Hi, Leute! Das neue Kapitel ist endlich fertig. Viel Spaß beim Lesen!


Als Harry sich über das Loch beugte, um zu sehen, was darin war, schreckte er zurück. Auf dem Boden des Koffers lag eine zusammengerollte Person. Er sah genauso aus wie der Professor Moody, der neben Harry bewusstlos am Boden lag. Nur das der Moody im Koffer sehr viel weniger Haare hatte. Dumbledore stieg in den Koffer, um sich zu vergewissern, was mit dem Moody am Kofferboden passiert war. Er transportierte ihn per Schwebezauber aus dem Koffer, sodass er vor dem Koffer liegen blieb. Dann kam er selbst wieder aus dem Koffer und erklärte:

„Das hier ist der echte Alastor Moody. So wie es aussieht, steht er unter dem Einfluss vom Imperius-Fluch und er ist zusätzlich geschockt. Immerhin musste der Doppelgänger den echten Moody am Leben erhalten, damit er weiterhin Vielsaft-Trank brauen konnte. Außerdem musste er auch all die Eigenschaften und Angewohnheiten Moodys erlernen. Daher kam es ihm auch sehr gelegen, dass Alastor Moody tatsächlich nur aus seinem Flachmann trinkt. Ahh…", sagte Dumbledore.

Der Doppelgänger begann sich zu verändern. Das falsche Auge ploppte aus der Höhle und an seine Stelle trat ein echtes. Das Holzbein fiel mit einem lauten 'Klonk' zu Boden und es wuchs eins aus Fleisch und Blut an seiner Stelle. Die Nase und der Rest des Gesichtes stellten sich wieder her und die Haare wurden kürzer und blonder. Als der Doppelgänger sich vollkommen in sich selbst zurückverwandelt hatte, konnte Harry den Jungen erkennen, der in Dumbledores Denkarium seinen Vater angefleht hatte ihn nicht zu verurteilen, da er nie ein Todesser gewesen sei. Vor Harry auf dem Boden lag Barty Crouch jr.

„Wie ich sehe, erkennst du den Mann, der uns allen in den letzten Monaten vorgaukeln wollte jemand anderes zu sein", bemerkte Dumbledore. Doch bevor Harry antworten konnte, kam Snape herein mit einem kleinen Fläschchen Veritaserum und der Hauselfe Winky, die Mr. Crouch sr. nach dem Endspiel der Quidditch-Weltmeisterschaft rausgeschmissen hatte.

„Meister Barty, Meister Barty, was machen sie denn hier? Wieso sind sie nicht zu Hause?", quiekte die Elfe und rannte zu ihm hinüber. Als sie bemerkte, dass er sich nicht rührte, wimmerte sie: „Was ist mit ihnen?" und fügte zu Dumbledore gewandt „Sie haben ihn tot gemacht! Sie haben Meister Barty tot gemacht!" hinzu.

Snape reichte Dumbledore das Veritaserum und der träufelte drei Tropfen in den Mund des Bewusstlosen, den er zuvor geöffnet hatte. Dann hob er seinen Zauberstab, sagte „Enervate" und Barty Crouch jr. wachte langsam auf.

„Nun, Mr. Crouch, warum sind sie hier? Schickt Lord Voldemort sie? Erzählen sie am besten von Anfang an. Beginnen sie damit, wie sie aus Askaban entkommen konnten und dann, warum sie ausgerechnet den armen Alastor Moody brauchten", begann Dumbledore mit der Befragung. Doch bevor Crouch anfangen konnte zu erzählen, kam Cedric ins Zimmer.

„Professor McGonagall hat gesagt, dass ich auch dabei sein soll, wenn sie ihn befragen. Immerhin war ich zusammen mit Harry auf dem Friedhof", erklärte er sein plötzliches Erscheinen. „Natürlich, da hat Professor McGonagall vollkommen Recht. Das hatte ich vergessen ihr aufzutragen. Aber zum Glück hat sie daran gedacht, dass wir zwei Helden haben", sagte der Schulleiter.

„Alles fing damit an, dass meine Mutter es nicht verkraftet hat, dass ich nach Askaban geschickt wurde. Sie wurde schwer krank und da mein Vater sie mehr geliebt hat, als er mich je lieben könnte, wollte er ihr noch einen letzten Wunsch erfüllen. Ich sollte ein freier Mann werden. Also braute Vater Vielsaft-Trank und sie kamen mich besuchen. Mir gaben sie ein Glas von dem Trank mit einem Haar von meiner Mutter und meine Mutter hatte genügend Reserven dabei, um für den Rest ihres Lebens in meiner Gestalt in Askaban zu sitzen. Da ich dort schon eine Weile drin gesessen hatte, war ich selbst auch schon sehr krank. Ich ging dann in der Gestalt meiner Mutter aus dem Gefängnis, falls uns irgendeiner der Gefangenen weggehen sieht und ein paar Wochen später ist meine Mutter dann gestorben. Sie wurde neben dem Gefängnis in meiner Gestalt begraben.

