Liebe Leser,

Um das Bayrisch in diesem Kapitel gut verstehen zu können, ist es gut das ganze laut oder halblaut zu lesen. Und an alle, die diese Sprache besser beherrschen als ich, mögen sie es mir bitte verzeihen und einfach darüber hinweg sehen.

Eure Ankatrina


Die Reise

Als Hermine im Münchner Ministerium ankam, stand nur ein einzelner Mann im Atrium. Er war etwas pummelig, trug Lederhosen und einen Filzhut.

"Ah, Grüaßt di Gott! Du muasst die Miss Granger soa. I hoaß Gruber und soll dir denn Weg noach Rabenstoa zoang."

Er kam auf sie zu und schüttelte ihr kräftig die Hand.

"Also folg mir!" Und er ging auf ein Treppenhaus zu.

Als sie schließlich am Münchner Bahnhof ankamen, hatte Hermine Kopfschmerzen; tierische Kopfschmerzen.

„Ich habe sicher schon Brandblasen am Ohr", dachte sie, „der Kerl redet ja ohne Punkt und Komma." Sie massierte sich die Schläfe. „Und dann auch noch dieses furchtbare Gemisch aus Bayrisch und Österreichisch. Wenn in der neuen Schule alle so reden, gehe ich, ob das dem Ministerium nun recht ist oder nicht!"

"So, also hier müassen wir durch." Herr Gruber zeigte auf eine Tür, auf der "Privat" stand.

"Müssen hier alle durch?", fragte Hermine, „fällt das nicht auf?"

"Na, es giabt faschiedene Wege auf des Gloas. Beispielsweise ah Tür in der Damen Toilette, auf der stecht nämlich "Defekt" da gehn die Muggels dann net durch. Du muasst dei Fahrkartn vor des Schlüsselloch von dera Tür hoalten und dann geht die auf. Dahinter is so a Aufzuag, der dich dann auf des Gloas bringt.

Joa, so alles in allem giabts, glaub i, ungfähr drei oder fia Wege. Aber wir nehmen den hier." Und er öffnete die Tür.

Hermine trat hindurch und schaute sich um.

Sie stand auf einem Gleis, das, wie sie verwundert feststellte, genauso aussah, wie das Gleis daneben. Die selben Schilder und verrosteten Bänke, Werbeplakate für Schokolade und Billigtickets und außerdem noch eine große Anzeige, auf der stand:

Rabenflügel

Abfahrt 9.30 Uhr

Gleis 22S

Auf dem nächsten Gleis stand eine Schulklasse und wartete offensichtlich auf den Zug. Die Mädchen tuschelten miteinander und die Jungen alberten herum. Seltsam jedoch war, dass niemand auch nur einen Blick zu ihrem Bahnsteig warf.

"Sehen die uns den nicht?", fragend schaute Hermine zu ihrem Begleiter.

"Na, wieso solltens denn. Wir ham den Bahnsteig so verzaubert, das er von außen wie a großer Spiegel aussiat. Deshoalb hoaßt des Gloas ja au 22S. S füa Spiegel. Doch koamm, doa Zug fährt gloach."

Jetzt erst wurde Hermine auf den langen Zug aufmerksam, der am Gleis stand. Es war ein ganz normaler ICE wie sie verwundert feststellte. Sie stieg ein. Doch der ICE war innen nicht, wie erwartet, mit diesem gräsligen türkis, wahlweise auch einem schmutzigen altrosa Plastik verkleidet, sondern mit echtem Holz. Die Sitze waren mit blauen Samt überzogen, und die Fenster mit blau Silber gemusterten Gardinen geschmückt. Hermine blieb staunend in der Tür stehen.

"Also, i loas di jetza aloan. Guate Fahrt. " Und damit drehte sich Herr Gruber um und ging. Hermine setzte sich in ein leeres Abteil und lehnte sich zurück.

Ganz Hogwarts brennt. Alles steht in Flammen. Überall kämpfen Menschen miteinander. Schreie hallen über die Schlossgründe. Einige vor Freude, andere vor Schmerz und wieder andere aus reiner Angst. Hermine Granger und Ginny Weasley stehen am Waldrand.

"Komm!" Hermine eilt dem Wald entgegen. Sie dreht sich nach Ginny um, doch diese folgt ihr nicht, sondern rennt in Richtung See. Dorthin, wo der Kampf am meisten tobt.

"Nein, Ginny! Nicht! Bleib hier!"

Doch Ginny kann sie bereits nicht mehr hören.

Kurzentschlossen rennt Hermine ihr hinter her. Jetzt sieht auch sie, was grade am Seeufer passiert. Harry duelliert sich mit Bellatrix Lestrange.

Er dreht ihnen den Rücken zu. In seiner Nähe steht Snape und duelliert sich mit einem Lucius Malfoy.

Hermine läuft schneller und versucht Ginny einzuholen, bevor diese Harry erreicht.

Harry hat sie gebeten, Ginny aus der Gefahrenzone zu halten.

Hermine traut sich nicht nach ihr zu rufen, aus Angst sie könnte, einen Todesser auf sie beide aufmerksam machen. So hetzt sie Ginny hinterher.

Von vorn hört sie einen Schrei und sieht, wie Lucius Malfoy getroffen zu Boden sinkt.

Entsetzt sieht sie, dass ein Todesser sich von hinten an Harry heranschleicht. Hermine läuft, als ob es um ihr Leben ginge, doch es ist schon zu spät.

Die nächsten Sekunden sieht Hermine im Zeitlupentempo: Der Todesser schickt einen grünen Blitz ab, Ginny hechtet an Snape vorbei und wirft sich zwischen den Todesser und Harry, Hermine und Harry schreien gleichzeitig: „Nein!", der grüne Strahl trifft Ginny, Bellatrix, wie sie den Zauberstab hebt: „Ava...!" Doch Snape kommt ihr zuvor: „Avadar Kedavra!"

