Kapitel 2 Endlich siebzehn

Dreihundert Kilometer entfernt, im Ligusterweg herrschte eine erdrückende Stille, die gelegentlich durch den Schrei einer Eule durchbrochen wurde.
Vereinzelt brannte noch Licht in den fast identisch aussehenden Häusern des Ligusterweges. Nur ein Zimmer des Hauses Nummer 4 wurde von dem Schein einer Lampe erhellt. Im Obersten, dass zugleich das kleinste Zimmer des Hauses war, konnte man von der Straße aus nicht erkennen,. Wer aber die Famillie Dursley, die Besitzer dieses Hauses waren, und wer ihren "schwer gestörten" Neffen kannte, hätte es ahnen können.
In eben diesem Zimmer saß dieser noch sechzehn Jahre alte Junge an seinem Schreibtisch. Er hatte schwarze, verstrubbelte Harre und eine feine, blitzförmige Narbe auf der Stirn. Unter seinen grünen Augen zeichneten sich schwarze Augenringe ab und hielt einen eben gekommen Brief in den Händen:

Hi Harry,
Was geht?
Bald findet ja die Hochzeit von Bill und Fleur statt und ich soll diesen Brief direkt nutzen um dich einzuladen (Was ich eh gemacht hätte),wir holen dich dann an deinem Geburtstag, so gegen sechs Uhr ab.
Hermine ist auch schon da und sie vermisst dich.
Bitte antworte schnell
Ron


Langsam ließ Harry den Brief sinken und blickte sich in seinem Zimmer um. Überall lagen Bücher verstreut. Keine mit normalen, alltäglichen Titel, so hieß eins um Beispiel: „Verteidigung gegen die Dunklen Künste ein Selbsthilfebuch", „Stablose Magie Band Eins" oder auch, „Es ist immer gut seinen Feind zu kennen: Die Dunkle Magie"
Auch die Zeitungen waren anders. Dort waren zwar auch Fotos von Ereignissen aber diese bewegten sich. Unter einem Foto, das einen Totenkopf zeigte, aus dessen Mund sich eine Schlange hervorwand, stand:

Du-weißt-schon-wer und seine Anhänger (Todesser), schlugen erneut zu
Gestern Abend gegen zehn Uhr hat er, dessen Name nicht genannt werden darf, erneut zugeschlagen, in einer Vorstadt bei London, zerstörten seine Anhänger zahlreiche Häuser und Autos (ähnlich wie Besen nur mit Rädern und einem Motor).
Ungefähr ein einhundert Muggel und fünf Zauberer starben, die Auroren konnten nichts mehr tun.
Allgemein wird vermutet...

Dahinter lag eine weitere Zeitung, auch diese zeigte das Dunkle Mal, so ging es weiter durch diesen Zeitungshaufen bis Harrys Blick auf ein Foto fiel, das die gesamte Weasley Familie zeigte.
Dort war sein bester Freund, Ron hinter ihm standen seine Brüder Fred und George, neben denen Bill, Charlie und seine Eltern. Ron hatte noch eine Schwester Ginny Weasley.
Mit Ginny war Harry im letzten Jahr zusammen gewesen, bis er sich von ihr getrennt hatte. Nicht weil es mit ihnen nicht geklappt hätte, sondern wegen der Gefahr die von Lord Voldemort ausging. Würden sich Harry und Ginny weiterhin treffen, so würde der Dunkle Lord Ginny töten, soviel stand fest.
Harry wandte sich vom Bild ab. Langsam kroch die Müdigkeit in ihm hoch, doch Harry wollte nicht schlafen. Nicht um wieder zu sehen wie sein Freund und Mentor getötet wurde. Von dem Mann den Harry seit dem ersten Schuljahr hasste: Serverus Snape, der Todesser der jetzt wohl das größte Vertrauen von Voldemort genoss. Harry schnaubte einmal verächtlich und trotzdem breitete sich, beim Gedanken an seinen Schulleiter, eine Trauer in seinem Körper aus.

Jetzt fiel sein Blick auf ein Stück Pergament das voll geschrieben war:

Bedeutsame Orte für Voldemort: Waisenhaus ,das Haus der Riddles ,Godric's Hollow, Hogwarts, das Haus von Hepzibah Smith
Horcruxe zerstört: Vorlosts Ring, Tagebuch von Riddle
Mögliche Horcruxe: Slitherins Medalion (R.A.B), Tasse von Helga
Huffpuff, Nagini, etwas von Gryffindor oder Ravenclaw oder etwas anderes.


Über Horcruxe, Gegenstände, in denen man Teile seiner Seele verstecken konnte, zerbrach sich Harry den ganzen Sommer den Kopf.
Er versuchte sich an jede Erinnerung zu erinnern, die Dumbledore ihm gezeigt hatte. Die Orte, die er besucht hatte und die Geheimnisse, die er zusammen mit ihm ergründet hatte.
Von weit her schlug eine Kirchenglocke zwölf. Harry war nun endlich siebzehn, und somit volljährig. Er schwang einmal sein Zauberstab und sagte in Gedanken einen Zauberspruch. (in ungesagten Zauber war er nun richtig gut) Zu seiner Zufriedenheit, packten sich seine Sachen packten von alleine.
Nun knipste er seine Schreibtischlampe aus und legte sich ins Bett, in der Hoffnung mal ohne Alpträume zu schlafen.

Mit dem Gedanken, dass er morgen im Fuchsbau sein würde, schlief er ein.