Ich lebte daheim mit Vater und unserer Hauselfe Winky. Mein Vater hatte mich unter den Einfluss des Imperius-Fluchs gesetzt und ich trug den ganzen Tag über einen Tarnumhang. Winky war die einzige außer meinem Vater, die von mir wusste. Bis eines Tages diese Ministeriumsangestellte Bertha Jorkins vor der Tür stand. Winky ging zur Tür und ließ sie ein, sie solle auf meinen Vater warten, der noch nicht zu Hause war. Dann kam sie selbst wieder zurück in die Küche, wo ich saß und fing an, sich mit mir zu unterhalten. Bertha Jorkins hörte genau soviel mit, um zu wissen, wer sich unter dem Tarnumhang verbarg. Mein Vater kam dann nach Hause und sah, was passiert war. Er belegte sie mit einem Vergessenszauber, sodass sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte.

Dann kam das Endspiel der Quidditch-Weltmeisterschaft immer näher und Winky bettelte meinen Vater an, mich dorthin gehen zu lassen. Ich könne meinen Tarnumhang tragen und wir würden hochgehen, bevor jemand anderes hochgeht und würden das Stadion erst wieder verlassen, wenn niemand mehr da ist. Winky solle sagen, dass sie meinem Vater einen Platz freihalte. Vater wurde nicht weich, bis Winky sagte, dass Mutter mich nicht aus dem Gefängnis geholt hätte, damit ich bis ans Ende meines Lebens im Haus meines Vaters festsitze. Sie hätte gewollt, dass ich auch mal rauskomme aus dem Haus. Schließlich gab Vater nach. Er brachte uns am Tag des Finales schon morgens hoch in die Ehrenloge. Als diese sich dann abends füllte, sah ich einen Zauberstab aus der Tasche des Jungen vor mir ragen. Winky, die riesige Höhenangst hat und sich deswegen die Augen zuhielt, bemerkte nicht wie ich mir den Zauberstab schnappte.

Als nach dem Spiel dann alle wieder aus der Ehrenloge raus waren, machten Winky und ich uns auf den Weg zu unserem Zelt. Die Gesänge der Todesser machten mich dann wieder wach. Aber nicht nur ganz normal wach, ich konnte auch den Imperius-Fluch letztendlich abschütteln. Ich wollte diesen Verrätern zeigen, was einen echten Todesser ausmacht. Sie alle hatten sich vor Askaban gedrückt, haben ihre Loyalität zum Dunklen Lord verleugnet. Aber Winky band mich durch einen ihrer Zauber an sich und zerrte mich in Richtung Wald, weg von den Todessern. Wir standen mitten im Wald, als mir einfiel, dass ich ja noch den Zauberstab hatte. Ich zog ihn und beschwor das Dunkle Mal herauf.

Als dann die ganzen Ministeriumszauberer apparierten und ihre Schock-Zauber durch die Gegend schossen wurden Winky und ich getroffen und getrennt. Kurze Zeit später kam dann einer dieser Männer auf die Stelle zu, wo Winky und ich lagen. Da ich den Tarnumhang über hatte, konnte er mich nicht sehen. Also nahm er Winky mit und auch den Zauberstab, der mir aus der Hand gefallen war. Dann tauchte mein Vater auf und wusste sofort, dass auch ich da sein musste, wenn sie Winky dort gefunden hatten. Er kam zu dem Ort, wo ich noch immer lag und tastete im Dunkeln nach mir und fand mich auch. Doch Winky musste bestraft werden. Sie hatte ihre Pflicht nicht erfüllt. Sie hatte es zugelassen, dass ich in den Besitz eines Zauberstabes gekommen war. Also wurde sie entlassen. Nachdem alle Ministeriumszauberer die Lichtung verlassen hatten, kam mein Vater zurück und nahm mich mit nach Hause. Nun waren nur noch er und ich da. Er belegte mich wieder mit dem Imperius-Fluch und ich durfte nicht mehr raus.