Bellatrix sinkt tödlich getroffen zu Boden. Hermine fällt auf die Knie und ...

erwachte. Verwirrt blickte sie sich um. Sie kniete auf dem Boden eines Zugabteils. Die Sitze waren mit blauem Samt überzogen waren. Langsam kam die Erinnerung zurück.

Sie war auf dem Weg nach Schloss Rabenstein, einem Zaubererinternat, irgendwo in den Alpen. Und dieser Zug sollte sie direkt vor die Haustür bringen, jedenfalls hatte das dieser komische Kauz mit den Lederhosen erzählt.

"Ich bin wohl eingeschlafen", dachte sie. Und erinnerte sich mit Schaudern an ihren Traum.

Warum träumte sie nur immer wieder von diesen Dingen! Zwei Jahre war es nun schon her...

Die Bilder zogen wieder vor ihrem inneren Auge vorbei: Ginnys Blick, als der Fluch sie traf, Harrys Entsetzensschrei, Snapes leere Stimme, als er den Todesfluch benutzte: „Avadar Kedavra!" Bellatrix' toter Körper,... nein! Sie durfte jetzt nicht daran denken!

Um sich abzulenken schaute sie aus dem Fenster, doch wie sie fest stellen musste gab es dort nicht viel zu sehen. Denn wie es schien, fuhren sie grade durch einen Tunnel.

Hermine hatte keine Ahnung, wie lange sie geschlafen und trat deshalb den Gang hinaus und sah sich um. Dann ging sie Zielstrebig auf eine ältere Frau zu und sprach sie an:

„Ah, guten Tag. Sind Sie auch auf dem Weg nach Rabenstein?"

„Ja, selbstverständlich will ich nach Rabenstein, schließlich hält dieser Zug nur dort. Ich bin Frau Sophia Krämer, die Zauberkundelehrerin an Schloss Rabenstein. Und Sie?", antwortete die Dame

„Ah, dann sind wir Kollegen. Hermine Granger, ich bin die neue Lehrerin für Zaubertränke. Könnten Sie mir vielleicht sagen wann wir da sind?"

„Natürlich. In ungefähr 15 Minuten."

15 Minuten später trat Hermine auf den Bahnsteig hinaus und schaute sich suchend um.

„Kann ich ihnen helfen?", fragte eine Stimme, die ihr annähernd bekannt vorkam. Hermine drehte sich um, hinter ihr stand Frau Krämer

„Können sie mir denn ein bisschen über diese Schule erzählen?", fragend schaute Hermine ihre neue bekannte an.

„Gerne. Bevor das Schloss eine Schule wurde war es der Wohnsitz einer sehr zurückgezogen lebenden Adelsfamilie: Den „von Rabenstein". Diese fingen vor ungefähr 1500 Jahren an, ihren Kindern und deren Freunden zaubern beizubringen. Immer mehr Leute hörten davon und wollten ihre Kinder auch dorthin schicken. Schließlich konnten die Rabensteins die Schülermassen nicht mehr bewältigen und das Schloss platzte aus allen Nähten. Daraufhin beschlossen die Rabensteiner, die Schule jetzt offiziell beim Ministerium an zu melden und die Schule neu zu ordnen.

Und seit diesem Tag ist dieses Schloss eine offizielle Schule."

„Wie ist die Schule gegen die Muggel geschützt? So wie Hogwarts?"

Frau Krämer gluckste: „Nein, nicht wie Hogwarts. Aber genauso effektiv. Es gibt nur zwei Möglichkeiten in diese Tal zu kommen: mit dem Zug, oder von oben. Mit dem Zug fahren nur Zauberer und wenn die Muggel zufällig zu diesem Tal kommen würden, würden sie nur einen riesigen Gletschersee sehen und außerdem ist dieses Gelände, weiträumig als Umweltschutzgebiet gesperrt, mit anderen Worten: die Muggel dürfen hier gar nicht rein."

Frau Krämer blieb stehen.

„Was ist den?", wollte Hermine wissen.

„Wir sind da." Frau Krämer schmunzelte: „Es freut mich, dass Sie unser Gespräch so in Bann geschlagen hat, sodass sie die Umgebung völlig vergessen haben. Aber nun schauen Sie sich doch einfach mal um."

Sie standen auf einem weiten Platz der rings herum von großen, uralten Bäumen gesäumt war. Darüber erhoben sich die gewaltigen Berge, die in der Abendsonne rot leuchteten. Doch direkt vor ihnen lag das Schloss, über das Hermine heute schon so viel gehört hatte: Rabenstein.

Sechs Türme erhoben sich über den Rest des Schlosses, wobei einer alle anderen noch überragte. Sonst konnte sie noch zwei Flügel ausmachen die allerdings schon teilweise in den Schatten verschwanden.

„Was es wohl mit diesem großen Turm auf sich hat?", fragte sich Hermine, "Aber so macht das alles einen guten Eindruck. Frau Krämer ist total nett und die Landschaft ist wunderschön."

Sie ging erwartungsvoll auf das große Portal zu.


Hallo nochmal, wir hoffen es hat euch gefallen! Lasst uns doch bitte ein Review da, wir sind nämlich ganz furchbar neugierig auf eure Meinungen!!! egal ob kritik oder lob! einfach dfem kleinen go da unten nen drücker geben und wir sind glücklich!!!

bis bald, und bis zum nächsten chapter dauerts dann nicht mehr so lange! sorry nochmal wegen der wartezeit! glg eure silbergold und ankatrina