Der Ball
Disclaimer: Die Serie gehört immer noch Paramount und ich verdiene leider immer noch kein Geld damit… Die Figuren gehören ganz allein Jeri Taylor, auch wenn ich gerne bei der einen oder anderen mitgewirkt hätte, das einzige, was evtl. als meins zu bezeichnen wäre ist der Charakter von Mark.
Authors Note: Ich bräuchte evtl. eine Betareader, der Ahnung von Voyager hat, da meine jetzige Betareaderin mehr auf Harry Potter spezialisiert ist.
Übrigens: Reviews schreiben ist nicht verboten! mit dem Zaunpfahl wink
Mark klemmte sich seinen Computer unter den Arm. Obwohl er schon mal hier war, wollte er nicht die Tage ohne Kathryn hier verbringen. Also ging er sicherheitshalber alle Schränke und Zimmer nochmal durch um sicher zu sein nichts vergessen zu haben und konnte auch nicht anders, als in den Kleiderschränken noch einmal das grüne Ballkleid, das Kathryn auf dem letzten Sternenflottenball getragen hatte und das ihre schönen Haare so gut zur Geltung brachte, zu berühren. Er erinnerte sich sehr gut an den Abend vor etwa einem halben Jahr, als sie es getragen hatte. Es war ein denkwürdiger Abend gewesen.
Kathryn hatte ihn darum gebeten mit ihr auf den Ball zu gehen. Er wusste, wie ungern sie auf solche Bälle ging und wollte ihr an dem Abend auf jeden Fall Gesellschaft leisten. Er wusste noch nicht mal genau warum sie dahin ging, sie hatte bis jetzt immer einen mehr oder weniger guten Grund gefunden sich vor Bällen und Empfängen jeder Art zu drücken. Irgendetwas war mit Admiral Paris. Er hatte sie wohl irgendwie dazu überredet oder gezwungen auf diesen Ball zu gehen. Kathryn hatte sich extra für diesen Ball ein neues Kleid repliziert. Mark hatte es nur gesehen, als sie es einmal kurz hochhielt um ihn zu fragen, ob ihm die Farbe gefiele. Es war von einem wunderschönen Grün und er wusste nur soviel über das Kleid, dass es ein eigener Entwurf von ihr war. Also machten sie sich beide fertig, da er aber so selten einen Anzug trug lieh er sich einen von seinem Vater und musste deshalb erstmal nach Hause. Als er Kathryn dann wie verabredet um sieben vor ihrer gemeinsamen Wohnung abholte, wollte er seinen Augen nicht trauen. Dieses Kleid war atemberaubend schön. Am Rücken und am Dekolleté weit ausgeschnitten, aber nicht so, dass es nach zuviel aussah. Er überreichte ihr einen Strauß Rosen und konnte gar nichts sagen. Er war sprachlos über ihre Schönheit.
Als sie auf dem Ball ankamen übernahm Kathryn die Führung, da sie viele Leute kannte und immer jemanden traf mit dem es sich zu reden lohnte. Einige waren offensichtlich überrascht Kathryn auf einem Ball zu sehen. Als etwas ruhigere Musik gespielt wurde und sie gerade nicht in einer Unterhaltung feststeckte, bat Mark sie zum ersten Mal in ihrem gemeinsamen Leben um einen Tanz, nicht dass er oder sie nicht tanzen konnten, aber da sie beide sehr selten auf Partys oder offiziellen Empfängen unterwegs waren, gab es selten Möglichkeiten miteinander zu tanzen. Außerdem waren sie sich in einem Punkt sehr ähnlich, sie waren Liebhaber ruhigerer Beschäftigungen, so konnten sie sich zum Beispiel stundenlang unterhalten, nicht nur miteinander, sondern auch in größeren Gruppen. Kathryn guckte einen Moment lang erstaunt, aber zu Marks Erleichterung ließ sie sich bereitwillig von ihm auf die Tanzfläche ziehen und schmiegte sich ganz dicht an ihn. „So könnte es jetzt für immer bleiben!", dachte er sich, er hätte ewig so weiter tanzen können. Nur ihre Hand in seiner spüren und ihren Kopf an seine Brust geschmiegt.
