Zuerst nahm Keigo an, dass es einer von Oshimas Handlangern wäre.

Mit den Typen musste er sich leider schon während des ganzen Schuljahres herumärgern. Und das auch noch nur weil die Denken, das Keigo Ichigos Cheerleader oder dergleichen während des großen Kampfes war. Welcher... NEIN! Es war ja gerade andersherum. Keigo war definitiv nicht auf Ichigos Seite. Die ganzen Gerüchte über seine orangen Haare hatten ihn sowieso schon an den Rande eines Nervenzusammenbruchs gebracht. Besonders als er erfuhr das er mit ihm und Chad in einer Klasse sein wird.

Auch wenn sich seine Meinung über ihn nach dem Kampf änderte und er tatsächlich zu Ichigos größtem Fan wurde. Tatsache war: Oshima beschloss das Keigo schwach genug war um ihn anzugreifen wenn er allein war, aber nicht Hilflos genug wenn Ichigo in der Nähe war. Es würde die vielen Diebstähle seiner Fahrradreifen, von Lebensmitteln und zu seinem größten Bedauern seines Nintendo 3DS, jedes mal wenn er alleine nach Hause läuft, erklären. In letzter Zeit fanden sie es auch toll ihn zu 'stalken' und waren dabei nicht einmal Diskret. Oder sie sendeten Ihm Drohungen, die mit fast schon peinlich schlechten Imitationen von Liam Neeson verfasst waren. Von sich aus, konnte Keigo sie einfach nicht ernst nehmen.

So war es umso schockierender als sein Stalker diesmal nicht nur zu ihm aufschloss, sondern ihm auch einen schwarzen Sack überstülpten. Sein Angreifer packte ihn an den Händen. Das war so professionell,... das konnten keine Teenager sein...

Das war der Moment in dem Keigo sich bewusst wurde, das er entführt wurde. Wenn er jemals gefragt würde, würde er leidenschaftlich erzählen wie er sich mit aller Macht gewehrt und lautstark geschrienen hat während er versuchte wenigstens einen Treffer zu landen. In der Realität jedoch, erstarrte Keigo so dermaßen das er gleich darauf ohnmächtig wurde

Er wachte später von selbst auf, und fühlte sich als hätte er ein unbequemes Nickerchen gehalten. Er brauchte ein paar Minuten um seine Augen zu öffnen damit sich diese an dieses Licht in diesem Raum gewöhnten. Er fühlte sich immer noch träge und begriff langsam das er wirklich professionell an einen Stuhl gefesselt war. Aber er konnte nicht panisch werden. Keigo fühlte sich irgendwie leicht, als ob er schwebt. Er fühlte sich als ob er unter Drogen stand. Er war wohl wirklich auf Droge.

„Wa...?" er versuchte zu sprechen, doch sein Mund war so trocken das es schon weh tat. Also gab er es auf. Als er sich umsah begriff er das er sich nicht in einem runtergekommenen, dunklen Lagerhaus befand, sondern in einem sehr anspruchsvoll einwirkenden Raum mit teuer-aussehendem Metall an den Wänden, die dem Raum die Form einer Honigwabe gaben. Es gab keine Tür, zumindest sah er keine wegen der ganzen Spiegel um ihn herum.

Außer ihm und dem Stuhl an den er gefesselt war, war der Raum leer. Es sah genau so aus wie irgendeine Zelle in einer Irrenanstalt. Oder vielleicht, das Pentagon.

Scheiße. Ist er etwa im Pentagon? Dem Verteidigungsministerium der USA?

Die Panik, die er sich so herbeisehnte, überkam ihn mit der Wucht eines Güterzuges und plötzlich war das einzige an das er denken konnte das das 'verdammt noch mal nicht scheiß Oshimas Mist ist'. Doch da ertönte plötzlich eine Körperlose Stimme die ihn aufschreien ließ und Keigo war sich sicher das er sich gerade in die Hosen gemacht hatte.

„Herr Asano, ich rate ihnen tief durchzuatmen. Das hilft gegen die Panik." sagte die Stimme.

„Scheiße." war alles was Keigo antworten konnte. Er war so dermaßen eingeschüchtert und so was vom am Arsch. Das wars nun. Das ist das Ende. Er wird hier und jetzt sterben und niemand wird jemals seinen Körper finden, weil er sich sicher war das er in einem Labor oder so was war, wo sie an ihm herum experimentieren werden.

„Herr Asano." sagte die Stimme, diesmal deutlich klarer und Keigo öffnete endlich die Augen, nachdem er sich nicht daran erinnerte sie geschlossen zu haben. Oh Gott, sie Kontrollieren seine Bewegungen, dachte er sich. Doch da erblickte er einen Mann in einem feinen schwarzen Anzug, der vor ihm stand. Wie ist der Kerl hier überhaupt reingekommen?

„Da ist eine getarnte Tür hinter mir." sagte der Mann, den Keigo ab sofort nur noch als Waben-Mann kennen würde. Stressige Situationen, setzten seinem Vorstellungsvermögen schwer zu, so dachte er.

„Okay,..." sagte Keigo laut. Die Kontrollieren ihn aber so was von.

„Nein, das tun wir nicht. Verstehen Sie, Sie sind in einem Schockzustand, aber es gibt keinen Grund angst zu haben." sagte er als hätte er gerade seine Gedanken gelesen.

„Ich... Ich habe nichts getan! Ich schwöre!"

Der Waben-Mann nickte. „Dessen sind wir uns bewusst, Herr Asano. Wir wollen Ihnen nur ein paar Fragen stellen, danach können Sie sofort gehen."