Dann eines Tages kam mein Meister in Begleitung von Wurmschwanz. Er unterwarf meinen Vater dem Imperius-Fluch, befreite mich und weihte mich in seinen Plan ein. Der Dunkle Lord sagte, dass ich eine große Rolle in diesem Plan spielen solle. Ich fragte, woher er überhaupt wisse, dass ich am Leben sei. Bertha Jorkins sei ihm begegnet und er habe durch ein wenig Veränderung an ihrem Gedächtnis herausgefunden, dass sein treuster Todesser immer noch auf der Suche nach ihm sei und zu Hause von seinem Vater festgehalten werde. Außerdem erzählte sie ihm noch, dass dieses Jahr das Trimagische Turnier in Hogwarts stattfinden sollte. Aus diesen Informationen machte der Dunkle Lord einen Plan, in dem ich mich vor ihm beweisen konnte.

Meinem Meister war zu Ohren gekommen, dass der Ex-Auror Alastor Moody dieses Jahr an Hogwarts unterrichten solle. Daher machten Wurmschwanz und ich uns auf den Weg, um Moody zu überraschen. Wir schockten ihn und schlossen ihn in seinem eigenen Koffer ein. Den Vielsaft-Trank hatten wir vorher schon vorbereitet. Ich trank davon und wurde zu seinem Doppelgänger. Da die Nachbarn Lärm gehört hatten, verzauberte ich ein paar Mülleimer, die durch die Gegend sprangen und überallhin Müll verteilten. Als dann ein Ministeriumsarbeiter kam, sagte ich, dass die Mülltonnen eine Art Alarm sind für Einbrecher. Nachdem dieser wieder weg war, packte ich Moodys Kram zusammen und machte mich auf den Weg nach Hogwarts.

Wurmschwanz ging dann zurück zum Haus meines Vaters, wo mein Meister wartete. Mein Vater, der von Wurmschwanz beaufsichtigt werden sollte, schien auch Zeiten gehabt zu haben, in denen er genau wusste, wer er ist und wo er war. Als Wurmschwanz einen unaufmerksamen Augenblick hatte, floh Vater und machte sich auf den Weg nach Hogwarts, um Dumbledore zu gestehen, was er getan hatte und ihn davor zu warnen, dass ich in Hogwarts war.

Mein Meister informierte mich über die Flucht meines Vaters und befahl mir die Augen offen zu halten. Eines Abends, kurz vor der dritten Aufgabe, sah ich meinen Vater auf der Karte, die ich Potter abgenommen habe, die Ländereien betreten. Ich sah, wie er sich Potter und einem anderen näherte und wie Potter kurz darauf davon lief, um Dumbledore zu holen. Ich war zu der Zeit schon auf dem Weg in Richtung Wald, wo Potter meinen Vater und diesen Krum zurückgelassen hatte. Ich schockte Krum, ich tötete meinen Vater. Ich brachte ihn in den Wald und bedeckte ihn mit einem Tarnumhang. Dann kam ich wieder aus dem Wald heraus, schlug einen Bogen und ging wieder an den Waldrand, wo nun Potter mit Dumbledore stand. Dumbledore beauftragte mich, nach meinem Vater zu suchen. Ich ging zurück zu der Stelle, wo ich meinen Vater zurückgelassen hatte und verwandelte seine Leiche in einen Knochen, den ich dann in dem frisch umgegrabenen Stück Erde vor der Hütte des Wildhüters vergrub.

Am Tag der dritten Aufgabe erklärte ich mich dazu bereit den Trimagischen Pokal an seinen Platz in der Mitte des Irrgartens zu bringen. Ich verwandelte ihn in einen Portschlüssel, der den der ihn als erster berührte zu dem Friedhof bringen sollte, auf dem der Vater meines Meisters begraben liegt. Ich belegte Krum mit dem Imperius-Fluch und er schaltete dieses Mädchen aus. Eigentlich sollte er auch noch Diggory unschädlich machen, doch Potter half Diggory und somit ergriffen beide gleichzeitig den Pokal.

Leider ist der Plan meines Meisters nicht aufgegangen, denn wie Potter mir vorhin erzählte, konnte Diggory sowohl Wurmschwanz als auch meinen Meister schocken und somit seine Rückkehr verhindern", erzählte Crouch den staunenden Zuhörern.

„Dann waren sie es auch, der Harrys Namen in den Feuerkelch geworfen hat, hab ich Recht?", fragte Cedric geschockt.

„Natürlich war ich das. Wie ich am Anfang des Schuljahres sagte, es musste schon eine Menge Magie angewendet werden, um dem Kelch weiszumachen, dass nicht nur drei Schüler am Turnier teilnehmen werden. Ich habe den Feuerkelch davon überzeugt, dass Potter der einzige Teilnehmer einer vierten Schule ist und dass der Kelch an Halloween vier Champions anstatt nur drei auswählt. Ich war es auch, der Harry bei allen drei Aufgaben geholfen habe. Wieder und wieder habe ich ihm versteckte Tipps gegeben aus denen er dann zum Glück immer den richtigen Schluss gezogen hat", antwortete Crouch.