Doch bereits nach diesem Tanz war dieser Frieden vorbei. Ein Admiral sprach Kathryn an und bat sie mit ihm in einen nebenanliegendes Büro zu gehen, da er mit ihr einige wichtige Dinge bezüglich ihrer nächsten Mission besprechen müsste. Damit also hatte Admiral Paris sie auf den Ball gekriegt. Ihr sollte die nächste Mission hier vorgestellt werden, hätte man das nicht während der Arbeitszeiten machen können? Eigentlich wollte Mark mit, aber Kathryn bat ihn mit einer kleinen Geste hier auf ihn zu warten. Ohne Nachzudenken und zu wissen warum verlangte er ihr mit den Augen noch einen Kuss ab, den sie ihm bereitwillig gab.
Er wartete eine Dreiviertelstunde und wurde in dieser Zeit mehrfach von verschiedenen jungen und attraktiven Damen zum Tanzen aufgefordert, aber er lehnte jedes Mal ab, da er auf jeden Fall da sein wollte, wenn Kathryn zurückkam. Außerdem sollte sie ihn nicht mit einer anderen jungen Dame sehn. Als Kathryn dann endlich wiederkam hatte er sich einen Stuhl geholt und hingesetzt. Sie sah, obwohl der Abend schon lang war, immernoch atemberaubend gut aus. „Die Sonne geht auf!", sagte er auch ein bisschen scherzhaft, als er sie an sich zog und küssen wollte. Sie aber entzog sich seinen Lippen und sah gar nicht glücklich aus. „Hey Schatz! Was ist? Alles in Ordnung?", fragte er zärtlich, aber sie wandte sich ab und sagte nur: „Bitte lass uns nach Hause fahren, mir ist nicht mehr nach feiern. Ich bin müde"
Zuhause angekommen, fragte Mark sie nochmal: „Was hat denn der Admiral gesagt? War es so schlimm?" Wieder wollte er sie an sich ziehen, doch wieder entzog sie sich seine Lippen. „Ich werde in die Badlands fliegen und en Marquis jagen!", sagte sie mit fester Stimme, „Ich werde über ein Jahr nicht mehr auf der Erde sein! Sie werden mir das neueste Schiff, das die Sternenflotte zu bieten hat, geben." Plötzlich war seine liebevolle, zärtliche Kathryn z einer Eisprinzessin geworden. Nur einmal bis jetzt hatte er sie so erlebt. Das war als er sie von ihrem Büro zur Mittagspause abholte und, weil er zu früh kam, sie ausnahmsweise in einer alltäglichen Berufssituation erlebte. So musste sie sein, wenn sie ein schiff leitete oder in ihrem Büro saß. „Wann wirst du fahren?", fragte er damit er sich und ihr die noch verbleibende Zeit bis zu ihrer Abreise so schön wie möglich machen konnte. „Erst in einem halben Jahr, wir haben noch etwas Zeit" Mark sprudelte der Kopf über vor Ideen, die er noch alle gemeinsam mit ihr umsetzen wollte. „So lange ist das auch nicht mehr hin, aber wir werden eine unvergessliche Zeit haben" Wieder zog er sie an sich und Kathryn ließ ihn mit dem Lächeln, das er so liebte, gewähren. Ja, dieser Abend war unvergesslich geworden und auch die folgenden sechs Monate, auch wenn seine Kathy leider nicht so viel Zeit für ihn hatte, sie musste schließlich eine Mission vorbereiten.
Mark hängte das Kleid zurück in den Schrank. Nahm seine Sachen, die er noch brauchte und verließ die gemeinsame Wohnung mit einem gemurmelten „Auf wieder sehen Kathryn und gute Reise."
