Es war schon viel zu lange her gewesen, seit ich diesen Geschmack das letzte Mal genießen durfte...

Durch den Krieg und die daraus resultierende Zerstörung brachte nicht viele Menschen dazu, zu wandern, was mir auf Dauer einiges an Kraft raubte.

Gerade als ich mein Opfer endlich aus meinem eisernen Griff entließ, sank dieses zu Boden.

Ich scherte mich im Allgemeinen zwar nicht wahnsinnig um die Natur, aber die Abart meiner Rasse, alles was von uns oder Lykanern auch nur gekratzt wurden, zu verbrennen ging mir ordentlich gegen den Strich, vor allem das wir dadurch bereits so einige Waldstücke weg gebrannt hatten.

Deshalb blieb ich seit einiger Zeit meiner Strategie treu, eher tiefe Flüsse zu nutzen, oder zu vergraben.

Als ich den Wanderer „versorgt" hatte, stampfte ich weiter durch den endlos scheinenden Wald.

Es war erst später Abend, ich war gerade erst aufgewacht und hatte die ganze Nachts zum Langweilen und herum streunen, das dachte ich zumindest.

Ich hörte das schwere Atmen und die Schritte schon von Weitem. Lykaner.

Mehr als nur einer. Ich blieb einfach stehen und wartete noch ein Weilchen, bis ich allein an Geruch und Lärm die Anzahl ausmachen konnte.

Es war kein Rudel, eher eine „Gang". Drei Menschenmischlinge.

Schon waren sie zu sehen, sie kamen vor einem dicken Baum hervor und sahen mich, den Vampir, ihrem Todesfeind.

Schon begannen sie zu knurren und zu heulen, doch ich ließ mich nicht beeindrucken.

Ich fauchte ihnen mehr belustigt als ängstlich zu. Junge Lykaner erkannte ich schnell und diese waren solche.

Doch intelligente Tiere, sie bemerkten, dass ich nicht schwach war und machten alle zusammen einen Schritt zurück.

„Was ist los? Angst?" Ja, ich war eingebildet und das war schon immer eine kleine Schwäche von mir.

Schon brüllten die drei wieder und liefen dieses Mal auf mich zu und ich ebenfalls schritt auf sie zu.

Der erste bekam solche einen Schlag seitlich gegen den Kopf, dass er zur Seite taumelnd gegen einen Baum krachte und zu Boden sank, der zweite bekam meinen Ellenbogen in den Bauch und als er es es schaffte, mir ein paar blutige Kratzer am Rücken zu verpassen, wurde ich wütend und versenkte meine Zähne in seinem etwas haarigen Hals.

Nachdem ich losgelassen hatte, griff ich seinen Arm und schleuderte ihn gegen den selben Baum wo schon sein Freund zu Boden gegangen war.

Der Dritte stand da und sah mich nur leicht ängstlich an.

Gerade als ich einen Schritt in seine Richtung machte, trat er ebenfalls zurück.

Da lief ich zu seinem Rücken, schlang einen Arm um seinen Hals und riss seinen Kopf so zur Seite, dass das Geräusch von brechenden Knochen zu hören war.