„Wer ist wir?! Sie... haben... mich ge-kidnappt!" stotterte Keigo unruhig. Er war kurz davor zu weinen so verzweifelt war er.

„Ich gebe zu, wir hätten nicht so grob sein müssen. Aber wie ich schon sagte, nur ein paar Fragen und dann steht es ihnen frei zu gehen."

„W...Wer sind sie?" stotterte er.

Waben-Mann dachte kurz über seine Antwort nach. Keigo merkte dies, aber er war noch zu beschäftigt damit nicht an einem Herzinfarkt zu sterben. „Wir nennen uns die Strategische Heimatland Interventions Eingreif- und Logistik Division. Kurz S.H.I.E.L.D. Hauptsächlich kümmern wir uns um Regierungs- und Sicherheits-Angelegenheiten. Sie können also ganz entspannt sein, Wir sind hier die guten, Herr Asano."

„Das ist das was der Bösewicht sagen würde!" Keigo hatte offiziell keine Ahnung wo er war. Er sollte wissen das es besser war zu reden.

Die Fesseln, die seine Arme an den Stuhllehnen hielten, öffneten sich plötzlich. Der Mann vor ihm lächelte beruhigt. „Das stimmt. Aber sie haben mein Wort. Alles was ich will sind fünf Minuten Ihrer Zeit. Dann bringen wir sie persönlich bis zu ihrer Haustür. Und zwar sicher und ohne umwege!"

Es gab definitiv keinen Grund zu leugnen das diese Strategische-Weiß-der Teufel was das war, ihn erst gehen lässt wenn sie von ihm bekommen haben, was sie wollen. Die sich öffnenden Fesseln waren wohl ein Zeichen des guten Willen, den der Typ vor ihm hätte ihn wohl in zwei Sekunden platt gemacht.

Verdammt noch mal, vielleicht waren es ja diese Typen die ihn die ganze Zeit verfolgt hatten.

Keigo schob die Gedanken beiseite und nickte einfach nur ergebend. Der Mann lächelte wieder, aber diesmal sah es weniger gruselig aus.

„Wir würden gerne alles über Ihre Freundschaft mit Kurosaki Ichigo wissen."

„Was?"

Es war nicht das erste mal das Keigo wegen Ichigo in Schwierigkeiten war. Ichigo und Waben-Mann hatten also wenigstens das gemeinsam. Aber alles war selbst für Keigo neu. Nicht nur das er das erste mal in seinem Leben entführt wurde, von jemandem der nicht Obdachlos war (Keigo würde dies als einen Gewinn betrachten, falls es jemals lustig für ihn erscheint).

„Verbringen Sie oft Zeit zusammen?"

Die Antwort auf diese Frage war Keigo so was von klar. Und sie war auch sehr traurig. Ichigo wollte fast nie mit ihn Zeit verbringen und nun da er auch noch Seelen-Fänger-Kräfte... OH.

„Was OH?"

Jetzt begriff er es. Das war es was die Regierung wissen wollte. Keigo hätte sich am liebsten selbst eine geknallt, weil er es nicht schon vorher begriffen hat. Die Fragen des Kerls waren sachlich aber auch sehr wage. Keigo antwortete einfach im Akkord, vermied aber jede Antwort auf Ichigo's Shinigami-Fähigkeiten. Wahrscheinlich war er nach dem Vorfall letzte Woche noch irgendwie unter schock oder so. Keigo nahm an das der Mann aber zufrieden war und bekam was er wollte. So hielt er sich an sein Wort und Keigo wurde nur fünf Minuten später in den Fond eines sündhaft teuren Lexus gesetzt. Keigo konnte auf der Seite noch das Logo der Organisation und die Initialen S.H.I.E.L.D. erkennen. Seiner Meinung nach ein ziemlich blöder Name.

Was konnte man dazu sagen, das eine geheime Regierungsorganisation über dieses Geheimnis Bescheid wusste. Wenn man es überhaupt noch ein Geheimnis nennen konnte. Karakura war bekannt für seine vielen 'Erdbeben', da musste man ja irgendwann einmal verdacht schöpfen. Zum Teufel noch mal, er wusste ja nicht einmal ob er mit der Japanischen Regierung sprach, weil er zu beschäftigt war sich nicht in die Hose zu machen. Sein Entführer, oder eher Interviewer, war aber definitiv ein Japaner. Und er hatte auch definitiv keine Tattoos, soweit Keigo sehen konnte. Also war er auch kein Mitglied der Yakuza. Möglicherweise!

Keigo entschied sich zurück zu Uraharas Laden zu gehen um ihn von dem Vorfall zu erzählen. Auch wenn er den Hut-Kerl partout nicht ausstehen konnte, so sollte er jedoch davon erfahren.

Und tatsächlich, schien Urahara etwas zu wissen.

Das bedeutet: Urahara wusste etwas, stellte sich aber dumm und behauptete nichts zu wissen. Alles was er Keigo sagte war ein: „Wir sollten vorsichtig sein. Ich werde der Sache nachgehen."

Keigo jedoch verstand es als: „Komm nie wieder hierher zurück oder sonst..."

Nun den. Wenn es nun einmal so ist. Keigo würde die ganze Verantwortung nur zu gerne auf jemand anders abwälzen, der auch wenigstens wusste was vor sich ging. Er wollte den ganzen Vorfall einfach nur vergessen. Er ist sowieso viel besser im Video-Spiele spielen und im 'auf Möpse starren'. Das Leben war so viel einfacher ohne diesen ganzen Mist.

Bis er dann ging, nur um wieder von einem Hollow angegriffen zu werden...

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