„Okay, Severus, ich bitte sie hier zu bleiben und Mr. Crouch zu bewachen. Minerva, informieren sie bitte den Zaubereiminister. Mr. Diggory, sie sollten Madam Pomfrey mal einen Besuch abstatten. Nach dem, was sie heute Abend alles erlebt haben. Sie sind ja auch total zerkratzt. Harry, komm du bitte noch mit mir in mein Büro", sagte Dumbledore.

Als Harry und Dumbledore vor dem steinernen Wasserspeier standen, erklärte Dumbledore, dass Sirius in seinem Büro warte. In Dumbledores Büro angekommen, erzählte Harry noch einmal alles, was passiert war und fragte sich gleichzeitig, warum Cedric nicht auch mitkommen durfte. Immerhin war er auch dabei gewesen. Auf diese Frage antwortete Dumbledore, dass es wohl noch zu früh für Cedric sei, Sirius kennen zu lernen. Sie würden aber gleich alle zusammen, Sirius allerdings noch als Hund, in den Krankenflügel gehen, damit auch Harrys Wunden versorgt würden.

Cedric wurde noch immer von Madam Pomfrey versorgt, als Harry mit Dumbledore und Sirius eintrat. Allerdings wuselte Madam Pomfrey gleich zurück in ihr Büro, um die Materialien zu holen, um Harrys Wunden zu behandeln.

„Oh, hi, Harry! Wie geht's dir? Sag' mal, hättest du gedacht, dass so etwas mal hier passiert?", fragte Cedric.

„Nee! Ich meine, Professor Moody, das heißt dieser Crouch, war schon ein bisschen merkwürdig, aber es sieht ja ganz so aus als hätte Crouch ihn doch ganz gut nachgespielt. Ich weiß nur eins, so etwas wie heute möchte ich nie mehr erleben. Wir können froh sein, dass wir das überhaupt überlebt haben", gab Harry zurück.

„Da hast du Recht. Ich fand ja das Labyrinth schon irre schwer, aber der Portschlüssel hat dem Abend echt den Rest gegeben. Auf der anderen Seite war es richtig spannend so was mal zu erleben. Macht irgendwie Lust auf mehr. Du nicht auch, Harry?", meinte Cedric.

„Mag ja sein, aber ich hab erst mal genug von diesen ganzen Abenteuern. Jedes Jahr passiert mir das alles. Was ich hier schon alles durchgemacht habe, übertrifft alles, was ich jemals erleben wollte. Ich bin total erleichtert, dass wir die Rückkehr von Lord Voldemort vorerst verhindern konnten", war Harrys erschöpfte Antwort darauf.

„Sag' mal, meinst du, dass wir von nun an Freunde sein können? Ich werde auch meinen Kumpels sagen, dass sie aufhören sollen dich zu ärgern. Ich fand's nämlich echt cool von dir, dass du mir so oft aus der Patsche geholfen hast während dem Turnier", fragte Cedric.

„Komm', so oft hab ich dir doch gar nicht geholfen. Gut, heut' Abend mit Krum. Aber dafür hast du mir nachher mit der Spinne geholfen. Du hättest genauso gut zum Pokal gehen können, um der alleinige Sieger zu sein. Allerdings muss ich zugeben, dass die Spinne mich sicherlich zerquetscht hätte, wenn du mir nicht geholfen hättest. Glaubst du wirklich, dass ich nach dem wahnsinnig anstrengenden Abenteuer nichts mehr mit dir zu tun haben möchte?", lautete Harrys Gegenfrage.

Madam Pomfrey kam zurück und machte sich nun daran, Harrys wunden zu heilen.

„Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch beide. Die Gute ist, ich habe eure sichtbaren Wunden komplett heilen können. Nun zur Schlechten. Ihr beide müsst heute Nacht noch hier bleiben. Bei dem, was ihr heute durchgemacht habt, wäre ein traumloser Schlaf das Beste. Also, sucht euch jeder ein Bett, zieht euch um und dann bringe ich jedem von euch einen Trank für den besagten traumlosen Schlaf", wies Madam Pomfrey die beiden Jungs an.

Gesagt, getan. Die beiden Helden legten sich je in ein Bett am Fenster und tranken dann den Trank, den Madam Pomfrey ihnen gab. Kaum ausgetrunken, schliefen sie auch schon tief und fest.


So, ich hoffe es hat euch gefallen. Vielen Dank an die, die mir schon Reviews geschrieben haben. Ganz lieb knuddel dafür!Ich hoffe,dass ich jetzt auch wieder welche bekomme g Eure Lizzy