Tritt schlug sie ihm das Schwert aus der Hand. „Wa…? Das war kein richtiger Kampf. Du hattest nur Glück!", sagte er. „Regel Nummer eins: Konzentriere dich nur auf den Kampf und lasse dich nicht von deiner Umgebung ablenken.", erwiderte Yensaya. „Das war wirklich einer deiner schlechtesten Kämpfe die ich bisher gesehen habe", sagte plötzlich eine Stimme hinter ihnen. Die beiden drehten sich um. Hojo. „War das geplant?", fragte Sephiroth. „Nein, ich kam nur zufällig vorbei.", sagte Hojo. „Aber du warst wirklich gut Yensaya.", sagte er. „Eigentlich dachte ich es wäre ein bisschen…anspruchsvoller.", sagte sie und steckte ihre Schwerter weg. „Ich habe doch gesagt ich war abgelenkt.", sagte Sephiroth zornig. „Schon gut jeder verliert mal. Du musst eben mehr trainieren. Sagen wir in zwei Wochen kämpfst du noch mal gegen sie.", sagte Hojo. Sephiroth hob sein Schwert auf, drehte sich um und verließ wütend die Halle. „Er kann nicht verlieren.", sagte Hojo. Yensaya lächelte nur.